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Neue jüdische Presse · 1910-11-18 · Heft 44 (18.11.1910) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
8 (1910)
Issue
Heft 44 (18.11.1910)
Date
1910-11-18
Page
Seite 11 (sequence 15)
Language
German
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Seite 11 Nr, 44 , frankfurter Israelitisches FcmnlieMatt. den Stlldivnjahr das XV. Semester seiner Arbeitstätrgkeit an. Die Aufgabe des Klubs ist viel schwieriger, als diejenige der Bruderorganisationen in andern Gosilsländern. An den nng. Hochschulen ist -das Studentenleben, wie es in Oesterreich und Deutschland üblich ist (Korporation, Verbindung usw.), völlig unbekannt. Die Jugend wird in magyarisch-chauvinistischem Sinne erzogen, versteht nicht deutsch und weist nichts von den jüd. Bewegungen der letzten Jahrzehnte. Die fortdauernde gegenseitige Beschimpfung der Väter orthod. und neolog. „Konfession", die einzige Tätigkeit des ung. Judentums, hat den Söhnen das ganze Judentum fast verekelt. Dazu kommt noch, daß sich beide bekämpfende Konfessionen stets bereitwillig die Hände reichen, zu kämpfen gegen den Zionismus. Trotz dieser Hemmnisse , gelang es dem Klub nicht nur sich zu behaupten, sondern er kann schon auf bedeutende Erfolge Hinweisen. Die neue Generation der Rabbiner und Religionslehrer ist durchwegs zionistisch. Seine Roschim (A. H.) nehmen führende Stellen in den Gemeinden ein. Die Begründer des Klubs stehen heute an der Spitze der nngarländ. Zion. Organisation. Seine Tätigkeit nahm der Klub, unter Leitung des neugewählten Präsidenten:;and. med. Viktor Jordan, vorige Woche mit einer großen Aktion auf. Es gelang ihm, maßgebende Kreise für die. Errichtung einer Mensa A c a d e m i c a Jndaica zu gewinnen. Das Interesse der akad. Jugend tpurde aufgeweckt, und einige hundert Akademiker haben schon die Beitrittserklärungen des Klubs unterzeichnet. Einen gelungenen F e st k o m m ers veranstaltete der Klub zu Ehren Rüben Breinins. Sämtliche Zionisten - Vereine, der hebräische Klub und die jüdische Presse waren vertreten. Der Klub stiftete 5 Oelbäume auf Breinins Namen. Troppau (Oesterr.-Schtes.i Am 7. und 8. Dez. findet das 10jährige Stiftungsfest des z io u. Vereins „I es ch urun" statt. Eingeleitet wird das Fest mit einer großen Volksversammlung. Der nächste Tag ist der Eröffnung der B e z a l e l - A u s st e l l u n g gewidmet, für welche Ausstellungsgegenstände im Werte von mehreren tausend Kronen bereits eingetroffen sind. Bankett und Militärpromenadekonzert mit anschließendem Tanz beenden die Feierlichkeiten, der zu Ehren auch eine Festschrift erscheinen wird. Die große Zahl der bereits angcmeldeten auswärtigen Gäste hat die Einsetzung einer besonderen Wohnungsscktion zur Folge gehabt, welche für gute und billige Unterbringung der Gäste sorgen, wird. Zimmerbestellungen sind rechtzeitig an Karl Weinreb-TropPan zu richten. Aus -er Lehrerwett. Berlin. Ueber die Konfession der Gymnasiallehrer an .den höheren Knabenschulen Berlins lassen sich nach dem neuesten Kunzekalender (Stand vom 1. Mai d. I.) folgende "Angaben ermitteln: An den 7 staatlichen und den 35 städtischen 'Anstalten befanden sich unter den 731 Gymnasiallehrern 619 oder 88,87 Prozent evangelischer, 27 oder 3,69 Prozent katholischer Konfession und 54 oder 7,5 Prozent jüdischer Konfession. Von den Staatsanstalten beschäftigt keine einen Katholiken und nur das i Französische Gymnasium 1 Juden. Marsberg i. W. Nach 48jät>r>g-r Tätigkeit ist Lehrer Braun in den Ruhestand getreten. Hamburg. Bor einiger Zeu hat sich ein Komitee von Freunden und Verehrern des verblichenen Oberrabbiners gebildet, um die Bibliothek des Verstorbenen, die Werke des jüdischen Schrifttums von bedeutendem wissenschaftlichen Wert enthält, anzukaufen und der Hanibnrger Gemeinde zu erhalten. Jetzt ist beschlossen worden, eine Oberrabbiner Hirsch-Gedächtnisstiftung zu gründen, um die Bibliothek weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Um das 'Andenken des Verblichenen zu ehren, soll jedes Jahr an seinem Todestage im Bibliotheksaal eine Gedenkfeier, verbunden mit Gottesdienst, abgehalten werden. Kattowitz. Der auf der am 30. Oktober stattgehabten Mitgliederversammlung des „Synagogenverbandes des Regierungsbezirks Oppeln" erstattete Bericht enthielt folgenden die jüd. Lehrerwelt interessierenden Passus: Ter Oberpräsidentvvn Schlesien hat auf die an den Herrn Kultusminister gerichtete Eingabe behufs staatlicher Auerkenmmg der vom Verbände zu bildenden Prüfungskommission für nichtgeprüfte jüdische Lehrer oder KnltnSbeamte, die Religionsunterricht erteilen wollen, geantwortet, daß die staatlichen Behörden die von dieser Konrmissivn geprüften Lehrer in der Regel als zur Erteilung des jüdischen Religionsunterrichts befähigt ansehen würden, daß indes eine staatliche Anerkennung der Kommission nicht in Frage kommen könne. Die Bildung dieser Kommission konnte bisher nicht erfolgen, weil eine Einigung zwischen dem Rabbineruttb Lehrer-Berbande nicht zu erzielen war wegen einer grundlegenden Verschiedenheit der Auffassung, betreffend die vom Lehrerverbande verlangte Einleitung zur Prüfungsordnung. Der Rabbinerverband hatte diese .Einleitung abgelehnt, weil sie materiell nicht zur Prüfungsordnung gehöre und weil dieselbe den Gemeinden bei Religionslehrern eine unberechtigte Bindung auferlege. Aus de» Vereinen. Frankfurt a. M. Verein „Mekor Chajtm." Der Lehrplan für die Talmudbezw. Mischinah-Vorträge ist wie folgt:. Sonntag früh Herren-Paletots Herren-Ulsters für jede Figur passend in modernen Fat^ons und neuesten Steffen empfehlen zu Mk. 27, 30, 32, 35, 38, 40, 42, 45, 48, 50, 54, 56, 60, 65, 70, 75, 80, 85, 90, 95. Herren-Paletots in einfacher Ausführung und soliden Stoffen zu Mk. 14, 16, 18, 20, 22, 25. Gustav Carsch & Co. Spezialhaus für Herren- und Enaben-Kleidung. 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