Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 5 (1907)
- Issue
- Heft 24 (21.6.1907)
- Date
- 1907-06-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 Uranffurter AfraelitkstheS FamMmölE. Seite 3 wird sich ein drittes statistisches Werk betiteln, dessen Druck bereits begonnen, und da-Z ebenfalls Dr. Thvn zum Verfasser hat. Demnächst erscheinen auch „Die sozialen Verhältnisse der Juden in Rumänien" und „Tabellarische Ucbcrsichten über die Verhältnisse der Juden in Deutschland". Neben diesen Publikationen lies; das Bureau ivie im Vorjahre die „Zeitschrift rih Demographie und Statistik der Juden" erscheinen, die eine Reihe neuer Mitarbeiter nufweist und im „Statistischen Archiv" wertvolle Materialien für eine künftige. Gesanitstatistik der Juden aufstapelt. Der Bericht erwähnt ferner, das; die „Deutsche Kr-vserenzgemcinschaft der Alliance" und der „Hiifsvercin der deutsche» Juden" dem Verbände mit namhaften Subventionen beigctrcte» sind und crstere im Kuratorium durch Geh. Kommerzienrat Goldberger, letzterer durch Oskar Berlin vertreten wird. Es haben außerdem noch eine Reihe Organisationen und Gemeinden Subventionen bewilligt. Im ganzen subventionierten den Verband 31 Gemeinden und 8 Organisationen. Der Etat betrug im Jahre 1903—07 Jt. 9381.—. >.>ei den hieraus folgenden Wahlen entsandte die Geucralversamiiilung statutcngemäs; fünf Mitglieder in das Kuratorium, und zwar die Herren: SanitätSrat Dr. M a r e tz k i, Gehcimrat Professor Bin »i e n - t h a l, Professor P h i l i p p s o it, Justizrat Dr F u ch s, Benno B r a u n (i. Ja. Jvclsohu & Brünn) In den Vorstand deS Verbandes wurden geivahlt: Dr. Bruno Blau, Benno B r a u u , Dr. Beruh. K a h n, Dr. H. G. H e y in a n n, Dr. Walter M n n t. Dr. Alfred N o s s i g , Dr. Julius R o t h h o l z und Dr. Theodor Z l o c i st i. Berlin. Der Verein zur Erhaltung des überlieferten Judentums hat an V o r st a n d n n d R e P r ä s e n t a n t e n der Berliner jüdischen Gemeinde eine Eingabe gerichtet, in der er nach eingehender Begründung erbittet: 1. Die Einsetzung eines RabbinatskollegiumS miit tunlichster Beschleunigung vorzunchmen, welches in Lehre und Leben den Standpunkt des überlieferten Judentums ans llebcrzeugung vertritt; 2. in den 3 orgelfrcieii Synagogen fürderhin nur Jugendgvttesdienste abhalten zu lassen, welche dem überlieferten Ritus entsprechen; 3. ans 'Anlass der hohen Feiertage regelmäßig eine entsprechende Anzahl von Veranstaltungen für den Jngendgottesdicnst nach überliefertem Ritus cinzurichten; > 4. in den bestehenden Einrichtungen der Synagoge in der Rykcstraße keinerlei weitere dem überlieferten Ritus zuwiderlaufende Aenderungen vorzunehmen; 5. bei der Neuerrichtung von Synagogen weniger die Rücksichten auf die äußerliche Repräsentation, als vielmehr die auf die religiösen Bedürfnisse und die Traditionen der regelmäßigen Gottcsdienstbefuchcr als maßgebend zu erachten. Ob diese gerechten Forderungen Gehör finden werden? Nach den bisherigen Erfahrungen möchten wir es bei einem Kollegium, dessen Majorität sich eine Ehre daraus macht, das überlieferte Judentum als Stiefkind zu behandeln, bezweifeln. Teitelbach, Untersranken. Am jüngsten Eref- Rausch-Ehaudesch benützte man den Jaum kippur koto» zu einer eigenartigen Feier, die gewiß jedem der dabei Beteiligten unvergessen bleiben dürste. In dem drejviertcl Stunden entfernten B i b e r g a n ist die jüd. Gemeinde seit Jahren in starkem Rückgang begrifsen und jetzt aufgelöst. Bon der einst mehr als 40 Haushaltungen zählenden Gemeinde sind noch zwei verblieben. So wurde Bibergau formell Teitelbach cinverieibt Am Eres Rausch Chandesch fand man sich nun zu einem feierlichen Abschiedsgottesdicnste in deraltehrivürdigen Synagoge ein, Männer und Frauen. Nach den üblichen Jaum kiv. kot.-Gebetcn hielt .Herr Lehrer 'Mannheimer dahier eine Anfprac^e, die Bedeutung der dcnkivürdige» Stunde hervorhebcnd. Ein Jahrhunderte altes G.'meindcleben fand seinen Abschluß. Bilder der Vergangenheit zogen am geistigen Auge der Anwesenden vorüber, besonders da die Synagoge im altjndischen Stil errichtet ist, Porauchcs von z. T. antikem Wert, sieben Ttznrarollcii usw. enthält, auch Mikwa, Lehrerivehnnng und Kinderschnle sich bei dem Gebäude befindet. Als man die hl. Lade zum letzten Mal zu den ScheimoS öffnete, als das Sch'ma'erklang, fühlte jeder den ergreifenden Ernst dieser seltenen Feier. Und in Friedensakkorden klang sie. aus: das älteste noch ansässige Mitglied am Orte verrichtete zum Schluß ein Kaddischgebet. Posen. Anläßlich des 80. Geburtstages Rabbiner Dr. Feilchenscld's haben Rabb. Dr. Königsberger-Pleschin und Rabb. Dr. Silbcrberg-Schrimm eine I n b e l s ch r i f t herausgegebcn. Dieselbe ent- - hält Beiträge von Dr. Königsbergcr, Dr. Silberberg, Dr. Loewenthal-Hamburg, Dr. Lcwin-Kempen, Dr. Lcwin-Wrcschen, Dr. Landsbergcr-Posen, Dr. -Hirschfcld-Gießen und Dr. Mamies-Schwabach. (k.) Posen. Ordentliche Generalvers a m in l n n g des Verstandes der Synag o g c n - G e m e i n d e n des Regierungsbezirks: Ps e n. Der VvrbandS-Vorsteher, Herr I g n. Golds ch m i d t begrüßte die Erschienenen und erirattctc folgenden Bericht: Im Berichtsjahre haben sich dem Verbände 1 Gemeinden neu angeschlosscn und eine Gemeinde ist ausgeschieden. Zur Zeit gehören dem Verbände folgende 35 Gemeinden an: Birnbaum, Bojanowo, Bomst, Buk, Dobrzya, Grätz, Jaretschewo, Jarotschin, Jntroschin, Kvbylin, Moschin, Keschmin Kosten, Kostschin, Krotoschin, Lissa, Neustadt b. P., Ostrowo, Pinne, Pleschen, Posen, Rakwitz, Rawitsch, -Laintcr, Santomischel, Tchmiegel, Schrimm, Schroda, Schiverin a. W., Schiversenz, Tirschtiegel, Wollsici», Wrcschen, Wronke, Zdnng. Im Jahre 1900 wurden vereinnahmt: a) Beiträge von Syuagogen- Gcmeinden — Jt 1070.—. b) Beiträge van persönlichen Mitgliedern — Jt. 333.—. c) Beihilfe des dcnisch-israelitischen Gemeinde-Bundes zu den Kosten der Bezirks - Rabbinate pro 1906 — Jt 300.—. 4) Beitrag einer Gemeinde zu den Kosten ihres Anschlusses an ein Bezirks - Rabbinat — Jt 112.50. e) Zinsen — JL 80 25. In Summa — 1845.75. Verausgabt wurden: a) Zur Ausbildung von Kultusbeamten — Jt 1000.—. b) Zu Beihilfen und Reisen zur Förderung des Religionsunterrichts — Jt 239.30. I*) Zn den Kosten der Bezirks - Rabbinate — Jt 650.—. >t) Beihilfen zur Teilnahme an einem FerienkursuS in Breslau — Jt 40.—. c) Drucksachen, Porto nsw — Jt 173.69. k) Beitrag an den deutsch-israelitischen Gemcinde-Bmid pro 1906 — Jt 50.—. Zusammen — Jt 2152.99. 'Am lS.J)foUcmbct v. IS. hat der Verbands-Ausschuß eine Sitzung abgehalten, in der besonders über die Subventionierung der RetigiouSschnlc» der dem Verbände angehörciiden kleineren Gcmcindcn verhandelt wurde. Die Herren: Justizrat Salz-Posen, Gcheimrat H e r z - Posen, M. Werner- Posen, Leopold L i p p - m a> n tt - Bu k, Rechtsanwalt Gold s ch m i stt - Ostrowo und I. G o ld s.ch m i d t-Lissa werden als Ausschilßniitglieder wiedergewählt. In die Fach - kommission zur Förderung des Religionsunterrichts nsw. wurden gewählt die Herren: Gemeinderabbiner Dr. Feilchenfeld - Posen, Rabbiner Dr. Bloch- Poscn, S. Sil b c rb e rsg - Pose», Rabbiner Dr. L e lo i n - Wreschen, Alfred Mark» s-Pinne, einer. Lehrer G r ü n f c l d - Schiversenz. Der von Herrn Rabbiner Dr. Lewin - Wreschen ausgcarbeitete Lehrplan irird der Fachkommission zur Vorberatung Überwiesen. In Anbetracht, daß die Einrichtung von Bezirks --Rabbinaten, wie die vorgetragenen Berichte ergeben, durchaus geeignet sind, das religiöse Leben in den rabbinertosen Gemeinden zu heben und zu sördern, aber auch vermehrte Beihilfen ans VerbanoSmiitclii erforderlich mache», wird beschlossen: ») den deutsch - israelitischen Gemeindebiind zu ersuchen, die bisher gewährte Beihilfe zu erhöhen, -b) eine kräftige Agitation zur Anwerbung von, Gemeinden und Privatpersonen als Mitglieder in die Wege zu leiten. Oesterreich -Ungarn. Wien, 17. Juni. Die vier zionistischen Abgeordneten haben — mit Dr. Strancher als Obmann — einen jüdi s ch e n Klub gebildet. Die erste Interpellation des neuen Klubs wird die Judenverfolgungen in Rumänien zum Gegenstand yabcn. Lemberg. Knltuswahlen. Die Herren vom Lembcrgcr Kahäl haben es scheinbar mit Absicht cingcrichtet, daß sie die Wahlen just auf diese Zeit ausgeschrieben haben. Sie haben heilig an die Macht der Korruption geglaubt und haben' mit ihren „geistigen Augen" die Niederlage der nationalen Partei gesehen, welche deprimierend auf dieselbe ein- Ivirken und somit ihre Kampseslnst abschwächen sollte. Außerdem hat man ans die Erschöpfung der Agitati.mskrast große Hofsiiiiiigcn gelegt. Allerdings haben die Herren auch großmütig zu handeln gedacht: Tie wollten nämlich vier durch den Tot von Vorstehern frei gewordene Mandate den oppositionellen Parteien eiiiräumeii. Warum gerade viel? Das in ns; also erklärt werden. Zur Besetzung gelangen jetzt eigentlich 16 Mandate. 'Allein 12 derselben befinde!! sich in Händen lebender „Vorsteher" und es ist doch allgemein bekannt, das; lebende „gewesene" Vorsteher nicht verdrängt werden dürfen. Einzig und allein der Tot vermag ein Kultusvorsteher- Maniiat frei zu machen. Deshalb gehört es auch zu den Raritäten, einen Kultusrat in einer Wählerber» sa!'imlnng zu sehen. Was haben denn da die Wähler drei'.iznreden? Willst du ein 'Mandat in der Kahalsstube, so begebe dich zum Herrn Schmclke von H o r o - w i tz, hole dir seine Gunst, und du kannst sicher stin, daß du das Mandat für dein Lebenlang erhältst. Und sollten deine Nachkommen sich nur recht brav verhalten — sie werden es auch nach dir erben . . . Vier Mandate den Oppositionellen zu überlassen, ist also der Vorstand geneigt. Es wurden ein sozialistisch angehauchter Advokat, ein Kausmann und zwei Zienisten in Aussicht genommen. Als die Zionisten jedoch siegreich vom «chlachtfelde znrückgckehrt sind, wollte man sogar so weit gehen, daß man auf den Kaufmann verzichtete und ihnen ganze drei Mandate gewährte. Allerdings niüßte die Personalsrage vom Vorstand selbst gelöst werden: der Vorstand hätte diejenigen zionistischen Kandidaten zu bestellen, die ihm erwünscht ivären, damit ja das Prinzip der Ernennung nicht angetastet wäre . . . Zu bemerken ist noch, daß dieser Friedens-Antrag vom dz. Kultus - Präsidenten Dr. Schaff aus - gegangen ist. Herr Schmelke v. Horowitz und seine Garde haben sich dagegen verwahrt, und es soll ans Ginnd dessen ein Konflikt im Kahal selbst entstanden sein. Zum Glück aber hat die zionistische Partei jedes derartige Kompromiß rundweg abgewiesen. _ Auf Antrag des zionistischen Distrikts-Komitees wnrdcn vorerst sechs Kandidaten für den Ilk. Wahlkvrper nominiert. Es sind dies: Abg. Adolf Stand, Dr. G Zipper, Dr. Isaak Feld, Dr. Samuel R a v v o p o r t, Dawid 2 ch ö n s e l d und Dawid Hersch T i e g e r. I sraelit. - theolog. Institut. I» de» Tagen des heißesten Wahlkampfes hat sich der galizische Landtag zu einem großen Entschlüsse ausgerasst. Er beschloß, ein israelitisch-theologisches Institut zur Hieranbilduiig von Religionslehrern wegen Unzulänglichkeit der Wiener israelitisch-theologischen Lehrangalt zi> errichten. Zn diesem'Zwecke wurde der LaudeSansschnß aufgefordert, sich wegen der nötigen Verarbeiten mit dem Unterrichts-Minifteriiim und den galizischcn Kuliusgemeinden ins Einvernchmen zu sehen. Dies ist nun jetzt geschehen. Ter Landesansschnß hat ein Zirkular an sämtliche KnltuSgemcinden erlassen und verlangt von ihnen — Geld. Er will also ein jüdisches Lehrerseminar errichten; zahlen sollen aber 'die Juden selbst. Das Zirkular stellt an die Gemeinden einen doppelten Anspruch. 1. 'Ans jährliche Liibventionieruiig des Instituts. 2. 'Auf Zuivendnng eines größeren Beitrages für die Gcüiidnngskosteii. Beide? soll vom Jahre 1908 angcfangc'' fließen. Ueberdies werden die Kultnsgcmeinden anfgcfordert, Geld- und Büchcrsammlniigen cinznleiteii Sobald die Antworten auf das Zirkular eingclangt sein iverden, lvird her LcindesanSschuß mit einem Projekt vor den Landtag treten. (Nene Nativn.-Ztg.) Rußland. . Helsingfors. Der Landtag hat einstimmig beschlossen, den Antrag des sozialdemokratischen Abgeordneten Pertjille, den in Finland geborenen Juden die Bürgerrechte zu geben, der Petitions-Kommission zu überweisen. Kalisch. Anläßlich des 40 jährigen Schriftsteller» jnbiläuins der bekannten polnischen Schriftstellerin Elise Orzsesko, die auch mehrere jüdische Erzählungen geschrieben hat, haben die hiesigen Inden beschlossen, eine neu zu gründende jüdische Schule nach ihre m N a m c n z n n e n n e n. Mohilew a. Dnjepr. Traurige Zustände. Die Leitung der Talmnnd-Tora-Schule hat bestimmt, daß dieses Jahr die Ferien aiisfallen. Die Veranlassung zu dieser 'Maßnahme ist eine sehr traurige: die Eltern der Kinder sind so anit, daß die Kinder die großen, bequemen Zimmer der Schule und die Speisen, die sic dort elyalten, dem Daheim mit seinen leeren Wanten und leeren Töpfen vorziehen. Rumänien. Bukarest. Folterung jüdischer Soldaten. In Dorohoiu, einer kleinen Stadt an der österreichischen Grenze, befindet sich das „Regimentul VIII Dragos Nr. 29" in Garnison, dessen Kommandant eia brutales, rücksichtsloses, den Namen Mensch ungebührlich tragendes Individuum, der bekannte Judenfeind Oberst 9M r 5 sescn ist. lieber eine Heldentat dicker Kreatur wurde in der „Cronica Jsraelita" folgendes berichtet: „Oberst Mürüsescn, der Kommandant des hierorts stationierten Regimentes, ließ vergangenen Freitag sämtliche Truppen auf die Wiese „Soseaua naticnnla" ansrücken und in der Weise Ausstellung nehmen, als ob er ihnen einen Befehl von „Allerhöch'tcr Stelle" zu verkünden hätte. Dem war aber nicht so Vielmehr gab er strikten Beseht, das; sämtliche lüüiichen Soldaten Reih und Glied verlassen und sich c.ligesichts der Truppen unter freiem Himmel vollständig entkleiden sollen. Die unglücklichen Juden, acht an der Zahl, starren entsetzt aus ihre» Befehlshaber, leisten ohne Murren diesem unerhörten Befehle Folge und stehen nach ciina-m Minuten im Adamsgewand da, der kommend.n X7>h,.' harrend. Oberst M:c r:c s e s c u ruft den Feldwebel Dnmirrin, und siche da, derselbe erscheint mit einem langen, dicken t o ck. 'Aus seinen Wink folgen ilim sieben christliche, kräftige Loldaten, welche sich alle aus ihre jüdischen „Waffenbrüder" stürzen, sie zu Boden strecken und sie in unmenschlicher Weise prügeln. Das Blut der jüdischen Soldaten fließt in Srrömcn, bis sie ohnmächtig werden, und erst jetzt ertönt aus dem Munde des Wüterichs der erlösende Ruf: „Bravo, s ch o ir g e n u g!" Halb tot werden die jüdischen Soldaten ins Spital transportiert." Ter Grund für diese Prozedur kann nur in der Wollust der vertierten Kreatur mit Obersten - Epanletten einerseits und in der Bogelfreiheit der Inden andrerseits gesunden werden. Palästina. Jerusalem, 11. Juni. Die ungarische Kolonie beging am 7. dieses Monats das vierzigjährige Krönnngsinbiläum ihres Königs Franz Joseph I. Nach einer üsnsprache des österr. ung. Konsuls, ergriff Herr Rabbiner Ch. Sonnenfeld das Wort, die patriotischen Gefühle seiner Gemeinde verdolmetschend. — Tie Rabbiner Dr. M. Gaster und Chacham Baschi E. Chazon zu Alexandrien haben sich vielfach bemüht.