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Neue jüdische Presse · 1912-11-22 · Heft 46 (22.11.1912) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
10 (1912)
Issue
Heft 46 (22.11.1912)
Date
1912-11-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sh. 46 Aus aller Mett. Deutsches Reich. Frankfurt a. M. Zur Lage in der Agudas Jisroel wird uns geschrieben: Der letzte Beschluß des provisorische» Ausschusses ist., ivic wir hören, hier und da mißverstanden wordsn. Wen» die Ungarn an den rabbinische Rat als diejenige Instanz verwiesen wurden, die über die Qualifikation zur Annahme eines Vorstaiidsamtcs zu entscheiden habe, so bedeutet das natürlich, nicht, daß das Komitee beschlossen habe, seinerseits den rabbinischen Rat zu befrage», ob Nichtmitglieder von Religionsgesellschafle» das passive Wahlrecht haben sollen. Das hat das Komitee, wie uns bestimmt mitgeteilt wird, nie beschlossen; es hat vielmehr einem Herrn, der der Religionsgescllschast seines Wohnortes n i ch t angehört, ein Vorsta n d s a m t angeboten. Der Beschluß bedeutet nur, daß die Ungarn ihre Wünsche, wenn sie sie ansrecht erhalten, nicht an das Komitee, sondern an den rabbinischen Rat richten mögen, und gründet sich einfach darauf, daß es jedermann znsteht, gegen Maßnahmen, die i h m gesetzlich inkorrekt erscheinen, die Entscheidung des rabbinischen Rates anzurufen. Berlin. Ein Briefwechsel, zu dem stch jeder Kommentar erübrigt, sei hier mitgeteilt. Der hiesige Pastor W i l h e l »r L o o s e erhielt folgenden Brief: „In der festen Voraussetzung, daß ich cs mit einem Ehrenmanne zu tun habe, der die unten erlvähnte Angelegenheit sachlich und unpersönlich auffaßt, erlaube ich mir, folgende Anfrage an Sie zu richten: Eine Schülerin einer höheren Mädchenschule, in der Sie Religionsunterricht erteilen, soll Sie gefragt haben, warum die Juden nicht mehr ihr Reich hätten? Sie sollen darauf geantwortet haben, die Inden hätten kein Reich mehr, weil sie keine Soldaten sein könnten, da sie Plattbeine hätten. Es sollen sich in der darauffolgenden Pause unliebsame Hänseleien abgespielt haben. — Ich sträube mich dagegen, die mir zwar von sonst glaubwürdiger Seite ^gemachten Aussagen als Tatsache anzusehen und hitte Sie deshalb höflichst, die Angelegenheit richtigzustellen. — Eine Ignorierung meines Schreibens würde mir die Gewißheit geben, daß die erwähnten Angaben auf Wahrheit beruhen, und ich wäre gezwungen, weitere Schritte in der Sache zu tun. — Zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten bitte ich nochmals ni» Richtigstellung des Sachverhaltes." Darauf erwiderte er folgendes: Auf Ihr wertes Schreiben vom 5. d. Mts. erwidere ich Ihnen höflichst, daß wohl eine ähnliche Bemerkung, wie Sst von Ihnen beanstandet wird, — auf den genauen Wortlaut kann ich mich jedoch nach so langer Zeit nicht mehr besinnen —, von in i r gemacht worden ist, daß sie aber erst am Schluß einer längeren Ausführung, mit der ich die an mich gestellte Frage von. meinem evangelischen Standpunkt aus beantwortete, gefallen ist. Ganz so, wie Ihnen der Vorgang geschildert _ zu fein scheint, hat er sich also nicht abgespielt. Daß meine Bemerkung zu unliebsamem Hänseleien Veranlassung gegeben hat, bedaure ich aufrichtig, und ich bitte, mir zu glauben, daß derartiges natürlich nicht von mir beabsichtigt war. Ich hoffe, daß meine Erklärungen Ihnen genügen werden; die Angelegenheit in der Klasse richtig zu stellen, halte ich nicht für gut, da dadurch nur die Erinnerung an einen von den Schülerinnen schon wieder vergessenen Vorgang geweckt werden würde. Indem ich Ihnen für Ihren werten Brief, der mir gezeigt hat, wie vorsichtig man mit seinen Bemerkungen sein muß, ansrichtig danke, zeichne ich..." Hamburg. Die soeben erschienene Skr 12 der Misrach i-K o r re s p ü n de n z beschäftigt sich n. a. mit der A g n d a s I i s r o e l. Sic erhebt gegen die Leitung dieser Organisation den Vorwurf, daß sie in ihrer Schrift „Berichte und Materialien", die die Akten zur Vorgeschichte der Organisation und das Protokoll der Kattowitzer Konferenz enthält, Wohl die Kattowitzer Rede des Herrn Rabbiner Dr. Breuer vollinhaltlich mit den die Misrachisten beschimpfenden Aenßernngen tviedergibt, jedoch nicht „dir parlamentarisch-religiöse Anstandspflicht" erfüllt, „auch die Ausführungen derjenigen, die zur Abwehr gezwungen waren, genau dem Wortlaut nach zu bringen." „Man hat jedoch die gegnerischen Aenßernngen völlig entstellt wiedergegeben oder gänzlich> unterdrückt. Es ist sonst üblich, daß inan vor endgiltiger Abfassung des Protokolls den einzelnen Rednern das Stenogramm ihrer Rede zur Prüfung vorlegt. Das ist hier nicht geschehen. Wir können nicht annehnien, daß hier ein Versehen der Preßkommissivn vorliegt, vermuten im Gegenteil, daß der so frisierte Bericht der Diskreditierung ihrer misrachistisrhen Teilnehmer und Mitglieder dienen soll." Hamburg-Altona. Am 31. Oktober veranstaltete die Moria-Ortsgruppe eine Mitgliederversammlung, die zahlreich, besucht war. Dr. med. I. Möller, Mitglied des provisorischen Komitees, erstattete den Bericht über das letzte Geschästsjahr. „Wenn auch an neue» Ortsgruppen nur einige wenige hinzngekommen sind, da sich das Komitee, um die Kreise der „Agudas Jisroel" nicht zu stören, in Bezug ach deren Gründung eine gewisse Reserve auferlegt hatte, so kann dennoch ein Anwachsen der Mitgliederzahl konstatiert werden. Die Stellung zur „Agudas Jisroel" ist eine freundschaftliche (siehe Rundschreiben). Die .Leitung der „Agudas Jisroel" jedoch hat eine Fühlungnahme, wie man es hätte exwarten dürfen, bisher vermissen lassen. Das Geeignetste wäre, wenn die wirtschaftliche Palästinatätigkeit der „Moria" allein über¬ Frankfurter Israelitisches Fainilienblatt. Serie 3. lassen bliebe! Bon dieser Tätigest der „Moria" nimmt die Einführung der Bienenzucht in den palästinensischen Kolonien am meisten Interesse in Anspruch. Durch die Bienenzucht wird den Kolonisten die Möglichkeit gegeben, ohne wesentliche ^lbivrbierung von Zeit nnd Mühe außer ihrem bisherigen Verdienst noch einen Reingewinn von ca. 500 Fccs. jährlich pro Familie zu erzielen. Dadurch erst werden die Kolonisten ein gesichertes Auskommen erlangen. Ein Aufruf, von einer Reihe von prominenten Persönlichkeiten Deutschlands unterstützt, wird demnächst die deutsche Judenheit zu materieller Unterstützung des Projekts auffordern. Hofscntlich werden die Spenden so reichlich fließe», daß das erforderliche Kapital binnen kurzem gesammelt sein wird." Die Diskussion, an der sich u. a. Oberrabbiner Dr. Lerne r, M. u. I. Strauß, William Möller, Dr. med. David, Rosenstock, Kissinger, Lichten städter, Jos. Bachrachjunr., Referendar Cohn, Z o c b e n st e i n, Julius Schmidt, Stern und E. Koppel beteiligten, beschäftigte sich hauptsächlich mit verschiedenen wirtschaftlichen Projekten für Palästina. (L.) Posen. Die Veninsverbände in hiesiger Sy->agogcn- Gemeinde beabsichtigen einen hebräischen Sprachkursus ins Leben zu rufen, dessen Leitung Rabbiner B l u m und Dr. Joseph Feilchenfeld unterstellt werden soll. Es soll ein Kursus für Anfänger sowie ein solcher für Fortgeschrittene und — falls erforderlich — noch ein MittelkursnS eingerichtet werden. Der Unterricht ist unentgeltlich. Die anregenden und belehrenden Vorträge des Rabbiners Professor Dr. Bloch über „Geschichte des Judentum s" finden auch in diesem Winterhalbjahre wieder statt. Oesterreich-Ungar«. Budapest. Die jüdischen Studentenvercine haben beschlossen, in diesem Jahre eine gemeinsame Chanukafeier in großem Maßstabe zu beranstalten, um ans diese Weise für die Uiiifikationsbewegung, die einheitliche jüdische Autonomie, Stellung zu nehmen. Prag. Die zahlreichen jüdischen Studenten aus Rußland, die gegenwärtig an der Prager deutschen Universität studieren, sind seit einiger Zeit wiederholt den A ii r e m p e l n n g c n der d e n t s ch n a t i o n a l e n - Studentenschaft ansgcsetzt. Nun wird auch von den offiziellen deutschnationalen Körperschaften gegen diese jüdischen Studenten agitiert. Der „Deutsche Bolksrat" befaßte sich mit der Frage, und beim Kommers der „Germania" hielt es der Sprecher des Professorentoastes für angebracht, folgenden leicht verständlichen Passus einzuschieben: „Es tobt noch ein anderer, ein stiller, doch nicht minder gefährlicher Kampf, in dem unsere und des deutschen Volkes Existenz ans dem Spiele steht, die Konkurrenz mit fremden, n i ch t d e u t s ch e n Studenten, die an den deutschen Prager Hochschulen unseren Volksgenossen Luft und Raum rauben. (Beifall). Ist es nicht verderblich, dem Fremden die gefährliche Masse wider die Volksgenossen in die Hand zu drücken? Schützen Sie uns, hochverehrte Herren Professoren, auch in diesem Daseinskämpfe, sichern Sie vor allem den deutschen Studenten an der deutschen Universität den ihnen gebührenden Platz." Moskau. Wie aus Kursk gemeldet wird, hat der dortige Gouverneur 50 j ü d i s ch e H a n d w e r k c r s a m i l i e n aus gewiesen, darunter solche, die schon seit 1» Jahren in Kursk wohnen, und deren Wohnrecht niemals angezweifclt wurde. Warschau. Die herrschenden polnischen Parteien köiiiien es noch immer nicht verwinden, daß die Juden ihren antisemitischen Dumakandidaten K u ch a r z c w s k i zu Fall brachten. Die bürgerlichpolnische Presse Warschaus schlägt jetzt offen einen antisemitischen Ton an und fordert die Polen ans, die g e s ch ä f t l i ch e n B e z i e h u n g c n zu den Inden a b z n b r e ch c n. Infolge dieser wüsten Hetze kam es bereits in einer Markthalle und vor einigen jüdischen Läden, wo p o l - n i s ch c „W a ch t P o st c n" ausgestellt wären, um christliche Kunden vom Einkauf abznhalten, zn Zusammenstößen und Schlägereien, so daß die Polizei ciiischreitcn mußte. Palästina. Jerusalem. Tie Augenklinik des L e m a a n - Z i ö n ist seit Monat Juli wiederum eröffnet worden, Dr. Tis ch o hat die Stelle als Chefarzt übernommen. Die Leistungen der Augenklinik im 3. Quartal (Juli—Oktober) waren ganz enorm und sind von keiner Anstalt bisher erreicht worden. 2280 Personen wurden anibulatorisch behandelt, deren Besuche in den Sprechstunden insgesamt 23554 betrugen. Von den Patienten sind neun Zehntel bereits geheilt und brauchen nicht mehr die Poliklinik zn besuchen. Das Augenhospital enthält 40 Betten, in welche» 169 Patienten Aufnahme fanden, nämlich solche, die unbedingt operativ behandelt werden mußten oder einer fachmännischen Aufsicht unterstellt werden sollten. Bon diesen 169 internen Patienten wurden 149 äks geheilt entlassen, und die übrigen, bis auf zwei Kranke, werden demnächst die Klinik gesund verlassen. Bon den oben genannten 2280 Kranken, von denen 900.mit akuten Entzündungen behaftet waren, sind alle bis auf vier von der Gefahr einer Erblindung gerettet. — Nach den offiziellen Berichten der ägyptischen Regierung, die in der Zeitschrift für Augenärzte in Wien erscheinen, beträgt die Zahl der Erblindungen bei akuten Entzündungen 38®/o> sodaß der Verein Lemaan-Zion auf die durch sein? Augenklinik außerordentlich günstig erzielten Resultate mit Recht stolz sein kann. Amerika. v New Aork. In Gegenwart Bürgermeisters Gaynor und vieler hervorragender Persönlichkeiten der Stadt ist hier ein neues großes jüdisches Waisenhaus seiner Bestimmung übergeben Wörden. Es unterscheidet sich dadurch von den meisten anderen jüdischen Anstalten Newtzorks, daß es koschere Küche hat. Auch berücksichtigt es in seinem Unterricht in gehörigem Maße jüdische Fächer. Der bekannte Philanthrop Louis M a r s h a l l wies in seiner Rede darauf hin, daß die neue Anstalt zeige, daß die amerikanischen Juden jüdischer werden. Personalien u. Kleine Mitteilungen. Berlin. Der Tod Siegmund Bergels bedeutet für die deutsche Judenheit einen schweren Verlust. Im Hilfsverein der Deutschen Juden, des Deutsch-Israelitischen Gemeindebnndes, der Indischen Arbeiterkolonie in Weißensee, der Alten Synagoge, überall betätigte er sich infolge seines regen jüdischen Interesses, seines Gemeinsinnes und seines warmen Herzens mit Tatkraft. Die Aerzte Dr. Victor Goldfeld, Dr. Ludwig Manasse, Dr. Eli Wreschner und Oberstabsarzt a. D. Eugen Jacoby erhielten den Titel Sanitätsrat. Stadtältefler Dr. Max Weigert, Bizepräsident der Kaufmannschaft, feierte seinen 70. Geburtstag. Berlin. Geh Regierungsrat Prof. Dr Hermann Cohen erhielt den Roten Adlerorden 3. Klasse mit Schleife und Theodor Löwenberg, Schwiegersohn Rabbiners Dr. Rosenthal-Breslau, den Kronenorden 4. Klasse. Colmar. Charles Levh ist im Alter von 72 Jahren verschieden. Mit dem Hinscheiden Charles- Levys, der lange Jahre Mitglied des israel. Konsistoriums war und sich sehr lebhaft aas den Gebieten des jüdischen Lebens betätigte, hat die elsässische Judenheit einen fühlbaren Verlust erlitten. Stuttgart. Der vor kurzem verstorbene Kammersänger Heinrich Sontheim hat u. a. der Eheivra Kadi s ch a 500 Jf. vermacht. Mannheim. D er badische Verein für Frauenstimmrecht hat sich veranlaßt gesehen, in einem Anschreiben an seine Ortsgruppen zn erllären, daß er zu der Resolution des Bayerischen Frauenstimmrechtsvereins gegen das Schächten in keiner Beziehung steht und die durch sie hervorgerufene Verletzung der religiösen Gefühle seiner israelitischen Mitglieder aufs lebhafte st ebedanert. FelSberg In seltener Rüstigkeit und Geistesfrische feierten die Eheleute Joseph Levi und Frau Regina geb. Speier im nahen Gensungen die goldene Hochzeit. Grandenz. Bankier Aron Bohm hat anläßlich seines 90. Geburtstages mehrere Stiftungen gemacht; u. a. hat er dem ifraelit. Waisenhaus 10000 Mark gestiftet. Herr Bohm war an seinem Geburtstage der Gegenstand zahlreicher Ehrungen, die seine große Beliebtheit bei der gesamten Bevölkerung Grandenz beweisen. Im Namen des Magistrats Übermächten Glückwünsche Oberbürgermeister Kühnast und Stadtältester Mertins: Justtzrat Obuch gratulierte im Namen der Stadtverordnetenversammlung, indem er auf die langjährige Tätigkeit des Jubilars im Stadtverordnetenkollegium hinwsts. Für die „Liedertafel" sprach Stadtrat K y s e r die Glückwünsche aus unter Ueberreichung einer Ehrenurkunde, in der bekannt.gegeben wird» daß die „Liedertafel" aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums Herrn Bohm für die Unterstützung, die er dem Verein in 47 Jahren gegenüber geübt hat, zum Ehrenmitglied ernannt hat. Rendant Glaubte überreichte die Festschrift, die er aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums versaßt hat. Neustadt i. Oberschtel. Kommerzienrat Eman ne Frankel, Vorsitzender der jüd. Gemeinde und Stadtrat, spendete anläßlich seines 70. Geburtstags 150000 Jk für ein Erholungsheim fiir lungenschwache Kinder und 30000 ./£ für verschiedene wohltätige Zwecke St. Gallen. Fünf Generationen. Es kommt geioiß selten vor, daß fünf Generationen gleichzeitig am Leben sind. Dieser seltene Fall ist in unserer Gemeinde zn verzeichnen. Dem jüngstgeborenen Töchterchen des Herrn Alfred Wolffers leben von mütterlicher Seite her Akutter, Großmutter, Urgroßmutter und Ururgroßmütter. Die Ururgroßmutter, Mutter von 22 Kindern, ist 89 Jahre alt, die Urgroßmutter 67, die Großmutter 42 und die Mutter 22 Fahre. Wie«. Bezbcksrichter Alfred Pick ist zum Landesgerichtsrat und Oberkontrolleur Heinrich Pollak vom Arbeitsministerinm und Friedrich Karbach, der verdieirstvolle Gründer des Wiener Tonkünstlerorchesiers, sind zn kaiserl. Räten ernannt wordsn. — In Krakau verschied Moritz Dattner, Präsident der Handels- und Gewerbekammer, ein Selfemademan im wahrsten Sinne des Wortes und hier die Philanthropin Ernestine Thorsch, Witwe des Bankiers Philipp Thorsch, die erst jüngst dem israelit. Bersorgnngshause 600000 Kr. spendete. Budapest. Dieser Tag wurde eine neue Liste der Meistbestenerten in Budapest heraüsgegeben. An der Spitze derselben findet man 3 Juden: Karl Bachruch, der jährlich 51381 Kr. Steuer zahlt, Gustav Lederer 48 240 Kr. und Desider Perles 39 412 Kr. Es folgen sodann zirka 300 jüdische Bürger mit jätzrliMn Steuerbeiträgen von 28000, 15000 und 10000 Kr. Budapest. In Ungarn — Kroatien, Slavonim Vicht miteinbegriffen — sind' in den letzten 15 Fahren

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