Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 45 (11.9.1903)
- Date
- 1903-09-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 3. zu Asche, diese bleibt auf der Erde, die Gase steigen m die Lust.. Herr Dr. A„ als Chemiker, wird mir dies zugeben.- »Jawohl-, erwiederte derselbe. »Nun, nieine Herren, gestatten Sie mir, daß ich wiederhole. Sie haben zugegeben, daß der Mensch aus Körper und Geist besteht und haben zugegeben, daß die menschliche Wissenschaft nicht imstande ist, dasjenige, was auf der Erde ist, zu vernichten.- »Das ist ja die Theorie von Büchner in Darmstadt, die Erhaltung von Kraft und Stoff in der Materie-, rief Dr. A. »Gewiß, Herr Doktor, die Wissenschaft wird durch die jüdische Lehre so wenig umgestoßen, wie die jüdische Lehre durch die Wissenschaft Beide ergänzen sich. Das Judentum hat schon seine reiche und große Literatur gehabt, als die guten alten Teutschen am Ufer des Rheines auf ihren Bärenfellen lagen und noch eins und noch eins re. tranken. Die guten alten Teutschen, die sich am aller hartnäckigsten der Kultur entgegenstellten. Meine Herren! Zur Sache. Jetzt tritt der Tod an den Menschen heran —, der aus Körper und Seele besteht. Der Körper kehrt zur Erde zurück, von der er genommen- —. »Und der Geist-, rief der Chor? »Der Geist, den wir nie sahen, nie fühlten, den wir nur kennen lernten durch seine Wirkung — wie er sich beim Menschen zum Ausdruck bringt (eine geistreiche Idee, ein geistreicher Gedanke), kehrt wieder dahin zurück, woher er gekommen ist, und hier, meine Herren, fängt der Glaube an.- Meine Frau kam, um mich abzuholen und ich empfahl mich »Auf Wiedersehen, Herr K.-, rief der Chorus. „Mir recht, inr nächsten Jahre-, rief ich und empfahl mich. n / - Ploni. x,ic.-r Aus aller Wett. Deutschland. Ar-eilige« bei Darmstadt. Die Synagoge der hiesigen.israelitischen Gemeinde, die einer gründlichen Renovierung unterworfen war, ist nun soweit fertiggestellt und macht dieselbe infolge des neuen Verputzes einen recht schönen Eindruck. Schwerlich wäre die israelitische Gemeinde in der Lage gewesen, die Synagoge auf eigene Rechnung dergestalt zu errichten, wenn nicht ein Wohltäter, der der eigentliche Veranlasser war, sich erboten hätte, 500 Jk beizusteucrn. . . . - Zwingenberg. Die neue Synagoge ist nahezu fcrtiggestellt und soll Freitag, den 11. d. Mts., Nach-- mittags 2 Uhr feierlich eingeweiht werden. Karbach. Die feierliche Einweihung der Synagoge fand bei herrlichem Wetter am Donnerstag, den 3. und Samstag, den 5. Septbr. unter Anwesenheit einer zahlreichen Bevölkerung von in- und auswärts in freudiger undgehobener Stimmung statt. Alles prangte in Festschmuck. Die Synagoge war prachtvoll mit Kränzen, Fahnen und Wappen dekoriert. Se. 'Ehrwürden, Herr Distriktsrabbiner Nathan Bamberger in Würzburg hielt die Festpredigt. Seitens der Kgl. Regierung war Kgl. Bezirks-Amts - Assessor Korn, Markheidenfeld, erschienen. Die Solosänge, sowie das Dirigieren des geschulten Chores hatte Herr Lehrer Kissinger, Urspringen, in liebenswürdiger Weise übernommen. Bei dem sehr feierlichen Sabbatgottesdienst hielt Herr Lehrer Silbermann eine ergreifende und zu Herzen gehende Festrede, welche allgemeinen Beifall fand. Neuenahr, 26. August. Morgen geh' ich fort von hier und muß Abschied nehmen. Lien no va plus qne le temps. Ich hätte nicht geglaubt, daß es möglich wäre, an einem kleinen Platze auch diese Wahrnehmung zu machen und dennoch ist es so. Ein herrlicher Paltz in einer herrlichen Gegend und ich konnte es nicht begreifen, daß ich nicht schon früher hierher gekommen bin, um auszuspannen, um Erholung zu schaffen für die Nerven, für den Geist. Ich habe keinen Anschluß gesucht und dennoch kam ich nicht zur Arbeit. Im Kurgarten lernte ich u. A. einen Rabbiner Dr. X. kennen, der mir u A. sagte: „Mit der Zerstörung des Tempels habe die Existenz des jüdischen Volkes aufgehört.- Diesem Herrn möchte ich schriftlich Antwort geben: Bor mehr als 100 Jahren erschien in Offenbach von einem Anonymus ein hebräisches Werkchen, das den Bildungsgrad eines modernen Rabbinen folgendermaßen schildert: , Ein Kind aus jüdischem Hause, das Anlagen hat, darf studieren. Nach der Entlassung aus den Schulen kommt der junge Mann auf die Universität, hört Philosophie, Philologie rc. und kommt im Aller von 20 Jahren mit dem Di. phil., einer Brille und einem Bart nach Hause. Der Herr Dr. hat ein schönes Organ und die Mutter bestimmt den Herrn Dr., Rabbiner zu werden. Der Herr Dr. geht ein Jahr zu einem Gelehrten, lernt ein bischen Raschi, einen Traktat Mischna, sieht auch einen Band Talmud und kommt nach 1 Jahre nach Hause mit einem Wissen so groß, daß der Herr Dr. sich bedeutender als Moscheh Rabenu düntt.- So ein Urteil vor mehr als 100 Jahren. Herr Dr. 3-! Wissen Sie nicht, daß die Mission des jüdischen Volkes erst begonnen hat nach der Zerstörung des Tempels? Haben Sie die Sendung Moses von Schiller, der kein Freund des jüdischen Volles war, nicht gelesen? Dann bitte. (Sie haben doch wohl ohne Zweifel Schillers Werke in Ihrer Bibliothek),. lesen Sie diesen Aufsatz und Sie werden finden, daß nach Schillers Ansicht oder Meinung, wie wir sagen wollen: Das Erziehungsprinzip der Völker dem jüdischen Volke übertragen wurde. Ich habe es bedauert Herr Dr., daß ich nicht Herr meiner steien Zeit im Kurgarten war, denn ich hatte Dienst, sonst hätte ich Sie bekehrt. Wollen Sie doch die Güte haben, die Propheten zu lesen und wenn Sie zu belehren ind (bei aller Hochachtung vor Ihrem Wissen), so werden Sie doch wohl noch eines Besseren belehrt werden.- Wie mag es mit den Gemeinden und den Schulen bestellt sein, wo Lehrer den Religionsunterricht zu erteilen haben (Raw heißt bekanntlich Lehrer) mit solchen Grundsätzen? wo Rabbinen thäig sind, deren hebr. Wissen auf solchem Niveau steht? Man sagt mir, daß derartige Zustände in Norddeutschland leider sehr häufig zu finden sind. Was ist da zu tun? In Süddeutschland sieht es mit wenigen Ausnahmen nicht viel besser aus. Der einzige Weg. die Jugend zu retten, besteht darin, gute Lehrer auszubilden, ein richtiges Seminar zu gründen und dazu wäre Frankfurt a. M. der richtige Platz. Ich kenne bis zur Stunde keinen Platz, der so viele hochherzige Männer hat, wie Frankfurt a. M. Das richtige Wort am richtigen Platze gesprochen, bleibt nicht ohne Resultat. Ich bin der festen Ueberzeugung, daß, wenn die richtigen Männer die Sache in die Hand nehmen, in kurzer Zeit große Summen zusammengebracht werden, dieses Projekt zu realisieren. Die Zukunft des Judentunrs in Deutschland liegt darin, daß richtige Lehrer ausgebildet werden, die mit weltlichem und religiösem Wissen ausgerüstet, die Heranwachsende Jugend in die richtigen Bahnen leiten können. Ploni. Ludwigshafen. Die Weihe der renovierten Synagoge der hiesigen israelitischen Gemeinde wurde gestern Abend mit einem um 6 Uhr begonnenen Festgottesdienst vollzogen. Mit Gesang des Synagogenchors eingeleitet, wurden sodann die Thorarollen etc. von den Gemeinde-Aeltesten in die Lade gebracht und danach hiell Bezirksrabbiner Dr. Adolf Salvendi-Dürkheim die Weiherede. Er knüpfte an den beredtesten der Propheten, Jesaias, an und betonte die Würde des Gotteshauses als einer Stätte, an welcher der Glückliche im Gebet , den Dank gegen Gott Ausdruck geben, der Bedrückte sich in der Not an seinen Gott wenden soll, einer Pflegestätte regen geistig-religiösen Lebens. Der Redner dankte der opferwilligen Genieinde und ihrem Borstande für die Herstellung des schönen Gotteshauses und erniahnte die Gemeinde zu festem Zusammenhalt und zu gottgefälligem Tun. Der Gottesdienst, der nach Beendigung der Weiherede des Rabbiners, vom Cantor Wetzler weiter geführt wurde, schloß mit Gesang des Synagogenchors. Berlin. Der Verein zur Bekleidung armer jüdischer Kinder hat in seiner letzten Borstandssitzung wiederum die Mittel zur vollständigen Einkleidung von 26 Kindern im Aller von l\s bis 15 Jahren bewilligt. Alle vorliegenden Unterflützungsgesuche konnten leider nicht berückstchtigr werden. Es ergeht deshalb die dringende Bitte, den Verein durch Beittitt als Mitglieder (jährlicher Beittag 3 Mk.) oder aber durch Ueberweisung von Kleidungsstücken und Wäsche jeder Att zu unterstützen. Alles Nähere in der Geschäftsstelle des Vereins Siegbert Würzburg, W. 30, Eisenacher St. 8 I (Amt 6a 12 670.) Berlin. Der Leiter der von der Landes-Versicherungs-Anstalt der Provinz Brandenburg ettichteten Lungenheilstätte in Kollwitz bei Cottbus, Dr. Bandelier, hatte in medizinischen Fachblättern Inserate erlassen, in denen er für die Lungenheilstätte einen christlichen Assistenz-Arzt suchte. Der Zentral-Berein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wandte sich hierauf mit einer Beschwerde über die Ausschließung jüdischer Bewerber an den Vorstand der Landes-Bersicherungs- Anstalt. Diese Beschwerde enthielt, nach der Berliner Zeitung, das Ersuchen, Herrn Dr. Bandelier über das Unstatthafte der Ausschließung jüdischer Bewerber aufklären und ihn anweisen zu wollen, bei der Besetzung von Arztstellen in der ihm unterstellten Anstalt nur auf die bürgerlichen und beruflichen Eigenschaften der Bewerber Wert zu legen. Auf diese Beschwerde ist dem jüdischen Zenttal-Berein folgende Antwort seitens des Vorstandes der Versicherungs-Anstalt zugegangen: »Obwohl weder Ihre Legllimation zu einer derartigen Beschwerde anerkannt werden kann, noch dieses etwas Anstößiges in dem Inserat betteffend Ausschreibung der Asststenz-Arzt-Stelle der Lungenheilstätte- Cottbus gefunden wird, wird doch in Zukunft bei gleicher Veranlassung das Wort „christlichfortbleiben.- Berlin. Dispensation jüdischer Kinder vom Unterricht am Sonnabend. Es herrscht immer noch Unklarheit darüber, ob jüdische Kinder, die christliche Volksschulen besuchen, auch an den Sonnabenden zum Schulbesuch verpflichtet sind. Zur Aufklärung sei mitgeteilt, daß nach dem ministeriellen Erlaß vom Jahre 1894 jüdische Kinder, die christliche Volksschulen besuchen, auf Antrag der Eltern oder deren Stellvertteter an den Sonnabenden vom Schulbesuch zu dispensieren sind. Daß die betreffenden Kinder Gelegenhell haben, jedesmal dem Shnagogengottesdienst beizuwohnen, ist nicht Vorbedingung der Dispensatwn. Dagegen ist die Dispensatwn jüdischer Schülerinnen, die Privat-Mädchenschulen besuchen, nach der Ministettalverordnung vom 28. Januar 1893 am Sonnabend unzulässig. Gelegentlich eines Spezialfalles, in dem für eine jüdische Schülerin einer Privat- Mädchenschule von Seiten ihres Vaters die Dispensation vom Unterricht an den Sonnabenden beanttagt worden war. hat der Unterrichtsminister im negativen Sinne entschieden. Es ist in diesem Falle nur eine Dispensation von schriftlichen Beschäftigungen zulässig. Berlin. Dem Bureau des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes geht soeben eine gemeinsame Verfügung der Herren Minister der Justiz, der Finanzen und'des Innern an den Borland des Vereins »Jüdische Arbeiterkolonie und Asyl in Weißenfee bei Berlinvom 26. August d. Js. zu, wonach der die Rechtsfähigkeit berells besitzende Verein als milde Stiftung anerkannt wird. Dem Verein steht hiernach im gesetzlichen Umfange Befreiung von der preuß. Stempelsteuer, der Erbschaftssteuern und der Gerichtsgebühren zu. In diesem Erlaß darf wohl ein neuer Beweis der von den h ö ch st e n Staatsbehörden dem gemeinnützigen Zwecke des genannten Vereins gezollten Anerkennung erblickt werden. Neben diesem moralischen Wert ist aber auch der materielle nicht zu unterschätzen. Nunmehr können Wohltäter der Arbeiterkolonie Schenkungen und letztwillige Zuwendungen in beliebiger Höhe gewähren, ohne daß ein nicht unbeträchtlicher Teil (vier vom Hundert) dem gewollten Zweck entfremdet wird. Es ist dem genannten Institut zu wünschen, daß ihm nunmehr das Interesse unserer Philanthropen in erhöhtem Maße zuteil wird. Denn die Aufgaben der Arbeiterkolonie sind über den von den Leitern selbst gezogenen Rahmen weit hinausgewachsen. Statt der ür das Jahr 1903 veranschlagten Besetzung mit durchschnittlich 50 Mann, ist eine solche von 70 Kolonisten zu verzeichnen: so groß ist der Zudrang der Arbeitswilligen gewesen. Hinzu kamen noch durch mehrere Wochen 10 Flüchtlinge aus Kischinew. Es ist bisher gelungen, allen Schützlingen Beschäftigung zu verchaffen. Ueber die Bedeutung dieser sozialen Leistung brauchen wir uns an dieser Stelle nicht zu verbreiten. Man wird aber einsehen. daß die Bereinsleitung in gesteigertem Maße auf das Wohlwollen weiter Kreise angewiesen ist. Für den Verein bestimmte Geldsendungen und Zuschriften beliebe man an das Bureau des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, Berlin W., Steglitzcrstraße 85, zu adressiren. Beabsichtigte Naturalicnfpenden, insbesondere die sehr erwünschte Zuwendung von gebrauchten Kleidungsstücken, direkt melden der Jüdischen Arbeiterkolonie inWeißensee, Wörthstraße 20, Telefon-Amt Weißensee Nr. 192. Berlin. C h r i st l i ch - j ü d i s ch e M i s ch e h e n. Mischehen zwischen Christen und Juden bestanden Ende 1900 insgesamt 3969, wovon entfallen auf die Verbindungen: jüdischer Väter mit evangelischen Müttern 1855, evangel. „ „ jüdischen „ 1326, kathol. „ „ Mischen „ 337, jüdischer „ „ katholischen „ 335. Bemerkenswert ist bei diesen Ehen die verhältnismäßig große Zahl der kinderlosen: 2535 mit Kindern gesegneten stehen 1500 kinderlose Ehen gegenüber. Die Kinder dieser Mischehen gehören in weit überwiegender Anzahl einem christlichen Glaubensbekenntnisse an. Es sind gezählt worden: 3553 evangelische, 449 katholische und 1375 jüdische, diesen Ehen entstammende Kinder. Berlin. Der Israelitische Wohltätigkeits - Verein ,„Humanitas" hat den Zweck, seine Mitglieder und deren Angehörige zu unterstützen: 1. durch freie ärztliche Behandlung, 2. freie Arznei usw., 3. Geldunterstützung. 4. Mitglieder, welche mindestens zwei Jahre dem Verein angehören und für welche der Vereinsarzt eine Badereise notwendig erachtet, eine ansehnliche Unterstützung zu gewähren. Jedes Mitglied zahlt eine Einschreibegebühr, monatlich einen Beittag von 1.75 .,lk, sowie 25 Pf. für den Sterbefonds aus deni bis 200 Jk den Hinterbliebenen gezahlt werden. Der Verein veranstaltet z. B. der llnterstützungskasse 4 Festlichkeiten im Jahre. Die nächste findet im Oktober cr., bezw. 18. November statt. Meldungen um Ausnahme sind zu richten an den Vorsitzenden Buchdrnckercibesitzer S. Kunz, Rochstr. 15. Hamburg. Verein zur Unter st ützung bedürftiger israelitischer Familien an Sabbat- und Feiertagen. In der letzten Versammlung des Vereins, die unter Vorsitz des Herrn E. Calmann stattfand. wurde beschlossen siir das laufende Semester 40 Portionen ä 5 Pfund Fleisch und 5 Pfund Mehl, sowie 200 Porttonen ä 4 Pfund Mehl und 3 Pfund Fleisch, mithin 800 Pfund Mehl und 600 Pfund Fleisch zur Verteilung zu bringen. Diese Verteilung geschieht durch das Los dirett an die Bereinsmitglieder, welche dann diese Lebensmittel dirett an die bedürftigen Familien weitergeben, sodaß die Namen der Empfänger nur den Mitgliedern bekannt find. Außerdem ist aber von der Verwaltung für besonders bedürftige Familien noch eine weitere Anzahl von Pottionen besttnnnt worden, wofür die Ausgaben aus den dem Verein zusließenden Spenden, resp. Legatszinsen besttitten werden. Der Verein, der nunmehr seit 55 Jahren seine segensreiche Tätigkeit ausübt, und das gewiß anerkennenswette fstinzip verfolgt, der Not durch Verabreichung von ebensmllteln anstatt Geld zu steuern, ist leider nicht in der Lage, allen an ihn gestellten Anforderungen