Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 95 (4.12.1925)
- Date
- 1925-12-04
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. ©5 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 705 Der ßelegiertcnlag des dentscäea MisracM Von Dt. Oskar Wolfsbcrg. Die Bedeutung des kürzlich in Berlin abgchaltcncn niisfachis*1scl1cj1 Dclcgicrtcntngcs wird erst nach seinen AuswirkunrC!1 zu ermessen sein. Denn die Tagung selbst stellte weniger ,]5 ähnliche Veranstaltungen eine Demonstration nach außen Jj3r una war alles andere als eine Abfolge von schönen Reden; ״euer in der Absicht noch in der Wirklichkeit Allen, die an der Vorbereitung des T3gcs und an seinen Verhandlungen verantwortlich tcilnahmcn, war cs klar, daß nur nüchterne Festsetzung des Arbeitsprogranims, des Budgets und seine Verteilung auf die Ortsgruppen die Aufgabe der Besprechung scm konnte. Es wird der Ruhm des Dclcgicrtentagcs bleiben, J13U er sich von übertriebenen Forderungen ebenso tcrngchaUai [וי! wie von zu geringen, zu denen die schwere wirtschaftliche [k'prcssion, gerade auch in Kreisen des Misrachi, gar leicht ],;itlc verführen können. Man war bestrebt, alle notwendigen Ansprüche zu befriedigen, und das Budget von 31030 M. ist u-okl Zeuge der wcitgcstccktcn Ziele. Im Budget ist die Hachscharah mit 9000 M. bedacht. Sie ist somit zum organischen Bestandteil des Budgets reworden. Nicht nur budgetär, sondern auch in den Ver- ^Mißlungen kam sic zu ihrem ungeschmälerten Recht. Dr. W'cllstcins gutes Referat und eine gründliche Debatte erörterten alle wichtigen Fragen, und wir dürfen hoffen, daß eie Schwierigkeiten, die die misrachistischc Hachscharah durch eine große Enttäuschung, die ein Lehrgut uns brachte, durchmachen mußte, bald überwunden werden. Der Posten im jV.ulpct ermöglicht uns, sowohl die Stätten der Ausbildung *je die Zahl unserer Chaluzim zu vermehren. Mehr als früher widmete sich die Tagung auch der Erörterung der gesamtmiSTachisti sehen und -ziosistischen Fragen. Das ist nicht zuletzt die Wirkung des noch nicht lange zurückliegenden XIV. Kongresses und der Misrachi-Wcltkoiifcrcnz. Dr. Barth gab in seinem Referat einen erschöpfenden Ucberblick, der sich hoher Objektivität befleißigte. In der Debatte gingen nur einige Redner ausjiii.rlichcr auf diese Komplexe ein: dabei kam schon d״utli'hcr ::;ni Ausdruck, wie die einzelnen Strömungen und Richtungen Stellung nehmen. Als erfreuliches Resultat darf jedenfalls gebucht werden, daß der deutsche Misrachi, aller Differenzicrungen ungeachtet, eine Landsmannschaft eigener und — "המ darf es in einem elastischen Sinn sagen — einheitlicher Prägung ist. Dies kam sowohl in politischer als auch in jfistiger Hinsicht zum Ausdruck. Dabei ist es durchaus offen und deutlich, daß eie ideologische Haltung des einzelnen durchaus Abweichungen aufweist. Aber eine weitgehende Einigkeit herrscht hinsichtlich der Notwendigkeit theoretischer , Orientierung und ideologischer Bemühungen. Und das ist;! bedeutsam in einer Zeit, die solchem Streben nicht günstig |;?t. Wichtiger ist cs wohl noch, daß diese Bestrebungen im ■ ׳ deutschen Misrachi. vielleicht mehr als früher, fast auf der ר pmzen Linie getragen sind von der Aufgeschlossenheit aller j ״roßen Probleme, erfüllt sind gleichermaßen von dem Respekt .;! vor der jüdischen Tradition und dem gcist'gcn Ringen moderner! Vicnschcn. Sicherlich wird bei uns je nach Temperament, Veranlagung usw. die Aufgabe verschieden gelöst; aber cs; einigt alle die Achtung vor dem andern. Daß auf dem I Drleriertentag das zum Ausdruck kam, sowohl in der per-;1 «)״liehen Freundschaft der Delegierten wie in dem erfreulichen .1 Ton der f>ba'tcn, als auch in den eben angedcutcten Dingen, ibs ist nicht nur für uns erfreulich, sondern sollte auch in 1; den allgemein zionistischen Kreisen Beachtung finden. Diese Homogenität — die durchaus keine Gleichmacherei! ist — ist auch, trotz allem, das Kennzeichen der Leitung, des ׳׳ Zrntralbüros. Das im wesentlichen aus seinen früheren Mitpiedern wiedcrgcwählte' Zcntralbüro hat für einige aus- ך ‘.(beidende Freunde •eine Ergänzung erfahren durch die Neu- ״j phl von Dr. Wöllstein und cand. jur. Chononowicz. Die .! lirizuwahl beider ist symntomatisch: mit Wöllstein wird ausüiicklich der frühere Hachscharahrcfcrcnt als Mitglied in!1 hs Kollegium berufen und behält sein Ressort bei. Damit i iu die hohe Bedeutung der Hachscharah auch außeriieh 1 <!׳־׳l(!1rnentiert. Chononowicz wird das Jugendressort leiten. Auch hier Ist Insofern ein Novum, als wir die Verwaltung der!;!.;״endarbeit in die Hände eines Gesinnungsgenossen aus den ־;!leihen der Jugend selbst gelegt haben. Auch das ist gut so. •; Fraglos sind von der Tagung viele Immj’se für Orrs- .'runpenarbelt usw. ausgegangen. Der Verdienst des Delc- ,i'!crientages ist es auch, daß den Bestrebungen de« Hapocl i i;1~j:rnrhi, in Ercz Jisracl mehr l Jn.crstü‘zung zuteil werden Die bisher verstrichene Zeit zeigt eine gesteigerte i ׳'!;tivität in einer Reihe Ortsgruppen, insbesondere Berlin, .׳Hamburg, Leipzig, Frankfurt, Breslau. Sollte das andauern ״ ־־:־nd es ist begründete Hoffnung vorhanden ־־־ solFe ins-!׳.•sondere die Aufbringung des Budgets sich ohne Störung •! ׳״׳!Ziehen, so sind das ganz unmittelbare Erfolge des Dclc- ',-friontages. Er würde in den künftigen Erfolgen seinen jkhönsten Lohn sehen.! Millcilnngca des PafösJhiaamfcs Berlin; . 1. Reisende DberT riest: Personen, welche die regcl-; ■ig Donnerstags verkehrende direkte Linie Triest—Jaffa;■"'!tzen. müssen bereits Montag aus ihren! Wohnort ab- ,}5׳«n und sich Mittwoch beim Palästinaamt Triest, Via Monte 7 2um Umtausch der provisorischen Schiffskartc i^'irn. Rri־enden,die <lic regelmäßig Freitags verkehrende ö 'mc Triest—Alexandrien benutzen, wird dringend empfohlen, später als Dienstag von ihrem Wohnort abzurciscn,; ‘ *ernst keine Gewähr für pünktliche Eisenbnhnanschlüssc; ,P'nonimen werden kann. Der Umtausch der Schiffskartc er- ־'״ gleichfalls beim Palästinaamt Triest. , - Die Reise des Damnfers ,.Gianicolo“ vom 31. Debc r fällt aus. Die nächste Abfahrt der direkten;; ״ ht am Donnerstag, den 7. Januar, von da ab regelmäßig L •“״erstags, Abfahrtszeit nachmittags 6 Uhr. . 3- Zertifikate: Unter den Bewerbern von 35 bis 45 .ה,;//,׳ können in diesem Halbjahr nur solche zugebssen ,[■ '•en, die Facharbeiter im Baugewerbe sind. Alle anderen /-־richten Anträge werden aufgeschoben. Allen Zertifikat- 1•7!, ־*ungen sind nerufügen: poizcilichcs Leumundszeugnis,;;״fließ Gesundheitsattest, 2 Paßbilder. Anträge von;,,'^cn können einstweilen nur dann berücksichtigt werden, .,".י die Bewerberinnen nachwciscn. daß sic in einem palästi-; ,: ׳fhen Betriebe Arbeit finden oder von einer in Palästina : '“•"^;chen Familie aufgenommen werden. :!.,j Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß 3ße durch die Vermittlung der Ortsgruppen, der Zronisti-!,*.י ,Verclni״׳ung für Deutschland, des He“hnluz oder der Maschen Parteien weiterzureichen sind. Die Ortsgruppen ,‘ר■ bei ihrer Beurteilung auch der Frage der Gesundheit :! rfcr Arbeitsfähigkeit der Antragsteller Aufmerksamkeit Wenden. 11Cbr31schcs Afphabeth für KrcuzstichstickcrcL Die •ri/ndung Bcth-isracl, Lemb erg, Jagidlonska 15, \*in hebräisches Alphabet für Kreuzstichstickerci heraus-;/׳cn. 03s kleine Buch, auf holzfreiem Papier hergestellt, ■ {•ן hübsche Alustcr in Druck- und Schreibschrift und ist *0?lag« für Kreuzsticbstickcrei »ehr gut verwendbar. Cc3£mI0rß22!sa!lca der deutschen Jaden Der Ausschuß des Dcutsch-lsracILischcn Oc;mi!dcfmndes hat sich in seiner letzten Sitzung mit der Frage der Wiederauinahmc der Arbeiten für die Schaffung der Cicsanitorganisalron der deutschen Juden bcschaft’gt Man war sich darüber einig; daß der Gemcindcbund, der hierzu von den deutschen Juden auf dem Gcmcindctagc vom 23. Januar 1921 das Mandat erhalten und sich bisher, nur um die Organisation des Prenßisehen Landesverbandes nicht zu stören, in der Ocffcntlichkeit zurückgchaltcn hat, berufen sei, in dieser dringenden Angclcgcnhcit die Initiative zu ergreifen. In Würdigung der Dringlichkeit dieser Angelegenheit wurde beschlossen, daß der Gerne! idcbund an die Landes- Organisationen eine Einladung zu einer Aussprache über die Verwirklichung des Vorhabens ergeh ווי Iisreti solle. Gleichzeitig wurde angeregt, daß diese Einladung möglichst gemeinsam mit dem Preußischen Landesver« banae, den! größten Landesverbände, ergehen möchte. In diesem Sinne ist noch am gleichen Tage die schrFtlichc Aufforderung an den Preußischen Landesverband ergangen, gemeinsam mit dem Gcmcindchuudc die Einladungen an die übrigen Landesverbände zu versenden. Es ist zu hoffen, daß in absehbarer Zeit die Relchs-Organisation des deutschen Judentums Wirklichkeit sein wird. Ans dem Preußischen Lsndcsvcrbsad Der engere Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden hat in seiner Sitzung vom 29. November sich in der Hauptsache mit dem Stand der Staatsbeihiifen, der Verteilung der Dezernate und der Beratung der Satzungen für die Ausschüsse befaßt. Bezüglich der Dezcruatvcrlciiung sind die bisherigen Beschlüsse mit der Maßgabe bestätigt worden, daß von dem politischen Dezernat mit gewissen Einschränkungen ein besonderes Dezernat für Gesetzgebung abgezweigt worden ist. Alle Angelegenheiten, für die ein besonderes Dezernat nicht gebildet ist, sind an das geschäftsführende Mitglied des engeren Rates übertragen worden. Die Dezernate wurden an die Berliner Mitglieder des engeren Rates wie folgt verteilt: Politik, Staatsbeihilfen, Antiscmitismus, Rechtssachen (außer Privat-Rcchlssachcn): Freund; allgemeine Fragen des Kultus und Unterrichts, Privat-Rcchts- Sachen: L i I i c n t h a 1; Gesetzgebung: noch offen; Verfassung der einzelnen Vcrhandsgcmcindcn: Klee; Finanzen, Subventionen, Ritualnngclegcnhciten: G a I c w s k i; Wohlfahrtspflege: Türk; Reichsverband: Lilienthal, Freund. Zum geschäftsführenden Mitglied des engeren Rates ist Herr Dr. Freund bestellt worden. Was die Ausschüsse anbclangt. so sind allgemeine Grundsitze aufgesteüt und Satzungen für die ICultu6- und Unterrichtskommission, den Wahlausschuß und den Ausschuß für Rcchtsangclcgenhcitcn durchbcratcn worden. Die endgültige Entscheidung liegt bei dem großen Rat, dessen Zusammentritt für den 20. Dezember in Aussicht genommen ist. Pressfsetoa In der ״Welt bühne“ schreibt Morus einen köstlichen Reisebericht. ״K. K.-Rcisebricf“, über seine Ericbn'sse in den ehemals ״K. K “-Ländern. Dabei kommt er auch auf die Tschechoslowakei zu sprechen, die er gerade zur Zeit der Wahlen besucht hat. Er berichtet: ״. . ..In der TschcchosEowakei landete ich gerade, als man dort mit den Wahlen fertig war, und zu seiner Ucbcrraschung sah, daß Bencsch und Svehla nur mit Müh und Not die Mehrheit im Parlament bekommen wurden. Zum Glück geben die Finessen des tschechischen Wahlrechts den großen Parteien die Möglichkeit, von den Mißerfolgen der kleinen zu profitieren, und so beruht die Kunst, eine Majorität zu erlangen, dort noch in höherem Maße als anderswo darauf, die Öpporitionsnarteien zu zerspalten und zu zerbröckeln. Am besten scheint das dem bauemschlauen Ministerpräsidenten Svehla diesmal bei den tschechoslowakischen Juden gelungen zu sein. Als Konkurrenz 7u der zionistischen Nationalpark*!' tauchte kurz vor den Wahlen in Karpatho-Rußland eine jüdische Sondergruppe auf, die ein orthodoxer Rabbiner aus der Gemeinde Hunsdorf gegründet hatte. Da die beiden jüdischen Griippeben sich nicht einmal auf Listenverbindung einigen konnten, fielen alle beide durch, und die Stimmen kamen den Ischeduschen Regierungsparteien zugute. Aber nicht nur die zionistisebe Konkurrenz behauptet, daß die orthodoxen Herren in Hunsdorf und Umgegend mit ihrer Parteigründimg noch einen Nebenzweck verfolgten. Die tschechische Regierung soll ihnen nämlich für die Errichtung einer besonderen Wir?- schaftspartei das Monopol auf Mazzemehl in Karpatho-Rußland und der Slowakei /״gesichert haben: und wenn aut diese Weise die Prager Regierung mit einer Stimme Mehrheit durchs Ziel kommt, so können die karnatlio-russischcn Mazzemchlbäckcr sich rühmen, auf höchst rituelle Art an der Welt* gcschichtc mitgcholfcn zu haben.“ * Die ״J c w i s h Time s", London, berichtet aus Jerusalem daß die Regierungsbehörde ln Haifa die Eintragung einer zionistisch-revisionistischen Gruppe Tn das Vcrciusrcgistcr mit der Motivierung ahgclchnt hat, daß die Zionistcn-Rcvisionlstcn Gegner der von der zionistischen Exckutive geführten Politik seien, die als Jrwish Agency anerkannt ist. Mithin seien die Zionisten-Revisionisten auch gegen den Kurs der Landespoiitik und darum können ihre Vcrcinsziele nicht genehmigt werden. — Wir überlassen der Londoner Zeitung die Verantwortung für diese Meldung. Sollte sie zutreffen, so müßte man gegen diese Methode der palästinensischen Behörden entschieden Stellung nehmen. Die Ziele der Zionisten-Revisionisten sind nicht die unsrigen, aber das Recht der Vcrcinsfrcihcit muß unter allen Omständen gewährt werden. Verlrctcr-Versammlnng der ß. t, V. Es ist folgende Liste ordnungsmäßig cingereichf worden: 1. Dr. Apfel, 2. Dr. Arinstein, 3. Oeorg Baer, •1. Dr. Hans Bloch. 5. Dr. Werner Bloch, 6. Is. Feuerring, 7. Alfred Frank, S. Hugo Frankel, 9. Philipp Grünbaum, 10. S. Haarpuder, 11. Studienr3t Hammerstein, 12. P. Hauser, 13. Walter Heilbrunn, 14. Julius Hirsch. 15. Dr. Paul Hirsch, 16. cand. mcd. Leo Ilorn, 17. Frau Dr. KoIIcnschcr, 18. Dr. Lelcwcr, 19 Richard Lichtheim. 20. Dr. Egon Rosenberg, 21. Dr. Aron Sandler, 22. Dr. Werner Silberstein, 23. Moses Waldmann, 24. Hugo Wolfermann. Frsatzdclcgicrte: 25. Dr. Hnrwit/, 26. Holzer, 27. Dr. Alfred Lehmann, 23. Dr. Georg Landauer, 29. Paul IXamant, 30. Dr. Erich Moses, 31. Dr. Werner Üab, 32. I. Haubenstock, 33. Frau Hennv Frank, 31. Hilde Hochwald, 35. Dr. Rud. Pick. 36. Dr. Walter Czapski, 37. Oifenberg, 33. I. Sperber, 39. S. Maisüsch. Diese Liste ist somit gewählt Der Termin für die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung wird rechtzeitig bekaantgegebea werden. Vereicsnachrlcutca Kundgebung der zionistischen Jugend. Am Dienstag, den 8. Dezember, abends 8 Uhr, findet in der Aula des Dorolhrcnstiidt. Gymnasiums, Georgenstr. 30/31 (gegenüber Bahnhof Friedriclislr.), eine Kundgebung der zionistisehen fugend statt. Es werden sprechen: EU Ascher, Siegfried K a n o w 11 z, Oeorg L u b i n 6 k L Der junge Jüdische Dichter A. N. Stcnzcl, dessen Werke unlängst in Leipzig erschienen sind, liest am Sonnabend, den 5. Dez., abends 8 Uhr, im Arbeiterheim, Liniensir. 159/IIf, aus seinen neuesten Arbeiten vor. Für den Jüdischen Sportplatz Berlin veranstaltet der Alt- Herren-Bund des Jüdischen Turn- und Sport-Verein Bar K'ochba am Sonnabend, den 26. Dezember, einen Ball in den Oesamträumen des Logenhauses KIcistr.tr. In Erinnerung an alte Zeiten findet eine Kaffeetafel, Contre und Quadrille statt. Ende des Balles 5 Uhr morgens. Breslau. Für die für den 7. Februar in Aussicht geiiommcnen Wahlen zur neuen Gemeinde-Vertretung, bei der zum ersten Male auch die Frauen aktives und passives Wahlrecht haben, beschloß eine von Vertretern aller Gcmcindcvcrcine bcschi'ktc Sitzung die Auf- Stellung einer Einheitsliste auf Baris der Ergebnisse der Wahlen zum Preuß. Landesverbände. Danach wird die Liste 13 Liberale, 4 Zioni'.ten und 4 Konservative enthalten. Gruppe der Zionisten aus dein Orten. Mittwoch, den 9. Dezember, SFs Uhr abends, in der Rosenstr. 2/4 (Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde! spricht Herr D. Aschbel aus Palästina über ״Die Araber und unsere Be- Ziehungen zu ihnen“. Der Vortrag wird durch Lichtbilder erläutert. Auch Nichtmitgliedcr herzlich willkommen. Berlin. An\ Di״n־.tag, den 1. Dezember, fand, veranstaltet vom Sekretariat für Frauenarbeit, ein Vortrag des Herrn Aschbel über ״Die Erziehungsfragen in Pa- I ä s t i n a und die verschiedenen Wege, durch die man sie zu lösen versucht“, statt. Jüdisch-Nationale Fraucnvcrclnigung. Zugunsten des Itdischcn Schulvcrclns findet am Sonntag, den 20. Dezember, vormittags 111/;! Uhr, im Theater des Westens eine Aufführung des Chanukkah-Märchens ,.Der Chanukkahträum“ von Lina Wagner-Tauber, Musik von J. G. Steia und S. Hildesheimer, statt. Eintrittskarten zum Preise voa 1—1 M., Logensitze zum Preise von 5 und ü M. sind im Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung, sowie in foE genden Verkaufsstellen zu haben: Bote & Bock. Leipziger und Tauentzienstr., Kaufhaus d. Westens, Birhhandiung Ewer, Knesebcckstr. 54 und Flensburger Str. 30, Buchhandlung Kodern, Dahlmannstr. 9, Buchhandlung Ostertag, Kleiststr. 20, Rosa Glücksmann, Alexanderstr. 37a, Buchhandlung Jurowies, Kl. Präsidentenstr. 3. Sekretariat für Frauenarbeit. Es sind i!1 den letzten Wochen drei Fraucnarbcits'rcmcinschaftcn gebildet worden, die intensiv mit der Arbeit orgonnen haben. f>lesc Gruppen haben den Zweck, neben der eigenen zionistischen Vertiefung und DurchhI'dung Mitarbeiterinnen für praktische zionlstischc Arbeitsgebiete zu gewinnen. Es handelt sich zunächst um folgende Gruppen: Frauen Arbeitsgruppe C h a r 1 o 11 c n b u r g: Regelmäßige 2—3-wöclu-nTichc Zusamincnkünftc bei Frau Mittwoch, Kantstr. SS. Nächster Gruppentag, Dienstag, den 22. Dezember, nachmittags כ״/י Uhr. Aussprache über Chassidismus. Frauenarbeitsgruppe Schöne her g: Zusammenkünfte 1-1-tägig bei Frau Haasc, Glcditschstr. 37; nächster Gruppentag, Mittwoch, den 9. Dezemher, abends 8 Uhr. Als nächstes Arbeitsgebiet ist die Beschäftigung mit rdigionsphilosopliischcn P־ohlemcn vor״csehen. FrauenarbeitsgrupneWest: Wöchentliche Zusammenkünfte bei Frau Jenny Blumenfeld, Riideshefmer Platz 7. Nächster Gruppentag, Montag, den 7. Dezember, nachmittags 5 Uhr. Arbritsprogramm: BeschäÜVung mit aktuellcn Fragen und Einführung in die Geschichte des Ziomsnms. — Oesinnungsgenoss’nen, die sich an d:cscr Grupp־narheit beteiligen wollen, werden um ’Miitcüung gebeten. Die Bildung weiterer Grupoen ln sämtlichen Stadtteilen ist vorgesehen. Wir bitten Interessenten, sich an uns zu wenden. Die Jüdische Sclmle, Rvfccstr., veranstaltet eine Ch.1nukk alt feie r am Mittwoch, den 16. Dezember, pünktlich abends um 7 Uhr, in der Aula der 55. Gcmeinöcschule, Hcinrich-Rol!er*Str. IS (früher Heinersdorfer Str.). Eintritt 1,~ M., Kinder 0,50 M. Sprcchchor. Zionirien und Zlonihinnen *inu her/ü hst ein geladen, sich an einem' jüdischen Sprcchchor za beteiligen, der es sich zur Aufgabe mnriit. der 7ionbti־־«chcn Idee zu dienen. Durch die gemcinschaft'i'he Arbeit, wie sie der Sprcchchor bedingt, erhält der zionirirchc Gedanke einen starken Willcnsausdrurk, der auf Beteiligte und Zuhörer anfeuernd wirkt. Dieser Sprcchchor könnte namcnt'rh bei zionistischen Veranstaltungen rri'.wi'ken. Außerdem komnv n die Vorbereitungen, nämlich Atem-, S'imm- und Spreri!- Übungen, jedem Mitwi-kenden 7u״utc. Antnc’dtn״en werden entgegengenommen von Frau Ilannah Zweig. Düsseldorfer Straße 23, Oliva 237, oder von der Ewer-Buchhandlung, Knesebcckstr. 54/55. Am Dienstag, den 24. November, fand auf Veranlassung des Keren Kaiemeth Lejisracl in Pankow eine Aufführung des Palästina-Films statt, die von ca. 400 Personen besucht war. Rabbiner Dr. Pick begrüßte die Anwesenden und befürwortete die Förderung des Palästina-Aufhaus. I)r. Werner Bloch hielt das erläuternde Referat, in dem er die weitpolitischen Fragen, die mit dem Palästina-Aufbau im Zusammenhang stehen, erörterte. Der Abend war ein außerordentlicher Erfolg. Am Sonntag, den 15. November, fand auf Veranlassung des Keren Kajeftreth eine Aufführung des Palästina-Films in Eberswaide statt, die von ca. 150 Personen besucht war. Prediger Wolff begrüßte die Gäste, Dr. Kanowitz (Berlin) hielt das erläuternde Referat. Die Aufführung hat bewirkt, daß der Keren Kajemeth Lejisraei auch in eberswaldc Fuß gefaßt hat Köln. Am Samstag, den 5. Dezember, abends S Uhr, findet das Makkahäerfest de- Jüdischen Nr«;o־־a’fond< Köln Im Zoologischen Garten, Richlerstr., statt Eintritt 2 M. Gruppeaverbsndsteg Hessen, Ec3sen-?135s:u in Frankfurt a. M., Unterlindau 21, am Sonntag, den 6. Dezember. Beginn: Vormittags 10 Uhr. 1. Referat Kurt Blumen״eld, Vorsitzender der Z. V. f. D., über: ״Die gegenwärtige zionbtische Situation in der Wcltorgaiusation und In Deutschland“. 2. Diskussion. Nachmittags 3 Uhr: 3. Referat Jakob Herzberg über: ״Die Oruppenvertund•;- arbclt“. 4. Diskussion. 5. Wahlen. Anläßlich der Tagung findet im Laufe de.< Nechmiltsgs eine eingehende Besprechung der Mitarbeiter des Keren Kajcmclh über die Arbeit im Bezirk statt Zahlroscbe Betciligung der Vertrauensleute wird erbeten.