Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 13 (30.1.1903)
- Date
- 1903-01-30
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. dem jüdischen Stammesgenossen „blies er seinen göttlichen Hauch ein" (1. B- M. 2. 7.) — und dieser Gott wäre nur ein Gott des jüdischen Stammes, der jüdischen Nation! Es webe, nach dieser Lehre, nicht derselbe göttliche Hauch in dir wie in mir! Du tragest nicht dasselbe göttliche Gepräge als ich, wärest nicht zu gleichem Gott nachstrebendem Wirken geschaffen als ich! Nur mir wäre Gottes Erbarmen und Liebe nahe, du aber wärst ausgeschlossen, .schon durch deine Abstammung ausgeschlossen aus dem Kreise seiner Liebe! Nach dieser den Menschen adelnden jüdischen Lehre!! Und die jüdische Lehre, die Lehre des jüdischen Stammgottcs kennt keinen christlichen Sündenfall und keine Erbsünde, durch welche dieses Gepräge göttlicher Bestimmung, diese Hoheit des Menschenzieles und die Fähigkeit sie zu erreichen schon irgend einem Menschen irgend einer Zeit von Geburt an versagt wäre. Noch in der späteren Zeit, in der Bollfülle jüdischer Nationalität. während ringsum alles in den Banden asiatischen Götzenwesens gefesselt lag. tönt das Lied des jüdischen Nationalsängers (Psalm VIII! von der Verherrlichung Gottes auf der ganzen Erde, von der Begründung seines Reichs durch den Mund der Kinder und Säuglinge Menschen, von der göttlichen Hoheit und Würde des Menschen selbst in seiner Verirung und Schwäche (Enosch.)! Ist ferner der Inhalt der ersten elf Kapitel der Genesis ein anderer als der, der ganzen Menschheit? Zeigen sie uns nicht den jüdischen Stammgott als den Vater, Lehrer, Richter, Erzieher des ganzen Menschengeschlechtes, als den Lenker der Entwickelung der Menschengeschichte, als den Verteiler des Menschen über die Erde? Freilich zeigen uns die wenigen Züge, die uns in diesen Kapiteln von den ersten Gängen des Menschengeschlechtes ausbewahrt sind, dieses nur in seinent allmäligen Entfernen von seiner heiligen Menschenbestimmung und von der Verehrung des Einen Einzigen Gottes Wir werden damit eingeführt in die Geschichte eines Stammes, dessen Schicksale und Beziehungen zu diesem einen Einzigen Gott, der vorzugsweise Gegenstand dieser Bücher fortan ist. Aber wirft darum, nach der Lehre dieser Bücher, dieser Gott, der bis dahin als der Gott aller Wesen, als der Gott aller Menschen erschienen, plötzlich alle diese universellen Beziehungen ab und wird — der beschränkte Nationalgott eines S t a mm e s, ja, was sage ich, der beschränkte Hausgott eines einzigen Mannes? Denn einer war ja Abraham nur, als Gott ihn aus Chaldäa rief. Ihm zu folgen, wohin er ihn führen werde. (Jeseia 51. 2.) Wir sehen vielmehr Ihn, „den Gott aller Geister, allen Fleisches" (IV. B. M. 27. 16), den Gott aller Menschen, den unablässigen Erzieher der Gesamtmenschheit, nur zum Zweck dieser Erziehung der Gesamttnenschhett, einen Mann aus der Mitte der damaligen Menschheit hereusgrcifen und ihn zu seinem Stamm, zu einenr eigentümlichen, von den Gängen der übrigen Völker verschiedenen Gange durch die Zetten isolieren. Am universell st en gerade erscheint der Gott der jüdischen Lehre, indem Er das Bündniß mit Wraham und seinem Stamme knüpfte. Denn das Haus dieses Abraham und der Kreis seines Stammes sollten inmitten einer dem Götzentum hinsinkenden Welt, die Lehre von dem alliebenden und allgerechten einzigen Gott aller Menschen und von der Weihe des ganzen Menschenlebens an diesen einzigen Gott aller Menschen und von der Weihe des ganzen Menschenlebens an diesen einzigen Göttin einem Wandel der Heiligkeit, des Rechts und der Liebe für die einstige Rückkehr der gesamten Menschheit zu diesem einzigen Gott bewahren. Diese universelle Absicht bei der besonderen Leitung dieses Stammes wird überall in den bedeutendsten Momenten hervorgehoben. „Allen Geschlechtern der Erde soll durch Dich Segen werden", ist gleich von vornherein die ausgesprochene Absicht dieser Erwählung (1. B. M. 12.3). Selbst bin der höchsten Bundesvollendung und im Momente der Vollendesten Stammesisolierung ist vielleicht diese Absicht in der Umwandlung des Namens zum „Vater der Fülle der Böller" ausgesprochen (1. B- M. 17. 5). „Zu einem großen und mächtigen Volle soll ja Abraham werden, und dadurch gesegnet werden alle Völker der Erde, denn ich habe ihn ja nur darum mir ausgeschieden, damit er seinen Kindern und seinem Hause nach sich austrage, daß sie den Weg des Herrn bewahren, Milde und Recht zu üben, spricht der „jüdische Stammgott." (1. B. M. 18. 18). Auch nach der höchsten Prüfung des Stammvaters Abraham wird wieder dieser durch feinen Stamm allen Böllern der Erde bestimmte Segen ausdrücklich genannt. (1. B. M. 22. 18). Sah er nicht den Beruf feines ganzen Lebens darin, den Namen des Einzigen Gottes anderen zu verkündigen? (1. B. M 12. 8. f. f.) Erschien ihm sein Stammgott nicht als Richter der ganzen Erde, der, in welchem Kreise auch immer, auf den Angstruf gequäller Menschenseelen hcrbeieilet und seine Boten sendet, zu prüfen und zu richten? Tritt er nicht vor Ihn hin, nicht für sich, sein Haus und seinen einstigen Stamm, sondern für sündige Städte Kanaans zu beten? Ist er ihm nicht fortwährend der Ewige, der Gott des Himmels und der Gott der Eide — und er wäre nur der ausschließliche Gott der Juden? Nur fein Diener Elieser (1. B. M. 24. 42) nennt Ihn den Gott seines Herrn Abraham, wie ihn der Enkel den Gott Abrahams und Jizchaks nannte Frankfurter Israelitisches Familienblatt. (ibid. 32. 10). augenscheinlich im Gegensatz zu den Göttern der übrigen polytheistischen Geschlechter? Er ist nicht der Gott, der nur über seinen Herrn Abraham als Gott waltet, sondern der Gott, den nur sein Herr Abraham verehrt, den der Diener nur aus der Verehrung seines Herrn kannte, Gott, wie ihn der Enkel aus der Lehre und dem Leben der Väter kannte, kurz, es ist der Gott aller Seelen, aller Geister und Wesen, der einzige, einige, allhohe und allnahe Gott, wie ihn die Stammväter des jüdischen Volkes inmitten der polytheistischen Welt erkannten und Er sich ihnen in Wort und That bekundete. Während die Stämme der übrigen polytheistischen Welt jeder seinen Partikulargott hatte, kannte der jüdische Stamm nur den einzigen, einigen Gott aller Menschen als seinen Gott, d. h. als den, dem er alle seine Verhältnisse weihend unterordnetc Um diese Lehre von Gott von allen übrigen Vorstellungen von einer Gottheit scharf und bestimmt zu scheiden, gabs und giebts keine andere Bezeichnung als „der Ewige", der ewig einzige Gott alles Seins und Werdens, „der Gott Israels", wie er im Kreise dieses jüdischen Stammes erkannt und verehrt wird. Nur in diesem Sinne erbaute ihm Jakob den ersten Altar und nannte ihn „Gott, den Gott Israels." <1. B. M. 32. 10). In diesem Sinne ttat Moses zum Volke in Sendung „des Ewigen", „des Gottes ihrer Bätet", und zu Pharao im Namen „des Ewigen", „des Gottes Israels." (2. B. M. 3. 16). Der vierbuchstabige Gottesname, den wir dürftig hier mit „der Ewige" wiedergeben, bezeichnet überall schon an sich die höchste Universalität, und der Zusatz: Gott der Väter, Gott Israels, bezeichnet ihn als den von den Vätern, von Israel verehrten. Wie aber gleich bei der Begründung des jüdischen Stammes die universelle Absicht desselben angedeutet wurde, so fehlt auch bei all den ferneren Gängen, die der Allheilige diesen Stamm geführt, nicht diese Rücksicht auf diesen universellen Zweck. Als der Allheilige die Götter Egyptens den Finger seiner Allmacht fühlen ließ, da bezweckte diese Allmachtsoffenbarung ausdrücklich nicht nur die Erkenntnis des jüdischen Stammes, sondern Egyptens und der ganzen übrigen Erde. (2. B. M. Kap. 7. 5, Kap. 8.18, Kap. 9.14 16). In Mitte der polytheistischen Welt sollte für alle Folgezett die Offenbarungsthatsache faktisch dastehen, daß cs ein Wesen gebe, das, Schöpfer und Beherrscher des Himmels und der Erde mit ihrer ganzen Wesenstille, in seiner heiligen Erhabenheit über alle Wesen, doch mit seinem erziehenden Walten nahe, mitten im Menschenkreise sei, zu heben den Gebeugten, zu stürzen den Gewaltthätigcn — wie dies auch in Mosis und der späteren Propheten Mund immer lviederkehrt. (2. B. M. 32. 12. Josua 7. 9, Ezechiel 20). Wo wird sich wohl mehr das Natioualbewußtsein und die Stammesabsonderung am nachhaltigsten äußern, als gleich bei dem ersten Israel als Nation gewordenen Gebote des Passahopfers, das tut Augenblick der Volksgeburt als Zeichen der nunmehr gewonnenen Nattonalpersönlichkeit begangen und als solches alljährlich wiederholt werden sollte?! Und gerade bei diesem nationalsten aller Gebote und Opfer, gleich bei diesem ersten Gesetze des Stammgottes für den jüdischen Stamm, begegnen wir den Worten: (2 Buch Moses, 12 Kap. B. 48) „Und wenn bei euch ein Fremder sich aufhält und wollte das Passahfest dem Ewigen begehen, so soll u. s. w. und er sei wie der Eingeborene des Landes . . . Ein Gesetz sei für den Eingeborenen und für den Fremden, der sich in eurer Mitte aufhält!" So wird gleich bei dem ersten, die jüdische, gottgcweihte Nationalgeburt feicniden Opfer der Anschluß der Fremden ausdrücklich mit berücksichtigt. Und wenn bei dieseni, seiner ganzen Bedeutung nach nationalen Opfer der Anschluß mit durch das abrahamitische Bundeszeichen bedingt ist, so war dies nur bei diesem Opfer Bedingung. Denn gerade bei den Opfern, diesen höchsten symbolischen Ausdrücken der Weihe an Gott, lesen wir ausdrücklich wiederholt (4 B. M. 15. 14): „Und wenn sich bei euch ein Fremder aufhalten wird, oder wer in eurer Mitte sein wird bei allen euren Geschlechtern und wird ein Opfer zum wohlgefälligen Duft dem Ewigen darbringen; wie ihr thuü soll auch er thun. Gemeinde! Ein Gesetz ist für euch und für den sich aufhaltendcn Fremden Ein ewiges Gesetz ist's für eure Geschlechter: Euch gleich sei der Fremde vor dem Ewigen. Ein Ges etz und ein Recht sei euch und dem Fremden, der sich bei euch aufhält!" Ward ja darum auch das höchste Nationalheiligtum, der Tempel zu Jerusalem, sofort auch nicht für den jüdischen Stamm allein, sondem für jeden Fremden und Ausländer mitgeweiht, wie uns noch die Einweihungsworte bewahrt sind: „und auch für den Ausländer, der nicht von deinem Volle Israel ist, und er kommt von fernem Lande, um deines Namen willen . . . und betet in diesem Hause, so mögest du erhören in deiner Himmelsstätte und thun warum der Fremde dich anrust. damit alle Völker der Erde deinen Namen kennen lernen, dich zu verehren wie dein Volk Israel" (1. C. Könige 8.44) — und das wäre der ausschließliche Gott Israels?! Und wie ist dieser Gott in seinem heiligen Gesetze um das Wohl der Fremden besorgt? Wie liebt er dm Fremden und fordert Liebe und Schonung, Milde und Fürsorge von dem jüdischm Volke für jeden in seinem Lande weilenden Fremden! Nr. 13. „Und den Fremden sollst du nicht kränken und nicht drücken, denn Fremdlinge seid ihr im Lande Egypten gewesen. Den Fremdling sollst du nicht drücken, ihr kennt ja das Gemüt des Fremdlings, denn Fremdlinge wäret ihr im Lande Egypten. Und wenn bei euch ein Fremder sich aushält in eurem Lande, sollt ihr.ihn nicht kränken. Wie der Einheimische voneuch, follauch der sichbeieuch aufhaltende Fremde sein. Du sollst ihn lieben wie dich >elbst, denn Fremdlinge seid ihr gewesen im Lande Egypien, ich der Ewige euer Gott. Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand sinkt neben dir, so sollst du ihn unterstützen, sowohl Fremdling als Einwohner, damit er lebe neben dir."-Denn der Ewige euer Gott ist Gott der Götter, Herr der Herren, der große, starke und furchtbare Gott, der nicht berücksichtigt das Ansehen und nicht Bestechung nimmt, der Waisen und Wiltwen Recht verschafft und den Fremdling liebt ihm Speise undGewand zugeben. So liebtauch ihr den Fremden, denn Fremde wäret ihr im Lande Egypten" (2. B M-22.20—239. — III. B- M. 19. 33 -25. 35. V. B- M. >0. 16.) Blättern wir jedoch noch etwas weiter in unserer Bibel, in den Büchern der Propheten. Diese in den Zeiten des staatlichen Verfalles vom Gott aller Geister getveckten Männer des Geistes, die mit der Kraft des göttlichen Wortes abwehren sollten dem Verfall, aufrichtend stehen sollten über dem Verfall und alle die kommenden Jahrtausende der Nacht durchleuchten sollten bis zum Morgen, den sie jauchzend mit dem Seherblick begrüßten, hat sie der „ausschließliche Gott" stets nur für diesen jüdischen Stamm, für die jüdische Nation geweckt? „Zum Propheten für die Völker habe ich Dich bestimmt." spricht der weckende Gott zu Jeremias! Und da.siehst Du sie, diese Männer mit dem von Gott geweckten Adlerblick und mit dem für die Menschheit kühlenden Herzen, gerade in der Zeit, in welcher die ersten Fäden zum asiatisch-europäischen Staatengewebe sich zu schlingen begannen, in dem wir noch jetzt uns bewegen. Sic schauen, sie fühlen mit und verkünden die schmerzlich tteisenden Völlerbewegungen auf der assyrisch-babylonischen, persischen und lyrischen Staatenvühne. Sie gerade enthüllen uns den Blick zu der Erkenntnis, daß auch an den andern Böllern der Erde Gott sich Zeugnis aufgerichtet hat, daß ihre Geschichte auch die Geschichte seiner Thaten, daß die Geschichte der ganzen Menschheit die Geschichte des Reichs und der Thaten Gottes ist. Und hast Du aus ihreni und stüher schon aus der Psalmistcn Munde nie die Verkündigung des Böllermorgens vernommen, den sie als das Ziel der ganzen weltgeschichtlichen Entwickelung aller Völker und des ganzen Ganges ihres Volles durch die Geschichte erschauten, von dem ihr Geist erfüllt, ihr Herz entzückt, ihr Mund übersttömt in Morgenrot tönenden Worten? Das Ziel der Tage, wo fest dann steht der Tempelberg des Herrn an der Spitze der Berge und gehoben über Hügel und zu ihm dann alle Völler strömen und sprechen: „Auf laßt uns hinauf zum Berge des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, daß Er uns lehre von seinen Wegen und auch wir in seinen Pfaden wandeln, denn von Zion geht die Lehre aus und das Wort des Herrn von Jerusalem. Und er richtet zwischen den Böllern und weiset zurecht viele Nationen, und sie zerstücken jhre Schwerter zu Sensen und ihre Lanzen zu Rebmessern, nicht erhebt Volk gegen Volk mehr Schwert und nicht lernen sie mehr Krieg (Jes. 2. 1). Und eS ruht der Wolf neben dem Lamm, und Leopard neben der Züge und Kalb und Löwe und Stier zusammen und ein kleiner Knabe führt sie. Und es spielt der Säugling an der Otterhöhle und nach des Basilisken Äugenglut streckt der Knabe spielend seine Öand. Sie schaden nicht und verderben nicht auf meinem ganzen heiligen Berge: denn voll ist die Erde von Erkenntnis des Herrn, wie Wasserfluten des Meeres Bett bedecken —" (Jes. II.) — oder wie sonst immer die Kunde lauten möge von dem Tage, an welchem der Herr einig, also auch einig seine Verehrung sein wird auf Erden — an welchem alle Menschen mit Israel vereinigt sein werden in Verehrung des einzigen ewigen Gottes und in Weihe ihres ganzen Lebens an diesen einzigen Gott — hast du sie nie vernommen? So hat vor mehr als sechzig Jahren „ein Jude" einen Gott und sein Wort lästernden Protestanten gefragt- Wir wüßten auf die allerneueste Herabwürdigung unserer heiligsten Heiligthümer, keine bessere, schlagendere Zurückweisung, als die Wiederholung dieser Frage. — Die Ausführlichkeit, mit welcher, wir bei diesem ersten Kardinalpunkt der Delitzscken Unterstellungen verweilten, gestatten uns die übrigen Momente kürzer zu behandeln, zumal die Delitzschen Absonderlichkeiten schon sofort während wir diese Zeilen schreiben von ihrem ephemeren, verblüffenden Eindruckungemein viel durch die nüchternen fachmännischen Zurückweisungen eingebüßt haben, die ihnen auf dem Fuße folgten. (Schluß folgt-) Die Deutsche Warte, eine Berliner Tageszeitung, veröffentlicht in ihrer Nr. vom 22. Januar einen Artikel, «Jüdischer Ritualmord" überschrieben, in dem uns Juden in objektiver Weise gegenübergetreten und in dem besonders die schändliche und widersinnige Beschuldigung des Ritualmordes behandelt wird-. Wenn erst einmal das blinde Vorutteil bei Beurteilung des Judentums und her Juden-