Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1910-08-12 · Heft 31 (12.8.1910) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
8 (1910)
Issue
Heft 31 (12.8.1910)
Date
1910-08-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
72% known words query
IRI
…/2692297-2692665-2692696--05588-2700517
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Itoate ich Startart» Geschichte de» orthod^e» Z«dev nur i» bedingter Weise «mpßchle», io >a»» ich sie i» viel stärkere« uud htchere« Metze all je»e» — auift liberale» — Jude« «*’• Herz lege», die die Bibekkritik anerke»»ead, »ech der Anficht sind, dadie Propheten Kosmopoliteu wäre». Sie werde« aus Klausner» Darstellung der Idee» der Propheten ersehe«, daß diese yt de» feurigste« Nationalrste« de» jüdische» volle» aller Zelle» gehöre», ja. daß der Rationalismu» da» leitende Motiv all ihrer »nschannngen und Handlunge» gewesen war. Liefe» National,»«»» der Propheten in der Weise darzustelle«, wie e» Klausner getan hat, »enaochte ««r ei« Man», der selbst ei» begeisterter Jude ist, »»d die» wäre einem nichtjüdische» Geschichtsschreiber nie gelungen. So kam« «a» gerade a» diese» Beispiel wieder die Richtigkeit »einer frühere» Ausführungen ertemie». U»d dar«»' ergibt sich für de», der Klausner» Buch gelesen hat und den Unterschied Mische» ihm »nd de» Werken der nichtjüdischen Belehrte» ans diesem Gebiet wahrnehme» kann, die «»widerlegbare Erkenatni»: Die jüdische Geschichtswissenschaft muß, wen» sie »« günstige» Ergebnissen gelangen welche» ttruibr auch eine Uederfepung in« 'Deutsche sehr erwünscht wäre. Die Ctlrfe de» Buche» Ist sein bewustt-uatio- ' fti::c 2chwLchr aber — aurb Standpunkt der Bibeltritik — die all- I« ea»t««elle Erllärungsweift de» Geschehen» seiten» de» Bersasser». De. Klausner als Schüler Haaw's" — ersreulicherweise begiuut der sich allmühtich von dem .Fiabbi" »u ewa«Atpieee» »nd tritt für die Hebung der Rell- C' sllüt «ehr »nd mehr ein —, wie überhaupt «eiste» tüdische« Schriftsteller Rußland», die an» der Haolaia - Schule hervorgegangen sind» ttzuueu sich leider nicht von dem extremen Station «alt»«»» »er Haskalallleratur befreien. Aber »och ein «eitere»: >u» de» Klausuerschen Bache wlrd der Leser ersehen Wune«, wie wnnkrn» «ui» iwpüihrtisch die Ergebnis» der vibeitrllit sind. »U gnle« Erfolge versteht «S der vePasse^ die Hypothesen anderer Vibellki^ tlier, Sellhausen'» «nd Konsorten, zu widerlege» (siehe Sette 114. 11», . 127, 164, 192 «st».); doch hat «an da» Gefühl, "daß Klausner »och viel «ehr t« widerlegen vermocht *««. «ürr er nicht von der vielleicht «ndewußteu Aurcht, «««oder« zu erscheinen, getr. Und doch derselbe Klausner, der es so, gut die Hypothese» anderer gründlich , ju «ideilege». er selbst versällt i« den gehler der andere», »ab ebenso wie lene, stell» er hinfällige tzapotHeien aus. Wir wolle« hier «ur eine Stelle ausUheeu: I» g t» such« der Verfasser zu beweise», da» ^Schir Haschirtm." da» laut der Tradttto» »»«lg Salomo »ugeschriebe»' wird, um die Zell 197—19« ». Ehr. abgesagt worden ist. 4t», ist aber gerade die Zell de» «uttochu» III.. de» Eroberers Jndüas, für die Abfassung eines Lte9e»geta»Oes, wie e» das Hohe Lied ist, da« M« ttolanMitrr Lebenslust und Fröhllchkell gerade»« strotzt, durch«.» ««geeignet und überdies «m«t «och tu Beleucht, düst damals die hedr. Lvrachc, sowie auch die jüdische Literatur tu Verfall gerute» waren, — und somit ist e». gerave« «ulgesihlossen. dah eine solche Zeit, dieses «us»ert«sseue^ ju tu »er aesamle» Literatur fast 4 I «f» »«Muki« flmatr. Sa« tat der Verfasser? Et» rettender »usdnul ta« tbm tu de« Mund. «Sehnsucht" ist du» eelaseude Won, das alles hervorzauvern die Sehusuüu »ach de« goldue, Zeitalter Salomo, hod diese, ksstliche Seele aus der Poesie und setzte sie 1« die Krone der Welltlleratur! U«d stehe! «tt seiuem findigen »eiste s«w der ^Verfasser eiue Aiuüogie für seine tu *Sem stmem Zelle» der Mn Jasue d« Jubrhu»der»» »ewetst. was die «Sehadle Zeit oou Matzu hmw «st» dnrchan» stetsteu- »« Le«de»z — itzeachltch «t« a«ch literarisch —» war die 1»»11ch« L,terat«r ««» Sprache »och erst eben »» Lada» rrwucht. wsthrr«» st, »er Zell «Gwchut-M Mr OliieMii «ud Sprmhe tz, verfall kprstchltcher ill, st»»7jMjWest 8M^ßrte»iSerr»«- bt«. »erde»; sit\wfr> >;»«*-: -« gute« . Ergeb«isse»7gelast,e»^ «nestst fMstor- »eh«lich; i« Adr» Hä»de«^,»-»»jüdische» Gel ehrte» liege.» wird!' Laß die «isse»schafthe»J«d>w1u«rs»'»e»ig » » » I«deK^betriebe»7»ird, H eh ä r t z» de» «»»atürtiHste« und betrübendste« Tatfacht» de» jüdisch e» Lebe»» d e r G e g e « w « r t;d a ß j ü dis che G el e.h rt c immer «ehrest» thtf«teil z» nehme« beginne» (ich -erwäh« »urVHalevh «ud Jawitz do» »rchodoxa», .Klaustuer ^r» bibMMfthe» Sta»dp»»kt)" lst aber?ei»«Mer?Ar f r e, - lichste»' ^^E'r'schei»»»'jgeM^UherMletz.te» Zahre. .' -- -"t- ' AM 9rief . <D a »^HdUA<EIEh»»ßEkhb l,e w.) •' Die ÄteL Götter und keine neun» vorhanden! MWKHffMHDMM'jjcho» lich die grge»»M^Pert>^Dl>grMße»Lch«»» der russtst^Dchei^^sKchMHHnMM Df,'- Die.S';^Ätz^g«wese^NyW^M^^^EÄr un» «och alle; lm» ÄstM^^Mi^ae'MülE tm «u»iand.MtMtzKWHWviWd-rDjK schen Hröm^WWMsDWgW^ni^lvaretz.M^ WiÄi7^r«AW^iiiWUWWWHoeseW «ms»K.tGhrHl^WDW?WMlDME. ist Äle^^mGWMWMMMrgaWstL brit batte > Da ^auate^di^'asndel jüdische Juaend sud^umM bm ivolltt der eine^'ganze' aspirantW Mvo«^ stchmFMch« „LhchMW -y-, «w»'da mesch^mitv^ihD mit HoftnungyMutz hat -«m^iWWjWW ke» udh seinerW«^ andettMKtWM^ und sckie SeelWckä hamidrosth"" fhäi^stchl hat ihmden ss drückt, hat Ms'^ und die LtSe' . 'Da» bbm. „. ' »G Po1- .WWD ^dte?SDch»nS 'vollendet, ''WMstMpckSansge.^ rÄieMatiÄe VMj-ie'.^.. .. lerne»! .styltet diedoedernn-^deOMages^Undeme Sintftni-»»»rMb»chMWWM«ch^ methob«»-bWa»»,r n»WW»HA»m»S ' Miis-eHg^'LMHMstW^ ^ehen."Da»u.gchMMMMchtWUM stlge Unterricht wch^undephrLiar' gMNKWM. lernt«' »nd bpk« lernt»«« WiiOMW^MwtüÄWiWAUMrO» 7'^ÄiG AlJf 1W| «Mi fw d« >-4^«tz»e. h»st Wßt »W»|t» M-stinn i«ii U»»Mia, |<r avigeu Bett«tstude»1eu, eia ^JeschM.»hb»ch»r" ohne .^eschibah^,- ei» «e»sch. der »y». all de«, m* in» ihn Hern« geschicht, nicht» weiß, der »ne schm Lehrbücher »»»t, d« sei» Gchir» «8 hohle» G«da»Wi «nd Theprie» aupillt,' der sich seine waüge» - ZDendjahve MdywM, dm sich «ehnual» examiniere» - lüht, «sstnal»' »«rchsüllt, Mb Oer, BKO^WchtMsher sch-M^ ' wen» >r Ämal da» so heiß ersehnte Ze»g»ir erhält («S »« sllte» geschieht), «i^» im Wege stehe» bloih^ da ja die Proze»st»or« ihm sie weiwetfptzzt, Au» diejer lewenoe» Znge»d ohne feste »orsltjche .vafi» redmtiere» sich da»» die »»zählige» Sa«dchate».sür Selbst»»rd »der Ta»se. Eiu aildeve» Mittel besitze» sie ja nicht, für eine» praktische»" Beruf s'»d, sie ja ^cht erhsge», »ud wen» die Tore der llinverstttt ihue» geschlosse» werde«, bl-ibe» > sie ^jelu»d ratlos. Welche Stell«»- zur «etigio» auch eiuer ei»- ui«i^Fda»<ist sicher, daß die Aeligio» da» „MiÜa^^ d« jüdischest Z»ge»d der »orige» Generation i» Anstige» Sinne beei»flnßt hat. Gowiß^ - wirVchÄe» mel dnrch d« E»ge der jüdische» Gasse gesittc»' und chlche» gekämpft für eine» bei un», die wir doch 1 da» alte jüoi- - gchliebea: die «Minho- ^a^ZbiMalEIWÄ-T»«-rowi«". Da» Kiad, bü^WL-MMM^MkAL Häuft tzerwr^-!^Aa»'H,E-eder^ besmht hat und «^LdMNMeder^viiie .Lefchibah^,. ist schon für MVWWW«M-D»e'HchÜet«-.U»z ftlbst. »AgMUWWlMs^Z-eWsM^hät, hat dieser MdeD^;pHhMdischich^Mäti»»plgefühl bemch^O d«^ij^A'i»»echalb jüdische» Gefell- -Ä, . kckwst^^ eM.'Schatte» de» frühe- MMÄsMMHHerrschaft kder Elter« über die jn«v»ZMgastz.gchrmhe».. Schbst' i» de« Hüüftru, MHM»Mte^Mter»Aft»««e:Zude» sind, »er- EW^fWßMWi^diSst^rindttst beim Ausübe» E^b^k>chMisthdg»"«»d wage» niemals, den §M»st,W-«istÄen^- jüdisch za sei»; denn «« ist tzlchtIDist. Der Sehnr Qt Gymnasiast, hie T«h- WMlWüstüt^eftlHacherer Sah» ist Externer, ÄWiE^M1;^ach>e» über^^ die Dummheiten der scho» 'gewohnt. Er ßiWUMWDsiÄ^ Soh» am. Sabbat schreibt Beten ist gar keine Rede. Und dchSwo ' die Eller», ftlbst nicht »ehr fromm sind» WktMMler' ans; da gSt e» kri»e» Sabbat und kein»-Jomtow, «an weL st« nicht, daß man Jude ^stl^Und Pie kan» da» ftfsb ei» guter Jude Pert^^öennW z» -»»ft nicht» Jüdische» sieht, « d« Dichuft doch gelviß »MM. i» „Eheder" a,uh ickhWGhEiFhed«^ ist dach «r ei» J»ftisttt " lerne», Bibel ■■» Talmud sind ih« WftWLische ^Geschichte gewiß, und dft e-, ,—westhe» praktische» Rutze» Osttzntage? Uad llt eine» solche» Judenst«« "'Wschh ' ein- »*w M-neeativn von Indo» nichtt düst Ave sticht kenne» und iwm Reue» zu löse«? WWMWgrstchtst^lwß HS jüdische «rist RlchlazS «E der Tage»- ,WMxMGDch^»ieftkchrage.W» Tst, M Dsg Mutir st»h he«»»e»d«r ik Pder dft ArxGe Berge», die «kl sUt'MHUWWs'lhll^' die. MssH'j J»g»d «llM»' 7». — -- UäM 'WvC»U gMfif »M^.7; denn sichW Her UM''

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.