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Jüdische Rundschau · 1925-12-18 · Heft 99 (18.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 99 (18.12.1925)
Date
1925-12-18
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 824 •JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr Op Das Ende des Steiger-Prozesses Lemberg, 10. Dezember (J.T.A) Der Vorsitzende teilt mit, der Gerichtshof habe beschlossen, 16 Anträge der Verteidigung betreffend die Ladung neuer Zeugen und Sachverständiger abzulchncit. Hierauf werden die Aussagen der Wiener Rechtsanwälte Dr. Israel Waldmann und Dr. Rand, die der Wiener Polizei zu Protokoll gegeben wurden, verlesen. Dr. Waldtnana charakterisiert seine Stellung zur ukrainischen Befreiungsbewegung und berichtet dann über den Inhalt seiner Gespräche mit verschiedenen Führern d^r ukrainisehen revolutionären Bewegung, die ihm erzählt hatten, das Attentat sei von einem Ukrainer, und zwar \׳on Olszanski, ausgeführt worden. Auf Empfehlung des Herrn Dr. Roman PerTetzki, Vertreters der Wcstukraincr bei der Union der VÖIkcrbundligen, ist Dr. Waldmann in Berlin mit Repräsentanten der ukrainischen revolutionären Organisation zusammcngctrctcn. Oberst Konowalctz, eine der einflußreichsten Persönlichkeiten der' ukrainischen militärischen Organisation, hat Herrn Dr. Israel Waldmann in Gegenwart seines Bruders, des Redakteurs Moses Waldmann, strikt erklärt, daß der Attentäter Olszanski sich in Berlin befindet. Obwohl die ukrainische militärische Organisation ihrer Bckcnnerpflicht durch den Briet an die Zeitung ״Chwila" bereits genügt hat, wollen die ukrainischen militärischen Kreise den Fall nicht auf sich beruhen lassen und zu gegebener Zeit den Attentäter Olszanski dazu bewegen, ein umfassendes mit Tatsachen bclegtes Qcständnis abzulcgcn. Es wurden die genauen Bedingungen dieses Geständnisses fcstgclcgt, woraufhin die Weiter- Führung der Verhandlungen Herrn Redakteur Moses Waldmann übertragen wurden. Herr M. Waldmann teilte nach einiger Zeit mit, daß die ukrainischen Führer mit dcr׳Vcrkündigung der wahren Tatsachen noch zögern und daß dieVer- Handlungen unterbrochen wurden. Herr Dr. Israel Waldm3nn schließt seine Aussage dami}, er habe sich solange zur Diskretion verpflichtet gefühlt, als der Name Ülszanskis der Ocffcntlichkcit unbekannt war. Als aber durch Bekanntwerden des Protokolls des Bcuthencr Prozesses und durch die bekannte Beantwortung der Anträge des Ahg. Dr. Badt durch den Preußischen Minister des Innern über Olszanskis Rolle kein Geheimnis mehr schwebte, fühlte er sich vereSSeWet, gleichfalls seine Kenntnis von den Dingen proto- Kollarisch nicdcrzulcgcn. Hierauf wird die protokollarische Erklärung des Herrn Dr. Rand verlesen, der versichert, der bekannte ukrainische Gelehrte Prot. Iwan Protz habe ihm einige Wochen vor dem Attentat erklärt, sobald der Präsident Wojcicchowski in die westukrainische Hauptstadt Lemberg kommen werde, so werden dies die Ukrainer als Provokation empfinden und durch ein Attentat dagegen protestieren; mit der Ausführung des Attentats sei der junge Olszanski betraut worden. Freilich hatte dann Prof. Protz bestritten, daß er, Rand, solche Mittcilungcn gemacht hat. Der bekannte Industrielle Dr. Wasser, Führer der jüdischen assimilatorischen Qruppe in Ostplizien, sagt aus, daß ihm Dr. Baczyuski in Marienbad erklärt habe, er wisse cs aus den maßgebendsten ukrainischen Kreisen, daß ein junger Ukrainer und nicht Steiger das Attentat aüsgeführt hat. Dr. Baczynski schilderte auch dem Zeugen die genauen Vorgänge bei dem Attentat; diese Schilderung deckt sich vollkommen mit den Angaben Olszanskis. Der Zeuge erzählt ferner, er sei vor einiger Zeit mit einigen bekannten Bankiers von Prag nach Berlin gefahren. Im Restaurant Kernp i n s k i unterhielten sic sich mit einigen deutschen Politikern und Industriellen. Es wurde vom Prozeß Steiger gesprochen. Ein deutscher Politiker sprach von der Rolle Olszanskis und daß in Händen der deutschen Behörden unzweifelhafte Beweise von der Täterschaft Olszanskis vorhanden sind. Dr. Wasser kam dann durch Vermittlung des Politikers mit zwei Logationsräten des Auswärtigen Amtes in Berlin zusammen, die ihm über die ganze Angelegenheit Olszanskis berichteten־ und erklärten, der ukrainische Oberst Konowalctz habe bestätigt, daß Olszanski der Attentäter sei und das Attentat aut Befehl der ukrainischen militärischen Organisation ausgeführt bat. Auf die Frage, warum die deutsche Regierung aas Material der polnischen Regierung nicht übergibt, erwiderten die Herren, Olszanski habe in seinen Geständnissen mehrere ukrainische Personen, die ihn begünstigt hatten, mit Namen genannt. Diese Personen dürfen nicht verraten werden, weil sic sonst der polnischen Justiz verfallen sein würden. Der Zeuge Inspektor Wyezynski, der der Garde des Präsidenten wojaeenowsky zugctcilt war, gibt eine Be- Schreibung des Aussehens der Bombe, die er als erster in Augenschein genommen hat. Seine Ausgaben machen starken Eindruck, weil seine Beschreibung des äußeren Aussehens der Bombe mit den Angaben Olszanskis übcrcinstimmt. Lemberg, 11. Dezember (J. T. A.) Auf Antrag des Staatsanwaltes verliest der Vorsitzende ein Verhör mit einem gewissen Rosolowsky, der nach Rußland gekommen war und dort erzählt hat, er habe das Attentat gegen Präsident Wojcicchowski verübt. Die Verteidiger macncn darauf aufmrrksam, daß Rosolowsky wegen gemeiner Verbrechen nach dem Ausland flüchten mußte und daß cs unzulässig sei, seine verlogenen und stark widerspruchsvollen ״Gestandnissc" neben die den Stempel der Wahrheit tragenden Bckundungen Olszanskis zu stellen, um auch Olszanskis Geständnis zu bagatellisieren. Der Staatsanwalt erwiderte, auch die Verteidigung war früher auf anderer Fährte, indem sic an der These von der Täterschaft Panczyszyns festhiclt, dessen vollkommene Unschuld sich später erwiesen hat. Die Verteidigung beantragt die Einvernahme der Eltern Theophil Olszanskis, die wahrheitsgemäß bekunden werden, daß Ihr Sohn am 5. September lQ2«i nicht in Sambnr, sondern in Lemberg weilte und daß sic selbst davon überzeugt sind, daß ihr Sohn Thcophll das Attentat aüsgeführt hat. SitiBf;« des zionistischen Oberrats ti Palen Warschau, 10. Dezember (J.T. A.) Der Oberrat der Zionistischen Organisation ganz nalcns trat dieser Tage in Warschau zu einer Tagung zusammen, in der über die katastrophalc Wirtschaftslage der Juden in Polen berichtet und Maßnahmen zur Abhilfe beraten wurden. Nach Eröffnung der Tagung durch Präsident Levite referierte Dr. Klumcl über die Lage. Drei Millionen Menschen sitzen zusammengepreßt, in äußerster Not, ohne Ausweg, ohne die Möglichkeit auszuwandem. Er empfahl, Rieh an die Juden- .schaft in Amerika mit einem Appell um HiHe zu wenden. Vor dem Kriege hat allein die Ica den jüdischen Berufsgcnosscnschaftcn in Rußland jährlich für fünf Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, wovon ein erheblicher Teil auf Polen entfiel. Jetzt aber entfällt auf ganz Polen nicht mehr als ein Kredit von 300000 Dollar. — Es referierten sodann Senator Rothenstreich, Dr. Davidsohn und Dr. Reich. Letzterer berichtete über seinen Aufenthalt ln Amerika, wo ihm die Führer des Joint das Versprechen gaben, daß die Juden in Polen gestützt werden würden. An der weiteren Debatte bcteiligten sich Dr. Wvgodski, Hartglas, Sommerstein. Senator Körner, Roscnblatt, Dr. Hrndes, Insicr, Berger, Podhschcwski, Dr. Ester Mangel, J. Grünbaum. Heftmann und viele andere. Es kam zum Ausdruck, daß die furchtbare Wirtschaftsnot der Juden zum großen Teil auf verfehlte staatliche Maßnahmen Zurückzufuhren sind; jüdische Arbeitet, und Beamte werden aus Rcgicrungsanstaltcn systematisch hcrausg cd rangt; die Zwangssonntagsrune ruiniert die jüdische Bevölkerung. — Der schle Jahrestag der Eroberong Jerusalems Jerusalem, 0. Dezember (J.T. A.) Aua Anlaß der achten Wiederkehr des Tages des Einzugs AJicnbys in Jerusalem erließ Lord PI um er dne Proklamation, in der ca heißt: ״Ich hoffe, daß der 0. Dezember, der Tag der Befreiung Jerusalems, von jedem Bürger als ein öffentlicher Feiertag beobachtet werden wird/‘ Im Regicrungshause fand ein offizieller Empfang statt, welchem Vertreter aller Glaubensbekenntnisse beiwohnten. Die ehemaligen jüdischen Soldaten begründeten einen Fonds zur Errichtung eines Denkmals in Tcl-Awiw zum Andenken an die jüdische Legion. Dem Organisationskomitec gehören die Kapitäne Becker und [affe und die Herren Alpcrn, Arschawskv und Levontin an. ]Der Feier in der St. George Kathedrale wohnten der griechische und armenische Patriarch, sowie prominente mohammedanische und jüdische Bürger bei. l>cr Gottesdienst wurde in vier Sprächen, Hebräisch, Arabisch, Griechisch und Armenisch, gehalten. Ein Bekehrter im New Yorker ,,Vorwärts" veröffentlicht der Chefrcdaktcur Ab. Kahan, der bedeutendste Führer des jüdischamerikanischen Arbeiterringes, der vor einigen Wochen Palästina besuchte, und auf der Rückreise in seine Heimat Delegierter der amerikanischen Sozialisten beim Intcmationalcn Sozialistcnkongrcß in Marseille war, ein Resumd über seine Eindrücke in Palästina. Ab. Kahan, der sein Leben lang gemeinsam mit seinen Genossen gegenüber dem zlonistischcn Gedanken eine ablehnende Stellung beobachtet hatte, ist durch seine Erfahrungen in Palästina ein Freund des palästinensischen Aufbaugedankens geworden. In seinem Resumd sagt er, daß die idealistische Arbeit, die in Palästina geleistet wird, die Sympathie aller Sozialisten der Welt verdient. Palästina spielt heute im Bewußtsein des jüdisehen Volkes die Rolle des liebsten Kindes. Ab. Kahan weist darauf hin, daß die hervorragendsten Sozialsten der ganzen Welt dem Zionismus freundlich gcgcnübcrstchcn und darum sei cs auch Pflicht der amerikanisch-jüdischen Arbeiter, ihre Stellung gegenüber dem Zionismus zu revid 1 c r c n und von nun ab dem Zionismus weitgehende S y m p a t h ו c c n t g c g c n z u b r i n g c n. Die Stellungnahme Ab. Kahnns ist um so erfreulicher, als dadurch unsere Bestrebungen, das gesamte amerikanische Judentum in einer Einheitsfront für die Unterstützung des PaJästina-Aufhaus zu vereinigen, durch einen Anschluß des amerikanisch-jüdischen Arbeiterringes an diese Einheitsfront eine Zusammenfassung der jüdischen öffentlichen Meinung in Amerika für Ertz-lsrael wesentlich erleichtert würden. Seefeste zle&lstisehe Lasdeskontereaz ia Trsassylvanlrn Die sechste Landeskonferenz der Zionistischen Organisation in Transsylvanien fand in Targumures (Marosvasarhcly) statt und war von mehr als 150 Delegierten und Hunderten von Gästen besucht. Die außerordentlich tcicrlichc Eröffnungs- Sitzung, an der mehr als 1500 Personen tcilnahmcn, war eine wirkungsvolle Demonstration. Sowohl die Behörden als auch fast sämtliche Nationalitäten urid Religionsgemeinschaften waren durch Deputationen vertreten und sprachen der Konferenz ihre Glückwünsche aus. Als Vertreter der Zionistischen Exekutive nahm Herr Dr. Hantke an der Konferenz, teil. Die Zionistische Organisation' in Transsylvanien umfaßt sämtliche Zionisten des Landes ohne Unterschied einer Partei- Schattierung. Es nahmen daher auch fast sämtliche Misrachi-Gruppcn und die Anhänger der Arbeiter- Parteien an der Konferenz teiL Die Konferenz beschäftigte sich vor allem mit den Fragen der Vorbereitung für Palästina. Zum ersten Mal hatten sich auf dein Dclcgicrtcntag Parteien gebildet, wobei sich die der Arbeitergruppe nahestehenden Elemente unter den! Namen ״Brith Haawodah" zusammcnschlosscn. Die bisherige Leitung wurde im wesentliehen einstimmig wiedcrgcwiihlt Präsident des Landes- Verbandes ist uic bisher Dr. Josef Fischer in Cluj. Im Anschluß an die Landeskonferenz besuchte Herr Dr. Hantke auch Cluj und Temesvar. Auch Jabotinsky aus Rumänien ausgewiesen. Wir haben seinerzeit berichtet, daß der Vertreter des Keren Hajessod, Dr. Alexander Goldstcin, auf Befehl der rumänischen Siguranza Czernowitz sofort verlassen mußte, obwohl noch einige Veranstaltungen angesagt waren, in denen Dr. Goldstein sprechen sollte. Nun kommt die Nachricht, daß auch Wladimir Jabotinsky auf seiner Tournee ln Rumänien von dem gleichen Schicksal wie Dr. Goldstcin ereilt wurde. Auch ihm erteilte man die Weisung, Rumänien sofort zu verlassen. Der rumänische Außenminister Duca erklärte unserem Gesinnungsgenossen Dr. Meyer Ebner aus Czernowitz, der wegen der Ausweisung Goldsteins Beschwerde führte, daß diese Ausweisungen auf einem ..Mißverständnis" beruhen. Offenbar sind In Rumänien die Mißverständnisse Regel und das Verständnis eine Ausnahme. Zioftlslistbtr Delegiertenlag in Griechenland Am 5. und G. Dezember fand ln Saloniki der Dclcgicrtcntag der Zionistischen Organisation von Griechenland statt. Auf die besondere Bitte, zu dieser Konferenz einen Delegierten zu entsenden, hat die Zionistische Palästina-Exekutive Herrn Kalvarisky, Mitglied des Präsidiums des Wand Leumi,’zu ihrem Vertreter ernannt. Seitens des K. K. L. wurde Herr Dr. Leo Sußmann delegiert, der sich einige Wochen den organisatorischen Aufgaben ,des K. K. L, ln Griechenland wldmen wird. AAAvAAA Jacob Tcitel 75 Jahre all Die in Deutschland lebenden Juden aus Rußland bc gehen in diesen Tagen ein Fest zu Ehren der repräsentative״ Gestalt der russisch-jüdischen Kolonie, die Feier des 75. Qpn ' burtstages von Jacob Tcitel. Der Jubilar war £ 1 ehemaligen Rußland der einzige jüdische Richter in her vorragcmlc Stellung. Zu Ehren Tcitcls veranstaltet ein 5 Komitee am Freitag, den 18. d. M., im Logenhaus KU;״! Straße 10, ein Bankett. | Dr. S. Spiegel, der in den letzten Jahren ein Mit : arbeiter Tcitcls in seiner sozialen und humanitären Bctäti״Ur^ i war, schreibt uns über die Persönlichkeit des Jubilars u* ־ ״Jacob Tcitel war 37 Jahre höherer Beamter im rü-.sii 1 sehen Justizministerium und hat, was für russische Vcr*. [ haltnissc der Zarcnzcit geradezu unmöglich klingt, nicmal- ■ die innigen Beziehungen zum jüdischen Volke gelockcr i Tcitel gehörte zu den angesehensten und beliebtesten Per. Rönlichkeitcn des russischen Judentums und gilt auch jCM : im Auslande als vornehmer Repräsentant der ins Ausland verstreuten russischen Juden. Ohne Territorialst zu sein be * teiligte sich Tcitel im Jahre 1912 an der Expedition’ Dr : Jochclmanns und Zangwifls nach Lissabon, um mit ffcr portugiesischen Regierung zu verhandeln, die damals den luden Angola zu Kolonisationszwcckcn überlassen wollt? In seinen Lcbenscrinnerungcn, die Tcitel in foj letzten Zeit in Berlin hcrausgab, betont er, daß er sich an dieser Expedition beteiligte, um nichts unversucht 7U lassen, was die schreckliche Lage der russischen Juden zu lindern vermöchte. In seiner Stellung als hoher russischer Beamter war er ununterbrochen tätig, um die Bc. drfickungcn seiner Volksgenossen in Rußland abzuwenden oder zu mildern. Anfang 1914 fand in Kissingen eine Konferenz, statt, in der Tcitel die Hilfe für die im Auslande studierende jüdisch-russische Jugend organisierte. Auch heute ist Teitel als Vorsitzender des ״Vereins der russischen Juden" trotz seines hohen Alters unermüdlich für sein־׳• vo!ksgcn:::cn tätig." Die Jublläomsteter Iflr Scbillow/Vy Wie Ita aus New York meldet, fand dort die Jubiläum.*• feier für den jüdischen Denker und Schriftsteller Dr. Chajim Schitlowsky, der Ende November 60 Jahre alt geworden ist, unter massenhafter Teilnahme statt. Es hielten Ansprachen Vertreter der Gewerkschaften, des Arbeiterrings, des so/in• listischen Verbandes, des Schriftstellcrvcrcins J. L. Pere.׳, der Volksunivcrsität Schalom Alcichctn und anderer jüdischer Kulturinstitutioncn. Der Jubilar dankte in einer längeren Rede Touristen -InlonnalionsbQro ii Palästina Jerusalem, 9. Dezember. (P. C.) Im Hinblick auf die bevorstehende TouristeÄaison ist das jüdische Information־- büro reorganisiert worden. Zum Leiter wurde Herr D\ Fritz Löwenstcln ernannt. Die Hauptaufgaben dieses Informationsbüros sind, die Jüdische Touristik zu fördere, den Kontakt mit den an der Förderung des Touristenverkehrs interessierten Körperschaften innerhalb und außerhalb Palistinas aufrecht zu erhalten, Touren zusammcnzustellcn usw. Das Büro wird jedem unentgeltlich zur Verfügung stehn und auch Auskünfte über die Möglichkeit der Niederlassung in Palästina geben. Von der Jüdischen Natlonal-Bibliothck. Durch Verroht• hing des Vereins der Freunde der Hebräischen Universität in Warschau spendete Herr Dr. Michael Fcldblum in Warschau eine Sammlung von Büchern aus dem Gebiete der Mathematik und ihrer Grenzwissenschaften. Dir Sammlung umfaßt 460 Bände. Der Spender, Dr. Feldblum, ist ein bekannter Mathematiker, der bisher der Pjlästinabewegung femgestanden und sich dennoch bereit erklärt hat, die Bitte der Warschauer Gesellschaft um Spendung seiner Bibliothek zu erfüllen. Aus Anlaß der achten Wiederkehr des Tages der Eroberung Jerusalems wurden am 9. Dezember abends durch di*1־ Britische R ad io-Gesc 11 s c h a f t Vorträge über du Leben tn Palästina verbreitet, verbunden mit Dr■ blctungcn hebräischer und jiddischer Volkslieder. In einigen Tagen erscheint die neue Broschüre von Dr. jur. Botho Laserstein, Redakteur der ״Jüdisch Liberalen Zeitung"; ״Das Judentum ist der Friede!" Sic ist zun Preise von 1.— M. durch die Buchhandlung ״Friede durch Recht O. m. h. H", Wiesbaden, Gartenstraßc 18, zu beziehen. De: Subskriptionspreis beträgt 0.50 M. Dafür erhalten diejenige* das Heft, die bis zum 29. Dezember 1925 unter gleichzeitiger Einzahlung dieses Betrages, zuzüglich 0.10 M. für Porto urd Verpackung, auf das Postscheckkonto Dr. Botho Laserstein. Berlin N 4, Berlin Nr. 585 85 beim Postscheckamt Berlin NW“ bestellen. Der Verlag ״Nauck und Jüngling" macht uns darau: aufmerksam, daß in der Ankündigung der ״Englischen Geschichte" von Dr. Ludwig Reiß in der vorigen Nummer der ״J. R." ein kleiner Irrtum unterlaufen ist. D heißt dort, die Geschichte führe bis zum Jahre 1924, wahrend 1□ Wirklichkeit die Darstellung bis 1925 reicht. Nr 1 ה eh ] Sonnt י: des V eia t t c r) , Hebr. 0. B jüJBc כ ותג straß« Wein Wirk« C veran nacht einen. fang Berlin D;ngirn :fi. L?an;:r. Lcitur *ich (Wint zur \ Wein 2 siad i Straß( zu hi H abend! im CI Werk( & Chat fand, die A cinsün eine $ inncrh kämpf׳ •irdoch Wahre, in Zxri ausspr Auf fas :md nenolitist die Be' zu ncl: dem V Dr. W Den c vhluß: ׳;rtret 2 כ n a1 '•tuen■ Grunde ־tohl v Die V( 'ntensL hurg \: da der :roß j •immh ik Z. Entlast D< :ertcr '׳lost Der nbacht den St La rimgsrj ־jmmk Vcrirm rßen rrcur.d ergehn J! c n r:ג r o!'/ioiiis :nissar)!'1? ׳ ni Wirt sei VerelnsBachricbten Schachspiel. Am Mittwoch, den 9. und l(>. d .M.. Lindr:־. Im :י c h ר l 0 111 - A I e 1 c h c m - K 1 u b , Klei t-tr. 0, Simult־•’״ Schachspiele statt, die umer lebhafter Beteiligung sehr i:!u־rcssant verliefen. Herr Dr. Koppelmann (Berliner Seluchvcr• ein) hat von 42 gespielten Partien 32 gewonnen, ö verlort und 4 Remis. Infolge großen Interesses hat der Srh.alem• Aleichcm-Klub bcscldosr.cn, jeden Mittwoch derartige S i׳.a:;־ Veranstaltungen stattfimlrn zu lassen, und Teilnehmer 1"סי־ Zuschauer sind willkommen. Die Teilnehmer werden g־׳ beten, wenn möglich, ihre eigenen Schachspiele milz׳::!c;'־ men. Eintritt frei. Tel. Nollcndorf 4192. Blurr.crthnl-Großbart-Abcnd. Sonntag, den 20. d *י• um 8 Uhr abends, findet im Schalom-Alcichem-Klnb. Ki־^:־׳ ( straße 0, ein Blumcntlial-Großhart-Abend (Rezitation) st;‘; 6 Es werden vorgetragen: Pcrcz, Schalom-Alricbcm, Nadir, KD־ bak, Horhstcin u. a. Gäste willkommen. Tel. Nolknd. D- Hebräischer Montcssorl-Kindcrgartcn Nordwest.;;J Kindergarten arbeitet bereits seit einigen Wochen. Eia::‘■ j Kinder können noch aufgenommen werden. Anfragen sind richten an Frau Dr. Bartfcld, PauUtr. 27; Hansa 652..; Sekretariat für Frauenarbeit. Die Frauengruppe CN»■'־ ־ Iottcnburg hat Kinderspielnachmittagc cingeri hj';; die am Montag, den 14. Dezember, beginnen und wöchcr/.e.״; : stattflndcn. Anmeldungen von Kindern (die Teilnahme ׳"! unentgeltlich) können noch cntgcgcngcnommen werden. Zionistischer Sprcchchor. Alle, die sich für den nistischen Sprechchor interessieren, bitte ich * j einer näheren Besprechung über Zweck und Wesen 1 Sprcchchor cs am Dienstag, den 22. d. M., um 8 Uhr abert־״* in meine Wohnung: Düsseldorfer Str. 23, pt., rechts. (ץס L an das erleuchtete Fenster klopfen.) Hannah Zweig• Oliva 257. | Mi ß* ntll /ht d :׳:r V sei ■ruc f : n;>t :••rh l&A Jo! Si Ch;bü ':c sei ״״•'״tä! kön ■drunj -nen < ^bene

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