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Neue jüdische Presse · 1912-05-17 · Heft 19 (17.5.1912) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
10 (1912)
Issue
Heft 19 (17.5.1912)
Date
1912-05-17
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Seite 3. [ Nr. 19 . ' pent „Deutschen Wehrverein" unter keinen Umständen anjchließen, so lange sich! in seineni! Borstand!ein Mann befindet, der einerseits ösfentljch die Zulassung der Juden in unser Offizierkorps fordert und anderseits eilte einflußreiche Stellung in einer Partei bekleidet,' deren Vertreter im Reichstage in ihrer Mehrheit einen Bebel und Scheidemann zu Präsidenten des Reichstages gewählt haben, der einen Sozialdemokraten vermutlich elbst seine Stimme gegeben, jedenfalls eine solche Wahl nicht verhindert hat. Herr Geheimrat Paasche und ebenso Männer seiner Gesinnung mögen sieh dem. Wehroerein als Mitglieder meinetwegen anschließen, unter eine Führung kann ich mich unter keinen Uinständen begeben." Dppel«. Der Verband der Synagogengemeinden Oberschlesiens hielt hier seine Jahres versaniml un g ab. Hauptgegenstand der Tagung war die geplante Satzungsänderung des D.-J. G.-B. Der Referent, Rechtsanwalt Dr. Ren man n -Beuthen, kennzeichnete diese Aendernng als reaktionär. Ihm sekundierten A r n o l d W iener-Kattowitz, Dr. St ahl-Tarnowitz und Rabb. Dr. Kaatz-Zabrze, während die Liberalen, Rabb. Dr. Gold mann-Oppeln und Justizrat KaiserrBeuthen, für die Aenderung eintraten. Prof. Dr. P h i l i p p s o n, der Präsident des D.-J. G.-B., wohnte der Tagung, bei. Zu einer Abstimmung ließ cs der Vorstand incht kommen. Etargard. Der jüdische Frauenbund hat,um eines seiner tvichtigsten Arbeitsgebiete, das der gemeinnützigen Arbeits- und Stellennachweise, intensiver bearbeiten zu können, eine Kommission eingesetzt, die als Kommission für Stellennachweis des jüdischen Frauenbundes" ihre Tätigkeit bereits ausgenommen hat. Um in großzügiger Und übersichtlicher Weise aus diesem Gebiete etwas leisten zu können, hat die Kommission zunächst die Zusammenfassung aller sich mit Arbeitsnachweis oder der Stellen Vermittlung befassenden jüdischen Vereine und Einzelpersonen beschlossen. Die Namen sollen alphabetisch auf eine Tabelle geordnet und diese Tabelle nicht nur allein mit sozialer Stellenvermittlung sich beschäftigenden Persönlichkeiten und Vereinen zugestellt, sondern auch den leitenden Stellen jeder Gemeinde zur möglichst breitesten Veröffentlichung unentgeltlich zugesandt werde». Zweck dieser Tabelle ist es: 1. Arbeitssuchenden eine Anzahl Adressen möglichst überall bekannt zu geben, an die sie sich im Bedarfsfall zu ivendeu haben; 2. fall die Tabelle Arbeitsuchenden und deren Beratern die Möglichkeit gewähren, mit anderen Stellennachweisen in Verbindung zu treten und einen Austausch von Arbeitsangebot und Nachfrage herbeisühren. Dadurch wird manches Engagement zustande kommen, das sonst aus Mangel an eigenem geeigneten Material nicht erledigt werden konnte: 3. soll die Tabelle dazui beitragen, daß sowohl den Stellensuchenden wie den N'achweisstelten Gelegenheit gegeben ist, bei Stellungen nach außerhalb vorher bei der in dem betreffenden Ort befindlichen Nächweisstcllc oder Vertrauensperson Erkundigungen über die Art der Stellung und die beanspruchten Leistungen einzuziehen. Durch genauere Information kann z. B. verhütet werden, daß junge Mädchen, von falschen Berichten verlockt, in die Ferne abwandern und dann dort die erhoffte Stellung nicht finden, sondern Mangel leiden oder gar moralisch verkommen. Manche Enttäuschung und oft sicheres Elend könnte verhütet werden, wenn wohlmeinende Berater Mittet und Wege besäßen, sich mit Gleichgesinnten in Verbindmig zu setzen. Es geht deshalb' an alle unsere Glaubensgenossen die herzliche Bitte, die Kommission in ihrer -sozialen Wirksamkeit zu unterstützen. Alle Vereine, Anstalten und Einzelpersonen, die sich mit Arbeitsnachweis für weibliche Personen beschäftigen, werden dringend gebeten, der Kommission für Stellenvermittlung ihre genauesten'Adress en sowie die ihrer Büros, der Büroleiter und deren Vertreterinnen zuzusenden, mit der Ermächtigung, alle diese Adressen zur erwähnten Tabelle zusammenstellen und her Oeffentlichkeit übergeben zu dürfen. Jede Mitteilung wird dankbar angenommen, insbesondere auch Wert darauf geletzt, daß ich aus Dörfern (Angabe des Kreises und der Provinz ist nötig) . und aus kleinen Städten Persönlichkeiten melden, die gewillt sind, sich in Zukunft mit gemeinnütziger Stellenvermittlung zu beschäftigen, und die mit uns in Verbindung treten wollen. Arbeitssuchenden, die zumeist den größeren Orten zuströmen, sind oft nicht dort untemubringen und dann sehr froh, in kleineren Plätzen Stellung zu finden, wo ihnen durch freie Station im HiqiZe ihres Arbeitsgebers noch neben dem Gehalt ein Heim, gute Verpflegung und bisweilen sogar , Anschluß an die Familie geboten loird. Andererseits könnte damit dem an kleineren Plätzen so fühlbaren Mangel an Personal gesteuert werden. Die erbetenen Adressenangaben sind einzusenden an die Vorsitzende der Kommission für Stellennachweis des jüdischen Frauenbundes, Frau H'elene Meyer, Stargard i. Pom., Jobststraße '91. Oesterreich-Ungar». Wie». Zn der bereits gemeldeten Relegierung dreier jüdischer Studenten schreibt die ,Znd. Ztg.": „Das .^Verbrechen," um dessentwillen junge Leute existenzlos gemacht wurden, besteht lediglich darin, daß sie gemeine Angriffe 'deutschnationaler akademischer Trunkenbolde und Feiglinge nicht ruhig über sich ergehen ließen. NM. dem' Mannten Wahdhofner Beschluß betrachtest der „teutsche" Stuhech jeden Juden als ehrlos. kkmnkfsrker NmÄitMZ MMsÄatk. Er verweigert ihm jede Genügtuung für angetane Beleidigungen, er erklärt jeden Juden für vogelfrei. Zn Konsequenz dieses bequemen, von einer Horde von Feiglingen gefaßten Beschlusses wuchs die deütschantisemitische Bewegung von Tag zu Tag. Juden wurden auf Schritt und Tritt angerenipelt und beschimpft. Wenn sie Genugtming verlangten, wurde sie ihnen von den deutschnationalen Helden mit dem Bemerken verweigert, daß ein Silbe keine Ehre habe. Die jüdischen Studenten wandten sich in dieser Not an ihre Lehrer, an die tlniversitätssenate, mit der Bitte chn Intervention. Sie erhielten die kühle Antwort, daß sich der Senat mit privaten Angelegenheiten, die außerhalb der Universität zum Austrag kommen, nicht befassen könne. Sie gingen weiter und klagten jene, die ihnen als Juden die Ehre absprachen, bei Gericht. Aber die Mehrzahl der Richter, selbst ehemalige deutschnationale Studenten, verweigerten ihnen den Schutz ihrer Ehre und sprachen die Beleidiger frei. Da griffen die bedrängten. jüdischnationalcn Studenten zur Selbstwehr. Jede Erklärung, daß der Jude ehrlos sei, wurde mit einer Ohrfeige beantwortet. Unsere Studenten Waren sich der Tragweite ihrer Handlungsweise bewußt und wollten für dieselbe vor Gericht die Verantwortung tragen. Aber cs kam anders. Die feige Horde der Wayhofner scheute den Gerichtssaal und lief zum Universitätssenate und verlangte, daß ihm dieser ermögliche, die Juden auch weiterhin ungestraft beleidigen zu können. Und die p. t. Professoren erwiesen sich als willige Helfer. Sie dekretierten, daß. jeder jüdische Student, der seine Ehre handgreiflich schützt —: auch wenn er dies außerhalb des akademischen Bodens tut — v o m Ü n i v e r s i t ä t s - Studium a n s g e s ch l o s s e n wird. Dieselben ^Herren, die die Ehrlosigkeitserklärung Tausender ihrer Schüler für eine „private Angelegenheit" erachteten, mäßen sich auf einmal eine Gerichtsbarkeit auch außerhalb des akademischen Bodens an, die nur de» ordentlichen Gerichten zukonrmt. Ilm eine Rotte feiger Bubcu zu schützen, bringen sie unschuldig Gekränkte um ihre Existenz. Diese gelehrten Herren Universitätslehrer treten das Recht mi .Füßen. Sie; die Muster von Unparteilichkeit sein müßten, stellen sich skrupellos in den Dienst der antisemitischen Agitation." Budapest. Im israelit. Altersversorgungshause wurde dieser Tage die von Emil Popper und Sandor Gest'ektner gestiftete Hanssynagogc feierlichst eingeweiht. Da der Ausschuß dieser Institution aus Mitglieder der orthodoxen und der ne ol o g cn Genre ind e besteht, hatten wir das für II n g a r n seltene Schauspiel, Orthodoxie und Neologe vereint bei einem Gottesdienste und einer Festtafel zu sehen. Oberrabbiner Schreib errichtete in seiner Festrede sogar an den anwesenden Vorstand der neologen Gemeinde Begrüßungsworte, und bei der Festtafel herrschte eine solch' gemütliche, einträchtlichc Stimmung, wie sie sonst nur bei liebenden, nicht aber bei feindlichen Brüdern denkbar ist. Frankreich. Paris. Die Alliance Jsraelite Universelle erhielt von ihrem Schuldirektor Elmalch folgenden weiteren Bericht über die Zustände in Fez! „Das Komitee, dessen Bildung Sie für erforderlich erachten, ist lauf Defehl des'Suttans konstituiert worden. Der Präsident ist Si Mohammed ,Tazi, Minister der öffentlichen Arbeiten. Ich bin Schatzmeister. Das Komitee hat 14 Mitglieder, darunter fünf Aerzte, den Konsul von Frankreich und einen Architekten. Das Komitee nennt sich „Hilss- und Gesundheitskommission des Mellah von Fez." Es unterhält bei der Staatsbank von Marokko ein Konto, auf dem alle aus Marokko und dem Ausland uns zufließenden Fonds vereinigt werden. Unsere Kommission hat sich mit großem Eifer der hygienischen Verhältnisse im israelitischen Viertel angenommen und ftir die tägliche Verteilung der Lebensmittel gesorgt. Vom hygienischen Standpunkt find folgende Maßnahmen ergriffen worden: wir haben die in den Straßen und Häusern liegenden Leichen von Israeliten und Marokkanern fortschasfen lassen. 60 Israeliten haben wir beerdigt. Heute noch haben wir unter dem Schutt eines cingeäscherten Hauses den halbverkohlten Leichnam eines Greises gefunden, der durch einen Schuß in den Leib getötet .worden ist. Unsere 50 Verwundeten sind im Hospital von Fez untergebracht. Alle Brunnen im Mellah sind nach Leichen durchsucht, die Straßen gesäubert worden. Die Trümmer von etwa '40 eingeäscherten Häusern, die das halbe Mellah gefüllt haben, werden nach und nach fortgeschafft. In den von den Israeliten bewohnten Höfen des Palastes ist ein Gesundheits- und Reinigungsdienst eingerichtet worden, um den Ausbruch einer Epidemie, die Tausende von Opfern fordern würde, zu verhüten. Unsere unglücklichen Glaubensgenossen werden morgen in ihre Häuser zurückkehren können. In den Höfen des Palastes führen sie ein erbarmungswürdiges Dasein. Es regnet schon seit drei Tatzen, und unsere obdachlosen Brüder werden durchnäßt und zittern vor Sötte. Sie werden die Rückkehr in ihre durch Plünderung und Feuer zerstörten Wohnstätten als Wohltat empfinden, werden, so schmerzlich diese Wiederkehr auch sein mag, sich in ihrem Mellah' weniger unglücklich und elend! fühlen. Morgen werden sie also in das Mellah znrückkehren, die bedauernswerten und unschuldigen Opfer, die Mit ihrem Gut und Leben hie Rettung der Europäer bezahlen mußten. Denn man hat nichts getan, den Ueberfall auf das Weltah zu verhindern, das drei Tage lang hex Püt dhr aufständigen Soldaten und des Pöbels ausgesetzt war, wodurch das europäisch^ Viertel vor dem äußersten bewahrt blieb. IM Augenblick beschäftigt uns vor allem die Frage, wie wir denjenigen unserer Glaubensgenossen Unterkunft verschaffen, die die durch Feuer oder durch die Hacke der Geniesoldaten zerstörten Häuser bewohnten. Mehr als tausend Israeliten werden in dem fast um ein Drittel verkleinerten Mellah, das schon in .seiner früheren Beschaffenheit für hie Gesamtheit der jüdischen Bevölkerung nicht ausreichte, ohne Obdach bleiben. Eine der ersten Bewilligungen für das Mellah wirddie Ueberlassung eines ausgedehnten Terrains sein, auf dem die Israeliten von Fez ihre Wohnstätten aufb'auen können. Ich studiere augenblicklich diese Frage mit dem Architekten unserer Kominission, von dem ich einen Plan des Mellah und des Terrains entwerfen lasse, das ich für die Gemeinde beanspruchen werde. In Ihrem Telegramm haben Sie von der Konstituierung eines Komitees zur Ersetzung der durch das Unglück verursachten Schäden gesprochen. Aus dieses Ziel ist unser -streben gerichtet. Die Israeliten haben das Recht, von der Regierung Ersatz für die beträchtlichen Verluste zu fordern, die sie an Leben und.Eigentum erlitten haben. Gewiß wird eine Kommission ernannt werden, die an die Opfer der Plünderung Entschädigungen zahlen soll. Die Untertanen der fremden Mächte werden ihre Ansprüche durchznsetzen wissen. Unsere Pflicht wird sein, als Vertreter der jüdischen marokkanischen Untertanen gerechte Maßnahinen für sie zu erlangen. Wir werden unsere Entschädigungsansprüche in der Form stellen, daß unserer Gemeinde ein ausgedehntes Terrain zu überlassen, ist für den Wiederaufbau der Häuser und für die Vergrößerung des Mellah. Von diesem Terrain könnten wir einen Teil für unsere Schulen und für ein Krankenhaus reservieren. Ferner wären an. alle Israeliten Einzelentschädigungen zu gewähren. Ich wünschte, daß Sie schon jetzt diese Angelegenheit der französischen Regierung vorstellten und für die notlvendige Unterstützung unserer Wünsche sorgten. Indessen das Leben im Mellah wieder ausblüht» werden wir, dank der -spenden, die, wie ich .hoffe, uns von allen Seiten zufließen werden, unseren Glaubensbrüdern mit Beihilfen zur Seite stehen. Wir werden sogar versuchen, gewisse Existenzen wiederaufzurichten, indeni wir ihnen Geldmittel zuführen als' Darlehen ■ oder als Unterstützung. Wir werden den Arbeitern neues Handwcrkzeng, einige Läden wieder mit Ware ausstatten. Täglich loerden Lebensmittel verteilt werden. Bedürftige werden .Kleidungsstücke, auch etwas Bettzeug erhalten. Ich' werde mein möglichstes tun, die Schule bald wieder zu eröffnen. Im Augenblick dient die Schule als Lebensmittel-Depot. Ich möchte Sie bitten, allen unseren Schülern, wenigstens ftir einige Monate, Freischule zu gewähren und unseren Speisungs- und Kleiderfonds beträchtlich zu erhöhen." Großbritannien. London. Hier ist soeben die englische Uebertragung einer von Leo Motzkin verfaßten Schrift über die „Rechtslage der russischen Juden" verösfentlicht worden, die in gedrängter Forin das gesamte Martyrium des russischen .Judentums, soweit es durch Gesetze bedingt ist, wiedcrspiegelt. . Der Verfasser berührt zunächst in siebe» Kapiteln tut allgemeinen die Lage der russischen Juden im Militärdienst, im Staatsdienst, in städtischer Verwaltung und anderen Körperschaften, im Erziehungswesen, in den freien Berufen, im Besitzrecht und im Domizilrecht. Zwei weitere Kapitel behandeln den unter den russischen Juden überhandnehmenden Pauperismus und die Verfolgungen seit der Stolypinschen Aera. Zum Schluß ist noch eine dem Werke „Die Judenprogrome in Rußland" entnommene chronologische Zusammenstellung der Leiden der russischen Juden von 188-2 an bis in die jüngste Zeit beigefügt, die der Feder desselben Verfassers entstammt. Tie Aneinanderreihung der Tatsachen in - ihrer endlosen und erschreckenden Fülle zeigt das gesamte Kapitel der russischen Geschichte in seiner ganzen Nacktheit und wirkt unwillkürlich wie eine erdrückende Anklage. Der Schrift, die von Lucien Wolf herausgegeben und „The legal sufserings of the Jews in Russin" betitelt ist, geht ein Geleitwort des bekannten englischen Schriftstellers A. Dicey voran. ' . London. Der hiesige rusfsiche Generalkonsul Baron A. Heyking hat an die „Times" einen s kan da - l ö s e n Brief gerichtet. Er schreibt, der Protest der englischen Intellektuellen gegen die KiewerRitualm o r d b e s ch u l d i g u n g stelle einen Versuch dar, die englische öffentliche Meinung gegen Rußland aufzuhetzen. Die Beschuldigung des rituellen Mordes richte sich nicht gegen das Judentum oder das jüdische Volk in seiner Gesamtheit, sondern gegen eine geheime jüdische Sekte (!), der der Angeklagte Beilis vermutlich angehört, und die „die talmudische Lehre zu' dem Extrem des Ritualmordes fortgebildet hat." (!) Der Mörder des Knaben Justschinsky könne nicht straflos bleiben, selbst wenn er Jude sei, und die Motive des Verbrechens müßten untersucht werden, selbst wenn das Ergebnis zur Feststellung eines Ritualmordes führen sollte. Die Engländer und englischen Juden sollten es vermeiden, einem russischen Prozeßverfahren durch eine derartige Einmischung vorzugreifen. — In der liberalen englischen Presse wird im Zusammenhänge mit der Besprechung des.Heykingschen Briefes darauf hingewiesen, daß der tzeransgeb'er der „Times" als ernziger unter den Vertretern der großen engliMn Tageszeitungen die eng-

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