Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 94 (1.12.1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2652691-2652778--17882-2691970- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
. ״Seite, 786 . . . ־־ -:־ . .־•־•'־ betrachtet .werden. Erst nachdem es sich während dieser Zeit gezeigt hat, daß er den Aufgaben des Instituts gcwadisen ist, wird ihm das volle akademische Bürgerrecht erteilt werden. •״ Aus denselben grundlegenden Erwägungen, die für die Festlegung des Charakters des Instituts und für die Abgrenzung seines Aufgabenkreises maßgebend wären, •«gibt sich auch der Beschluß; zunächst keine Titel zu erteilen. Es soll jeder Schein, ,.als ob das Institut irgendwie auf beruflicher Ausbildung abziclc, vermieden weiden. Dadurch ist jedoch die Erteilung von Zeugnissen über die von ,den Studierenden unter der Leitung ihrer Professoren verfaßten Arbeiten nicht nusgcschlossen. Die Konferenz hat auf Grund־dcr gepflogenen Vor- Verhandlungen die Berufung einer Reihe von Gelehrten beschlossen.. Mit einigen derselben sind die Vorhandlungen noch nicht abgeschlossen, so daß sich ein vollständiges Lehrprogramm noch nicht, endgültig fcstlcgcn läßt. Doch steht bereits fest, daß die folgenden Fächer bereits im kommenden Jahre durch Professuren oder Lehraufträge vertreten sein werden: Talmud und Halachah, hebräische Philologie, Sprache der Mischnah, die ga* onische Periode Kabbalah, hebräische Lithurgic und neuhebräischc Literatur. Die Konferenz beriet ferner den weiteren Ausbau des Instituts nach zwei Richtungen hin: der Schaffung einer Sektion für den gesamten Komplex der hebräischen Sprachwissenschaft und der Einrichtung der Abteilung für B1 b c 1 w i s s e n s c h a f t Für beide Gebiete wurden Kommissionen, bestehend aus führenden Vertretern der verschiedenen Fächer, gebildet, die die einschlägigen Frage!) prüfen und Matcria’ien für die nächste Zeit vorbereiten sollen. Bei der Kompliziertheit der mit dem Ausbau gerade dieser Abteilung verbundenen Fragen schien eine solche gründliche fachmännische Vorberatung als dringend geboten. Governor Smith über den Aufbau Palästinas Am 28. Oktober wurde eine Delegation des Groß-New Yorker Mefnbcrship-Camp3ign-Commlttccs vom Governor Alfred Smith, einem der führenden Politiker Amerikas und voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten bei den nächsten Wahlen, empfangen, der sie über die letzte Entwicklung in Palästina informierte. Governor Smith sagte im Laufe der Unterhaltung, daß er sich von jeher für den Zionismus und besonders für die- Palästiaaarbeit der amerikanisehen Juden interessiert habe. Er nahm die Einladung der Delegation, an der Eröffnung der Groß-New Yorker Zionistischcn Mitglicder-Kampagnc im Dezember tcilzunchinc», an. In einem äußerst herzlichen Schreiben an Dr. Stephen Wisc hat Governor Smith auch seine Zufriedenheit über den Appell für die vereinigten Palästinafonds zum Ausdruck gebracht und erklärt, das neue Auflcbcn der..jüdischen T<uttur in Palästina werde segensreich in der gesamten Mchschhcft widerklingen. ' . ׳ (Ziko.) Die Daubeweßnng io TeMwiw In der Budgetkommission des Stadtrates von Tcl-Awiw übergab der Refereht für öffentliche Arbeiten Elieser Kaplan einen Bericht über die Entwicklung der Bauarbeit in Tcl-Awiw. Vor P/2 Jahren bebaute man in Tel- Awfw monatlich ca. 3500 qm, im vorigen Jahr S0C0. Im Mai dieses Jahres stieg die Bcbauungszalil pro Monat auf IS 000 qm, im Juni auf 10000, im Juli und August auf 24 000 qm. Im September ist ein plötzliches Nachlassen zu spüren. Es wurde nur für 16000 qm Baugenehmigung erteilt. Im Oktober stieg die Zahl wieder auf 18000 und im November wird sic wieder auf 20 000 steigen. l'eberlühruHo von Nordaos Gebeine! nach Tel-/Uviw Tcl-Awiw, 26. November. (J. T. A.) die Stadtverwaltung von Tel-Awiw hat in ihrer heutigen Sitzung l>eschlossen, auf ihre Kosten die sterblichen Ucbcrrcstc Max N o r d a u s nach Palästina zu überführen und in einem E h rc n gr a b in Tcl-Awiw b c i 7. u s c t z c n. JU EPISCHE RUNDSCHAU Die Fordenmgea der Syrer Genf, 25. November. (Schweiz. Dep.-Ag.) Wie die hier erscheinende Zeitschrift ״La Tribüne d'Orient״ mittcilt, sind in der Schweiz in der letzten Zeit zwischen beauftragten Vertretern des syrischen Volkes und einer, französischen Per* sönlichkcit private Besprechungen über die künftige Lage Syriens gepflogen worden. Dabei soll ein Entwurf für ein Abkommen mit folgenden Orund/iigen ausgearbeitet worden sein: Syrien fordert die Aufhebung des Mandats, die Anerkennung der Unabhängigkeit Syriens• sowie die Zulassung zum Völkerbund. Die zukünftige Form der syrischen Regierung wird durch eine konstituierende Na* tionalvcrsainnilung fcstgcstcllt werden, zu der die Wahlen unvorzüglich in aller 1־rcilicit durchgcführt werden sollen. Als Gegenleistung erklärt sieh Syrien bereit, ־׳* it 1־ rankreich einen Bündnisvertrag a b z u s c ti 11 c fl c n, wonach Frankreich die Errichtung״ eines Flottenstützpunktes in Beirut und die Haltung einer Garnison im Libanon zugestanden werden. Ferner ist Syrien bereit, Frankreich im Falle eines Krieges syrische Kontingente zur Verfügung zu stellen, deren Ausrüstung jedoch Sache der französischen Regierung wäre. Andererseits würde Frankreich die Verteidigung Syr i c n s im Falle eines Angriffes solange übernehmen, bis Syrien über genügende eigene nationale Streitkräfte verfügt. (Die Meldung ist natürlich mit großer Vorsicht aufzunehmen. Red.) * Der Korrespondent des ״Daily Telegraph'׳ in Kairo meldet aus gut informierten Kreisen, daß de JouvcncI die Lage in Syrien mit dem bekannten syrischen Nationalisten Sehekib Arslan, der eine Art offizieller Vertreter der Drusen ist, besprochen habe. JouvcncI soll den Drusen die Wiederherstellung freundschaftlichcr Beziehungen auf der Grundlage des Verhältnisses angcbotcu haben, wie cs zwisc-hcn dem Irak!und England besteht. Er sei bereit, dies zum Gegenstand von Besprechungen zu machen und In einem Vertrag mit den syrischen Führern fcstzulcgcn. Zu diesem Zweck sollen mehrere syrische Vertraucnspcrsoncn mit Jouvenel ln Kairo Zusammentreffen, um in einer ruhigen Atmosphäre darüber beraten zu können. JouvcncI unterbricht seine Reise tatsächlich in Kairo, wo er auch vom ägyptischen König empfangen werden soll. Die enpliSch-IrMzösisdic Coopcratioa . Lo ndo 11,25. November. Im Unterhaus erklärte Chamberlain in Erwiderung auf eine Anfrage, cs liege auf der Hand, daß cs für Frankreich und England bezüglich der Mandatsgebiete in Syrien, im Irak und Palästina gemeinsame Interessen gebe. Diese seien bei der Zusammenkunft mit de JouvcncI und dem britischen KoloniaLstaatssckrctär erörtert worden, ebenso die Frage der Regelung jenes Teiles der gemeinsamen Grenze, der noch nicht festgesetzt sei. Eine militärische Aktion der britischen Streitkräfte gegen die Drusen sei selbstredend weder gefordert noch angeboten worden. ׳׳ ■v Zaläslifienskeh-syrische Greazlra^cn Die Londoner ״J c w i s h Times״ läßt sich aus Paris berichten, daß Senator Jouvenel seine Zustimmung gegeben hat, einen Teil des syrischen Mandatsgebietes nördlich der Kolonie M c t u 11 a h Palästina abzutreten, um einen wirksanieren Schutz der genannten Kolonie zu ermöglichen und sic gegen Ueberfäilc syrischer Banden zu sichern. Der neu hinzukommende Gcbictsstrcifcn wird Ruthenberg ermöglichen, das Wasser des Flusses L i t a n i für sein Elektrizitätswerk auszunützen. Jouvenel wird bald nach seiner Ankunft in Damaskus nach Jerusalem fahren, um Plumcr zu besuchen. Bei diesem Besuch sollen die Grenz fragen zwischen Palästina und Syrien endgültig geregelt und der Modus der englisch-französischen Zusammenarbeit in den Mandatsgebieten besprochen werden. ״M a n c h c s t 0 r Guardia י erüf)entlieht ei ich Berieht aus Jerusalem, in welchem gesagt wird, daß die britisehen Behörden in Palästina in ernster Sorge sind, nachdem die Drusen den ganzen Teil Syriens, der an Palästina grenzt, von fiermon bis zu m Fluß 1.11 a n i, besetzt halten. Die britischen Behörden sorgen thfilr, daß alle syri- Chalra Scliillowsky Zu seinem 60. Geburtstag. Die jiddisch lesende Welt, die jüdisch-nationale Intelligenz und die jüdischen Arbeiter feiern jetzt das sechzigjährige Jubiläum von Chaim Schitlowsky. Dieser Name bcdeutet überaus ■viel in der Geschichte des nationalen Bewußtseins unter der jüdischen sozialistischen Jugend, unter den jüdischen Arbeitermassen, die zuerst von Schitlowsky gelernt haben, daß cs keinen Gegensatz geben darf zwischen So/ialis« mus und. richtig verstandenem, wirklich progressivem Natioaalismus. Er war der erste, der geholfen, hat, aus diesem idcenkonflikt herauszukommen. In unzähligen Aufsätzen, Polemiken, theoretischen Auseinandersetzungen versuchte er •—!nd mit großem Erfolg — eine Harmonie zu schaffen, dort, Vv'° man unüberbrückbare Gegensätze zu sehen vermeinte. Schitlowsky darf mit vollem Recht der Vater der sozialistischnationalen Bewegung genannt werden. Schon im Jahre 1892 schrieb er unter dem Pseudonym ״Chassin״ die (für jene -eit) berühmte und bedeutende Broschüre ״Ein Jude zu den .!’•idcn״, fn welcher er einerseits scharfe Worte an die liberale jüdische .Intelligenz richtete, die nur in der Gleichberechtigung d3s. jüdischen Volkes sah und andererseits die Beziehungen der jüdischen Sozialisten von damals zum eigenen |01׳kc einer nicht minder scharfen Kritik unterzogen hat. Kn rauö bcdcnkcn» daß vor 35 Jahren das Pathos der Atifklärungsepochc unter der jüdischen Intelligenz Rußlands Doch sehr stark war. Den Pflichten* zum eigenen Volke pachten sic daunit Genüge zu tun, wenn sie ln den paar Zeitschriften, die den jüdischen Interessen gewidmet waren, ®)־t Antisemiten polemisierten. Die jüdischen Sozialisten aber gingen in das Dorf zu den russischen Fabrikarbeitern, fcn die Ideen-der politischen Freiheit und des Sozialismus 1 d zu verbreiten. Unter ihnen waren gar viele, die früher ״ den 'Jcschiboth gelernt hatten, aber sic trugen Arbeiter- ״tosen und Baucrnklelder, sangen russische Ueder und ver- Saßen vollständig, daß 80 etwas wie ein jüdisches Volk '**stierte. Und die wenigen, die sich daran erinnerten, ver- 8'‘*oben alles bis zur Verwirklicbtug des Sozialismus, wo alle Gegensätze f-icii in Harmonie nuflösen würden, wo es keine Juden und Hellenen mehr geben würde. Mit den Lippen bekannte man sich 7u Tinern nebelhaften romantischen Kosmopolitismus, in der. Wirklichkeit aber war cs eine Assiniilatioi] an das Ru&scntum. Schitlowsky war der erste unter den jüdischen Sozialisten, der gegen die Verleugnung des eigenen Volkes, gegen die Assimilation, mit großem Elan, mit publizistischer und wissenschaftlicher Schälfc gekämpft hat. Und das war sehr viel für jene Zeit, denn der Einfluß der damaligen Chowewe Zion war ziemlich gering, und Dr. Pinskcr's ״Autoemanzipation״ bewegte nur kleine Kreise der bürgerlichen jüdischen Intelligenz. Von einem Moses Heß, der Sozialist und gleichzeitig glühender jüdischer Patriot, Zlonist gewesen war, wußte noch keiner. Nachher, viel später, kamen Boruchow, Nachmau Syrkin, aber es darf nicht vergessen werden, daß unter den jüdischen Sozialisten Schitlowsky cs war, der zuerst von der $:lbst;mdigkeit des jüdischen Volkes geschrieben hat (״Wir sind nicht 4<0/י von irgend jemanden, 60ndern 100 0־& yon uns selbst‘׳) und darüber, daß zwischen Sozialismus und Nationalismus kein Gegensatz vorhanden ist. Es war der erste jüdische Sozialist, der proklamierte: die jüdische Intelligenz muß dem jüdischen Volke gehören, und es ist Pflicht, gegen die Assi* miiation zu kämpfen. Diesen seinen Losungen war er während seiner mehr als dreißigjährigen publizistisch-wissenschaftlichen Tätigkeit stets treu. Die jüdische Publizistik hat Schitlowsky sehr viel zu verdanken. Er hat die Legende zerstören geholfen, zufolge deren man iu Jiddisch nur volkstümliche Novellen oder Ronunc, aber unmöglich ernste Publizistik, Essayistik oder wissen* schaftlichc Werke schreiben kann. Die vielen Bände seiner Schriften sind Zeugen einer erstaunlichen Mannigfaltigkeit und Regsamkeit des Geistes. Vor das jiddisch lesende Publikura tritt er abwechselnd als Soziologe, Kritiker, philosophlsdier Publizist. Er setzte sich auseinander nicht nur mit dem historischen Materialismus (Schitlowsky gehörte 7n der Partei der russischen Sozialistcn-Revolutionärc, die im Gegensatz zu den Sozialdemokraten den historischen Materiebsmus von Marx-Engels ablcbntcn), sondern genau so oft mit sehen Flüchtlinge, die die Grenze nach Palästina überseht!-.- entwaffnet werden. Von Mctullah aus sind die brenn׳• Dörfer Süd-Syriens mit frei cm Auge zu sehen, die dc^fi eines Guerilla-Krieger, in dem südlichen Teil Libanons bc v• * akut und Nord-Palästina könne dadurch in MiUddeaxi,'•?/ ז gezogen werden. Die maßgebenden Bchördcu s:icu dari-.‘|; besorgt Es wurden alle Vorkehrungen gctrof.'cn, diq'•-! darmcric, die sich aus Arabern, Juden, Qiriotcn und ע,/‘;' . Drusen zusammensetzt, ist kampfbereit. Lord Plumcr keinen Zweifel darüber läßt, daß er keinen Fußhrcil Br,׳ /, von Mctullah den Rebellen überlassen wird, Int die c V fassendsten Maßnahmen getroffen, daß jeder, der di? Oc;|i überschreitet, erschossen wird. Zwischen Mctullah u r.«' R o s c 11 P i n a h werden die Wege v c r h c י• s r r t ״,!)?. eine Telegraph cnlinic ge b 1 ut. l'i: jä<!isc11cn Y.r\}; ui *teil In Ober-Galiläa und ihre friedlichen auhisclu-n ׳!א;* bunt halten zusammen, um 1.L11 gegensrijg 1,, | stehen, da;sie angesichts der unzureichenden Militärm-r׳;•! die zwischen Mctullah und Halsa operiert und angrs'ci•.■^ der ungenügenden Bewachung der Grenze in Obcr-Tnl.i bis Sidon nicht ganz ohne Sorge sind. 1 ״j,ch 1 %vc.י : ״;:nie 1:1 M'Cto ‘1'/in־,; rnntn ■,־ .fy.-wn,; ׳ .'01“,fW!■׳״■iiiik ■ ־;1׳־‘i v Kl•! :s d c , , ״:>os socl . :uatioi •etdi< Die Verteilung der Joinfgeliler New Y o r k, 26. November. (J. T. A.) Der Joint hat üb | die Verteilung der in den nächsten drei Jahren aufzubringende j 15 Millionen Dollar für jüdische Auibaiuwccke in der alkrl Welt einen provisorischen Beschluß gefaßt. Die Rr| solution, die der Präsident des Joint Felix M. Warburq der JTA. zur Veröffentlichung übergeben hat, lautet: Ungeachtet dessen, daß eine genaue Verteilung des ן Millionen Dollar-Fonds, dessen Aufbringung in den nächste drei Jahren von der Konferenz in Philadelphia beschlossen worden ist, in diesem Zeitpunkte endgültig noch nicht du:ch-J :״^״ה+£ geführt werden kann, bat cs das Komitee dennoch für ratsar.l ז S.V.■' gehalten, vorläufig eine Art der Verteilung fcstzustäicn, c. dem Sinne der auf der Palästina-Konferenz zum Ausdrudf ״ gebrachten Ideen und der angenommenen Beschlüsse lie;1|:ctur‘^ Bel Berücksichtigung möglicher Krisen, die in irgend eine1'!״ 'vc1 Lande ausbrechen und eine neue Art der Verteilung notwend',•! machen könnten, hat das Exckutiv-Komitec beschloss״״, e;־־' Jahresbudget, das für die nächsten drei J311rc gelten so".§ aufzustcllen: f Für landwirtschaftliche Siedlung sarbti! und andere Wiederaufbauarbeit jährlich 2503000 De•!• lar, davon 1500 000 Dollar für Rußland und 10TQG*;fj Dollar für Polen, Palästina, Rumänien und an•; dere Länder. Für medizinische und kulturelle Ar•‘ beit jährlich 600000 Dollar, davon 300000 Dollar für RuB-j land, der Rest für Polen, Palästina, Rumänien und andere ‘ Länder. Für Kredit* und Sparkassen, Koopera-j tivc ti und für Unterstützung des Handels jährlichj 400 000 Dollar, davon 200000 Dollar für Rußland, der Rr«j für andere Länder mit b c $ o n d c r c r B c r ü c k s i c h t i g u r. j Polens. Für Hilfsarbeit zugunsten der Flucht* Hngc und Heimatlosen sollen jährlich 600GOG Dollar, für Walsen-Institutionen jährlich 900 000 DoHar ausgegeben werden. Für Palästina werden außerdem Lu den nächsten drei Jahren je eine Milliou Dol'ar jährlich nu?g'gcbcn werden. u״d zwar werden •jährlich 500000 Dollar, d. s. D/a Millionen Dollar in drei Jahren, der Palestioc Economic Cor* poration für ihre Zwecke übergeben werden. Das ist so zu verstehen, daß von dem Gcsamt-AktJcn-Kapital der Palestinf Economic Corporation in Höhe von 3 Millionen Dollar, jähr- Uch 500 000 Dollar vom Joint gegen Entnahme von Aktien geleistet Werden, wobei das restliche Aktienkapital bis m 3 Millionen Dollar vom Joint Distribution Committee, Palcstinc Development Council, American Palcstinc Company uud ver• schicdcnen einzelnen Personen aufgebracht werden sol1 New York, 26. November. (J* T. A.) Dr. Joseph j Rosen, der Direktor des Agro-Jolnt in Rußland, ist! nach Berlin abgcrcist, wo er mit dem Direktor des emo; päischcn Büros des Joint Distribution Committee, Dr. Berniurd Kahn, und Herrn Lübarsky Zusammentreffen wird. Bel dieser Beratung soll ein eingehender Plan der zu• künftigen Tätigkeit des Joint Distribution Committee In Europa ausgearbeitet werden. den ewigen Problemen des menschlichen Geistes. Aufsätze wie ״Hiob und Faust״ oder ״Moses HcDu haben die jiddische Publizistik auf ein hohes Niveau gehoben. Nach der ersten russischen Revolution im Jahre 1910 ging Schitlowsky nach Amerika, wo er mit kleinen Unterbrcchungcn mehr als 15 Jahre blieb und wirkte. 111 New York entfaltete er eine große literarische Tätigkeit und zeichnete sich auch als einer der glänzendsten Redner aus. ln seiner Zeitschrift ״Das neue Leben״ versuchte er, dem amerikanischjüdischen Leser in unzähligen,, oft fesselnden und immer interessanten Aufsätzen ernste geistige Nahrung zu vermitteln. Eine Zcithng schien es sogar, daß der Leser daran Oef dien gefunden hat Aber das dauerte nur eine kurze Weile. Das Billige, der Schund, hat sich als stärker erwiesen. Dennoch sind auch jetzt viele, viele im jüdischen New York, die sielt mit Freude an die Zeit erinnern, wo man zu den Vorträgen Schitlowskys eilte. Dem jüdischen Sozialismus, der jüdisch-nationale« Arbeiterbewegung, der jiddischen Sprache, für die c.r mit Begeisterung immer focht, dem jüdischen Volk gehörte sein ganzes Wirken. Daneben schrieb er eine vielbändige Geschichte der Philosophie, und, wie ich höre, arbeitet er jetzt über einer Geschichte der jüdischen Kultur. Zum Zionismus hatte Selmlowsky abwechselnd vzärrocrc oder kältere Beziehungen. Zu einem ernsten Problem des Geistes und der Seele ist ihm der Zionismus niemals geworden. Aber er schrieb viel ׳über Zionismus und über die Hauptfiguren der jüdischen nation.1len Bewegung. Und oft schrieb er über diese Themen so interessante Aufsätze, daß man sie getrost m den besten der zionistischen Publizistik rechnen kann. In der Geschichte, der jüdisch-nation31en und Kultur- Bewegung ist der Name Schitlowsky von bedeutendem Wert. Die jiddische Publizistik aber zählt ihn zu einem ihrer besten und ernstesten Vertreter. Mögen ihm noch viele, viele Jahre segensreicher Wirkung für die jüdische Kultur beschiedcn sein. Sch. O. fi-i r äau ins f C;rbi€ üas % naci! nan 111 K H c u Ver Haut! tienj sieht] i י ז"■■:■ et Vi׳nr ihhi tivitl von Vare sehr i I; wir< w:di Ob vrrl roh; Mai Ger sch! zu : ^ct für Phi fraj