Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 98 (8.12.1936)
- Date
- 1936-12-08
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 2 KINDER-RUNDSCHAU Nr. 23 4?»%| 5k ü «»ווו! ü 1 Im Tempel in Jerusalem stand eine Menorah aus lauterem Gold. Die Menorah brannte Tag und Nacht und ging nie aus. Da kamen die Syrer nach Jerusalem, vertrieben die Juden und stellten im Tempel einen Götzen auf. Die Menorah sah den Götzen und erlosch sofort. Denn sie sprach: ״Ich will mein reines Licht nicht diesem Götzen spenden.״ Der syrische König aber erzürnte und rief: ״Zündet sie an!״ Man steckte die Menorah an, und sie brannte nicht. ״Holt Oel!״ befahl der König seinen Dienern. Man brachte ihm Oel. Der König goß Oel aut die Menorah, steckte sie an, aber sie brannte nicht. Er steckte sie nochmals an, und sie brannte wieder nicht. Der König staunte und sprach: ״Sicher gibt es ein besonderes Oel für diese Menorah.“ Und wirklich, im Tempel gab es ein schönes Oel dafür. Viele Krüge mit reinem Oel standen im Tempel, die für die Menorah bestimmt waren. Die Krüge hörten die Worte des Königs und zitterten. Sie fürchteten, daß man an sie herangehen werde. Die Syrer fanden sie und brachten sie vor den König. Der freute sich und sprach: ״Jetzt wird die Menorah Zeus zu Ehren brennen!“ Der König öffnete einen Krug und staunte sehr, da er solch schönes Oel im ganzen Lande noch nicht gesehen hatte. Er staunte auch über den seltsamen Geruch des Oels, das wie Weihrauch duftete. Da goß er dieses Oel in die Menorah und versuchte sie anzustecken, aber sie brannte nicht. So versuchte er es mit dem Oel aus allen Krügen, aber die Menorah brannte nicht. Da erzürnte der König, schleuderte die Menorah auf den Boden, stieß die Krüge mit den Füßen, verließ den Tempel und schloß die Tür hinter sich. Die Krüge fielen um, und das Oel floß heraus. Nur ein kleiner Krug, der in einer Ecke stand, blieb ganz unberührt. Ruhe herrschte im Tempel. Der Götze stand stumm da, nur die Menorah und das verschüttete Oel weinten leise: ,,Warum haben mich die Syrer ausgeschüttet!״ Der kleine Krug aber stand in der Ecke und zitterte: ״Vielleicht kommen die Feinde wieder .. .״ So vergingen Tage und Nächte. Auf einmal vernahmen sie Gesang von draußen und Schritte. Jemand näherte sich dem Tempel. Die Menorah zitterte: Die Syrer kommen wohl wieder! Und der kleine Krug erschrak und sprach: ״Die Syrer kommen, sie werden mich umstoßen und mein Oel verschütten.״ Aber umsonst war ihre Angst. Es waren nicht Syrer, sondern Juden kamen in den Tempel, denn Jehuda Makkabi sammelte die Helden aus Israel, überfiel die Syrer und vertrieb sie aus dem Lande. Und jetzt kamen sie mit Gesang und Fahnen. Als sie im Tempel waren, zerbrachen sie den Götzen und warfen ihn hinaus. Die Menorah brachten sie an ihre frühere Stelle und putzten sie. Dann wollte Jehuda die Lampe anzünden, aber es war kein Oel da. Alle Krüge waren umgestoßen und das Oel verschüttet. Er erzürnte sehr: ״Wo nehme ich nun Oel her?״ Da rührte sich der kleine Krug und rollte bis zu Jehuda hin. Jehuda hob das Krüglein, das voll reinen Oels war, auf, goß davon in die Menorah und steckte sie an. Es wurde hell im Tempel! Jehuda war aber noch besorgt: Der Krug ist klein und wenig Oel ist darin. Es kann nur für einen Tag und eine Nacht reichen. Was machen wir morgen, übermorgen? Es müssen doch acht Tage vergehen, bis wir neues Oel uns verschaffen! Aber es geschah ein Wunder! Ein Segen steckte im Krüglein. Man goß Oel aus ihm aus, und es blieb immer voll. Jeden Tag holte man aus ihm Oel, und es war wieder voll wie vorher. Acht Tage und acht Nächte lieferte so das Krüglein Oel für die Menorah. Levin Kipnis. Aus: Chanukka letinokot. Uebertragen von F. R. m SgP Wettkampf der Trendel ■לתחרות ־ 0’jf’p! 85ת לוין In deutsche Reime gebracht von Mascha K a 16 k o Trompeten erklingen, Und Glöckelein singen: *Heu te großes Trendel *Fest״ — Wer sich da wohl sehen läßt? Ein ganz gewöhnlicher Trendel aus Holz Vermaß sich mit Stolz, Einen echten Schwergewichts- Trendel von Blei Herauszufordern, wer stärker sei. Do strömten herbei die Trendel in Mengen, Im riesigen Kreis gab's ein Stoßen und Drängen, Und die zwei Meister, mit zierlichem Schritte Traten zum Tanz an, und hüpften zur Mitte. Stille und Schweigen herrscht ringsum im Kreis: Wer von den beiden gewinnt wohl den Preis? Erst fingen die zweie ganz langsam an, Ein Drehen und Neigen zur Seite begann. מ^עים 33צ1צר1ת,?לצלצלים 93עמירםן ׳על??גדש לממבים 5ג למביבינים! מה.יש ז?ביבין של מליל יצא לר.ח$רית עם סביבין של 1יליל. לחקבצו?דיבורם ן:,מירם׳ המירם,??די מסביב?מע^ל ןדיל, ישני כמביבונים $3וף;צאו??ח1לי ומסב ב שקט;הס ־־ מי ומי 5י_קבל את לבךס ז-• לתלילו לשנים אט־לאט ממתיבבים ונוטים אל ןל?ד. Dana tanzten sie rund, — so rund, ungelogen. Wie Kreise, die scharf mit dem Zirkel gezogen. — Ein Meiscerschafts-Wettkampf Im Trendel-Sport! Tfa, und dann begann erst das .Kreisen an Ort״. אוור עגו עגל׳ T \ T יצאו?מי ב??חו^ה, ומ;ד ־?מדו ללמתוגב על?לקים או!ד- Das ging unaufhörlich. und Runde auf Runde, Sie ruhten auch nicht eine Viertelsekundel Eine Stunde verging, eine zweite verstrich. Doch die zweie, die drehten und drehten sich . . למתיבבו־למתיבבו בלי?ל ןגע, מבלי לניס אף לרגע.?ברה שעה׳?ביי שע9ים -!לשדם ריקדים?דין* Die Sonne versank, und die Dunkelheit kam Doch das Drehen und Kreisen kein Ende nahm. Es nahte der Abend, es kam schon die Nacht, Und der Wettkampf war noch nicht zum Abschluß gebracht. Der Mond ging schon aut, und ihm folgten die Sterne. Dos Publikum gähnte und zog in die Ferne. So mancher verschwand und schlich heimlich nach Haus, Da rückten zuletzt selbst die Preisrichter ausl Ganz leer lag der Sportplatz, verwaist und vergessen. Die beiden jedoch fanzen fort wie besessen, — Erst tags darauf, beim Morgenrot, Fand man sie hingesiredd, halbtot Und tief erschöpft vom wilden Streife, Ein )edes still auf seiner Seile. Sie lächelten im Schlaf. — Man sah: Die träumen jetzt von Chanukkaht שקעה לשמש׳?א לערב - ןך.ם איןם אימרים //הרף!" ןא הליל ןא לליל ־־ ןעו1 ריקדים?ר*הליל.;?א ל;ךס׳;?או הכאבים - וינאקמים לסזזילי שבים, אלד״אלד ל3ךר2ד• שבו, גם לשימטים את למקים?ןבו* דיק למגיש׳ שקט בכל - ולשנים עיןם ייצאים??היל... רק בבקר, עם איר חיים, נ??אי שרלם מ?לים %ם" שרלם שיקבים על ל?ך, ןה לבד ןןה לןד" ושרם ש$ה?תוקה ןה1למים ןןלים של n^q י•