Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 1 (1932)
- Issue
- 6 (6.1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Monatsausgabe Nr. 6, Juni 1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Literatur-Blatt Glaube und Schicksal Zu Bubers neuem Buch * In dieser Zeit, da das Judentum mit einer Schärfe umkämpft ist wie niemals in den letzten Jahrhunderten, wo eine Wende in der Lebensform des Judentums inmitten der Völker sich anzubahnen scheint und tiefe, längst überbrückt geglaubte Gegensätze aufbrechen, ist für das jüdische Volk nichts so dringlich und so notwendig, als eine unabhängige innere Besinnung auf das Wesen des Judentums. Nur zu leicht werden im Tageskampf, in dem Ringen um eine bedrohte Existenz, in der Auseinander- Setzung mit rohen und niedrigen Anwürfen, die wesentliehen Grundlagen des jüdischen Seins und der gegebenen Problematik verzerrt. Werden doch solche Kämpfe naturgemäß aus dem Gesichtskreis des Individuums geführt, und nichts liegt naher, als daß man abwehrend die Situation des Augenblicks zu bewältigen versucht, ohne immer der großen Linie eingedenk zu bleiben, die sich über die Jahrtausende erstreckt und die historische, einzigartige Größe des Judentums kennzeichnet. Für Zwecke der Tagespolitik und der apologetischen Polemik genügen Formeln und Programme, die aus einer bestimmten Zeitkonstellation heraus entstanden sind, aber im Wandel der Zeiten erweist sich die Notwendigkeit, tiefer hinabzüsteigen; und besonders eine kämpfende Gemeinschaft, wie sie das Judentum heute ist, muß in ihrem Herzen wissen, worum es geht, wenn sie den Kampf ertragen soll. Das Zeitalter des Liberalismus, an dessen Ende wir stehen, glaubte an die Fähigkeit der Vernunft, die menschliehen Beziehungen in der praktischesten und besten Weise zu regulieren und so das menschliche Leben allmählich in immer höhere organisatorische Formen zu erheben, wenn nur der Mensch von unrechtmäßigen, naturwidrigen Fesseln befreit wird. Die Religion wurde zwar nicht abgeschafft, aber in die Sphäre des Privaten verwiesen. Das Zeitalter der Religionskriege schien für immer überwunden. Heute erleben wir auf dem Umweg über den neuen Nationalismus eine eigentümliche Rückbildung. Hat schon das übertriebene Prinzip des Nationalstaates an Stelle des mittelalterlichen Grundsatzes ״cuius regio eius religio“ das neue Prinzip ״cuius regio eius natio“ gesetzt, wurde der Nationalismus vielfach zu einer Pseudoreligion mit jenem Fanatismus der Ausschließlichkeit, der nur religiösen Ideen zuzukommen schien, so beobachten wir jetzt vielfach, daß eine neue ״Theologie“ dem Nationalismus eine Hilfs- Stellung bietet. Im neuen deutschen Nationalismus sehen wir z. B. eine Strömung, die sich auf die religiösen Wurzeln des Luthertums stützt. Im’ Gefolge Kierkegaards wird die landläufige Auffassung der Verbindung von Religion und Sittlichkeit auf das schärfste abgelehnt; daher auch ein scharfer Grenzstrich zwischen Religion und Politik zu ziehen ist. So wird die Sphäre der Politik gänzlich dem Nationalismus überliefert, wobei die Nation als metaphysische Kategorie gefaßt und dadurch ein Ge- Wissenskonflikt in der Verteidigung ihrer Ansprüche beseitigt wird. Der Antisemitismus wird von dieser Seite vor allem theologisch gefaßt. Das Judentum sei der Versuch, heilsgeschichtliche Ideen mit irdischen Verhältnissen zu konfundieren. Als das bedeutendste Beispiel dieses verhängnisvollen Irrtums, der das Völkerleben zu ״zersetzen“ droht, gilt der Sozialismus, dessen tiefster Ursprung ein ״säkularisierter Messianismus“ sei, und der daher in banalisierter Form ein menschliches Glückseligkeits-Ideal an Stelle der religiösen Erlösungs-Idee setzt. Die Judenfrage ist also im tiefsten Sinne, wie immer man sie anpackt und auch wenn sie sich nur in Oberflächen- Erscheinungen äußert, eine religiöse Frage. Solchen Verzerrungen gegenüber müssen wir als Juden unser Judentum begreifen, nicht um der Polemik willen, sondern um unserer selbst willen. Wir müssen heute in höherem Maße als je unsern Standort kennen. Auch der Jude unserer Zeit, so sehr sein Leben in weltlichen Bezirken verläuft und er vom Religiösen abgekehrt ist, beginnt zu ahnen, daß er in einer geschichtlichgeistigen Kontinuität steht, deren Erbe in ihm wirksam ist. Seit zwei oder drei Jahrzehnten beobachten wir das Bedürfnis, an diese Kontinuität wieder anzuknüpfen, Brücken des Bewußtseins, die zusammengesunken waren, wieder zu errichten. Der aus dem Liberalismus kommende Jude wollte sich außerhalb der Zusammenhänge stellen, um unbeschwert von der Last der Tradition neue Beziehungen knüpfen, sich einer neuen Welt einordnen zu können. Nicht nur weil diese neue Einordnung mißlungen ist und weil die so bewirkte Isolierung nicht zu ertragen war, sondern auch aus positivem Antrieb geriet der Jude wieder auf die Suche nach seinem Judentum. Der politische Zionismus hat hier, in einem einzigartigen geschiehtliehen Moment, zunächst doch nicht mehr als äußerliehe Bindungen wiederhergestellt. Er hat dem Juden das Bekenntnis zu seinem Volk, ein neues Erlebnis der Gemeinschaft und ein konkretes Ziel gegeben, aber — selbst ein Kind des liberalen Zeitalters — glaubte er zunächst, im ״modernen“ Geist auf jene Elemente, die in der Vergangenheit das jüdische Volk gestaltet und erhalten haben, verzichten zu können. Aber diese erste Errungenschaft konnte nur für einen kurzen revolutionären Moment als Stütze ausreichen. Schon bei der Auseinandersetzung mit der liberalen Assimilation drängten sich neue Fragen auf. Warum sind wir Juden? Was ist unser Judentum? Welchen Sinn hat unser Judesein? Vor etwa einem Vierteljahrhundert (genauer: vor 23 Jahren) wurden diese Fragen von einem Manne gestellt, der damit die Führung in dem ungeheuren Prozeß geistiger jüdischer Neuorientierung ergriff. Es war Martin Buber, der damals seine ״Drei Reden über das Judentum“ hielt, die das Denkmal eines geistigen Wendepunktes unserer jüdischen Generation geblieben sind. Bubers Reden haben weit über ihre unmittelbare ״literarische“ Wirkung mittelbar auch dort gewirkt, wo man sie nicht kannte und vielleicht bis heute nicht kennt; darum kann man sie mit Recht als repräsentatives Dokument einer Epoche bezeichnen. Daß Judentum nicht nur eine biologische Qualität ist, auch nicht nur eine Summe von Gesetzen, Bräuchen und Normen, auch nicht eine besondere ״Ethik“, sondern daß es mehr ist, Schicksal und Sendüng, etwas, was in uns lebt und die tiefsten Schichten unseres Seins bestimmt, das ins Bewußtsein erhoben werden will und zur Gestaltung drängt, daß wir als Juden unter dem Zeichen einer f d e e leben, — dies ist die entscheidende Realität unseres Daseins, der gegenüber alle Verschlungenheiten des Tuns und der Politik nur Mittel sind. Buber ist auf dem beschrittenen Weg nicht stehen geblieben. In unermüdlicher Gelehrtenarbeit, aber in enger Verbindung mit allen Dingen des Lebens, ist er in den überlieferten Geistesschatz des Judentums immer tiefer eingedrungen. Seit der für ihn und für uns so bedeutungsvollen Begegnung mit Franz Rosenzweig hat seine Arbeit eine neue Richtung bekommen. Die ungeheure Leistung der zusammen mit Rosenzweig unternommenen und nach Rosenzweigs Tod allein weitergeführten Verdeutschung der Bibef, die mit dem kürzlieh erschienenen Jirmijahu bis zum 11. Band gediehen ist, hat schon gezeigt, daß sich hier die Erneuerung altjüdischen Geistesgutes in besonderem Sinne vollzieht; denn ohne daß ein Kommentar beigegeben war, lag in der Uebersetzung selbst das Neue eingeschlossen, das durch die Schleier herkömmlicher überlieferter Auffassungen die urhebräische Botschaft aufklingen ließ. Die Absicht, als Ergänzung der Uebersetzung einen theologischen Kommentar erscheinen zu lassen, der ״Der biblische Glaube“ heißen sollte, konnte Buber zunächst nicht ausführen. Er hat sich daher einer Teilarbeit zugewandt, die das wohl wichtigste aller Probleme, nämlieh das Problem des Messianismus in Israel, untersuchen soll. Dieses Werk wird jetzt veröffentlicht. Es trägt den Titel: ״Das Kommende, Untersuchungen zur Entstehung des messianischen Glaubens“. Der erste Band ״Königtum Gottes“ ist soeben (imSchocken- Verlag Berlin) erschienen. Dies ist — so fühlt man — trotz seines wissenschaftlichen Charakters ein aktueil es Buch, das jeden angeht. Denn es geht dabei um nichts Geringeres als um die entscheidende Frage unserer Zeit, die eben die ״Krise“ bewirkt, nämlich die Gestaltung menschlichen Gemeinschaftslebens. Die Be- Ziehungen des Einzelnen zur Gesamtheit, die Antinomie von Freiheit und Bindung, die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Herrschaft von Menschen über Menschen und die Unzulänglichkeit irdischen Menschentums in der immer wieder vergeblich versuchten Verwirklichung der wahren Gemeinschaft, dies ״Material“ aller Politik ist im Grunde eine Funktion des Glaubens. Die ״politische“ Idee des Judentums kulminiert im Messianismus. ״Der messianische Glaube Israels ist“, so führt Buber aus, ״seinem zentralen Gehalt nach das Ausgerichtetsein auf die Erfüllung des Verhältnisses zwischen Gott und Welt in einer vollkommenen Königsherrschaft Gottes.“ Dieser Glaube wird verständlich nur aus der ursprünglichen theokratischen Konzeption der israelitischen Frühzeit. Daß in dieser Frühzeit — gemeint ist vor allem diejenige Epoche, über die in dem sogenannten Buch der Richter berichtet wird — die Theokratie als Realität verstanden und gelebt wurde, diesem' Nachweis gilt' im wesentlichen der vorliegende erste Band. Dies ist aber keine Spezialfrage der Wissenschaft, keine Angelegenheit der Bibelforschung oder Vermehrung der schon hinreichend gewaltigen Kommentaren-Literatur um eine neue geistreiche Variante, sondern es ist ein Problem, das tief in das Leben hineinreicht, eine Angelegenheit von. größter Aktualität für das Selbstbewußtsein des Judentums. Denn hier wölbt sich ein Bogen von den Anfängen jüdischer Volksgeschichte bis in eine unsichtbare vollendete Zukunft, ein Bogen, in dessen Spannung die ganze jüdische Geschichte abläuft, bis zu uns und über uns hinaus. Wie Buber zeigt, daß in der Glaubensvorstellung: Israels nicht, wie man gewöhnlich sagt, eine fortschreitende Entwicklung etwa von Moses zu den Propheten festzustellen ist, sondern daß es hier wie dort schon um die gleichen Dinge geht, wenn auch das eine Mal in mehr verborgener, das andere Mal in einer mehr ausgesprochenen Weise, so ist diese dem Judentum eigentümliche Vorstellung, die man in dem Wort Messianismus zusammenfaßt, immer wirksam und immer vorhanden und bestimmt die eigentümliche Aufgabe des jüdischen Volkes. Die messianische Erlösungs-Hoffnung Israels war durchaus geschichtlich gemeint, erst durch die wachsende Geschichts-Enttäuschung wurde sie eschatologisiert. Die erste Epoche dieser großen Enttäuschung bilden die Versuche der Verwirklichung einer unmittelbaren Herrschaft Gottes in der Richterzeit. Die Paradoxie der Theokratie besteht darin, daß sie menschliche Herrschaft über Mensehen negiert, aber nicht um der Freiheit des Individuums willen, sondern um einer höheren Bindung willen, die frei- Jich nicht auf menschlichem Zwang beruht, sondern einzig in der Glaubenssphäre des so Gebundenen verankert ist. Die empirische Geschichte des Volkes Israel hat bekanntlieh Formen der Herrschaft und des Staates ausgebildet, die sich von anderen Staatswesen der Zeit nicht wesentlich unterschieden; aber daneben blieb stets der Anspruch des ׳Königtums Gottes bestehen, wirkte in die Vorstellungen des Volkes und in das Leben des Volkes hinein, bestimmte die Zukunftsvorstellungen des Volkes. Bubers rein bibel* wissenschaftliches Werk wird — auch in den weiteren Bänden — die spätere Zeit der jüdischen Volksgeschichte, in der eigentümliche ״messianische“ und pseudomessianische Bewegungen entstanden, nicht behandeln. Seine Untersuchung gilt der Entstehungsgeschichte des messianischen Glaubens, d. h. dem Prozeß der Umbildung einer ursprünglich als ganz gegenwärtig verstandenen Berufung in eine jenseits unserer geschichtlichen Zeit verlegte Konzeption. Aber indem er uns dies vorführt, erschließt er in entscheidenden Punkten das Verständnis für das Wesen des Judentums und die geschichtliche Stellung Israels. Eine Darlegung des Gehaltes und der Gedanken des Buberschen Werkes war hier nicht beabsichtigt. Sie mag noch’in einer anderen Rubrik erfolgen. An dieser Stelle kam es uns darauf an, auf das Buberschc Werk als ein geistiges Ereignis hinzuweisen, das unser jüdisches Bewußtsein — weit über den Kreis der Wissenschaftler hinaus — mitgestalten wird. Denn wir werden in unserer jüdischen Orientierung nicht zurechtkommen, wenn wir nicht verstehen, daß bei aller Bedeutung des Soziologisehen und Tatsächlichen, dessen Gegebenheiten natürlich mit aller Präzision behandelt werden müssen, die Erklärung geheimnisvoller Lebens- und Geschichtsvorgänge aus tieferen Quellen geholt werden muß. Robert Weltsch. Volk im Fieber (Josef Maria Frank, Volk im Fieber. Sieben Stäbe Verl., Berlin 1932.) Ein Buch, das gleich bei seinem Erscheinen bewegte Diskussionen entfesselte und vielleicht nicht so sehr durch seine künstlerischen Eigenschaften wirkt wie durch seinen — erschreckenden und lehrreichen — Wirklichkeitsgehalt. Es spielt in einer kleinen Stadt im deutschen Osten und behandelt das Schicksal eines dorthin versetzten, fortschrittlich gesinnten Gymnasialdirektors, der von seiner durch und durch reaktionären Umgebung zu Tode gehetzt wird. Gewiß sind die einzelnen Kleir.stadttypen — offenbar selbst Gesehenes verkörpernd — lebendig und wirklichkeitstreu dargestellt; was uns aber hier besonders angeht ist, daß hier zum ersten Male jüdisches Kleinstadtschicksal im heutigen deutschen Osten ungeschminkt und unverblümt wiedergegeben wurde. Erschütternd wirkt das Mittelstück des Bucnes, das Tagebuch eines kleinen jüdischen Gymnasialschülers, der plötzlich von Hause verschwand und dessen Tod man fürchtet. Man hört, daß dies Tagebuch auf authentischer Niederschrift beruht; aber auch wenn man das nicht wüßte, würde man es spüren: hier zeigt sich die ganze Tragik des jüdischen Kindes in einer Schule, wie wir sie heut allenthalben vor uns sehen. Einer nach dem andern von seinen früheren Freunden kommt zu dem kleinen Jakob Rosenbaum und erklärt ihm, er könne nicht mehr mit ihm ״gehen“, da ihn sonst die andern ächten würden. Man läßt ihn allein, man beschimpft ihn auf 'alle mögliche Weise — und die Lehrer haben kein Auge für den eingeschüchterten Jungen. ״Manchmal möchte ich tot sein“, schreibt er in sein Buch. Frank rührt hier an eins der schwersten und — nicht bloß für den Juden! — entwürdigendsten Probleme unserer Zeit. Sein Buch sollte man Männern wie W. Stapel zu lesen geben; vielleicht würden sie dann nicht mehr so ganz sicher sein, daß es nur die ״Grenzüberschreitung״ des deutschen Juden ist, die den Antisemitismus hervorruft. Alle diese jüdischen Kleinbürger, Aerzte und Rechtsanwälte wollen nichts anderes, als ihr bescheidenes jüdisch-deutsches Leben weiterführen, wie es ihre Väter vor ihnen taten, die, wenn sie Geld genug hatten, Säuglingsheime stifteten und den Vaterländischen Frauenverein unterstützten. — Mit scharfem Blick sieht Frank den verhängnisvollen Prozeß, der in einem Momente nationaler Verzweiflung sich gegen die einzigen Wehrlosen kehrt, jüdische Kaufleute boykottiert, jüdische Kinder ausstößt. Es ist schade, daß diesem scharfen Blicke des Künstlers noch die gestaltende Hand fehlt, die aus diesen Bildern plastische Gestalten hätte formen können. Der Held, der Gymnasialdirektor Rainer, bleibt blaß und sein Untergang verwischt uns sein Bild noch mehr. Und der einzige, der, wie es zuerst scheint, uns dafür entschädigen könnte, der originelle Mathematiker Professor Lämmle, wird gegen den Schluß auch von dem ganz unnötigen Heiligenscheine eines guten — und sogar: reichen! was bei einem Schulmeister noch viel weniger glaubhaft erscheint — Märchenonkels und deus ex machina umstrahlt. Trotzdem behält dieses Buch seinen Wert über den Tag hinaus: als ein sowohl aufrichtiges wie beschämendes Dokument von der Barbarei unserer Tage. B. B. St. Ausgrabungen ln Mlzpah. Das erste von Dr. Bade, dem Leiter der Tell-el-Nasbeh-Expedition, herausgegebene Bulletin berichtet über den Anfang der Ausgrabungsarbeiten. Die Westmauer der Stadt wurde vollständig freigelegt, jedoch wurde dort kein Eingangstor gefunden. Hingegen entdeckte man an der Ostseite der Mauer, nahe dem Tempel der Astarte, einen massiven Turm mit einem verbarrikadierten Tor. Bisher wurden ca. 1300 Tongefäße gefunden, die viele Siegel enthielten, darunter ein ungewöhnliches von Yahu. Der Tempel der Astarte ist schon vollständig ausgegraben. Bei den Ausgrabungen in Nekropolis hat man bis jetzt zwei Gräber gefunden, ein römischbyzantinisches und ein früh-israelitisches. Die Ausgrabungen haben absolut erwiesen, daß Tell-el-Nasbeh das biblische Mizpah ist. _ Vor einigen Tagen wurde in Haifa Ernst T 011 e r s wirkungsvolles Drama ״Masse Mensch‘4 in hebräischer Sprache auf geführt. Stück und Darstellung fanden stürmische Aufnahme.