Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 26 (1.5.1903)
- Date
- 1903-05-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2692297-2692298-2692323--00241-2694603- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2. Frankfurter Israelitisches Familenblatt. Nr. 26. Dienstag stattgefundenen Jubelfeier. Schon seit Wochen war ein aus ehemaligen Schülem bestehendes Komitee thätig. ein Fest zu arrangieren, das ein getreues Bild des Wirkens der Schule bieten sollte, und überaus glänzend hat Las Komitee im Verein mit dem Lehrerpersonal und den Schülern seine Aufgabe gelüst. Mit.eine»! akademischen Festakt ün großen Saale des Zoologischen Garten nahmen die Feierlichkeiten ihren Anfang. Eine dicht gedrängte, festlich gekleidete Menge füllte den int' Festesschmuck prangenden Saal. . Herr Jacob Rosenheim begrüßte namens des Schiurates die Vertreter der Behörden und die Gäste und gab in seiner formvollendeten Rede, die die Wege religiöser und patriotisch«: Gesinnung betonte, dem Wunsche Ausdruck, daß die Schule auch in aller Zu- kunst im Geiste ihres Gründers weiterblühen möge. Herr Provinzialschulrat Dr. Kaiser in Vertretung des Herrn Oberprästdenten, der infolge dringender Berufsarbeiten am persönlichen Erscheinen verhindert war, überbrachte die Grüße der König! Regierung und - gab einen geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung der Anstalt. Der Herr Schulrat rühmte die mustergültige Leitung der Schule seitens ihrer Direktoren, des verstorbenen Gründers, Rabbiner S. R. Hirsch, - seines Nachfolgers, Dr. Mendel Hirsch und des jetzigen Direktors, Är. Gerson Lange. Deni Ziel der Schule — allgemeine Bildung, verbunden mit streng religiöser Erziehung — habe die Regierung stets die größte Sympathie entgegengebracht, denn - die Regierung sei davon überzeugt, daß die Rellgivn die Grundlage jeder wahren.Bildung sei. Als ein Zeichen, daß auch Se. Majestät die Prinzipien der Schule ehre, und ihre Leistungen anerkenne, überreiche er im Aufträge Sr. Majestät den Leiden ältesten Lehrern der Anstalt, Professor Dr. Portmann und Professor Dr. Sulzbach den Noten Adlerorden IV. Klasse und dem Schuldiener Ernst das Allgemeine Ehrenzeichen. Im Aufträge des Gemeindevorstandes sprach Rab- ■- f bincr Dr. Breu e r. Herr Dr. Breuer erwies sich voll I und ganz als das Haupt seiner Gemeinde. Die christ- % lichen Ehrengäste, unter denen sich auch unser Polizeir Präsident befand, waren entzückt von der oratorisch | vollendeten Kraft und der reichen Jn.haltsfülle der j Worte des ehrwürdigen Redners. Einer der Herren s Ehrengäste meinte, die wunderbare Poesie und der jj, Wortreichtum, die aus dem Munde des Redners hcr- | vorsprudelten, müßten wohl ein Ausfluß des hebräif schen Sprachgeistes sein. — Der Redner wies darauf i hin, daß die Schule in der Zeit der jüdischen Re- | formbewegung entstanden und von Vielen als ein totgeborenes Kind betrachtet worden sei. Aber der Stein, den die Bauleute verworfen haben, sei zum .Eckstein geworden und'auch bei den staatlichen Behörden habe die Anstalt stets wohlwollende Unterstützung gefunden. So sei der Wunsch des Rabbi Smnson Raphael Hirsch in Erfüllung gegangen, daß die Schule den Kindern und Kindeskindern zum ewigen Heile gereichen möge. Bürgermeister Dr. V a r r e n t r a p p überbrachte die Glückwünsche des Magistrats! Die hohe Achtung, deren sich die Israelitische Religionsgesellschaft in Frankfurt erfreue, sei nicht am wenigsten zurückzuführen auf die Leistungen ihrer Schicke, ans der so viele hervorragend tüchtige Männer- und Frauen hervorgegangen seien. Der Magistrat sei davon durch- ' drungen, daß die Schule in ihren Zöglingen stets das Bewußtsein wach erhalten werde, Angehörige des großen deutschen Staates und Bürger unserer Stadt Frankfurt zu, sein. Nun betrat elastischen Schrittes Geheimrat Dr. Hartwig, Direktor des Kaiser Friedrich-Gymnasiums, eine imponirende, sympathische Erscheinung, das Podium. Beide Anstalten seien Wandnachbaren, sie atmen dieselbe Lust und dasselbe Licht falle in ihre Fenster hinein/ schon deshalb bestünde eine gegenseitige^ Sympathie.' Der Erfolg einer Schule sei bedingt : durch die Kraft des'Idealismus, der in ihr wirksam sei, und darum müsse man hohe Achtung haben vor einer Anstalt, die. den religiösen Gedanken zur Grundlage ihres Seins gemacht habe. Mcht unerwähnt wollen wir lassen, daß der Herr Geheimrat betonte, es freue ihn stets, wenn Zöglinge der israelitischen.Realschule zu seiner Schule »verträten, denn er habe die Erfahrung gemacht, daß diese die besten Schüler seiner Schule würden. Oberlehrer Dr. M i ch e l überbrachte die Grütze des Philantropin, einer Anstalt, die, wie Herr Oberlehrer Michel wohl in etwas überreicher Phantasie sagte, auf dieselbe, Grundlage gestellt sei und . denselben Zielen - entgegenstrebe und sich nur durch den Weg nach diesem Ziele unterscheide. Die Glückwünsche des Rektorenvereins überbrachte Rektor Hinkel, die des Frankfurter Lehrervereins * Rektor Schroth und die der israelitischen Volksschule, auch ein Kind Hirsch'schen Geistes, in Vertretung des Herrn Rektor Falk, Herr Lehrer Stern. Dann verbreitete sich Direktor Dr: Langhin zün- - dender Rede über die Ziele der Anstalt, allgemein menschliches und rein jüdisches Wesen mit einander zu vereinigen und legte dar, daß diese beiden Ziele sich nicht ausschließen, sondern ergänzen. Darum soll es die Aufgabe Der Schäle auch in Zukunft sein, gesetzestreue Juden heranzuziehen, die zugleich gute Bürger des deutschen Vaterlandes sind. Zum Schluß, kamen die alten Schüler und Schülerinnen zum Wort. Sie haben ihre Anhänglichkeit an die Anstalt durch eine Schenkung von SO 000 Mark bethötigt, die als Samson Raphael Hirsch-Stiftung die Erinnerung an das Jubelfest der Schule und an ihren Stifter wachhalten soll. In ihrem Namen überreichte Herr M. A. L o e b die Stiftungs - Urkunde dem Gemcindevorstand, .in dessen Namen Herr Hackend roch dankte. . Herr Schulrat Dr. Kaiser bestieg nun. zum zweiten Mal die Rcdncrbühuc, um mit wärmen Worten ein Hochauf den Kaiser auszubringcn. Mit dem Gesänge des „Heil Dir im Siegerkranz" endete die erhebende Feier. . - Am Nachmittag desselben Tages fand die; Festvoxstellung statt,. die über 4 Stunden währte, und die ein Publikum von etwa 1000 Köpfen im Saale des Zoologischen Gartens versammelte. Nach einem Largo für Violine (Robert und Klementine Schwarzschild) folgte ein von Fräulein Anna Ellern vorgetragener Prolog, dann ein Festspiel, welches -schilderte wie die jüdische Lehre (Ernestine Mosbacher) nach Frankfurt kommt und hier von den verschiedenen Wissenschaften, Philosophie, Pädagogik u. s. w. unterstützt, den Zeitgeist (Moritz Goldschmidt) bekehrt. Der Prolog und das Festspiel haben Herrn Perez Posen zum Verfasser, den Dichter der. Religionsgesellschaft, den fein empfindenden Kunstfreund und Denker, den Krankheit leider in seinen vier Wänden gefangen hält. Leiter der Aufführungen war Herr Max Bayrhammer. Er hatte sich auch der schweren Aufgabe unterzogen, den zweiten Aufzug von Otto Ludwigs „Maccabäer" auf die Bühne zu bringen, und hatte dafür eifrige und begeisterte Mitwirkende gefunden, unter denen der Juda (Arthur Rosenheimer) besonders hervorragte. An die wild bewegten Auftritte zwischen Juden und Syrern schloß sich in wirksamem Gegensatz das Gespräch zwischen Thekla und der Gräfin Terzky aus deni dritten. Aufzug von Schillers „Piccolomini". Die beiden Darstellerinnen (Rosi Mayer und Martha Schames) gaben ihre Rollen so gewandt und verständnisvoll wieder, daß sie wohl ein halbes Dutzendmal an die Rampe gerufen wurden. Nun kam' eine neue Abwechslung. Etwa fünfzig Schüler und Schülerinnen, von den kleinsten bis zu den größten, erschienen in malerischen Hirtentrachten auf der Bühne und führten unter Leitung des Gesanglehrers Herrn Wahl die Rombergsche Kindersymphonie auf. Der Eifer der Keinen Musikkünstler wurde ebenfalls durch rauschenden - Beifäll belohitt. Den Schluß bildeten sechs Lebende Bilder, nach den bekannten Oppenheimschen „Bilder aus dem jüdischen Familienleben". Damit endete die selten genußreiche Ver- -cktaltung. Doch wir »lochten nicht schließen,-ohne je. Mannes zu gedenken, der, in seiner Bescheidenheit-dem Publikum verborgen, unendlich viel zu dem glänzenden Gelingen: der gesamten Veranstaltung beigetragen hat; wir meinen Herrn Dr. Bon di, den Liebling seiner Schüler, den Freund aller derer, die jemals mit ihm in Berührung getreten sind! Den Abschluß der Feierlichkeiten bildete am Dienstag Abend ein Festessen in der Frankfurt- Loge, an dem etwa 400 Personen teilnahmcn. Durch den Vertreter des Festkomitees, Herrn Bock, mit einem Kaiserhoch eröffnet, brachte.das Fest, von den kulinarischen Genüssen abgesehen, wiederum eine große Reihe anregender Reden, die den Sinn der Jubelfeier nach den verschiedensten Richtungen beleuchteten Herr Rabbiner D r. B r e u e r weihte sein Glas der Schule, dem Lieblingskinde der Gemeinde, das unter der ttefflichen Leitung des . verehrten Direktors Dr. Lange wohlgeborgen sei. Letzterer toastete in geistvoller Rede auf die Gemeinde, als deren Mesüsa- Schrist die Schule gelten dürfe. In seinem und des Kollegiums- Namen gelobte er, 'mit dem Einsatz aller Lebenskraft tteu und unermüdlich an dem hehren Werke der die Zukunft der Gemeinde bedingenden Jugcndbildung weiterzuarbeiten. Herr Aron Wolf feierte Herrn Rabbiner Dr. Breuer als würdigen Nachfolger Hirschs. Namens des Schulrates gab Herr Ro senh e im der Anerkennung der Schulverwaltung für das Wirken des Lehrerkollegiums Ausdruck, das gleich einem Orchester mit seinen Instrumenten eine Fülle verschiedener Lehr-Jndividualitäten in sich berge und das, dank der liebreichen und doch ernsten Leitung seines ttefflichen Kapellmeisters, Direktor Dr. L a n g c, harmonisch zur Lösung seiner hohen Aufgabe zusamnienwirke. So gelte das heutige Fest dem Direktor und den Lehrern. Nachdem Herr Prof. Dr. Sulzb ach namens des Lehrerkollegiums, HettBaruch für die ehemaligen Lehrer gedankt, regte Herr M.A.Loeb die Gründungeines Vereines an, der die in gleichem Geiste erzogenen ehemaligen Schüler und Schülerinnen in der Pflege einer edleren Geselligkeit zusammenfasse. Je mehr die Gemeinde wachse und je vielfältiger sie sich auch sozial differenziere, desto notwendiger sei es, durch die Schaffung zeitgemäßer Sammelpunkte der Gefahr einer Entfremdung und Zersplitterung vorzubeugen. Ueber das Wie der Ausführung wünsche das Komitee der S. R. Hirsch-Stiftung die Meinung zahlreicher Freunde zu hören und, es bitte alle, denen die Anregung sympathisch sehsich mit ihm in Verbindung zu setzen. Noch dankte Hevc Louis Feist namens der Gemeindeverwaltung all dm Ausschüssen und Einzelpersonen, die sich um das Gelingm des Festes verdient gemacht. worauf eine-prachtvolle poetische Ueberttägung von Jbn Esras Zom'o Nafschi als Ueberleitung zum Tischgebet gesungen wurde. An die Festtafel schlossen sich außer kleineren Vorträgen zwei stimmungsvolle Festspiel« Das erste, „Jeschuruns Sieg" (Verfäffer Herr Max N e n b e r g e r), brachte die Erinnerung an Rabbi Jochanan ben Sackai, den Gründer des Lehrhauses zu Jabne, in wirkungsvoller und dabei unaufdringlicher Weise mit der Persönlichkeit S- R. Hirschs in Verbindung und klang in eine Apotheose des großen Mannes aus. Mitten in die Gegenwart führte der darauf folgende Schwank: „Babel und Bibel" von Dr. Bondi, eine geistsprühende Satire auf Delitzsch mit Seitenblicken auf manche andere Verwirrung unserer Zeit, das alles sub sxeois aeterai ganz im Geiste S. R. Hirschs bettachtet. Gespielt würde vorzüglich; wir heben besonders die Darstellerin der Anna Rothe, Frl. Kann, . die Sprecherin des Prologs, Frl. Schwarzschild und die Darsteller des Räbbi Jochanan ben Sackai und des Hammurhabi, Herren Max Cr am er und und -Karl B a er, hervor. So klang die ernste Feier heiter aus; aber es war der Humor Jean Pauls, der aus den Tiefen einer geläutetten Weltanschauung dringt, der Schule würdig, die voll Emst und Heiterkeit auf ein.Halbes Jahrhundert zurückblicken darf. ' y'j - X s - SS ■'V Mein armes Volk. \ N y* ''' *S"A*V Wachet auf, ihr Schläfer! Ermannet euch, ihr Feiglinge! Lasset die Zwietracht schwinden, ihr, die ihr euer Judentum abschüttclu möchtet, die ihr Gleichgültigkeit gegen den Glauben eurer Väter, Lieblosigkeit gegen euere Brüder heuchelt! Euer Judentum, cs ist die reinste Blüte edelsten Menschentums und euere Brüder, sic sind fest an euch gekettet, gekettet durch die gleiche Leidensgeschichte, gekettet , durch die gleiche Geschickesbestimmung. Was euere Väter mit dem Blute ihres Herzens geheiligt haben, die Religion, die der Menschheit Gott, Gerechtigkeit, Sittlichkeit und Menschenliebe gegeben hat, euere Priester haben sie verkauft, denn euere Priester sind Krämer, die da feilschen um den Pfennig und dienen den Götzen von Gold und Silber. —. Schon richtet der Feind sein Bollwerk auf, schon kommen die Delitzsch und sprechen euerein Judentum die Originalität ab und rufen hinaus in die Welt mit lanthin vernehmbarer Stimme, daß euer Heiligtüin, für das ihr Jahrhunderte lang gelitten habt, in der finstersten Völkernacht, mitgenommen sei von eueren Urahnen bei ihrem Auszug aus — Babylonien. Und es. kommen nicht nur die Gelehrten, es kommen auch die Ungelehrten, um gegen euere Religion zu kämpfen. Sie, die da schweigen, wenn das Wild zu Tode gejagt wird,' sie können es nicht mitansehen, wenn euere Schächtbeamten nach den Satzungen euerer Religion mit einem schnellen Schnitt ein Tier augenblicklich'töten und thränenden Auges verlangen, sie, ihm vorher mit schwerem Beile einen Stoß vor den Kops zu geben. - Brüder, werfet euer Judentum nicht wie eine leere Äehre achtlos bei Seite, voll ist jede -Schale in ihm und giebt das Brot, durch das ihr lebet,'lebet,: um Kraft zu gewinnen, auf daß ihr als geistig und sittlich gesunde Menschen, tteu eueren Beruf erfüllet als im Ebenbilde Gottes geschaffene Wesen. Und wenn ihr Kraft gewonnen habt, dann wird auch wieder die -Liebe hervorsprudeln aus. euerem Herzen, .die Liebe zu eueren Brüdern auf dem ganzen Erdenrund. Lasset euch äufrütteln! Kurz ist das Leben; warum wollet ihr schlafen, warum eueren Leib mästen, warum euere Taschen füllen? Sehet ihr nicht den gewalttgen Blitzstrahl, der von Osten her herüberzuckt, höret ihr nicht den krachenden Donnerschlag, der vom Oste» her die Luft durchschmettert? Im Osten, im mächtigen Czarenreiche, wo die Hälfte aller euerer Brüder im Elend ihr Leben ftistet, im Osten, ist plötzlich wieder finstere Nacht geworden. Schon wollte sich der fahle Schein des. beginnenden Tages aus dem Dunkel herausschleichen, da packte ihn, ehe der Gedanke, zur Thät ward, mit starken Fäusten seine Meisterin)' die Nacht.- " - Habt ihr vor einige» Monaten gelesen, daß die russische-Negierung in weiser Einsicht das An, siedelungsrayon, in dem das Unrecht der Gewalt euere Brüder eingepfercht hat, erweiteren wolle, daß die russische Negierung plane, ihren jüdischen Unterthanen Rechte einzuräumen? Habt ihr es gelesen und habt ihr euch gefreut ob der Zeichen der beginnenden Menschengesittung im barbarischen Czarenreiche? Nun — die Freude war umsonst. Wie die Katze mit der Maus spielt, so spielte der russische Leu mit euch. Warum? Glaubt er nicht auch an Gott und seine vergeltende Gerechtigkeit? — Ich weiß nicht; ich weiß nur, daß der Czar eine Kommission eingesetzt hat, die die Rechte der Juden, .Grund und Boden zu erwerben, beschränken-soll und daß die Beratungen, aus deren Protokoll der) „Welt" Auszüge vorliegen, die recht- und schutzlose Lage unserer Brüder in ihrer ganzen Grauenhaftigkeit grell, beleuchten. Wohl sagte der Finanzminister. Witte-in seinen Ausführungen: Was das Wesen der neuen Gesetzes-- Vorlage betrifft, so muß gesagt werden, daß keine, Erwägungen die Schaffung eines .Gesetzes-rechtfertigen können, welches durch seine schweren Beschränkungen der Rechte der Juden großen ökonomi-