Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 5 (31.1.1913)
- Date
- 1913-01-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2692297-2692819-2692824--07448-2702526- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Ekelte 4. :; Frankfurter Israelitisches FamilienLlalt. - Nr. 5 .3. Kl. Kr. 38, 2. KL Fr. 176,10 inkl. Berpfl., 1. Kl. Fr 303,60 mkl. Verpfl. Nach Chaifa: 3. Kl. 5kr. 39. Eillin ie: Abfahrt von Triest: Freitag, 1 Uhr nachm. Ankunft in Jaffa: Donnerstag, 7 Uhr früh, in Chaifa: Donnerstag, Vfe Uhr früh. Preise: 4. Kl. Kr. 45,50. 3. Kl. (mit Bett) ab Alexandr. 3. Kl. Syr. (ohne Bett) Kr. 82. Berpfl.-bis Alexandr. Kr. 11M, 3. Klab Alexandr. 2. Kl. Syr. (ganze Ftthrt mit Bett) Kr. 100,30. Berpfl. Kr. 25,70. 2. Kl. Fr. 295.60 inkl. Berpfl. 1. Kl. Fr. 426,60 inkl. Berpfl. Chaifa:' 4. Kl. Kr. 47. 3. Kl. Kr- 81. Berpfl. bis Alex. Kr. UM 3. Kl. ab Alexandr. 2: Ki. Syr. Kr. 107. Berpfl. 43. Freigepäck: 1. Kl. 100 Kilo, 2.'Kl. 60 Mo, 3. und. 4. Kl. 30 Kilo. Die Landung in Jaffa kostet Kr. 3 pro Person. Landungskarten im Palästina-Informationsbüro Wien erhältlich. Der geringste Betrag, der nun für die Reise von Wien über Jaffa außer Berpfl. mit Syriendampfcr (11 Tage auf Schiff) erforderlich ist, beträgt für einen armen Auswanderer Kr. 62)75, mit dem Eildampfer (7 Tage) Kr. 70,25. (Inbegriffen Strafe Fr. 10, die - in Jaffa entrichtet wird, wenn der Landende keinen Reisepaß besitzt.) Die Ermäßigungen werden nur den persönlich erscheinenden Auswanderern im Informationsbüro spätestens 2 Tage vor Abgang der Dampfer ausgefolgt) Außer dem Palästina-Informationsbüro in Wien erteilen auch! Auskünfte und Fahrpreisermäßigungen das Zionistische Zentralbüro, Berlin IV. 15, Sächsischestr. 8, und des jüd. Ans- Ivandererbnro Triest, via del Monte 1. Amtsstunden: via Dorre Bianca 15 ll, Donnerstag und Samstag von 7 bis 71/2 Uhr, abends; in dringenden Fällen werden die Ernlätzigungsbriefe auch Sonntag früh von 8—9 Uhr, aber — statt bin Dorre Bianca — via bei Monte 1, ausgesolgt. Grotzbritinmieu. London. Die „Jcwish Cheonicle" hatte durch Dr. Melamed ettt Interview mit den Balkandelegierten Dr. Da neff und Benizelos. Dr. Da neff, der Führer der bulgarischen Friedeusdclegierten, sagte folgendes: ' „Sie sehen doch sicher die Tatsache ein, daß die 4000Ö bulgarischen Juden die Rechte und die Freiheiten des Durchschnitts-Bulgaren genießen. Ich muß hinzufügen, daß die bulgarischen Inden treue Bürger ihres Lcuides sind und die Freiheiten und die Rechte, ,die sie genießen, voll verdienen. Sic nehnien an der 'Politik ihres Landes mit demselben Eifer und Ernst wie die besten des bulgarischen Bottes teil. Wir brauchen die Juden,- well sie unser nationales Geschäft betteiben. Sie sind . keine Schwindler, sondern Kaufleute im besten Sinne des Wortes. Wtt brauchen sie nicht nur, wir können sie vielmehr garnicht entbehren. Ganz besonders jetzt brauchen wtt stt, wo stt den wirtschaftlichen Wert unserer neuen Territorien zu vergrößern berufen sind. Wir find das -einzige Balkanvolk, das den Juden gegenüber Gerechttgkeit beobachtet hat, und man darf uns daher glauben, wenn wtt sagen, daß wir in der Zukunft keinen Wechsel in unserer Polittk hinsichtlich der Juden eintteten lassen werden. Was die Inden anbetrifst, so ist unser Gewissen rein, und wtt hoffen, daß es auch in der Zukunft nie besudelt werden wird. Bezüglich der Juden in den neuen bulgarischen Provinzen versichere ich Sie feierlichst, daß sie mit derselben Gerechtigkeit wie ihre Brüder im bisherigen Bulgaren behandelt werden. Alle Macht in der. Well kann uns nicht veranlasse» anders zu handeln; auch nicht Rußland, dem wir vieles schulden. Wenn Sie wissen wollen, ob unsere jüdischen Mitbürger mit ihrem Schicksal zufrieden sind, so fragen Sie meinen persönlichen Freund Oberrabbincr Dr. Ehrenprris in Sofia. Es gibt in Bulgarien jüdische Richter, aktive jüdische Offiziere, jüdische Beamte und jüdische Parlamentsmitglieder, welch' letztere verschiedenen Parteien angehören. Dr. Daneff wandte sich nunmehr gegen unter jüdischem Einfuß stehende Zeitungen ä la „Neue Freie Presse", die gegen die Balkanstaaten Stellung nehmen. Diese Stellung sei um so erstaunlicher-, da doch die von Oesterreich beanspruchttn Territorien von vielen jüdischen Gutsbesitzern bcwohnt sind, die vollständige bürgerliche Gleichberechtigung als Bulgaren genießen, aber unter österreichischer Herrschaft verlieren würden. Auch gegen Max Nordau wandte sich Daneff, der Bulgarien zu sehr unterschätzte und einen anderen Staat, der gegen dtt Juden nicht so freundlich gesinnt ist, überschätzte. Doch man könne nicht ein ganzes Volk für die Worte eines einzelnen Mannes verantwortlich machen. Professor Dr. Populiejeff, der Rechtsberater der bulgarischen Friedensdelegation, setzte Dr. Melamed die rechtlich sichere Position der Juden in den annektterten Provinzen auseinander. Darauf sprach General Paprikow über die hervorragenden Leistungen der Juden im Kriege. Dr. Melamed suchte nun die griechischen Delegierten auf. Benizelos, der Chef des Kabinetts, empfing ihn sehr liebenswürdig. Der König der Hellenen sei ein großer Freutid der Juden und oft Gast des jüdischen Notabeln Cohen in Athen. Den Juden gingc"es unter Griechenland gut, und das griechische Volk sei durchaus nicht anüsemi« •' tisch usw. usw. Auch in Saloniki habe Griechenland sofort - dtt jüdischen Interessen gewahrt. Professor Dr. von Streit-Wien und Herr Ska- . ln dies, ehemaliger Minister des Aeußern, unterstützten Benezllos' Worte. — — Wir finden dtt Acußerungen der bulgarischen und griechischen Herren unter den gegebenen Umständen sehr verständlich, und es sollte uns sehr freuen, wenn stt in Zukunft durch dtt Tatsachen bestätigt werden, — bisher war es nicht immer der Fall. Daneff machte im Hause Melamed einen Gegenbesuch. . London) Dr Leonhard.Hill, Professor an der Oxforder Universität und Primarius der Ersten Klinik von'London, ein berühmter Physiologe, veröffentlicht im „Daily Mail" einen Aufsatz über seine Bettachtungen bei den Schlachtmethoden. Auf Grund vieljähriger Forschung sowie auf Grund seiner Beobachtungen der in den verschiÄwnsten Schlachthäusern geübten Tötungsmethoden habe er — so schreibt er ,— dtt innerste Ueberzeugung gewomren, daß das Schächten die zweckmäßigste und leichteste Methode ist und dem Tiere? d i e g e r i n g sie n Schmerzen verursacht. Frankreich. Paris. In seiner Sitzung vom 22 Januar hat das Zentral-Komitee der 'Alliance Jsraelitc Universelle folgende Beihilfen bewilligt: 1. 'Zur Unterstützung der nach Konstantinopel geflüchteten israelitischen Familien 10000 Frs. 2. Für dtt jüdische Bevölkerung in Monasttr und Uesküb 4000 Frs. Rumänien. Jassy (Rumänien). Dieser Tage wurde hier die „T 0 ynbeehalle" in der „S ch u l k a n t i n e G e l - tz e r", einem imposanten mit allem modernen Komfort ausgestatteten Gebäude, welches das kinderlose Ehepaar G e l - tzer der hiesigen jüdischen Gemeinde zum Zwecke von Versammlungen und Vorttägen Herstellen ließ, neu eröffnet. Die sehr rührigen Führer der To ynbee Halle, dtt Herren Dr. med. D. Frühling, R a t h. S ch w a r tz und L. Scharaga, haben sich besondere Mühe gegeben, junge, sehr talentierte Kräfte heranzuztthcn, die mit ihren Originalproduktioncn — sei es im Jargon, sei es in rumänischer Sprache — das Publikum sehr befriedigen.' Jeden Samstag Abend ist der mehrere hundert Personen fassende Saal von verschiedene» Schichten der hiesigen jüdischen Gesellschaft gefüllt. Rabb. Dr. Meier Thencn wurde für einen Kursus der jüd. Geschichte gewonnen. Die originelle Auffassung mancher Teile der jüd. Geschichte, so z. B. das Kapitel über Samuel und Saul, besonders aber die allgewaltige, von einer wunderschönen deutschen Sprache getragenen Beredsamkeit und die geradezu müsikartige, oratorische Nuancierung des Bortrages dieses jungen Predigers der hiesigen Gemeinde locken immer mehr Leute zu den Abenden der „T 0 y n b e e h a l l e" heran. Außerdem werden noch Gelegenheitsvorträge abgehalten. Herr Dr. med. Solomovici sprach vorigen Samstag in sehr anziehender populärer Weise über: „Die Folgen der Häßlichkeit". Das alles verspricht für diesmal die starke Befestigung dieser 'Institution der hiesigen Gemeinde. I cr A. Palästina. Jerusalem. Der Aufenthalt des Herrn U s s i s ch k i n, Vorsitzenden des Odessaer Palästinakomitees, in unserer Stadt hat wieder die Frage der Organisierung unserer Gemeinde in Fluß gebracht. Auch in Jaffa hatte man ja bis vor kurzem gezweifelt, ob dtt verschiedenen Elemente der jüdischen Bevölkerung — Sephardim, Jemeniten und Aschkcnasini — sich zn einer einheitlichen Gemeinde werden zusaminenschließen können. Auch in Jaffa fehlte es nicht an einigen einflußreichen Personen, dtt Jahrzehnte hindurch selbstherrlich allein das Heft in Händen hielten und sich nicht verpflichtet fühlten, der Gesamtheit Rechenschaft abzulegen. Und dennoch genügte die ausdauernde Arbeit einiger ernster Männer in Jaffa, tun dort in wenigen Jahren eine freigewählte, nach den besten Mustern organisierte Geineindererwaltnng zu fchaften. Sollte schließlich nicht ein Gleiches in Jerusalem gelingen!? Allgemein bricht sich jetzt dtt Erkenntnis Bahn, daß es in erster Reihe darauf ankommt, eine möglichst große Zahl von Personen zu finden, die zur Zahlung von Gemeindesteuern bereit sind. Hier werden nämlich alle Gemcindeausgaben von den landsmannschastlichen „Kvlelim" der Chalnta bestritten, so daß auch recht wohlhabende Einwohner schon durch die Befreiung von allen Gemcindeabgaben Nutzen von der Chalnka ziehen. Mag man auch in Europa mit dem Namen Jerusalem nur Vorstellungen von Armut und Elend verbinden — die freilich hier vorherrschen —, wir httr wissen, daß auch reich«: Juden in Jerusalem keine Seltenheit sind. . Man denke nur an das bucharisch: Jndcnvttrtel! Ja, selbst jüdische Millionäre gibt es hier! Um nur einige Namen zu nennen, sei auf den sephardischen Bankier V a l e r 0 und den jemenitischen Bankier Benin hingewicsen. Aber nicht bloß die ganz Reichen, auch der Mittelstand müßtt — ebenso wie in Jaffa — zu regelmäßiger Steuerleistung herangezogen werden, wenn man endlich geordnete Verhältnisse schaffen will. Freilich" sind diese Bestrebungen noch zu neu, um hier gleich, realisiert werden zn können. (Bezeichnend ist übrigens, -daß dtt gesamte jüdische Presse unserer Stadt für stt eintritt.) Wer jedoch ein Auge für das Werdende hat, wird sich! die Hoffnung nicht nehmen lassen, daß wir, früher als manche Pessimisten glauben, in Jerusalem eine organisierte Gemeinde haben werden. Jaffa. Allem Anscheine nach hat die blestge Bevölkerung nicht dtt Größe der Gefahr ersaßt, die uns von den Missions-Schulen bevorsttht. Hundert und mehr jüdische Mädchen und Knaben besuchen dtt Schulen, die von Mönchen und Schwestern geleitet sind. Dtt.Leser dieses gesch Blattes werden sich wohl noch erinnern, tvas sich, vor kurzem an einer solchen Mädchen-Schule in Konstantinopel zugeiragen hat. — Solange wir keine jüdischen Institute hatten, waren die Eltern »och zn entschuldigen; jetzt aber sind sie nicht mehr zn entschuldigen. Unsere volle Entrüstung verdient jedoch, der nachstehende" Fäll. Ein angesehener Kaufmann unserer Stadt' gab vorige Woche sein 10 jähriges Töchterchen in dtt Schwesttrschulc — in Pension. Wenn auch der Vater vom Judentum nichts hält, so ist dieses Vorgehen ein Beleidigen unser aller, das wir uns nicht gefallen lassen dürfen. Wir appellieren an Oberrabbiner Kuck und «warten von ihm ein erfolgreiches Eingreifen. — ■ Die von der hiesigen Tachkemoni-Schule ins Leben gerufene, von dem „Jüdischen-Bolksschriftem-Vcrlag" zu Frankfurt unterstütztt „T ach ke in 0 n i-B ibis 0 t he k" hat hier in religiösen wie liberalen Kreisen großes Äufschcn erregt. Diese Förderung der hebräischen Sprache ist freudig zn begrüßen, da besonders gesetzestteuen Kreisen dtt Möglichkeit der Pflege des „Lashon Ha-Kodesch" geboten ist. — Das zweite Bändchen „Derir" "enthält eine Reihe schöner Gedichte, die von dem wenig genanntem jungen Dichter Rimon abgefaßt sind. Wer ' dtt Lieder aufmerksam durchliest, muß dem Meister volles Lob zucrkenne». Weitere drei Heftchen sind -in Vorbereitung. Die Deutsche Palästina-Bank, Berlin, rief mit dem 1. Januar eine N i e d e r l a s s u n g i n N a b l u s ins Leben, die von großer Bedeutung ist Nablus ist der Hauptfabrikationspunkt der — Wasch-Seife. Auch findet in Nablus der große Schafwollmarft alljährlich im Frühjahr statt. Viele andere Bedingungen, die httr iricht aufgezählt tverden können, geben Nablus seine Bedeutung Wir lassen diese Neugründnng nichtnnertoähnt, da stt viel für dtt Erschließung des Handels und der Jndusttie in Palästina bedeutet. Ben-Hoamitti. Pethach-Tikwah, 5 Januar. Heute wurde der G'undstein zum Neubau der von dem „Frankfurter Mädchenschul-Kvmitee" unterhaltenen Volks- und Wi r t schaf ts schu l e für Mädchen gelegt. Das Gebäude, das bekanntlich der Munisizenz zweier hervorragender Mitglieder der? Palästina-Kommission der „Freien Vereinigung" zu' verdanken ist, wird neben den für den Schulunterricht erforderlich:» Klassenzimmern und einer großen gedeckttn Terrasse für den Kindergarten alle für den Haushaltung s u n t e r r i cht notwendigeir Wirtschastsräume enthalten. Das große Grundstück bietet auch. Raum für einen praktisch eingerichteten Gemüsegarten, der sowohl der Wirtschaftsführung, wtt dem Gartenbauunterrichte dient. Die weiter erforderlichen Baulichkeiten für landwirtschaftlich: Nebenbettiebe, insbesondere Milchwirtschaft, sollen später errichtet werden. Es ist dringend zu wünschen, daß dem Komftee aus den weitesten 'Kreisen reichlich Mittel zusließen, damit nach Fertigstellung des Neubaues, der zum. Herbste bezogen werden soll, auch, der Unterrichtsbetrieb selbst durch Gewinnung weiterer geeigneter und tüchtig vorgebildeter Lehrkräfte in genügender Zahl wtt bisher auf der Höhe bleiben kann. Dtt Schule steht unttr Leitung von Fräulein Lipstadt aus Hamburg und wird von Direttor Dr. Anerbach, dem Leiter der Talmud-Thora-Schule, regelmäßig inspiziert. Amerika. New-Nork. G a y n 0 r. der Bürgermeister von New- Aork, empfing eine Abordnung der Gesellschaft „Tom-chei Schabbes", dtt sich! darüber beschwerte, daß von den sabbathaltenden Juden die strenge Beobachtung der Sonntagsruhe gefordert werde. G a y n 0 w erkannte die Beschwerde als vom Standpunkt der Menschlichkeit und dem des Gesetzes berechtigt an. Die Schuld liege an der Unklarheit der Gesetzesfässung, und er werde dafür Sorge tragen, daß nach dieser Richtung Rcmedur geschaffen werde, damit die Juden, tvelche ihre» Sabbat heiligen, -nicht gezwungen werden können, aurij noch de» Sonntag zu ruhen. Seiner Meinung nacl) sei nur ein solches Ruhegeseh gerecht, welcheS einen Ruhetag in der Woche statuiert, und wenn di: Juden diese» Ruhetag am Sabbat halttn wollen, so dürften sie das nicht mit materiellen Schäden durch dtt zwangsweise Llrbeitsruhe an einer» anderen Tage büh:n. Nomal School Bovano I Wessrstr. 7. SprartBIl-IlBbBFBBtZIIIIflBll. Tel. 1Z428. | Privat-Zirkelnnd Klassenunterricht. ■ Besondere Zirkel für Damen besserer Kreise. I Oefieotl. Probestnnden Mittwochs um 11, 5,7 n. 9 Uhr. W Mlleton. Das „Scheker - Bilbul". Von C. B er g. Weißt Du, was ein „Scheker-Bilbul" ist? Weißt Du es? Ei, jo bist Du gewiß ein älterer Herr mit einem Käppchen auf den in Ehren ergrauten' Haaren, oder eine freurrdliche Matrone in blütenweißer Blonden- Haube; und über Euer wohlwollendes Gesicht legt sich der Schatten einer kleinen Wolke, während Euer Mund ein leises „Gott behüte!" spricht. Schüttelst Du aber verwundert Deinen Kopf und fragst zurück:-„Scheker- Bilbul? was soll das wohl sein?", so wette ich sieben