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Jüdische Rundschau · 1936-12-30 · Heft 104-105 (30.12.1936) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 104-105 (30.12.1936)
Date
1936-12-30
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 104/105, 30. XII. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Setfa 15 Fahrt durchs Land Von unserem nach Palästina entsandten Sonderberichterstatter II, (siehe ״Jüd. Rundschau Nr. 102/103 vom 23. 12. 1036) K. L. T e I * A ־v i w, im Dezember ln der Haifa - Bay Mancher, der diesen Bericht liest, wird sich noch an die Diskussionen erinnern, die sich an die Erwerbung des Bodens der Haifa-Bay, des EmekSebulon, das sich zwischen Haifa und den Karmel einerseits und Akko und den Bergen des Oali! andererseits ausdehnt, knüpften. Man kritisierte damals den Keren Kajemefh, weil er an dieser Stelle seine Mittel in städtischem bzw. vorstädtisclmn Boden anlcgte. Heute ist diese Kritik verstummt, da man eingcschcti hat, daß wir hier eine der Schlüsselpositionen des Landes besitzen. Wer in der Nacht vom Meer her oder noch besser von der Höhe des Karmel die weite Lichterkette sieht, die von dem Leben in der Haifa-Bay kündet, weiß, daß an dieser Stelle ein großes Werk im Entstehen ist. 35 000 Dunain gehören dein KKL und weitere 5000 Dunain der Palestinc Economic Corporation. Mit kleinen Unterbrechungen zieht sich das jüdische Land fast bis nach Akko hin. Die Chaussee von Haifa macht heute noch einen weiten Umweg, doch wird eine direkte Verbindung mit der Stadt dadurch geschaffen werden, daß von der Regierung eine Straße zum Flugplatz gebaut wird. Vor uns erscheinen nach dem von der Regierung gebauten arabischen Technikum, das jetzt vom Militär belegt ist, die Häuser der Kremener-Werke und der Glasfabrik, zwei Unternehmen, die der palästinensischen Wirtschaft in der letzten Zeit besondere Sorgen bereitet haben. Rechts vom Wege liegt in einiger Entfernung K f a r Atta mit seiner großen Spinnerei. An der Straße selbst dehnt sich die Industrie- Zone aus. Vor ein bis zwei Jahren standen hier nur wenige Werkstätten, jetzt ist eine ganze Fabrikstadt entstanden, und die Klein- und Mittelbetriebe reihen sich aneinander. Auch in Richtung auf Kfar-Atta ist eine Fabrikstraße im Entstehen. Gewiß darf man sich durch den Augenschein nicht täuschen lassen, da die Lage vieler Betriebe gegenwärtig nicht rosig ist. Dennoch ist der Eindruck der Initiative, die zu dieser Entwicklung geführt hat, sehr stark. Wie wir hören, ist in der letzten Zeit eine Gesellschaft entstanden, die Fabrikgebäude bezugsfertig herstellt. Unter den Betrieben fallen besonders die Unternehmungen der Lebensmittelindustrie und der Baustofferzeugung sowie zahlreiche metallverarbeitende Werkstätten auf. An diese Zone schließen sich die eigentlichen Wohn- Siedlungen. Links von der Straße liegen Kirjath Chaim und K i r j athMotzkin. Die Reihen der Typenhäuser dehnen sich weithin aus. 6000 Einwohner haben diese Siedlungen bereits, zusammen mit Kirjath Bialik, das auf der anderen Seite der Chaussee liegt. Neben den vielleicht etwas einförmig wirkenden Einfamilienhäusern werden auch eine Anzahl größerer Gemeinschaftshäuser gebaut. Kirjath Bialik ist etwas abwechslungsreicher im äußeren Stil. Hier sind in der Hauptsache Einwanderer aus Deutschland ansässig geworden. Die Ausdehnung der Siedlung hat sich gegen das Vorjahr vervielfacht. Wo vor kurzem nur Sanddiinen waren, finden wir zahlreiche Gärten in der Anlage oder auch schon fertig. In Kirjath Bialik besuchen wir das Kinderheim Ahawah, die Schwesteranstalt des Berliner Instituts. Ueber hundert Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren werden hier erzogen und ausgebildct, von denen 40 schon in der Haclischarah sind. Die Gebäude des Heims sind außerordentlich schön, besonders gilt dies von dem Speisesaal, der gelegentlich für Kirjath Bialik als Veranstaltungsraum dient. Auch Kinder aus Palästina selbst sind im Heim untergebracht. Soweit cs Schulkinder sind, werden sie sprachlich zunächst im Heim vorgesdudt und besuchen dann die Schule in Kirjath Motzkin. Die Aeiferen werden im Gartenbau, die Mädchen in der Küche, die Jungen auch handwerklich ausgebildct. Der ganze Heimbetrieb ist aut Selbstarbeit der jugendlichen eingestellt, die auch beim Bau der landwirtschaftlichen Nebengebäude mitgewirkt haben. Man freut sicli über den frischen Eindruck, den die Jungen und Mädchen in dieser Umgebung machen. Von Kirjath Bialik aus sehen wir die landwirtschaftliehe Zone der Haifa-Bav, in der allerdings bisher nur einige kolonisatorische Anfänge vorhanden sind. Hier ist die Ausdehnungsmöglichkeit der Arbeit noch sehr groß. An einigen Punkten lagern Beduinen, die aus ganz anderen Landesgegenden stammen, jetzt aber Abfindungsforderungen steilen. Es ist noch nicht im einzelnen geklärt, wie die Bcsicdlung der I.amiwirtschaftszone erfolgen soll. Man denkt z. B. an Gemüsekulluren. Ein Teil des Gebietes wird gerade jetzt tief gepflügt. Eine sterbende Welt Wer Bilder des vor einiger Zeit verstorbenen Malers Ryback kennt, wer die Wirklichkeit dessen, was auf diesen Bildern dargestellt wird, nicht immer glauben wollte, kann diese nicht nur in polnischen Städtchen, sondern auch in Palästina erleben. S a f e d, die Stadt hoch in de« Bergen, wie von einer gewaltigen Hand mitten in ein Felsenmeer hineingestellt, wirkt wie diese Welf. In der Jtidcngasse der Stadt herrscht Stille, die fast atemraubend wirkt. Die Mensehen gehen wie auf weichen Sohlen, alte Männer, kaum Jugend, und die Jungen, die es gibt, mit wenig aufgesciilossenen Gesichtern. Man handelt — wie es scheint — um den Abfall der ganzen Welt, um einen rostigen Nagel, um ein Stück Biecli. Nach dem furchtbaren Blutbad von 1929 hat man ein festungsartiges Handelszentrum aus den Mitteln des damals gesammelten Hilfsfonds gebaut. Die Lader! werden nicht benutzt, da sie zu teuer sind, und so steht der weite Hof leer und verlassen da. Alles sieht hier so aus, als könnte ein Sturm es fortblascn. Die besseren und kräftigen Elemente der Jugend gehen aufs Land oder nach Tel-Awiw oder Haifa zur Arbeit. Hoch oben auf dem Berg Kanaan, der über der Stadt sich wölbt, hat eine Amerikanerin eine Siedlung und ein Hotel errichtet, das durch seine Lage berühmt und jetzt vom Militär belegt ist. Vielleicht wird in diese Welt, die hier zum Dahinsicchen verurteilt scheint, wieder Leben kommen, wenn die jüdische Siedlung im Hulegebiei, das tief unter der Stadt liegt, wirklich beginnt. Hule Am Ufer des H u I e s e e s, der wie ein blaues Auge zwischen den lieblichen Bergen des Galil wirkt, überschattet von dem jetzt volkenverhülltcn Schneegipfel des Hermon, liegt der alte Sicdlungspunkt der Pica Jessod Hamaala. Unter ungeheuren Schwierigkeiten, stets von Malaria bcdroht, haben die Siedler hier ausgellalten. Nun ist neue Hoffnung über sie gekommen, daß sich ihr Ausharren lohnen wird. Die H ule-Konzession ist erteilt worden; 35 000 Dunain sollen hier ent- und bewässert werden, um sodann der jüdischen Siedlung zu dienen. Etwa 15 000 Dunam des Gebietes bleiben für Araber reserviert. Nach Norden anschließend liegt ein weiteres Gebiet, über dessen Zuerteilung die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Seine Einbczichung in das Projekt ist notwendig, um die Malaria vollständig bekämpfen zu können und um den Bodenpreis auf einer wirtschaftlich erträglichen Höhe zu halfen. Hier wirken zum ersten Male in großem Maßstabe die nationalen Institutionen mit der Pica zusammen, wie wir hoffen möchteil, nicht einmalig, sondern nunmehr für die Dauer als Auftakt neuer Aktivität dieses halböffentlichen Kapitals, das dem jüdischen Volke zur Verfügung stellt. Dicht am Ufer stehen die Gebäude der H ule-Station. Hier arbeiten eine Reihe von erprobten Männern, zum Teil aus den Siedlungspunkten des nördlichen Galil stammend, auf einen! vorgeschobenen Posten. Man untersucht die Fragen der Malariabekämpfung und hat die Vermessung des Gebietes durchgeführt. Der Sec selbst soll um über die Hälfte verkleinert werden. Wie die Arbeit im einzelnen durchgeführt werden wird, stellt noch nicht fest, insbesondere nicht, ob man die Austrocknung von zwei Seiten her oder von der Mitte aus in Angriff nehmen wird. Die Untersuclumgen über die Qualität des Bodens sind günstig ausgefallen. Jetzt beschäftigt man sich nur mit der Aufrechterhaitung der Beziehungen zu den Arabern des Bezirkes und mit der Wache, eine besonders in den Monaten der Unruhen aufreibende Arbeit. Die Araber des Gebietes beschäftigen sich mit Fischfang, Wasserbüflelzucht und Papyrusgewinnung. Aus dem Papyrus stellen sie Matten und ihre unvorstellbar primitiven Hüften her, in denen sie leben. Auf dem Gebiete der Kon- Zession selbst leben nur IS arabische Familien, während die übrigen ringsum beheimatet sind. An diese (über 1100 Familien) sollen di« erwähnten 15 000 Dunam fallen. Die Trockenlegung wird 300 bis 1200 Mann während dreier Jahre beschäftigen. Die Kolonisation selbst kann erst später in Angriff genommen werden, so daß ihr Beginn noch in erheblicher Lerne liegt. Die Pläne für die Besiedlung sind schon vorhanden. Jede Familie soll 30 Dunam erhalten. Das Gebiet wird nach seiner Sanierung zu den fruchtbarsten Teilen des Landes gehören. Während wir in den freundlichen Gebäuden der Station sind, weilt ein reicher Effendi aus der Nachbarschaft zu Besuch. Es handelt sich wohl um eine geschäftliche Verhaiullung, und das Bild, das sich uns bietet, erinnert lebhaft an Vorstellungen aus Tausenduiideinernacht. Hier stößt eine Welt, die seit unvordenklicher Zeit nicht berührt worden ist, mit dem Willen europäisch geschulter Menschen, das Land zu entwickeln und zur Heimat vieler Tausender zu machen, zusammen. Das Hulegebiet stellt erst an der Schwelle dieser Entwicklung. Jetzt erleben wir das Land noch einmal in seiner ursprünglichen Unberührtheit, die an diesem Punkte seit dem Altertum kaum mehr angetastet wurde. Wie werden seine Felder in zehn Jahren ausseheti, wenn der Pflug des Juden über sie dahingegangen ist? Die Kraft der Vision, die überall in diesem Lande am Beginn der Arbeit gestanden hat und unvorstellbare Schwierigkeiten überwinden ließ, wird auch an diesem Punkte Antrieb des Werkes sein müssen. Und der Gegensatz Die Vollendung dessen, was hier entstehen kann, sehen wir wenige Dutzend Kilometer weiter südlich in D c g a n i a. Der Fruchtgart«r1, in dessen Mitte der Sicdlungspunkt liegt, ist in über einem Vierteljahrhundcrt jüdischer Arbeit aus einem Boden entstanden, der einst nicht anders aussah als heute das Gebiet von Hule. Auch jetzt entwickelt sich der Punkt von Jahr zu Jahr weiter. Neue Kulturen werden erprobt, neue Gebäude errichtet Das Speisehaus, das anläßlieh des fünfundzwanzigjährigeil Jubiläums der Kwuzah eingeweiht wurde, ist ein schöner Mittelpunkt der Siedlung. Nicht weit davon entfernt steht das dem Andenken A. D. Gordons geweihte G o r d o 1111 a u s, das eine Art Museum ist, die Natur des Landes und besonders des Emek Hajarden darstellt, Gordon-Erinnerungen und -Literatur enthält sowie landwirtschaftliche Veröffentlichungen sammelt, die Palästina betreffen. Hier ist ein wichtiges kulturelles Zentrum für die Siedlungen des Landes geschaffen worden, die sich auch materiell an seinem Zustandekommen beteiligt haben. Die Inneneinrichtung des Hauses ist allerdings noch nicht vollendet, so daß weitere Mittel aus der Golah dafür auf gebracht werden müssen. In Degania begegnen wir einer Gruppe der Jugendaliiali, die jetzt kurz vor Abschluß ihrer Ausbildungszeit steht. Ein Teil der Gruppe wird anderswohin zur Arbeit gehen, der Hauptteil, der dem Makkabi Hazair angehört, bleibt noch ein weiteres halbes Jahr zur Haclischarah in Degania. Die Erfolge der Ausbildung sind außerordentlich gut, und die Hoffnungen der jungen Menschen für ihre wei¬ Deutsche Jüdin in Jagur Foto 1 Leu Landauer * fl Beim Bau der Wasserleitung für den westlichen Emek. Foto: Z. Klug•» SB» r1׳ '״׳jX J׳ tere Zukunft sind sehr positiv. Auch in sprachlicher und kultureller Hinsicht hat das Leben an diesem zentralsten Punkt der jüdischen. Arbeitersiedlungen, der ״Mutter“ der Kwuzoth, den Jugendlichen besonders viel gegeben. Durchs Galil und Emek Jesreel Die Fahrt von Tiberias durch die Berge Galiläas ist in vieler Hinsicht lehrreich. Wir fahren über Sedjcra durch weite Gebiete, in denen die Pica Boden hat. Viel liegt hier brach oder ist an Araber verpachtet, und es wird evident, wieviel kräftiger die Impulse sind, die in den Bezirken der nationalen Kolonisation wirken. Was konnte es bedeuten, wenn in dieser! Gebieten eine a k live S i e d 111!1 g s p o 111 i k einsetzte, die junge Elemente aufs Land brächte und die Wirtschäften intensivierte! Wir besuchen die K a d oo r i e - S c 11 u 1 e mn Berge Tabor, in einem sanften I al id vH Bell gelegen, an der das Problem der Leitung gerade jetzt akut ist. Die Schule war von Militär belegt und während der linniliezeit geschlossen, was zu mancherlei Kritik Anlaß gegeben hat. Ihre beider, Ställe und Gebäude, die mit pro Keil Mitteln errichtet wurden und 50 Schülern die Mfigliilikcit einer zweijährigen Ausbildung geben, sind besonders schon. Die Zeit der Unruhen war liier sehr schwer, da es in der längebmig scharfe Gefechte gab. Ueber A f u 1 c, das jetzt Ir jesreel heißt und noch immer keinen besonders ermutigenden Anblick bietet, fahren wir in das westliche E in e k Jesreel. Die scherzhafte Behauptung, daß Ahde der ״Mittelpunkt der Welt“ sei, scheint sieh dcniioili zu bestätigen; wie sollte man es sich sonst erklären, gerade hier den eben;ms Südafrika zurückkehrenden Berliner beiter des 1 lilfsvereins zu treffen! Der B a 1 f o u r - \V a I d, der heute 4511000 Bäume umfaßt, erfreut auf der weiteren Fahrt das Auge. Seine sieben Jahre alten Bäume haben schon eine stattliche Höhe erreicht. Iin ganzen Laude sind etwa 50 000 bis 60 000 Bäume während der Unruhen verbrannt worden, eine zwar betrübliche Bilanz, dennoch aber für den Oesainf bestund nicht allzu schwerwiegend. In der Gegend von Nahalal begegnen wir dem neuen Siedl uiigspinikt der Söhne aus Nahalal, und bald danach schon Scheich Abrek, wo die erste Gruppe der Jugendalijah aus Deutschland zur Ansiedliing gekommen ist. Neben dem jugoslawischen Kibbuz, der an der Teilung des Emek in zwei llauptliiiien angesiedelt ist und gerade jetzt sein erstes festes Wohnhaus baut, ist der König-Alcxa»• der-Wald auf einem Hügel angcpflanzt. Wir fahren sodann auf der südlichen Emekstraße an der Sch echunat Alroy vorbei, nach Disradis Romaiifigur so genannt, die in wenigen Monaten aus dem Boden geschossen und heute schon sehr ausgedehnt ist. Hur sind Hauser für Arbeiter, die in Haifa tätig sind, mit kleinen I lilfswirtselmften gebaut worden. Dieser ganze 1,11 des Emek soll in einiger Zeit 11 tufassend bewässert \u!,lcn, nadideiu man hei Klar Chassidint starke Quellen entdcMe und eine Gesellschaft hierfür gebildet wurde. Die I mv, icUting des Linek wird dadurch liis in die Gegend von Aiule >el1r stark gefördert werden. Ein Kibbuz aus Deutschland Vor anderthalb J ihren bestand der Siedluiigspujikt Joknea 111 an der Simile zwischen Jagur und Mischniar Haemek aus einig,!1 Ihtiackcii f 11 r die Äcliomriin, die den Boden bewachten. 1h me sind hier zwei ausgedehnte Siedlungspunkte Vorhand,:!, und zwar einmal eine auf privatem Boden befindliche M 11 t e 1 s t a 11:1 s s i e ,1 1 u 11 g, die schon 40 Siedler hat, die bzw. 50 Diimim gcmisditwirfsch ai'tlieh bebauen werden. Mauser und Straßen werden liier eifrig errichtet. Einige hin; i,r* Meter davon entfernt liegt (las Lager des Kibbuz II ns o r c 3, der aus Angehörigen der ״Werkle ute“ ge! kdet ist. DO Menschen umfaßt dieser Kibbuz, von denen , :ac Gruppe von 12 -Manu im Hafen von Haifa arbeitet. Das 1 wer befindet sich noch nicht an seinem endgültigen Platze, 0 1 ,ler Hoden, au! dem die I Einser gebaut werden sollen, noch niefit in Besitz, genommen werden Konnte. Es besteht daher lauerst neben einigen Zelten nur aus Holz- und Wcllblechbaracki 11. Als Cliadar Oclud dient die spätere Waschküche. Der Kibbuz hat 30 Olim wahrend der Unruhen aufgenomme!!, die auf Grund der sogenannten ״Samuel- Zertifikate“ ins Land kennen, und wird den für diese zur Verfügung stehenden Betrag zmn Häuserbau beiimzen, sobald der Boden hierfür frei ist.' Insgesamt wird er 2000 Dunam haben, von denen bisher 1200 Dunam in Besitz genommen wurden. Abgesehen v״n Außenarbeit wird die eigene Wirtschaff, die als gemischte Wirtschaft aufgezogen wird,^ die Gruppe ernähren. Audi eine Tischlerei ist vorhanden. Ini brülljahr soll aus einem Kern von 25 Menschen ein zweiter Kibbuz der ,,WerkUnte" gebildet werden. Die Situation dimer Gruppe entspricht naturgemäß dem Stadium ihrer Arb״!. Sie befindet sich erst drei Jahre im Lande und seit einem Jahre auf ihrem Boden. Es handelt sich bei ihr um einen Kreis von Menschen, der aus einem sehr gepflegten Milieu stammt. Die ״Werkieutc“ haben sich bisher noch keiner der Kibbuz.richtimgen angcschlosscn, obwohl naturgemäß dieses Problem für sie aktuell ist. Sie stehen in enger Verbindung mit ihrer» Jugcndalijahgruppen im Lande, die zum Teil in Siedlungen des ״Haschomer Hazair“ leben. Obwohl cs sich mn einen Kreis ausschließlich aus Deutschland stammender Menschen handelt, der in sicli eine gewisse Abgeschlossenheit besitzt, hat sich das Hebräische hier wei!gehend durchgesctzt. Dies mag zum Teil daraus zu

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