Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 38 (25.9.1912)
- Date
- 1912-09-25
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite IS Rr. SS. so hast du keine Ruh', denn: „Wer Mssen mehrt, -der - mehrt nur den Schmerz," den Schmerz, nicht alles wissen zu können... Und so ging es weiter, und er untersuchte Mit kritischem Sinne jeden Tachlies Hamedumo, jeden vermeintlichen Lebenszweck, aber er fand nirgends einen Ruhepunkt, seine Meditation mündet in die Kohcletische Resignation: „Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel." Und wieder ist der Redner voll Wehmut, durchwühlt von innerem Schinerz, der trübe Gedankengang tönt ab auf sein Antlitz. — Doch nur auf einen Augenblick. Bald erhebt er auch sein Haupt, es erheitern sich seine Gesichtszüge, die Stimme klärt sich zum hellen Klang, er steht aufrecht wieder wie ein Starker, wie ein Sieger, der gefestigt ist und sicher geht, der nicht zweifelt und nicht mehr wankt. Ja, eines ist, Mas uns befriedigende Antwort geben kann auf die große Frage nach -des Daseins Sinn: Kol Nidre gibt uns die Lösung des Lebensrätsels, er deutet uns des Daseins Sinn. Das Leben — es ist wahr —, es ist nicht da zum eitlen Genuß, auch nicht zum Sammeln von vergänglichen Erdengütern, 'das Leben ist: viel ernster, viel heiliger, es ist eine Pflicht, eine Pflicht, der Jedermann Nachkommen must; es ist ein Neder, ein Gelübde, mit welchem der Mensch in, die Welt tritt, ein heiliges Gelöbnis, dieses Leben pflichttreu -zu verleben, auf dem Standort gewissenhaft auszuharren, wohin sein Schöpfer und Gebieter ihn gestellt. „Ohne deinen Willen trittst dir ins Leben, ohne deinen Willen verlassest du es" — aber zwischen Geburt und Tod ist das Neder, das Gelübde des Lebens, das zu erfüllen deine Lebensaufgabe ist und von dem du nicht enthoben bist, bis daß -des Schöpfers Wille dich nicht abberuft. Ja, das Leben ist Kol Nidrc, voll von Gelübden, es ist ein großes Gelöbnis, Mijaum Kippurim se ad Zaum Kippurim habbo olenu letauvo, von dem einen Jomkippur, dem Tage der Geburt, da du sündenlos ins Leben tratst Dis zum kommenden Jomkippur, da der Tod dein Leben sühnt. Dann erst, an dem kommenden Jomkippur: Kulhon jehe schoron, bist du von jeder Pflicht enthoben, schewissin — schevikin — beteliu umvutolin. . . Das ungarisch-jüdische Museum. Dr. G6 za Supka schreibt im „Neues Pester Journal": , - Unter dem Präsidium Franz Szskelys und dem Bizepräfidium des kön. Rates Franz Mezey und des Akademikers Josef Bänüczi erfreut sich der Mnsealverein eines frischen Lebens. Den Genannten steht eine treübewährte und hochherzige Garde von Männern — Hofrat Winterb'erg, die Barone Adolf Kohner, Jo se f Hotv any und Böla Dirßtay usw. — tatbereit zur Seite, und das Ungarisch-jüdische Museum unter der fachkundigen und bewährten Leitung Dr. Ber tho ld Fabüs verspricht binnen kurzem eine Sehenswürdigkit der Hauptstadt zu werden. Der erste Raum beherbergt eine kleine Galerie von Bildwerken. Es fällt uns rin alter Stichnach Lvrenzo Lippi auf, der Esau und Jakob darstellt, ein Geschenk des opferwilligen Museumsdirektors selbst. Ein, König Salomo zrus 'unbeholfener Hand des 18. Jahrhunderts zeigt, wie spät noch die mittelalterlichen Miniaturen in -der -jüdischen Kunst nachgewirkt haben. Ein interessantes Objekt menschlichen Fleihü ist das Mosesbild eines gewissen Braverman, das in seinen Konturen aus der hebräischen, mikroskopisch-kleinen Niederschrift des S. Buches Mvsis ^gebildet wird. Hier kam auch das Bild Strijewskis, „Polnisch-jüdische Hochzeit," ein Geschenk Baron Kohners, zur Auffüllung, wie auch die wunderbaren Croquis des erblindeten Malers Anton Zilzer, der einige 'lebenswahre Typen aus dem Greisenheim des. Pester Heiligen Vereins aufs Papier fesselte. An Statuen fällt die Büste des berühmten Augenarztes Dr. Ignaz Hirschler auf, der bekanntlich nebst Karl Schwab als erster Jude in das -ungarische Magnatenhaus berufen wurde. - . Nicht ohne eine gewisse Ergriffenheit läßt sich der altehrwürdige eisern« Leuchter der Jeschiwa von Päva mit seiner cpuritanen Einfachheit betrachten. In stolzem Gegensätze hebt "sich von der gegenüberliegenden Wand der -riesige gvldbrökatene Vorhang für die Bundeslade, mit -wunderbaren Verzierungen im Stile der späten Renaissance, -ab. Das 'Objekt, derzeit wohl noch! in einem 'ausländischen "Prozeß verwickelt, wurde durch! die Hochherzigkeit ' des 'Barons Hatvcmy dem Museum zugesichert. Ein Chanukaleuchter mit dem Porträt Leopolds I., und als Ständer beiderseitig je einen schmucken ungari-; scheu Hajdukn, «ine email- und siligranverzierte Tvratafel «mit -einer Torarolle en miniature, zwei Pracht»- vvlle-KelerKodesch (heilige Geräte) aus getriebenem Silber sind auch 'handwerklich hochstehende Werke des -angehenden 18. Jahrhunderts, das dann durch ein von Baron Kohner gestiftetes Psälterium -in Silbereinband seinen Höhepunkt in der Sammlung erreicht. Eigentümlich mutet ein Messingchanukäleuchter mit der 'darausgesetzten Büste Napoleons -an, während aus demselben Material und ebenfalls aus der Empirezeit eine .mächtige, etwa zwei Meter 'hohe Menorah als ein Wunder präziser -Arbeit zu betrachten ist. ... l Manches -wertvolle Material bietet -die Buch- und Dr u'cksachen-Ab teilung. An erster Stelle ist'wohl die Prager Ausgabe der Haggada mit den 'feinen,-wohl auch churkesken -und - grotesken Holzschnitten zu erwähnen, deren' einzig würdiges GegenMck bekanntlich -die gleichzeitige :BenezianerAusgabe bildet. JnteressanteBeitr äg-e -zu r Dr achte n bu-n de oietet-eiu kleines, -handgezeichnetes Siduv '.vom Jahre 1740, während die etwa HkyAeitige «Haggada mit den rohen, roten-Adam--und Frankfurt« Mraelrtifches FamilrerMM. dem 18. Jahrhundert an, wo Haman und feine Söhne mit niedlicher.Perrücke und „dem.Dolch im Gewände" gehängt werden. Neben einem aufliegenden Exemplar dev Josephinischen Proklamation zur Namenaufnahme finden wir _ein allerliebstes spaniolisches Mohelbüchlein mft Blumen auf Pergament aus dem Jahre 1825. . . . - Die Dok umentensammlung enthält reiche Beiträge zur Geschuhte des ungarischen Judentums. Das derzeit älteste Dokument der Sammlung ist wohl ausländischer und zwar ..schlesischer Herkunft: ein Schutzbrief des Grasen Hardegg für den Juden Isaak aus' dem Jahre 1504, ein wertvolles Geschenk des Dr. David Pap. Unter den fünf prächtigen Keßübe (Heiratsj-briesen des Museums ist der früheste und zugleich interessanteste jener aus der Familie Bassewi von Treuenfels etwa aus dem Jahre 1650, also kurz nach der 1630 erfolgten Nobilitierung der Familie. ... Ein Fürst Esterhäzy'scher Sch-utzbrief für den Schutzjuden Koppel (1829) erinnert an die eigentümliche Institution der Schutzdörfer in Ungarn, wie es unter anderen Kismartvn, Ragymarton, Lakompak, Nemetkercßtür usw. -waren. \ Wir finden ein Exemplar der Haynan'schen Proklamation an die Juden vor, worin er sie wegen ihrer Teilnahme am Freiheitskampfe zur Bezahlung von zwei Millionen Gulden verurteilt, eine Summe, die nach dem Ausgleich durch Se. Majestät einem jüdischen Studicnsonds zugewendet wurde. Die Proklamation Windischgrätz' drückt sich noch klarer aus: „Schließlich will ich die Juden von Ofen und Pest, besonders aber von Altofen warnen, sich jedes wie immer Namen habenden Einvernehmens mit dem Hochverräter Kossuth, dem sogenannten honvedelmi bizottmäny und dem Rebellenreichstag zu enthalten, denn ich habe die Gewißheit erlangt, daß gerade meist die Israeliten sich zu Spionen und Lieferanten der Rebellen gebrauchen lassen." Im Uebrigen droht er mit Erschießen und für die Judengemeinde des Betroffenen mit je 20090 Gulden Strafe (11. Februar 1849). Die Briese Jäkais und Görgeys an den Oberrabbiner in Nyiregyhaza und Historiker der 1848er Zeit Dir. Bela Bernstein ergänzen mir dieses Charakterbild. Jökai erwähnt in seinem Briefe den „tapferen Husaren-Rittmeister Bettelheim-Gajüri, dessen Söhne Ed--- mund und Geza seit mehreren Jahren Mitglieder des ungarischen Reichstags sind." - Eingesandt. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Ei« Schulbeispiel. Während der vielen mündlichen Diskussionen, die ich seit Sombarts Bortrag und noch gesteigert nach den Kunstwart-Artikeln zu bestehen hätte, wurde immer die Behauptung aufgestellt, der Unterschied, den wir Zionisten zwischen Nationalität und Staatsbürgertum machten, sei sophistisch und bei uns nicht durchführbar. Die Beispiele, -die gebracht würden, seien gekünstelt und weit hergeholt. Nun möchte ich mit einem jetzt vorgekommenen Beispiel aufwarten, wo sehr deutlich zu sehen ist, welche Konsequenzen diese Unterscheidung hat und haben muß. Im Abendblatt Nr. 253 der „Frankfurter Zeitung" steht unter dem Titel „Ostmarkenfonds und Konfession" folgende Begebenheit: „Ein in Ostpreußen ansässiger Arzt bewarb sich, um eine Arztstelle in Westpreußen und erhielt von dem zuständigen Kreisarzt die Mitteilung, daß man aus seinem Vornamen Siegfried schließe, daß er Jude sei. In diesem Falle könne er aber nicht in Betracht kommen, da der Staatszuschuß (Ostmarkenzulage) nur an ganz sichere -Deutsche, d. h. evangelische Christen gezahlt werde, und mit diesem Zuschuß die Stelle stehe und falle." Dazu bemerkt die „Franks. Ztg.": „Dieses Schreiben liefert den Beweis, daß bei Zahlung aus dem Ostmarkenfonds parteiisch verfahren wird. Da der Fonds allgemein dem Deutschtum zu gute kommen soll, ist eine solch« konfessionelle Differenzierung zweisellos eine grobe Rechtsverletzung. Man sieht da wieder einmal, wie es im Rechtsstaat Preußen zugeht." Bis hierher die Franks. Ztg. Ich will nicht von der Ironie der Tatsachen sprechen, die darin liegt, daß man aus dem Namen Siegfried auf jüdische Abstammung schließt. Wichtig ist für uns der Fall deshalb, weil hier so deutlich die Verquickung von Nationalität und Staatsbürgertnm zu tage tritt. Der Arzt, der wahrscheinlich wirklich ein Jude ist — sonst hätte er die Sache wohl nicht veröffentlicht — fühlt sich in seiner Eigenschaft als Deutscher gekränft. Und nun frage man sich: Hat er das Recht dazu? Wäre die Ostmarkenpolitik nur eine'Sache des Deutschen Reiches gegen solche, die an seinem Bestand rütteln wollen, dann hätte jeder deutsche Staatsbürgerdas Recht und die Pflicht, diesen Bestrebungen entgegenzutreten. Hier handelt es sich aber um dein Kampf einer Nationalität gegen die andere, wobei beide deutsche Reichsangehörige sind,, es handelt sich um die Politik der Unterdrückung einer nationalen Minorität durch die Majorität. Welches Recht haben wir, uns in diesen Kampf einzumischen? Ein Recht haben wir, und das ist, dagegen zu protestieren, daß Staatsmittel zur Unterstützung einer Nationalität benützt werden, obwohl an den Steuern alle mitbezahlen. Die Fiktion des deutschen Nationalstaates Unüßte freilich, schwinden, wie sie in der Praxis schon -geschwunden ist. „Aber," höre ich schon von allen Seiten wieder ängstliche und entrüstete Zurufe, „dieser Standpunkt liefert wieder den Antisemiten Wasser auf die. Mühle." Dieser Borwurf ist durch Theorie und Praxis -widerlegt worden. Man hört ihn jedoch immer wieder, und so muß «man eben immer-wieder erwidern: die waschechten Antisemiten haben ihre Meinung von vornherein fest. Wir können durch kein "Verhalten.etwas daran.ändern. Siehe als Beispiel den Artikel von Staufs in der Knnstwartnummer über „Mussprachen mit Juden". Von denen aber, die gerecht fühlen und handeln, zu glauben, sie würden ans der offenen Vertretung unserer Ueberzeugung die Berechtigung des Antisemitismus herleiten, wäre eine Beleidigung jedes anständig denkenden Deutschen, wenn diese Argumentation nicht aus dem nie zu überwindenden Vorurteil entspränge, als sei die Ursache des Antisemitismus verschwunden, wenn wir vor de» Disferenzen zwischen Juden und Nichtjuden den Kopf in den Sand stecken.*) Resümee: Wir haben das Recht, uns in die Polenpolitik einzumischen, aber wir sollen den Takt besitzen, es nicht zu Ucn. Soweit die Illustration zu Sombart. Aber auch zu Avenarius bietet die Notiz in der Frankfurter Zeitung eine Illustration, der Schluß nämlich, den der Korrespondent der Franks. Ztg. hinzusetzt, wo er über die konfessionelle Parteilichkeit Nagt. Die Franks. Ztg. hat jüdische und nichtjüdische Mitarbeiter. Die deutsch-national und die jüdisch-national Gesinnten werden sich sagen, dieser Passus ist von einem Juden hinzugefügt. Die jüdisch-liberalen Kreise werden sagen: Hier seht, wie das deutsche, christliche Blatt urteilt. Wenn der Passus wirNich von einem Juden ist, dann ist es eine Verschleierung, -ohne entsprechende Bemerkung diesen Passus in eine nichtjüdische Zeitung einzusenden. Diese Verschleierung ist es, die uns sowohl wie die deutsch-national Gesinnten ärgert, gegen die wir ankämpfen, und wegen derer die liberalen Tageszeitungen mit dem Namen Judenblätter bedacht werden. Vielleicht ist die Annahme, daß der - Verfasser jener Notiz, jüdischer Mkunft ist, falsch. Dann wäre es für alle Parteien von Interesse, zu erfahren, daß ein Nichtjude diesen Standpunkt hat. Jedenfalls ist das eine zu fordern, daß in nichtjüdischen Zeitungen über jüdische oder über deutsch-nationale Angelegenheiten nichts vom Juden geschrieben wird, ohne daß man weiß, daß ein Jude der Verfasser ist. In jedem anderen Falle wird die öffentliche Meinung gefälscht, und eine Verständigung unmöglich gemacht. Durch Offenheit aber leisten wir nicht nur uns, sondern auch den liberalen Zeitungen selbst, die unter dieser Zwitterstellnng ebenfalls zu leiden haben, einen großen Dienst. Int. Zioni. In Nr. 9 des „S a b b a t h" vom September 1012 findet sich am Schlüsse einer Polemik u. a. folgender Satz: '; 1 I '! .... „wehe dem Erzieher, der nicht von vornherein seinem Zöglinge klar macht, daß die Beobachtung des Sabbats, gleichviel ob einer Fabrikbesitzer oder Packer, Grotzkaufmann oder Kontorist ist, schon infolge der weit geringeren Auswahl an Erwerbsgelegenheiten, Opfer verlangt, die eben — vonjedemnachseinerArt — um des gemeinsamen Ideals willen gebracht werden müssen." Sehr schön gedacht und geschrieben. — Wie viele Mitglieder hat aber der „Verband der Sabbatsreunde", die als Chefs Nichtjuden als Teilhaber haben und dadurch die Möglichkeit haben, ihr Geschäft auch am Sabbat offen zu halten? Wieviele solcher Firmen beschäftigen junge Leute, denen sie am Sabbat frei geben? Wo sind die Opfer, die solche Chefs von Kommis verlangen, selbst aber durchaus nicht zu bringen gewillt sind? An solche Herren, die man in jeder Großstadt finden kann, mögen die Vorstände des Verbandes herantreten und sie zu Opfern veranlassen. München. P l o ni. Spenden. Die Gäste der Hochzeit Lorsch-Stark stiften je eine« Oelbaum aus den Namen: Adolf Stark, Bertha Stark. Pxrtha Lorsch, Sara Lorsch s. A., sowie je 2 Oelbäume auf die Namen des Brautpaares Jakob Lorsch und Dora- Lorsch geb. Stark 48.— ,U. Materialien von Dreßler, Hanny Goldschmidt und Nana Loeb, Berlin. Bei dem Franks. Israelit.. Familienblatt gingen für den Jüd. Nationalfonds ein: Nathan Bamberger-Trensfontein (Transvaal) stiftet auf den Namen seiner Schwägerin Lea Bamberger-Frankfurt 1 OeWaum 6.—JL Nathan Bamberger-Trensfontein 1,— „ Gesammelt aus der Brismiloh von Ernst Wolf, Cronbergerstr. 6, am 22. Sept. 18,— ,, Familie Rosenheimer, Festste. 2 (Büchse D 605) 5,05 „ Für die Jemeniten-Haus er in Palästina: N. N. (5.—) — Bankdirektor Rosenbaum-Mannheim (5.—) — Frau Karoline Hamburger, Sandweg 16 (5.—) — Wallach-Magdeb urg (10.—). Bei der Nationalfondskommission gingen ein: Gesammelt bei der Verlobung Jenny Rosenstiel mit Albert Rosenheimer auf deren Namen 2 Oelbäume 12,— Auf den Namen Albert Rosenstiel und Frau 2 Oelbäume 12,— „ Dr. W. Hanauer, Renterweg, Ablösung der Roschhaschonohglückwünsche 3,— „ R. N. durch Rechtsanwalt Emmerich für Nationalfouds 20,— „ Vereins-Kalender. Samstag, 28. Sept. Verein „Mekor CHajim", 33A Uhr, Langest!. 18: Mikro-Bortrag (Maximilian Michel). Samstag, 5. Okt. Ortsgruppe des Zentralvereins deutscher S taatsbürger jüd. Gla.nb e n s, Zi/» Uhr, großer Saal des Kaufmännischen Vereins: Die Zukunft der Juden (Geh. Justizrat Dr. Eugen *) In diesem Falle liegt die Sache aber wahrscheinlich so, daß wir durch Einmischung in die Poleuswlitik uns Del den Deutschen verächtlich, bei den Pole« aber verhaßt machen. Denn einen Gegner haßt man um so mehr, je weniger chn die Sache cmgeht, die er versicht.