Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 82 (20.10.1925)
- Date
- 1925-10-20
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2652691-2652766--17776-2691872- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Vilnius 1× ep/1000947
OCR text
Seite 692 JUEDISCHE RUNDSCHAU hoffen, daß der Geist von Locarno eine erziehliche Wirkung auf die Völker haben wird, die sich in gegenseifigem Respekt vor dem Wesen und den Leistungen des andern äußern wird. Eine solche geistige Stimmung muß auch uns Juden eine menschlichere Art des Dascins bringen, als wir in der heutigen von Chauvinisums erfüllten Welt innehaben. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, daß wir unsere Eigenart nicht verleugnen, und nicht jene unklaren Verhältnisse schaffen, die das Fischen im Trüben außerordentlich fördern. Als Angchörige des jüdischen Volkes begrüßen wir die Anzeichen einer Acra verbesserter nationaler Beziehungen. ^Als deutsche Zionisten haben wir noch ein anderes Interesse an den politischen Ereignissen der letzten Zeit. Der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund steht bevor und Deutschland wird als Mitglied des Rates bald ein wichtiger Faktor, des Völkerbundes sein. Damit tritt aber Deutschland in direkte Beziehung zu dem Werke, dem unsere Arbeit gilt. Der Völkerbund ist cs, der das Mandat über Palästina an England erteilt hat, er hat die Verwaltung Palästinas zu kontrollieren. Gerade in diesen Tagen versammelt sich in Genf die ständige Mandatskommission, um den Bericht über die Verwaltung Palästinas im letzten Jahre entgegenzunehmen. Der Kommission liegt ein Bericht der englischen Regierung vor, der in Form eines Weißbuches crschieneu ist, außerdem wurde ihr durch die Vermittlung der Pallistinaregicrung ein Memorandum der Zionistisehen Organisation als Jcwisli Agency überreicht. Wir können es uns versagen, den Inhalt dieses Memorandums hier wiederzugeben, denn cs enthält einen zusammenfassenden Bericht der Aufbauarbeit des letzten Jahres und diese ist gerade unseren Lesern ohnedies in den Hauptzügen bekannt. Der Begleitbrief der zionistisehen Exekutive enthält die mehr politischen Postulatc, die in gewisser Hinsicht eine Kritik der Mandatarmacht darstellcn. Zu diesen Postulatcn wird die Mandatskoinmission sich zu äußern haben. Es muß i'tbrigens erwähnt werden, daß auch scharf antizionistischc Petitionen des arabischen Kongresses vorlicgcn, ferner eine Petition der Agudns Isrocl, die wieder ihre Souderwünschc vortriigt und damit dem jüdischen Prestige wahrscheinlich nicht gerade nützt. Die Kräfte, die vor einem Jahre am Werke waren, um eine für die jüdische Aulbauarbeit ungünstige Stimmung zu schaffen, werden zweifellos auch diesmal ihre Macht nufbictcn, und wir wissen, daß diese Macht nicht gering ist. Wird Deutschland Mitglied des Völkerbundes und seiner Kammissionen, dann wird auch der deutsche Vertreter künftig ein Wort mitzusprechen haben. Die deutschen Zionisten haben die Aufgabe, die deutsche Regierung und die deutsche Oeffentlichkeit über diesen Zweig der Tätigkeit des Völkerbundes, an der eine betrachtliehe Zahl deutscher Bürger ein lebhaftes Interesse nimmt, zu informieren. Wir hoffen, daß der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund dazu beitragen wird, die freundliche Haltung Deutschlands gegenüber dem zioni. ilschen Unternehmen, die wir mit Genugtuung bereit«• bei mehreren Gelegenheiten beobachten konnten, zu festigen und zu vertiefen. Die arab sebe tx*kul1ve bei Lord Planier Jerusalem. (J.T.A.) Lord Plumcr empfing am 13. Oktober eine aus 40 Arabern bestehende Abordnung, die sich ihm als die Repräsentanz der Palästinensisch- Arabischen Exekutive vorstclltc. Auf die Frage Lord Plumcrs, welchen Volkstcil die Abordnung vertrete, erwiderte der Führer der Abordnung, Musa Kazim Pascha, der Vorsitzende der arabischen Exekutive: ״Wir vertreten das ganze Volk Palästinas“. Musa Ka/im Pascha berihlcle dem Obcrkommi;sar, die arabische Exekutive hätte die verschiedenen arabischen Organisationen und Parteien cingcladcn und mit ihnen über die Zusammensetzung einer Delegation, die die gesamte arabische Bevölkerung vertreten solle, verhandelt. Er unterbreitete dem Oberkommissar ein ausführliches Memorandum, in wei hen! in sehr heftigem Tone über die ״p r o z 1 o n i s t i 8 c h c 1*0• litik der Regierung“ Klage geführt wird. Die verstärkte jüdische Einwanderung, heißt •es in dem Memorandum, ist die Ursache der Arbeitdo igkeit, die jüdisehen Einwanderer importieren den Bolschcwismus in Palästina. Die Geltung der hebräische» Sprache als eine der offiziellen Sprachen sei unberechtigt und außerdem eine schwere Bürde für die Finanzen, da alle Dokumente ins Hebräische übersetzt werden müssen, wozu ein großes Personal erforderlich ist. Weiter heißt cs iin Memorandum, die Juden hätten die Regierungsämtcr okkupiert, der Justizsekretär und Oberstaatsanwalt, Mr, Norman Fl c n t w i c h , sei ein zionistischer Führer und arbeite die Gesetze ohne Rücksicht auf die Gefühle und Traditionen der Araber aus. Lord Plumer erwiderte der Abordnung, er werde ihre Forderungen prüfen und sie den Londoner Stellen übermitteln. Jerusalem. (J. T. A.) Aus Haifa trifft die Mittei• lung ein, daß der dortige katholische Bischof in seiner letzten Sonntagspredigt erklärt hätte, der Zionismus hätte Bolschewismus und Gottlosigkeit in das Land gebracht. das Frauenwihlrechl la Palästina >Am 30• September fand in Jerusalem eine Sitzung der Exekutive des Waad Lcumi statt. U. a. wuidc über die Wahlen für die Assefath Haniweharim (Dclcgicrtcnvcrsammhmß), die am 8. November stattfindcu sollte, verhandelt. Auf Orund der Mitteilungen über die in Wien geführten Ver- Handlungen mit den Vertretern des Misrachi wurde nach reger Diskussion mit Majorität beschlossen, der Plcnarver- Sammlung des Waad Lcumi vorzuschlagcn, über das Frauen* Wahlrecht ein Referendum durchzuführen unter der Bedingung, daß an diesem Referendum sich auch die Fraueu beteiligen; und daß die Rechte sich verpflichtet, das Resultat '*es Referendums, wie immer es ausfalle, anzuerkeanca. Nr. 82 \ זא Eise erns.e fifafinäog Aus London wird uns geschrieben: Soeben veröffentlicht das Hauptbüro des Keren Hajessod den Ausweis über seine Barcitigängc im Monat September. Sic zeigen eine Summe von £ 31 831. Diese Ziffer Ist geeignet, bei allen Freunden des Palästina-Werkes ernftte Besor guUsc zu erwecken. Wenn and» die Sommermonate immer einen gewissen Rückgang der Arbeit mit sich bringen, 1 hätte doch gerade diesmal die Schwankung nicht so stark sein sollen. Die Situation wird vollkommen übersichtlich, wenn wir die Ziffern der Keren Hajessod-Eingänge aus den ersten neun Monaten des Jahres miteinander vergleichen. Januar 1925 £ 37 700 Juni £ 56 070 Februar 821 43 ״ Juli 60145 ״ März ,, 59 618 August * 35 493 April 681 40 ״ September 31831 ״ Mai 233 50 ״ Während also vom Januar bis zum Juli eine aufsteigende Linie fast ohne Schwankung fcstgchaltcn ist, sinken die Eingänge im August und September unter jenes Maß, das den Ausgangspunkt der Aufwärtsentwicklung gebildet hat. Ein* gänge wie die der letzten beiden Monate setzen den Keren Hajessod nicht einmal instand, so viel Geld nach Palästina zu überweisen, als das Budget des verflossenen Jahres erforderte (£ 34 000 monatlich), geschweige denn die Forderung des XIV. Zionistenkongresses zu erfüllen, der das P a - 1 ä s t i n a - B u d g c t mit £ 50 00O m o n a 11 i c 11 f i x i e r t hat. Das gerade in einem Zeitpunkt, wo das Budget erhöht wird und die Oeffentlichkeit sich auf eine Ausdehnung der Aktivität ciustcllt, die finanziellen Möglichkeiten so reduziert werden, sollte als ein sehr ernstes Zeichen gewertet werden. Von besonderem Interesse ist cs natürlich, fest/ustellcn, welche Länder an dem Rückgang besonders beteiligt sind. Wenn wir die Ausweise näher betrachten, so finden wir für das letzte Halbjahr folgende, für je zwei Monate zusammengefaßte Ergebnisse: Südafrika Kanada £ £ 5 032 2 053 4 0H 1 4 0י 2 505 1 110 Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den Durchschnitt ihrer Ucbcrwchungcn ungefähr fcstgchaltcn; die Eingänge aus Südafrika und Kanada ־ , wo die rückständig^! Verpflichtungen aus früheren Kampagnen sich erschöpft haben — sind langsam, aber stetig zurückgcgangcu; die aus den übrigen Ländern sind rapid gesunken. Das ist insbesondere auf die sehr verringerten Ueberwei- Simsen aus Polen, Rumänien und Deutschland zurückziiführcn. Diese drei Länder haben einen starken Anteil daran gehabt, daß der Keren llajesr.txl im letzten Jahre einen erfreulichen Aufschwung genommen hat; cs müßte jetzt alles daran gesetzt werden, um das einmal er* reichte Niveau nicht wieder zu verlieren. Und die anderen Länder müssen ihre Eingänge schnell erhöhen. Schwächere Keren Hajessod-Eingänge drücken sich ja nicht nur in schlcch teren Ziffern im Ausweis aus, sondern vor allem in erhöhten Schwierigkeiten der Arbeit in Palästina. Es ist bekannt, daß die im Budget enthaltenen Summen gerade in dem widrigsten Arbeitszweig, der landwirtschaftliehen Kolonisation, nicht gleichmäßig auf alle Monate vcp• teilt zur Ausgabe gelangen, sondern daß in den Herbstnionaten Oktober bis Dezember nahezu dar. mauze Jahresbudget ausgegeben wird, “in jenen Monaten, die den grundlegenden j.andwirtschaft’iclicn Arbeiten gewidmet sind. Wenn also das in Wien beschlossene Budget tatsächlich verwirklicht werden soll, d־m! muß in diesen drei Monaten eine Summe von ungefähr £ 2°0 000 nur für l'ndwirtschaft'ichc Kolonisation ausg״gebcn werden, und drs bedeutet wiederum, daß Palästina in diesen die! Monaten vom Keren Hajessod nahezu £ ICO000 nioirtlich verlangt. Der Aufruf der Präsidenten der Zi ־mhthehen OrganisaMon und Exekutive zusammen mit dein Direktorium des Keren Hajessod, der in den letzten Tagen veröffentlicht wurde, spricht eine überaus ernste Sprache; möge der Appell noch durch die nüchterne Beredsamkeit der vorstehend angeführten Ziffern unterstrichen werden. Oie SeplembrrciFfläoge des Kere■ Hajessod (Mitgetcilt vom Londoner Hauptbüro.) Amerika £ April/Mai 41 30b Juni/Juii 50412 Aug./Septemb. 42 243 Uebri!!• Länder £ 42 503 00 279 21 430 l.vVcreinigte Staaten £ 2t 554.15.0S 2. Deutschland £ 1 638.03.00 3. Polen: Warschau £ 105.16.03י Ostgali/icn £ 143 05.L8 Wilna £ 13005.07 £ 1 293.07.06 4. Südafrika £ 1 035 00.00 5. Argentinien £ 993 00.00 6. Bulgarien £ 7'6 14.11 7. Palästina £ 666.19.02 S. Rumänien: Bukarest £ 4SI 18.10 Bukowina £ 156 07 CO £ 633.05.10 9. Ostindien £ 600/0.00 10. Brasi'icn £ 403.00.00 11. Litauen £ 400.00.00 12. Lettland £ *J00.07.n׳i 13. Tsdieclioslowakcl £ 378.13 08 14. Oesterreich £ 2t/).10.01 15. Holland £ 193.03.00 16. Danzig £ 187.19.10 •17. Mesopotamien £ 151.08.00 18. Estland £ 150.00.00 19. Spanien £ 76.18.03 20. F.lsaß-Lofhringe i £ 56.09.07 21. Dänemark £ 32.01.09 22. Norwegen £ 10.18.00 23. Portugal £ 1.1505 24. Einzelbcitrng £ 5.00 Die natSsfilcIje Bev5ll:crccgsbcwc0nng ln paiSsun-> ,Department of Health“ der Regierung vcröficn•; J*: ine Tabelle über die Geburten und T־ sfäitj c‘"\. Das .. kürzlich dne מ ' £ 31 S3L04.U1 Die &?1gusffiBf13ngc des Natlonalfonds Im August sind heim Hauptbüro des Keren Kajemetb £E 19701 cingcgangcii. Der Gesamtringang für eit Monate des Jahres 5685 beträgt somit £E 225 5S6 gegenüber £E 13S590 in! vergangenen Jahre. (/iko.) Der Redakteur des New Yorker ״V o r w ä r t s“, der bekannte amerikanisch-jüdische Sozialist Ab. Kahn, der jetzt in Palästina weilt, hat in einer in Tcl-Awiw gehaltenen Rede erklärt, er sei von dem, was die Juden in Palästina bisher erreicht haben, sehr überrascht. Die Erfolge überstiegen all seine Erwartungen. . .Uhr ilofOik-rnaa: »nf Oruixt /.Abliinar »«חי OltU Wti oli 11 fl 41• nicht •flöhaftun StSmmr Ohr»- •t«n Mol!»«- modtnor J1|4au \n<Iflr• tu■««( 102J 002013 asca Geburten 26.147 1 3-276 41a Uirj 1024 C81-245 2.9C9 28048 1 3.623 816 ,•״־>.־ 84 10211 012.018 1.136 To 4 0 f & 11 14434 1 1B10 12 5 1n.Rru 1024 Oil.245 1.235 16.065 1 1.1&6 160 '7ר.ל1 den ' •cstsc ficsch j;,.crc1! , tfr.-ri . ßewe :־ -an/t Untersucht man diese Ziffern näher und vergleicht r!׳ sic mit den von Dr. Ruppin im ״Haarcz“ vom 16. März <j 71; veröffentlichten Berechnungen, so kommt man zu loK-v/- Schlüssen: Die Volkszählung vom Oktober 1922 ergab abzüglich der nicht seßhaften Bevölkerung (Beduinen) verbleiben Oktober 1922 757 182 Sd-1, , keit 1 728QS 681 2H ״SC’i Es ist daher unverständlich, wieso die Regierung zu den j ' °ז'זז angegebenen Bcvölkcrungszillern kommt, um so mehr, ab v: * ׳u!r ( Oktober 1922 bis 31. Dezember 1923 insgesamt der l;c!, i!!r schuß der Einwanderung über die Auswanderung h1״!; I Juden 5303, bei den Nichtjuden der Auswaiiderungsuiv.rsc!;r 911 Personen betrug. Vielleicht haben sich dieser Statistik a״-? noch andere mohammedanische Volkstcilc entzogen, jeden;־ J kann man annchmcn, daß dies bei Juden und Christen der Fall war. Leget! wir daher für diese die Ziltern Volkszählung zugrunde, so finden wir | Christen am 22. Oktober 1922 73 02: f drr geschätzter Zuwachs bis 31. Dezember 1922 209 daß i ■,r:nc e vtcÜiu ״ werde c eine h Aach ך fibrui n am 1. Januar 1923 Geburten 1923 Todesfälle 1923 Natürlicher Zuwachs am 3!.,Dezember 1923 natürlicher Zuwachs 1923 7J22T * NC'‘or' 2566 «0 35 ־ pro Mj> I 1 135 ׳' $ ״ 15.5 ״:c 11 - ׳ , $■ ״.-,ft 1431 ..־־ ־' 73 224 1431 19,5 pro Mi;;״ | (mit Außeracht. Geburten 1921 Todesfälle 192-1 natürlicher Zuwachs 1924 74 655 Fassung der gr. jj :i1rc ' ringen Vc־änc!c• Tende rung durchWaa•; והחזייז dcmng);iCr Mein!, danke, den G 'Gr; wobei 296) ~ 39,77 pro Mille | sicht 1 235 ~ 16.54 ,. ״ | ' n 1 734 — 23,23 pro Mille | ׳.,r tj( Juden (Schätzung Kuppins für 31. Dezember 1922) SV!'״0 ',׳ü!1. Geburten 1923 3 276 ~ 38.38 pro Mili- £ Todesfälle 1023 1 310 15.31 .. ־'[ | ״]! 'j. natürlicher Zuwachs 1923 1960 — 23,UI pro Mille | ,!,!;" Stand am 31. Dezember 1922 S534(׳ f natürlicher Zuwachs 1923 1 066 Zuwachs durch Ucberschuß der Einwanderung 3 955 Stand am 1. Januar 1924 99 315 - Geburten 1924 3 623 40.11 pro Mille Todesfälle 1924 1 196 13,24 ״ natürlicher Zuwachs 1924 2 427 — 26,87 pro Mille Diese PromillebCTCchnung kann natürlich nicht gen; stimmen, da im Jahre 1921 ein EinwandCTungsüberschnß vr etwa 15 000 Juden war, auf die eine kleine Anzahl von (Vj ׳ill0:n bürten des Jahres zu rechnen ist. § jcr-'Pr Die Vcrhältniwahl bei den Mohammedanern läßt sieh :׳f G;:m gesichts der ungenauen Angabe der üesamtbevölkcnmg^ | Vichia in der offiziellen Statistik nicht genau errechnen h7w. cs uvg :;de nicht klar, ob die angegebene Geburtenzahl wirklich aut W(.IU viel zu klriu angegebene Gesamtzahl zu rechnen ist. Von e i . cn‘ angegebenen Gcsamtbcvölkcrungsziftcr machen aus: | G . 1923: die Geburten 47,43 pro Mi;* 1 die Todesfälle 25.67 ״ ״ *j /׳ natürlicher Zuwachs bei der OcsamtbcvÖlkcrung’21,70 prn MGj j 1921: die Geburten 31,34 pro Md''9 11 die Todesfälle 27,04 ״ | '•],u ״ natürlicher Zuwachs b׳i der Gcsamtl'cvöl'־c'ung 25.40 pro .Vö:'־ Es geht daraus jedenfalls hervor, daß die Geburten, aber ac:!s u״as die Sterbcfällc bei der mohammedanischen IGvoIknun״׳ v: '4 ,j1‘1* höher sind als bei Juden mul Christen, so daß der Pn׳,-'v seluiiltszinvaclis urgefälir In derselben Höhe stellt w:c!? יי־ :; י! diesen. Aus der offi/ielleu Statistik geht ferner hervor, dat!!1 '■* natürliche Vermehrung der 11 icl! t jüdischen Bevölkerung jene der Beduinen) ־* 1023 (28 126 — 15 684) 12 442 \ Di 1924 (31 332 — 16 476) 11 876 | ׳ . V betrug. Man kann daher annchmcn, daß gegenwärtig r׳';' natürliche Zuwachs der gesamten tüchtjüdischcn Bevoik-’r• ל ׳ 1925 zumindest 15 0D0 Seelen betragen wird, in zehn ״) .v4־ f wür<Ie daher die nichtjüdisehc Bevölkerung (alle Z1!3־״d •ל per/ente, die durch Hebung des Ges1111(llnl1.\vc.n1s!!״e’! ' 7 1r bessert werden dürltcn, beri'1cksi׳'htigt) zummdest aus ä ■|;' 'י־ natürlichen Zuwachs allein 850 000 Seelen betragen, t1:1 י i;,./'י dieselbe Zilter zu gelangen, müßte (mit Bercchmiug der יי׳: liehen Zuwachsnerzente) die Zahl der luden, die an! i. jr::; 1925 etwa 103 000 Seelen betrug, jährlich tiurcl! ’; Jahre durch •die Einwanderung um 60 000 bis 67 90(׳ K׳ i': wachsen. Au diese Feststellung sollen hier keine Foiger'.i!•.;.•9 ״; zogen werden, um so mehr, als Schreiber dieser Zc l״•'; aut dem Standpunkt steht, daß das bloße Zahlenvc׳h.'i;m>$ י־ sich, so wichtig es auch sein mag, selbst in oolitiseber! - 7ichung von nusRcl11ar׳gebender Bedeutung wäre. D1’•"׳ j handelt sich beim Aufbau Palästinas um einen riynan׳:M׳ht, Prozeß und deshalb geben <lic Energie und die kVnü'nii! des Auftriebs, die Qualität, die finanzielle Kraft, die Diflcrcnz usvv. den Ausschlag. Das Schlagwort von der Erringung der Majorität ^;•_ jedenfalls heute gar keine Aktualität und kann daher mir ־ ״ nützcrwcisc aufreizend wirken. ad. bm. ..׳(> :ne!• Wie ״Haarez“ meldet, hat die arabische E xck u 11 v rV, 'vh[, dem Oberkommissär ein Memorandum überreicht, in wochf-;י ג von sic aaf die Teuerung im Lande hinweir.t, die eine fev i der jüdischen Zuwanderung ist. Es wäre interessant zu! ob die ״Memoranden-Fabrikanten“, wie man sic in l’a;־‘s‘,.j j wegen ihrer täglichen Produktion von ein oder zwei ן inorauden nennt, auch darauf hingewiesen haben, daß 0 : arabische Bevölkerung, cs ist, die den größten Vorteil 31 j! dieser Teuerung zieht,’ da der arabische Baiter der l׳n"P‘ ' Produzent von Lebensmitteln ist. , j , .. Laut dem ״Doar Hajom^ ist die Herausgabe bcso״o»>׳!;j!r,d( palästinensischer Pässe für einige Zeit verschone■׳. M;rzcj worden. i‘i° 1 a!(.1״ -c Q h. ■:i־kc '׳nd