Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 89 (13.11.1925)
- Date
- 1925-11-13
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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J U E DI SCH E RUNDSCHAU Seite 748 sich, in . seinen Mandatsländem andere Methoden an Stelle der Gewalt cinzuführcn; auch Frankreich hatte dieselben Intentionen, ist aber in der praktischen Durchführung auf Abwege geraten und muß wieder zu dem richtigen Weg zuriiekkehren, den Painlcvö aucl! bcschreiten will. Die Gefahr, die im Osten droht, könne nicht durch einen Rückzug Frankreichs beseitigt werden, wie manche Engländer und auch manche Franzosen fordern, sie kann nur abgewendet werden durch einen neuen Kurs der französischen Politik, der darauf ausgeht, die Araber, die 90 toll provoziert worden sind, zu versöhnen. Diese Aeußerung des ״New Statesman“ trifft, wie wir glauben, ziemlich gut, was die Mehrheit der öffent’ichen Meinung Englands über diese Dinge denkt. Indirekt können wir hcrauslescn, wie sich der Engländer seine eigenen Pflichten als Mandatarmacht vorstcllt. Und im Rahmen dieser allgemeinen Richtlinien für Mandatsausübung muß die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina vor sich gehen. Diese Aufgabe, die einen integricrenden Bestandteil des Palästina-Mandates bildet, muß in Ucbcrcinstimimmg gebracht werden mit der allgemeinen Manda'spolitik. Das Mandatssystem ist für die nächste Zeit wenigstens eine unentbehrliche Einrichtung, an der nicht zu rütteln ist. Aber die Art seiner Ausübung gibt eine gewisse Elastizität. Schon mehren sich Stimmen in England, die unter Hinweis auf die Ereignisse in Syrien dafür plaidicren, den Mossul- Konflikt unbedingt zu einer friedlichen und freundschaftüchen Lösung zu bringen. Auf keinen Fall könne England einen Krieg mit den Türken riskieren, der die Leidenschaften im ganzen Osten und in der islamischen Welt wicdcrcrwachen ließe. Man müsse auch in dieser Frage Entgegenkommen zeigen, die englische Politik müsse ihrer Tradition der Schmiegsamkeit treu bleiben und nicht in die französischen Fehler verfallen. E>cr Gedanke einer pan*islamischcn und darüber hinaus einer pan-asiatischcn Gefahr zuckt gespcntisch an! Horizontc auf. Diese Gefühle und Befürchtungen werden auch in der Behandlung der Palästinafragen eine steigende Rolle spielen. Auch die Ernennung des Feldmarschalls Lord Plumer erscheint jetzt, wie wir an dieser Stelle schon vor Wochen andeuteten, in einem neuen Lichte. * Die Prinzipien, die einer erfolgreichen Mandats- Verwaltung zugrunde liegen müssen, hat Herbert Samuel in seiner großen Rede in London anläßlich des achten Jahrestages der Balfour-Deklaration wieder angcdcutet. Es war Samuels erstes öffentliches Auftreten seit seiner Rückkehr aus Palästina und der Empfang, den ihm die Versammlung bereitete, bewies, deutlich, daß die Zionisten sich ihrer Dankespflicht gegenüber diesem Manne bewußt sind und daß er sich dauernde Sympathien im jüdischen Volke erworben hat. Daran ändert auch nichts der Widerspruch des Londoner ״Jcwish Clironicic“, der die Frage aufwirft, warum Samuel überhaupt in der Kingsway Hall erschienen ist. Denn was er als englischer Beamter geleistet hat, sei nicht Sache einer zionistischcn Versammlung, noch weniger was er für die arabische Bevölkerung Palästinas getan zu haben sich rühmt; was aber den jüdischen Teil seiner Mission betreffe, so sei ein völliges Mißlingen zu verzeichnen. Diese unbelehrbare und engstirnige Auffassung des in Palästina gegebenen Problems ignoriert völlig alle Tat- Sachen, sic wird nicht einmal durch Vorgänge wie den syrischen Aufstand in ihrer Selbstsicherhcit wankend gemacht. Wir sind gewiß nicht blind gegen manche Fehler, die Samuel gemacht hat, und haben stets freimutig kritisiert, was an einzelnen Regierungsakten un* zweckmäßig oder der jüdischen Sache schädlich war. Aber nicht zu sehen, daß die Grundhaltung, die Gesamtkonzeption der Snmucfschcn Politik nicht nur objektiv richtig war, sondern auch der jüdischen Palästitiasachc den größten Dienst erwiesen hat, indem sic verhinderte, daß sie zu einer unentwirrbaren Zuspitzung der Gegen* Sätze führte, — dies nicht zu erkennen, bedeutet u. E. einen Grad von politischer Blindheit, die der zionistischen Sache mehr schadet als einzelne noch so ungünstige Verwaltungsaktc der Regierung tun können. Herbert Samuel hat als Beamter seine persönlichen Gefühle zurückgedrängt־, sein Herz aber ist bei der jüdischen Renaissancc. In seiner Rede fand er Worte höchster Anerkennung für das in Palästina von den Juden Geleistete. Er ist sehr optimistisch über die Zukunft und über die Möglichkeiten des Landes! Allerdings betont auch er, daß noch große jüdische Anstrengungen nötig sind, um das Ziel zu erreichen. Palästina ist eine Sache des gesamten Judentums. Herbert Samuel, der kein Zionist 1 parteitcchnischcn Sinne ist, ermahnte zur Durchführung der Erweiterung der Jcwish Agency. Diese Er- Weiterung ist die von! Zionistenkongreß beschlossene zionistische Politik. Aber mit Recht hat Dr. Wclzmann darauf hingewiesen, daß die Erweiterung nur als eia Bündnis der Zionisten mit den Nichtzionisten zustande kommen könne, daher mcht von den Zionisten allein abhängt. Die Zionisten sind trotz schwerster Bedenken in voller Aufrichtigkeit cntgegcngckommcn, sic wollten ihre Rechte teilen, — natürlich nicht nur die Rechte, sondern auch die Verpflichtungen; nun hängt das weitere von dem Verhalten der andern Seite ab. Und in dieser Beziehung haben wir in der letzten Zeit Erfahrungen gemacht, die uns etwas skeptisch stimmen müssen. In der'Tat sind die Vorgänge, die sich im letzten Jahr in Amerika abgespielt haben, nicht leicht zu durchschauen. Noch im Februar vorigen Jahres, als Dr. Weizmann vor der Eröffnung der Universität in Amerika war, wurden von allen führenden Persönlichkeiten des Joint Distribution Committee, vor allem von Marshall und Warburg, enthusiastische Erklärungen zugunsten von Palästina abgegeben. Diese Reden und Erklärungen könnten ganze Bücher füllen, und cs blieb nicht nur bei Worten, sondern ein Mann wie Felix Warburg, der Präsident des J. D.C., hat selbst eine namhafte Spende für den Keren Hajcssod gemacht, und dies öffentlich durch Colonel Kisch verkünden lassen. Der Eintritt in die Jesvish Agency und die Ucbernahmc von Verpfüchtungen für Palästina war eine beschlossene Sache. Als erste Tat war außerdem die Investment Corporation mit fünf Millionen Dollar Kapital geplant. Schon vor zwei Jahren sprach man von dieser Gesellschaft als einer fertigen Tatsache, und obwohl ihr Kapital dann auf drei Millionen und schließlich auf eine ,Million reduziert wurde, mußte man doch annehmen, daß das Projekt ernst gemeint ist. Bisher Ist die Gesellschaft nicht in Tätigkeit getreten. Im letzten Jahr, als die sogenannte mittclständische Einwanderung nach Palästina kam, und Unternehmungen und Industrien aller Art geschaffen wurden, die unter der großen Krcdituot litten, da wäre für eine solche Gesellschaft ein weites Betätigungsfeld gewesen. Sic hätte ihrer Aufgabe, durch geschäftliche Maßnahmen bei der Verankerung von Emigranten in ihrer neuen Heimat mitzuhelfen, ausgezeichnet gerecht werden können. Nichts von alledem ist geschehen. Nun erwartete die zionistische Welt, daß diese Persönlichkeiten, getreu ihren eigenen Worten, Hand 111 Hand mit den Vorbereitungen zu -der nunmehr beschlossenen Er- Weiterung der Agency, der keine Hindernisse mehr im Wege stehen, Vorkehrungen treffen werden, um die Mithilfe des nicht zio nistischcn amerikanischen Judentums für Palästina zu organisieren und über die Finanzierung Nr großen Stils selbst nachzusinnen. Statt dessen ho j wir plötzlich, daß 15 Millionen Dollar für Hilfsarbej[״? Osten und Kolonisation in Rußland gesammelt sollen. Von Palästina schwieg der Sänger. Ein der Aufklärung wäre dringend nötig gewesen. £s f0׳ jedoch nur Ausflüchte. Leitende Männer des J ßfc äußerten sich dahin, daß ihre Aktion nicht ge״ei/v! lästina gerichtet sei; aber was sie zugunsten JjL Palästina zu tun gedenken, wie sic sich ihre Pfl|c׳..V׳( als präsumptive Mitglieder der Jcwish Agency vorst,׳•־'* das wurde nicht enthüllt. Wir stellen hier vor *:ג3’ז unaufgeklärten Problem. Wir können nicht glauben ׳•t־• nur das Scnsntioirbcdür.'nis Amerikas nach einer n״ Ir Losung verlangt. Wir haben 11:c:1 nicht gehört, daß/ jüdischen Führer Amerikas auf ihre Teilnahme Jcwish Agency verzichtet haben. Wir glauben nie daß sie sich ohne Grund der Sache entziehen könr die* sie selbst als die zentrale entscheidende Auf unserer jüdischen Gegenwart erkannt haben. Nn:a’j lästina kommen monatlich 4000 Einwanderer, cs ist I siiirkste Immigrationsland, aber diese Riescnaufgabc \ langt bedeutende orgamsatorische Maßnahmen und deutende Summen Geldes. Dies wäre eine Hilfsakt'® für die Dauer, während alle Hilfsaktionen sich bk:| stets nur von vorübergehendem Wert erwiesen Im! Die amerikanischen Zionlslen sind sich ihrer P; bewußt. Sic wissen, daß das vom Kongreß beschlösse- Budget nur dann aufrecht erhalten werden kann, \V£ Amerika in diesem Jahre für die verschiedenen Palästizwecke mindestens fünf Millionen Dollar aufbringt. : können nicht warten, bis ein Arrangement mit den nie zionistischen Palästinafreunden zustande kommt. $ haben den großen Werbefeldzug begonnen. Die zl. nisten wünschen nicht den Kampf, denn auf der and;! Seite stehen keine Feinde, stehen vielmehr au־-Jj sproclicnc Palästinafreundc; aber positive Schritte;! gunsten Palästinas können sic nicht unterlassen. Y.W beglückwünschen unsere amerikanischen Freunde zu d;I Elan, mit welchem sie die Palästina-Aktion in AnjrT genommen haben. Die letzte Nummer von ״New p| lestine“ bringt an leitender Stelle ein von sämtlich! Mitgliedern der zionistischen Leitung Amerikas un!e| zcichnetcs Manifest, in welchem die Situation dargekf und die Anordnungen getroffen werden. Das für c« Leitung des Drives eingesetzte Komitee wird eine Kc| ferenz der Palästinafreundc cinbcrufen. Wir ho:it| daß dies der Weg ist, um auch die aktive Mitarbeit c:? nichtzionistischen Palästinafreundc zu sichern. Die!r■־׳ mlischc Verantwortung ruht schon heute auf den; die zum Eintritt in die Agency bereit waren. Sic s vor der Welt mit der Palästina-Sache verbunden, IV ״Friedensvertrag1׳ von Philadelphia war daher ke Terror, sondern eine natürliche Konsequenz dieser T;| Sachen. Die Zionisten wollten die .״Einheitsfront•' sollte es zum Bruch und offenen Kamp! kommen, dr tragen die die Schuld, die die Einigungsresolution vc Philadelphia akzeptiert, aber nachträglich unbeachtet lassen haben. Die syrisch-palästinensische Grenze London. Das Rcutcrsche Büro berichtet aus New Yc:| daß dort Meldungen über die Einäscherung amerikarjj scher Missionsschulen und Kirchen in der Oegend sf!d!;p von Damaskus cingctroffcn seien, wo die Drusen die an׳‘; nisch-syrischcn Christen vertrieben haben. Die arnri! | nischc Ililfskommission für den Nahen Osten berichtet, uaß c britischen Behörden in Palästina die Grenzen!■ Flüchtlinge aus Syrien gesperrt haben, so daß sich 1''•י zahlreiche Flüchtlinge an der Orctue angcsammclt habe * Es wurden Vorbereitungen getroffen, um gegebenenfalls lA jj syrische Waisenkinder unter den Schutz der Hilf-unto׳' für den Nahen Osten möglichst rasch abzubefördern, f Theater Georg Kaiser: Die ffidisebe Witwe (Theater am Schiffbauerdamm, Berlin.) Immerhin könnte man beleidigt sein. Wenn im Jahre des Heils 1925 Hatevys ״Jüdin“ in der Aufführung der Jerusalcmer hebräischen Oper auf Betreiben katholischer Kreise verboten wird, weil angeblich der Kardinal darin (in der Oper nämlich, nicht gerade in Jerusalem) schlecht wegkommt, so dürfte man sich aus Gründen jüdischer Rciigiosität billigerweisc über dieses Frühwerk Kaisers nicht minder heftig entrüsten. Die Vorgänge im jüdischen Tempel vor dem jüdischen Ocricht, in einer historischen Zeit des jüdischen Volkes, wie sic der Nichtjude Kaiser in dieser Judith-Parodie auf die Bühne bringt, sind durchaus nicht erbaulich, sic überschreiten oft genug die Grenzen, die auch dem schärfsten Satiriker gesetzt sind. Dagegen gibt cs nur ein Mittel für empfindliche Gemüter: nicht hinzugehen. Index und Inquisition wollen wir den auderen überlassen, schon aus der Erkenntnis unserer jüdischen Art .(oder auch Unart), durch die solchen Methoden nur zum gegenteiligen Erfolg vcrholfcn wird. Das Stück ist nicht antisemitisch, ich empfand cs wcnigsten? keineswegs so, als ich cs, lange Jahre vorher, las; es schien mir nur und ausschließlich schlecht. Dessenungeachtet ging ich mit der besten, geradezu mit einer überguten Absicht cs anzuschen. Mit dem festen Entschluß freundlichster Vorcingcnommcnhcit für Autor und Werk und heftiger Ab7 ncigung gegen die jüdische Wehleidigkeit, die überall gleich Antisemitismus wittert wie der kleine Moritz in der Schule. Der kleine und der große sind auch bei der Aufführung reichlich vertreten, besonders in der Schule. Trotzdem wirkt die Aufführung nicht gerade antisemitisch. Sic Ist Im großen ganzen sogar leidlich. Wir nehmen an, daß die Darstellung dieser judäischen Juden des Altertums als galizlschc Ghetto^■ gestalten eine bewußt anachronistisch-parodistlsch gewollte Note ist. Auch das Hakenkreuz als Waffe des bramarbasicrenden Judenfeindes Holofernes ist ein solcher Witz der Regie. Das Stück aber bleibt schlecht, noch schlechter als cs in der Erinnerung war. Kaiser hatte einen Einfall, den er für so phänomenal hält, daß er sogar das Nictzschc-Wort vom Zerbrechen der alten Tafeln als Leitmotiv bemüht. Er zerbricht sie aber gar nicht, er liest sie nur verkehrt, er lieat das Hebräische auf europäische Manier, von links nach rechts, statt von rechts nach links. Ein genialer Einfall, diese Umkehrung der alten Ocschlchtc und Umwertung der Heldentat Judiths: nicht um die Stadt zu retten, hat sie sich dem Holofernes hingegeben, sondern angeböten hat sie sich ihm, weil sic es einfach nicht mehr nushiclt in ihrer lästigen Jungfräulichheit. Deren Opferung war ihr gar kein Opfer; sic ging geradezu darauf aus. Dieser Einfall, auf den nur ein Dichter kommen konnte, könnte den Gegenstand einer kurzen, witzigen Schnurre abgeben. Georg Kaiser holt ein stundenlanges Stück heraus. Dazu wird der Einfall gedehnt, gestreckt, gezerrt, gezogen, gewalzt, verstärkt, gelockert, verknüpft, bis das Thema, die Zuschauer und endlich auch die jüdische Witwe erschöpft sind. Einfälle sind nach Hebbel — dies sei keine Anspielung auf seine Judith — die Läuse der Vernunft. Bei Kaiser wird aus der Laus ein Elefant. Vier Akte durch muß Judith, die sich anfangs gegen die Ehe mit dem alten Manassc sträubt, bis sic dann auf den Geschmack kommt, das Joch ihrer Jungfräulichkeit über die Bühne tragen. Else Eckersberg ״entledigt“ sich dieser Aufgabe in aller Nacktheit, die ihr zur Verfügung steht. Und das ist nicht wenig, bzw. sic behält nicht viel. Weder Manassc noch der Hausneger noch die Stadtältesten erfüllen ihren Wunsch. Sic hat auch ausgerechnetes Pech. Nicht genug, daß ihr Mann ein Orcis, der Sklave ein Kastrat ist, muß auch noch die Belagerung der Stadt durch Holofernes kommen, als sie Witwe geworden ist, die Hungersnot und ein Qesetz, das Frauen von Männern trennt; dem Assyrer, dem sie sich, aus der Stadt entflohen,, anschlicßt, ist wie allen anderen der Genuß, des Weibes verboten, auch aus der Sache mit Holofernes, die fast geklappt hätte, wird nichts, da sie diesem, dem König Nebukadnezar, der sic auch haben möchte, zu Gefallen, den Kopf abschlägt, worauf Nebukadnezar flieht, mit seinem Heer, das auch zum Teil — wie der Zuschauer die Wände cmporklcttcrt; also wieder nichts. Nachdem vor Ocricht, wenn auch nicht auf offener Bühne, was in Stück eigentlich verwundert! h ist, Judiths Unberührtheit na:־•:?■ gewiesen und an dem darob zum Judentum bereiten Fürs־-^ vpn Ammon die Bekehrung vo'lz^gen worden ist, Karn im Tempel endlich sogar den Hohepriester empfangen. ״su kann sc Hochzeit machen“, murmelte Herr Picsecke -׳•׳ frlczflgt neben mir. Er hatte Kaisers Definition, die er d׳•:' ddtTMund des Hohcpricsters und Judiths aussagen hiß‘: c§ ״hohe Zeit“ und ״höchste Zeit“ sei, ahnungsvoll weggenommen. I י Auch die ordinärste Sinnlichkeit muß nach dieser k-'f mcrlichcn Parodie ohne Witz und Phantasie abgest׳::r. ן sein. Erstaunlich bleibt, wie ein unzweifelhaft bedeuten;1 Dichter ein solches nur gähnende Langweile erzeug^■, minderwertiges Stück nicht längst zurückgezogen ha‘• Stück der Impotenz nicht der auftretenden Perronen, des Dichters. Albrccht H e H וזז a ה : Wie die Tagcsblätter melden, besteht die Ab־!da>, g ״Jüdische Witwe“ polizeilich verbieten zu lassen. W:r!ג <׳.!,.־ ein solches Zensurverbot für völlig abwegig. I Poliseh uad Perlmutter beim Film (Lustspielhaus) _ ■ Man ist überwältigt von Lachen, aber es ist f!n, mutiges Lachen. Es hat nichts Vertet7cn־lc:. daß nicr j . karrikiert werden; ihre Ucberlegcnhcit liegt ׳.na a״e ‘ , zwingenden Witz. ־;.;יי; .י. ,״ Auch in dieser Karikatur ist ein Körnchen w>. * ׳ . .... Diese primitiven Geschäftsleute aus dem New torkc׳ $r,: ohne jede Bildung, aber mit wachem Kopf, praktische Zähigkeit und Bescheidenheit, wenn es sein muß ־־־ * .. Wirtschaftsnionierc in ihrer Art. Wechseln von ßr“"c‘ Branche, und schließlich gelingt ihnen etwas. Manen ״Häuser“ haben Leute wie Pota־;ch und Perlmutter ■ grfinder und Almen. (Ihresgleichen werden vicllc!‘■