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Jüdische Rundschau · 1925-11-27 · Heft 93 (27.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 93 (27.11.1925)
Date
1925-11-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 778 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. £ tci l'fii־ier§$salf§ie§elz Jerusalem, 17. November. (J.T: A.) Amtlich wird niitgeteiit: > 1. Gemäß Artikel 1 der Order in Council betreffend die palästinensische Bürgerschaft sind alle früheren Unter• Janen des ottomanischcn Reiches, die am l.August 1025 ihren ständigen Wohnsitz in Palästina hatten, jetzt ü.rgcr Palästinas. 2. Als Ottomanen gelten Personen, die im Besitze amtlicher türkischer Staatszugchörigkcltsdokunicnte sind, wie f. ’ Ö. eines Geburtsscheines, Reisepasses oder Militiirschcins. ‘3. Provisorische Reisezertifiknte der Palästina*Bc• hördc, ottomanischc Bürgcrschaltszcrtifikntc, ausgestellt von Gemcindcorgancn, werden nicht als Nachweis früherer ottomanischer •Staatszugehörigkeit anerkannt. Andere dokumen* lärischc Nachweise werden von der Permits Section ge• prüft werden. * 4. Die Gattin eines frilhcrcn ottomanischcn Staatsangc* hörigen, •sowie die nach. Erwerb der Staatszugctoörigkcit gebörenen Kinder werden als •Ottomanen anerkannt. 5. Kinder ausländischer' Eltern, die im Territorium des früheren «ottbmnnischcn Reiches nach 1. Januar!000 geboren wurden, werden als Ottomanen anerkannt, wenn sic innerhalb dreier Jahre nach der Volljährigkeit, ihre Option anmclden. 6. Personen, die Angehörige eines der alliierten La na er gewesen waren und zwischen 1. Januar 1916 und 2S. Oktober 1016 im ottomanischcn Reiche gewohnt haben, ,^ten als Ottomanen. 7 ־ ׳., Als Angehörige des ottomanischcn Reiches werden Per- Soucn anerkannt, die ein auf ihren Namen lautendes Dokument der türkischen Regierung oder einer Gemeinde besitzen, in Welchem bezeugt wird* uaß sic in der oben erwähnten Zeit- ז Triode im Territorium des ottomanischcn Reiches gewohnt abcu; fehlt ein solches Dokument, so genügt cs, wenn zwei Zeugen guten Rufes, die den Bittsteller kennen, seine An* gaben bestätigen. S. Zertifikate von Gemeindebehörden über einen Aufenthalt in der erwähnten Zeit müssen basieren aut Registern, Handclsdokumcntcn oder auch privaten Dokumenten. ' 0. Personen früherer ottomanischcr Staatsangehörigkeit, die aut Grund des Artikels 1 der Verordnung palästinensische Staatsangehörige werden wollen, müssen nacn weisen, daß sic am 1. August 1925 ihren ständigen Wohnsitz ln Palästina hatten. Bedingung hierzu ist: a) Die physische Anwesenheit in Palästina in einem Zeitraum von mindestens zwei Jahren nyischen 1. August 1922 und 1. August 1923; oder u) die Führung eines Haushalts durch den Bittsteller oder seine Gattin in Palästina in der genannten Periode; oder c) bei unverheirateten Bittstellern unter 25 Jahren die Zugehörigkeit /um Haushalt der Eltern in Palästina während der genannten Periode; oder d) bei Personen, die krankheitshalber Palästina verlassen mußten, die physische Anwesenheit in Palästina mindestens ln den scclis Monaten vor dem 1. Augyst. 1925. Palästina-Pässe für Auslandsreisen 10. Frühere ottomanischc Staatsangehörige, die aut Grund des Artikel I der Order in Council Palästinenser geworden Sind,'sind der Pflicht enthoben, um Biirgcrsclinftszcrlifikatc Dngenflgende Keren llajessod- Eingänge Dje hngciulgcndeiv Keren Hnjessod-Eingängc der iHPtch Monate 'geben 2ü e *fifsfter Be sorg"n1 s]AYiläß. Irh Monat Oktober sind in'London bloß rund '31700 £ eingelaüfen, also Um 4000 £ weniger als im Oktober des Vorjahres. Nun mußte aber die PaläsiinaCxekutlvc noch 1.1000׳ £ zur Deckung des Scplcmbcrbudgcts verwenden und cs können wichtige Zahlungen, die im Oktober für die Budgets der Landwirtschaft, Arbeitsbeschaffung und Erziehung fällig waren, n i c h t g e 1 c i s t c t werden. *׳ ־ Dazu kommt, daß durch den Beschluß des letzten Zirinistenkohgresses das Monalsbudgct auf 50000 £ prhöht wurde.und zum ersten Male im Laufe des Monats Oktober hätte in Kraft treten sollen. Das Londoner Dircktorium• versendet ein Rundschreiben, in welchem cs, ח ich Hinweis auf die vorstehenden Tatsachen, heißt: ׳;»Diese Mitteilungen müssen auf alle Kreise, die sich für das (Fortschrciten der Arbeit in Palästina verantwörtlich fühlen, (den stärksten Eindruck machen. Es ist klär, daß nur die energischsten Sofortigen Anstrengungen in allen 'Ländern, die Ergebnisse der Keren Hajessod- Arbeit in Einklang mit den Erfordernissen der Palästinaarbeit und den Forderungen des Direktoriums des Keren Häjcssod zu bringen, die ernstesten Folgen verm cidcmkönn en.“ Die P.LD.C. im letzten Jahre Jerusalem. (P. C.) . 200 OOCl Dunam Boden wurden ׳ährend des letzten Jahres durch die Palcstinc Land Deveiopment Company an den Keren Kajemeth, andere Instilutiowcu und• Einzelpersonen ׳ übertragen. Insgesamt wurden *eit- 1021 durch die Vermittlung dieser Gesellschaft, ein* schließlich Nahalal, dem Nuris-Kooiplcx, Tel-Adas usw. (zuvatnim-n 100 000 Dunam) mehr als 300 000 Dunam ländliche und .25000 Dunam städtische Böden 111 jüdischen Besitz ge* bracht., Vor •der Gründung der Gesellschaft betrug das in jüdischem Besitz befindliche Land in Ercz-Isracl 455000 l!UJ1a£vIJcutc sind cs 11"ßefähr eine Million Dunam. Die 1 . L. D. C. spielte bei diesen Erwerbungen die Hauptrolle. Im letzten Finanzjahre wurden folgende Transaktionen durchgeführt: Jedra, Klar Asa und Mcjdel, bei Akko, zirka 65000 .Dunam; Jadjiir: zirka 3000 Dunam; Harbaj, Hartich und Schcieh . Abrek zirka 26000 Dunam; Kaskus Tabu 10000 'י“"*": ■Jcl •Sheamam und Jida 17 400 Dunam; Kneifis, Jabta «V^LTCr-Jura 24 ooo Dunam; Warakany 3600 Dunam; Afule ־l?^rJ*irtaml-&hun01n 102000 Dunam; Kumlc bei Nurls SS D״״a«״r Chktim 2000 Dunam; beim Kischon ln Haifa ST fvnam; (Je9000 (!״ Dunam; Magdicl (Bir Ado») sPoote!־״A ״Chni 1 —D״nam: w««*״ י; Eide \Va|dpD1nzung von \ 1000 Bäumrti! .'Die misrach.istische landwirtschaftliche Siedlung in Sh 1 Um soll durch eine Anpflanzung ,von 10000 Waldbäumen samert werden. Die Arbeite״,, welche vom Jüdischen NaUpnajlondii ausgeführt werde״, sind bereits in Angriff uc.HODimcn.. Der hierfür bestimmte Boden Hegt auf dem f״• Uaüjnpflanzungcn sehr geeigneten Dorfhügcl. In der Hauptfache wi/d man Kiefern anpflanzen.־ Die Konten trägt die ״Baumspende" des KKL. zu ersuchen. Wollen sie־ außerhalb Palästinas •reisen, 60 werden ihnen Palästina-Pässe ausgcfolgt. 11. Personen, deren Anspruch auf palästinensische Staats- Zugehörigkeit z.weifclhaft ist, ist zu raten, daß sic sich an die Permits Section oder an das zuständige Distriktsamt schriftlich mit der Bitte wenden, daß über Ihre Staats- Zugehörigkeit ein Beschluß herbeigeführt wird. Sonst müssen sic gewärtig sein, daß die Erfüllung ihres Anspruchs auf einen Auslandspaß sich verzögert. 12. Personen, die weder ihre ottomanischc Stnatazugchörigkeit, noch einen stiindi'Ton Wohnsitz, laut Artikel 1 nachweisen können, ist die Möglichkeit geboten, laut Artikel 5 oder 7 der Order lu Council um Naturalisation zu ersuchen. Fremde SlaotsbörjJer*ch*ft 1. Es wird die Aufmerksamkeit auf die Abschnitte 2 und 3 des Artikels 1 der Order in Council gelenkt, wonach alle früheren ottomanischcn Bürger, die am 1. August 1925 ihren ständigen Wohnsitz, in Palästina hatten, automatisch Paliist;!- nenscr werden. Diejenigen aber, die ihre ottomanische Staats- Zugehörigkeit behalten oder eine andere Staats zu gehörigkeit erwerben wollen, müssen diesbezüglich bis 6. August 1926 optieren. 2. Solche Gcsuriistcllcr haben sich persönlich oder schriftlich an die Permits Section in lernsalem zu wenden. 3. Gleichzeitig mit dem Optionsgcsucli ist ein Betrag von PT. 15 zu entrienten. 4. Eine solche Option wird mir ciitgcgcngcnommeii, wenn der Gcsuchstcllcr das IS. Lebensjahr überschritten hat. 5. Wer auf eine andere als die türkische Bürgerschaft optieren will, ist folgenden Bediugungen unterworfen: n) Wer zur Majorität des paliistinensisehen Volkes gehört (Araber), besitzt kein solches Option»• recht; IB ein Angehöriger einer Volksminorilät (z. 11. ein Grieche) kann nur lür die Bürgerschaft eines Staates optieren, in welchem seine Rasse die Majorität, besitzt (d. h. für Griechenland), c) wer aut eine andere als die türkische Staatszugehörigkeit optiert, muß seinem Gesuch eine schritt* liehe Bewilligung desjenigen Staates fiir den er optiert, bet• legen. . Die Naturalisation Personen, die Palästinenser werden wollen, müssen, nachwciscn, daß sic am 1. August 1925 dauernd in Palästina wohnhaft waren. Unter ,.dauernd wohnhaft in Palästina" wird tatsächliche Anwesenheit im Lande für mindestens drei Jahre zwischen dem 1. August 1922 und dem 1. August 1925 verstanden; ferner der Unterhalt eines Haushaltes in Palästina durch den Antragsteller oder seine Frau während dieses ganzen Zeitraumes; hei unver* heirateten Antragstellern unter 25 Jahren der Unterhalt eines Haushaltes In Palästina durch ihre Eltern während der ganzen Dauer dieses Zeitraumes. In Fällen, ■wo Personen aus Gesmidheitsrücksichten Palästina verlassen mußten, wird tatsächlicher Aufenthalt im Lande während mindestens sechs Monaten vor August 1923 verlangt. Discngoll über die Wirtschaftslage Ja jüngster Zelt wurden ln,der palästinensischen und ausländischen Presse Gerüchte über eine angebliche wirtschaftliche Krise in T c 1 - A w I w verbreitet. Sogar Kolon’cnhiinistcr Amery hat mit Bürgermeister Diseugoff bei seiner jungsten Anwesenheit in London von der Krise gesprochen und Aufklärungen verlangt. Dies veranlaßte Diseugoff, in einer der letzten Stadtratssit/Uiigcn über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Tcl-Awiw einen Bericht zu erstatten, dem wir folgendes entnehmen: Der Magistrat der Stadt Ist nach genauer Untersuchung der Lage und Anhörung der Bankfachlcutc zur Ueberzeugung gelangt, daß die Oe nie Site von einer wirtschuftliehen Krisis jeder Grundlage entbehren. Die Lage stellt sich folgendermaßen dar: Obgleich die diesjährige Orangciicrnle, wie die Obsternte überhaupt, ouantitativ hinter der vorjährigen zurückgeblieben ist, so wird der geringe Ausfall durch das Steigen der Preise im Ausland wettgemaeht. Dazu kommt noch, daß die größeren Produzenten ihre vorausMchllichc Ernte schon zu Beginn des Jahres zu guten Preisen fix abgesef/t hatten, so daß sie unter den Preis- Schwankungen auf den Märkten nicht ni leiden haben. Auch die Lage der übrigen Pflanzer — der Wein- und Mandel- Produzenten — ist in diesem Jahre durchaus befriedigend. Die A n glo-Pa 1 c s 1111 c-Co in p a u v hat ihre Tätigkeit nicht eingeschränkt, auch nicht, wie 60 vielfach behauptet wird, die Kredite reduziert. Wenn das clu/cliicn gegenüber der Fall war, so waren hierfür individuelle Gründe maßgebend. Die A. P.p. gewährte ihren Kunden im September d. J. um 0000 £E mehr Kredite als im August d. J., und im Oktober um 10 000 CE mehr als im September. Die Industrieunternehmen genießen nach wie vor ungeschmälerte Kredite, Die Baubewegung schreitet ungcschwilcht fort, tm Oktober wurdrn Baubcwilliguugcii für größere Bauflächen erteilt als inj September und im laufenden Monat zeigt sich abermals eine wesentliche Steigerung gegenüber dem Vormonat. Der Zufluß von Prlvatkapital dauert gleichfalls, wenn auch nicht in dem in den Monaten Juni und Juli d. J. beobachteten Tempo, an. Es kommt nach wie vor Priyatkapital ans Polen tmd Litauen. Das öffentliche Kapital ist in üblicher Zirkulation. Nach einer Mittcl'ung des Kolonel Kisch wird die 111 d 11 st ri cba n k schon in allernächster Zeit eröffnet werden, was gewiß zur Belebung der Industrie bei• tragen wird. Das Jubiläum der Budapesler Judcngemelnde 3 % 03 Budapest, 24. November. (J.T. A.) Die am San- 1^-׳־- den 22. d. Mts., anläßlich des 125-jährigen Jubiläums ־ Pester Israelitischen Rcligionsgcmcindc veranstaltete Fr־•^ filC Sammlung hat zur neuesten Entwickhmgsphasc der a legenheit des Numcn13 clausus Stellung genommen. E« vn:. •׳rflcU< mit Stiimucucmhclligkcit folgende Resolution angciiom! S ' gerb ״Die zur Feier der dreißigsten Jahreswende der jüd:׳ i'1, , u. Rezention versammelten Ungarn jüdischen Glaubens c^j;.'״•-־ \t HaU Die Gleichberechtigung unserer Glaubcnsgcmci!1scha׳'rVo ein Teil der ungarischen Verfassung. ... ln unserem IGn•1!! gegen den Numerus clausus stützen wir uns eben <1^1,'.q lediglich auf die ungarische Verfassung; auf den צל•״ Die konfessionelle Gleichberechtigung fördernden Aitikel des F׳!׳* holpc densvertrap« haben wjr uns niemals berufen und j. es auch in Zukunft niemals tun. Wir sind ::1Jc.n fühlen uns als ein Teil des Ungartums, und der Verfn^v'i;'^'^‘ Trianou, der eine Trauer unserer Nation itt, ka 11!1 11innncl Verg mehr eine Re eh ts ף u eil c für uns sein. seil . . . Auf der Grundlage der ungarischen Vcriassinm v3 -her hend, den Sieg unserer Gleichberechtigung von der von crstchung der edlen ungarischen T rachnonen envau I nalc wünschen wir die Angelegenheit des Numerus riaus•1•/׳ j:!° .' heimatlichem Boden mit der Regierung und der Gcv jf'::i<; *״ r gebung unseres ungarischen Vaterlandes aus/utra״cn a-3 ־t^׳cruJl diesem Grunde riefen und rufen wir den Beistand v־f Das keinerlei ausländischen Faktoren an und ul..•h ein lehnen solchen Beistand ab, auch wenn er guten Absiclr Frei entsprungen sein mag" ‘ ' ^'r Als Referent dieses Beschlußantrages referierte Oi l, rabbiner Dr. Simon Hcvcsl, der die Versammln:!!׳ j.jj forderte, diese Kundgebung ohne Debatte mit Stlmmcncinhc: 1 keit zum Beschluß zu erheben, um ihr dadurch erhöhtes 01 wicht zu verschaffen. . . . Dieser Aufforderung wurde Feil ... geleistet. Oie Anwesenden erhoben sich von ihren ■■s Sein und gaben ihrer ungeteilten Zustimmung zum Beschiiißantlj.^.c-r hat unter begeisterten /\mdut1ssalvcu feierlichen Ausdruck. 0גיז Aus dieser Beschlußfassung ist zu ersehen, wie rc,-| ״.cV c die Wiener Kulturgcmeinde tat, als sic die offizielle ligiing an der Budapestcr Feier ablchntc. a'.haoriu j| ::ünitic Die ungarisch •Jüdische Assimilation | Der Präsident der Pester Israelitischen Gemeinde, hirditcs Alexander Lederer, veröffentlicht aus Anlaß da, livivS rigen Jubiläums der Pester Ocmcindc einen Artikel '•3'.‘ ‘ ״״ ״Pester Lloyd", in welchem er nncinvcist, daß die u;:;$? rischen Juden seit mehr als 1009 Jahren ,,als integriere::]■^ chr1tS ' Bestandteil der ungarischen Nation" in Ungarn leben. IrJ’־J'1.tc Gefolge Arpads (?) kamen Juden nach Ungarn. Doch sch 11 ,rkischc lange vor der Landnahme, schon im vierten Jahrlmadt.j/־enier t also vor mehr als 1500 Jahren, lebten Juden in Unga:t : (labe n'“' 1 .. i ■,יי'',' “י. . Junge geniib tn'arcl Die Erntttussichteft ln TaläsUna Im Oktober 1025 , Das ״Commcrclal Bulletin" schreibt: Durrha und Sesam sind .fast fertig gedroschen. Im Norden sind die Ergebnisse außer in Ghor recht gut. In Sesam, wurden nur Kleinere Flächen bebaut, aber die einzelnen Ergebnisse waren ausnahinsvoll hoch. Im Suddistrikt sind die Drcschrcsultalc im allgemeinen dürftig, bis auf eine günstige Durrhaernte in Jericho. Bis heute war der Regen im allgemeinen zu schwach, um auf das Pflügen sehr cinwlrkcn zu können, bis auf dhs Haifa• Gebiet, das am 13. Oktober 33 mm Regen zd verzeichnen hatte. (Inzwischen sind in ganz Palästina beträchtliche Regenmengen nlcdcrgcgangcn. RedJ Das Pflücken und Trocknen des Tabaks «lebt vor dem Ende. 7f>ty> ■der von jüdischen Kolonisten in Nordgaliläa erzielten Ernte sollen bereit» verkauft sein. Begonnen hat das Pllückcn von grünen Oliven für Einmach/wcckc. Das Einernten zwecks Oelgewin- ■omg wird in den Ebenen ebenfalls binnen kurzem beginnen. Die bisherigen Berichte über eine, knappe Ernte betätigen rieh. Die Ergebnisse an Bananen sind recht Künftig, und. ca verlautet, daß die Ban&nenzucht.ln erhöhtem Mau aufgenommen werden soll. ׳ . (Ziko.) Das beweisen die Grabsteine, die teils im Nationalnujsa״! teils im erzbischöflichen Palais aufbewahrt werden. ’ Budapest, 18. November. (J.T. A.) ln dem Pr״; I verstarb in Budapest im 90. Lebensjahre M o r i t / M c 2 . eine der bekanntesten Gestalten des jüdischen öflentlich-j Lebens Ungarns. Er wurde am 17. lamiar 1835 in SmnrMp t licly geboren und befaßte sich nach Absolvierung der Ba!t pester Universität schon zu Beginn der sechziger Jahre vorigen Jahrhunderts eingehend mit den Angclcgcnlieiici! <1\ ungarischen Juden. Er schuf im Jahre 186!) gemeinsam Adolf Agai, Izso v. Rosa und anderen Freunden den u:!2 rischen Israelitischen Verein, der für die Magyarisicrur des ungarischen Judentums wirkte. Ungarische Justiz Buddpest, 18. November. (J. T.A.) In dem Pro!: gegen Marffv, Szasz und Genössen, die wegen *׳ Luftsprengung des Elisabcthcr (Liberalen) Kasino, bei welch* acht prominente Budapestcr luden getötet und . schwer verletzt wurden, zum Tode durch den Strang verum! worden waren, hat die Königliche Tafel als Bcruh!m־:s1:r1:;t Ciu freisprechendes Urteil gefällt. Ilas Gerat nahm an, daß trotz des Geständnisse« nicht /weifrhiri nachgewiesen erscheint, daß wirklich Marfty, Szasz und u׳־ nosscu die verhängnisvolle Bombe in den Lufthoi/nng-.kr.rp des Kasinos hincingcsihmuggclt hatten. Marfty «r aber wegen eines versuchten Attentats gegen das Gehn! c der Budapestcr französischen Gesandtschaft zu sechs Ja!u s Zuchthaus, Szasz wegen Bedrohung öffentlicher Funktion.t zu 20 Tagen Arrest und Trenka wegen des gleichen Dc!i'־־׳ zu cincinnnlb Millionen Kronen Geldstrafe verurteilt. Dies;twend Die Zahl der Jüdischen Kommunisten In KuDlind Moskau, 18. November. (J.T. A.) Am 16. Novemh1׳ wurde in Moskau die Vcrtrcterkonfcrcnz der jüdische: Sektionen der kommunistischen Partei (Jewseklin) 1r der Liga der jungen Kommunisten der gesamten Sou;et-l'r eröffnet. Aus dem Bericht geht hervor, daß die M1 ’ gliederzahl der Liga der jungen Kommunisten rr gewachsen ist. Anfang 1921 zählte inan im ganzen V)8 organisierte junge jüdische Kommunisten, Anfang 1925 '\:ל; es schon 17001׳. Vom 1. Januar bis 1. April 1923 stiege Zahl der Mitglieder der Liga auf 61 830. im Juli zählte!־״ 6S630 Mitglieder der Liga, gegenwärtig schättt man ih e b auf mehr als 81000. Die gegenwärtige Mitd'cdcr/ri•״ Liga junger jüdischer Kommunisten macht demnach et״ 10,8°> der jüdischen Jugend Rußlands im Alter von H r 23 Jahren aus. Die Liga der jüdischen jungen Kommunisten zählt ■1 י der Mitgliedschaft der jungkomr.un׳attischen Liga der Etv; der Sowjetrepubliken, wobei die Juden nur cU׳a 2.1י״ li' Gcsamtbcvölkcrtwg der Sowjet-Union ausmachen. Der Joial-Drivc- New York, 22. November. (J.T. A.) Mr. David BfoWn, der Vorsitzende des Komitees fiir Aufhiincu! von 15 Millionen Dollar fiir jüdische WicdcraufbanlülR t Europa, teilt mit, daß sich mehr als 830 führende l!^ in den Vereinigten Staaten und in Kanada in den der Joint-Kainpagiic gestellt haben. Mr. Brown crk’.irt su mit dem Verlauf der Kampagne zufrieden und teilt fern« mit, daß ein großer Teil der aufgebrachten Summe■ für Darici׳ an unterstützungsbedürftige Handwerker und Kauflcutr. vew für Fachschule!! zur Ausbildung der Jugend in produktiv!: Berufen verwendet werden würde. Flüchtlingen soll zu• Rückkchrung in ihre Heimat verhelfen werden, Waiscuk11;־ac׳ «ollen Obdach und Erziehung erhalten. Natürlich stehen c׳ drei Millionen in Rußland im Vordergründe des Interesse Wenn die Ziele der Kampagne erreicht worden sollen, wird es möglich sein, bis Ende 1027 100 003 Jude״ dem Lande anzuslcdeln. (? Red.) Aber auch den Juden 1 anderen Ländern soll geholfen werden. Da« Jorw*!;'..'m.'r Hauptbüro des Natloualfomls hat die i״״ von dem ur<; ■•b.nen Herrn I. Epstein, Südafrika. hin;er lansenCn £ 2250 erhalten. Es ist dies ein Viertel des Ver mögen» d<;$ Verstorbenen. I

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