Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 104-105 (30.12.1936)
- Date
- 1936-12-30
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 104/105, 30. DEZ. 1936 Foyer-Ausstellung: Der Maler Jule Lewin Die Foyer-Ausstellung im Kulturbund-Theater zeigt jetzt das Werk des Malers Jule Lew in. Er ist ein teinperamentvoller Maler, dein keine Auffassung und Schule wichtig zu sein scheint, nur eben das Bild, das er malt, das Motiv, das ihm jedesmal eine neue Welt scheint. Er signiert keins seiner Bilder, obwohl vier verschiedene Farbenauftassungen sichtbar werden. Welches seine heutigen Farben sind, kann man nur nach Proben von der Rcichsaiisstellung im Museuin vermuten. Jankei Adlers Einfluß, d.h.seinen antikisierenden Fresko- Stil, spürt man in zwei Küsten landschaften mit Fischerbooten und sehr stark iiu Bildniskopf, aber inan sicht auch, wie Jule Lcwin diesen Einfluß fruchtbar und unabliän- gig für sich verarbeitet: die Reliefform, die großen Formen des Wandbildes stammen von Jan- ׳kcl Adler, aber die Far- 1 ben von Jule ' ewin. Das sieht man besonders im kleinen Reliefstil-Gcmiilde der Landschaft ״Bandole“. Grün-graue Oliven, ein Haus in Weiß und hellbraunen Querstreifen, dahinter das Meer,;darauf in dunklen Strichen die Wellen, das alles lieg! hintereinander und ist dicht und fugenlos gemalt und pastös. Ebenso pastös und angriffsfreudig ist ein kleines Herren■ Bildnis mit viel blauen und weißen kleinen pastosen Flächen. Von hier aus zu verstehen ist auch das Herrenporträt mit dem weißen Strohhut. Gebräunter Kopf mit rosa Lichtern. Selbstporträt 1-oto: J. Abr«11,n» Daneben geht die unpastose Malerei gleich drei verschiedene Wege. Zuerst offenbar in gedämpfter Farbigkeit und in stumpfen Farben das Bild des Freundes, auf dem Sofa sitzend. Aehnlichc Farben, aber großzügiger in der Form, finden wir auf dem sehr farbigen Kopf eines Jungen Mannes in Hocluormat. Farben, die wir von Lewins in Berlin gezeigter Landschaft kennen: hellbraun, hellblau, ein Gelb, ein Rot, braun, rot und rostbraun, dazu die noch hellere Palette mit heilem Grün und Grau finden wir außer auf dein Porträt ״Der Maler“ auf einen! offenbar früher entstandenen Porträt eines Mannes in einem hohen Stuhl sitzend und dem ״Apfclschäler“. Hier scheint er die helle Palette und zugleich die neue Art seiner Modelle gefunden zu haben. Dieser Herr im hohen Stuhl, obwohl kein Arbeiter, hat Achnlichkcit mit dem Typ der Köpf« seiner Grubenarbeiter. Die Bergarbeiter im dunkelgrünen Dämmer der Grube sind ganz anderer Stil, man würde gar nicht auf denselben Maler schließen. Der ״Apfelschiiler“, ebenfalls ein Arbeitertyp, mit Hemdsärmeln in zartem Hellgrün und Aepfeln in hell und dunkelgrünen Farben ist vielleicht sein schönstes Gemälde. Nicht zu verfessen neben dem ״Zigeuner“, der in ähnlichen Farben eil und locker gemalt ist, aber festlich gestimmt mit einem Zug zur Pracht in Form und Farbe. Unbekümmert und irisch ist das Porträt ״Der Maler“ im Atelier mit der hellblauen Wand und dem kleinen Dachfenster. Es zeigt viel von seiner Eigenart, man fühlt die Vorliebe für alles Ucbcrsichtliehe, Klare, Runde, Abgeschlossene, und sieht im Blick den zugleich kühnen Zug, der solch eine Landschaft wie die Felsküst« mit dem Bergnest an der Cöte d’or mit kecken Strichen und scheinbar bizarren Formen im naturgetreuen Farbton doch sehr richtig hinsetzt! Das blaue Porträt des massigen ״Neger s“ scheint ein solches Gegenstück im Porträt. Riesig die Formen, großartig die Wucht und die Kraft des dargestellten am Tisch sitzenden Goliaths und ebenso erfreulich die Unmittelbarkeit der malerischen Kraft. Ein Tiergemälde erinnert an die Vorbilder von Franz Marc bis Campendonk. Bei den Aquarellen findet sich eine schöne helle Landschaft im Hellblau, das Weiß ähnlich wie im Großen bei Gert Wollheim. Hanna Schlesinger (Ruth Morold) Die erste vollhebräische Schulklasse Ein Versuch der Jugendalijah-Schule An einer Schulklasse der Jugendalijah-Schule steht zu lesen: Kita Iwrith (hebräische Klasse). Um den Tisch sitzen etwa 13 Jungen und Mädel. An den Wänden sieht man eine hebräische Zeitung, hebräis he Plakate, Karten und Bilder von Erez Israel, einen hebräischen Stundenplan, aut dem Tisch liegen hebräisch geführte Hefte. Es handelt sich um die Schule der Jugcndalijah, die das Ziel hat, Jugendliche auf Palästina vorzubereiten und zu diesem Zweck so früh wie möglich alle Unterrichtsfächer in hebräischer Sprache erteilt. Diese vollhebräische Klasse wurde im Oktober 1036 eröffnet. Die Vorbereitung hierzu geschieht in kleine« Sprachgruppen. Einige der Schüler der Kita Iwrith haben erst vor einem Jahr mit Hebräisch begonnen. Eine der größten S.hwic.igkeiten dieses Unterrichts lag tmd ließt in dem Mangel an hebräisehen Lehrbüchern. Er wurde überwunden durch Diktäte und selbständige Protokolle der Kinder. Es besteht die Hoffnung, daß die bestellten Bücher aus Palästina bald eintreffen. Die Intensität der Arbeit in der Kita Iwrith Oberträgt sich auch auf die übrigen Klassen. Alle Kinder haben schon jetzt in der Schule ein Ziel: möglichst rasch in die Kita Iwrith zu kommen. Da die Klassen nach hebräischen Kenntnissen gestuft sind, kann die Vorbereitung dazu systematisch sein. So findet z. B. in der Kita Alepii schon jetzt der Rechenunterricht ganz, die Paläsiinakmide teilweise in hebräischer Sprache statt. Auch iii den anderen Klassen werden in diesen Fächern die wichtigsten ticgenstände und Begriffe hebräisch gelernt. Die Kita Aleph soll zu Ostern so weit sein, daß ein großer Teil in die Kita Iwrith aufsteigen kann. Der Plan ist, da 15 alle Schüler vor ihre r Alijah mindestens ein halbes Jahr in der Kita Iwrith gewesen sind. Dazu wäre nötig, daß sie nach Beendigung der Volksschule noch 11/s bis 2 Jahre in die Alijahsduile gingen. Diese Zeit lohnt sieh, und zwar nicht nur für die Kinder, di« zur Jugcndalijah kommen, sondern auch für diejenigen, die auf Mittleren-Hachscharah gehen. Man könnte in der Mittleren-Hachscharah eine Gruppe Fortgeschrittener zusamineustcllcn, die eine intensive Tarbut-Arbcit in hebräischer Sprache durchführt und so einen Teil des Tarbtif-Programms der Jugcndalrabgruppen ebenfalls verwirklicht. Bisher verbrauchten die Alijahgrupperi einen Teil ihrer Energie dazu, sich die Alltagssprache des Landes anzueignen. Eine kürzlich stattgefundene Prüfung in allen Fächern bewies, daß die Schüler der Kita Iwrith die Umgangssprache schon bis zu einem gewissen Grade beherrsehen. So gelingt es ihnen leichter, nach ihrer Alijah in die hebräische Kultur ein/udringen. E. S. Veranstaltungen Der Prophet Ezechiel. Das Größte in Ezechiel erblickt Rabb. Dr. M a y b a u tu — nach seinem im Jüdischen Lchrhaus gehaltenen Vortrag — darin, daß er in einer Zeit der Katastrophe die Hoffnung hochgehalten hat, daß das jüdische Volk die dunkle Nacht überdauern werde. Schon ein Jahrzehnt vor Zerstörung Jerusalems mußte Ezechiel mit dem Adel der Stadt nach Babylonien ins Exil wandern. Er stellt die Lehre von der Exilssituation auf: Auch im fremden Lande kann Israel Gott verehren. An die Stelle des Tempels tritt die Synagoge als stellvertretendes Heiligtum mit opferloscin Gottesdienst; Schabbat und Ritual werden lebensvoll vertieft; Ezechiel schafft eine männerrechtliche Ordnung, die keinen politischen Charakter trägt. Er führt den Begriff des Menschensohns, der gegenüber Gott nur Kreatur ist, in die religiöse Literatur ein. Er selbst will nicht Gottesstreiter sein, sondern mit Gott eine Gemeinschaft bilden. Er steht vor uns als Prophet von pricsterlichcm Typ; während früher Prophet und Priester Gegensätze bildeten, begegnen sich in ihm Prophetie und Priestertum; Priester ist er aber nicht im Sinne des Priesteramtes, sondern als Gestalt. So wird Ezechiel als Ekstatiker gedeutet. Das Ekstatische in ihm ist aber nicht nur von der Seite des Ungewöhnlichen zu sehen, etwa gar des Pathologischem, sondern von der Seite der Begabung, mit Gott zu reden; ja, dies gehört wohl zum Wesen der Prophetie. Allmählich tritt der Prophet ganz zurück, und Ezechiel erscheint als bücherschreibender R e 1 i g i o n s - Philosoph; er gibt ״geschriebene Ekstatik“. Er bekämpft den Fatalismus, stellt aber jeden Einzelnen mit seiner Verantwortlichkcit für sich selbst Gott gegenüber und bringt den Individualismus zur höchsten Entwicklung. Die von Ezechiel gewollte neue Gemeinschaft soll aber keine politische, sondern eine priesterliche sein. Im Gegensatz zu der Auffassung, daß wir Kinder einer zusammenbrechenden Zeit seien, legt er einer Generation ans Herz, daß sie im Anfang einer Gesell ich te stehe, die organisiert werden könne, und nimmt seihst die patriarchalische Ordnung dieser neuen Geschichte in die Hand. M. W. Probleme jüdischer Erziehung. Rabbinatskandidat Kurt K 1 a p p I! o 1 z sprach am 17. Dez. im Synagogenverein Kottbusser Ufer über ״Probleme jüdischer Erziehung“, wobei er in Anlehnung an frühere Ausführungen von Dr. Ernst Simon den Typ des ״Talmid Chacham“ und des Chaluz. unterschied. — Eine aktuelle Forderung jüdischer Erziehung sei die Ausrichtung des Unterrichtes in den Schulen auf Palästina, wichtiger jedoch noch die Orientierung nach religiösen Gesichtspunkten; Schule, Synagoge und Elternhaus sind die maßgebenden r.iktoreu für die religiöse Erziehung. Elternabend der Schule Rykestraße. Am 10. und 21. Dezember hatte die 3. Volk^-duilc der Jüdischen Gemeinde, Rykestraße, zu einem I Ilernahenä in der Aula Kaiserstraße eingeiaden. Nach einer Br:;!11l5m1g durch die Sehulleiterin, Frau Schiratzki, spielte!1 zuerst 10- bis!׳.,jährige Kinder ein hebräisches Stock, das die Uhamikkah-( ieschichtc dar* stellte. Es folgten ältere Schüler mit einem deutschen Stuck, das von den üblichen (,'hanukkah-Spielen insofern abwich, als es den historis. heu Zieminntenhanip dar bot, also auch die satirische Seite zu ihrem Recht kommen ließ. Wenn der dramatische Aufbau des Spukes and! viel zu wünschen übrig ließ, so winde doch der geschichtliche Zusammen* hang sehr lebendig. Manche S/enen stellten recht holte Anforderungen an da-, schauspielerische Können der Kinder, die ihre Aufgabe gut Insten, wie der starke Beifall zeigte. Zur Wirkung trugtn bc'onders die mit einfachen Mitteln hübsch und gcstlima!. k\11״ itergesfellten Kostüme bei. Einführung eines neue« Rabbiners. Am 23. Dez. wurde in der Synagoge ,d ,lud Ji/diak“ Dr. Hans Meyer feier* lieh in sein Amt eingetuhri. Rabbiner Nobel, der zehn Jahre hindurch zur Gemeinde gesprochen hatte, hielt eine Abschicdsprcdigt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Gemeinde ..1,hei Ji/chak“ nahm Dr. Meyer das Wort zu seiner Antrittsrede, in der er die Aufgaben eines Seelsorgers in der heutigen Zeit umriß. e. Die Konzertreihe ״Freude int Winter“ brachte bet dem Abend in der Synagoge Fasanenstraßc außer dem Orchesterkonzert (diesmal ein sehr gutes Programm Vivaldi, Volkmann, Felix Mendelssohn-Bartholdy) und den Ansprachen sehr gute Rezitation, Ilse Intrator trug Gedichte von Wildgans, Goethe, Werfel vor. Sie ist in den letzten Jahren in ihrem eigensten Gebiet der Naehscltöpfung schöner Gedichte gewachsen. I)ic Vorzüge ihrer modulationsfähigen Stimme, die Hingabe an den Sprachklang und ihre Fähigkeit, auch größeres Sehaffenscrlchnis nachzutormeti, sollte durch!läufigere Aufgaben belohnt werden. R. M. Chanukkahfeier des Misrachi. ln deni gut besuchten Saale des Musik er-Ver eins ha •יו es veranstaltete der Misrachi seine diesjährige Chanukkahfüer. Nach Begrüßungsworten des Ber- Iiner Misrachi-Präsidi nun sprach krau Jettka L e v y •Stein über die Bedeutung des (.hamikkahfestes. Die Eußhalljugend des Bar Kochba-Hakoalt unter Führung ihres Leiters Baran spielte ״Die lebende Mut.־mir׳. Kantor Sattler sang hebräische und jiddische (ic-ange. Zum Schluß spielte das jiddische Studio unter 1,׳ :tnng des Regisseurs Wittelsohn Scholen! Alcchems I;:takter ,,Ojlem Itabbe“. Von der Jüdischen Winterhilfe Die nächste Eintopfspende der Jüdischen Winterhilfe wird am Sonntag, dem 3. Januar, gesammelt. Viele jüdischen Firmen führen zur Zeit die monatliche Spende ihrer jüdischen Angestellten an die Jüdische Winterhilfe ab. Wir bitten alle diejenigen Firmen, die ihre Beiträge bisher noch nicht eingesandt haben, sich mit der Abteilimg Angcstelltenspende (Dl 6711, Apparat 76) in Verbindung zu setzen. Für die Abteilung Haussammlung werden noch Samm- Icr benötigt; Meldungen erbeten an die Jüdische Winterhilfe, Abt. Haussammlung, €2, Roscnstr. 2—4 (Dl 6711, Apparat 50). Für einen Hilfsbedürftigen wird dringend ein Selbstfahrer benötigt. Meldungen an die Abteilung Betreuung der Jüdischen Winterhilfe, Roscnstr. 2—4 (Dl 7611 Apparat 41). Denken Sie an die Kleiderkamtner der Jüdischen Winterhilfe, spenden Sic brauchbare Klcidungs- und Möbelstücke! Postscheckkonto der Jüdischen Winterhilfe: Berlin 934 46. Die Jüdische Winterhilfe beschert einen Hachscharah- Kibbui. Der Makkabi-Kibbuz Löhnbcrg-Hütte, in dem 21 Makkabim und Makkabioth sich auf Erez Israel vorbcrciten, wurde in diesen Tagen mit einer Chanukltah- Bescherung durch die Jüdische Winterhilfe der Berliner Jiidisehen Gemeinde überrascht. In einem großen Paket wurden Süßigkeiten, Gebäck und Obst gesandt, die die freudigste Stimmung bei den Chaltizim auslösten, deren Dank für die Aufmerksamkeit in einem Schreiben an die Winterhilfe zum Ausdruck kam. Höhere Schule der Gemeinde gesichert. Das Fortschreiten ßer Anmeldungen für die höhere Schule der Gemeinde läßt jie Eröffnung einer Reihe von Klassen bereits gesichert trscheinen. Der in Aussicht genommene Leiter der Schule Hält wöchentlich viermal (Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag ton 12—13 Uhr), Rosensfr. 2—4, Sprechstunde ab; dort werden auch mündliche Anmeldungen entgegengenom inen, iie insbesondere für die Sexten zweckmäßigerweise bescltleuligt ertolgen, da für den Uebcrgang von der Grundschule Besondere Verfaluungsvorschriften bestehen, Die neue Repräsentanten-Versammlung Wie der Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Berlin mitteilt, ist das Ergebnis der am 29. November 1936 durcheführten Wahl der Repriisentantenversammu n g der Jüdischen Gemeinde zu Berlin von dem Herrn Polizeipräsidenten Graf Helldorf bestätigt worden. Abschlußzeugnis« der Han Vsschule. Durch Erlaß des Staatskommissars der Hauptstadt Berlin vom 14. Dezember 1936 ist der Handelsschule der Jüdischen Gemeindc Berlin für ihren vier Halbjahre umfassenden HandelsschuUchrgang das Recht zur Erteilung eines Abschlußzeugnisses verliehen worden. Auf Grund dieses Zeugnisses werden die Absolventen von der Berufs- Schulpflicht befreit. Den Absolventen der Höheren Handelsschule der Gemeinde war die Befreiung schon früher verliehen. Für die Schüler beider Lehrgänge ruht die Berufs- Schulpflicht außerdem für die Zeit des Schulbesuches. Die Absolventen sind damit denjenigen der öffentliciien Handelsschulen gleichgestellt, Aufbauarbeit jüdischer Briefmarken-Sammler, Die J ü - dische Philatclistische Gesellschaft c. V., Berlin, die heute den Sammelpunkt aller in Deutschland lebenden jüdischen Briefmarken-Sammler darstellt, nahm in der ersten seit ihrer Umstellung abgehaltenen Generai-Ver- Sammlung eine Neuwahl des 1. Vorsitzenden vor. Diese fiel auf Dr. jur. Walter Juttke, der auf Wunsch der Versamm- Iung sein bisheriges Amt als Taiischobmann beibehält. Der Vorstand wurde ferner durch zwei Beisitzer erweitert. Der ausführliche Jahresbericht und die zufriedenstellenden Mittcilungcn über den bargeldlosen Tauschverkehr wurden mit Beifail aufgenommen, eine Erweiterung der Bibliothek in Aussicht gestellt. Infolge des starken Anwachsens der Mitgliederzahl und der Menge der Aufnahmeanträge noch außenstehender jüdischer Sammler wurde für Groß-Berlin eine Teilung; in Bezirksgruppen vorgesehen, ferner die Schaffung einer Gruppe fortgeschrittener Sammler, endlich die Gründung von Oltsgruppen in anderen deutschen Städten. Zur Er- Weiterung der Vereinstätigkeit wurden außerdem eine Werbestelle ins Leben gerufen. Zwecks Mitgliedschaft wende man sich an die Geschäftsstelle der Gesellschaft, Berlin-Schöneberg, Motzstr. 79, wegen Teilnahme an! bargeldlosen Tauschverkehr an Dr, W. Juttke, Berlin-Wilmersdorf, Prager Platz 2. Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Neuer hebräischer Kurs iiir Anfänger. Am 6. Januar, 20 30 Uhr, beginnt im Heim Kan! 5 ־ t rin ne־!••׳!״!mRi-.-|!rr An f.ingrrkurs unter I.ei'ung von Dr. R . . . KDIa.aa. i riß r'.mrr k-r.iirn noch aufgenommen weiden. — la .!kuic1׳:! ku'-rn lar Antangrr und fortgeschüttene können ehr . 111: . ׳ I;10 1 f ד׳ י .! rn nmgeiiunimcn werden. Auskunll und Ami . _j: Kuh u. .t״!ci in der i’.ZV., Meincke- Straße 10 (J 1 9031). Hebräische Seminare der BkV. Jeden Sonnabend, 1730־ Uhr, Kant- Straße 54. Prolile der n! ' ׳ ei! hcbr.ns,hon Utnntur (Mendele, Bialik, Frisrhrnann, Tschcrnich ׳ n Sahnen!־, Silbon-Ay, Rache) u. a.)• Dr. S. Kalöko, ־— Um einem .׳ e!cn Kai das Vcrscindnis de! Bibel zu eilcichtcrn. wird im 1h enboar von Dr. Bnrodumski (jeden Sennabend. 19 Uhr) ein 1,1 ׳ וי, hrr Ab׳־ hmlt ״> Imen. und zwar Samuel II. — feden Sonnabend, 15 ׳ Dir, Kantkr. 5׳!, Etymologie der hebräisehen Sprache. Dr. M. noeor. Junggruppen der BZV. 1 :31:00״;״k־ a * 1: von 14 bis 13 Uhr, Donnerstag von 17 bis 19 Uhr. Meir.ckestr. 10, Zimmer 19 (J 1 9031). Voranzeigen jüdische» Lehrhaus <\V fA Marburg״ S'r. 5, III, B 4 5587). Ihmncr.-t,1g.Reihe: Am 7. Januar, 20.30 I hr, Loge KIciststr. 10, Adolf Sehmer: ״Lonh ׳.'• (mit I .ichtbihlorn). — Arbeiugemtinschalten: 3.' Januar, T:.״ :!•<־:־Wandelungen•■, Treffpunkt 9.03 Uhr, Bahnhof Wildpark; 4. I : a,r. P.rü.ik: ״Wr!h: it!Schaft“, Augiistdr. 17; 5. Januar, Freitet: ״Mit, 711 •י״ן״c De! gen", Marhurger Str. 5, III; Stc'rnberg: ״JiidU'hc TI . ״׳•laai". Fa aiirmtr. 80; 6. Januar: Schild. hrrgrr-Werlliciin: ״Ir.-Iiu ׳ co'.ilkieis", Fa-anrnstr. 80; 7. Januar, Kuhn: ״wlitx'liatl:,|1sy(״10'10!׳ic‘‘. MW-mgcr Sir. 5. HI: 9. Januar, Goldmann: ״Juden‘ und Ara'!", Matlmrgrr SD. 5. Ul. — Sprachkurse: in die behebenden cre; 511־ mal s[cou■׳ iien Sp! achkur-e können Teilnehmer noch autgrm 1״..en werden, hin neuer Anfängcrkursus für Englisch beginnt am 7. Januar, Marhurger Str. 5. UI, 20.30 Uhr. Das Rambatn-Lchrhaus ri ninl reinen Lehrbetrieb am 9. Januar 1937 wieder auf. Der Lei»;׳:•«! i-t beim Sekretariat (Berlin W 50, Piissauer Str. 2. bei Ci •g.iurr) erhältlich. — Vorträge: Rabb. Dr. Jakobovits: ..Jüdische 1״״:״'. Syn. Pa-emer Str. 2, 9. Januar, 20.30 Uhr, Rabb. Dr. Altmann: ..Der jüdische Me.s.ianismtis‘•, Syn. Rykestr., 9. Januar, 20.30 Uhr. — Anteil-gemeinsehatten: 13. Januar, Münchencr Str., 20.30 Uhr, Allmawi: ״Das jüdische Gebet1'; 14. Januar,