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Jüdische Rundschau · 1925-12-08 · Heft 96 (8.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 96 (8.12.1925)
Date
1925-12-08
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite. $00 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Akte, die nach Meinung des Oberkommlssärs nur durch!״Freude an Raub und Mord‘1 verursacht sind, dufgeben. Die Tatsache einer englisch-französischen Einheitsfront dürfte, wie auf die Türken, so auch auf die syrischen Rebellen ihren Eindruck nicht verfehlen. Syrien ist von dem Krieg, arg mitgenommen und das Bedürfnis nach Frieden und baldiger Wiederherstellung der Ordnung ist in der Bevölkerung allgemein. Das darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Freiheitsdrang und das Unabhängigkeitsstreben, das sich in Syrien so elementar geäußert hat, weiter bestehen wird. Die Franzosen werden wahrscheinlich in Hinkunft dieser Tendenz viel weiter cntgcgcnkommcn müssen als bisher. Die arabische Nation hat seit Kriegsende eine rapide Entwicklung durchgemacht, und will sich die Bevormundung und koloniale Ausbeutung durch europäische Völker nicht mehr gefallen lassen. Als kleines Volk, das selbst nach nationaler Wieder- Auferstehung strebt, haben wir Verständnis für die arabische nationale Bewegung. Wir wünschen, in Palästina mit den Arabern in freundschaftlicher Gemeinschaft zu leben und wir respektieren die Interessen des arabischen Volkes. Es ist charakteristisch, daß vor kurzem die arabische Zeitung ״Marat csch Schcrk“ eine Frage an die hebräische Presse Palästinas richtete, warum denn die Juden, die so oft ihre Freundschaft für die Araber beteuern, eine gegnerische Haltung gegen die Syrer oder gegen Abd cl Krim einnehmen. Es ist in der Tat verwunderlich, daß die palästinensische Presse, sogar der linksstehende ״Dawar“, nichts anderes zu der syrischen Revolution zu sagen wußte, als die Hoffnung, daß der Aufstand schnell niedergeschlagen werden wird. Dies ist jedoch zum Teil dadurch zu erklären, daß die Juden sich durch die unfreundliche Haltung der Araber eingeschüchtert fühlen. Zum Teil freilich ist cs eine bedauerliche Gedankenlosigkeit. Denn wir Juden haben uuzähligc Male erklärt, daß wir in Palästina lediglich jüdische Interessen vertreten, lediglieh um unserer Weiterentwicklung willen da sind, und nicht als Vorposten irgen feiner fremden Macht. In crcr so schwierigen Situation müssen wir zumindest die Gefühle unserer arabischen Mitbürger schonen. Die Erhebung der Araber zu nationaler Freiheit und kulturcllcr Leistung hat unsere brüderliche Sympathie. Palästina ist ein Land von gemischten Interessen, ein Land von eigenartiger Geschichte und eigenartiger Struktur. In Palästina soll unter dein Schutze der gesamten Völkergemeinschaft, in die auch die Araber gehören, die Heimstätte für das in der ganzen Welt verfolgte jüdische Volk errichtet werden. Daher ist gerade für Palästina die staatsrechtliche Form des Völkerbundmandates die einzig zweckmäßige. Wie immer sich die Lage in den anderen Ländern der A- Mandate־ gestalten mag, Palästina hat eine Sonder- Stellung und muß diese Sonderstellung auf absehbarc Zeit, vielleicht für immer, behalten. Palästina ist aber nur ein winziger Teil des arabischen Länderkomplcxcs, und der Prozeß des jüdischen Aufbaus, der sich dort vollzieht, hindert nicht den arabischen Aufschwung, er kann im Gegenteil ein positiver Faktor in diesem Prozeß werden. Dies ist unzähligc Male gesagt worden. Auf dieser Basis muß nun von jüdischer Seite eine aktive Politik geführt werden. Die ägyptische Zeitung ״Mukatam“, die allerdings schon öfter falsche Nachrichten brachte, berichtet, daß Sir Gilbert Clayton sich mit lbn Saud nicht einigen konnte, weil dieser u. a. auch gegen die zionistische Politik in Palästina protestierte. Nun wird ja freilich aus anderen Quellen berichtet, daß die Verhandlungen mit lbn Saud doch zu einem Resultate kamen. Dennoch dürfte der neue Machtfaktor, der in der Gestalt von lbn Saud im Vorderen Orient •erschienen ist, nicht ignoriert werden. Das Netz unserer diplomatischen Beziehungen in Bekenntnisse Von Sch. G’orclik. Wenn ein christlicher, mit den Juden sympathisierender Frcnml mit Begeisterung vom Zionismus spricht, wird meiner- 8e!ts die ßuclumg des Erfolges einer Idee selbstverständlich pünktlich ausgcfiihrt werden. Aber es berührt mich gleichzeitig äußerst peinlich, daß dieser Freund cs so leicht nimmt, daß wir Europa verlassen wollen. Er übt nicht die elementare Höflichkeit, um zu sagen: Wiel Ihr verlaßt uns? Ihr wollt fortgehen? Bleibt doch. Ich würde ihm nicht übclncfuncu, wenn er im Herzen anders fühlte, aber daß die einfachste Hoflichkcitspflicht eines Nachbarn fehlt, das schmerzt stark. Vor dem großen Ablahrcn werden uns die europäischen Freunde nicht mit traurigen Augen hinausbeglcitcn, weiße Tücher werden uns nickt zum Abschiedsgruß winken. Uns, die wir doch eine so große Anzahl von Jahrhunderten mit Ihnen zusammen gelebt haben. In dieser Glcicligültigkcit, mit der uns auch die christlichen Freunde fahren lassen, liegt eine große Grausamkeit. ► * Womit ich mich nicht abfinden kann, ist dies, daß die Verwfrklichung des Zionismus sich in einer Zeit vollzieht, wo alles Ideelle in der Welt verhöhnt ist, begraben liegt, in einer Zeit, in welcher eine Gleichgültigkeit gegen das Erhabene und Geistige herrscht. Diese jammervolle Zeit macht mich /um Pessimisten, stimmt midi wehmütig, zwingt midi, die großen Einsamen, die Eklesiasten zu lesen. Woher den Mut nehmen, das Schwarze KUid des Pessimismus mit den Frühlingsgcwändern des Optimismus zu vertauschen, nur weil die Idee des Zionismus Fortschritte macht! * Ich bin keine Kampfnatur und möchte auch aus vielen anderen Gründen nicht an dem Sprachenkampf, der unter uns Juden herrscht und noch lange herrschen wird, tcilnchmen. Abe^idt stelle mir vor: ein Volk, das ein Alter von Tausenden von ,Jahren bat, ein Volk, gebeugt von Sorgen, ein Volk, den Ländern des Orients ist sehr verbesserungsbedürftig, ln einer so bewegten Zeit wie die jetzige, wo unausgesetzt über die Neugestaltung der arabischen Welt verhandelt wird, müßten unsere Vertreter an Ort und Stelle sein und die zionistische Auffassung entgegen allen Mißverständnissen und Entstellungen ,dariegen. Wir hoffen, daß unsere politische Leitung die zionistischc OcffentlichkcK über diesen Punkt bald bcruhigen wird. Es ist oft gesagt worden, daß die wichtigste politische Vorbedingung für unsere Stellung im Lande der Umfang umf die Qualität unserer wirtschaftlichen Position ist. Wir wollen Palästina nicht mit dem Schwert erobern, sondern mit' friedlicher Arbeit. Vor mehr als zwei Jahrtausenden haben die Makkabäer Schritt tun Schritt des jüdischen Bodens befreit von dem Tyrannen, der von außen in das Land kam, um seine Kultur zu brechen. Wir haben heute nicht gegen einen Eindringling zu kämpfen, sondern wir heben unser Heim erst selbst auf/ubaucn. Dazu gehört vor allem der Boden. Der Gedanke, daß der Boden der neu entstehenden jüdischen Gemeinschaft in Palästina Volkscigcutuni sein müsse, ist einer der höchsten und reinsten des Zionismus. Leider wurde in der Praxis auch dieses Ideal wie so viele andere Ideale nicht erfüllt. Das letzte Jahr hat uns zur Genüge gezeigt, wohin cs führt, wenn wir uneingeschränktes Eigentum und freie Verfügung über Grund und Boden anerkennen. Der Egoismus, den Achad Haam einmal den Teufel nannte, triumphiert auf Kosten der Allgemeinheit, unsere Arbeit wird außerordentlich erschwert, statt Segen bringt ein solcher Bodenknuf den Fluch der Unrast, den wir eben abgcschüttelt zu haben glaubten. Der Boden dem ganzen Volke als unveräußerliches Eigentum, das ist eine der Grundlagen einer sittlichen Gemeinschaft. Das Instruinenf, das sich der Zionismus für diese Idee geschaffen hat, ist der Jüdische N a t i o n a 1 f 0 n d$. Er ist populär geworden im jüdischen Volk, aber vielleicht schon so populär, daß inan au ihn wie eine Sclbstver״ ständlichkcit vergißt. Während die zionistischen Sorgen schwierigeren Problemen gewidmet sind, glaubt mau den Nationalfonds gewissermaßen schon als eine von selbst laufende Maschine betrachten zu können. Dies ist ein Irrtum. Die Maschine braucht Ocl, der Nationalfonds braucht unsere Energie uud unsere Aufmerksamkeit. Es hat sich die Sitte eingebürgert, bestimmte Fcstzeitcn des Jahres dem Nationalfonds zu widmen. Chanukkah ist eine solche Zeit, und Chanukkah steht vor der Tür. Darum sei heute au dieser Stelle an die Pflichten erinnert, die jeder Zionist gegenüber dem Nationalfonds zu erfüllen hat. In den Tagen, aii/dcnen wir der nationalen Befreiung gedenken, trage jeder in ־ alle jüdischen Häuser die Kunde van der neuen Befreiungstat, die eine jüdische Zukunft auf besseren sozialen und moralischen Grundlagen aufbauen will. Wer hilft, Volksbodcn in Palästina zu erwerben, der trägt bei 7.11 dem großen jüdischen Gesundungsprozeß. ״ I)r. Ruppln contra ״Doar Daiom“ In dem Brlei" ־;•:rigsprozcß Dr. Ruppins gegen den ״Doar Hajom“ befaßte sich das Gericht in mehreren Sitzungen noch immer mit der Frage, ob Ben Awi zur Zeit des Erscheinens der betreffenden Ariikcl tatsächlich der verantwortlich c Redakteur des ,,Doar Hajom“ gewesen ist, was er leugnet. Es wurde eine Reihe von Zeugen zu dieser Frage verhört, worauf die weitere Verhandlung für den U. Dezember anberaumt wurde. Der Richter *erklärte, daß er dann fünf Tage hintereinander diesem Prozeß zu widmen beabsichtige. (Seltsam, wie kläglich diese Affäre ausläiiff, bei der die Verleumder nicht genug pralllerischc Worte machen konnten und nun kneifen!) das arbeitet sich abquält, leidet, mit einem Wort: ein sehr, sehr altes Volk soll mit einmal in die Schule gehen, um reden 7u lernen! * Wenn auf einem der öffeiilliclini Plätze in Palästina ein Denkmal für Otto Wein in gor errichtet werden wird, der uns sehr gehaßt hat, aber mit dem Hasse eines Bruders, mit dein Hasse, durch den er selbst so unsäglich gelitten hat (und zugrunde gegangen ist), wenn solch ein Denkmal möglich sein wird, werden wir mit Stolz von uns sagen können: wir sind ein großes Kulturvolk. Apologcten-Dcnkmälcr zu errichten, dazu gehört nicht viel. Dabei haben die Apologeten uns so viel Schaden zugefügt, sie haben unsern Geist cingcschläfcrt. Nur unter den nationalen Juden ist es möglich, daß einer sagt: ich liebe die Literatur. Und dabei können Jahre vergehen, ohne daß er in einem Buche geblättert hat. Mit dem ״Ich liebe die Literatur“ wollte er nur bemerken, daß er Nationalist ist und ihm folglich die Pflicht obliegt, für ״kijum hajahdus“ zu sorgen, wozu auch eine schöne Literatur gehört. Er persönlich kann aber sehr gut ohne sie auskommen. ♦ Große Ideen werden in elenden Mansarden oder inmitten der schönen Natur geboren. In dieser Umgebung wollen auch die großen Ideen besprochen werden. Sa lt;d llcrzl den Wiener Oberrabbiucr Güdemann nach Caux, uin dort vor ihm die zionistische Idee zu enthüllen. Er wollte für seinen großen Plan die feierliche Umgebung haben. Als ich dies einem amerikanischen Zionisten erzählte, machte er die Bemerkung: ״Unter uns gesagt, Hcrzl war eia Batlon.“ Offenbar wollte er damit sagen, daß er ein großer Dichter war. Wenn der Völkerbund irgendeine jüdische Frage behandelt, so geschieht cs gewiß am Ende der Saison, wenn die Sekretärc schon iliro Koffer packen, so wie Cäsar bei Shaw. Er Nr GQ Die Drusen grellen die Ecdstfusbabn » Jerusalem, 1. Dezember (J.T.A.) Längs der Hed schas-Eisenbahn im II au ran an der Linie Ezra — K1 r bat -Ga za Ic begannen die Drusen einen konzentrierten Antritt I auf die französischen Posten. Das Dorf Uma, direkt" jn j der Eisenbahnlinie, wurde von den Drusen besetzt. Die zaltl der Einwohner schloß sich den Drusen an und kehrt״ die Waffen gegen die französischen Truppen. Als Repres^Vj ' bombardierten die Franzosen das Dorf, wobei 18 Einwohnr; und 3 druslschc Soldaten den Tod fanden. — Die Drusen hbrn! auch das Dorf Noa nördlich von Deraa, einer Harnt. | Station der Hodschas-Eisenbahn an der Grenze zwischen Tranj.! Jordanien und Syrien, besetzt. Auch in diesem Kampfgebiet Lschließt sich ein Teil der Einwohnerschaft den Drusen 4n Die Konferenz 1■ Baltimore Von Lord Balfour war zur Konferenz folgende telegraphische Begrüßung eingetroffen: ,Ich erfahre mit Freude von der Konferenz in Baltimore, die die Aufgabe hat, 5 Mil! Dollar für Aufbauarbeit in Palästina /u schaffen. Alle, ע׳,- an dem Fortschritt der zionistischen Bewegung intcrcssicn sind, sind den Zionisten der Vereinigten Staaten Dank schuldig. Ich hoffe und wünsche, daß die von Ihnen 5cu cingclcttcfcn Bemühungen von dein verdienten Erfolg *7C. krönt sein mögen.“ ** Auch von Ramsay Macdonald war ein hcrzli:^ Glückwunschtelegramm fcingetroffen, worin Macdonald erklärt er verfolge alle Einzelheiten der Entwicklung Palästinas m;! großem Interesse. Alfred Mond telegraphierte: ״Ucbcrmittcln Sic mein«; besten Grüße der Palästina-Konferenz und meine bc:״*,׳ Wünsche für den Erfolg der Kampagne. Die amerikanisch,• ludcnhcit hat schon bis jetzt auf die Appelle zugunsten Nationallicims in Palästina eine brillante Antwort gegeben. Jetzt aber schreiten die amerikanischen Zionisten zu einer Sonderaktion. Rückblickend auf meinen jüngsten Besuch in Palästina, kann ich der Ueberzeugung Ausdruck geben, daß jeder Dollar dort nützlich verwendet wird. Ein Doll!• jetzt bringt mehr Früchte, als zehn Dollar in zehn Jahren‘־ Palästinensische Eisenbahner-Gfnerlfschalt Die Jerusalem, 29. November. (J. T. A.) Die Organisat or, der Eisenbahner in Jerusalem erhielt von dem Büro dt: Arbeitcrintemationalc die Mitteilung, daß die Internationale der Transportarbeiter den Kampf um die Anerkennung de: Organisation der palästinensischen Eisenbahnarbeiter und -angestdlten aufgenommen hat. Es haben bereits Verband!^• gen mit dem Internationalen Arbeihburo in Genf, sowie rei: der Palästina-Regierung begonnen. Die Transportarbei cr־h;(e:• nationale wird demnächst eine Kommission zwecks Untersuchmig der Angelegenheit nach Palästina cn'scitdcn. ln Jerusalem selbst verhandelten vor kurzem Delegiert!* der palästinensischen Eisenbahner mit dem Generaldirektor des Eisenbahnwesens, Colonci Holmes: bei diesen Vtr• handl1mgc.il war Mr. Antony als Vertreter des Kolonial• amt es anwesend. Colonci Holmes erklärte hierbei, vorbelu!:• lieft der Zustimmung der Zcntralrcgicrung wäre er berei׳, <11 e Organisation anz 11 erkenne 11. ־•׳,ngsai ־ יc> <־ir; rn siel Buc rp bei - die ׳enden bereit: ,fertig gebic Schaf j 1 der ',׳■cjli'.i enden hat si urzdt, FrcIvviUloc Bodennaüonalislcrung U Piläsüiu Jerusalem, 25. November (P. C.) Die Sitte, des Keren Kajemeth privaten Bodenbesitz in Palästina zur Ver• fügung zu stellen, erhielt eine warme Unterstützung seiten1: eines amerikanischen Zionisten, der folgende Worte an dir New-Yorker ״Ncw-Palcstinc“ schrieb, mit denen er diesen Brauch erläutert und sein Eigentum von 20 Dunam dem Fond: anbictet: ״Ich persönlich besitze du wertvolles Stück Land an der Küste des Tiberias-Sccs, das ungefähr 20 Dunan! groß ist Ich überlasse es hiermit aus freien Stücken dem K. K. L Soweit mir bekannt ist, haben viele amerikanische Juden ähnle!:!־ Grundstücke am Ufer dieses Sees, die unbekannt und unau־■ genützt dalicgcn. Nichts könnte dieses Gebiet reizvoller und gesünder gestalten, als die Anpflanzung von Eucalvptus• bäumen. Damit würde auch eine Einnahmequelle geschaffen werden.“ Agndas Jlsroel 1a Polen Warschau, •1. Dezember (J.T. A.) In Warschau tag! gegenwärtig der Landcszcntralrat der Agudah im Brisrn de: Mitglieder des Weltzcntralratcs Rabbiner Horowitz (Wie:), Jacob Rosen heim (Frankfurt a. M.), Dr. Pincas Gohr (Präsident des Weitverbandes -Agudas Jisrocl).!de r u נ־י f t s Vhf, a! darijj •m zir in dai •c;:ig; r.ing ü Pf, $u 1r tih cn’ cs zw ' ״;er t ' sehr ״‘d in : teile: -־׳ d. י sied! deinen "rächt über, ׳ | Üu*:״ י \■ di{ f ''a‘iou: ׳ e zi war schon zutn Aufbruch fertig, hatte Abschied von Klco• patra genommen, da kommt ein Qcncral oder ein Sekretär 2r ihn heran und sagt ihm, daß noch eine kleine jüdische An gclcgenhcit zu erledigen sei. I Darauf C..'i.s.1r sehr müde, sehr gelniigwellt und resignier!; Ach, die Juden!j * Den Seufzer als Ausdruck tiefsten Kummers und Sehmer:«:! kam! man am häufigsten bd den Juden treffen. Ein einfacher Durchschnittsjudc seufzt und versinkt dann in Nachdenken, und sein Gesicht bekommt den Ausdruck philosophischer Tiefe und geistiger Erhabenheit. Andererseits aber empört^ mich der Gedanke, daß d*<> aber buchstäblich alle Juden auf dieselbe Art und We:״c seufzen, Bialik, wie der letzte Jude. :71 ד H C t י '•yj* 1 der rende ׳ .an ׳ 1 lieb• und ־ g d"־' ■״di י * H 0 r; . otis־׳'־', Zionistische Begeisterung darf nicht i:1 dem Ausruf oc stehen: Seht, unsere Chalu/iin sind Helden, sic hungern Zionistische Begeisterung soll in dem Vorwurf auskün^c- Die Chaluzini hungern, und wir sind satt! Es ist nicht schm׳■ aus dem Hunger ein Ideal zu machen . für andere Der befreite Don Quichotte (Volksbühne) Dieses Rcvolutionsdraina des russischen Volkskomm:? für Bildungswesen ist weniger Drama, als Meditation über לס;! Problem, das uns Juden sehr vertraut ist von dn; Tagen ^rrfi Propheten her bis zu unserer Gegenwart; cs ist das A!■•* hältnU von Politik und Sittlichkeit. Der Konflikt ist i«'™‘‘ da, darum ist auch jede echte Religion stets gegen den Staat j aufgetreten. Aber wo Menschen die alte selbstsüchtige un B geistferne Ordnung zerstören um einer Idee willen, um c:״C£ neue Welt zu schaffen, — dort erhält das Problem besondere p Schärfe; denn hier wird cs zum Gewissenskonflikt der neuen Machthaber, die, uni ihre gute Sache zu retten, die M‘üCin der von ihnen gestürzten Weit selbst übernehmen müssenh ח cm < :ru;:k ■° nie vcri:cr;s dom Dj? .v0r, ־:• E. ■־c‘:t & ל vor י“ ל «MI ■:c!ner rt $; 'ric י! ec 0 ״'nfrae *ine 4r g ׳«ckt: ^el;t ‘t bi י׳ vor

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