Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 25 (24.4.1903)
- Date
- 1903-04-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2. MvMlÄerMraEüscheS/Familettblatt: -Rr. S8. dygte./ /HerrHeersses, der .Wein und- Pöckelflessch spinidiert hatte, übernahm die- Würde -rineS;§aii&» hörrn für. ./den/Seder und betrat älS solcher/zuerst das festlich geschmückte Offizierszimmer, «in dessen Thüre/2 Schildwachen Posten gefaßt hatten, um das Dazwischenkommen ungeladener Gäste zu verhindern. Das Fest nahm einen würdigen Verlauf, unddieMänrier, die eS zustande gebracht haben, verdienen alle Anerkennung für ihre/menschenfreundliche Thai. / Mer' auch herzlicher Dank muß beri Militär« Worden gezollt werden, die sich als. echte Holländer/gezeigt und so', wieder einmm. bewiesen haben, daß Hollaich. das klassische Land. der Glaubensftei? heit ist. / -' -''. /':./-/.../ ‘.. . "// /' ...',/./ Lie. Dntstehuög derjMschevLrame». ' Bekanntlich hatten die'Juden im vorigen Jahrhundert noch keineFamiliennamra, sic hielten noch an dem altem orientalischen Brauch fest, nach dem jeder bloß mit dem eignen Vornamen und dem des Vaters 8enoaint wurde. Höchstens siigten sie noch den hebräihen Namen des Landes bei; aus dem sie eirigewandert waren, z. B Mosche den Avruham Aschlenafle, Moses, der Sohn Mrahänis aus Deutschland. Rücksichten der Zivilisation,' die Erhebung von Steuern, Verwaltung und Gerichtspflege, forderten Beseitigung söchec Zustände. Darum trug Joseph.D. seinem Hofkriegsrat auf, binnen zwei Jahren , die nötigen Maßregeln durchzuführen. Es wurden Kommissionen aus Offizieren -ernannt, welche mit der Namengebung beauftragt wurden. In Fällen der Weigerung wurde mit Mengen Strafen gedroht! ' Ein panischer Schrecken fuhr unter die- Juden,- ' die eine große Abscheu gegen die «heidnischen^ Nautev hatten, die sie rieften ihren «heiligen" hämischen tragen sollten. 'Wie tief dieser Abscheu wurzelt/beweist die Tatsache, daß sich die orthodoxen Jridra in Galizien noch heute in gewöhnlichem'Beikehr nie -ihres Familiennamens bedienen und ihn nur rilit Widerstreben nennen. Die meisten hatten auch , genügenden Grund dazu. M war Nämlich dm Offizieren in d« /Instruktion untersagt worden, häufig gebrauchte Namen , wie Müller, Meier zu gebrauchen, dagegen angeordnet, solche Namen zu wählen, die «möglichst große Besonderheit" haben, auch sollten sie viele Familiengruppen bilden und wiederholte Wahl desselben 'Namens in ihrem Bezirk vermeiden. Wünderbare Gebilde, die nun zum Vorschein kamen! Väter und Söhne erhielten, um möglichst viele Gruppen zu' bill>ep, verschiedene Namen. In einem Protokoll heißt es: «Vorgcrufen wird der Jud Eliuser, Sohn des Naphtali, an die- 50 Jahre alt, Spitzname: der Lähme, hat rat Eheweib Nebekkche ritib Töchter Gitel, wohnt in eignem Häusel am Waffel betreibt Talmudlehre und Bibelschreiben. Wird befragt^ wie er heißra wöW: Gibt keine Antwort. Wird ihm für ' sich - und ehemalige Nachkommen der Name Weinstein ausgetragen." ' «Der. nächste Heißt.Blaustein, der dritte Grünstein, drr L>ierte' Steingrün, der fünfte Steinblau."! ' / . Unter den jüdisch-deutschen Namen, die auf solche Weise entstanden snid, führt K. E. Franzos, der Ver faffer. von .Müs Halbästen" die folgenden an: . Drachenblut, Ochsenschwanz, NachWfer, Ladestockschwinger, Pulverbestandteil, Teurperaturwechsel, Eselskops, Rindsküpf, Gottlos, Notleider, Geldschrank, Diamant, Smaragd, Karfunkel, Edelstein, Goldadler, Galgenvogel, Galgenstrick, Totschläger, Lunge, Taschengreiser, Durst, Hunger, Fresser, Säufer, Trinker. Weinglas, Schnapser, ^Schmetterling. Elefant, Nashorn, Pferd, Maultier, Maulwurf, Wanzraknicker, Saumagra, Küffemich, Groberklotz und ändere. Daß man manchmal,/ z: . B- - bei Gerichtsviühandlungen, wunderbare Namenzusanmrrastellungen zu hören bekommt, ist wohl begreiflich. Da wurde im Herbst 1878 emeJnjurienklage verhandelt, bei/welcher Kläger, Beklagte und Zerren sämtlich am Salzgrtes wohnhafte Indra <aus dem Osten des Kaiserstaates waren. Moses Pulver- Lestandteil und seine Gattm ReÜeRä geborene Rebrarimrzel, HänLM .mü. nach ritueller Vorschrift geschlachteten Gänsen, klagten gegen ihre Konkurrenten, öen Chaim.Maschinendraht und dessen Ehegattin Inst geborene Blumenchal,. wegen Ehrenbeleidigung, resp. Geschäftsstörung, weil Liese letzteren , das Gerücht verbreitet, die Firma Pulverbestandteil verkaufe äuch.solche Gänse, derea Gennß orthodoxen Juden nach dem Speise^ esetz nicht gestattet sei. Als Belastungszeugen fungirtra ierbei: Nachän Feingold und dessen Gattin Rosel, geborene Nußknacker, die Schwester des öfteren Sarah Ichnlklopfer, geborene Feingold und Schwester der -räu . Nathans, Mirjam Weisheitsborn, geborene ßknacker. Hingegen wurden von den Angeklagtra als Entlastungszeugen angeführt:. Joseph Ehrlich, Simon Goldtreu und Rubra Reinwascher. / , (Aus Andrer: «Zur Volkskunde der Juden"). ‘ / Nachdruck erwünscht.; M«e Mtvalmor-veschuldigung vor Ivv Jahre». Zu den Vorurteilen, welche trotz der forsichrei. tenden Aufklärung sich wie eine, unheilbare! Krankheät vonGeschlecht zu Geschlecht forterbeu, gehört in ■ajiet Reihe auch das Vorurteil des Ritüalmörds ober hie Beschuldigung, daß die Jude» oder eine Sekte, derselben zu rituellen Zwecken, besonders bei Gelegenheit Ihres Pesachjestes, LhrlsteublntgeLrauchen. Ehemals zwar> Lm 2. und Z. Achrhuudert unserer Zeitrechnung,! dawäre» esr-die 'Nrchenväier, -welchel'i;, ihre./Religion verteidige« .mußten - gegö«überck»o B'v» schüldigung/ desi-.Wtualmordes,/ die von heidnischer iMiri: gegen; Las Christentum erhoben wurden. Seit depi. '13. Jahrhundert: wurde nun; diese Wahnwitzige Verleumdung bald hier und balb dortinirgend einem Winkel der Erde. gegen: die; Juden/, gerichtet und,. dadurch /unsagbares -Elend über; sie! -gebracht. Heinrich Keine's fragmentarische Dichtung;,Der Rabbi von Bacharach" giebt ein ergreifendes Bild von < den panischen;;Schrecken, welche,um die Osterzeit /durch das;.Märchen,.v.om; Ritüalmord': in den/Judengassen des Mittelalters verbreitet; wurden. Daßaber auch noch in misern -Tagen das -Gespenst deS' krassesten Abergläubens .in, weiten Kreisen des Volkes umgeht und die- Massen, wahnbetört, das beweisen die.noch nicht vergessenen Afsairen von Tanten und Könitz: . I«.; einer solchen .Zeit; dürfte es /leider - nicht unzeitgemäß sein, aus staubbedeckten Akten eine „Asfaire" auszugraben, die sichjetzt vor-genau..100 Jahren in dem damals unter preußischer Landeshoheit stehenden Gebiete von'Bayreuth zugetragen, um an diesem Beispiel, zu zeigen, wie durch das rasche und energische Einschreiten von Behörden das Aufkommen solcher.verhängnisvollen Anklagen im Keime unterdrückt werden können. Die „Afsaire" ist, kurz erzählt folgende: - "/.-, Im März 1803 verschwand in der Nähevon Neustadt a. Aisch ein christliches Kind im Alter von 2 Jahren. Nach.12 bis 13 Tagen wurde dasselbe/auf einem . Acker tot aufgefunden. Nach Aussage des über: die stattgehabte Sektion aufgcnommenen Protokolls war das Kind einfach erfroren.. Das.,.verhinderte aber nicht das Entstehen des Gerüchtes, daß das Kind das Opfer , eines Ritualmordcs geworden- Wie . ein Lauffeuer verbreitete sich die .Schauermähr, in der ganzen Gegend. Vergebens war. die Intervention der lokalen Behörden, vergebens waren die. aufklarendcn Vorträge der Prediger auf den Kanzeln.; Das Volk ließ sich den einmal gefaßten Glauben nicht nehmen. Aufreizende Pasquille wurden gegen die Juden'verbreitet und kein Jude, der sich aus den Straßen zeigte, war mehr seines Lebenssicher, bis endlich die Knltusgememdc von Bayreuth im Interesse ihrer bedrohten Glaubensgenossen mit einer dringlichen Bittschrift an -die Majestät des Königs von Preußen sich wandte und dadurch, die Provinzialbehörde zu Ergreifung energischer Maßregeln veranlagte.. Von diesen Maßregeln verdient das folgende Publicandum, Las wie ein-kalter Strahl auf den entstandenen Brand der Leidenschaften wirkte, zur Kenntnis der Mitwelt gebracht zu werden: , Es ist der Unterzeichneten Landes Polizey-Stelle zur Kenutniß gekommen, daß zwischen den christlichen Unterthanen und jüdischen Eingesessene» zu Uhlstadt und Suggenheim im Neustädtcr-Äreise darüber Mißhelligkeiten entstanden sind, daß inan den Gedanken gefaßt, es scy der im letzt abgewichenen Monath März vermißt und nach' einigen Tagen auf 'einem Acker tod gefunden wordene 2jährige lKnabe des von Frankenstcinl. Pächters Matthäus Makel auf - dem Buchhof ohnweit Uhlstädt von Juden Behufs der Feyer ihres Oster-Jestes ermordet worden. Je thörigtcr dieses längst widerlegte Vorurtheil einer intoleranteren Vorzeit schon an sich ist und so wenig dessen Fortpflänzung dem gegenwärtigen helleren Zeitalter zur Ehre gereicht, desto weniger hätte man in' dem vorliegenden Fall, wo durch eine gerichtliche Untersuchung des Kindes die Ucberzcugüng gegeben wurde, daß dässelbe ans dem Felde erfroren ist, erwarten, sollen, daß jemand auf'diese unvernünftige Bermuthung verfallen und sich in solcher so weit verliehren und zu solche« Ausschweifungen -verleiten lassen könne,'wodurch sogar die öffentliche persönliche Sicherheit der jüdischen Bewohner jener Gegend in Gefahr zu kommen scheint. , Es kann diese veranlagte Ruhestörung wohl nur allein.das Werk einzelner boshafter Menschen seyn, die vom Haß-gegen einzelne jüdische Glaubens-Genoßen angetrieben, Rache üben und dazu, andere leichtgläubige Menschen mißbrauchen und irre führen wollen, ohne zu überlegen, welches Ungemach sie sich selbst und anderen dadurch bereUcn. - Die Allsmittelung dieser Ruhestörer wird indessen den Polizey — vereinigt mit den Justizbehörden nach 'den bereits gegen. sic vorliegenden Anzeigen nicht schwer-und es wird eines jeden Theilnahme an der Dache nach -dem Grade seines Verschuldens mit aller Strenge der -Geseze geahndet werden, welche Strafen um so empfindlicher werben müffen, als dabey Vergehungen auf Bergehungen gehäuft worden sind.. Indem dieses hierdurch zu/jedermanns Wisse«, fchast öffeptlich bekannt gemacht und. zugleich jeder dortige christlirhe Einwohner ernstlich gewarnt wird, sich nicht die .mindesten tveUeren Mänhrngen gegen die jüdischen Eingesessenen zu erlauben; so verhost chie Konigl.; Kriegs- und Domainen-Kammer, daß dieser?Varnung Gehör gegeben und durch/ein entgegen gesezhes Benehnien, welches überdteß eine Widersezlichkit gegen obrigkeitliche /Verfügungen bezeichnen und den Gräd der Strafbiuckeit erhöhen würde, nicht die Nothwendigkeit werde veranläßt werden, daß die den Unterbähördeu des Kreises, wegen ihres Wellern Verfahrens gegebenen ernsten Instruktionen '}um Vollzug gebracht wüdeu müssen. Gegeben/Bayreuth den 85. April-1803. KSnigl. Pre«ß..Krieg'Sand Domaineri- . - - / Kammer. MKWM Deütschja«». 'Kpä»ks«rtjri. M,.^Bezüglich -der/ SchachtverSote erfahren./wir noch FMendes: Auf.eirie.Eingabe. hin, welche /auf ' Dexanmssung. /eines Halberstöbter Hechn durch Lrn.ZerMacherÄN',oefttscher.Stäätsbürger versaßt und dem Magistrat in/Aschersleberi/.eingereichh wurde, . sgh-' sich 'dieser iüMsche«'/ v.ermiüWrsn,/einL enchrite Prüfung der'Frage dxs SchachÜierböts einzütretem:« './Grotz-Zimmern. Am..7,'/Nissan-Verschied/Hier im '81..'Lebensjah're-Mn.Manu,/dev. es verdient, in diesen ,Blättern erwähnt zu werden. Maier Lehmanch ein einfacher, bieüerer.Charakter, ein. Jude Vom! alten Schlag, der niit. Treue, und Eewissenhäftigkeit/ dem G.läübett' der Väter. anhing, - erfreutesich in .weiten Kreisen des höchsten Änsehensi .Jn'guten Verhältnlssett lebend, hatte er stets-Än offenes Haus, für Armch ein ftrandltches Wärtfür'Bedürftige. , und . wird mau ihm. deshälb in unserer Gegend,ein bauerndes, ehrendes Andenken bewähren. ' . . , . "; Berlin. Die «Kreuz-Zeitung" schreibt aus P a - lä stina:. «Die aus Württemberg nach Paläsllna ausgewanberten T e mp l er zählen in ihrer ältesten Kolonie Haifa-^(gegründet 1869) noch 70 .Familien mit 36» DeHen,,,!in -Jaffa 43. mit- 234 Seelen, in. dem nahe gelegenen Sarona 52 mit 236,. in Jerusalem selbst 206 /Seelen, also. zusammen 1116 Seelen. Eine neue Kolonie ist in Ramie an der .Bahn von Jerusälem nach- Jaffa im Entstehen.. Die Templer,sind weitaus das stärkste 'evangelisch-europäische Element in Palästina. - Ihr .zäher Fleiß, ihr/ .land- , wirtschaftliches /Geschick, ihr wirtschästlicher Äufschwüng werden allseitig anerkännt. Auch Kaiser Wilhelm -H.- hat bei .seiner Halästinafahrt. sich sehr lobend/über,'sie ausgesprochen.; Der allerdings nur geringe Export Palästinas liegt in ihren Händen; er beschränkt .sich-in der Hauptsache auf die Erzeugnisse ihrer Pflanzungen in Palästina, besonders Wem . und.Orangen — Infolge d^ Wachsenden.Handels mit Moäb ist auf dem toten Meere eine Danipfbarkaffe in Verkehr gesetzt: die.Güter und Passagiere nach der Missionsstätion Kerak <dem alten Kir Moab) befördert Diese im sich abgelegene Station ist dadurch mit dem Weltverkehr in Verbindung gebracht.- Auch die längs der Pilgerstraße von Damaskus nach MeRa im Bau begriffene Telegrapherilinie ist vis Kerak-fertig. Die in derselben Richtung geplante Eisenbahn chreitet langsamer vor, sie ist'erst , etwa östlich vom See Genezareth in Haurun angelangt; die unter den chlecht ernährten Arbeitern ausgebrochene Cholera häft den Bau auf. Von den ungefähr 50000 Einwohnern I eru sä lem s sind rund 30 000 Juden,-10000 Christen,-' und nur 10000 Muhammedaner.- Von den,Christen gehören etwa die Hälfte zur griechischen Kirche. — Der Zionismus ist derzeit die für das heilige Land wichtigste Bewegung. Bis zum Jahre 1875 belief, sich die Zahl der Juden in Palästina auf nicht mehr als 30000 Seelen, die fast ausschließlich spanisch sprechen. Seitdem ist ein starker Zufluß aus Osteuropa gekommen, besonders aus dem südlichen Rußland, so daß es heute 70—100 000 I u d e n i n P a l ä st.i n a giebt. Für diese meist ein verdorbenes „Judendeutsch" sprechenden Einwanderer sind 51450 Ackerland gekauft und. darauf 20 Dörfer und 13 Pflanzungen angelegt worden. Der Zionismus plant nun nichts geringeres, als Palästina dem Suftan abzukaufen und dort ein mehr oderweniger unabhängiges Staatswesen spezifisch jüdischer Art emzurichten. Er rechnet dabei auf die beständige Geldnot der Pforte einerseits und die unermeßlichen Schätze der Rothschild, Hirsch, Montefiore u, s.. w. andererseits. Er ist lediguch eine national-jüdische Bewegung, bei der das religiöse Moment kaum eine Rolle, spielt. Palästina ist aber, nur für ein zähes Ackerbau-. Volk ein wertvoller Besitz, und nur der Schweiß unermüdlicher Arbeit vermag die Wüste wieder in einen Garten. umzuwandeln. Deshalb sind alle jüdischen Kolonisationsversuche in Palästina seither gescheitert." ' Auf die jüdische Geld-Aristokratie kann der Zionismus wahrlich nicht rechnen, denn diese hat mit geringen Ausnahmen kein jüdisches Interesse mehr. Ueberhaupt ist däs Solidaritätsgeftihl, welches. unsere christlichen Mitbürger bei uns Juden annehmen, , nicht vorhanden- Auch daß. die Koionisationsversuchc seitens -unserer Brüder bisher gescheitert sind, entspricht nicht dra Thatsachen; es sind seit den letzten Jahren genug Beweise vom Gegenteil da. ,. Wir, verwiesen nur auf den immer mehr zunehmenden Weinexport.; ' Berlin. Ein Berband jüdischer Turnvereine mit zionistischer, Tendenz ist ins Leben gerufen. worden. Seine Mitglieder gehören hauptsächlich studentischen Kreisen an. / - .'-//' - Berlin. - Eine Stiftung -von 25,000 Mark hat Justizrat Apolaut in Berlin begründet; eS sollen daraus Juristen jüdischen Glaubens unterstützt werden. - -Berlin. Moritz Lazarus, ordentlicher Profeffor an der Universität Berlin, der Mitbegründer der Bölkerpshchologie ist gestern in Meran, wo er seit seinem Rücktritte vom Lehramte seinen Ruhesitz hatte, gestorben. Lazarus wurde am 15. September 1824 zu Filchne in: der Provinz Posen als der Söhn eines in seinen Kreisen hochgeschätzten raübinischen Gelehrten geboren. 'Er erhira seine erste Schulbildung in seiNer-Helmat^ stabt. Nachdemer kurze Zeit 'Käuftnannslrhrung gewesen war, wurde eS ihm - möglich, ' sich dadurch