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Jüdische Rundschau · 1936-12-11 · Heft 99 (11.12.1936) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 99 (11.12.1936)
Date
1936-12-11
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 99. 11. XII. 1936 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Araber vor der Kommission? Wie die JTA. Donnerstag abend aus Jerusalem drahtet, •oll das Oberste Arabische Komitee beschlossen haben, den Boykott der Kgl. Kommission auf7.ugeben. Weiter soll beschlossen worden sein, an die Herrscher der arabischen Staaten Bevollmächtigte zu schicken, die mit ihnen die Vertretung der arabischen Sache vor der Kommission beraten sollen. Wenn sich diese Nachricht bewahrheitet, würden die aiabischen Vertreter wohl nächste Woche vor der Kommission erscheinen und ihre Auffassung darlegen. Zur Geschichte der Krankenkasse Anläßlich der Errichtung des neuen Krankenhauses der Arbeiterkrankenkassen in Petach-Tikwah bringt der ״Dawar“, wie uns aus Tel-Awiw geschrieben wird, folgende Daten aus der Geschichte der Krankenfürsorge in Palästina: 1909: In Petach-Tikwah wird eine Versammlung einberufen und der Vorschlag eingebracht, einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder sich verpflichten, in einem bestimmten Turnus die Fürsorge für erkrankte Mitglieder zu übernehmen. Dieser Vorschlag wird abgelelmt. Aber als in derselben Ver- Sammlung die Namen Kranker bekanntgegeben werden, gehen sofort einige der Versammelten in ihre Wohnungen, um sie zu pflegen. 1911: Eine Krankenkasse mit einigen hundert Mitgliedern in den Kolonien wird gegründet. 1920: Beim Chausseebau bringen die schlechten sanitären Verhältnisse Typhuserkrankungen mit sich. Es gibt nur eine Pflegerin. Das Krankenzimmer ist ein großes Zielt. In der Mitte steht ein Tisch mit Arzeneien. Erkrankte werden in ihren Betten in dieses Zelt getragen. 1921 in Samaria: Das Krankenzimmer befindet sich in einem richtigen Elans. Die Küche ist auf dem Korridor. Wasser wird in Eimern gebracht, meist fällt diese Aufgabe dem Leiter der Ortskrankenkasse zu. Das war damals das modernste Krankenhaus der Kasse. Im selben Jahre: ein Krankenzimmer im Haus eines Jemeniten gemietet. Das Zimmer ist gekalkt, die Betten sind rein. Es gibt eine Tagschwester und eine Nachtschwester und außerdem noch eine besondere Arbeitskraft für die Küche. 1022 in Petach-Tikwah: Die Orts Krankenkasse zählt 200—250 Mitglieder. Es gibt eine Ambulanz mit Arzt und Schwester in einer baufälligen Baracke. Eine zweite Baracke nebenan enthält das Krankenzimmer mit einigen Betten. Alles ist ganz Erimitiv; eiserne Betten, Bretter an Stelle von Matratzen. >as Personal ist das der Ambulanz. Zur selben Zeit: Errichtung einer Baracke im Emck. Die Krankenkasse stellt Betten und Personal. Das Personal lebt zusammen init den Mitgliedern der Kwuzah. Erst nach einiger Zeit bekommt die Baracke Glasfenster, Drahtnetze und Drahttüren und wird von innen gestrichen. Der nächste Schritt ist eine eigene Küche für den Betrieb. Dann wurde eine besondere Baracke für Gebärende aufgestellt. Dann bekam man Lux-Beleuchtung. 1926 wurde eine besondere Typhusbaracke errichtet. Um Nahrungsmittel mußte man 8 km weit laufen. Die Wäsche wurde unter freiem Himmel gewaschen. Brennmaterial waren Kisten, die man sich zusammensuchen mußte. Im Jahre 1930 wurde das erste moderne Krankenhaus der Krankenkasse in Afufe errichtet. Im Jahre 1936 folgte das zweite in Petach-Tikwah. Die Abteilung für soziale Hilfe beim Vorstand der Jüidischen Gemeinde Tel-Awiw und Jaffa hat ein Siechenheim eröffnet, in dem bereits einige Männer und Frauen untergebracht sind. Im Süden von Jaffa wurde ein Bauplatz erworben, auf dem ein eigenes Gebäude für das Siechenheitn errichtet werden soll. Beginn der Kunstsaison in Haifa Anfang November hat in Haifa die Kunstsaison mit einer Reihe von Veranstaltungen eingesetzt. Zwar beschränken sich die künstlerischen Veranstaltungen einstweilen fast rein auf das musikalische Gebiet, denn die Kleinkunstbühne ״Tewath-Noach“ hat sich nicht halten können und ihre Pforten bereits vor einigen Monaten wieder geschlossen, und auch das ״Theatron hvri“, ursprünglich ein Haifaer Unternehmen, residiert heute praktisch in Tel-Awiw, aber dafür ist die Zahl der musikalischen Ereignisse außerordentlich groß. Den Anfang machte die Histadruth, die in Erweiterung ihrer früheren, mit großem Beifall aufgenommenen Einzel- Schallplattenkonzerte nun einen ganzen Konzert- Zyklus unter dem Titel ״Di« Entwicklung der Musik“ veranstältet. Der Zyklus umfaßt Musik von Komponisten von Bach bis zur Moderne, und soll vor allem dazu dienen, die Hörer durch einen Uebcrblick über diese 250 Jahre Musik zum wirklichen Erfassen große! musikalischer Veranstaltungen heranzubildcn. Zu diesem Zweck ist jedem Konzert ein einleitender Vortrag vorangestellt, den Frau Dr. Eisenstaedt vom Haifaer Konservatorium hält, und in dem — mit Beispielen am Klavier — das darauffolgende Werk erläutert wird. Von den im ganzen zwölf Konzerten fanden bisher vier unter allerstärkster Beteiligung statt, in denen das Pensum von Bach bis Beethoven erledigt wurde (das vierte Konzert brachte nur Beethovens Neunte). Ebenfalls von der Histadruth im ״Bethenu“ veranstaltet (und in Kiriath-Chaim wiederholt) war das Konzert von Mordechai Roth und seiner Frau Roth-Tannenhaum. Roth ist ein auch in Deutschland nicht unbekannter Tenor mit etwas kleiner, angenehm weicher Stimme, der besonders im zweiten Teil mit seinen palästinensischen Liedern gefiel. Die Begleitung am Klavier lag in den Händen von Frau Roth- Tannenbaum, die auch einige Solo-Stücke brachte. Weitere Klavierkonzerte gaben vor allem Frank Pollak, ferner Abiassaf Bernstein, und bevorstehend ist eines von Josette Stern im Teltsch-Haus auf dem Carmcl. Ein Gastspiel mit einem schwierigen und gut gemeisterten Programm gab das Weiß gerber-Sadri- Quartett (Schumann, Brahms), bei dem besonders Frau Burstein- Arber (Klavier) neben Andreas Weißgerbe! zu erwähnen ist. Aus Opern sangen Lydia Lipkowska (Koloratursopran) und jehuda Har-Me lach (Bariton), und der Haifaer Juval-Chor unter Sufimann gibt ein Konzert für Chöre und Gesangsquartette. Alfred Markus, Haifa Toscanini im Rundfunk Wie wir hören, soll das von Toscanini dirigierte Konzert des neuen Palästinensischen Symphonie-Orchesters (״Hubcrman-Orchester“) am 30. Dezember in Jerusalem durjh den palästinensischen Rundfunk übertragen werden. Es wäre zu wünschen, daß der palästinensische Rundfunk aus diesem Anlaß ein Arrangement mit einem e uropäischen Sender wegen Uebernahme der Sendung träfe, damit die Möglichkeit eines Empfanges auch in Europa besteht. Denn der Jerusalemer Sender ist in Europa nicht zu hören, zweifellos aber würden Tausende von jüdischen Rundfunkhörern aller europäischen (und amerikanischen) Länder mit größtem Interesse diese Sendung von Jerusalem aufnehmen, wenn sie ihnen durch einen europäischen Sender zugänglich gemacht würde. Die Schule In Talpioth K. L. J e r u s a I e m, im November Die Wirkung der neuen Alijah aus Deutschland tritt iti der Hauptsache im Wirtschaftsleben des Landes in Erscheinung. Das ist bei der Struktur der aus Deutschland eingewanderten Juden erklärlich. Dennoch gibt cs auch zahlreiche Gebiete des kulturellen Lebens, auf denen sie sichtbar in Funktion getreten sind, besonders in Wissenschaftlicher und künstlerischer Hinsicht. Hier soll nun von einem Unternehmen berichtet werden, das auf dem Gebiete der Pädagogik liegt und. von Menschen aus Deutschland ins Leben gerufen wurde. Es ist die Schule in dem Jerusalemer Vorort Talpioth, die nunmehr seit zwei Jahren besteht, von der früheren Leiterin der heutigen Theodor - Herz! - Schule in Berlin, Paula Nathan, gegründet und geführt, die sich als Fortsetzerin des Erziehungswerkes jener Berliner Schule in Palästina betrachtet. Die Schule in Talpioth umfaßt einschließlich dem ihr angegliedcrten Kindergarten 170 Schüler, darunter mehr Knaben als Mädchen. Sie ist keine sogenannte ״Ucbcrgangsschule“, die den neu eingewanderten Kindern das Einlebcn, besonders in sprachlicher Hinsicht, erleichtern soll, sondern eine normale palästinensische Schule. In 10 aufsteigenden Klassen führt sie die Kinder bis zu einer Stufe, die z. B. für den Besuch von Fachschulen erforderlich ist. Etwa 60 Prozent der Kinder haben aus Deutschland eingewanderte Eltern, der Rest stammt aus anderen Kreisen des Jischuw. Es bestellt der Plan, dessen Verwirklichung jedoch aus finanziellen Gründen noch nicht möglich war, später der Schule selbst eine Fachschulausbildung in Gartenbau und Handwerk anzugliedern. Schon jetzt sind Gartenbau, Tischlerei und Kochen für alle Schüler Pflichtfächer, wobei es sich gezeigt hat, daß Knaben und Mädchen ohne Unterschied an ihnen interessiert sind. Der Typ dieser Schule ist für Palästina neuartig, da das Land bisher nur Volksschulen und Gymnasien kannte. Diese Schule will keine Akademiker erziehen, die auf den zahlreichen Gymnasien bereits in sehr großer Zahl vorgebildet werden. Es sollen in ihr vielmehr gebildete Menschen für das praktische Leben erzogen werden. Aus diesem Grunde will sic bewußt nicht bis zum Abitur führen, das dem Sinn ihrer Arbeit geradezu widersprechen würde. Auch auf pädagogischem Gebiete verfolgt die Schule Wege, die in Palästina vielfach nicht gegangen werden, In den Schulen des Landes wird oft übermäßig viel Buch• wissen gelehrt, ln den Oberklassen herrscht zumeist der theoretische Unterricht völlig vor. Turnen, Zeichnen, Musik, Gartenbau usw׳. treten demgegenüber ganz zurück. Dies hält die Talpioth-Schule für einen Irrweg, der zu einer übermäßigen und einseitigen Belastung der Jugendlichen führt, und sie versucht daher, eine allseitig umfassende. Erziehung zu geben. Dabei blefKt es klar, daß die Kinder — besonders in der Sprache — ein gründliches Wissen erwerben müssen. Die Lehrer — augenblicklich 15, darunter einige Teil• kräfte — stammen außer der Leiterin z. T. aus dem Osten, haben aber eine westeuropäische Ausbildung genossen, z. T, sind sic iin Lande geboren und erzogen. Ein kleiner Teil kommt aus Deutschland, lebt aber bereits lange in Palästina. Diese Zusammensetzung bringt naturgemäß manche Spannungen, hat sich aber dennoch sehr bewährt. Der Lehrplan ist insgesamt mehr naturwissenschaft• lieh als humanistisch gerichtet. Tcnach, Mischna und Agadah bilden die jüdischen Kernfächer. Englisch beginnt nach vier Schuljahren, Arabisch nach sechs Schuljahren. Beides sind Pflichtfächer. Es wird Schriftarabisch gelehrt. Die Kinder, di« erst später mit Arabisch begonnen haben, machen trotz positiver Einstellung dazu gelegentlich Schwierigkeiten, die wohl mehr gefühlsmäßig zu erklären sind, während die Sprache bei den Jüngeren selbstverständliches Lehrfach ist. Man be• müht sich, es nicht als gewöhnliches ״Fach“ zu lehren, sondern als eine Sache künftiger Lebensgcstaltung. Die Erfolge im Hebräischen sind sehr groß. Dies! zeigt sich z. B. i׳m Aufsatz. Neu cintrctende Kinder komme# entweder gleich in die ihrem Alter entsprechende Klasse, oder sie rücken von der untersten Klasse allmählich .ihrem, Sprachverständnis entsprechend auf, oder sie kommen in de# verschiedenen Fächern zunächst in verschiedene Klassen.. Besondere Schwierigkeiten sind dabei relativ selten. Während der Unruhen wurde der Schulbetrieb bis zum Beginn der Ferien in Talpioth aufrecht erhalten. Nach den Ferien wurde er aus Gründen der Sicherheit für vier Wochen in die Stadt verlegt und ist jetzt wieder in Talpioth, wo die äußeren Arbeitsbedingungen viel günstiger sind. Die Kinder aus Talpioth und der Kindergarten blieben die ganze Zeit hindurch an der alten Stelle. Geistig ist der Einfluß dieser Monate auf die Kinder natürlich sehr stark gewesen. Im allgemeinen stehen sie heute abwartend und weniger aggressiv diesen Dingen gegenüber als früher. Die Schule wird von einem Sch ul verein getragen und untersteht pädagogisch dem Waad Leumi, der sie mit einem — allerdings ganz kleinen — Betrage subventioniert. Ihre materielle Lage ist sehr schwierig, zumal sie es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Brücke zwischen den neuen Einwanderern und dem alten Jischuw zu schlagen. Sie will keinesfalls die Schule einer bestimmten Schicht sein. Ihn dieses Ziel zu erreichen, und für die Dauer zu sichern, wäre es gut, wenn ein größerer Kreis ihr helfend zur Seite stünde, nicht zuletzt auch die Kreise in Deutschland, aus deren Mitte die Idee dieser Arbeit hervorgegangen ist. Ihr weiterer Ausbau — nicht zuletzt der oft angeregte Plan eines Internats — hängt von der Finanzierung ab, so daß es wünschenswert wäre, wenn weitere Kreise sich damit beschäftigten. Ein Führer durch das Erziehungswesen Das P a 1 ä s t i n a - A m t Berlin und die Hit achduth Olcj Germania haben sieh mit der Herausgabe des Heftes ״Chinuch“, Führer durch das hebräische Schul- und Erzichnngswcscn in Palästina (bearbeitet von Jakob Sandbank und Gurt Worin an 11) zweifellos ein Verdienst erworben, weil in dicker Biaweluire wohl zum erstenmal in deutscher Sprache cm so umfassender Uebcrblick über das hebräische Er/iehimgsweseii Palästinas vom Kindergarten bis zur Hochschule gegeben wird. Sowohl für diejenigen Eltern, die ihre Kinder von hier aus in palästinensische Schulen schicken wollen, als auch iiir einen nicht unbedeutenden Teil der Alijah aus Deutschland in Palästina wird dieses Heft ein willkommener Wegweiser durch die ii hergroße Zahl von Schulsystemen und AiisbiUhmgsmüglichkciten sein. Dia Einleitung gibt einen gedrängten, aber sehr instruktiven Uebcrblick ü her die fl 11 t w i c k 111 n g d e s h c b r;i i s c!1 tu Unterrichtswesens und macht mit den bestehenden Problemen vertraut. Ls folgen dann Angaben und Aufzählungen über Kindergärten, Volksschulen 11ml höhere Schulen, und zwar so detailliert, dal) der Leser sich sofort über den. Charakter und die Ausbildiingsziele jeder Anstalt klar werden kann. Auch die Angaben über die Aiisbildungsmöglichkeiten in Hauswirtschaft, Technik und Handwerk, Handel, Kunstgewerbe und Musik werden vielen willkommen sein. Von Bedeutung sind ferner die Mitteilungen über die Fortgeschrittenen-Ausbildung in Lehrer- und Kindergärtnerinnen- Seminaren, der Technischen Hochschule und der Universität. Nicht genug damit, gibt das Heft überdies im Anhang noch eine Ucbersicht über Jugendbewegung und Jugendpflege in Palästina, sowie über die Möglichkeiten der Erwachsenenbildung in den hebräischen Sprachkursen der Hitachduth, in der! Bibliotheken und den öffentlichen Vortragskursen. Einige Hinweise auf das Theater-, Konzert- und Museumswesen schließen das Heft ab, dessen Ausführungen niemals trocken wirken, sondern in sehr anschaulicher und instruktiver Form dem Leser den Weg /,eigen. Degeneration der arabischen Rasse? In der ״Deutschen Medizinischen Wochenschrift‘* findet sich ein ״Beitrag zum Rasseproblem aus der Praxis im Orient“ von dem deutschen Arzt Dr. O. Rubitschureg, Jaffa, der aus seiner über ein Jahrzehnt währenden ärztlichen Tätigkeit unter der arabischen Bevölkerung Palästinas den Versuch macht, Schlüsse auf die Erhaltung der arabischen Rasse unter den gegenwärtigen sozialen Bedingungen zu ziehen. Der Verfasser weist darauf hin, daß bei den Arabern zur Erhaltung der Rasse Familie und Sippe dienen und bespricht aus diesem Grunde eingehend die familiären Verhältnisse unter den palästinensischcn Arabern. Er stellt fest, daß die soziale Lage der Frau sehr schlecht und infolge eines übersteigerten Sexuallebens die Geschlechtskrankheiten außerordentlich weit verbreitet seien. Er folgert aus seinen Darlegungen, daß ״schrankenlose Zeugungs- und Befruchtungsmöglichkeit allein keine Rasse erhält. Besondere Verhältnisse, Mangel an Verantwortungshewußtsein und Geschlechtshygiene, Unwissenheit der Mütter, Inzucht, Mangel an Erziehung der Kinder, Mangel an hygienischen Gesetzen und Befangenheit in religiösen Ueberlieterungen führen bei der arabischen Rasse zur Degeneration und zum Niedergang“. (!וווו!וווו1)1!ווווווו!ווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו>ווווווווווווווווווווו1)1וווווווווווווווווווווווןןןווווווווווווווווווווווו1)1ו Tel-Awiw dehnt sich aus bin Zeichen dafür: Der Sehabbatbläser, der am Freitag• abend den Eintritt des Schabbats durch Trompetenstöße bekanntgibt und dadurch zum Schließen der Geschäfte auffordert, konnte bis vor kurzein zu Fuß gehen: jetzt braucht er eine Droschke, um überall rechtzeitig zu sein. Foto; Laiar Dünne» Palästina wird befestigt Dem Tschechos! o w a k i s c 11 e 11 Pressebüro wird gemeldet: Die britischen Truppen fuhren große Befestigungsbauten einerseits in den Bergen in der Umgebung von Nablus, andererseits an der Nordgienze Palästinas gegen Syrien zu and an der Traiisjordangren/e gegenüber Syrien und dem Irak durch. Bisher ist es nicht sicher, ob diese Befestigungsarbeiten nur mit der f rage der Sicherheit Falästinas Zusammenhängen (aus Syrien und dem Irak wurden während der Unruhen Waffen nach Palästina gebracht und bewaffnete Banden überschritten die Grenze) oder ob dies mit der a 11 g e m e i n e n p o 1 i t i s c 11 e 11 Lage im Mittel-1 meer in Verbindung steht. Bowmans Abschied Zu Ehren des von seinem Amte zurücktretenden Leiters! des Er/iehungs-Dcpartmcnts der Palästina-Regierung II. E. Bo w man. lind seiner Galt in veranstaltet« der Nationalrat der Juden Palästinas (Wand Leumi) im Saale des Keren Hajcssod-I lauptgebäudes einen Empfang. Die Veranstaltung wurde von dem Vorsitzenden des Waad Leumi, Ji/chaK! Ren Zwi, geleitet. Ansprachen hielten Rabbi Meir Berlin« Rabbi Bcrinann im Namen der Erziehungs-Abteilung des! Waad Leumi und Dr. V Katznelson im Namen des Direktoriums des Waad Leumi. Ben Zwi überreichte den Gäste«! eine Bibel in einem in der Kimstgewerhesclmle Bezalel her-׳ gestellten künstlerischem Siihereinhand. Mr. Bovvtnan sprach Worte des Dankes für die ihm zuteil gewordene Ehrung und gab Erinnerungen aus seiner Arbeit in Palästina wieder. Pachteinnahmen des Keren Kajemeth. Die Einnahmen des Keren Kajemeth aus der Verpachtung städtischen und ländlichen Bodens Italien im Finanzjahr 5696 10 042 Pfund betragen. Hierbei darf nicht übersehen werden, daß in «1er zweiten Hälfte des Jahres (las Ein/iehen der Pacht infolge der Unruhen erschwert war; trotzdem haben die Pächter etwa 90 °,0 «les fülligen Pachtscliillings bezahlt. Die Einkünfte aus Pachtgeldern waren im ah״elaufcncn Finanzjahr tim 43 0/0 höher als im Finanzjahr 5695. ״Meeres-Liga“ in Tel-Awiw. Nach dem Muster ähnlicher Gesellschaften in anderen L,ändern ist in Tel-Awiw eine jüdische ״M ecres-Liga“ gegründet worden, die es sich zur Aufgabe macht, Propaganda für den Seemannsberuf unter den Juden zu treiben. Mit Rücksicht auf dem neuen Hafen in Tel-Awiw kommt der Gesellschaft besondere Bedeutung zu. Es wurde cirt aus 46 Mitgliedern bestehender Rat gewählt. An die in Haifa bereits bestehende Meeres- Liga, an das Komitee des Tcl-Awiwcr Hafens und an ■die Hafen-Arbeiterschaft wurden Bcgriißungstclegrnmme gerichtet. In einer Resolution wurde gefordert, daß der jüdische Dampfer ״T e i - A v i v“ wieder in Dienst gestellt werde. Die Jewisb Agency hat auf Wunsch des Marine-Komitees der Handelskammer und anderer interessierter Kreise eine Zweigstelle ihres Marinc-Dcpartincnts in Haifa errichtet. (Schluß des Palästina-Teils) t

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