Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 99 (18.12.1925)
- Date
- 1925-12-18
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. ©9 JUEÖisCHE RUNDSCHAU Seife 823 1 (Iu־: li. u ,רו _ ü ii £5 Ni״;' ,eri'i; Ko:: : wc!.' 2^. 1 a.-i Ul־A um:. ä׳a׳׳:?Hs. K״> IKK'.’ fni־:.' Ca l: \vic eben, ',;:11 ■ icic ,־»!ihr ״ehe; o\v:c; ItiU.'I dun?; Die Wirtschaftslage In Tel-Awlw nnd Jaffa Die Meinung der Jaffaer Handelskammer. Die Jaffaer Handelskammer befaßte sich aut einer Sitzung von! 23. November mit der Lage der Industrie und des Handels in Jaffa und Tel-Awiw und veröffentlicht hierüber folgendes Resumö: a) Wie den Mitgliedern durch ihre Verbindung mit den anderen Städten des Landes bekannt ist, kann man fcststcllcn, daß Jaffa und Tcl־A\vi\v sich in einer exzeptionellen Wirtschaftslage befinden. Haifa und Jerusalem haben ja der ersten Hälfte dieses Jahres nicht jene fieberhafte Ent׳ wicklung durch״cmacht wie Jaffa und Tel-Awiw und spüren jetzt auch nicht einen ähnlichen Rückgang. In den Kolonien ist überhaupt keine Aenderung zu verzeichnen. b) Was die Industrie betrifft, so ist zu bemerken, daß Jie industriellen Unternehmungen, denen cs im Laute des;ri/ten Jahres gelungen ist, sich zu konsolidieren, auch jetzt gesund sind und keine besonderen Schwierigkeiten verspüren. In drei Fällen befinden sich industrielle Unternehmungen in einer recht schweren Lage, aber nur cm Unternehmen ann in seiner jetzigen Gestalt nicht weiterbcstchcn, und in diesem Fall ist nachgewiesen worden, daß gar kein Zu־ «ammenhang zwischen der Einstellung der Arbeit in diesem Unternehmen und der allgemeinen Wirtschaftslage besteht. Die Schwierigkeiten dieses Unternehmens sind aus rein inneren Gründen entstanden, die in keiner Weise mit der allgemeinen *»ge Zusammenhängen, ln den beiden anderen Fällen werden die Dinge jetzt geordnet: die Unternehmen setzen ihre Arbeit fort. c) Was den Handel mit Baumaterialien betrifft, die den wichtigsten jüdischen Handelszweig bilden, ist zu bemerken, daß die Großkauflcutc, die ihre Waren direkt aus oem Ausland beziehen, größtenteils bereits langst ihr Geschäft der gegenwärtigen Lage anzupassen vermochten. Für den Winter erwarten sic keine größeren Warenimportc mehr. Sic werden zwar manche Kredite an ihre Abnehmer verlängern müssen, aber cs ist anzunehmen, daß dies den Kauflcuten mit Hilfe der Banken nicht schwer fallen wird. d) Allgemeine Ansicht ist, daß in der letzten Zeit im Handel mit Baumaterialien allzu langfristige Kreditc erteilt worden sind, und zwar auch durch kleinere Kauficutc, und diesen fällt es jetzt schwer, die von ihnen übernommenen Lasten zu tragen. c) Man ist zu der klaren Erkenntnis gelangt, daß die anderen Handelszweige vor allem durch den jetzigen Stand der Baubewegung leiden und des weiteren durch den Umstand, daß in Jaffa und Tel-Awiw kan Platz für so viele Läden, wie sic im letzten Jahre entstanden sind, vorhanden ist. f) Es wird immer klarer, daß es keineswegs die Absicht der Ranken ist, ihrer ständigen und gut fundierten Kundschaft den Kredit einzuschränken, sondern daß sie im Gegenteil willens sind, auch ihrerseits in dieser Krisenzeit ihrer Kundschaft zu helfen. g) Es ist n i c h t a n z u n c 11 m c n , daß der Handclauf Jcrsclbcn Höhe bleiben wird, wie im ersten Halbjahr 1025. Andererseits ist cs bereits jetzt klar, daß man nunmehr eine ן Triode der normalen Arbeit erwarten kann in der Hoffnung!:jt eine neue Blüte im Frühjahr 1926. Alle Anwesenden waren ן icr Ansicht, daß n i c h t d c r geringste Grund für die in ׳.incm Teil der (.)Öffentlichkeit verbreiteten Befürchtungen vorliegt. Die jetzige Lage hat in sehr hohem Maß zur Gesundung zahlreicher schwacher Positionen im Handelsleben geführt. (Ziko.) Der Anlמבס von TeMwlw Jerusalem. Für Wegebau, Häuserbau, öffentliche und private ürainagearbeiten sind zurzeit 3000 Arbeiter in Tel- \wiw beschäftigt Diese Tätigkeit wird einen frischen An-!!Ich erhalten und weiteren Arbeitern Beschäftigung geben, ׳obald in Erfüllung einer kürzlich zustandegekommenen Ablachung zwischen der Allgemeinen Hypothekenbank (einer '1'!ründung des Keren Hajessod) und der American Palcsiinc 'eeuritics Ine. der erstcren neues Kapital in Höhe von IE 100 000 zufiießen wird. Es werden jetzt die Pläne für -ic Errichtung eines großen städtischen Krankenhauses fertiggestellt, dessen Kosten zirka ££ 25 000 betragen und das in Verbindung mit der Hadassah gebaut werden soll und für lf|0 Betten eingerichtet ist. Im Norden Tel-Awiws wird die « 1״c Siedlung Hcr/lia der Zion Commonwealth gebaut, wo;!*'ege angelegt werden und schon etwa 80 Häuser im Bau sind. Die Texlllsladt ln Palästina;klc - Zwischen der Gesellschaft ״Manoi״ als Erbauerin der “^;;.|[,cx1‘lst?dt Djeida (an der großen Straße zwischen Haifa und t f12.׳a7arc^ gelegen) und acn Gesellschaften Siemens- ג p,.*iciJuckcrt und Siemens Bau-Union ist wie wir “•‘^fahren — der lange erwartete Vertragsabschluß wegen des V,:. der Stadt nebst Fabrikctablisscmcnts und maschinellen ,^.',^'׳arirhtupgen (Wasserleitung usw.) soeben zur Tntmehe ge- :^,^! ,0^len. Damit ist /um ersten Male ein großer internationaler ־/n‘׳>zcrn in das Werk des Palästina-Aufbaues cingctrcten. fijji Fön! neue WilfelsfflEdssIedfzzafle■! des: Im Zusammenhang mit dem Plan, Mittclstaudssicdlungcn!״nie:! ■ä dem Bo״*׳n des K. K. L. zu schaffen, hat man Versuchs- 5, hc:|H-is e ein Budget dafür ausgearbeitet. Dieses Budget sieht tnc«:!!;־, daß der K. I I. an fünf derartige Siedlungen au Kolonisten, «1 bc• j-r über einige eigene Mittel verfügen, Anleihen im Betrage *.000 15 - יי gewähren wird. Anleihen au sieben weitere Sv;:• ״;dnnicu stellen noch zur Beratung. Die ersten Zahlungen ׳.; •'-;;•).ל Getreide und Saatgut sind bereits geleistet worden. Einer : 0.!י innen scplnrdischcn Siedlung in Scidoun hat man ein rar.ki■, '1 '•Häufiges Budget bewilligt; über andere soll noch bc-!sehn flössen werden. > ־'•יח An die Errichtung der neuen Arbeitersiedlungen kann c :!הנין!״ noch n;cht sofort gehen, weil cs aus ökonomischen )1runden richtiger ist, erst den Boden soweit vorzubcrcitcn _ r11:״ i.'d *11 amclioricrcn, daß die Siedler wirklich mit ihrer Arbeit crc!!7) Rinnen können, anstatt daß man während dieser vorbereiten• 1;;ן׳* Arbeiten noch für ihren Unterhalt aufkommen muß.;:;i~(1:׳ ij01’ hofft, mit diesen Sicdlungsarbcitcn zeitig im Frühjahr ״ auf 1י beginnen. ג der i bct, die Sri הסח bc ׳ג■'. hc::,ic ii r•׳;• 1erde!*■ Xen; Industricgrösdnugen fa Palästina 1,. im Tschlcnow.-Viertel in Tel-Awiw wurde eine!;1chonenfab« ik gegründet, die den Bedarf des Nahen Jätens decken und die Zichoricnpfianzc in Ercz Israel |<htcn will. I, Die Firma Slofnik & Silberbusch errichtet in Tel* :■'?w eine Zinkerei ״Awaz“, in die £E 8000 invest'crt werden. V׳c hauptsächlichsten Rohmaterialien kommen aus!Deutsch- *.1י (Ziko.) ’. ln Tel-Awiw wurde eine Bierbrauerei eröffnet, die täglich 0)־ Flaschen Bier produziert Eine neue Unlcrnelummg Von M. de Schalit (Tel-Awiw). Die Immigration in Palästina aus allen Ländern der Welt nimmt einen sieten Verlauf. Die Immigranten sind entweder ganz arm oder gehören der Mittelklasse an; die meisten kommen mit Familie, die sic erhalten müssen. Klein ist die Zahl der vermögenden Leute, die kommen, um dem Lande ihr Kapital, ihre Energie und ihre Initiative zu widmen; die herrschenden wirtschaftlichen Bedingungen garantieren noch keinen entsprechenden Gewinn für industrielle Kapitalsanlagen. Dem Kapitalisten eine solche Garantie zu bieten ist unmöglieh, genau so wie cs unmöglich war, dem Chahiz die Sicherheit zu bieten, daß er nach Trockenlegung der Emck-Stiinpfc kein Invalide sein würde. Mit der!־'oder in der Hand und einer trockenen Gewinn- und Verluslbcrcchmmg vor sich• läßt sich ein eigenes Land nicht aufbauen utul zur Blüte bringen; den wc entliehen Faktoren einer Wirtschaftsrechnung muß in diesem Falle das nationale Gefühl zugercclmet werden, das in jedem Einzelnen wohnen muß, der inithclfcn will beim .Aufbau des Landes. Dieses nationale Übernehmen verlangt einen starken Willen, Opferwilligkeit, Ausdauer, zähe, eiserne Geduld, vor allem einen festen Glauben a׳a den Erfolg, der sich nicht abschreckcn läßt von den schweren Bedingungen, unter denen man hier arbeiten muß. Möge keiner sagen, daß einen solchen Kampf nur jemand führen kann, der über große Gelder verfügt! Das ist falsch. Es gibt viele Juden in der Welt, die ohne darunter zu leiden, einen Teil ihres Vermögens in Crez-IsracI investieren könn'cn. Baron Rothschild allein hat in Palästina ein Drittel des Kapitals investiert, das die ganzen fünfzehn Millionen Juden zusammen für das Land gegeben haben. Er ist stets bemüht, Werke zu schaffen, die die Neuankommender! vor Arbeitslosigkeit schützen sollen. Hier baut er Wcinkcllcrcicn, dort errichtet er Mandel- und örangcnpllanzungcn, heute schafft er Tabakpinntagen und landwirtschaftliche Siedlungen, morgen Mühlen, Salz.wcrkc, Zementfabriken, Parfümfabriken usw. Soeben hat die Gesellschaft ,,Grands Moulins de Pa- Icstiuc“, auch eine Schöpfung dos Barons, eine neue und wichtige Institution geschaffen. die viele Immigranten mit Arbeit versorgen wird:: die M a z zot h f a b ri k in Haifa. Die Mazzothfabrlk besteht aus einem großen dreistöckigen Gebäude und ist mit den modernsten Maschinen ausgestaBet. Sie ist durch eine Seitenlinie mit der Eisenbahnstation Haifa verbunden, während eine Klclnbalmlinic zwischen der Fabrik und der großen Mühle beide Unternehmungen zu einem großen Gänzen macht. Die Leitung der Mazzothfabrlk bemüht sich, 'ihr Fabrikat durch seine vorzügliche Qualität bei den jüdischen Konsumenten der ganzen Welt gut rin/uführr:1. Der zur Iler- Stellung verwendete Wei/en kommt ausschließlich von den jüdischen Kolonien Erez-Isrnels. Hiermit eröffnet sich eine Aussicht, das Gebiet des Weizenanbaues in Erez-Isracl 711 vergrößern und neuen Kolonisten die Möglichkeit der Ansicdltmg zu geben. Das wird davon abhängen. ob die Mazzofhfnbri'c das ganze!״׳du־ hindurch Tag und Nacht arbeiten wird, das heißt, oh der ganze Mazzothmarkt der Welt von den Grands Moulins In Haifa mit aus jüdischem Welzen gebackenen Mazzotli versorgt werden wird. In der Fabrik selbst (ebenso wie i:1 der Mühle) arbeiten nur jüdische Arbeiter, die einen ständigen Verdienst das ganze Jahr hindurch haben und ausgeschaltct sind aus der großen Masse der Saisonarbeiter. Die Leitung strebt an, die Fabrik so auszugcstaltcn, daß in drei Tagcsschlchtcn gearbeitet werden kann. Noch ein dritter Grund besteht, warum jeder Jude mithelfen soll bei der Verbreitung der Ercz-Isrncl-Maz/o'h: cs ist eine Tradition, daß die Gewinne der Rofhschi’d’schcn Unternehmungen im Lande selbst bleiben müssen. Die Gewlnne der Ma//othfabrilc werden daher keinem anderen Zwecke dienen, als der Errichtung eines neuen Unternehmens, das wiederum Arbeit schaffen־ wird für Hunderte von Juden aus dem Gahifh. Die Maz.70th*Erzeugung untersteht der ständigen Aufsi'ht bekannter Rabbiner in Ercz-lsracl und der Heehschcr ־trägt die Unterschrift des Oberrabbinrrs Kuk, und der Rabbiner Sonnenfcld und Markus. Die Maz/o*h werden in schöne, orlginc'Ie, mit hebräischen Texten vcrsch״nc Kartons verpackt Jeder von uns, der sieh ״och in der Diaspora befindet und sein Kapital nicht in Ercz-lsracl an'egon kann, kann fetzt beweisen, daß ihm jüdische Arbeit und jüdisches NaHonalgut im Lande Israels teuer süicf indem er für Ercz-lsracI-Mazzoth unter seinen Freunden und Bekannten Propaganda macht und auf diese Weise beiträgt zur Schaffung von Lebensbedingungen für zahlreiche jüdische Immigranten. J5fcresslt7.u3fl der P. I. D. C. Jerusalem, 3. IV/nnbcr (j.T. A.) Dieser Tage fand in Jerusalem die Jahresversammlung der Palostine Land Development Company in Anwesenheit von Vertretern des Jüdischen Nationalfonds und des Keren Hajessod, die die Majorität der Aktien besitzen, statt. Den Vorsitz hatte der Präsident des Dircktorcnratos Prof. Otto W a r b 11 r g inne. De Versammlung genehmigte die Bilanz für 1921־. sowie den vom Geschäftsführer Dr. J. Thon erstatteten Bericht. Die Frage der Dividcndenvcricilung für die Jahre 1923 und 192t wurde aut Vorschlag der Geschäftsführung bis zur nächsten Genrralvcrsammlang verschoben. F.s wurde ferner beschlossen, daß der gegenwärtige Direktoreurat die Geschäfte bis zur nächsten General- Versammlung weiterführt. Somit bleibt Prof. Warburg Präsident des Direktorenrates, J. L Goldberg Vizepräsident und Dr. J. Thon Geschäftsführer. Die Jcdfsche Zeclralbark 10 Kowuo Kowno, (>. Dezember 1925. Dieser Tage fand in den Räumen der Jüdischen Zentralbank eine Deponentenversammlung statt, an der auch der Aufsichtsrat und die Verwaltung der Bank tcilnahmcn. I>ic Verwaltung schlug der Versammhing vor, ein Komitee zu wählen, das der Auszahlung der Einlagen beiwohnen soll. Die Versammlung lehnte diesen Vorschlag jedoch ab zum Zeichen dafür, daß sic der Verwaitung vertraut. Es wurde nur der Wunsch geäußert, daß zunächst die kleineren Einlagen zur Auszahlung kommen sollen. Im allgemeinen beschäftigt sich der Aufslchfsrat zusammen mit der Verwaltung mit der Reorganisation das Personals. Zum 1. Dezember hatte man allen 127 Angestellten gekündigt. Von diesen werden jedoch etwa 65 Auscrwählte wieder angestellt werden. Die Aufnahme aller Operationen ist am 1. d. M. erfolgt. 1:1. Haifa veranstalteten die arabischen Arbeiter anläßlich des ß^tckiichcn Ausganges ihres Streiks ein großes Fest. ,־הי?) idiiü Kleine Nsdirlcfctea Wie die palästinensischen Zeitungen berichten, weilen die Herren Franz Goldschmidt, Cöl. Trice und Fischer aus Frankreich letzterer ah Vertreter der. französischen Gesellschaft 7ur Gründung von Hotels, in Jerusalem. Alle diese Herren befassen sich mit der Frage der Errichtung neuer Hotels in Palästina. In Jerusalem haben sic 2000 Quadrateüen erstanden, aut denen sic ein großes Motel zu erbauen bcabsichtigen. (Ziko.) Die Jerusalemer Tcppiciifabrik Marwadia eröffnete Filialen in Safcd und Hebron. Sie soll demnächst bis gegen 300 Arbeiter beschäftigen, während bisher an 50 Maschinen nur gegen 100 Arbeiter und Arbeiterinnen tätig waren. Die Produktion wird hauptsächlich in Amerika abgesetzt (Ziko.) , I״ Jerusalem sind derzeit 100 jüdische Arbeiter 1 in Baugewerbe beschäftigt, und die großen in Bau befindliehen Gebäude werden zweifellos noch weitere Arbeitskräfte benötigen. Die bedeutendsten Bauten sind jetzt ein großes Hotel und ein Büroliaus. Außerdem werden in Beth Hakarem 15, in Talpioth ebenfalls 15, im Moniefiore-Vicrtel 35 und in Bajith w'gan 30 Häuser errichtet. Im allgemeinen war die Bautätigkeit in Jerusalem dieses Jahr recht rege. Es wurden Baubcwilligungen für ungefähr 500 Häuser erteilt. Mit einem Anlagekapital von 25—30 030 £ soll demnächst an der Meeresküste zwischen Haifa und Akko eine neue Silikatzicgclfabrik errichtet werden. Ein Teil der neuen Maschinen, 90 Tonnen, ist bereits in Palästina eingetroffen, und der Rest ist unterwegs. Diese Fabrik, die 40 bis 50 Arbeiter beschäftigen wird, soll täglich gegen 30000 Ziegel hcrstcllcn. (Ziko.) An das A r b c i t s a m t der Histadruth in Tel-Awiw ist eine Abteilung für Frauenarbeit angcglieöert. Diese vermittelt ständige und vorübergehende Arbeit in allen Frauenberufen, sowie insbesondere auch Hilfsarbeit innerhalb der BauarbeiL lm Jahre 1924 wurden in Palästina 3102 Tonnen Salz verkauft, das aus Italien, Cypern, Acgvplcn, dem Toten Meere und Aihlit stammte. Die verkaufte Afenge hatte einen Wert von £U 27 787; der Nettogewinn der Regierung daran betrug £E 17 377. . * Wie die deutsche Rcichshauptstellc für Kultur- und Wirt- Schaftspropaganda mitteiit, ergeben sich für die deutsche Industrie folgende Absatzmöglichkeiten in Palästina: Eisenkur/waren, Kühler, Fisschränkc. Holzbearbeitungsmaschinen, Bäckcrcjmaschinen, Röhren für Wasserversorgung, elektrische Ausrüstungsgcgensländc, Motor-Omnibus-Farben, Lacke, Firnis, sanitäre Ausrüstungen usw. Die genannte Rcichshauptstellc er- [ teilt alle gewünschten Auskünfte. Dieser Tage nimmt eine neue Spiritusfnbrik, ״Palcstim־ Spiritus Fadory“ ihre Produktion auf. Die Brennerei wird täglich drei Tonnen Spiritus erzeugen. Sie befindet sich in der deutschen Kolonie Saronn, wo die Oriinder, die vor kurzer Zeit ins Land gekommen sind, den großen Kelter der Deutschen erworben haben. (Ziko) Mit Rücksicht auf die Winterzai hat das palästinensische Oberrabbinat sich an die palästinensische Post- und Telegraphcnverwaltung mit der Bitte gewandt, die iüdlsehcn Pa‘- amten am Freitag nachmittag rechtzeitig vom Dienst zu enrlassen. Der Leiter des Postutiü Telegraphenwesens Int mm dieser Tage dem Oberrabbinat mitgeteilt, daß er diesem Ansuchen Folge gegeben und das nötige bereits veranlaßt hat. (Ziko) Die Arbeiterfraktion (die stärkste Fraktion) hat für ihre Tätigkeit im Stadtrat von Tel-Awiw folgende Programmpunkte aufgcstcllt: 1. Abschaffung des Schulgeldes, freie Schule für jedermann, Aufbringung dos Budgets (das 11 fW) Pfund beträgt) durch eine besondere ScImU-feucr: 2. Größer•■־ N'cinnrledlimg von Familien, vor allem ihre V0ihc־׳ei!un;׳ durch genügenden Straßenbau und K.ana'hations- und Wasseranlagcn; 3. Vergebung der notwendigen öffentlichen Arbeiten 7um Zwecke der Behebung einer evtl, drohenden Arbeitslosigkeit: 4. Ausreichende Arboiterschut/gesctzgebimg. Der Plan der Gründung einer österrcichisch-paiästiuenrischen Handelskammer mit dem Sitz in Wien macht gute Fortschritte. Verschiedene jüdische und niehtiiidischc Personlichkeiten des österreichischen Wirtschaftslebens werden sich an den Aibeilen der Kammer beteiligen. IVr Plan zur Grünilung der Kammer war in den letzten Tagen des XIV. Zionistenkongresses gcrclit. ln Chedera wird mit einem Grundkapital von £ 50!״) eine Jalousienfabrik errichtet, die voraussichtlich 50 Arbeiter beschäftigen wird. Die Eukalvptushiiume der Kolon;!־ werden den hauptsächlichsten Rohstoff liefern. In der Fabrik sollen auch Kisten für die Verpackung von Orangen hergestellt werden. (Ziko.) llebcrsclirfifnnr! des Immlaritlonrinidßct.s Jerusalem, 25. November 1923. (P. C.) Die enorm rmgcwachscnc, alle Schätzungen überschreitende Einwanderung der letzten zwölf Monate brachte eine Mehrausgabe von fast £E 18 000 über das vorgesehene Budget vor, £E 27 $09 mit sich. n.Ysc B־>d״ctüberschreitung wurde teilweise durch cim• besondere Zahlung des K. H. in Amerika von £E סר gedeckt. Während im Jahre 1923/21 die gesamte Einwanderung 12119 betrug, kamen vom 1. Oktober!921 bis 30. St-ptemheu־ 1925 zirka 33 191׳ Immigranten ins Land. Außer den laufenden Ausgaben für Immigrafio:K/.w־׳cke wurden im August Anleihen im Betrage von £E 1119,67 und im S׳*n{rmb׳’r i Höbe von CE 723.21 an N'euankömmiirgc gewV-rt. Die laufenden Unkosten setzen sich zusammen aus Ausgaben zur Unterstützung neuer Einwanderer, wie Zahlung von Kopfsteuern und anderen Gebühren an die Regierung. Tra״sport, Krankenfonds, Anfrcchtcrhaltung der auriändlschen Palästina-Acmtcr, Immigrationsspesen und Vorbereitung der Ein- Wanderer im Auslände, sowie Subventionierung der Aemter in Jaffa und Haifa. Dr. nalprrn gebt B3eh Amerika Wie die ״Palästina-Korrespondenz“ der Zionistischen Enckutive Jerusalem meldet, hat Dr. Halpcrn, der leitende Direktor des Jewish Colonial Trust, seine Reise nach Palästina a u f ge sch ob e n. Er beabsichtigt. nach־ den Vereinigten Staaten zu fahren, um dort mit den Führern des amerikanischen Zionismus und anderen Persönlichkeiten über Probleme dos Budgets der Zionistischen Organisation zu beraten. Aus Anlaß des 25jährigen Dienstjubiläums des Geschäfts* führers der Jüdischen Kolonialbank (Jewish Co'orvn! Trust), Herrn William Wolf, gaben die Direktoren der Bank ein Festbankett, dem 120 Gäste beiwohnten. Den Vorsitz führte Joseph Cowen,