Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1913)
- Date
- 1913-02-14
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 11. Nr. 7 Frankfurter Israelitisches Familienblatt. werden. D<s beachten heute selbst rein soziale jüdische Organisationen als etwas, worüber es keinen Zweifel geben kann; um wie viel mehr sollten Organisationen, die sich „jüdisch - national" nennen, das beachten — uno ganz besonders noch, wenn es sich um eine Fahrt nach dem Lande der Väter handelt. H i n t e r M a u e r n. Die Wiener „Jüd. Ztg." schreibt über dieses Stück: . Ob diese Milieuschilderung sehr geschmackvoll ist, wollen wir nicht erörtern, das ist Ansichtssache. Was aber viel wichtiger ist, das ist die „Tendenz" des Stückes. Ein Mädchen aus gutjüdischem Hause studiert gegen den Willen des frommen Vaters und verlobt sich mit einem christlichen Privatdozenten, dem sie verspricht, daß auch die Kinder aus dieser Ehe getauft werden sollen. Darob Entrüstung des Vaters, bei dessen Zornausbruch die Tochter ihr jüdisches Herz entdeckt, ihr Versprechen zurücknimmt und die Verlobung lösen will. Der christliche Privatbozent, der übrigens jüdische Kulturgeschichte liest, wird durch so viel Heroismus gerührt und gibt zu, daß die Kinder nicht Christen oder Juden, sondern „Menschen" werden sollen, worauf alles in einer Rührsuppe schwimmt und der Vorhang fällt. Welch eine Lösung, ja Erlösung! Die abgetakelte Phrase von einem abstrakten Menschentum, das über allen Wesendifferenzen schwebt und eine „höhere Stufe" darstelst, die zur Aufklärungszeit den Juden als höchste Weisheit vorkam, wird einem heute noch als ein Mittel serviert, tragische Konflikte zu lösen. Gewiß liegt nichts daran, ob ein schlechtes Theaterstück mehr oder weniger über die Bretter geht, die die Welt bedeuten sollen; wogegen wir uns auflehnen, ist nur die spielerisch-oberflächliche Art, mit der so ein Schriftsteller an Probleme geht, die uns nahe gehen. . ." Vereius-Kaleuder. Freitag. „Talmud Thora"-Berein, nach Schluß des GotteÄnenstes, Synagoge Börneplatz: Vortrag fällt aus." — Verein „Mekor Chajim", nach Schluß des Gottesdienstes, Hörsaal Friedberger Anlage: Mkro-Vortrag (Rektor Falk): 8V2 Uhr, Langestr. 18: Gemütliche Zusammenkunft. — ,Mvntefior«"-Verein. 9 Uhr, Bleichstr. 70: Gemütliche Zusammenkunft. Samstag. „Montefiore" - Verein, 11% Uhr, Bleichstr. 70: Schinr-Bortrag (Dr. B. May). — Verein ,Mekor Chajim", N/s Ichr: Langestr. 18: Ein Jaakob (Schachnowitz). Sonntag. „Talmud Thora"-Verein, 6 Uhr, Synagoge Börneplatz: Bortrag (Rabb. Dr. Nobel). — Verein „Tiferes Bachurim," 8 Uhr, Bleichstr. 70: Tälmud-Bortrag (Rabb. Dr. Horovitz); 9 Uhr: Literarischer Abend (Die spanische Dichterperiode). — Verein „Mekor Chajim," 6 Uhr, Langestr. 18: „Schulchan Aruch"-Vortrag (Rabb. Dr. Breuer). Dienstag. Jüd. Frauenvereinigung, 8% Uhr, Hotel Drexel: Nachexilische Geschichte (Rabb. D. Bondi-Mainz). Mittwoch. ,Montefiore"-Berein, 9 Uhr, Bleichstr. 70: Hebbel (Lehrer E. Gut). . « , Donnerstag. Verein „Nachlaß Zwi," 9 Uhr, Langestr. 18: Die jüdische Frau (A. M. Loeb-Dieburg). — Zion. Jugendgruppe, 9 Uhr, grüner Saal des Kaufm. Bereinshauses: Das Zeitalter der Gaonim (D. Tachauer). w*- Jenützet zu Slüc&roünschen Tekgramm-ftblösungsfovmulaue der Xebräiscben Mittelschule Tachhemonie in Jaffa. Stflck ä Mk. 0.50. Blocks zu 10 Stack & Mk. 5.— in allen hebräischen Bnchhandlnngen sowie in der Redaktion zn haben, Während unseres Inventur~ Stäumungs - Verkaufes gewähren wir auf einen Posten Rein Aluminium- und, Emaille-Kochgeschirr, Grude-Herde, Küchen-Möbel 2O0\o Nachlass» Auf alle regulären Waren W°jo Extra-Rabatt ausgenommen Marken-Artikel. Steding & SHtaus J. Spezialhaus für Küchengeräte Gr* Bockenhelmer Str, 29m Telephon 4606. 9 Zell 9 Telephon 4606. empfiehlt diese Woche Die ersten Maifische lebende Spiegelkarpfen, Schleien, Hechte ■ Bresem -.. Allerfeinste Angel-Schellfische, Cablian Setzungen, Schollen, Tafelländer Seehechte und Heilbutt im Ausschnitt. 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