Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 98 (8.12.1936)
- Date
- 1936-12-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. V8. 8 XU. 1936 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 5 Ein Stückdien ״Zenne-reime“ Zar ilaftaroh für Sdiabbat Chanukkali D er ״jüdische Winter“ ׳Auswahl aus der Ausgabe Sulzbach 1826, Transkription und Anmerkungen von Dr. Rabinowitz, Leipzig ״Zenne-remie“ ist verstümmeltes ,,Ze’ena u-rc’ena“ (rieh aus und siel»!) So betitelte der Ruhhiner Jakul) l>or» Isaak Aschkenasi (ca. 1550-—1628) seine populäre jfidi .ch-dcutsche Ucker- Setzung des Pentateuch» und der Meyillolh. Diese gemütvoll erzählte, haggre ILrh ausgesclmiiicl,! e l’.uaphrase zur Thora wurde zum VuHv->l.mrl», das!ab in unsere Zeit unzählige Male aufgelegt wurde. Audi ,,Tattsdi-("liumesel!“ genannt, war das Buch den Jiddkdi. Sprechende» r in Er-atz für protan-tjelletrisfische Literatur. Sprachlich 2r!gt es den Slanj der jiddisehen Sprache zu Ende des 10. Jahrhunderts. IVir bringen hier als Leseprobe ein Stink i:1 der jiddischer) Originalform nebst. erkliiremJcu Anmcrktmycii, die das Verständnis jedem Leser möglich machen weiden. Der Trun-kripl ion der 110brfiisclien Zitate ist die aselikcnn-isehc Aussprache zttgiuude gelegt. — Dr. R. Roni wessimebi Lass zijatin — wenn rooseln'acli wert komen, wert hakodaitseh-boruch-liu1) sagen zu der Stadt zijaun: sing and ,sei fröhlich, du sladt zijaun, denn ich will kommen und will ruhen zwischen dir. Und sie werden sich beheften Viel umans!) zu linkodtiuscft-horach-hu an dem selbigen tag, und sie werden sein ein Volk und ich will ruhen zwischen sie. Wcnochal haschem ess jehudo — und jissroel werden erben und jarschen1) illichcr sein chejlelc4) an dem heiligen land, und Er wird nuserwähien jeruscholajim.... Wijcliausckua hojo lowuseh begocliin zauim — er hat an jehauschua beschmierte kleider, Flaumer•'1); die awejrauss״) die »ein gleich als flecken an den menschen; aso auch der jehauschua hat sein kind nit gewehrt zu nehmen ge- Wachaus’). Und der mal ach') war schreien auf jehauschua, er soll abtun die kleidcr, die da beschmiert sein; denn wenn du werst abinn die kleider, und du werst anlun hipsche kleidcr, da wert dir gott matichel sein״) die nwejrauss. Kau omar haschem zewoauss — aso hat gott gesagt zu jehausclrua: wenn du werst gehen in mein weg und du werst richten mein haus, da werstu sein ein herr über mein haus in mikdosch1״). Wcnossnti loch ivmhkiiiin bejn hoaumdiin hoejleh — er sagt der malach: wenn du werst tromm sein, da will ich dir geben lang leben leaulom Imboh11), gleich als die malochim1-), die da ewig leben, die da slehen ewig vor liukodausch-boruch-hu.... Wajoschow hamaloch hadauwejr bi waje-irejni — der malach war mich auf wecken gleich als man ein aul weckt von sein schlaf und sagt zu mir: was «ehstu? da sagt er: ein louchter ein gildnen sehe ich, und über den leuchlcr is gewesen ein groß hecken, das man pflegt öhl drein zu tun, und sieben rühren sein gewesen zu dem leucht er. Und von dem bocken sein gewesen sieben kleine rölirlich, und itlidic röhr von die leuehter war öhl rinnen durch die selbige röhrlieh aus dom hecken. Und dernach hab ich wieder gesehen zwei öhl-boer-bilum, das man öhl draus macht; ein bäum stund auf die rechte seit von dem beeken, und ein bäum stund von der linke seit von dem beckon, khuimer: es soll kein öhl abgelin. Das meint der possuklä) allliie: uschnajim sejjssim oleho. Woaan woaumar el hamaloch hadauwejr — ich hab der» malach gefragt: was ist das, daß der 8111-beer-baum macht von sich selbert öhl rinnen in das beeken, und von dem beeken rinnt das öhl selbert auf den leuehter in klicke röhr, und kein mensch arbeit niks? Darzu: lau wechajil welau wekauach — ki im beruchi omar haschem zewoauss: er an(wort der malach: ich will dir sagen, was das beteut: gleich als du sehst, daß der!lEuim macht von sich selbert öhL rinnen in das bocken und das beeken macht von sich selbert rinnen öhl auf die menauroh1*) auf itliche röhr — aso wert auch sein gebaut das bejss-hnmik (losch durch gott selbert und nit durch hünd von die leut. Das beteut der banm und die leuehter. Mi ato har hagodnul — er sagt: wenn es gleich wert sein vor die reschoim15), die da mewatell־) welln sein das bauen von bejss-hamikdosih, gleich als ein großer herg, den man nit kann gewaltigen, aso werden gedenken die reschoim, es ist nit möglich zu Lauen an das bejss-hninikdosch; aber vor serubowel den zadik wort das bauen gar gering ankommen, gleich als ein hipsch gleich fehl, das gut ist, zu bauen darauf, wehauzi css hoowen — aso als sie haken den ersten stein gelegt zu bauen das bejss-hamikdosch, aso werden sie auch ausbauon das liejss-hamikdosch ganz. l) Der Heilige, gelobt, sei er; 2) Völker; ») eiben; *) Anteil; s) das heil'.t; 6) Sn!u len; ’) geschiedene Frau (״.ich dem Keligiousgesetz darf ein Knhcn keine Geschiedene ]Ktiraten); H) Engel; ») wr- Zeihen; »oj Ilcilijptim; 1!) in der küntligen Welt; 12) Engel; i5) Schriltvcrs; M) l.curhter; J6) Brisen; ״) vereiteln. W1«1mtt1(mtmmmn11t1m[tu1t11tft1fflmt111mrm1t1mmrmmna1tft1ra1n1ntmmmr1tmt1wmttM!111wnmmwm1111H1B» Neue Bücher von Martin Bubcr Der Schock en-Verlag gibt soeben die zweite Auflage von Martin Hubers ursprünglich lli32 erschienenen Werk ,,Kö- 11 i g t u 111 Gottes“ heraus. Dieses Buch ist der erste Band einer großangelegten Arbeit, die den Gesamttitel trägt ״Das Konnncndc. Uitiersudningen zur Entstehungsgeschichte des messiatiischen Glaubens.“ Die zweite Auflage ist, wie Bubcr mittcilt, sachlich wenig verändert, nur in den Anmerkungen ■wird auf einige Einzelheiten der Diskussion ««gegangen. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit fünf öffentlichen Aeuderangen stellt Bubcr dein Buche in der Form eines Vorwortes zur zweiten Auflage voran. Die Gelehrten, auf deren Einwände er antwortet, sind vier christliche Theologen und ein Jude: Ludwig Köhler. Wilhelm Gaspari, Walter Baumgartner, Gerhard v. Rad und Jecheskel Kaufmann._ Hierzu kommt dann noch «ine Auseinandersetzung mit Elias Auerbach, der in einer Anmerkung im zweiten Band seines Werkes ״Wüste und gelobtes Land“ ’Btibcrs Anschauung ablehnte. Die mit Belegstellen und überaus umfangreichem Material gestützten Ausführungen Bubcrs zeigen die Gründlichkeit, auf der das Gebäude der Buhersdieti Konzeption aufgebaut ist. B!1l>er stellt in Aussicht, daß auch die Fortsetzung des Werkes demnächst veröffentlicht werden wird. _ Zugleich erschien im Schocken-Verlag ein Buch Bubers, ,,Die Frage an den Einzelnen", entsprechend einem Vorträge, der Ende November 1913 vor den Studentenschaften der drei deutschen Universitäten der Schweiz gehalten worden ist und, im wesentlichen an Kierkegaard anknüpfend, die Frage nach der Verantwortung des Menschen in der heutigen Krise stellt. _ Im Verlag J. Kauffntann, Frankfurt a. M., erschien ein Gebet- und Erbauungsbuch für Israels Frauen und Mädchen zur öffentlichen und häuslichen Andacht von Fanny Neuda unter dem Titel ״Stundender Andach t“, durchgcseltett und bearbeitet von Martha Wertheimer. Das Buch enthält eine Reihe von Gebeten in deutscher Sprache. Eine kleine Anthologie von Leo Hirsch ״Wie der Sommer seine sommerliche Anmut und Schönheit in sich trägt, die uns lieb und teuer ist, so hat auch der Winter seine Anmut und seinen Zauber für uns, wenn es draußen gut kalt ist, der Wind bläst, der Frost brennt und sich durch die verschlossenen Fensterläden liindurchstiehlt und Verzierungen auf die Scheiben malt; und ihr sitzt init einer Gesellschaft in einem warmen, geheizten und vvohlbeleuchteten Zimmer am gedeckten Tisch vor dem siedenden Samowar, der kocht und gluckst und einen langen, dünnen Ton aussingt....“ Man sieht, Mendele Mochcr Sforim, von dem diese beiläufige Bemerkung über den Winter ist, kommt von der Betrachtung der Natur draußen sogleich auf den Menschen zu sprechen und mitten ins Zimmer herein. Aber obwohl ihm viele schöne und für die jüdische Literatur geradezu cntdcckcrische Naturbdrachtungeu zu danken sind, ist er der Möglichkeit gegenüber, Natur überhaupt dichterisch wiederzugeben, der größte Skeptiker. ״Die Natur beschreiben“, äußert er gesprächsweise mit epigrammatischer Schärte, ״heißt die Natur profanieren“, und dann, großartig radikal: ״lieberliaupt, na, kurzum: Natur! Es ist kahle Lüge! All unser Beschreiben, Schildern und Geniale hat gegen die Natur selbst solch ein Gesicht und gibt von ihr einen solchen Begriff, wie jene gewissen Bilder von der Maggadah, die in Wilna oder Berditsehev gedruckt ist, uns einen Begriff vom Auszug aus Aegypten gehen.“ Trotzdem ist der Winter der Liebling dichterischer Naturdarstellung, lind obwohl es sicherlich mehr poetische Dar- Stellungen der anderen Jahreszeiten und ihrer Stimmungen in der jüdischen Literatur des Ostens gibt, scheinen die winterlichen doch die eigensten und am kräftigsten erlebten zu bleiben, wie sich am Werk fast jedes guten hebräischen und jiddischen Autors erweisen ließe. Bialik hat einen schönen Zyklus Winterlieder geschrieben und darin einen überraschenden Grundakkord angeschlagen: die Freude am Frost. Der Dichter erwacht von früher Kälte und ״weiß nicht, wie jrlötzlieh solche Freude zu mir kommt“, so unerwartet neues Glück: ״Sieh, ein Wäldchen! Auf den Scheiben Wächst es frisch m Winferprseht, Ahrons Stab gleich aufgebläht Ist das Fenster über Nacht.“ Der Winfcrglanz, in dessen vom Frost gedichteten Walde dem biblischen Vergleich das Bild von beschneiten Tannen und Palmen sich freudig zugcseilt, hat ״die Seele mir erneut“. Der Schnee hängt Silberkettciien um die Telegraphen- An den Wegen Sibiriens / Von H. L e! w i k An den Wegen Sibiriens Mag einer jetzt noch finden einen Knopf, einen Senkel Von meinem zerrissenen Schuh, Ein Stück meines Gurts, von einem Lchmkrug den Henkel Ein Blatt aus dein heiligen Buch. An den Flüssen Sibiriens Mag einer jetzt noch linden ein splittriges Häppchen Meines ertrunkenen Flosse« vom See, Im Walde ein blutig verkrustetes Läppchen, Eingefrorene Tritte im Schnee. An Winter-Abenden / Von David Hoff»tefn An Winter-Abenden auf russischen Feldern, Wo kann man elender sein, wo kann man elender sein,•• Ein ältliches Pferdchen, ein brüchiger Schlitten, Ein verschneiter Feldweg — und ich inmitten. Von unten, im einzigen Winkel, im bleichen, Beginnt noch der traurige Lichtschein zu weichen. Vorn streckt eine weiße Wüste sich weit, Ferniiber versprengt hockt ein Dutzend Häuser, Dort dröselt ein Hof, versunken, verschneit. Zum jüdischen Häusclfbn gehn viele Spuren hin, — Ein Haus wie alle, die Fenster nur größer. Und unter den Kindern ich der Aelteste bin. Und eng ist mein Weltche!» und klein ist mein Rädchen! Nur alle zwei Wochen vom Hofe ins Städtchen. Und bangen im Schweigen der Fehler, der breiten, Der Wege, der Spar, der verwehten, verschneiten... Und tragen im Herzen die Schmerzen der harten Keime, die warten und warten.., An Winter-Abenden auf russischen Feldern, Wo kann man elender sein, wo kann man elender sein.•• Bergab / Von S. Sehnen* Wer friert, der mag sich wärmen, Mich freut der Schnee, wir grüßen uns, der Frost und ich! Die Welt ist klar und sichtlich ohne Sünde, Ich selber rein, unschuldig wie ein Kind. Hab einen langen Bart und auf der Stirne Falten Und hab mir heute einen Schlitten doch gekauft! So neu, so klein er ist, er knistert doch melodisch, Saus ich, wie Pfeil vom Bogen fliegt, bergab. Wa; macht es, daß er klein ist! Ein Wilder ist mein Schlitten Und feuriger als ein Araber-Pferd! Er lacht der Wellen Schnees, die ihm entgegen brausten mm Ein Augenblick — ade, ade, du Welt! Doch nein, er ist gezähmt, ich *— König seiner Wildheit, Und starke Muskeln halten seinen Zaum; Der Strick ist neu Und weich, die Hände Kisenzangem — Bahn frei! Balm frei! Ich saus hergab! Und weiße Jugend oben und weiße Jugend unten, Ie.11 rodle hach vom Berg, ein schwarzer Meteor! Der Schnee verschüttet mir die Augen mit Brillanten, Und Erd and Himmel drehen sich im weißen Kanu seil. Ich sause in den Abgrund, was ist mir Tod, was Leben! Ein weißer Schreck und Lust in eins gemischt. Die Häuser winzige Scherben, die Menschen Pünktchen, Pünktchen •— Ha ha, ich lieb sie alle, ich lach sie alle aus. Der Wind pfeift spöttisch noch und würgt mit kalten Händen, Mein Schlitten schleppt um! schleppt zur weißen S1 hloiderpfatme sich, Und ich — ich sehe stolz dem grauen Schreck ins Antlitz Und brülle in den Abgrund mit toller Adlerfreude! O jif* h av? Buchhandlung Martin Salomon ImP U w ■I vl i Berlin NO <*3, Hau• K5niB«traßa 79 ׳ ItWphon: E $ 2605 drähfe, breitet Tischtücher mit kristallenen Fransen über che Dächer, und selbst der Jeschhva-Bachur, ״mein Gesicht wie Kreide weiß“, spürt unter seinem dicken Eispanzer neue, geheime Kräfte: ״Und mein Eis, das schmeckt nach Frühling“, und eine Gewalt, ein Mut steigt im Herzen auf, von denen ״niemals niemand wallte“. Lyrisch gelöster, impressionistisch leichthin nimmt David Einhorn diesen T011 auf (״Der erste Schnee“): ״Weißlich»? SchneetlOckchen wiegen sich, wiegen fiel», Tanzen ver-pä Ir, toll lukig und frei. Etwas ist Icieilagsneu. Auf die M, 111er Hat sich ein Lächeln gelegt Und die gl.me. versteinerte Trauer Mil ben'e:;!i. hon, weißem Voile überzogen ... Es kiis-ci: und lalle״ die kühlen Scfineeflöckcbca Auf warme, ro-i״e Mädclicngesichtor . .. Achnlich, doch kunstvoller, in spielerischer Kunsfgewandt« heit rührt Leib Neidas die dämonisch romantische Saite des Winters an. Dies sein vielleicht gelungenstes Gedicht ist für eine ganze Epoche und Strömung der jiddischen Lyrik charakteristisch, cs gilt liier weniger irrtümlich Jüdisches aus« ztidrückcn, und über liaupt spielt das eigene Erlebnis eine ge• ringere Rolle als das Bemühen, die Sprache europäisch an* empfindlich zu machen, eine Art Salotifä 11 igkeit in der Lyrik zu erzielen. Vor allen derartigen Versuchen, deren Zahl Legion ist, steht eigentlich eine, allerdings noch jüdisch schlichtere, gröbere, aber auch kräitigere Troika-Ballade von Frag, neben ihnen und gegen sic die vielen diese Jahr/eit als Notzeit, als jüdische Elendszeit und Ghetto - Elend schildernden Winter* gedichte von Ilalpctn, Reisen 11. a. Typisch ist besonders David H of f s tc ins ,,An \\h;!!er-Abe׳ulen", wo die Trostlosigkeit des Winters nicht v1!״ hnieo. '•andern von der Landschaft, vom öden Bild ln-r d;11 gestellt wird, und dann mit all der wehmütigen i)10,11;/ der Eiinnerimg an sibirische Winterleiden H. Leiwiks ״An den Wegen Sibiriens“. Die« alles sind berühmte Verse (nur deutsch erscheinen sie erstmalig hier), und sie könnten wieder einmal die übliche Mel* nung von der_ jüdischen Natiirirenulheit bestätigen; tatsäch* lieh hat der Winter aber in anderen Sprachen wenige so be» geisterte Troubadours gefunden (in deutscher seit Klopstocks Eislauf-Ode nicht eiien viele bekannte mehr) wie gerade hier, 11 n d auf Ilialiks hymnischen Zyklus folgt schließlich Salm an Sehne ur, ohnehin in Vers und Prosa der winterfroheste Lobsänger, mit seinem übersdiäumtiidcn ״Bergab1־', In einer Wintermuht l Von Leib Neida• Aut dem Feld, dem mowleshenen. Schwimmt der S.iuure in Traumeswellen Zur Nadit. — Klingt d:1eiste WinlcrghVkcriien, Brennt ,!;>• (,hü k auf (feinen Bäckchen Und lade. Will״:'!;, heben sich, enteilen Schnee -eia v. leg ne Silber sä ulen Und stehn, Und sie suchen sich und finden t Und sie kosen mit den Winden, Vergehn. Hörst dti klingendes Gelächter, Siehst du lauter Schneenlöchter Im Tanz? Und sie führen Pferd und Schlitten, Winden uns aus weißen Blüten Den Kranz. Schmäh; Hände, weiße Schlangen Wollen, •scheint c., dich umfangen Geschwind, Wollen scheiden auf der Reise Uns in» schnei:ge;1 Pmadcibe, Mein Kind. Wie sie riiuhri•;; h di-di umgeben, Schon dich fassen, schon dich lieben Empor, Und dein .schlanker Leib nicht wehrt sich. Und irti schiele, und es hört, mich Kein Ohr, L'nd sic fühien und ov führen Dich <lt1!׳<h helle .W-eNiicr! Zum Raum, Und du um/.r׳> ihre Lieder,!'ml »■hiinmvni deine Ulitdcr Wie SU.aum. Und du .sc'iwebs‘ in w־ei?en Schwaden. SfraHeri wü1״,m »!ich und baden Dich sacht. Tanzend difh* >״e ganz verschneiter fielst dich wider, iic.mer weiter Und lacht. Fleischt .die Zähne, kiißt irn Scherz dich, Hätschelt., hält an׳, kalte Herz!lieh Gepreßt, Dreiist du. (liehst du die!», bis mitten Drin er dich in meinen Schlitten Fallen läßt... Sitzest wann im Pelzwerkfntter, Schnee verblendet wie Pcihnuttcr Den Schön bist du, du meine. Schwester, Dein« Augen — schwatze Nester Von Glück. Gib mir deine beiden Hände, Deiner Lippen frische Brände, Küß mich — Küßt der Schnee mit lauter Flocken Deine Augen, Lippen, Lacken Wie ich. Sämtliche Ucherlragungen von Leo Hirsch Graphische Mappe Hamburger jüdischer Künstler. Der Jüdische Kulturbund Hamburg gibt seine erste Graph!* sehe Mappe heraus. Sie erscheint in einer Auflage von 100 Exemplaren und enthält sechs nur für diesen Zweck hergestellte und handschriftlich signierte Blätter folgender Hamburgischcr Künstler: Erich Brill, Lore Eber-Feldberg, Kurt Loewengard, Ludwig Neu, Gretchen Wolilwill. Der Preis der Mappe beträgt RM. 10.—. Bestellungen an den Jüdischen Kulturbund Harnburg, Hamburg ll, Börsenbrücke 8, unter gleichzeitiger Überweisung des Betrages von RM. 10.— zuzägiieh 4Q Pi, Porto an das Postscheckkonto Hamburg 44 067.