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Jüdische Rundschau · 1936-12-04 · Heft 97 (4.12.1936) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 97 (4.12.1936)
Date
1936-12-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
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ו Nr. 97. 4. XII. 1936 JO D I S C HE RUNDSCHAU Seite 13 Wieder Terrorakte Schießereien und Terrorisienaktc werden aus verschiedenen Teilen des Landes gemeldet. In Akraba, einem Dorfe bei Nablus, wurde ein Fellache erschossen; ein im Dorfe wohnender Araber wurde als verdächtig festgenommen. Aut die P 0 1 i z e ist at i o n in Ludd wurden nachts Schüsse gefeuert. Im Laufe der darauffolgenden Untersuchungen wurden Fußspuren entdeckt, die zu einem benachbarten arabischen Dorf führen. In der Nähe von Petach Tikwah schoß ein Araber auf einen arabischen Ghaffir und wandte sich dann zur Flucht. Schüsse wurden ebenfalls auf einen jüdischen Hilfspolizisten bei Ejn Charod abgegeben. Im Zusammenhang mit dem Ucberfall auf den 45jährigen Joseph Hamburger, der, wie schon gemeldet, in der Nähe der Klagemauer durch Schüsse schwer verwundet wurde, ist ein Araber verhaftet worden. Eine Araberbande, die sich in den Bergen bei Tulkercm verborgen gehalten hatte, unternahm am Sonntag einen Angriff auf das Gefängnis in Nur ei Schcmsch in der Absicht, dort festgehaltene Terroristen zu befreien. Die Bande stieß auf heftigen Widerstand der Polizei und mußte schließlieh den Angriff abbrcdien. Von Nur cl Schcmsch haben im April die Unruhen ihren Ausgang genommen. Dort ereigneten sich die ersten Ueberfälle auf Juden. Gleichzeitig wurde zwischen Lydda und Migdal Zedek von einer zweiten Bande Der Einfuhrzoll für Palästina-Orangen Im englischen Unterhaus fragte Capfain Plügge den Schatzkanzler, ob er mit Rücksicht auf den bedauerlichen Mangel an spanischen Orangen im kommenden Winter als zeitweilige Maßnahme die freie Einfuhr der Orangen aus 11 cm britischen Territorium Pa- Iästina im Winter nach England gestatten wolle. Der parlamentarische Sekretär des Board of Trade, Dr. Bürgin, antwortete, die Frage der Aufhebung des Zolls für Orangen für irgendeinen Zeitraum vom 1. September bis 31. März sei eitle Sache, für deren Beratung der Beirat für Importzölle zuständig sei. Der Abgeordnete Williams wies darauf bin, daß für Orangen aus Palästina nur deswegen ein Zoll erhoben werde, weil man von den fiskalischen Beziehungen zwischen Pa- Iästina- und England eine unrichtige Ansicht habe. Er fragte, ob England nicht berechtigt sei, Palästina die Präferenz einzuräumen. Dr. B11 rgin verneinte dies. Captaia Plügge fragte noch, ob die Regierung überzeugt sei, daß genügend Orangen zur Verfügung stehen würden, uni der Nachfrage zu genügen und die Aufrechterhaltung der üblichen Preise zu sichern. Miß W i I k i 11 s o n fragte, ob cs nicht dringend notwendig sei, daß die Regierung die Angelegenheit in die Hand nehme mit Rücksicht auf die unbedingte Notwendigkeit der Versorgung der Kinder mit Orangen während der Wintermonate und auf die Schwierigkeiten des Ankaufs durch die minderbemittelte Bevölkerung zu den gegenwärtigen Preisen. Die beiden Fragen blieben unbeantwortet. ein Angriff auf Polizei durchgefülirt. Der Kampf dauerte über eine halbe Stunde. Die Araber wurden vertrieben. Die Verfolgungsaktion steht unter der Leitung des jüdischen Polizei- Offiziers Schiff. Aut einen jüdischen Wächter in Pflanzungen bei Hcrzlia wurden Dienstag nachts von mehreren Seiten gleichzeitig Schüsse abgefeuert. Man fand Spuren, die nach einem benachbarten arabischen Dorfe führten. Auch auf jüdische Wächter bei Petach Tikwah sind Schüsse abgegeben worden. Ein kühner Raub Überfall wurde Sonntag abend auf der Chaussee in der Nähe von Tulkercm verübt, wo zehn Autos von einer Bande bewaffneter Araber zum Halten gezwungen wurden. Die Insassen, Juden und Araber, und, wie verlautet, auch Polizei-Offiziere, wurden völlig ausgeraubt. Die Banditen feuerten Schreckschüsse in die Luft und entkamen. Der 60jährige Dow Bcrchard, Wächter in einer Fabrik bei Haifa, wurde im Laufe der Nacht auf Montag aus dem Hinterhalt angeschossen und schwer verwundet. Der Angreifer entkam. Auf Grund der Schießereien in Jerusalem sprach eine Delegation des Waad Leu 111 i, geführt von Ben Zwi, beim Gouverneur vor und brachte auch die Frage der Sicherheit in der Altstadt itu allgemeinen zur Sprache. Der Gouverneur versprach, von allen Mitteln Gebrauch zu machen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Von der Woche Die Tageszeitung ״El Dschamea el Islamia“ berichtet aus Bagdad, daß König Ghazi beschlossen habe, eine DeSegation, der sich auch Vertreter der andern arabischen Herrscher anschließen sollen, nach Jerusalem zu entsenden, um mit der Kgl. Kommission Fühlung zu nehmen. Wie die JTA. erfährt, hat Emir Abdullah von Transjordanien bei seinem letzten Aufenthalt in Jerusalem in Begleitung des früheren Bürgermeisters Ragheb Bey Naschascliibi dem Vorsitzenden der Kgl. Kommission, Lord Peel, einen Besuch abgestattet. Lord Peel, der Vorsitzende der Kgl. Kommission, besuchte letzten Sonntag das Kinderdorf in Ben Schemen. Nach einer Meldung in der arabischen Zeitung ״Adifaa“ soll der Flughafen in Ludd die Steile Kairos als Englands Hauptstützpunkt im Flugwesen im Mittleren Osten cinnehmcn. Dr. Chain! W ei z mann ist zürn Ehrenbürger der jüdischen Kolonie Rechowotli, in der er seinen Wohnsitz und sein Forschungsinstitut hat, gewählt worden. In der Altstadt von Jaffa sind viele Häuser durch den lang andauernden Regen stark beschädigt worden. Die technische Abteilung der Jaffaer Stadtgemeinde hat festgestellt, daß 70 bis SO Häuser abbruclibed iirftig geworden sind. Es sollen jedoch im Zusammenhang damit noch weitere Häuser niedergersisen werden, 11m die Errichtung moderner Wohnhäuser nach einem neuen ־. -* % v־ «r.,; *fl!-•/'׳ .•*"#ו». An atern Begräbnis des!eilenden llvdahleurx der größten Tageszeitung Palästina/; ״Dinear", Moses Beilinson, beteilig• ten sich gewaltige Massen der Bevölkerung Tel-Aumvs. Die Arbeit in der ganzen Stadt ruhte während der Trauer jeder. Kolo : W. Zn.lek. Tel-Awiw Bauplan zu ermöglichen. Die Stadtverwaltung erhielt zur Durchführung der Abhruchaiheilui eine Anleihe von 2000 Pfund. Einem Berichte aus einer arabischen Quelle ־zufolge hat sich die kommunistische Partei in Palästina entsprechend Weisungen aus Moskau an den radikalen Flügel des Obersten Arabischen Komitee.■,, u. a. au h'akhri Kaschascliibi, Hassan Sidky Dajani und Iz/at Darwa/a, mit den! Vorschlag gewandt, gemeinsame Maßnahmen zu ergreifen, um die antijiidisclie und antihritisehe Bewegung 711 stärken. Die Regierung hat das einzige 111 j a f f a bestehende Lichtspieltlieater gekauft, um an seiner Stelle eine große Kas e r ת e zu errichten. Die IkuPmtmn betragen 32 000 Pfund, Jaffa soll eine ständige (ianiisim erhalten. Weitere 1500 Soldaten haben Sonntag von Haifa aus die Rückreise nach L!1 g I a 11 (I angetreten. Barm Iiwah-T ermine. Am 5. I irzrmbiT (21. Ki-low): Theodor Pelz, Sohn von Dr. Erich lv!z, llaila, Ihul.ir llacarmel, Gilu.1dz.tr. 5. Musik im Radio Jerusalem Das Problem der ״Parität" Ein Leitartikel im ״J e w i s h C h r o n i c 1 e“ vom 27. November beschäftigt sich, wie uns aus London berichtet wird, mit der Frage der ״politischen Parität“ in Palästina. Wenn dieser Vorschlag, so schreibt das Blatt, angenommen und von beiden Seiten gutwillig durchgeführt würde, würde er Palästina von der Wiederkehr der Unruhen befreien und seine Entwicklung von einer ständigen Obstruktion loslösen. Araber und Juden könnten in der Zusammenarbeit ein Land schaffen, das den Neid vieler Nationen und die Bewunderung aller erringen könnte, aber ״cs würde auch der Traum von einem Palästina, das so jüdisch ist wie England englisch, aus sein“. Der Artikel führt ferner aus, daß ״politische Parität“ im Augenblick eine bloße Formel sei und alles von der konkreten Gestaltung abhinge. Vor allem sei die Frage, ob die Anerkennung des Mandats durch die Araber eine Bedingung für den Aufbau des Nationalheims sei, von größter Bedeutung, denn wenn die Araber nicht ihre Feindschaft gegen das Mandat aufgeben, würden alle frühe- A. Horibvodi, Berlin C 2, König str.19 I Uhren / Goldu. Silberwaren | ren Schwierigkeiten nur in einem Gesetzgebenden Rat übertragen werden und von dort aus ein großes Echo im Lande haben. Die alte Situation würde also bestehen bleiben. Wie aber würden die vitalen jüdischen Notwendigkeiten (Einwandcrung und Landkauf) in einem Parlament behandelt werden, in dem Araber und Juden gleicherweise vertreten sind, und welche Vorkehrungen werden für alle Zufälligkeiten von der Regierung oder, sofern das Land in Frage kommt, von der Untersuchungskomniission getroffen? Ein bloßes Wortgefecht, das zu einem Stillstand zwischen den beiden Parteien führt, würde die Regierung nur sehr wenig, wenn überhaupt, von ihren Schwierigkeiten befreien. Rücktrittsabsichten Wauchopes? Jerusalem, 1. Dezember. (JTA.) Die arabische Tages- Zeitung ״El Liwaa“ verzeichnet das sensationelle Gerücht, daß High Commissioncr Sir Arthur Walle hope nach Beendigung der Arbeiten der Kgl. Kommission und Fertigsteilung ihres Berichtes Palästina verlassen wird. Sir Arthur soll nach Palästina nicht mehr zuriiekk ehren und an seiner Stelle soll ein neuer High Commissioncr ernannt werden, um die zu erwartende neue Politik durchzuführen. Eine tatsächliche Grundlage für diese Gerüchte scheint nicht vorhanden zu sein. Rückkehr der Makkabi - Mannschaft Die M a k k a b i ־ F u ß b a 11 - M a n n s c h a f t ist von ihrer erfolgreichen Am erika-Rcisc zurückgekehrt. Sie Wurde im Hafen von Haifa von einer begeisterten Menge warm begrüßt. Zu Ehren der Mannschaft fand in Haifa ein Empfang statt, bei dem Colone! Kisch und der Kommissar für den Nordbezirk Keith-Roach hebräische Ansprachen hielten, ln Tel-Awiw begab sich die Mannschaft, angeführt von einem Orchester und von einer uneheuren Menge bejubelt, nach dem Rathaus, wo sie den atsherren c-ine vom New-Yorker Bürgermeister La Guardia geschenkte amerikanische Fahne, sowie eine Flagge des New-Yorker Hafens für den Hafen Tel-Awiw übergab. Der palästinensische Makkabi wurde in das Goldene Buch eingetragen. Sieben Monate erfolgreichen Wirkens. Die Leitung der Musikabteilung hat cs nicht nur verstanden, den Geschmack aller Schichten der Hörer zu, befriedigen, sie ist auch immer bemüht gewesen, selbst in volkstümlichen Konzerten ein künstlerisches Mindestniveau aufrechtzuerhalten. Neben den Standardwerken der klassischen Literatur, die allmählich zur Aufführung gelangen, hatten ältere und neue Werke jüdischer Musik sowie die Kammerorchesterrnusik des Bachzeitalters den Vorrang. Selbstverständlich wurde alle Art von Volksmusik gepflegt. Von den mehr als 200 Solisten, die sich während des ersten Halbjahres der Sendestation zur Verfügung stellten, wurden mehr als die Hälfte berücksichtigt. Auch Kräften, deren künstlerische Reife nicht unbedingt feststand, wurde ״eine Chance gegeben“. Viele Künstler, die nicht in Jerusalem wohnten, konnten während der Unruhen nicht berücksichtigt werden. Das wird jetzt nachgeholt, ebenso gehen Gerüchte darüber, daß die Einrichtung eines Studios in Tel-Awiw gcplant sei. Die in der Sendestation ständig beschäftigten Musiker beteiligen sich je nach den Erfordernissen am Kammerorchester, am Studioensembte sowie solistisch. Der Musikdirektor Karl Salomon wirkt als Dirigent, Begleiter und Sänger mit. Den Grundstock des Ensembles bilden die drei vorzüglichen Geiger: Philip Scharf, Wolfgang Schocken und Meir Frankel. Eine besondere Bereicherung erfuhr das Ensemble durch die Verpflichtung des Flötisten William von B 1 a e s e und des Kontrabassisten Hardy M e i s e I s. Uebertragungcn und Schallnlattendarbietungen sind mit besonderer Delikatesse ausgewählt worden, sogar die Unterhaltungsmusik steht weit über dein Durchschnitt derartiger Darbietungen. Von wesentlichen Darbietungen der letzten anderthalb Monate seien genannt: Paul F r a!1 k e n b u r g e r s Aufführung dreier wesentlicher Werke moderner Musik: Konzcrtsuite aus Milhauds: ״Creation du Monde“, Hindemiths ״Musik für Streicher“ op. 44 Nr. 3 und Lord Elgars ״Eleggy for Strings“ op. 58 und ״Serenade for Strings“ on. 20. Frankenburger (Ben Chajim) ist eine durch und durch musikalische Natur, seine Darbietungen als Dirigent, Pianist und Komponist sind immer überzeugend und voll besonderen Ausdrucks. Bei einem so kleinen Ensemble kann man von eigentlichen dirigentisclicn Leistungen im üblichen Sinne kauin sprechen. Immerhin verdient Stefan W 01p cs klardisponierte Dar- Stellung von Bachs ״Musikalischem Opfer“ und D-Moll-Klavierkonzert hervorragender Erwähnung. Auch Irma Schönbergs pianistische Leistung gelang vortrefflich in den Eck- Sätzen, während der Mittelteil, geistiges Zentrum, inhaltlich nicht erfüllt werden konnte. Auch Irma Schönbergs Dar- Stellung einiger Klavierstücke Arnold Scltönbergs hatte gute Qualität, besonders in der klaren Herausarbeitung von Form und Thematik. Erna Schnabels zweites Auftreten zeigte nicht nur erhebliche Fortschritte in der Darstellung des neuhebräischen Liedes — auch das aparte Programm (hebräische Gesänge von Algazi, Schwadron, A. Krein und Achron sowie ein wunderbares ״Schirhaschirim der georgischen Juden“, von Saminsky arrangiert, erregte höchstes Interesse des Kenners. An wichtigen und erfreulichen neuen Werken, die zu Gehör gebracht wurden, seien noch erwähnt: ein Quartett des finnisch-jüdischen Komponisten Nikolai Lopatnikoff und die ״Amcha“־Suite von Erich Walter Sternberg, die sich, wie viele seiner Kompositionen — durch interessante Einfälle, gekonnte Instrumentation und gut konstruierte Formstruktuf hervorhebt. — Heinrich jacobys Conz.ertiiio — vom Hauser- Quartett dargestellt — tragt noch zu wenig selbständige Züge; es wirkt ästhetisch-epigonenhaft. — Max Regers wenig interessante und stark ermüdende Cellosonate litt noch außerdem unter der wenig profilierten Darstellung des Cellisten Hofmekler, dessen wertvolle Musiker-Qualitäten im Ensemble- Spiel weit vorteilhafter zur Geltung kommen. Zwei Pianisten bemühten sich um die Wiederbelebung einiger Klavierwerke Felix Mendvlssolin-Bartholdys. Während Marie Zweig ״Lieder ohne Worte“ klar, nett und kühl vortrug, litt Franz P o 1 1 a c k s Interpretation an zu massivem Anschlag, durch den die Poesie 11ml Zartheit dieses rornantischen Tonsetzers verlorengingeii. Der Begleiter llrieli Sachs!nachte durch sein ausgozcichrietes, stilvolles Cetnbalospiel charmante Farbklangc in die Konzerte von Elisabeth Lesse r- Cn Int (altenglisclie Violininusik) und Esther Jchudith Salomon (Bach-Mozart- Arien). Beide Konzerte waren geschmackvoll /usa!11 mengestellt und eine reine Freude. Margarete Czapskv frisierte mit Hilfe des Geigers Wolfgang Schock e!1 und des (litarristen Alfred K laus n c r neapolitanische Volkslieder kon/tTlm.'iliig. Als Bearbeiter zeichnete Hans Schl e s i n g e r. Fnui D/apskv wirkt etwas zu ernsthaft für Derartiges - so kommt die gewünschte Lcichtigkeit nicht immer zustande. Diese Veranstaltung hatte eine ausgesprochene Radiowirkung auf das breitere Publikum. Schuberts Forcllcnqumii'tf erfuhr eine gestirnte und kraftvolle Wiedergabe durch Philip S c 11 a r f s Studio-Ensemble; Riasanzcffs sd1n1k:>.m1er Bariton konnte Beethovens Liederzyklus: ״A11 die ferm• Geliebte'■ infolge Fehlens der riötigen Stiinmungskontraste nicht zu genügender Plastik verhelfen. Auch die ״Unbcgleiteten Sdiabbatgcsänge", die er zum Vortrag brachte, waren ein Mißgriff, da gerade diese Lieder aus einem harmonischen U111 erbau heraus entstanden sind und einen solchen zur Ergan/tttig notwendig brauchen; einstimmig klingen sie unvollständig. — Otto Selbergs Mozart-Interpretation ist 7.11 solide Hausmannskost, während Sacha Parn e s Mozarts A-D11r-Konzert eher etwas zu virtuos-romantisch auffaßte. Schoschanna Krön gol d sang einige Hugo Wolf-Lieder mit angenehm-sensitiver Tongebung. — Die Gesänge selber —. aus der deutschen Romantik und als deren verspätete, indirekte Nachfahren heraus entstanden, dürften den palästinensischen Radiohörern recht fremd anmuten. Das erste Kinderkonzert des Radio bot leiehtver* stündliche Orchestermusik von Mozart und Schubert (Studio- Ensemble) sowie vierhändig(: Stücke derselben Komponisten (Karl Salomon und Erich S a c 11 s). Die Prograinmzusammen• Stellung war hübsch, für Kindcrber/cn jedoch vielleicht etwas zu sehr an die Klaviersfunde anldingend. Rein klanglich gluckten besonders: Engels Dybuk-Suitc (Studien-Enscniblc), Haydns Trio in E-Moll und Mozarts Es- Dur-Klavierquartett (Schocken, J a c o b y, Je 111 n, G r ü nthal), Bachs dritte Suite für Cello-Solo (Tclma Jellin) und Canzonen von Carlo Milanuzzi (Karl Salomon). Alice Jacob-Loewcnson (Schluß des Palästina-Teils) BRILLANTE Juwelen Robert Buche b Ce. neben Cef* Berlin, an der Gedächtniskirche kl .!1 t I '1 ז f 4.; f f, ו t ׳ i k 1 4?!־ו 1 j ' l i 1 iHiUttMm

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