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Jüdische Rundschau · 1925-12-30 · Heft 102-103 (30.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 102-103 (30.12.1925)
Date
1925-12-30
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 840 JUEDISCHE RUNDSCHAU wisser Vorteile noch eine Zeiüang erfreuen können: ihre Deklamationen kommen der Stimmung eines Publikums entgegen, dem die beleidigte Geste der Empörung so gut gefällt, daß cs sie als Ersatz für klare, zielbewußte Aktion akzeptiert; sic braucht sich auch nicht vor der Gefahr einer Realisierung Ihres Programms zu fürchten, die seine Löchrigkeit und Oberflächlichkeit am deutlichsten zeigen würde. Trotz dieser Bcdingungen und gerade ihretwegen kommt diese Gruppe als ernst zu nehmender politischer Faktor nicht in Betracht. Die beschriebene Gliederung des allgemeinen Zio* nismus regt zu Vergleichen mit der Gruppierung auf dem letzten Kongreß an. Idccn-Assoziationcn führen von den National-Bürgerlichen zu der polnischen Gruppe Eih Liwnotli, von den Demokraten einerseits zur demokratischcn Fraktion, andererseits zur deutschen Gruppe. Die Komplikation, die darin besteht, daß die beiden letzteren Gruppen auf dem Kongreß in Gegensatz zueinander standen, könnte durch die Entwicklung seit dem Kongreß etwas gemildert worden sein. Der Kampf um Wcizinann, der eigentliche Inhalt dieses Gegensatzes, scheint seit der A.-C.-$itzung an Bedeutung verloren zu haben. Was die sachlichen Gegensätze anbetrifft, so dürfte die Frage der Jewish Agency nicht nur wegen der Kongreßbeschlüsse, sondern auch wegen der amerikanischen Ereignisse von Rechts wegen keinen Grund mehr zu allz.u großer Aufregung abgeben. Die Einwendungen gegen die außenpolitische Haltung Weizmanns werden die Demokraten vermutlich mit einer geringeren Tonstärke vorzutragen bereit sein, nachdem in Genf ein beachtenswerter Erfolg erzielt ist und in Palästina nach wie vor eine politisch im großen und ganzen unbehinderte Entwicklung stattfindet. Welche Folgerungen sind aus dieser Gruppierung für die Führung unserer inneren Politik zu ziehen? Das Organisations-Ressort — das Ministerium des Innern in unserem ״Staate“ — hat die Pflicht, die Stützen des Staates zu stärken und, wenn sic nicht da sind, solche zu schaffen. Es Ist nicht zweifelhaft, daß die Organisation um so besser gestützt, um so starker aktiviert werden kann, je starker die Gruppen sind, die sich entschließen, sich verantwortlich an einer aktiven Arbeit zu beteiligen. Die Flügclgruppen rechts und links koinmen, wie cs scheint, in naher Zukunft nicht in Betracht, die Erfahrung hat gelehrt, daß nicht einmal der Eintritt i!1 die Leitung eine Bereitwilligkeit zur Uebernähme der Verantwortung in vollem Sinne garantiert. Das Organisationsressort steht also zunächst vor der Frage, wie das Zentrum zu behandeln ist. ״Die Führung der inneren Politik wird die Bildung des Blocks der Allgemeinen Zionisten anstreben und diesen Block als Ganzes zur Uebernahme der Verantwortung heranzuziehen suchen. Denn er bietet unter den gegebenen Verhältnissen die breiteste Grundläge. Aber innerhalb des allgemeinen Zionismus bestehen die oben geschilderten Gegensätze, und cs darf nicht übersehen werden, daß für diese Gegensätze auch Erklarungen gegeben werden können, die cs recht Zweifelhaft erscheinen lassen, ob der Begriff des allgemeinen Zionismus als •der einer geistiger! Einheit aufrechterhalten werden kann. Ein Programm gemeinsamer An- •schauung werden die beiden differierenden Gruppen nicht feststellen können. So bleibt die Frage, ob nicht bei differierenden Grundanschauungcn ein gemeinsames Aktionsprogramm für eine begrenzte Zukunft gefunden werden kann. Als Grundlage böte sich die Idee einer Mobilisierung aller zionistischen Kräfte zur Abwehr der neubelcbtcn Widersacher des nationalen Gedankens, zu einer großen gemeinsamen Anstrengung für die Be- Schaffung ausreichender, unser Kolonisationswcrk auf Jahre hinaus sichernder Mittel, zur Renaissance der Organisation. Es ist durchaus zweifelhaft, ob ein solcher Versuch gelingen wird. Einigkeit wird z« erzielen sein über die Notwendigkeit der gemeinsamen Aufbringung von Mitteln für das zionistische Werk, aber sie wird sehr leicht gestört werden, wenn man, was ja doch nicht zu umgehen ist, über die Fragen der Verteilung zu sprechen beginnt. Die Aussichten einer allgemeinen zionistischen Koalition sind In hohem Grade abhängig davon, daß cs gelingt, den Gedanken der Zionistischen Organisation als des revolutionierenden Faktors im Gesam tjudentum ־ wieder stark und lebendig zu machen und ihn — es sei für einen Augenblick erlaubt, zum Zwecke logischer Entwicklung untrennbar miteinander verbundene Elemente einander gegenüberzustellen — als entscheidend, ja als wichtiger als die Art der Verwirklichung durch das Palästina-Kolonlsationswerk zu empfinden. Trotz aller Zweifel, die hier geäußert werden müssen, sollte die Leitung unserer inneren Politik diesen Versuch machen, der ihr zur Zeit die größten Möglichkeiten für Hilfe beim Neuaufbau der Organisation bieten kann. Sollte der Versuch fehlgchen, so wird die Leitung sich ganz auf den Teil des allgemeinen Zionismus stützen müssen, dessen grundsätzliche Anschauungen über Sinn und Wesen der zionistischen Bewegung bisher in den von der Organisation elngehaltencn Grundlinlcn in einer nicht gerade festen und planvollen eher doch nicht undeutlichen Weise Ausdruck gefunden haben. Man sollte sich durch das Kriegsgeschrei über wichtige und unwichtige politische Einzelfragefl nicht darüber tauschen lassen, daß eine gemeinsame Grundhaltung auf dem linken Flügel des allgemeinen Zionismusj bei der deutschen Oruppe und den palästinensischen Demokraten fcstzustcllcn ist, und gerade repräsentative Figuren des gegenwärtigen Kurse3 — etwa Weizniann und Ruppin — für sic charakteristisch sind. Allerdings sind die einzelnen Teile dieser Gruppe heute auseinander manövriert, allerdings hat keiner von ihnen bisher verstanden, eine feste Linie, ein System der Arbeit durchzusetzen oder auch nur zu fordern. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, diese gesinnungsmäßig zueinander gehörenden Qruppcn organisatorisch zusammenzubringen, ihr Programm fcstzulcgcn und sie aktionsfähig zu machen. Die Demokraten insbesondere müßten, wenn ein solcher Versuch gelingen soll, lernen, daß das Bekenntnis zur Organisation sich nicht im Kampfe gegen die Jewish Agency erschöpfen darf, sondern positive Bemühung um die Organisation verlangt. Sic werden cinschcn müssen, daß cs mit diesem Bekenntnis nicht vereinbar ist, das Funktionieren der Organisation ständig zu stören iind die Bildung ihrer Organe zu sabotieren. — Es ist wohl überflüssig, hinzuzufügen, daß die Bildung dieser Gruppe auch und gerade, wenn die allgemeine stain-zionistisclie Koalition zustandekomnit, betrieben werden müßte. Sic ist dann ebenso nötig als gleichwertiger und, hoffentlich, stärker werdender Faktor, als Sammelbecken der heute in ohnmächtiger, wirrer Isolicrung umlicrtrcibcndcn Träger der Anschauungen, die noch immer berufen sind, die Richtung der Zionistischen Organisation zu bestimmen. Die Bedeutung dieser neuen Gruppe wird nicht nur daris bestehen, daß nur sic als organisierter Ausdruck eines allgemeinen, aber national-revolutionär gesinnten Zionismus eine vom allgemeinen Zionismus zu bcstimmende Politik möglich macht. Sic könnte sich schlimmstenfalls nach genügender organisatorischer Vorbercitung beim Versagen de!4 Mitwirkung anderer Gruppen darauf cinlasscn, die Bildung der Organe der Organisation allein zu übernehmen. Aber sic ist auch bündnisfähig nach links und könnte vielleicht bei Teilen der Arbeiterparteien, die genügend Verständnis für die Bedeutung der Organisation im allgemeinen (und nebenbei auch für die Bedeutung wichtiger Positionen im eigenen Interesse) aufbringen können, Koalitionsbercitschaff finden. So würde also der feste Punkt geschaffen werden, von dem aus die möglichen Kurse der inneren Politik versucht werden könnten, in dem beruhigenden Bewußtsein, daß ein Kurs unter allen Umständen zustände kommen wird. Ffir Zusammenarbeit der ״Aligecseiif■ Zionisten4* Warschau, 27. Dezember (J.T. A.) In der letzten Sitzung des Zentralkomitees der Zionistischen Organisation in Polen wurde über die Lage beraten, die im Zusammenhang mit dem Austritt Van vricslands aus der Palästina- Exekutive geschaffen Worden ist. Es wurde der folgende Beschluß gefaßt: Das Zentralkomitee hat mit Bedauern zur Kenntnis genornmen, daß das Mitglied der Exekutive Van Vricsland sich gezwungen gesehen nat, aus der Palästina-Exekutive auszutreten. Das Z.-K. stellt fest, daß die Demission Van Vricslands ein weiterer Schritt ist auf dem Wege des Hinübcrglcitcns der Macht in der zionistischen Bewegung aus dem Zentrum zu den vereinigten Flügeln (Block der Rechten und Linken), ein Umstand, der die normale Entwicklung unserer politischen und wirtschaftlichen Posilionen in Palästina ungünstig beeinflussen kann. Das Z.-K. wendet sich an alle zionistischen Landes- Organisationen mit der Aufforderung, sieh über eine solidarische Zusamm enarbeit der A ll gemeinen Zionisten zwecks innerer Konsolidierung der zionistischen Bewegung und Konzentrierung auf die schöpferische Arbeit In Palästina zu verständigen. Die Agatah gegen die Asselath UanUvcharlm Jerusalem, 22. Dezember. (J. T. A.) Die A g u d a s Jisrocl hat an den Obcrkomintssaj־ von Palästina, Feldmarschall Lord Plumcr, ein Schreiben gerichtet, in welchem dargclegt wird, daß die bei den letzten Wahlen gewählten Delegierten in die jüdische Nationalversammlung Palästinas (Assefath Hamweharim) die jüdische Bevölkerung Palästinas nicht repräsentieren, da die jüdische Orthodoxie sich infolge der Verleihung des Wahlrechtes an die!*‘rauen an den Wahlen nicht beteiligte. Ein Protestmemorandum gegen die Gültigkeit der Wahlen wurde auch telegraphisch an das Londoner Kolonialamt, den Völkerbund, die britische konservative Partei und die englische Presse abgesandt. Es wird darin dargclegt, daß die konservativen Kreise sich an einer Wahl, die den jüdischen religiösen Vorschriften nicht entspricht, nicht beteiligen konnten und daß deshalb die Assefath Hanlwcharim die Judenschaft Palästinas nicht repräsentiert. Protest gegen die Answdsoag Dr. Coldstelas London, 25. Dezember. (J-T.A,) Die zionistische Exekutive hat bei der rumänischen Gesandtschaft in London einen formellen Protest gegen die Ausweisung des Keren Hajcssod-Vcrtrctcrs, Dr. Alexander Goldstein, aus Rumänien clngcrcicht. Diese Ausweisung, 60 wird in der Protcstclngabc ausgeführt, stehe!n flagrantem Widerspruch zu der vom Außenminister Du ca Herrn So fcolow zu Beginn dieses Jahres gegebenen Zusicherungen. Die Behandlung, die Herrn Dr. Ooldstein seitens der Czernowitzer Behörden zuteil geworden Ist, könne nur Entrüstung hervorrufen. Anscheinend seien, die Czernowltzer Organe über die Haltung der Regierung In Bukarest nicht genügend informiert; es sei zu hoffen, daß die Regierung die nötigen Schritte unternehmen wird, um ’den peinlichen Zwischenfall aus der Welt zu schaffen. Der frühere Offizier der Dcnikln-Armcc, PalUchi, dem nachgewiesen wurde, daß er während der Okkupation der Dcmkin-Armco in der Ukraine Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung organisiert hat, wurde zum Tode NrtO2/10J FrieSensvtrSasdlangen In Syrie* Die ״Times״ melden aus Damaskus vom 21 1־׳ zember, daß sich die Lage bessere. Sultan Attrasch‘^1 für die Zeit der Besprechungen die Einstellung ,1, * c&*n' kriegerischen Operationen angeordnet Dasselbe Blatt meldet aus Beirut, daß am 22 &!4' eine Abordnung von 20 angesehenen Persönlichkeiten '"I Damaskus, von denen sich zwei nach dem Dach *kl Drus zu Verhandlungen mit Sultan Attrasch begeben ha1׳ J vom Oberkommissär de JouvencI empfangen’ worden 3 *. der mit ihnen die fünf Forderungen der Drusen crLr1י* *י י habe. In diesen werde eine allgemeine A m n c st''*‘ tr ch< eine Verfassung auf Grundlage der nationalen Sc1u-f| יזו'')י׳ ränität, klare Abgrenzung der Beziehungen zwischen <k1 V!:ru Mandatarstaat una Syrien durch einen zwischen der ncr fassunggebenden Nationalversammlung und dem syrisch he Oberkommissär abzuschlicßcndcn Vertrag verlangt, wobei i׳ ", Meinungsverschiedenheit an den Völkerbund verwiesen wer ׳׳ M '׳'f 11 ’ soll, ferner die Einsetzung einer v o r l ii u n g c 11 n a 1׳ ** na len Regierung bis zu den Wahlen und die irns erkennung der Einheit Syriens. Die r'־'־ .;stinoi ........ H — -.. ~7..v.... Rückkehr J'■ Libanon zu den alten Grenzen soll durch eine Voiksabstimmur*■הי־׳!*׳־ entschieden werden. Nach den ״Times" seien die Forderungen im pr;n7 günstig aufgenommen worden. Die Verhandlungen geh weiter. .!et <!c .t ri|1c Brlind über frwiöslseh-englische Zusammenarbeit Paris, 22. Dezember. (J.T.A.) Der französische Pr micr Br i and erklärte w’ährcnd der Syrien-Debatte in (■ Kammer, cs war selbstverständlich, daß Grofibritnnnic■ welches das gleiche Interesse an der Erhaltung des Friede < in Palästina und Mesopotamien wie cs Frankreich u: Syrien hat, die notwendigen Schritte unternahm, um die Dn>• an der Uebcrschrcitung der Grenze nach Palästina, eben; die Verstärkung der Reihen der Rebellen aus Palästina, יי hindern. In der Vergangenheit, setzte Briand {׳•/ mögen manche bcdaucrlichcKonkurrcuzaktion? stattgefunden haben, für die Gegenwart aber kann: versichern, daß die Beziehungen zu den britischen Autorität: sehr freundliche sind. Vor kurzem wurde in!וגז• jordanien eine- Art Komplott gegen uns geschmiedet. יח Haltung der britischen Behörden ln diesem Falle war in j\! Beziehung korrekt und hat unsere Aufgabe sehr nleichtr״ Briand kam auch auf den Besuch de Jouvcncis, des r.c:;׳■ Oberkommissars für Syrien, in London zu sprechen und sagt׳ in diesem Zusammenhang, der einzige Zweck dieses Besuch׳ war, ein Abkommen mit Großbritannien zu schließen m: der Richtung, daß die Drusen verhindert werden, Zuflucht: Transjordanien zu suchen und von dort aus neue Attacke gegen die französischen Truppen vorzubcrciten. Betreffs ö Grcnzrcgulicrungsfragc Im Nahen Osteu hat d- JouvencI keine Verhandlungen mit London gepflogen: die; Angelegenheit gehe nur ihn, Briand, als Außenminister a־. $pr7 ■;rt vo' •hriftlicl -er i!n -jrdiar \hli־sci ■;:,istinc : als d ו viel •dir ab e ßcr vrr: Die •■״ewöl n Ta׳: .ein ft ■ hlirßu :״rn v : man Zenti; r im 1; ::״eleu;1amask .':chbar '•!״ au: der nu :düng Ablehnung französischer Troppendurchzüge "or J c ru 6 a I c m , 25. Dezember. (J. T.A.) Der französisch!.hrcitei Befehlshaber in Syrien richtete an den britischen Miliiä: rurtcii bcfehlshabcr in Palästina das Ersuchen, französische: em is Truppen den Durchzug über Metullah nach dvf ״ן < Osten zu gewähren. Der palästinensische Militärbefehlchab f;srits hat dieses Ersuchen abgclchnt. | ,;10״d gal) Großbritanniens Vertrag mit lbs Sand |! * Jerusalem, 25. Dezember. (J. T. A.) Hier wird offizh der Inhalt des Vertrages mitgcteilt, den die Regien;:: Großbritanniens, vertreten durch Sir Gilbert Clayton, mit dr1 siegreichen Wahabltcnführcr Ibn Saud, Sultan von Ne<ci:<! abgeschlossen bat. Es handelt sich um einen Freundschaft vertrag, in welchem sich Ibn Saud verpflichtet, keine weitere־ Einfälle in Transjordanien seitens seiner Untergebenen r. dulden und auch keine befestigten Platze im Bereich de transjordanischcti Grenze zu erhalten. Die Grenzfrage zwkehe Nesehd und Transjordanien wurde so geregelt, daß das G׳'hi״ Wady Sirhan Ibn Saud zufällt. Beide Parteien verpflicht■:• sich dem Bandenwesen cntgcgcnzuwirkcn. Auch frie: liehe Hirtcnstänmc können nur mit Zustimmung der beider• scitigcn Behörden die Grenze von einem Lande in das ander: überschreiten. Dagegen sollen Reisenden und Pilger Orcnzerlcichtcrungcn gewährt werden. ״Manchester Guardian" schreibt zu der im Pj!• lament verkündeten Abdankung König Alis von Hcdsclu« und dem Einzug der Wahabiten in Dschcdda am 23. Dezember u. a.: Dies bedeutet das Ende der Schöpfung des Departe• ments Middle East des britischen Koloninlamtcs, das sich ein• bildete, ein großes Reich der Maschimitcn in Arabien errichten zu können. Die Haschlmitcn-Familic Ist aber an ihren eigene: zügellosen panarablschcn Plänen gescheitert. Staatshoheit Itr die Juden ■imptu :תו vc •t'haJtn ־.n Mt •;vr;rh< :;rdcu rocher fs hin; atzun; jng. 1 Es icmütt rr.hrni :f die ־!Ue v -rh > :chtig ׳:•ebne Anstalt •liiMir זיי nu <!;ז -re ,";:nr, •eh, dr Vordg, London, 22. Dez. (J.T. A.) Oberstleutnant J. M■׳ Kenworthy richtete an den Kolonicnnunister die Frage, ob der unter dem Namen Beisan-Land bekannte frühere Kronbesitz in Palästina ganz von arabischen Siedlern ku!• tlvlcrt wird, ob die Araber Pachtzins zahlen, endiieh ob nicht In dieser Gegend Raum für jüdische Siedler wäre Kolonicnmlnlstcr L. S. Amery erwiderte: ״Ich bedauere die gewünschte Information nicht geben zu können; werde von dem Oberkommissar einen Bericht darüber ver• langen.״ Die Zahl der Jaden in Mossnl In der Sitzung des englischen Unterhauses fragte Ma)3r Harvey, wie viele Juden, Christen und Moslcmitcn cs i״ Vilajet Mossul, das soeben vom Völkerbund den englischem Mandat 6tehcndcn Irak zugesprochen hat. giif• Kolonienminister Amery erwiderte: Nach den!0::-; Feststellungen im Irak wohnen im Vilajet Mossul 166W’ Araber, 3S652 Türken, 61 363 Christen, 11 807 Jude״ 494 000 Kurden. Nur PalSsliaa zsblt London, 25. Dezember. (J. T. A.) Im Unterhaus fM£pc Sir Fredcrlc Wisc, ob die Türkei and die von ihr losgelöst«3 Staaten ihre finanziellen' Verpflichtungen auf Grund des Vertrage« von Lausanne erfüllen. Unterstaatssekretir des Aus* wärt!gen Amtes, Mr. Locker-Lampson, erwiderte: Auf Grund des Lausanncr Vertrages sind die Türkei und die losgelöst Territorien verpflichtet, bestimmte Jahresraten für dca Til* gungsdienst der ottomanischcn Staatsschuld zu entrichten. Bis jetzt hat aber nur Palästina die Jahresrate auf di« Schuld geleistet . . -er ur 'Jr de: ’ 3n<Jsc :•ihr w '■vnucl d< Straße ,Piicht dur dUmai :;־ht l ' ■'־’onit '־•'rs a 't der ':ation :^onc r,:c Z *ehrt V< Dhen, 00(1־ *ahl - he ^otsta ׳{•׳j v ‘Dauer t;ncn iagen Ei ^mfra *tehen AuffaJ

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