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Jüdische Rundschau · 1936-12-15 · Heft 100 (15.12.1936) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 100 (15.12.1936)
Date
1936-12-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 100,15. DEZEMBER 1936 Die Königliche Kommission Keren Hajessod in Palästina Von unserem Berichterstatter K. L., T c I - A w i w, 7. Dezember Die palästinensische Landeskonferenz des Keren Ha• essod (über die in Nr. 99 bereits kurz berichtet wurde — <ed.) hob sich aus der Zahl zionistischer Veranstaltungen, die im Lande stattlinden, bemerkenswert hervor. Schon das btraiicnbild bei der Eröffnung trug das Oepräge eines ״großen“ 'Abends: Autoauffahrt, lange Schlangen an den Eingängen. Ocgen 2500 Menschen, darunter 22(1 Delegierte aus allen Orten des Landes füllten den weiten Raum, unter ihnen Vertreter aller Kreise des Jischuw, auch der Jugend und besonders der Arbeiter. Im Saal und auf der Tribüne die ■Träger vieler bekannter Namen. 1 זזc**cs9m starhen Interesse mochte nicht zidetzt der Umstand beigetragen haben, daß man mit der Teilnahme Dr. W ei zm an ns an diesem Abend rechnete. Die starke topuharität, die Weizmann heute nach seinem Auftreten vor der Königlichen Kommission iin Jischuw genießt, zeigt sich in den spontanen Ovationen, die ihm heim Eintreten in den Saal 1 und beim Erscheinen auf der Tribüne bereitet wurden. ו tCn Arbcitslionfercnz am folgenden Tage war gleichfalls von Delegierten und Gästen stark besucht. Es gab eine Reihe von Referaten, die sieh mit der politischen Keren Hajessod-Arbcit in Palästina beschäftigten. Besonders hervorztiheben ist eine hebräische Rede von Kurt Blu- T f ״ •״'*? s‘c'* m'* den geistigen Grundfragen der Arbeit beschäftigte und die zionistischen Aufgaben darlegte, die in der gegenwärtigen Situation zu bewältigen sind. Blunicnfclds tief fundierte und für viele Zuhörer gewiß neuartige Gedanken machten starken Eindruck — nicht weniger aber auch die Tatsache dieses eine schwierige Materie nicisternden hebräischen Vortrages. An der Konferenz nahm eine beträchtliche■ Zahl von Delegierten aus dem Kreise der Olirn aus Deutschfand teil. Gerade diese Gruppe hat sich ja in den letzten Jahren sehr stark an der Keren Hajcssod-Arbcit in Palästina beteiligt. Es kann nicht geleugnet werden, daß die Popularität des Keren Hajessod im Lande selbst sehr viel zu wünschen übrig ließ. Ls ist der intensiven Arbeit seines jetzigen Leiters, Dr. Alexander G o I d s t e i n, zu danken, daß sich dies in erheblichem Umfange gebessert hat. Die starke Anteilnahme an der Konferenz war der stärkste Beweis hierfür. Eine wesentliche Ursache für das Fortschreiten der Arbeit ist aber auch darin zu suchen, daß aus Deutschland eine große Zahl treuer Keren ILrcssod-Arbeitcr ins Land gekommen sind, die hier in die Arbeit cintratcn. Heute ist der Keren Hajessod in Palästina in* drei Sektionen geteilt: Allgemeine Abteilung, Arbeit unter den Arheitern und Arbeit unter den Olim aus Deutschland. Während die Methode der Arbeit in den beiden erstgenannten Gruppen neben individuell vorbereiteten Besuchen insbesondere die Aktion von Haus zu Haus kennt, baut inan in der dritten Abteilung die Arbeit auf dem individuellen Besuch auf, d.!1. auf der in Deutschland bewährten Basis. Der Erfolg dieser Arbeit war beträchtlich. Sie wird z. T. von bcamteten Kräften, z. T. von Aktivkreisen durchgeführt. Im Jahre 5696 betrug ihr Anteil an der Gesamteinnahme 23 (Y0. Dabei ist zu bedenken, daß die aus Deutschland stammenden Arbeiter und zahlreiche Angestellte in der Gruppe der Poalim erfaßt werden. Das Durchschnittsniveau der Zeich- Illingen liegt erheblich über dem hier sonst vorhandenen Maßstab. Trotz . ökonomischen Sorgen und den Besonderheiten einer Schicht, die noch nicht lange im Lande ist und daher manche zusätzliche Schwierigkeiten zu überwinden hat, ist dieses Resultat erzielt worden. Es ist neben der guten organisatorischen Arbeit in erster Linie auch dem Umstand zu verdanken, daß man die Aktion nicht als reine Geldsamiiicl-Angcicgenheit aufzieht, sondern als Teilgebiet zionistischer Erziehung. Diesem Zweck dient auch die Heratisgabe (vorerst) deutschsprachiger Mitteilungen des Keren Hajessod für die Olim aus Deutschland, deren erste Nummer unlängst erschienen ist. Die ״dramatische Episode" Aeußerung von ״Great Britaln and tho East" Die Londoner Zeitschrift ״Great ßritain and the East‘‘ nimmt zu dem bisherigen Verlauf der Untersuchung, die die Kgl. Kommission in Palästina führt, in folgender Weise Stellung: Die Kgl. Kommission in Palästina setzt ihre Arbeit ruhig und gewissenhaft fort. Die Gründlichkeit und Unparteilichkeit, mit der ihre Mitglieder ihre Untersudiungen durchführen, machen Eindruck, auch wenn man sie von solchen Männern zuversichtlich erwartet hat. Offensichtlich sind sie fest entschlossen, den Dingen auf den Grund zu gehen, und von d ■m Bewußtsein dieser Absicht sind alle Palästinenser durchdrungen. In den Aussagen, über die bisher aus den Vcrnclummgen 11er Kommission berichtet wurde, gibt es wenig Neues für denjenigen, der palästinensische Angelegenheiten studiert Die vielleicht dramatischste Episode war die- )eilige, in der der Sprecher der Jcwish Agency erklärte, die Juden seien außerstande, mit der Mandatarmacht in der Frage illegaler jüdischer Einwanderung zu- Sammcnzuarheiten. Diese Unmöglichkeit schien die Kgl. Kornmission zu überraschen — eine Tatsache, die an sich ein Zeichen dafür war, daß die Kommission, wie die Regierung dies angekiindigt hatte, mit freiem Kopf (fresh minds) nach Palästina kommen würde. Die bisherige Weigerung der palästinensischen Araber, vor •der Kommission aus/usagen, ist von vielen Arabern außerhalb Palästinas tief bedauert worden. Es ist jedoch nicht anzunehmen, daß Lord Peel und seine Kollegen über d i v Sache der Araber nicht um• fassend Kenntnis erhalten werden. Der Kommission ist es bitter ernst; sie wird sich von ihrem Ent- Schluß, alle Pros und Confras abz«wägen, nicht abbringen lassen, bloß weil gewisse prestigerettende Formeln nicht gefunden wurden ,(Vor! der Rede I>r. Weizmanns nimmt die Zeitschrift überhaupt nicht Notiz. — A. d. R.) Großfeuer auf dem Messe-Gelände T e 1 - A w i w, 13. Dezember. (JTA.) Auf dem Gelände der Levantemesse in Tel-Awiw ist ein großer Brand ausebrochen, durch den das Stadion und der Pavillon er Histadruth vollständig vernichtet wurde. Außerdem sind vier Ausladeboote, die bei der Anlegestelle in Dienst gestellt waren, verbrannt. An den Löscharbeiten nahmen auch 1000 Mann englischer Truppen teil. Es besteht der Verdacht, daß das Feuer von Arabern gelegt worden ist, die den Landungssteg zerstören wollten. Dieser ist jedoch von dem Brand verschont geblieben. Araber halten den Boykott aufrecht Jerusalem, 11. Dezember. (JTA.) Das Oberste Arabische Komitee dementiert die in der Presse ersebienenen Nachrichten, wonach das Komitee beschlossen haben soll, den seinerzeit ausgesprochenen Boykott der Kgl. Kommission aufzuheben. (Demnach werden also die Araber vor der Kommission nicht aussagen. — A. d. R.) Die Bodenfrage Am Donnerstag wurde die Vernehmung von Dr. Maurice H e x t e r, Mitglied der Exekutive der jewish Agency, fortgesetzt, (lieber den Beginn vgl. vorige Nummer der ״J. K.“) Dr. Hexter beschäftigte sich mit der Frage der Staatsländereien. Er stellte fest, daß seit dein Jahre 1920 nur 3850 Dunam aufbaufähigen Bodens (in dem von der Regierung gebrauchten Sinne des Wortes) an Juden verpachtet worden sind. Er regte an, daß die Jewish Agency in die Lage versetzt werde, mit der Regierung bei der Feststellung von Staatsländereien, die zur Verfügung stehen und an Juden verpachtet werden können, z 11 s a 111 . e :1: :1-׳ r n e i t e 11; in diesem Zusammenhänge bezog sich der Zeuge auf die Vor- Stellungen, die von den Herfen Dr. Weizmann und Schertok s. Z. an den Oberkommissar gemacht worden sind. Er erklärte, daß etwa 403 OOO Dunain Staatsböden für Juden verfügbar gemacht werden könnten. Dr. Hexter beschäftigte sich ferner mit den Ameliorationsarbeiten, die von den Juden durengeführt worden sind, wobei er sich darüber beklagte, daß die Regierung sehr wenig in dieser Richtung geleistet habe. Für die Bekrimpfung von Malaria allein habe das JoinM>istributicn Committee zusammen mit den Herren Felix Warburg und Bcrnard Flcxncr 1290 000 Dollar ausgegeben. Er legte der Kommission Karten vor, aus denen hervorgebt, daß Juden £ 420 000 für Trockenlegung und Urbachmacliung von 575 000 Dunam ausgegeben haben. Zur Frage von Huleh gab Dr. Hexter der Befriede gütig der Jewish Agency über die Uebertragung der Kon- Zession an die Juden Ausdruck. Er bemerkte, daß die Juden nicht nur Klagen Vorbringen, sondern auch das, was für sie getan wird, zu schätzen wissen. Der Vorsitzende Lord Peel warf ein, daß die Konimission nur für die Beschwerden Interesse habe. Dr. Hexter fragte, ob denn die Kommission nicht gern auch Gutes über die Regierung vernehmen möchte, worauf Lord Peel entgegnete, daß ihr dies ziemlich gieic 11 gültig sei. Dr. Fiexter bewies auf Grund von Ziffern, daß die Behauptung, die Trockenlegung der Huleh-Süinpfc würde arabische Fischerleute ihrer Existenz berauben, nicht stichhaltig Wirtschaftliche Folgen Der Londoner ״Economis t“, eine der bedeutendsten Wirtschaftszeitschriften Englands, gibt in seiner dieswöebigen Ausgabe einen Ueberblick über die Auswirkungen des Araberstreiks auf die Palästina-Wirtschaft. Das Blatt stellt fest, daß der Außenhandel einen merklichen Rückgang erfahren hat. Die Einfuhr ist im Vergleich mit der ersten Hälfte des Rekordjahres 1935 von 82/י auf יא',! Millionen Pfund, die Ausfuhr von 3>/2 auf 21/4 Millionen Pfund gesunken. Bei dem Rückgang der Einfuhr stand die von Fertigwaren an erster Stelle. Die Ausfuhr von Fertigwaren ist gestiegen. Eine andere ungünstige Erscheinung der Streikperiode sei die zeitweilige Erhöhung der Lebenslüsten gewesen. Diese sei von maßgebender jüdischer Seite fiir den Zeitraum Mai bis Septendier auf über 20 <0/י berechnet worden. Nach der Schätzung der Regierung betrug die Steigerung bloß 7 0/0, weil dieser Berechnung andere Einzelpunkte zugrunde lagen. Zweifellos habe es zeitweilig eine wesentliche Erhöhung der Einzelhandeispreise gegeben. Diese Tendenz hat bereits eine Kortektur erfahren. Das Regierungsbudget, so heißt es in dem Aufsatz weiter, hat die volle Auswirkung des Streiks und der Unruhen oder der getroffenen militärischen Maßnahmen noch nicht gespürt, in den ersten neun Monaten dieses Jahres waren die Einkünfte wieder größer als die Ausgaben, wenn auch natürlich nicht in demselben Maße wie in den. vorangegangetien zwei Jahren, in denen der Ucberschuß hinaufschnellte. Aber die Regierung ist noch nicht aufgefordert worden, ihren Anteil an den militärischen Ausgaben zu zahlen, die, wenn sie die Kosten der Truppentransporte und die zusätzlichen Kosten ihres Aufenthaltes in Palästina umfassen sollen, eine betrachtliehe Summe ausmachen werden. Doch ist noch ein Ucberschuß von einigen (Hä Millionen Pfund vorhanden; sogar wenn die Regierung an der Uebuiig festhält, einen Betrag, der den Einkünften eines ganzen Jahres entspricht, vorsichtshalber im Hinblick auf eine Krise in Reserve zu halten, müßte sie noch immer Mittel zur Durchführung des erweiterten Programms öffentlicher Arbeiten zur Verfügung haben, das sie vor den Unruhen in Aussicht genommen hatte. Mehrere Posten der Einkünfte zeigen einen erheblichen Rückgang, insbesondere die Z ö 11 e; die Roheinnahmen der £3&ר־־;־,-י.ד י: - ■ 1* mm Gan-Benjamin, der Park des Haifaer jüdischen ,Stadtteils Iladar-Ilacarmcl. Ocl/cntliche Parks sind eine Neuerung für Palästina. Gerade in diesem Lande ist eine derartige Stätte der Erholung van größter Wichtigkeit. r־to! Lo.wenWm, H.ii* ist, denn es handle sich tun nur 1J Fischerfamilien, tmd füt sie alle sei gut gesorgt worden. Was die Entdeckung neuer Wasserquellen anbetrifft, so bestellen in Palästina 20 jüdische Körperschafte» mit insgesamt 59 B o h r 111 a s c 11 i 11 e 11; 473 Bohrversuche seien unternommen worden, von denen 396 erfolgreich waren. Die jüdischen Körperschaften haben auch iin Aufträge von arabischen Klienten 40!!״hrversuche unternommen. Es sei gelungert, an Orten, wo man niemals Wasser vermutet hatte, Quellen zu finden; dadurch sei die .Möglichkeit geschaffen worden, 300 000 Dunam zu bewässern und es gäbe noch weite Bodenkomplexe, die bewässert wertleri können. In diesem Zusammenhänge erwähnte der Zeuge ein Gesetzprojekt betreffend Bewässerung und bemerkte, daß die Regierung sich bemühen sollte, die Entwicklung auf diesem Gebiete zu fördern, anstatt sie zu unterbinden. Im Bezirke Beersch eba gäbe es (iehiotc, deren Boden besser sei als im Norden Palästinas; in mnnchen bestehen gute Aussichten auf Wasserfutrdc. Die Jeu 14) Agencv hoffe auf die Mithilfe der Regierung bei der Entdeckung von V'asserquellen. Zum Schluß ersuchte Dr. Hexter die Regierung, die Frage der Ansprüche auf gewisse Böden zu regeln, um zur Besiedlung zu schreiten. Dr. I lexter wird seine Aussagen an einem noch festzusetzenden Datum beschließen. Gegen die Rechtsunsicherheit In der am Freitag von der Kgl. Koiiunission abgehaltencrt öffentlichen Sitzung wurde Mr. ilorowilz, ein juristischer Berater der Jewish Agency, vernommen. Er befaßte sich mit dem Problem der R 1• c 111 s u 11 s 1 c h c r heit b ei Bodentransaktioneil mul wiedarauf hin, daß der Erwerber nicht ci« sofortiges liedt/recht erlange und deshalb nicht die Möglichkeit habe, imi/u-v hmten, wenn sein Eigentum willkürlich betreten und hc-et/t wird. Lord Peel fragte, ob Abhilfe ״egen diesen Zustand möglich sei. Der Zeuge erwiderte, die Regierung müßte fiir den Schutz des Eigentumsrechtes .״>rgen mul von denjenigen, die <1 as Grundstück bewt/en, den Nachweis eines Reclitstitels fordern. Sir Laurie I I ,1 111111 o n d sti llte an .Mr. Horowitz die Frage, welche Vorschläge er zu der Verdrängung von Arabern infolge von Hodenk.iiifcii zu machen habe. Der Zeuge antwortete, in der Pegel werde den Arabern anderer Boden zur Verfügung gesteht, sie zögen es jedoch vor, von den neuen Besitzern verschiedentlich Geldbeträge zu verlangen. Bahnen sind um llU"״ gesunken, während die Betriebsaus־ gaben um 5 go höher waren als im ersten Halbjahr 1935. Berücksichtigt man die ernste Unterbrechung des Bahnverkehrs während der letzten sechs Monate, in denen jeder Zug eine militärische Eskorte haben mußte, so ist es bemerkenswert, daß in der Zeit vom Januar bis Juni 1936 mehr Passagiere befördert wurden als in dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 1935. Die Einkünfte der Post waren wesentlich höher als irgendeine frühere Za'1! 1. Der Aufsatz behandelt sodann die Tatsache, daß die jüdische Einwanderung w e i 1 e r g e h t, sowie die Errichtung der Anlegestelle in Tel-Awiw und stellt fest,, daß auch die offiziellen Zahlen über die in dem Halbjahr eingetragenen Handelsgesellschaften und kooperativen Genossenschäften auffallend sind. Fs sind 310 neue offene Handelsgescllschaften eingetragen worden, davon 2TS rein jüdische und 18 arabische. l ast die Hälfte entfiel auf Geschäfte in Tel-Awiw. In demselben Zeitraum wurden 76 Kooperativ- Genossenschaften eingetragen, darunter eine arabische für den Absatz von Produkten. Vielleicht das ernsteste W i r t s c 11 a f t s p r o bl e m Palästinas, heißt es zum Schluß, ist das der Auffindung neuer Märkte für Z i t r u s f r 11 c 111 c. Fs wurde berechnet, daß cs in diesem Jahr einen Export von So.« bis 9 Mil- Honen Kisten gegenüber <>< Md'ioncii im vergangenen Jahr geben wird. Bisher ist es den judi-cmit und arabischen Gesellschäften in Palästina gelungen, Markte t'nr du: rapid wachsende Produktion zu finden; man erwartet, 11.1:1 in diesem Jahr tt# Unruhen in Spanien der p:1l;isti1ie11si>el1eu Frucht neue Möglich■־ keiten auf europäischen Märkten erotliun werden. Arabische Propaganda Jerusalem, 12. Ih/einher. (Palror.) Die Führer des Obersten Arabischen Komitees haben eine Reise durch die Städte Palästinas angetreten, um die Verbindung mit den Ortskomitecs zu stärken und Gelder zu sammeln. Sonntag abend beteiligten sich die Mitglieder des ()bersten Komitees an einer Versammlung ar.ibisiher Notahcln von Jaffa, in der die Fragen des Jaffaer i 1 a f e n s,_ der Gründung einer arabischen Bank und des a n t i j u d is c h e n Boykotts besprochen und der Versuch gemacht wurde, die reichen Araber, die sich bisher wenig gebefreudig gezeigt haben, zur Bereitstellung von Geldbeträgen zu überreden. Das Komitee hofft, £P 50 090 aufzubringen, die zum Zwecke der »Kriegsführung aller Arten gegen Juden und Engländer“ verwendet werden sollen. Fiir nächste Woche ist der Besuch Von Nablus, Gaza und Hebron geplant. Wieder Revisionisten-Krawall Jerusalem (Paicor). Eine Gtupne von Mitgliedern des Betar brach am Donnerstag in das Büro der Hadassah in Jerusalem ein, zu einer Zeit, als die Angestellten noch nicht angekommeu waren, warf das Archiv durcheinander, hob Türen aus den Angeln und verursachte einen Skandal Zwei Krankenschwestern wurden dabei verletzt. Als der Direktor, Dr. Jaski, eintraf, weigerten sich die Betarim das Gebäude zu verlassen, falls er keine Deputation empfängt. Schließlich wurden drei von ihnen verhaftet. (Durch diese Demonstration wollen die Revisionisten ihre Beteiligung an dem Bau des medizinischen Zf nt rums erreichen. — A. d. R.) Auf einen arabischen Polizeioffizier in Jaffa ist von einem arabischen Terroristen ein Attentat verübt worden. Der Anschlag mißlang. Der Offizier schoß dem Angreifer nach, doch konnte dieser entkommen. Der Revolver,! mit dem der Anschlag verübt worden war, blieb auf dem; Tatort zurück. 1

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