Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 38 (25.9.1912)
- Date
- 1912-09-25
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Eeite 12 sschtigt bleiben die wiederholten Aufrufe um Chanukah und Purim. Tieibetrübend ist es für uns, Liese Tatsache feststellenzu müssen. Vielleicht bezwecken wir aber damit, daß Lei manchem bas Gefühl der Dmckvmckeit wachgerujen wird und er sich ousrafft, seiner früheren Bildungsstätte den gebärenden Tribut je nach seinen Kräften zu zollen. Einen kleinen Beitrag zu leisten oder solchen von andern zu erwirken, dürste keinem schwer fallen. Den Beweis hierfür liefert am besten die bedauerlicherweise nur .geringe Zahl derjenigen, die in gerechter Würdigung der Verhältnisse jede» sich bietenden Erlaß dazu benützen, unserer Anstaltskosse Spende» zuzuwenden". Womremeuts aus das Frankfurter Israelit. SauMeuvlatt nehme« sämtliche Postanstalteu des In- «ud Auslandes zu 9V Pseuuig pro Vierteljahr und Bestellgebühr entgegen. Frankfurter Berichte. Im 47. Lebensjahre verschied Sanitätsrat Dr. -Alk» In ns Nahm, ehemaliger Chefarzt der Heilstätte Ruppertshain. Der Verstorbene war ein hervorragender Arzt und ein anter Mensch. Am 19. September 1912 war es 100 Jahre, daß Mayer Anselm Rothschild, oder Mayer Amschel wie er eigentlich' hieß, der Begründer des Hauses Rothschild g estorb en ist. - Er würde in dem ärmlichen Häuschen Nr. 152 — genannt „Zum roten Schild" — im Frankfurter Judenviertel im Jahre 1743 geboren. Don den Eltern wurde er eigentlich zum Rabbiner bestimmt. Als junger Bachnr verließ er Frankfurt, um in Fürth dem Talmud- -sind nun zu obliegen. Kaum war er 13 Jahre alt, so starb ihm sein Vater, und er war nunmehr auf sich selbst angewiesen. Er trat in das Bankhaus Oppenheim in Hannover, sparte sich, dort etwas Geld, gründete in Frankfurt eine Atnnzenhandlung und wurde zum Hosjuden des Grafen von Hessen ernannt. Klug und gewissenhaft in seinen Geschäften und Ratschlägen trug er den Ehrennamen „der ehrliche Jude" zu recht. Er bereite .nicht nur sein schon-nach Millionen zählendes Vermögen, sondern auch! die Vornehmheit der Gesinnung seinen 5 Söhnen, die neben dem Stammhaus in Frankfurt auch in London, Paris, Neapel und in Wien Fllialcn gründeten und bald den ganzen europäischen Weltmarkt beherrschten.! Nach 14 tägigem Krankenlager verschied heute im 33. Lebensjahre, Herr Lazarus Weiskvps. - Einer weithin bekannten "Thora-Gelehrten-Familie entstammend, der Sohn des berühmten Talmid Chacham Mtbbi David Weiskvps s. A., darf sein ganzes, an Erfahrungen reiches Lckben als ' ein fortgesetztes Kidusch Haschem bezeichnet werden. Die ererbte wahre Frömmigkeit, seine feste 'thoratreue Gesinnung, welche wttrer Konzession noch Politik kannte, wirkten achtungsgebietend auch aus diejenigen, denen er sich nicht scheute, ermahnend seine religiöse Standhaftigkeit übertragen zu wollen. Die peinliche Gewissenhaftigkeit, die unbedingte Wahrhaftigkeit im geschäftlichen Verkehr, trugen chm die Achtung weiter Kreise ein. ‘ Sv schied Lazarus Weis köpf, wenige Stunden nach tmkippur-Ausgang, den er noch trotz der eingetretenen rperschwäche mit lautem Ausrufen der Scheimaus beschloß, als Zadik von hinnen; getreu dem uns noch in warmer Erinnerung befindlichen Worte des . „Pojton," — als Jehudi: „bechol leiw uwechpl nefesch ad aschlim lecho es hasseseschj." In der „Jüdischen Franenvereinignng" wird Dr. Moses Auerbach, der Leiter der von der „Freien Vereinigung für die Interessen des orchodoxen Judentums" in Pechach Tikwah und anderen palästinensischen Kolonien gegründeten Schulen, einen Vortrag hasten. Das Thema lautet: »siusere weibliche Schuljugend im heiligen Lande." Die Aktualität dieser Frage läßt gewiß den Vortrag, der am 30. Sept., abends 8% Uhr, im alten Hörsaale — Schützenstr. 12 — stattfindet, allgemeinem Interesse begegnen. Der Si«v -es Lebens ober -es Rabbi letzte Droscho. Don On den Scherif. , lSchluß) , Von Reb Hillel wußte niemand, daß er etwaige Ansprüche hätte, er stand nur jedem dienstbereit da, er hat nie atwas verlangt, denn er war immer zufrieden, chm war nie etwas zu lästig, aber er belästtgte keinen, er hat sich mit seinem Los abgefunden, denn er besaß grenzenloses Gottvertrauen. Aek Hillel war ein frommer Wann, das wußte Klein und Groß, und man schätzte ihn dafür. -©T hatte auch ein respektables Thora-Wissen, dafür verehrte man ihn, aber er besaß auch, eine aufrichtige, ungezwungene und innige Freundlichkeit und ein angeborenes Taktgefühl, und darum liebte man ihn. Ein lleines mageres Männlein, das an den zehn Teschwotagen mehr gefastet als genossen, wie wird er Kraft habe» an dem großen Tag sein schweres Pensum zu erlebigen? Das ist sein Geheimnis. Wenn er vor dem Omtt» steht, dem Gebete ganz hingegeben, da tritt der KöiPer in den Hintergrund, da kommt seine starke Seele zur Geltung und aus dem schwachen Körper brechen schmetternde Töne hervor, wie kräftiger Posaunenschall, die das Frankfurter Israelitisches KanÄienblatk. Innere durchdringen, aber auch wieder das Gemüt erheben und wohlig durchrieseln, das gepreßte Herz erleichtern und erquicken. Reb Hillcls Tefillo quoll aus wahrer Andacht, aus Hisauraros, darum stimmte sie andächtig, konnte sie misaurer sein. Noch manch' anderen könnte ich erwähnen, — sie sind schon alle in der Wmo Dekuschto, in der Welt der Wahrheit. Darum gedachte ich ihrer, — von den Lebenden erzählt man nicht. Die Synagoge ist schon hell beleuchtet, alle Lichter sind schon angezündet. Außerdem brennen noch große Kerzen, die ungenannte fromme Spender, zu Ehren des heiligen und großen Tages, dem Gotteshaus geweiht haben. Sie sind in schmalen Kisten aufgepflanzt, die mit Erde angefüllt sind, damit die Flammen, wenn die Kerze abgebrannt ist, keinen Schaden anrichten. Mein seliger Vater aber sagte einst mir, dem fragenden Knaben, dies sei ein Bild des Menschen, der auch von der Erde stammt — Odom Jessaudau Meosvr — und in dessen irdischem Körper die Seele eingepflanzt ist, die ein Licht Gottes genannt wird — Ner Elaukim Nischmas Odom. Die Kisten mit den langen Kerzen werden an besonders geweihten Stellen aufgestellt, so auf den schmalen Gesimsen zu beiden Seiten des Oraun Hakaudesch, beim Sitz des Rabbis und - dem Vorbeterpult. Auf dem Fußboden der Synagoge ist trockenes Heu hingestreut, damit die Beter, die am Jomkippur ohne Schuhe stehen müssen» sich nicht erkälten.*) Von meinem *) Oder um beim Niederbücken nicht auf die Steine sich werfen zu müssen, was außerhalb des Beshamikdosch verboten ist; s. Bajikro 26, 1., Megillah 22d., Sch.-A. Orach Chajim C. 131 Ende, Chaje Odom C. 148. ß 35. seligen Vater hörte ich aber einst, das sei wieder ein Bild des menschlichen Lebens, das da dem „trockenen Grase" und der „welkenden Blume" gleicht — kechozir jowesch, kezir nauwcl. Die Baalebattim, die verheirateten Männer, haben ihr Bündel aufgelöst und den schneeweißen Kittel und Gurtband wie auch das weiße Häubchen hervorgezogen und mit vielem Ernst angelegt. Auch auf den „Ständer" breitet jedermann ein weißes Tuch hin und knüpft die Zipfel bedächtig zusammen, damit es nicht herabgleite. Mein seliger Vater sagte mir einmal, der „Ständer" stelle eine Msbeach, einen Altar vor, worauf wir aus dem Machsor die Gebete, die die Opfer ersetzen sollen, Gott darbringen; der Altar aber muß rein sein, die Gaben die wir Gott darbringen aus reinem Herzen stammen. So ist denn alles weiß: der Porauches vor dem Oraun Hakaudesch, selbst die Goldverzierungen fehlen daraus, wie ja auch der Hohepriester am Jomkippur ohne Goldschmuck ins Allerheiligste trat, um nicht die Erinnerung an das goldene Kalb wach zu rufen, das goldene Kalb, das auch heute noch die Herzen verführt und verderbt. Weiß ist auch der Omed, weih der Almemor, weiß dje Ständer, weiß sind auch die Menschen, ihre Kleiber und ihre Gesichter. Die weiße Farbe, so sagte mir einst mein seliger Vater, ist überhaupt eine gute Erzieherin zur Reinheit, auch zur Reinheit des Gemütes und der Seele. Auf weiße Kleider achtet man peinlich, denn an ihnen ist der geringste Flecken bemerkbar; so soll man auch auf das eigene Gemüt achten, daß es rein bleibe, ohne Makel. Auch die „Franenschul" ist dicht besetzt. Sie befindet sich im hinteren Teil der Synagoge, wie auch im Beß-Hamikdosch die Esraß Noschim, die Halle der Frauen, hinter der Halle der Männer war. Die Frauen beten voraus aus ihren Andachtsbüchern, den Techinos, und manche Sttmme ist im Eifer der Innigkeit unbewußt zu laut geworden; die Betende merkt es bald und die Stimme senkt sich allmählich... Alles sitzt erwartungsvoll. Die Alten stülpen ihre Britten vorsichtig auf ihre Nasen, schlagen bedächtig den altväterlich großen Machsor mit den weichen, gelben Blättern und den freundlichen großen Buchstaben auf. Die Jüngeren schauen neugierig umher oder wechseln noch einige kurze Worte mit einander. Es herrscht bald Stille, nur manche leiser, verhaltener Seufzer wird hörbar, oder ein vorbereitendes Geräuspel. Da tritt . der Rabbi ein. Ehrerbietig erhebt sich alles vom Platze. Er geht langsamen Schrittes seinem Sitze zu, einige Schriftworte leise vor sich lispelnd und sich einigemal verbeugend. Bei den Sitzen der Fremden bleibt er auf einen Moment stehen und reicht ihnen freundlich die Hand zum Gruß: Scholaüm! Er ist schon im Kittel, nun nimmt er, sobald er seinen Srtz erreicht hat, nach kurzer 'Vorbereitung den Tallis, spricht laut die Brgcho, in einem dem Ernst des Tages angemessenen, langgedehnten Tone, und der Reihe nach wiederholen es die drei Vorbeter. Als Kind ergriff mich jedesmal ein Schauer bei dem wehmütig langgezogenen Ton des letzten Wortes: Ba-zi-ziiis . . Mein seliger Vater belehrte mich einst, die Zizis deuten .auf ein jenseitiges Leben hin, das aus dem diesseitigen emporblüht, gleichwie die Zizisfäden aus 'den Enden des Tallis hervorzusprießen scheinen. Und darum erfüllen sich die Männer, die an diesem heiligen Tage im Gottesdienst ein Amt versehen, mit dem Gedanken an das Jenseits, durch die feierlich janggezogenen Töne: ° Ba-z-ziiis ... Die Töne verhallen, — und nun besteigt der Rabbi die Kanzel vor dem Oraun Hakaudesch, wohin schmale Steinstufen führen. Er siißt den Vorhang, kehrt sein Gesicht eine Weile dem helligen Schrein zu und spricht wie üblich, ein leises Gebet, daß Gott seine Worte segnen möge und sie' wie Lute Samen seien, in einen guten Boden gesenkt, die bald in Halme schießen und rechte Früchte tragen. Diesmal währt das Gebet länger als sonst, —. man hört ein niedergehaltenes Schluchzen, man merkt -ein leises Erzittern an den Gliedeyi. Mt Erwartung Nr. 38 wird aufgehorcht, Totenstille herrscht in der Synagoge., Nun wendet sich der Rabbi' der Gemeinde zu. Eine herrliche Gestalt! Hoch und breitschulterig, mit mehr als! Kopfeslänge überragt er alles Volk. Er ist ganz weiß -gekleidet, weiß ist auch -sein -Gesicht, das von tiefem beinahe ergreifendem Ernst übergossen ist; jeder Zur, hohe Würden Nur die sanften Augen verraten Wehmut und das ganz leise Zucken der Lippen Ergriffenheit. Ei» mit Silbergrau stark durchzogener dunller Dollbart umrahmt das ehrwürdige Antlitz. So denke ich mir den Hohenpriester im heiligen Tempel zu Jerusalem . . . Er beginnt. Erst leise, doch vernehmlich, dann immer lauter spricht er im Tone der alten Sapdonim, der Trauerredner, wie es Sitte ist in frommen Gemeinden am Kol-Mbre-Abend. Wehmütig klingt dieser Ton, der allein schon zu Ernst und Rührung stimmt. Feierlich tönen aus seinem Munde -die ersten Worte des Kol- Nidre, die er als Text nimmt für seine heutige Betrachtung. Und in diesem stimmungsvollen Tonfall spricht er über die Entstehung und den Zweck und die Bedeutung dieser Gelübdeauflösungsformel; weist die Grundlosigkeit -der Anklage nach, die unsere Feinde aus dieser.Formel gegen uns geschmiedet, als wollte der Jude durch dieselbe sich aller Verpflichtungen gegen seine Mitmenschen erledigen. Mit zitternder Stimme erzählte er, welche Qualen, welche Marter unsere Vorfahren infolge dieser falschen Beschuldigung erlitten, wieviel unschuldiges, jüdisches Blut geflossen. Schmerzvoll klang seine Sttmme, - sie ist von Trauer gedämpft, seine Gestalt ist fast zusammengebrochen... I _ Da, auf einmal hebt sich des Redners Brust, die Blässe des -Gesichts schwindet, eine leise Röte der Begeisterung überflutet es, die Augen blicken noch ernster, sie öffnen sich weit, die Augenbrauen sind ausgezogen, die Hand erhebt sich zum Zeichen der Bedeutsamkeit der Worte, die aus seinem Munde ertönen: „Darum ist uns dieser Kol-Ridre teuer, teurer noch als unsere Feinde es glaubten -und unsere Märtyrer es ahnen konnte». Ich will Euch sagen, was die Worte des Kol-Ridre bedeuten: sie enthüllen uns ein großes Geheimnis, den Sinn des menschlichen Lebens!"... Und er -sprach vom Leben. Wahrheitsgetreu und gedankenvoll schilderte er des Lebens großes Leid, des Lebens ungesttltte Hoffnung. Ein Leiden ohne Ende, ein Hoffen ohne Erfüllung. . . „Der Mensch dom Weibe gekoren, von kurzer Lebensdauer, aber gesättigt au Unruhe. Er geht auf wie eine Blume und welket, entflieht wie ein Schatten, ohne stille zu -stehen// So schildert der leidende Hiob treffend und -wahr die Vergänglichkeit des Lebens, und jede fliehende Stunde und jeder Atemzug erinnert uns an dieses ernste Wort. Denn alles Leben ist des Todes Beute, alles Dasein der Vergänglichkeit anheimgegeben. . . . Du lebst und freust dich des Lebens, dieser süßen Gewohnheit des Daseins und hältst vielleicht das Leben für das höchste Gut, — doch was ist Leben? Betrachte es doch nr dieser ernsten Stunde. Das Leben ist ein stetes Sterben. Mt jedem Atemzuge entschwindet ein Teil unserer Lebenskraft, mit jedem Pulsschlag verblutet das Herz und jeder Schritt bringt uns näher dem Grabe. Das Leben ist ein stetes Sterben. Alles, was vergangen ist, ist uns schon abgestorben. Kaum ist noch das flüchtige Wort auf unserer Lippe geboren, so ist es schon verklungen und gestorben; kaum ist der gegenwärtige Augenblick gekommen, so ist er schon wieder entschwunden und begraben durch den folgenden. Alles sttrbt, die Freude sttrbt und das Glück der Schmeiß sttrbt und das Unglück, die Hoffnung -stirbt und die Täuschung, ja selbst die Erinnerung stirbt, sie erblaßt allmählich vor dem Blicke in die Vergangenheit und entschwindet in Vergessenheit. Ma jißraun leodom bechol amolau schejaamol tachas haschomesch, »Welchen Nutzen hat der Mensch von all seinem Mühen, daß er sich abmüht unter der Sonne." .... ' Und in der Weise der alten Mechakrim, der jüdischen Popularphilosophen, entfaltete er weiter das Thema von den Rätseln des menschlichen Lebens, wobei ,er seine Ausführungen mit Zitaten aus Bibel und Talmud, Midrasch und religionsphilosophischen Schriften stützte. Es war so traurig was er sprach, es drang -erschütternd in die ohnehin ängstlichen Gemüter, schnitt tief in die empfindsamen Herzen, es lockte wehmütige Seufzer aus so mancher Brust, preßte schmerzliche Tränen in so manches Äug', manch' graues Haupt nickte stille, aus eigener Erfahrung bestätigend des Redners Wort. . . . Was dann ist nun des Lebens Sinn, des Lebens Ziel? Es ist die Frage -aller Fragen, der Probleme höchstes Problem. Millionen Menschen sannen schon -darüber nach, Weisen und Poeten, Gelehrte und Forscher, viele große und kleine Menschen, — doch sie nützten der Menschheit recht wenig, heute noch kennen nur wenige das Ziel ihres Lebens, ihres Daseins Sinn. Ist des Lebens Ziel Genuß, die Sättigung -an irdischen Genüssen? Millionen Menschen werden geboren und -gehen dahin, ohne zu wissen, was Genuß ist, ihr Leben kannte nur Entbehrung und Not. Warum erreichten nicht diese Enterbten ihres Lebens Ziel, 'da sie die Berechtigung dazu hatten? — Ist des Lebens Sinn das Sammeln von Schätzen, chon Geld und irdischen -Gütern? Ach wie groß ist doch die Armut in der Welt! Warum ist nicht jedem vergönnt, reich M sein und teilhaftig zu werden des Lebens höchsten Zweckes. Warum ist der eine geboren in niederer Hütte, wo Armut und Dnrsttgkeit seine Lagerstätte umgaben, — während der andere geboren wird in glänzendem Palast/ wo Glanz und Pracht ihn umfangen? — Und Besitz und Genuß, gewähren sie schon Befriedigung? ,Mer das Geld liebt, der wird des Geldes nie satt." And: „Die Lust bringt den Menschen um seine Welt." — Ist aber des Lebens Zweck . Wissen und Erkenntnis? Welcher Mensch kenntt alles, wer .hat die Wahrheit erforscht!? sind hast du Wissen,.