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Jüdische Rundschau · 1925-10-27 · Heft 84 (27.10.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 84 (27.10.1925)
Date
1925-10-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 71c• JUEDISCHE RUNDSCHAU auf eine Tatsache hingewiesen werden, die vielleicht eine teil* weise Erklärung der Mißerfolge geben kann. Die demokratischen Organisationen sind — und gewiß absolut bona fidc — geschaffen worden von bestimmten Gruppen jüdischer intellektueller 1Emigranten aus Rußland, die in Rußland die Führer der gesellschaftlichen Arbeit gewesen sind. Diesen Menschen, unter denen sich viele bcdcutende Persönlichkeiten befinden, ist das Substrat ihrer ge• scllschaftlichcn Arbeit, das jüdische Leben in Rußland entzogen. Ihr Werk, das sie int Exil aufgebaut haben, entbehrt so eines inneren Zusammenhangs mit den jüdischen Massen. Sic sind los gerissen von ihrer Basis und können vielleicht aus diesem Grunde nicht den Zugang zu einer lebendigen Demokratie finden. Die Voraussetzung einer fruchtbaren jüdischen Arbeit unter den schwierigen Bedingungen unserer Nichlslaatlichkcit einerseits, der Trennung der gebenden und nehmenden Judenheit nach Ländern andererseits, ist die Schaffung eines pFiiehtbewußten, fähigen und nationalen Beamtentums. Denn nur nationale Menschen sind in der Lage, jüdische, philanthropische Arbeit, jüdische Sozialpolitik zu leisten, wenn man mit diesem Begriffe nicht nur die Hilfeleistung für den einzelnen Juden, sondern die Hilfeleistung für Teile und das Ganze der jüdischcn Gemeinschaft verbindet. Die Durchführung aber des demokratischen Prinzips kann, soweit cs sich unter den Bedingungen unseres Lebens überhaupt übertrugen läßt, nur erfolgen, wenn in langer, geduldiger und ziclbcwußtcr Arbeit überhaupt erst einmal eine jüdische demokratische Oeffent* lichkcit hcrangezogen worden ist. Denn will man nicht gerade die oft recht unverantwortlichen Aeußerungen eines ,Teiles der jüdischen Presse als demokratische Ocffcntlichkcit anschcn, dann muß man sagen, daß bis jetzt nur in einzelnen Teilen der jüdischen Masscnsicdlungcn im Osten eine wirkliehe, demokratische, kritikfähige und lebendige jüdische Oeffentlichkcit existiert. Presseemplang der Z. V. I. D. Die Zionistische Vereinigung für pcutscliland lud, wie bereits kurz gemeldet, für Donnerstag, den 22. d. Mts., die Vertreter der deutschen Presse ins Hotel Kaiserbof in Berlin zu einem Tee ein, bei welchem die Herren Präsidenten der Zionistischen Organisation und Exekutive, Dr. Weizmann und Sokolow, Informationen über die Lage der zionistischen Bewegung gaben. Die Vertreter der Presse hatten der Einladung äußerst zahlreich Folge geleistet; insbesondere waren die großen Berliner Zeitungen sowie eine Anzahl anderer großer deutscher Blätter erschienen, ferner die Vertreter der offiziellen Pressestellen und des Auswärtigen Amtes. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Zy. f.D., Blumcnfeld, gab Sokolow, der sich den Anwesenden als ein alter Kollege und erfahrener Mann der Presse vorstcllte, ein Bild der Entwicklung der jüdischen Heimstätte in Palästina, wobei er besonders die Wiedergeburt der hebräischen Sprache und die Entstehung eines jüdischen Bauernstandes schilderte. Auf die sodann aus der Mitte der Versammlung gestellten zahlreichen Tragen, die insbesondere konkrete Tatsachen der politischen und wirtschaftlichen Lage in Palästina sowie der jüdischen Aufbauarbeit betrafen, gab Dr. Weizmann in zusammenhängender Rede Aufklärung. Blumcnfeld schloß die Versammlung mit Worten des Dankes für das Interesse, welches die deutsche Presse dem Zionismus und der Entwicklung Palästinas entgegenbringt. Ziesistisehes Meeting Anläßlich der in Berlin tagenden Sitzung des A.*C. veranstaltetc die Berliner Zionistische Vereinigung, Sonntag, den 25. Oktober, vormittags, ein zionistisches Massenmeeting, das außerordentlich stark besucht war und einen äußerst gelungenen Verlauf nahm. Der Vorsitzende der B. Z. V., Herr Liehtheim, eröffnctc die Versammlung• mit dem Hinweis, daß in der praktischen Arbeit für den Zionismus und in der Ideenpropaganda für den zionistischen Gedanken die Differenzicrungcn innerhalb der Zionistischen Partei in keiner Weise zum Ausdruck kommen. Er selbst zähle sich auch zur Opposition, dennoch ist cs für ihn wie für alle Zionisten selbst* verständlich, daß die Einheitlichkeit der zionistischen Partei und der zionistischen Arbeit mit Entschiedenheit und Ikßcistcrung gewahrt werden müsse. Nahuni Sokolow hielt dann eine andcrlhalbstündigc Rede, in der er sich mit allen Problemen der zionistischen Arbeit auseinandersetzte und insbesondere die Einwändc der zionistischen Gegner analysierte. Sokolow׳ schilderte das bisher in Palästina Erreichte und legte die Prinzipien der zionistischen Politik dar, die vom Geiste wahrhaftigen Friedens, unbedingter Versöhnlichkeit gegenüber den Arabern .und getreu den uralten jüdischen, von den Propheten der Welt promulgierten Grundsätzen getragen sei. Besonders ausführlich ging Sokolow aut die arabische Frage ein. Er wies darauf hin, daß wegen der vorhandenen parallelen Interessen zwischen Juden und Arabern cs letzten Endes zu einem Einverständnis kommen müsse. Es wäre ein verfehlter Weg, wollte man in der Behandlung dieser Frage Methoden verwenden, die uuiüdisch sind. Mit einem Appell, alle Kräfte zu vereinigen, und insbesondere in der Förderung des Auf* bauwerkes die Anstrengungen zu verdoppeln, schloß Sokolow seine Ausführungen. Der Eindruck, den er aut das Publikum ausübte, war nachhaltig und drückte sich in stürmischer Zustimmung aus. Zum Schluß der Versammlung sprach Kurt Blumenfcld, der die historische Aufgabe des Zionismus beleuchtete, einen neuen jüdischen Typus zu schaffen und die Zerrissenheit des Galuth-Dascins durch Normalisierung des jüdischen Volkes zu beheben. Die Voraussetzung der zionistischen Grundeinstcllung ist, daß der Zionist den gegenwärtigen Zustand im Galuth nicht zu bejahen vermag. Ein Vortrag Jibotiiskys In Berlin Am Donnerstag, den 22. Oktober, sprach Jabotinsky im Blütlmersaal über das Thema: Nach dem XIV. Zionisten- Kongreß. Das politische Glaubensbekenntnis eines Mannes wie Jabotinsky soll nicht u׳ic eine Konzcrtlcistung gewürdigt werden. Es sei deshalb nur kurz erwähnt, daß der Saal gut aber nicht voll besetzt w׳ar, und daß diejenigen, die in Er- Wartung einer rhetorischen Glanzleistung gekommen waren, wohl ein wenig enttäuscht wurden. Vielleicht wirkte das deutsche Milieu, die nüchterne und merkbar kritische Haltung der Hörer hemmend auf die Wucht eines Pathos, das sich an Wirkung und Kontakt entzünden muß. Jabotinsky hielt Gericht über den Kongreß und die heutige Generation zionistischer Führer und kam, zu einem harten Verdammungsurtcil. Ohne Verdienst und Zutun sah sich der Kongreß vor die Tatsache der gewaltig gestiegenen Iminigration gestellt, seine Pflicht war cs nunmehr, den Aufbau ru sichern. Jabotinsky ging dabei von einer kritischen Auf- Fassung der palästinensischen Situation aus, die uns durchaus geläufig ist: der städtischen Kolonisation muß das l'undainent erst geschaffen werden, die Industrie bedarf gesicherter Ahsatznmglichkcitcn, die landwirtschaftliche Kolonisation muß wirklich große Massen aufnehmen und rentabel wirtschaften können, die jüdische Insel im arabischen Meer muß vor feindlieber Bedrohung geschützt werden. Nach seiner Auffassung hat Jabotinsky dem Kongreß drei unbedingt erforderliche Vorausschlingen des Aufbaus unterbreitet: Schutzzoll und tarifpolitischc Maßnahmen müssen die Ahsat/fähigkeit der Industrie sichern, die landwirtschaftliche Siedlung kann erst durch staatliche Zuteilung von Boden ernsthaft ermöglicht werden, ein jiidischer Scllistschutz muß der ■unzureichenden englischen Be- Satzung zur Seite treten. Neue Argumente zur Begründung der bekannten Forderungen werden nicht beigebracht, die inneren und äußeren Schwierigkeiten mit keinem Wort gestreift. Nach Jabotinskys Meinung hat die Kongrcßmclirhcil seine Vorschläge wider besseres Wissen abgelclmt, ohne irgend ein anderes an ihre Stelle zu setzen. Dagegen hat der Kongreß in unnötiger Ucbcrcilung bindende Beschlüsse in der Frage der Jewish Agency angenommen, auch hier wider besseres Wissen und obwohl die Ereignisse bereits bewiesen haben, daß die versprochenen Vorteile illusorisch sind. Bei der Abstimmung über das Absolutorium habe sich klar gezeigt, daß die Mehrheit des Kongresses die politischen Richtlinien der Exekutive mißbilligt, und völlig mit Recht habe die Leitung die verfassungsmäßigen Konsequenzen gezogen. Da aber sei der Kongreß kläglich umgcfallcn und habe gebeten, keine Konsequenzen aus seiner Abstimmung zu ziehen. Nicht rationelle Erwägungen haben zu dieser seltsamen Handlungsweise geführt, sondern einfach ein moralischer Zusammenbruch. Die unverschämte“ Gcldpropaganda der letzten Jahre hat die heutige zionistische Generation völlig zermürbt, ihr eJ vdlvjJ via Li Ljüvly LiüüOUj soSSfo das nouo Buch von Ruppin «Die Bss2c3vjBBräsdäQ££23sE3e lesen- Kur dies© sachkundige Dar- Steilung gewährt einen tiefen EinbSick in die zionist. SiedBungsarbeit Zu beziehen durch dio Buchhandlungen oder vom Verlag ,.Aufbau“ G. m. b. H., Berlin V/15, MclnekcstraQc 10. Treis geheftet Mark 3.—•, in halbleinen Mark 5.—. jeden Glauben an Prinzipien u:־.d moralische Iinllung genominen. Die Furcht vor England hat uns in die Rolle des Sclmt/.judeii um! in die Ghetlopsychologie zurückgeworfen, und auf dieser Furcht allein beruht auch die Legende von der Unersef/.barkeit der jetzigen Leitung. Mit dieser Generation glaubt Jabotinsky ernstlich nicht mehr diskutieren zu können, denn sic will die Stimme der Logik nicht hören und ist des moralischen Aufschwungs nicht mehr fähig. Aber er glaubt, eine neue Generation hcranwachseu zu sehen, die die korrumgierte Führerschicht des XIV. Kongresses hinwegfegen wird. Es ist schwer, diesem letzten Teile von Jabotinskys Ausführungen eine Kritik anzufügen, in ihrer maßlosen Ungcreclttigkeit und Einseitigkeit verlieren sic den Anspruch, sachlich gewertet zu werden. Daß einer unserer Besten in solche Verbitterung versinkt, daß selbst ernste Gedanken im Lärm der Demagogie verhallen, das ist das traurige an diesem Jabotinsky-Vortrag. H. B. Der Steigerprozeß Im Preußischen Landtag hat ein Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei eine kleine Anfrage cingcbracht, die sich gegen den Abgeordneten Dr. Hermann Badt richtet und ihm zum Vorwurf macht, er habe in seiner Anfrage wegen des Steiger-Prozesses Informationen über dein Ministerium unterstellte Behörden, die er als Abgeordneter erhalten habe, zur Kenntnis des Ministeriums gebracht, trotzdem er selbst Beamter, nämlich Ministerialrat, in diesem Ministerium sei. In parlamentarischen Kreisen ist man der Auffassung, daß der Inhalt dieser Anfrage ganz abwegig und anscheinend nur aut antisemitische Beweggründe zurück/uführcn sei. Nach der Verfassung hat jeder Abgeordnete das Recht, unabhängig von jedem Anstcllungsvcrhältnis so im Parlament vorzugehen, wie er cs als seinen Pflichten entsprechend erachtet. Er kann dafür auch in keiner Weise zur Verantwortung gezogen werden. * W a r s c h a u, 22. Oktober (J. T. A.) Eine Abordnung des Jüdischen Parlamcntsklubs besuchte am 21. Oktober den Außenminister Grafen SkrzynskI und ersuchte ihn, der Angelegenheit des Ukrainers Thcophil Olszanski, der zugestanden hat, das Attentat in Lemberg versucht zu haben, Aufmerksamkeit zu widmen, Graf SkrzynskI erwiderte, er werde sich sofort mit dem polnischen Gesandten in Berlin in. Verbindung setzen. Dem J. T. A.-Vertreter wurde von informierter Seite mitgeteilt, cs sei möglich, daß der Prozeß Steiger bis zur Auf- Klärung des Falles Olszanski vertagt werden wird. Eine solche Lösung würde bei denen, die an Steigers Unschuld felsenfest glauben, Bestürzung hervorrufen, da sic bedeuten würde, daß Steiger, der seit mehr als einem Jahre im Gefängnis schmachtet, noch weitere Monate der Freiheit beraubt blgrbcn wird. Am 22. Oktober konferierte der Deputierte Dr.' R o s ־ marin zweimal mit dem Justizininistcr Zychlinski über die Angelegenheit Stcigcr-Olszanski. Der Minister erklärte, er habe sich die Akten des Steiger-Prozesses aus Lemberg kommen lassen. Der Lcinbcrger Oberstaatsanwalt Malina werde sich selbst mit den Akten cinfindcn. Der Justizminister hat sich dann zur Berichterstattung an den Minister- Präsidenten Grabski begeben. Dem J.T.A.-Vertreter wird mitgctcilt, im Jüdischen Parlamcntsklub erwäge man die Einbringung einer Interpellation in den Sejm über die Angelegenheit Olszanski, einige polnische Parteien würden die Interpcllation unterschreiben. Lemberg. (J. T. A.) In den beiden letzten Tagen wurde das Zeugenverhör fortgesetzt. Es treten eine Reihe Zeugen auf, die behaupten, der Untersuchungsrichter Rutko hatte in das Protokoll Aussagen aufgcnommcir, die sic gar nicht gemacht haben. Der Schneidermeister Stefan Ja ms eh < aus, als die Zeugin P a s t c r 1! a k o w n a Steiger ließ, habe sic gesagt, er wäre dem Manne ü 11 nIict .3ד die Bombe geworfen hat. Erst als man Steiger vcrhV'% trat sie schon bestimmter auf. Das gleiche sagt der* IV:''■i 1 agent Niepiiski aus, der Steiger verhaftet hat. \»t fragen Steigers gibt er zu, Steiger habe ihm gehet!״ ״׳''"f r seinem Büro zu telephonieren, damit man sein "aVisL’J 1 entschuldige. Er habe hei Steiger keinerlei gefährliciiVs ׳ v! tcrial, auch nicht Zündhölzer, gefunden. Steiger h,tt^ Pasternakowna zugerufen: ״Was wollen Sic von 1״;r•,';1 י• bin nicht schuldig!“ ‘ ' ׳£ ni 1 Große Sensation rief cs hervor, als der Verte ־ ״ f* 1 Löwenstein dem Gericht zur Kenntnis gab, daß sid V ׳! d׳> I'rau Harntisch, die Frau eines pensionierten öb,/:׳־ f. gemeldet habe, die erklärte, sic habe früher im I In::sc! platz 5 gewohnt und habe gesehen, wie die Boiniie ac,'(;־- *”! zweiten Stockwerk fiel. Das haben weiter beobachtet ö׳•' ä * . Rudolf H a r m i s c h , der Zögling der Lemberger Kn,!,'.. > * schule Wolowiecki und die Leiter des Bialvstoker sV?■ f' inspektorats N a w r a t i und W i 1 c z s y n. Frau H1rmisch*' -I ‘ sich bisher nicht gemeldet, wrcil sic mit der Polizei und ^•1 u: Gerichten nichts zu tun haben wollte. Jetzt hat sh: f ei Gewissen gezwungen, sich zu melden. So hat sich" ei K neue Lage ne.rausgcbildct, die den bisherigen Gang der Ur i £ suchung vollkommen umwirft ‘ j v! Die streikefiden arabisches Arbeiter ii Haifa מ ן Jerusalem, 20. Oktober (J.T.A.) Der kath-,;;:| w Bischof von Haifa, der vor kurzem in einer Kirchcnprcdi-t | ur jüdischen Einwanderer Bolschewisten nannte, hat die sta!:! p!! den arabischen Arbeiter in Haifa ersucht, eine Abordnung | di ihm zu entsenden, da er vermitteln wolle. Als die• V Ordnung erschien, forderte er sic auf, die Verbinde:■! -ci: 1 mit der jüdischen Arbeiterschaft zu löst^ 1 da dieselbe den Bolschewismus irr das Land gebracht hat ■ :t 1״ die jüdischen Arbeiter den Arabern eine gefährliche;-׳•e!•< > kurrenz bieten. Die arabischen Arbeiter erwiderten, sie{■!)•’!1 i teten die jüdische Konkurrenz nicht, die Juden hättet £■1 Palästina entwickelt und einen höheren: Lebensstandard in das Lar.d gebracht, aej Sc die Arbeiterlöhne seien gestiegen. Die arani:,:'.j ne Arbeiter wollen und müssen in fester Verbindung mit Fr Histadruth Ilaowdim (pulästincnsFche Arb׳vr: ״.! konföderation) bleiben, da die Histadruth von der Arbeitet;<■’ internationale anerkannt ist, uml die paläv.::: sti : sischcn Arbeiter ein Teil der Arbcitcrintcrnntionalc sind. 1׳ >:c Die Beschlüsse des XIV. Kongresses Im Verlage des Zcntralbüros der Exekutive in Le• ־ wird demnächst in Form einer Broschüre eine Sammln,־'.׳:;;׳ Beschlüsse des XIV. Zionistenkongresses herausgegeben V ־:! den. Die Broschüre wird einen vollständigen revidierten Tä sämtlicher vom Kongreß angenommenen Beschlüsse, samt ei J; kurzen Erläuterung enthalten. Bestellungen auf die י*, in hebräischer, englischer und deutscher Sprache erschein1. ^■•׳‘ Broschüre werden bereits entgcgcngcnoimnen. (Zik / 'י Eine Pro-Psläslma-Gcsellscbalt in Porlugal Durch die Bemühungen von Dr. Ariel Benzion uv* vor kurzem in Lissabon in einer Versammlung von J1:׳:$; 'r' und Nichtjuden die Gründung einer Pro-Palästina-Gcsclkc'S 1L beschlossen, der Juden und Christen gleichmäßig angehü;׳£ ko An der Griindungsversammlung beteiligten sich Vertreter c'| rk drei Landesuniversitäten, eine große Zahl von Sci1riftstcü.| jc und Journalisten, zahlreiche bekannte Politiker sowie :ן c<v . portugiesische Kultusminister. Ke Versammlung besevj ), ן die Hebräische Universität Jerusalem zu fördern. (Ziko)| Cie Aerzte 11 Tel-Awiw i i! Nach einem vor kurzen in Tel-Awiw׳ gehaltenen Vor.rtp ר';; gab cs am 1. Juli 1924 in Tel-Awiw 77 Aerzte, dar-! 15 Aerztinnen. Am 1. Juli dieses Jahres war die Zahl ::••׳ Aerzte in Tel-Awiw bereits auf 110 angewachsen. ♦ i h■! Auf Antrag des Verbandes der jüdischen Aerzte in T£ ' י Awiw hat der Magistrat von Tel-Awiw dem genannten V- : bände unentgeltlich einen Bauplatz zur Errichtung Mauser, der Aerzte überlassen. In diesem IIau>e. :!. dessen Bau in Kürze begonnen werden soll, sollen säm!' ' Einrichtungen der Acrztcschaft von Tel-Awiw kon/cn::.־■־ werden. Das Haus soll eine Fachbibliothek, einen Vor־:׳ : ' saal, einen Lcscsaal und eine Station für erste Hilfe < : halten. Aus der letzten soll sich in Zukunft eine I■■ Feier des WaHeistlllsIasdes in Palästina f <t-r die ganze Stadt erstreckende Rcttmigsgcscüschnft ent Der 11. November, der Tag des A b s c h I u s > c s - ' : r Waffenstillstandes, wird auch dieses Jahr יז - dir lästina gefeiert werdon. Lord Plumcr bereitet eine IV•■: ver mation vor, worin die palästinensische Bevölkerung \ hr, fordert wird, sich an der Feier zu beteiligen. Für die V fcstationcn wird ein besonderes Programm ausgearbeitet \■ ,;:י( Eine italieslsch-arabijche Bodengesellscliali | Jerusalem. (J.T. A.) Hassan Da jani, das 0;;] y:r haupt eines angesehenen «rabisch-christlichen Stau:!ה:;־ ■ •"; י".•ד lästina, gibt bekannt, daß er mit einer italienische:', (;׳:selb-׳־ r ■ einen Abschluß getätigt hat, laut welchem die ü.riett••• ל Gesellschaft das Ausnutzungsrecht von 13 000 Hektar uty;■ j,;V' sehen Händen befindlichen Landes für die Dauer von 20 ^ן;.׳ erhält.. Ein aus Arabern und Italienern bestehendes 1\0rr. ־' ך wird die Konzession verwalten. J Ein Palästina-Film j rr Soeben hat die Pariser F i 1 m g e s c 1 i s c h a:ז •VI ״c>1• duction Markus“ einen großen Film fertiggcsteilt. yy ..־׳:> dem neuen Roman des berühmten französischen ,.Vj c:n' Pierre Bennoit ״Jakobs Brunnen“ aufgebaut ist. saU Probeaufführung fand tu Paris soeben in Anwesenden , ׳;r,. Vertretern des Hauptbüros des Keren Iiajcssod in L0^'; .*uj und des Herrn Sprinzak, Mitglied der Paläsüua-Exckuin'e, \ . Die Darstellungen aus dem palästinensischen Leben ״ ־..׳ zweifellos das Interesse für die Arbeit in Palästina s'cr^Q\ Filmindustrie In Palästina. Eine Gruppe Tel-Awiw gründete eine Gesellschaft für &tw1ckh^k ץ-!! Filmindustrie in Palästina. Sic erhielt von cir,cr, "י französischen Filmgesellschaft die Zusicherung daß ו.!י . _׳־: Pfund geleistet wenden würden, wenn der gleiche סת c Ar| Palästina aufgebracht wird. : Vct ———— י Die Zeitung ״Hcroldo de Esperant 0“, gan der Espcrajito-Bcwegung, widmete ihre Numinci _ \2i September den Fragen Palästinas, 1

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