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Neue jüdische Presse · 1903-01-16 · Heft 11 (16.1.1903) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 11 (16.1.1903)
Date
1903-01-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Gerte 2. oder der polnische Jude leidet jedoch unendlich mehr durch diese Beengung; erstens durch rituelle Rücksichten, welche ihm den Genuß von Speisen verbieten, die nicht gesetzmäßig zubereitet sind und zweitens von der durch Lorurteile gesteigerten Strenge der Schiffsmannschaft. Wenn man diesen Leuten nur einen Schluck süßen kühlen Wassers oder ein Stückchen Zucker oder Früchte giebt, kann man ihre immerwährende Dankbarkeit erwerben und erhält den Schlüssel zu ihren Herzensgeheimnissen. Jeder von ihnen bat seine Geschichte, oft bemitleidenswert) ja herzzerbrechend, manchmal auch belustigend, aberimmer leuchtet einHoffnungöstrahl durch. Ein dichter Nebel hing über dem Hafen, die erwartungsvollen Paffagiere standen in ihren besten Kleidern auf dem Deck und versuchten den Schleier zu lüfte», der ihr verheißenes Land verbarg. Endlich hob eine leichte Brise den Nebel vom Waffer. Es hatte die tiefe Farbe des Meeres angenommen; die Wogen waren gebrochen und ruhiger geworden und als der Giebel immer höher und höher stieg und zuletzt der Schleier in wellige kleine Stückchen zerriß, wurden niedrige Hügel an der einen Seite sichtbar und an der anderen eine glänzende Ebene» während vor uns die Stadt der Zukunft sich unseren Blicken zeigte, der Thorweg zu dem Lande' unserer Hoffnung. Es muß auch ent ein Dichter erstehen, welcher den Gefühlen jener Tausenden Ausdruck verleihen wird, welche so Jahr ein Jahr aus ankommen aus Elend und Not, mühevoller Arbeit und Hoffnungslosigkeit und welche nun mit klopfenden Herzen vor ihrem Lebensttaum stehen. Hunderte von solchen Herzen haben sich mir bei meinen Kreuz- und Quer-Reisen entdeckt und bei allen war dieser Moment der glücklichste ihres Lebens. Oft wie neugeboren empfanden sie ein zu heiliges und feierliches Gefühl, um es in Worte zu kleiden. Za, es glich dem Himmel. Als wir an dem Bilde der Göttin der Frerheit vorbeifuhren, rief mein junger Enthusiast: „Ich könnte sie umarmen". Die erste Wolke fuhr über das Antlitz meines Freundes, als der Arzt dem Schiff Halt gebot. Es wurde nun denjenigen, welche genug Geld hatten, zweiter Klaffe zu zadlen (ein Unterschied von nur zehn Dollars) erlaubt, ungehindert ans Land zu steigen, während besten der Arzt und die Ueb'igen in einem Boot sich au'hielten und dann an der Insel Ellis landeten, um dort in scheinbarer Gefangenschaft zu bleiben. Ich kann leider nur sagen, daß hier eine unnötige Strenge und Rohheit herrscht, ein Stoßen und ein Schlagen, welche meinem jungen Freunde aus Rußland den Gedanken aujkommen lasten mußten, daß er in dem Gebiet des Czareu gelandet fei und nicht in den Vereinigt, n Staaten von Amerika. Es mag nun viele Enttchuldigunasgründe für diese Stienge geben, selbst für die Rohheit, aber nicht für die nutzlose Chlkane. Ich schlage vor. daß alles getban werden sollte, um. diese hilflosen Abhängigen zu beschützen, aber viele von den angestellten Leuten sind gänzlich unfähig für die Aufgabe, sowohl moralisch als geistig Ich kaufte Bros zum Frühstück, erhielt ab r weniger als die mir dafür zukommeude Ration. Auf diese Weise ist die Baarschast des Fremden häufig schon ausgezehi t, noch bevor er das Ufer erreicht hat- Auf dem Schiff, welches uns von der Insel Ellis nach New Dark brachte, fehlte jede Aufsicht- Zwei aufgeblasene Beamten vergeudeten ihre Zeit, indem sie die Menschen in ein enges Zimmer trieben und sie znrnckhielten, sobald sie veriuchten ein Lichtstrahl ihres Paradieses aufzusangeu. Bei der Ankunft warteten Hunderte und tausende von Menschen, darunter Frauen und Kruder; hier mischte sich viel Trauer und Freude, jeder Paffagier hat jemand dort» sei er der, der ihm den Weg gebahnt batte, oder der, in besten Haus >r den ersten Lichtstrahl des amerikanischen Lebens sehen sollte- Eine Packetgesellschaft besorgt das Gepäck nach dem Ghetto hin. welches zwischen Citv Hall uud Fisth Street und zwischen Bowerh und East River liegt- Dieses Ghetto ist zweimal so groß als jenes von Warschau, in dem 2.0 OuO Meusiteu sich aushalten- Es ist weniger schmutzig, weniger verdächtig wohlriechend, aber es hat doch genug von diesen alten Charaltereigenthümlichkeiten, um bei dem jungen Einwanderer kein Heimweh amkommeu zu lasten. Das Klima ist hier wärmer, es ist mehr Leben aus den Sttaßen. Die Nebenwege und Fahrstraßen sind auch steis belebt von Kindern, ich zählte fast zweitausend auf einem Haufen. Die Sorache des Ghetto ist iüdiich, ein Gemisch von Deutsch, Hebräisch und Russisch, aber doch mit genug Englisch gemischt, sodaß der Fremdling Halt macht vor Wörtern wie „gemover", „gejumpt'', „getrusted". eine Sprache, die wohl früher oder später ihren besonderen Wörterschatz bekommen wird. Die Namen der Straßen find in hebräischen Buchstaben geschrieben und der die Straßen Passierende ist eingeladen, ein Glas Sodawaffer für 1 Cent zu trinken, zwei Bananen für dieselbe Summe zu kaufe», ebenso einen Gebetmantel oder koscher Flestch zü erstehen, sowie in eine Wirtschaft oder in eine Shnaaoge zu gehen. Biele von diesen Annoncen sind ins Englische übersetzt unb Rabbi Levinson in der Canpon Street hat an sein HauS in großen englischen Buchstaben Folgend^ angeschrieben: .Heiratsvermittler oder EhestandSvolizieher" An demselben Haus steht noch:„HochzeitSkleider zu vermieten und-Bilder zu photographieren, auch Möbel für Schlaf »immer ünd Wohnzimmer sind hier zu haben". Alles wird auf der Straße fest geboten, von der eingemachten Gurke an bis zü den Feterbetten und alle Arbeit iu diesem Viertel wird durch Juden verrichtet. Da sind jüdische Bleigießer, Schloff«, Bauarbett« und Frankfurter Israelitisches Familienblatt. namenttich Schneider. Handel und Gewerbe sind die Losungsworte bes Ghettos. Der Auswanderer bewohnt ein gemietetes Haus, welches gesetzlich gemietet ist, dasselbe ist aber viel zu übervölkert und zu schmutzig. Das New-Iorker Ghetto sieht äußerlich bewunderungswürdig aus. aber pharisäische Hausbesitzer haben das Aeußere von „Taffe und Teller" verschönert, während das Innere sehr ärmlich eingerichtet ist. Em gutes Beispiel hierfür bietet das Haus, welches einer dieser meiner Freunde bewohnt und in welchem über zweihundert Seelen zusammengedrängt sind. Während meines dortigen Aufemh'lres in der heißesten Jahreszeit dem Monat Juli, hörte das Waffer schon um >0 Uhr Morgens in den zwei oberen Etagen zu laufen auf. Der Neuangekommene ist nun in dem Hause seiner Verwandten oder früheren Ortsleute. Ich habe drei Neulinge gezählt, welche in einer Familie untergebracht waren, die selbst fünf Kinder hatte, wovon das älteste erst fünf Jahre alt war. Der Fremdling wird mit Güte behandelt, aber man läßt rhn doch fühlen, daß er nur Fremdling ist. Es ist ein bestimmtes Gesetz im Ghetto, daß er zwei Tage nicht zu arbeiten braucht; auch mag der gewöhnlich ganz ausgehungert Angekommene essen, so viel er will. Sein Landsmann besucht ihn während dieser Zeit, fragt ihn nach allem Möglichen aus der alten Heimat, giebt ihm Ratschläge, und zeigt ihm einen großen Teil von höherer Weisheit in d/m Gebrauch der englischen Sprache, worauf die Ghettojuden nicht. wenig stolz sind und: mit welcher sie ihr Jüdisch vermengen. Gewöhnlich hat der Fremdling' in zwei Jahren diese schwierige Sprache geleint Er wird nun zur Arbeit zugelaffen, sobald die zwei Tage vorüber sind, und dieser Vorgang heißt ..aüsgreenen", der Wechsel vollzieht sich, indem er die Kleider und Gewohnheiten seines Heimatortes ablegt und uns gleich wird. Ge wöhnlich geht er in einen Arbeitsladen als „axrator", um die Handhabung einer Nähmaschine zu erlernen. Zwei Wochen lang erhält er keinen Lohn, aber einen guken Teil von einer Art Unterricht, Nach jener Zeit verdient er einen Dollar bis 1'/. Dollar täglich und bringt es bis zu zwei Dollar nach einer langen Lehrzeit. Bon diesem seinem Lohn schickt er an Frau und Kinder und an bejahrte Eliern. deren alleinige Stütze er ist und denen Äinrika nock ein großes Goldfeld icheint, wo man das Geld nur aufzulesen braucht. Frau und Kinder waiten daher ängstlich auf das Geld für Reisebillets. um sich mit dem Gatten und Vater wieder zu vereinigen. Bemitleidenswert war die Geschickte eines Kloakenarbeiiers, welcher in der alten Heimat eine Frau und 4 Kinder hatte. Es brach ihm fast das Herz, daß er schon zwei Jahre hier war und noch nicht das Glück gehabt hatte, ihnen etwas zu schicken. Ich arbeitete an seiner Seite für einen Tag, indem ich von ihm Unterricht für Kloaken Arbeiten erhielt. Der letzte Brief von seiner Frau war in einem so rührenden Tone gehalten, daß er mir Th'änen aus den Augen lockte, und Geld aus meiner Börse für Reisebillete Als die Tagesarbeit vorbei war und die Befriedigung der Sehnsucht, seine Familie bald bei sich zu baden, immer näher rückte, sagte er zu mir beim Abschiede: „Ich werde heute Nacht glücklich schlafen." Aus einem Drucker wurde dieser Mann ein Stein schneider, dann ein Maler und zuletzt Besitzer eines eigenen Ladens in Harlem und seine Frau trug später Diamanten- Von 400 russischen Juden, welche an jenem Tag ankamen, blieben 350 in Rew-Nork, und davon wieder 300 im Ghetto; von jenen, mit denen ich in nähere Berührung gekommen war, begannen 75 ttn Leben, in dem sie die schwerste Handarbeit verrichten mußten, während der andere Teil sich dem Kleinhandel widmete. , Ich kam eines Tages in ein Piandmrleibgesckäst in der Avenue C-, und nachdem ich einige Geschäfte mit dem Eigenthümer gemacht hatte, wurde derselbe freundlich und führte mich in seine Familie ein. Er in glücklicher Vater von 7 Söhnen, alle waren sie kräftig und alle wohl geraten- Der jüngste von ihnen Charles T., der kräftigste, ist noch in der Schule, und wie alle jüdischen Buben, der erste in seiner Klaffe. „Was willst du werden, Charles? fragte ich ihn „Ein Geschäftsmann, wie mein Vater." Aber der gescheidte Blick in seinen Angen, die Bestimmtheit seines ganzen Wesens und sein Antlitz sagten mir, daß er bester reüisieren wird als der, welcher zu denken anfängt, daß es leichter sei, in Zion zu leben und sich vom Geschäft zurück zu ziehen. Charles Vater begann sein Geschäft mtt Lumpenverkauf auf Houston Streets seine Söhne werden Länder verkaufen in der Wall Ltteet- Im Ghetto ist jedoch nicht ausschließlich Handel und Handarbeit, es sind dort auch über hundert Synagogen, in welchen jeden Tag gebetet wird; nur einige von diesen Synagogen sind etwas mehr als Hallen oder große Zimmer in Wohnhäusern; manchmal nt em Wirtshaus über oder unter ihnen und in wenigen Fällen sogar ein Tanzsaal, welcher am Samstag sein unheiliges Aussehen ändert. Wenn die ganze Bevölkerung des Ghettos ihren religiösen Pflichten Nachkommen wollte, jo wären diese hundert Synagogen zu tausend angewachsen; aber am Samstag muffen viele arbeiten, und viele wollen arbeiten, da nicht mehr als 20«/« von der Ghetto-Bevölkerung ihren religiösen Pflichten nachlommt. Ausgenommen sind die zwei höh.n Festtage, Neujahr und-der. Tag der Versöhnung, wo jedermann gehl und überall Gottesdienst abgehalten wird, wo nur Raum für zehn Männer vorhanden ist, die gesetzliche Zahl» um gemeinsam das Gebet zu verrichten- . (Schluß folgt ) Nc. 11. Aus aller Wett. Deutschland. Berlin. Wie der „Tägl. Rundscharr" aus Dessau gemeldet wird, hat die verstorbene Baronin Cohn dem Kaiser zwei Millionen Mark vernracht, der Stadt Dessau und der dortigen israelitischen Gemeindeje drei Millionen. Die Verwandten erhielten eine Million Matt, Berlin. Heber d en Ritua lmorh sollte gestern wieder einmal vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts 1 verhandelt werden und zwar auf Grund eines seinerzeit in der Staatsbürgerztg. erschienenen Artikel über dieses Thema, welcher gegen den damaligen verantwortlichen Redakteur Dr. Böckler und dem Verfasser/ Schriftsteller Paul Koch eine Anklage wegen Beschimpfung der jüdischen Religion veranlaßt hat. Zum gesttigen Termin war nur Dr. Böckler zur Stelle, der Angeklagte Koch war, ebenso wie schon bei zwei früheren Terniinen, auch diesmal nicht erschienen. Er hatte brieflich angezeigt, daß er sich unmöglich dem nach seiner Meinung einseittgen Gutachten des als Sachverständiger geladenen Professors Dr. Strack-unterwerfen könne und daher den Pfarrer Krösell in Klöxin i. P. als Gegensachverständigen dafür geladen habe, daß alt-, testamentarische Vorschriften den Juden den Ritualmord zur Pflicht machen. Pfarrer Krösell habe -ihnwmun gestern telegraphiert, daß er durch eine Amtshandlung am Erscheinen im Termin verhindert sei. Der Angeklagte Koch beanttagte daher dieBertagung des Termins. Der Gerichtshof entsprach diesem Anttag nicht, beschloß vielmehr auf Anttag des Staatsanwalts,; den Angeklagten Koch wegen unentschuldigten Ausbleibens in Haft zu nehmen. Nürnberg. Sitzung tres Stadtmägistr a t s. Ein erttantter Israelit,' welcher der Gemeindekrankenkasse angehört, hat gebeten, ihm zu gestatten, oas israelitische Krankenhaus in Fürth aussuchen zu dürfen, um daselbst die Kost nach ritueller Vorschrift zu erhalten, während dies im hiesigen städtischen Krankenhause nicht der Fall wäre. Der Verpflegungssatz in dem betteffenden Fürther Krankenhause ist 3 Matt, während er im hiesigen städtischen, Krankenhause nur 2'ft. Matt ist. Der Referent (Herr Ratsassessor Berghofer) beanttagt, da es sich um eine Gewiffenssache handelt, deni Ersuchen zu entsprechen. Der Mehrheitsbeschluß geht dahin, gegen die Aufsuchung des erwähnten Fürrher Krankenhauses durch den Betteffenden keine Erinnerung zu erheben, jedoch nur einen Verpflegungssatz von 2,50 Matt zu gewähren und dem Gesuchsteller zu überlassen, seinerselts den Rest von 50 Pfennig zu zahlen. Karlsruhe,2.Jan. Das n eue israelitische Lehrlings heim wurde dies«Tage mit einer entsprechenden Feierlichkeit eröffnet. Dem ausführlichen Bericht entnimmt der „Schw. M ", daß der verstorbene Freiburger Bezittsälteste B. Lukas und der Universitäts- Professor Dr. Rosin zuerst den Niedergang des unter ben Israeliten verbreiteten Kleinhandels erkannten und in den Jahren 1886 bis 1890 durch Gründung von Vereinen zur Förderung des Handwerks und der technischen Berufsatten Ersatz zu schaffen suchten. Das Lehrlingsheim ist aus dem Ertrag. der israelitischen Kirchensteuer errichtet worden. ' - Kaiserslautern,31.Dez DieFragederAnbringung eines Kreuzes auf der Leichenhalle kam in heutiger Sitzung des Stadttates wieder zur Sprache. Nach einen! .eingelaufenen Schreiben des hiesigen Rabbinats leistet die israelitisch e Kultusgemeinde auf eine eigene Zelle in der Leichenhalle zur Vornahme der rituellen Waschungen Verzicht. Der Bauausschuß hat sich mit dem Anttag Ruelius-Hohnsänger wegen Anbringung eines Kreuzes auf der Schutzhalle (mit Betsaal) beschäftigt. In der Sitzung stimmten 5 für Anbringung und 5 dagegen. Eine längere Debatte entsteht auch heute wieder. Klement (Sozialdemokrat) richtete scharfe Ausfälle gegen die Geistlichkeit, die einen unerhörten Druck ausgeübt habe und ersucht um Ablehnung des Kreuzes, da die israelitische Minderheit vergewaltigt werde. Bürgermeister Dr.Otth bemettt hierauf, daß von einer Vergewaltigung keine Rede sein könne und empfiehlt den Anttag Ruelius- Hohnsänger zur Annahme. Es kommt nun zur Absttmmung Für die Anbringung eines Kreuzes stimmten 15, dagegen 4 Mitglieder, 2 enthielten sich der Abstimmung. Die Anbringung eines Kreuzes an der Frontspitze über dem Eingang zur Schutzhalle (und Betsaäl) ist somit genehmigt. Für dieJftaeliten soll ein Separat- Eingang geschaffen werden. Dr. Rubel beantragte nun die Erbauung einer eigenen abseits von der Leichenhalle stehenden Zelle für die Israeliten. Die Sache .wird an den Bauausschuß verwiesen. . (Uebrigeys hat auch ein jüdisches Blatt. ^.Die deutsche israelitische Zeitung" in Regensburg. Disttiktsrabbiner Dr. J. Mayer, (in Nr. 52) unumwunden erklärt, daß die Juden im Unrecht . seien und als „kleine Minderheit der großen Mehrheit nicht ansinnen könnten, daß diese an ihrer Leichenhalle auf das Symbol ihrer Religion verzichten sollten. Es sei bedauerlich, wenn hierin den religiösen Gefühlen der Christen nicht Rechnung -getragen würde.. Die Juden'sollten sich eine eigene Leichenhalle bauend mit städtischem Zuschuß.") . ''.' Schifferstadt, 4. Jan. Der Lehrer Max Bienheim hier, der an der israelitischen -Schule thätiawar, ist nach dem »Ludwigsh. .Teni-Anz." , ,unter. Hinter-

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