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Jüdische Rundschau · 1936-12-23 · Heft 102-103 (23.12.1936) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 102-103 (23.12.1936)
Date
1936-12-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Salta 2 JÖDISCHE RUNDSCHAU Nr, 102/103, 23. XU 1936 Entspannung im Mittelmeer . Von «nsareai Berichters!atle Heilte freilich sind wir In jeder Hinsicht davon noch weit entfernt. Die Verwirklichung des Jfidischen Nationalheims in Palästina bedarf des Einsatzes des ganzen jüdischen Volkes. Der Kampf um dieses Ziel ist noch keineswegs abgeschlossen, er scheint jetzt gerade erst zu beginnen. Denn soviel Energie und Idealismus in das Aufbauwerk bereits hlneingesteckt wurden: das politische Probien! Palästinas ist noch nicht gelöst, und gerade jetzt Ist es in aller Schärfe aufgerollt worden. Der Kampf wird nicht durch Untersuchungen und durch Regierungsberichte ausgetragen werden. Wir wissen aus der Geschichte aller orientalischen Länder, daß ein Volk, wenn es erst im Sinne des modernen Nationalismus zum "Widerstand gegen die europäische Macht organisiert worden ist, seinen Kampf mit großer Zähigkeit führt. Dabei spielt die allgemeine weltpoli* tische Konstellation eine große Rolle. Die kolonialen Völker haben gelernt, daß sie Nutzen ziehen können aus dem Streit der großen europäischen Nationen unteremander. Die große Ult ruhe welle litt Vorderen Orient ist im letzten Jahre als eine folge des abcssinischcn Krieges und der vom Völkerbund gegen Italien proklamierten Sanktionen entstanden. Eine Zeitlang schien sogar ein englisch-italienischer Krieg im Bereiche der MÖglichkeit. Es muß daher mit Erleichterung begrüßt werden, daß jetzt, wie die englischen und italienischen Zeitungen übereinstimmend melden, eine englisch* italienische Vereinbarung zustande gekommen ist, die diesen Unnihe/ustand nbschließt. Diese Tatsaclie kann für Palästina von größter Bedeutung sein. Es gibt also noch Nachrichten, die erfreulich sind, selbst in dieser Zeit! Trotz der beunruhigenden Gerüchte, die gerade in den letzten Tagen aus Palästina verbreitet werden, ist die Lage am Ende des Jahres 1936 günstiger als ein Jahr zuvor. Es handelt stell nun darum, diese n g ü n s t i g c n M o tn c n t aus/umit/en, um eine Regelung zustande zu bringen, die von Dauer sein kann. Aber nur eine Lösung, an der Engländer, Juden und Araber in gleichem Maße rnitwiiken, kann diese Eigenschaft besitzen. Die bewegte Zeit, In der wir leben, gönnt uns keine Ruhe. Jüdische Positionen, die unerschütterlich schienen, werden liquidiert, aber andere werden neu aufgebaut. Wir haben vor allem dafür zu sorgen, daß die ueuett jüdischen Lebensformen, die wir zu begründen versuchen, auf festeren Grundlagen stehen als die alten. Denn wir, das alte Volk, sind in diesen paar Jahren um ein Gewaltiges älter und reifer geworden. In der Nacht unseres Daseins wirkt wie ein Licht das Bewußtsein, daß wir unter leiden und Kämpfen, aber mit einem starken Gefühl der Solidarität und der Einsatzbereitschaft, eine Zukunft vorbereiten helfen, um derentwillen es sich zu leben lohnt, — wenn es auch ״schwer Ist, als Jude zu leben“. Die Kolot&ialforderttttgen Polens Warschau, 18. Dezember. (JTA.) In einem Expose über die _ Außenpolitik der polnischen Regierung, das der Außenminister Beck im außenpolitischen Ausschuß des Senats erstattet hat, kam er auch auf die polnischen Ko ionialforderunRer im Zusammenhang mit der jüdi* sehen Aus w a n d c ru n g aus Polen zu sprechen. Wir haben, so erklärte der Minister, die Frage der Zuteilung von Kolonien für Polen zur Sprache gebracht. Zum Teil hängt diese Frage mit dem Problem der Aus- Wanderung von Juden aus Polen zusammen. Dieser Aspekt der (jolnischer! Kolonialpolitik ist bedeutsam, da «in großer Teil der jüdischen Bevöikerung Polens sich mit dem Versuch befall(, für sich ein N a t i o n a 1 11 c i rn in P a 1 ä * stina zu errichten. Aber die Frage der jüdischen Aus- Wanderung ist u i c b < ausschließlich ein palästincnsbdus Problem; cs ist ein europäisches Problem, oder eher du osteuropäisches Problem, das infolge der einschneidenden Veränderung i 11 der Wirt Schafts» s t r ti k f u r tl er oste u r o p ä i s e 11 e n L ä n <1 e r ein großer Tbl der lüiibcheri Bevölkerung vor der Udnlir stellt, seine 1: x i s t e 11 / g r 11 n dl a g e zu verlieren. Insbesondere die jiiihsdun Zwisthrnliündlcr, die einen wesentlicher! Teil der jüdischen Bevölkerung Polens austnacheü, stichelt nach einer mini! Laufbahn für ihre Kinder; diesen Elementen kann d u r r h Aus w a n d e r u tt g geholfen werden. Im weiteten Verlauf seiner Ausführungen sprach Oberst Berk tilur die Bedeutung, die Kolonien für Polen als Rohstoffipielle besitzen wurden. Dagegen äußerte er sich nicht darüber, wie seine Forderung tiacli Oeffming von Einwan• deniitgsgrhiden für Auswanderer aus Polen in Oenl aufgenommen wurde. Ebensowenig machte der Außenminister Mitteilungen darüber, oh die polnische Regierung auf einer künftigen Tagung in (ienf auf die Erledigung der Kolonialftage und des Problems von Einwanderungsländern für Polens überschüssige Bevölkerung dringen Werde. Der Plan, eine Besiedlung der 111 s e ( Madagaskar mit Juden durclr/ufülircn, ist, wie der Jüdischen Telegraphen- Agentur mitgcteilt wird, vor kurz.em Gegenstand von Verhaüdhmgen zwischen der polnischen und der französischen Regierung gewesen. Von polnischer Seite war angeregt worden, einen Teil der ״überschüssigen“ jüdischen Bevölkerung Polens in Madagaskar änzusiedeln, Demgegenüber wies die französische Regierung darauf hin, daß die klimatischen und sonstigen Verhältnisse Madagaskars nur wenigen Hundert europäischen Einwanderern eine Nieder- Inssuug in Madagaskar ermöglichen würden. Die französische Regierung erklärte sich bereit, Einwanderer aus Polen in diesem begrenzten Ausmaß zuzulassen, jedoch mir Unter der Bedingung, daß die Auswamlerctelemente aus allen Teilen der Bevölkerung lind nicht nur aus dem jüdischen genommen werden. In Warschauer offiziellen Kreisen glaubt man, daß mit Rücksicht auf diese Antwort der französischen Regierunß der zu propäganrilstscllcn Zwecken so oft erwähnte Madagaskar-Plan von der polnischen Regierung: als prak» tisch bedeutungslos fallen gelassen werden wird. Kr. Rom, 19. Dezember Die angfo-ifaticrtftcHCn Verhandlungen über eine Verständigung im Mittelrneer und den Abschluß eines sog. ״gentlemen’s agreement“, die seit Anfang November teils in Rom, teils in London geführt Werden und die ursprünglich nur sehr langsam vom Fleck kamen, scheinen nunmehr in Ihre entscheidende Phase elngetreten zu sein. In unterrichteten Kreisen rechnet man damit, daß in allernächster Zeit ein Akkord zustande kommen wird, In dem beide Linder l. das Be- *teilen freundschaftlicher Beziehungen konstatieren, 2. sieh verpflichten, die beiderseitigen Interessen im Mittelmeer zu respektieren und 3. feierlich ihren Willen kundtun, sich für die Aufrechteihaltung des Friedens im Mittelm e e r cinzusefzeti. Ein solches Friedens- und StiHhalteabkommen, das eine lange Periode der Spannung und de* gegenseitigen Mißtrauens im Mittelrneer beendet, wäre für alle Anrainer des Mittelmeeres von den segenreiehsf«! Folgen begleitet. Nicht zuletzt für Palästina, das durch den abessinischen Krieg und die anglo-italienische Spannung teils direkt, teils induekt In Mitleidenschaft gezogen wurde und das jetzt nach der Niederschlagung des arabischen Aufstandes Frieden und Ruhe benötigt. Eine Besserung des Verhältnisses zwischen Italien und England wird deshalb in zionistischen Kreisen mit aufrichtiger Genugtuung begrüßt werden. Und zwar aus mehreren Gründen: 1. bestand die große Gefahr, daß Palästina im Falle eines bewaffneten Konflikts zwischen England und Italien direkt hineiagezogen und unter Umständen zum Schauplatz der Operationen Würde; 2. bestand die nicht minder große Gefahr, daß die beiden Rivalen sich um die Gunst der Araber bewerben und dabei die jüdischpalästinensischen Interessen zu kurz kommen würden, und 3; hai der bisherige Konflikt die Italienisch-palästinensischen Handelsbeziehungen beeinträchtigt, um nicht zu sagen lahm gelegt. So daß also auch unter diesem Gesichtswinkel ein Akkord zwischen Rom und London nur begrüßt werden kann. Mit großem Interesse verfolgt man hier in Italien die Vorgänge im östlichen Mittelrneer und insbesondere die jüngsten Ereignisse in Syrien und deh tilrkisch-französischcn Konflikt in der Frage des Sandschaks von Alexändrette. Die irt Rom erscheinende ״A/iond Coloniale“ brachte dieser Tage eine Reihe Von Spezialkorrespondeinen aus Antlochia über deit Sartdschakkonflikt, die ein Vortfag über Baliout Herbert Samuel Über Transjordaaien Sir Herbert Samuel, der erste High Commissioner Palästinas, benutzte eirten vom Anglo Palestllilan Club voranstaltetcn Vortragsabend, bei dem Mrs, Blanche DUgdale über Lord BaLfour und sein Verhältnis zu Judentum und Zionismus sprach, um als Vorsitzender in seiner Er« öfftitmgsaiiSpfachc auf die Erklärungen zu antworten, die f)r. Weizmann über die Rolle Sir Herberts bet der Abtrennung Transjordaniens von Palästina abgegeben hat, Weizmattrt hatte bei seiner Verfielt mutig am 25. November gesagt, Transjordanien sei in das Gebiet eingeschlossen gewesen, aut das sich die Balfour-Dekiaration bezog, und so sei es auch noch fünf Jahre nach Verkündung der Deklaration ge* wesen. Erst dann sei Trattsjordattien aus Gründen, die 11 ur Sir Herbert Samuel bekanht seien, von Palästitia abgetrenfH worden. Demgegenüber erklärte Slf Herber! in seiner Ansprache! ״Der Grund, warum TNnsjöfdättidtt flicht in die Bai* fcur-Deklarätiött eingeschlossen wurde, war das dem Köllig Hussein vom Hedschas gegebene V Crsprechen, daß Transjordanien zu den Ländern gehören solle, die ebenso wie der Irak und der Hedschas als arablschcs Gebiet zu betrachten seien. Die Araber behaupteten, auch Palästina gehöre dazu; dem hat die britische Regierung niemals zugestimmt; aber es besteht kein Zweifel, daß Trattsjordartidn dazu gehören sollte.“ In dem offiziell von der ״Palcor" verbreiteten Text der Rede Dr. WeiztbaHHs (8. ״J. R.“ Nr, 98) ist Herbert Samuel nicht genannt! vielmehr lautet der betreffend« Absatz dort wie folgt! ״Ich habe Transjordanien erwähnt. Feh möchte dazu nur eine Bemerkung machen, wobei ich darauf hirtweise, daß weder ich noch ein verantwortungsbewußter Jude in eine Diskussion über den gegenwärtigen politischen Status Transiordaniens einzutreten beabsichtige, Niemand denkt irrt Moment daran, irgendeine Aenderung zu verlangen. Ich muß jedoch die Kommission darauf auf* merksam macheri, daß zur Zeit, als die BallotiEDekiaratiolt gegeben wurde und noch fast fünf Jahre danach, als wir tatsächlich mit der Arbeit begannen, Tfänsjordäniett ein Teil von Palästina war. Aus Gründen, auf die ich nicht näher ein zu gehen brauche urtd die nicht ZU meiner Sache gehören, hielt malt «s für klug, es abzutrennen, Es ist etwas bitter für uns, daß WM dal nun gegen uns ausspielt und sagt, Palästina Sei «in kleines Lättd und Wir schaffen ihm eine weitere Ueberbevölkefting*“ Die offizielle Erklärung, daß Transjordanien, dagegen nicht Palästina, unter das von MacMahon an Hussein gegebene Unabhängigkeitsvefsprechen fällt, ist schon in dem Churchill-Weißbuch vom juttl 1922 enthalten. In Ihrem Vortrag entwarf Mrs. Dugdale, die Nichte und Biograpliin Balfours, ein farbenreiches Bild Vor! dettl Leben und Wirken Lord Balfours, wobei sie besonders betonte, daß seine prozionistische Einstellung auf dem tiefen Vertrauen beruhte, das er zu dfen Juden hatte. Die Juden hätten 111 I11f־ef langen Geschichte sö manches, worauf Sie Stolz Sein könnten. Besonders stolz könnten sie darauf *ein, daß sie die Liebe, die Bewuttdefung Und das Vertrauen Lord Balfours besaßen. Mrs. Dugdale beantwortete nach ihrtffl Vortfftg CltlS Reihe von Fragen, wobei auch die Stellungnahme Lord Bairecht gutes Bild von der dadurch geschaffenen neuen Lage in Syrien gaben. Darin hieß es u. a,; ״Das übe* die bat* zös*ch-lürki»cl1en Verhandlungen gebreitete Getmwms setattrt hingen wichtige Ausfuhrhäfen speziell für sei*« Im No*de* gelegenen Städte verliert oder behält. Dm Schicksal des Sandschaks von Alexändrette mit seiner Ausdehnung von 4900 qkm und einer Bevölkerung von ca. 180000 Seelen M für ganz Syrien von vitalem Interesse, und wen» die gebundene Lösung dieses Konfliktes nicht den Wünschen der Mehrheit entsprechen sollte, würde das sicherlich von schwerwiegenden Konsequenzen für Frankreich sein.“ An anderer Stelle schreibt das gleiche Blatt, art 3er heutigen Situation in Syrien Sd Ins* besonder« die Schwäche Frankreichs schuld und vof allem ,,der Flirt zwischen Paris und Moskau, der de« russischen Emissären die Arbeit in Syrien und auch sonst im nahen Orient Sö außerordentlich erleichtert“. Die Kampfstellung des Kommunismus und der Komintern gegen den Zionismus und das jüdische Aufbauwerk in Palästina sind zu bekannt, als daß sie ln diesen Spalten nochmals dargestellt zu werden brauchte. (Siehe den Beitrag; ״Die Rolle der Kommunisten“ in Nr.$100 der ״J. R.“ vom 15. Dezember.) Um so mehr muß es befremden, daß gewisse italienische Zeitungen, z. B. ״Regime Fascista“, immer wieder Kommunismus und Judentum identifizieren und geradezu eine Komplizität des ״Weltjudentums“ mit dein Vorgehen Moi- Laus und der Komintern konstruieren. Wenn wir recht in* formiert sind, verurteilt die italienische Regierung diese antä• semitischen Ausfälle auf das entschiedenste. Im übrigen darf man mit Freude konstatieren, daß die antisemitischen Aeußerungen in der italienischen Presse stark nachgelassen haben. Und zwar bezeichnenderweise parallel mit der anglo-italienischen Entspannung und der Besserung der Lage im Mittelmeer. Auch die Wieder* anbalinung der wirtschaftlichen Beziehungen Zwischen Italic« und Palästina, als Konsequenz des in Aussicht stehende« anglo-italienischen Akkords, dürfte ztl einer gerechteren und leidenschaftsloseren Beurteilung des Judentums und seiner Leistung in Palästina beitragen. Auch in dieser Hinsicht datf man gerade vom jüdischen Standpunkt das kurz Vor dem Ah- Schluß stehende anglo-italienlsche ״gentlemen’s agreement“ und die sich darin manifestierende Entspannung im Mittelmeer auf* richtig begrüßen. fours seit tkrn Problem |üd!sch*ara bischen 2a« sammelt leben* in Palästina zur Sprache kam. Diese Frage, erklärte Mrs. Dugdale, habe Balföuf Weitgehend be« schäftigt. Die Zuspitzung des Problems habe er nicht ittehf erlebt und wäre ,bestimmt sehr enttäuscht darüber gewesen• Lord Balfours Ansicht war, sagte Mrs. Dugdale, ^aß es unvernünftig von den Arabern sei, deren weite Gebiete von englischen Armeen befreit und denen durch die Anstrengung englischer Truppen die Unabhängigkeit wiedergegeben wurde, darüber zu grollen, daß sie einen kleinen Abschnitt ihres Bodens mit einem Volke teilen sollet), dessen Anspruch älter und tiefer wurzelnd Ist als der Ihrige. Mrs. Dugdale! sprach dann von den Leistungen der Juden ln Pall* stina und erklärte, Lord Balfour würde heute bei den Judctl Palästinas weit mehr politische Klugheit und Selbstbeherr» schung feststcllen können, als er jemals zu hoffen gewagt hätte. Auf die Pfäge, ob Ballour auch in früherer Zelt sich für die Judeitfrage interessiert habe, antwortete Mrs. Dug* dale, sie könne sieh keiner Zeit erinnern, In der er tllcnt von den Diensten gesprochen hätte, die das jüdische Volk der Kultur und in höherem Maße noch der Religion ga* leistet hat. Protest der R«vlgl0n(>t«fll Palästinas Jerusalem, 20. Dezember. (JTA.) In einer Kund« gebt! Hg der Revisionisten Palästinas würde «IlW! Resolution gefaßt, die sich gegen angebliche Konzessionen wendet, die Weizmann irt einer geschlossenen Sitzung der Kgl. Kommission in der Trans jordanienfrage gemacht haben soll. Die Resolution spricht sich ferner gegen «Inen angeblichen Parität 9 vo rschiag Weizinanns für West* Palästina aiis Urtd mißbilligt das Schweigen der jewish Agency zt!r Nichterfüllung des Mandats durch die britische Regierung. Bel der Kundgebung warnt« der Rcvisioiiisienfülirer Altittätirt die Palästina'Regierung und den jischuw vor einem neuen Arabcraufnihr und forderte die Wiedererrichtung der Jä» dischen Legion. Mathematik und Juden. In einem Vortrag über ״Deutsche Mathematik“ führte, Wie die ״Frankfurter Zeitung“ meldet, Prof. Dr. Bieberach in Berlin aus, die deutsche Matlierrtfttlk fuße darauf, daß sie, wie alle Wissenschaften In h«Utiger Form, ganz besonders ein Werk der Arier sei, zu dem erst im letzten Jahrhundert einige Nichtarier Arbeiten beigesteuert hätten, die zwar beträchtlich, aber durchaus fremdartig genannt werden müßten. Sie seien durch Mangel an Raumsinn utid Intuition, zersetzend kritische Logik und Geschmack am Anschauungswidrigen geheimzeichnet. Der deutsche Mathematiker sei Leistu’ngsmenfcch. Sa Oauß als nordischer Schaffenstyp mit dem Gefühl der Aufgabe, ״wellig, aber reif“ zu schaffen: mit Abstand zum achtbaren Gegenstand seiner Arbeit Und daraus erwachsender Neigung zur Anschaulichkeit. Im Gegensatz dazu stehe das artfremde Jonglieren mit Methoden (Relativitätstheorie). HaUptschriftUilcrt Dr. Robert Welt *ah, Berlin - Charlottenbmf 9 {auch mantwurtlich für die Aufnahme von Bildern), Sttllvettrete»! Kurt Laewchtteln, Betlifl W16. Anwigenldt« and verantwort* lieh für den Inhalt det Anzeigen! Hermann Kinn, Berlin W 15. Gültig Anteigett * Preklilte 8 vom 1. April 1930. Verlag and Antelgenverwalttitlgt TQdItehe RllftdschaU, Berlin W 15, Meinekestr. IW b. A. NovelöbaZ 89126. ■— Druck: Siegfried Schalem, Bin.-Sehöneberg TS Zukunft mrer Kinder All; LAIiDSCHWIin FLOREIIZ HOHER« SCHULE UND INtBRNAT 1« Flr Knaben und Mldcheft 6—18 Jahrdi 1 Schulbildung fei« *ttot Ablfcarfam - tadf. idätifelli Fßrderung־ 5. Untar Lcittin? bewahrter Pädagogen — deuts&it, Italienisch*, englische Lehrkraft« 4. Studienbefeditijpinjr in fnii allen Staaten 5. Hauswirtßthaft, Sebf'ftlbfftaitbia• «. Wifknnterrichl (Hält- *1 M#ta!lai4Elten, Butb< binden), G 7. V*rl»«r»lt«ag fflr AuwÜdMrlifillnli» — Üntifrldll auch i. Hebriuteb, Atablfcth, SjtanUräh 8. Sport — hausarttlich« Ueberwadhung — fttlt Vtfpficgbltg ** Viibrt mH IHodemem Kbmffft 9» Schon■!• Ufngabbtifi יון tea Kltfha — Musik 16. £eitgem. Honorar — kein• TraiMferodhwieflgkelt Neuaufnahmen jederzeit Auskünfte and Prospekte dort* die Leitung 091099.-8119.0, Or. W*rner Pninr narem. »uu rmi. n»n aei ■muri 4 1

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