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Jüdische Rundschau · 1925-11-03 · Heft 86 (3.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 86 (3.11.1925)
Date
1925-11-03
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 724 JUEÖISCHE RUMDSCHÄU Poflromterror iß Balgarlca London 25. Oktober. (J.T.AA Aus authentischer Quelle Wird der Jüdischen Tclcgraphcn-Agentur über die Verhältnisse in Bulgarien beachtet: Der Progromterror in Bulgarien dauert an, und die Sorgen der Jüdischen Bevölkerung steigern sich von Tag zu Tag. Der Mord an dem jüdischen Arzt Dr. M. Levy in Tatar-Parazdschik blieb ungesühnt, obwohl die ganze Bevölkerung den Mörder, einen bulgarischen Offizier, ganz genau kennt. Es haben sich sogar Leute gefunden, die den Mut hatten, der Behörde ziemlich genaue Angaben über die Vorgänge während des Mordes und die Persönlichkeit des Mörders zu geben, trotzdem wurde nichts getan, um den Mord aufzuklären. Dr. Da non, der einzige jüdische Zahnarzt in Tatar-Parazdschik mußte flüchten, weil sein Leben bedroh*, war. , . In der Stadt Lom fanden pogromartige Ausschreitungen statt, Mitglieder des Verbandes ״Rodna Zachtita“ (Heimatschütz) mißhandelten jüdische Passanten, drangen auch in jüdische Wohnungen ein und demolierten u. a. aas Büro der lokalen Zionistischen Organisation. Die Regierung macht wohl Versuche die Ordnung zu erhalten, unternimmt aber nichts Ernstliches, um die Pogromlcutc, die den Behörden gut bekannt sind, wirklich zu fassen. Der Verband ״Rodna Zachtita“ ist eine Hauptstütze der Jetzigen Regierung. Mitglieder des Verbandes sind hauptsächlich Agenten der Geheimpolizei und Rcgicrungsbcamte. Die Juden in Lom leben in ständiger Panik. ״ , In Stara Zagora und in Haskowo fanden wiederholt antijiklischc Ausschreitungen statt. Mitglieder des Verbandes ״Kodna Zachtita“ mißhandelten und beschimpften die Juden auf den Straßen und rissen ihnen zionistische Embleme von den Kleidern ab. Aehnlichc Vorfälle ereigneten sich in Sllvcn Yambol und in anderen Orten vor den Augen der Behörden. In Dupnitza wurde der Jude Sehekerdjiski ermordet. * Vor einigen Monaten erhielten wir von dem Presseamt der Berliner bulgarischen Gesandtschaft ein Schreiben, in dem es u. a. hieß: ״Manche Bulgarien feindlich gesinnte Nachrichtcnbüros versuchen immer wieder, Meldungen zu verbreiten, daß in Bulgarien ein Antisemitismus herrsche. Zwar haben derartige Intrigen bisher keinerlei Erfolg zu verzeichnen gehabt aber cs steht zu erwarten, daß solche Versuche noch mehrmalige Wiederholungen erfahren werten.“ Dem Schreiben war ein Artikel beigefügt in welchem bulgarische Juden in Form von Interviews die Lage der bulgarischen Judenheit schildern und betonen, daß die Juden volle formale Gleichberechtigung genießen und in der Entrichtung ihres Gemeinschaftslcbcns nicht behindert werden. Da wir wissen, daß kein Bürger eines Staates, die Aufforderung seiner Behörden, günstig über die Verhältnisse in seiner Heimat auszusagen, ablchncn kann, haben wir, ohne uns erst bei den Kronzeugen der bulgarischen Gesandtschaft zu erkundigen, den Artikel ad acta gelegt. Die seit jener Zeit aus Bulgarien kommenden Nachrichten zeigten, wie begründet unser Mißtrauen war. Es soll nicht behauptet werden, daß die bulgarische Regierung und die bulgarischen Gesetze die Juden in Bulgarien entrechten. Sicher ist jedoch, daß in Bulgarien ein militanter Judenhaß am Werke ist und daß cs den verantwortlichen Regierungsstellen nicht recht gelingen will, die Juden zu schützen und die antisemitischen Exzedenten im Zaume zu halten. ZaMangssdnvieriglctftea der Jfldlscbcn ZcntraJbaak Id Kowno Von unseren! Korrespondenten. —y< Kowno, Ende Oktober. Die ״Jüdische Zentralbank zur Förderung des jüdische! Genossenschaftswesens“, die etwa hundert jüdische Volks banken umschließt, ist plötzlich in Zahlungsschwlcrig k ei teil geraten. Mitte der vorigen Woche begann auf die Bank ci1 Run, worauf sic zunächst 3 Millionen Lit auszahlfc. Ar Donnerstag und Freitag strömten neue Massen herbei, ur die Rückzahlung ihrer Einlagen zu verlangen, Es entstan! eine große Panik, worauf die Bank die weitere Auszahlun! cinstelltc. Wie verlautet, sollen einige Schecks der Ban; bereits früher protestiert worden sein. Auf Ersuchen der Verwaltung und des Aufsichtsrat wurde sofort ein Ausschuß aus 15 Personen mit Dr. Solo weitschik an der Spitze gebildet, um Schritte zur Rct tung der Bank zu unternehmen. Am Sonnabend und Sonntag fanden in den Räumlicf keiten der Bank Versammlungen der Vertreter von Handi und Industrie aus Kowno und der Provinz statt. Dr. Sole weitschik berichtete, daß die Staatsemissionsban unter zwei Bedingungen dqr Zentralbank zu Hilfe komme wolle: falls die ausländischen Kreditoren der Bank ei Moratorium für zwei Jahre gewähren und in dieser Zeit Ihr Kredite nicht zurückziclicn würden und, falls die jüdisch Bevölkerung von sich aus einen Fonds zur Rettung de Bank schaffen würde. Der Redner appellierte an die Vei sammelten, für das Bollwerk des jüdischen Genossenschafts wesens eine Rettungsaktion zu unternehmen. Solowcitschiks Rede machte auf die Anwesenden eine starken Eindruck, worauf sic für den zu schaffenden Fond 1 Million Lit zeichneten* Gleichzeitig wurde ein neuer Au! schuß aus 21 Personen gebildet, der eine Kontroll-, juridisch und Finanzkommission cinsetztc* Ferner wurden telephonisch die Vertreter der bedeuten( sten ausländischen Kreditoren herausgerufen. Es sind die: die Dresdner Bank, die Jüdische Kolonfalbank zwei weitere Londoner Banken und eine Schweizer Bank. Inzwischen fand auch eine außerordentliche Konferer der Vorsteher der bedeutendsten 17 Genossenschaften *tat Nach eingehender Besprechung der Lage beschlossen si eiu erweitertes Komitee zu bilden, das sich sofort mit dci Bankausschuß ms Benehmen setzen soll* Die Konferer Ma?,n^mcn zur Sicherung des normalen Geschäft ganges der Volksbanken aus« T dic Zentralbank in den näehstc n?5 a , dc1\ A,V^ahlM'ff der Einlagen wieder beginne; Die Ausschußmitglicdcr smd überzeugt, daß die Krisis d< Bank in nicht allzu langer Zeit überwunden werden wir! + letzten Augenblick verlautet, daß der litauische Ve J01nt ״״tgeteiithat, daß dieser eine Finan dcr Zentralbank unternehmen wo!! tme ähnliche Erklärung machte auch die Jüdische Kolonla bank, die die Hauptkreditorin der Zentralbank ist. Die ״Lit, Rundschau״ schreibt v. a.: Die Krise der Zentralbank, kurz auch häufig die Volk bank genannt, ist zum nicht geringen Teil eine Fob der mangelhaften Wirtschaftsberichterstattung durch alle Betracht kommenden Faktoren, Dadurch ist das Publiku oae Beute unkontrollierter Gerüchte, ja dieses Uebel i so tief cingefrcsscn, daß, wenn einmal eine objektive Kla Stellung erfolgt, diese unbeachtet bleibt. Daß derartige O röchtc ln י Zeiten einer derart starkes Wirtschaftskrise, w utauen sie augenblicklich durchlebt, üppig wuchern, He auf der Hand* Die Zentralbank hatte .offenbar Schwier: keiten, wie sic die vorsichtige Banklcitung bei dem Zustand unseres Geldmarktes nicht vermeiden konnte, es sei denn durch strikte Einschränkung des Geschäfts, was aber bei einer Bank, die schließlich nicht den Charakter riner reinen privaten Erwerbsbank trägt, nicht ohne weiteres durcluuiührcn ist. Es fanden Zurückziehungen von Depositen statt, deren Umfang gestern zu der Schließung der Schalter führte. Breslauer Briet Palästinakursus. — Ortsgruppe narbeit. — Die jüdische Schule und jüdische Gemeinde. Dr. J. P., Breslau, Ende Oktober 1925. Das Breslauer jüdische Leben beginnt sich zu regen. Ls ist überaus erfreulich, daß die hiesige Ortsgruppe der Hitachduth sich mit der Z. O. O. zu einem gemeinsamen Palästmnkursus vereinigt* hat, der nach seiner Anlage durchaus geeignet ist, etwas zu erreichen und über den Durchschnitt solcher Kurse weit hinauszuragen. In die Arbeit werden sich teilen Dr. Robert WcJtsch (Politik), Dr. Josef Markus (Topographic), Dr. Georg I. a n d a 11 c r (Einwanderung), Dr. L 11 Ascher (Landwirfscliaft), Dr. Rudolf Samuel (Arbeiterschaff Finanz- und Wirtschaftspolitik), Dr. Hugo Schachtcl (Bodenpolitik) und Dr. Josef Prager (Kulturproblcmc). Es ist sehr zu wünschen, daß die Kurse gut besucht werden und daß eine rege Mitarbeit der Teilnehmer der Arbeit der Vortragenden die nötige Resonanz schafft. —■ Auch die Ortsgruppe wird von nun an wieder regelmäßige Vortragsabende veranstalten. Wie sie ankündigt, wird allwöchentlich eine Zusammenkunft stattfinden, von der man erhofft, daß sic den Kontakt zwischen den Mitgliedern der Ortsgruppe herstclien und vertreten wird. Schon am Mittwoch, den 2$., sprach Dr. Josef Prager über: ״Die psychologische Entwicklung des deutschen Juden zum Zionisten und Chainz.“ — Die letzte Woche brachte uns •־- als erstes Fest dieses Wintersemesters — eine Feier der jftdisehen Schule. Das Fest, das glänzend verlief, zeigte, daß die jüdische Schule durchaus allen Ansprüchen der modernen Schulpädagogik gerecht wird. Es gab kein glänzcndcrcs Argument gegen dies flache Schlagwort von den! ״geistigen Ghetto“ in das angeblich die jüdische Schule unsere Jugend führen soll, als dieses Fest. Man sah Schülerarbeiten, die in hervorragender Weise zeigten, wie jüdische Stoffe auch im Arbeitsunterricht Verwerfung finden können. Es gab ein französisches, ein deutsches und rin hebräisches ״Drama“, Chorgesänge und die Hayduschc KinderKymphonic. Das Fest verlief so harmonisch, daß kaum einer daran dachte, unter welchen widerwärtigen Verhältnissen die jüdische Schule arbeiten muß. ln der Tat ist das Kapitel jüdischeSchulc und jüdische Gemeinde noch längst nicht ru Ende geschrieben. Es ist rin nusgemachter Skandal, daß die jüdische Schule von seiten der j ii d i s c h cn Gein c i n d e nicht nur k c i n e F ö r d c r u n g erfährt, sondern daß keine Gelegenheit versäumt wird, um die Schule zu hindern. Es ist ein offenes Geheimnis, daß Eingaben der jüdischen Schule an die Gemeinde kauin beachtet werden. Das Unerhörteste aber ereignete sich, als die Gemeinde der Schule die Räume itn Gemeindehaus einfach verweigerte, und daß die jüdische Schule gezwungen war, sich an die Stadt um Räume zu wenden. Wenn man bedenkt, daß die Gemeinde während des Krieges in ihren Räumen christliche Schulen beherbergt hat, dann wird man die Ungeheuerlichkeit der Angelegenheit begreifen, dann wird man auch verstellen, daß allenthalben in Breslauer jüdischen Kreisen eine heftige Verstimmung über die Haltung der Gemeinde besteht. Wie 1 ג n g c noch wird sich d f c Breslauer jüdische Gemeinde nachs&gcn lassen, daß sic eine Stätte der jüdisch ne Er- Ziehung boykottiert? kidac Chronik Die ״C.- V.-Zc i t ung“, die in der letzten Zeit den zionistischen Veranstaltungen großes Interesse zuzuwenden scheint, berichtet ihren Lesern auch über den Vortrag von Jabotinsky. Nach diesem Bericht hat Jabotinsky bchauptet, die A n s i c d 1 u n g einer K o 1 o n i s t c n f 111 ב i 1 i c in Palästina koste <1000 X. Teilnehmer der Jabotinsky-Versommhing bestreiten, daß Jabotinsky dies«; falsche Angabe gemacht hat. Es muß also ein Hörfehler oder Schreibfehler des C.-V.- Referenten vorlicgcn. Da cs sich um einen ziemlich wichtigen Punkt handelt, so Hoffen wir, daß die C.-V.-Zeitung diese Angabe berichtigen wird. Die wahren Kosten der Ansicdlung > ׳;men aus den detaillierten zionistischen Publikationen, zuletzt;s Ruppins Buch, leicht entnommen werden. Vor kurzem wurde der außerord. Professor der tedmischen Hochschule in D3r1nstadt, Dr. Julius Goldstein, zum ordentlichen Professor für den neu krderten Lehrstuhl der Philosophie an dieser Hochschule ernannt. Die Ernennung wurde natürlich, von den Antisemiten mit großem Unwillen aufgenommen. Jetzt wird der ״Vosslsdicn Zeitung“ aus Darmstadt gedrahtet, daß es wegen dieser Ernennung zu einem ernsten Konflikt zwischen der Hochschule und der Hessischen Staatsregierung gekommen ist. da die Regierung unter Nichtbcriicksichtigung der von aer Hochschule gemachten Vorschläge der! Lehrstuhl mit dem überhaupt nicht auf der Liste stehenden Prof. Ooldstein besetrt hat. Infolgedessen haben Rektor und Senat der Hochschule die für den 26. Oktober angesetzfe Feier der Rcktoratsübergnbe abgesagt, weil man diese Feier nicht in Anwesenheit des bereits ein* ״cladcncn Regicnmgsvertreters begehen wollte. — Ein zweiter rall Steinherz also. Goldstein ist ein bekannter Führer des Ccntral-Vcrcins und schrieb mehrere Schriften gegen die Rassentheo ric. In der Strafsache gegen den jüdischen Dichter Stcnzcl, über die wir seinerzeit ausführlich berichtet haben, hat das Kammergcriclit nunmehr die Revision bezüglich des Paßvergehen!« verworfen, jedoch die Strafe von drei Monaten auf einem Monat herabgesetzt■. Wegen Verletzung des Bannrechts kam das Kammergericht zur Aufhebung des Urteils erster Instanz. Das ,,Berliner Tageblatt“ widmet in seiner Abendausgabe vom 30. Oktober dem tragikomischen Fall Stenzet einen längeren Aufsatz, in welchem cs die Haltung der deutschen Gerichte nach Verdienst ironisiert und die Hoffnun# aussprichf, daß der Name des jungen Dichter* in Deutschland bald auch durch andere Dinge «16 diese Gefängnittcomödic bekannt werden möge. Wir können nicht umhin, unserer Verwunderung Ausdruck zu geben über die Art und Weise, wie das offizielle zionistische Organ ״The New Judaca“ die Teilnahme des Vorsitzenden der Z. V. t# D. an dem Empfange deutscher Juden bei Tschitschcrin kritisiert. Gegen ernste Auseinandersetzung haben wir gewiß nichts einzuwenden, aber es entspricht nicht den Gepflogenheiten, wenn ein zionistisches Zentralorgan Zweifel darüber ausspricht, ob der Vorsitzende eines großen zionistischen Verbandes die Meinung dieses Verbandes repräsentiert oder nicht. Im übrigen hat gerade die A.-C.-Sitzung bewiesen, daß die Haltung der deutschen Zionisten zum sogenannten Krim-Projekt sogar von den maßgebenden Instanzen der Oesamtorganisaüon geteilt wird, wenn also ein Zcntralorgan schon über die wahre Stimmung der Bewegung nicht orientiert ist, so sollte cs sich doch wenigstens eine gewisse Zurückhaltung in Fragen des!Taktes auf erlegen, Erez -Israel!usa 15000 sece Arbeiter anlnehrnea i Jerusalem. (P. C.) Die Zionistische Exekutive in r \ Israel hat eine Berechnung vorgenommen, w ieviel neue j^; .' Arbeiter erforderlich sind, uni die für die Monate Ok! '■ 1925 — Mürz 1926 projektierten Arbeiten durchzuführen. [>, , Berechnung zeigt, daß während der obigen Periode A::!" für über 14000 neue Arbeiter vorhanden sein wird. kommen noch 15 0;״, die zur Befriedigung der tcc!!;!:א ' und häuslichen Bedürfnisse der neuen Arbeiter erford/J־ sein dürften; die Gesamtzahl der neu benötigten Arbeiter - das nächste halbe Jahr wird sich also auf über 16 000 bei*■•'3 Zu den in Aussicht genommenen Arbeiten gehören 50 j-j:"■'. r' in dem Hadar-Hakarracl-Vicrtcl uml 30 in ß‘* Ga Ilm, den beiden Vorstädten Haifas; eine Summe,'-5', £ 6000 wird für die Arbeiten in B c t h H a k e ז c m werden, eine Summe von X 8000 in Talpiot u1k1W״I in Re eh a via, den jüdischen Vorstädten Jerusalems."״ dJ umfaßte, weiter anhält, wird auch dort eine betracht’1•״ Zahl Arbeiter neu aufgenommen werden können. Dazu C־'•* men noch die Projekte der ICA., die in der Näh״ j-r| die Durchführung verschiedener Drainagcarbcitcn bcahsich-:.| auch werden die Arbeiten der Durch Führung des R1;tenb:־| Projektes neue Arbeiter benötigen. | Interessant ist, daß nach diesem Voranschlag 47 ׳ף, Arbeiter für Haifa und den Emelc erforderlich sein wc.vl und nur 7 <0/י von Tcl-Awiw aufgenommen werden. I 40 Familien werden für die Kolonie der rumänischen 25 für die der Bukoavinacr Juden und 25 für die Kaukascr Juden erforderlich sein; außerdem wird הבתז l'l: Familien, die die Landwirtschaft kennen, für verschied: •J andere Siedlungen benötigen. Es handelt sich hierbei •■ י ausgcwähltc Familien, die selbst über einige Mittel verfä;.^ In dieser Liste sind selbstverständlich, nicht dicjen:״v• enthalten, die über genügende Mittel verfügen. In der Jetr\ Zeit überschreitet die Zahl der Einwanderer, die über ei;•'! Mittel verfügen;) die, welche durch Arbeitszertifikate ins L: j gekommen sind. | Wachstum der Juden za bl in Palästina 3 Wählend des Jahres 56S5 belief sich die Durchschnitt;?;'״־ der monatlichen Einwanderer auf 2790. Die Gesamtzahl י'ז| Einwanderer im Jahre 56S3 betrug etwa 33 500. Wenn v.I von dieser Ziffer die Zahl der 1750 Juden abzichen. laut den offiziellen Berichten, Palästina im Laufe des Jah:& verlassen haben, so stellt sich die Nettozahl der Eimvandc; f auf ein wenig unter 32000. Die Auswanderung wurde abf mehr als ausgeglichen durch den natürlichen Zuwachs £•$ Juden, der auf 2000 jährlich gestiegen ist. Unter der Von-T Setzung, daß diese Ziffern authentisch sind, ist der Pro«;־] satz der Juden im Verhältnis zu der Gcsamtbcvölkcrung v:i 130,0 zu Beginn des Jahres 1925 auf etwa 16,5°/0 per 1. 0; tober 1925 gestiegen, eine Erhöhung von 3,5°/0 während d:■ Zeit von neun Monaten. Die KSdIc des Kerea Kajcmelb Die Korrespondenz des Keren Kajemeth meldet: D׳ Bodenbesitz des K. K. L. im Emck Jcsrccl hat durch sr ständigen Zukäufe einen Umfang von 109000 Dunam erreich■ die fast ganz Zusammenhängen und nur an drei Stellen diu: kleine Zwischenräume unterbrochen sind. Diese Böden יא ginnen an der Westgrenze von Nahalal und reichen bis 1.׳i Ostgrenzc von Nuris. Die dazwischen liegenden Teile, i:J gesamt nicht über 20003 Dunam, teilen diese Zone in Abschnitte: Nuris — Kumie (13 425 Dmnm), Merrimü-;; Tel Adas — Rub-cl-Nnsra (2 425 Dmam), Nahalal — Knrli' Jebata — Warakani — Tel I'urah (46165 DtnamX 1)י;;!>ה:י (4 473 Dunam). ' j Die im Emck Jcsrccl auf den Namen des NatiomHor.- ׳: eingetragenen Böden machen demnach 106781 Dunam a1:.׳. Nach Abschluß der Formalitäten für inzwischen beschlo-srr neue Käufe werden dem Keren Kajemeth allein in di»:'. Ocbict 150000 Dmam gehören. \ Die EisesbabswerksUKea bei Haifa Wie der ״Doar Hajom“ berichtet, beabsichtigt c׳l palästinensische Eisenbahnvcrwaltung, die Eiscnbair.1׳־'f:‘ ■i statten und Lokomotivstation nicht, wie ursprünglich £<י-!ין־*' ln Oath Ga lim, sondern in einer Entfernung von £?;•״• ׳ 10 km von Haifa zu errichten. De Eisenbaluivcrwalt’j״: r will dort auch Wohnungen für ihre Arbeiter errichten -3••־ sic diesen für eine Miete von 10 ihres Lohnes überlast £ De Bahnverwaltung hat sich an die Bahnarbeiter um Stimmung zu diesem Plan gewandt. | Die ״MÜGMldeatsehen Jude*“ 1b Wien Aus Wien wird uns geschrieben: Am 23. d. Mts. ג־3ז in Wien eine vom ״Verband nationaldcutscher Juden“, Or:־■ gruppe Wien, einberufene Versammlung statt, 7u der s״• außer dem Einberufer, einem ehemaligen Kommunisten r3rr.ee; Hornik, und 3 Anhängern des Verbandes, fast 8usseh!ir!h1«׳•”• Zionisten, eingefunden hatten. Trotzdem wurde der Vnrirs: des Herrn Hornik ruhig angehört. Man hatte oft den f als ob man sich in einem Kabarett befände. Es fehlte na:!;.׳- lieh nicht an gelungenen Zwischenrufen. So z. B., verr Herr Hornik, der ein ihm offenbar aus Berlin 7us3:rr1r:• gestelltes Referat vorlas, davon sprach, daß mar, den Zii׳׳;•־'^' die Staatsbürgerrechte entziehen solle, falls sic nicht vnr/ic!'.<־ '_ überhaupt sofort auszuwandern oder wenn er gaur ,'f ־ antlscniilisclicm Muster ein allgemeines Verbot einer ();•n clnwandcrung nach Oesterreich verlangte. Nachdem der noch gegen die Pflege des Hebräischen und den t;r•:■ ״Sdulom“ losgezogen hatte, schloß er unter ironischen 1*־״' rufen der Zionisten. Nun verlangten unsere Gesinnungsgenesy׳;;; daß auch einer der ihren zu Wort kommen so!!»', gern.!:! Versprechen, das der Vorsitzende zu Anfang der VerS•״־^‘•'■;; i gegeben habe. Da dieses Versprechen nidit gehalten j״״';; sogar W3chc fn den Saal gerufen wurde, konnte der z"c1;; jj Redner, ein Herr Pciper, ״Die Wahrheit über Palästina jj nicht mehr erörtern. 2 Der Vorsitzende erklärte die Versammlung für ßf5ci"0'Vn 4 De Zionisten stimmten die ״Hatikwih“ am die von meisten Anwesenden mitgesungen wurde. Jedenfalls! Versammlung ganz anders, als 6ich der Einberufer d!e> י gestellt hatte. ür' י Am 23. und?4, Oktober wurde in Ci nein 50 jährige Jubiläum des dortigen (Rcform-)Rabbinerscm״* (Hebrew Unioji College) festlich begangen.

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