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Jüdische Rundschau · 1925-11-17 · Heft 90 (17.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 90 (17.11.1925)
Date
1925-11-17
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 758 JUEDJSCHE RUNDSCHAU Nr ( Viel günstiger liegen die Verhältnisse in Haifa. Hier hat die FLDC. ׳ eine ihren schwachen Kräften angepaßte großzügige Holle spielen können. Fast alle Böden des engerem Haifa, die sich heute in jüdischem Besitz befinden, sind durch die Hände der PLDC. gegangen und erst nach einem Plane von großzügigen Gesichtspunkten in den Besitz der ein- *einen Käufer und Oruppcn übergegangen. Noch wichtiger ist die Leistung der PLDC. bei der!Ausdehnung der jüdischen Besitzung auf dem Karmel, wo annähernd 15 000 Dunam erworben und städtebaulich planmäßig bearbeitet worden sind. Leider ist hier die PLDC. wiederum, infolge Ihrer finanziellen Schwäche, auf halben Wege stehen geblieben, indem sic die einzelnen Amclloricrungs* arbeiten, wie Straßenbau, Wasserleitung, ihren Rcchtsnachfolgern überließ. Dies ist der Grund, warum die Entwicklung des Karmcls mehr als 5 Jahre aufjjchaltcn worden ist und warum noch heute nicht einmal cm vernünftiger Fußweg, geschweige denn eine Straße, den Hadar Hakarmcl mit dem jüdischen Karmel verbindet Das erste großzügige Werk auf diesem Gebiete, das hoffentlich bahnbrechend für die Entwicklung des jüdischen Palästinas überhaupt werden wird, Hat in den letzten Monaten ln aller Stille die neu gegründete Haifa B a y D e y c 1 o p - ment Company geschaffen. Diese Gesellschaft hat ־־־■ gemeinsam mit dem Jüdischen Natlonalfonds, dem ein Teil des Bodens gehört — aus einer Hand fast den ganzen Boden zwischen den Städten Haifa und Akko an sich gebracht und ist dabei, auf Grund eines Programms, das sich über mehrere Jahre erstreckt, den Boden zwischen diesen beiden Städten in einer Ausdehnung vo׳n 60 000 Dunam planmäßig zu erschließen. Hierbei wird keine Parzelle in uie Hände ihres Besitzer» übergehen, ohne daß der Boden saniert, bcwässert und mit Straßen versehen sein wird. Gleichzeitig wird das ganze, für palästinensische Verhältnisse große, Gebiet nach den neuesten Gesichtspunkten und unter den Händen von ersten Fachleuten, von vornherein für die Zwecke reserviert, die eine großzügige Entwicklung Palästinas innerhalb der nächsten 100 Jahre benötigen wird. So werden rechtzeitig Zonen für Industrie, Landwirtschaft, Handwcrkcrsicdlung usw. vorgesehen und satzungsgemäß reserviert. Voraussichtlich, mindestens £ 1000 ÖOO werden einheitlich und großzügig für Erschlicßungsarbcitcn, d. h. für Sanierung, Bewässerung und Straßenbau, ausgegeben werden, und trotzdem werden die Preise der Böden, die natürlich einen angemessenen Gewinn für die Gesellschaft enthalten müssen, voraussichtlich so niedrig sein, daß sic an die Preise unsanierter und unerschlosscncr Böden in der Nähe von Tcl-Awiw bei weitem nicht heranreichen. Wir betrachten diese vor kurzem von der Haifa Bay Development Comnnny übernommene Arbeit, wie gesagt, als einen ersten Schritt 'in der großzügigen Erschließung der Küsten Palästinas und hoffen einmal, daß dieses Unternehmen einen vollen Erfolg haben wird, und daß c3 ferner gelingen wird, nach diesem Beispiel eine Reihe anderer Untcrnchinunncn 711 schaffen. Wir verkennen dabei nicht, daß. trotz mancher bürokratischer Hemmnisse, die Ica bereits ein großes Maß von Verständnis für moderne Erschließungsformen zeigt und daß auch bei dem Nationalfonds Anläufe in dieser Richtung vorhanden sind. Beide Gesellschaften haben aber bis jetzt trotz ihrer Möglichkeiten nicht die entscheidende Energie in dieser Richtung aufbringen können, und so war cs möglich, daß noch vor einigen Jahren Benjanrina auf Sumpfboden gebaut wurde und Gan Schmuei, ein Sicdlungspunkt des jüdischen Nationalfonds, noch heute in der schlimmsten Fiebergegend liegt Die zionistische FfiifmUHonea -Kampagne in Amerika Dr. Stephan S. Wisc, der von der Zionistischen Organisafion Amerika» zum Vorsitzenden der Kampagne für die Aufbringung von fünf Millionen Dollar für den Palästina- Aufbau ernannt worden Ist, lud vor einigen Tagen die Vertreter der jüdischen und nichtjüdischen Presse Amerikas zu einem Diner ein. Die Veranstaltung verlief sehr eindrucksvoll. Dr. Wisc gab der Hoffnung Ausdruck, daß die amerikanische Judenheit in diesem Jahre die fünf Millionen Dollar aufbringen wird, die dem Keren Hajessod, dem Jüdischen Nationalfonds, der medizinischen Organisation Hadassah, dem Ruthenherg- Plan und der hebräischen Universität zugute kommen sollen. Er führte aus: In diesem Jahre richten wir einen vereinigten Appell aller dieser Institutionen an die jüdische Ocffcntlichkeit. Wir benötigen drei Millionen Dollar für den Keren Hajessod, mindestens eine Million Dollar für die Landkauf-Aktion des Jüdischen Nationalfonds und mindestens eine Million Dollar für die anderen Institut!- ontn. Wenn die Juden Amerikas Verständnis für die rühmreiche Gelegenheit hätten, sic müßten 50 Millionen Dollar für Palästina aufbringen, sic könnten diese Summe auch leisten. Alles Geld, das für andere Länder gegeben wird, ist für die Not der Stunde; (fas Ocld, das man für Palästina gibt, stärkt das gesamte jüdische Volk. -ך Der •Redner kam auch auf das Kolonisatlonswcrk des Joint Distribution Committee und der Ica ln Rußland zu sprechen und sagte, nie dürfe Palästina gegenüber irgendeiner Arbeit, sei cs in Rußland, oder Polen, Argentinien, Mexiko, in den Hintergrund treten, wir setzen Palästina in den Vordergrund des Jüdischen Interesses, in das Zentrum der jüdischen Hoffnungen. * Am 29. November 6011 ln Baltimore die amerikanische Palästina-Konferenz »tattfinden, welche die Kampagne einleiten soll. Louis Lipskv hat an die organisierten Zionisten Arnerikns cjncn Aufruf erlassen, in welchem er erklärt, daß die vereinigte Aktion durch die gegebene Gelegenheit notwendig wurde, in diesem Jahr eine höhere Immigrantenzahl als je vormals nach Palästina zu schaffen; allein für die drei kommenden Monate lägen 7500 Bewilligungen für Chaluz- Einwanderer vor, welche der Unterstützung des Keren Hajessod ln verschiedener Form bedürfen. Außerdem werde noch eine ganze Anzahl Immigranten anderer Klassen er- Wartet. Fast der ganze Bodenbesitz des KKL. ist bereits kolonisiert, so daß weiterer Bodenerwerb zu einem unbedingten Erfordernis geworden sei. Die medizinische Organisation der Hada6sah müsse Infolge der erhöhten Ein- Wanderung Ihre sanitäre und Gesundheits-Arbeit ln bedeutendcrcift Umfang al» bisher weiterführen. Daneben müssen zur Erhaltung und zum Ausbau der Hebräischen Unlversität sowie zur Förderung der Entwicklung der Ruthenbcrg-KonzcssIon Gelder aufgebracht werden. (Ziko.) William E d I i n wurde als Nachfolger des im vergangenen Frühjahr zurückgctrctcnen Emanuel Neumann zum Exekutlv-Sekretär des amerikanischen Kereu Hajessod ernannt Wien» 1t, wovcmi . _ _ _ __ Fürstbischof Dr. Pffll trltf demnächst eine Roiso nach נ alfistina an, um die dortige Lage zu studieren und dem Vatikan Bericht zu erstatten. H. November. (J.T. A.) per Wiener Kardinal- Brie! aus BumSulea Von unserem Korrespondenten. m. Bukarest, Anfang November. ln den letzten Wochen hat der ״Antisemitismus der T a t“ wiederum von sich reden gemacht. Gruppen von sogenannten Siudenten, die unter der Führung von einigen Agitatoren, an deren Spitze der ehemalige Universität«- Professor Cuza, das Land durchqueren, veranstalten Ver- Sammlungen, und hetzen die Zuhörerschaft gegen die jüdische Bevölkerung auf. Oft kommt cs hierbei zu Ausschreitungen; so in Piatra, wo gerade am Kolnldrcl-Abend einige Buben ln der Hauptsvnagoge die Fenster cingcschlagcn naben. Die gereizte jüdische Bevölkerung wehrte sich, und die paar Gymnasiasten und Gassenjungen, die an den Ausschreitungen teilgenomincn, wurden ordentlich gezüchtigt Darauf wurde von seiten der Antisemiten den Juden ein förmlicher Kleinkrieg erklärt, der sich durch kleinere Upbcrfällc auf einzclnc jüdische Passanten, durch Schcibcueinschlagcn in den jüdischen Gassen und sogar hier und da durch Schändung jüdischer Gräber kundgibt. Die Maßnahmen der Regierung sind nicht immer genügend gewesen, und 60 kommt cr, dnß Piatra, eine Stadt, wo die Juden von jeher ln bestem Einvernehmen mit ihren christlichen Mitbürgern gelebt, zu einem Herd des Hasses und der Unruhen geworden ist Die ״Cuzisten“ haben allerdings nicht überall denselben Erfolg zu verzeichnen. Die Regierung gnekt ihnen scharf auf die Finger, und wo die lokalen Behörden rechtzeitig und energisch genug den Unruhestiftern entgegentreteu, gelingt cs ihnen’nicht, ihr Handwerk zu treiben, und sie müssen unverrichteter Dinge abzichcn. ° Diese antisemitischen Intermezzi sind gegenwärtig die wichtigste Erscheinung auf dem Gebiete ״Judaica“ in Rumänien. Das eigentliche jüdische Leben steht noch immer unter dem von jeher bekannten Zeichen d^r Apathie, welche das Charakteristikum des rumänischen Judentums b’ldct. Außer für effektive, palästinensische Aufbaufragen in ihrer unmittelbarsten Form — Sammlungen für die paliisrijicnsischcn Fonds, beginnende Il.achschara und Chaluziut —konnte man bei den Juden Rumäniens schwer!!:11 Interesse für irgendeine jüdische Frage in dem Maße antreffen, das zum ,Auslösen von Taten nötir* ist. Sogar die Probleme innerer Organisation, die ja mit ureigensten, direkten Interessen verbunden sind, können sich nicht zu nennenswerten politischen Taten krlstnjlisicren. So ist z. B. die Frage der Vereinigung der vier rumänischen ludentümer — Altrumänlcn und der drei an* gegliederten Provinzen — noch immer ungelöst, weshalb cs möglich ist, daß in Siebenbürgen magyarisch-treue Juden für die ״freie ungarische Schule“ cintrctcn. während in der Bukowina eine bewußte jüdisch-nationale Minderheit um ihr Fortbestehen besorgt ist, und in Altmmänicn jüdische Wähler die Politik der Bauern-, National-, Volks- und liberalen Partei mitmachen. Unter diesen Umständen ist es nicht verwnndorlieh, daß die besseren Elemente unter den *rbenbür'dschcn Juden, die nicht magvarisch sein wollen und ein jüdischpolitisches Auslehcn für notwendig erachten, sich dem altrumänischen Judenverbande (־׳hier Vereinigung nach Art der ,.Deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens“, die vor dem Kriege für die Rechte der Juden kämpfte, heute aber an Bedeutung cingebfißt hat) an gegliedert und in Cluj eine Tochtervereinigung dieser Organisation ins Lehen gerufen haben. Hingegen kämpft das heßarabische ludcntum noch mit Schwierigkeiten anderer Natur. Die eigeniümlichc Lage dieser Provinz, deren Nähe von der russisehen Grenze ein besonderes Regime der Verwaltung nötig macht, bringt cs mit sich, daß auch die Juden Beßarabiens sich kulturell nicht genügend frei und normal auslcben können, und daß die Hauntaufgabe der dortigen Führer noch in ständigen Interventionen zur Wahrung von Rechten oder zur Verhütun־״ drückender Maßnahmen bestehen muß. Bei dieser Zerklüftung und heterogenen Zusammensetzung der rumänischen Judenschaft ist es nicht verwunderlich, daß die Bestrebungen einzelner, meist jugendlicher Gruppen, eine jüdische Nationalpartei zu bilden, die die Interessen des C!esnmtjudentum9 Rumäniens zu wahren und alle jüdischen Galutharbeiten zu dirigieren hätte, noch kein Echo gefunden haben. Ein ähnliches Los hat die zionistische Bewegung als solche in diesem Lande, Die theoretischen Fragen der Zionistischen Organisation und Politik interessieren einen verhältnismäßig kleinen Kreis von Eingeweihten, während die Masse, auch diejenigen darunter, die für praktische Palästinaarbeit ein wohlwollendes Verständnis aufbringen, sich für die Lehren des Zionismus nicht erwärmen will. Vielleicht wird dies demnächst anders; die Heranwachsende Jugend erhält in ihren Vereinen dis heilige Feuer, und die cigentliehe Hnehschara beginnt hierzulande erst jetzt Fruchte zu tragen. Es ist eine Freude zu sehen, wie der Kreis derer, die ihre Kinder 7.u den hebrSisehen Kursen schicken, immer größer wird, wie auch Erwachsene, such solche, die vom Zionismus nichts wissen wollen, sich dem Studium des Hebräisehen mit Feuereifer widmen, wie srwar in vielen der bisher uns fernstehenden (Icincindcschuhn (<i. h. von den jüdischen Gemeinden unterhaltenen Schulen) dieser Unterricht Immer mehr Fuß faßt, um schließlich zu einem gesellschaftlichen ״Modebedürfnis“ der besseren Klasse unter den Juden des Landes 7u werden. Daneben geht die bereits im z.wciten Jahre befindliche Hechaluzbewogung, die systematisch alle Schichten der Judenheit für sich gewinnt Bei der kürzlich in Bukarest abgchaltcncn siebenten Jahreskonferenz des zionistischcn Jugemiverbande« (die übrigens zum großen Teil in hebräischer Sprache geführt wurde), wurden die Probleme der Jugenderziehung auf z?orFtkchcm Gebiet besprochen und Direktiven für die nächste Zukunft gegeben. Ein Instruktor aus Palästina wurde herangezogen, um die angehenden Chaluziin und die auf Farmen bereit« arbeitenden jungen Leute methodisch für Errz-Isracl und das Leben dort vorzubereiten. Der Ruf der zionistischen Exekutive und des Direktorium» des Keren Hajessod, für die kommende Aktion «Ile Kräfte anziiRtrcngcn, um die erwünschte Million Pfund zu erreichen, hat auch in Rumänien ein günstiges Echo gefunden. Die Vorbcreitun״en für die neue Kampagne, die vierte rcgclmäßig durchgeftihrtc in diesem Lande, werden mit Volldampf betrieben. Die diesjährige Aktion steht wiederum unter der Leitung Dr. Wilcnskys, der dem Rufe der hiesigen Zentrale gefolgt ist und bereits seit zwei Wochen in Bukarest weilt Die eigentliche Sammeltätigkeit soll diesmal viel früher als in früheren fahren, und zwar schon im November, bcginnen) den Anfang macht, wie immer, Bukarest, Die Zentrale richtet an die rumänischen Juden die Aufforderung, sic möchten in diesem Jahre, statt der voriährlgcn 25 Millionen Lei, deren 40 aufbringen. Hoffentlich gelingt es, dieses schöne Ziel zu erreichen; hat doch das rumänische Judentum bisher stets gezeigt, daß cs in dieser Beziehung auf der Höhe steht; sicher wird ca seinen bisherigen Rang unter den Ländern der Welt kräftig behaupten. Am 26. Oktober fand bei der Zionistischen Palästina- Exekutive ein Empfang der palästinensi ,.chen J o u r n a - listen statt. Col. Kisch gab In einer zweistündigen Unterredung Auskunft über eine Reihe aktueller Fragen, wie Ein• Wanderung, Bürgcrscbaffgc-ctz, Erziehung, die Aff׳lre der Klagemaucr, den Nachlaß von Kadoorio u. a. m. (Ziko.) Arabische Vorschläge ' Jerusalem, 12. November. (J. T. A.) Das off.?•. I Organ der arabischen Exekutive in Palästina ״Feiest greift die im ״Near East“ erschienene Anregung bc!rc[׳l.| die Schaffung eines vereinigten britischen Mandats über arabischen Länder einschließlich Palästina ^5: Syrien mit Eifer auf und bemerkt zu diesem Die Araber Palästinas werden sich dem Plane dcr v.J clnigung Syriens, Palästinas, Transjordr.niens, Libanons des Irak unter einem gemeinsamen britischen Mandat t'■% widcrsct7.cn. Wenn der Völkerbund sich entschließen tr; | die arabischen Länder unter Großbritannien als Mandel macht zu vereinigen, so wird auf diesem Wege eine $V, arabische Union geschaffen. In einer also gesättigten V \ bischen Athmosphärc wird auch das jüdische Nj," i 0na111 eIm in Palästina keine Oef ahr mehr blc i t c n, da die Araber nie mehr werden majorisiert vvetdt können. Sir Alfred Mond IBr dei Keren Hajessod Sir Alfred Mond bemüht sich als Ehren präsl<!t. dcscnglischcn Keren Hajesscddic cngl'schc LJC‘. heit zu einer weiteren Unterstützung des Keren Haiew zu bewegen. Er hat sich deshalb an eine große An; I von Einzelpersonen gewendet, und folgenden Appell an c cnglFchc Judenheit gerichtet: ״Der Keren Hajessod Ist der Fonds, durch welchen(; jüdische Heim in Palästina aufgebaut wird. Er ist der ih. faktor ln der Entwicklung des Landes. Von dem im Au־• abgchaltcncn XIV. Zbnbtcnkongrcß wurde nsch cingchc-s Erwägung der Erfordernisse der Arbeit in Palästina ein A gaben-Etat vot £ 6ÜOOOO festgesetzt. Bei Fcjtr.c‘zung d>' Etats sind nur die elementarsten Bedürfnisse der Kolonist;־ der Immigration, des Erziehungs-, Kranken-, Sanitätswe?׳ usw. des Landes berücksichtigt worden. Ein persönlich: Besuch in ,►Palästina brachte mir das große Weri das dort vom Keren Hajessod geleistet wiraj klar vor A: und zwang mir die UeberZeugung auf, daß durch die:׳• Fonds eine wahre, eine starke Grundlage für die Zuker unseres Volkes im Lande seiner Väter gelegt wird.“ Britische Staatsbürger ans PalästiM ausgewiesen Jerusalem, 12. November. (J.T. A.) Das jcru־a'1cr| Krcisg'cricht fällte heute ein Urteil, das insofern von p i 7iplcllcr Bedeutung ist, als ein Präjudiz geschaffen wer!׳ ist dafür, daß britische Staatsangehörige 1: britischem Mandatstcrrltorium ausgewie«׳• werden können. Angcklagt war der frühere Obcrlch:: an der St. Ocorgcs-Schulc zu Jerusalem, T. H. Trinn,״׳■; der frühere Beamte des Erzlelmngsdepartemcnts der Prl'bi.r Regierung. O. F. Milno, wegen Scheckfälschung. Sic w "den zu je vier Monaten Gefängnis und zur Dil portation nach Verbüßung der Strafe ver urteilt. Wotabrficbe fa Galiläa In Palästina hat dieses Jahr die Regenzeit zier.׳ lieh früh und recht stark eingesetzt. Ecsondr In Galiläa gingen überaus schwere wolkcnbrüchc nieder die auch bedeutenden Schaden verursachten. Mehre; Streßen wurden durch Fclsblöcke, welche die Stu־zbächc a. den Bergen mitgeführt hatten, stellenweise völlig verleg wodurch Verkehrsstörungen verursacht wurden. Die Reg! rung entsandte eine Arbcitcrkolonnc zur Wicdcrhcrstclkr: der Straßen. In der Nähe von Rosch Pin ah schwemm: die Flut eine Brücke fort; ein arabischer Schafhirt ist mits:־ seiner Herde ertrunken. Die Vorlesungen in Judalstlscben Isslllut in der Judaistischcn Fakultät der Universität Jcrus3!c: werden im Wintersemester 1925/26 folgende Vorlesung und Seminarübungen gehalten werden: 1. Vorlesungen: Prof. Epstein, ,,Einleitung : die Textkritik der Mischna“ und ״Babylonisches Aramäisch"; Dr. G. Sc hol cm, ״Geschichte der Kabbala im 13. Jab hundert“; Dr. Klausner, ,.Die hebräische Litera!ur :־ Zeitalter der Aufklärung 17S5 bis 1SS0“; Rabbiner Ass'ב ״Babylon und Palästina im gaonäischcn Zeitalter“; fr Schwa.bc, ,?Gric:lmch“ für Anliingcr und Fortgeschritten sowie ״Lateinisch“ für Fortgeschrittene. 2. Seminarübungen: Prof F p 6 t c 1 n hält Semb־ Übungen über ״Talmud-Traktat Baba Bathra“ und ״fr: Mischna und Tossefta zum Traktat Kelim“. Dr. G. Sehe■ 1 c 1u hält Ucbungcn über den ״Sohar“. Dr. Klausner in' Hebungen über ,.Die hebräische Sprache im Ziitahr.r der Aklärung“ und Rabbiner Assaf Über ״Gaonäischc Novell׳' iin jüdischen Recht“. Weitere Vorlc ungen, deren Themen noch nicht fc ״teh:׳ werden von Dr. A. O u 1 a c k und Rabbiner S c g a 11 gehahrwerden. Das Semester ist nlt folgenden allgemein Zugang!;•‘״- Vorlesungen eröffnet worden: Dr. Joseph Klausner: ,ח::! Epochen ln der hebräischen Aufklärung“ und Dr. Gerhb Sc ho lern: ״Hat Rabbi Mose de Leon den Sohar verfaßt?" Chile-Palislira Jerusalem, 9. November. {]. T. A.) Der gegenwar;? in Palästina weilende Professor Jose GaJvcz ans Cberklärte ln einem Interview, daß man in Chile die ikwcCfi für den Wiederaufbau Palästinas und ihre Resultate vc.f^s- In den maßgebenden Kreisen Chiles hegt mau große Sy יה' p a t h l c für den jüdischen Wiederaufbau i" ז J' lästina. Man weiß, daß Palästina das Tor nach dem Orr t werden kann und den Osten der Welt erschließen werut Daß dieser Wiederaufbau unter der Aegide des britische3 Reichs vor sich geht, ist ein gutes Symptom und auch cm: gute Garantie. Einen besonderen Eindruck muß cs tnacnc■^ daß die hebräische Sprache als das Instrument der jü Einheit wieder auflcbt. Prof. Jose Galvcz äußerte sich die Aussichten von Handelsbeziehungen zwis'heu Chi: Palästina wie folgt: Palästina kann von Chlic zu Bedingungen Soda-Nytrat (Salpetersäure# Natron) ־bc/icucn. welches als bestes Düngemittel für I n t e n s i v - K 1 ‘ tur gilt und von Chile In Millionen von Tonnen {«£<״־ nach den Vereinigten Staaten und nach europäischer. Landen exportiert wird. Wie der .,D o a ז H a j o m“ berichtet, werden vom 19. vember ab die Filialen der Anglo-Egypti.in-Bank in Ihre . weitere Tätigkeit unter dem Namen ״Barcla” Bank“ fortsetzen, nachdem die Barclay״« Bank in Loncon die Majorität der Aktien der Anglo-Egyptian-Bank erw'J'• ben hat. Die Geschäftsgebarung soll dadurch keine Vcranöc־ rung erfahren. Int Warichaucr JüdUchen Spital verstarb am letzten tag an den Folgen einer Lungenentzündung der hier »I» ״f. , giert •r des Keren Kajemeth weilende Herr M. Lederer־^ aus Palästina,

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