Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 97 (4.12.1936)
- Date
- 1936-12-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR.?7,4. DEZEMBER 1936 Ausstellung Julius Rosenbaum Der Maler Julius Rosenbauin zeigt jetzt seit langer Zelt zum erstenmal in seiner Kollektiv-Ausstellung in den Räumen des K. C,-Heims (Tauentzienstr. 11) eine größere Zahl seiner Gemälde und Aquarelle. Diese Ausstellung zeigt audh ältere Arbeiten. Julius Rosenbaum ist durchaus kein Ateliermaler, wie es einige seiner Bibelbilder, das einzige, was man Öfter sali, etwa glauben ließen, sondern er ist ein sehr guter und kultivierter Kolorist und vor allem ein sehr guter Landschafter. Schon sein frühes Gemälde, der Stettiner Hafen aus dem Jahre 1912, zeigt 1t» dem kultivierten Ab- Stufungen der verschiedenen Grauiönungen von Wasser und Wolken den Einfluß von Paris. Dies Oemälde hat er kurz nach seiner Rückkehr aus Paris gemalt und dafür den Preis der Reichsbahn erhalten. Das daneben hängende Gemäldc ״Gasometer“, eine graue Großstadtstraße, im Hintergrund in dunklem Braun der Gasometer, ist in der sparsamen Verwendung der übrigen Farben Pariser Eindrücken nahestehend. Man sicht ähnliebes Können auch bei dem ״Schlc-i-clien Bahnhof“, einem Gemälde ans dem Jahre 1922. Und liier sind auch schon lebliaftere Farbtöne an der bunten Litfaßsäule und dem farbigen Sonnendach des Obstladens. Groß und frei in der Komposition ist sein Gemälde ״Am Rande von Scltöncberg“ (19.51); es ist mehr ,*'eite, mehr Luft in der Anlage, nicht mir des Stadtbildes. Fs sind auch hohe graue Häuser, der hellblaue Zaun und die hellblaue Laube des Schrebergartens gehen mit dem Schwarz der freien Mauern der Wcttenwite der I lauser den farbigen Akzent. 111 seinen Landschaften ״An der Eisack“ (DJ33־) oder gar der Drentagruppe aus den Dolomiten zeigt er sich als Naturestalter mit gutem Blick für die Kraft und die Großartigkeit es gewaltigen Eindrucks der Landschaft. In der Elbland- Schaft. (1027) 011er in dem Blick auf ״Ratlien‘•, das wie eine bunte Spid/cugstadt von der Höhe gesehen wirkt, zeigt Rosenbaum gute Laiulschaftsgliederung, Gefühl für Weite des Blicks und die spiegelklarc* Schönheit großer Flüsse. Sehr _ schön sind die heli-bunten Häuser in Cltiusa. Die Gemälde aus dem Süden aus Tor hole am Gardasee und aus Malcesine gehören mit diesen eben genannten aus Chiusa zu seinen schönsten. Der Süden beschwingt seine Farben. Zu erwähnen sind der schöne Hafen von Malcesine mit der langen Mole, gegenüber farbige hohe 1 iauser und weiße kleine Villen. Bei den Aquarellen sind sehr schöne zartfarbige, die dennoch die heiße Sonne spiegeln, besonders schön wieder aus Malcesine und wieder andere Straßen und Plätze. Von den Aquarellen interessieren aber auch zwei malerische Straßenhihler aus Prag, der eine Durchgang erinnert an die ebenfalls bergigen Straßen von Lausanne. Roscnbatmi zeigt sich auch als Port rät ist. Das große Porträt von l)r. Bernhard Kahn, des Leiters des Joint (192S gemalt), zeig! Dr. Kahn in neusachlicher Art zwischen Wänden mit Landkarten. Die biblischen Bilder, ein ״Verkauf Josefs“ (1927], wirken schwächer, man spürt trotz der inneren Anteilnähme, mit der sie gemalt sind, daß Rosenbaum hier die lebendige Anschauung fehlt. — Die Ausstellungist bis zum ,9. Dezember zu sehen. Hanna Schlesinger {Ruth Morold) l'orträt von Dr. Bernhard Kahn Feto; J, AbraUatn Das Festkonzert des Kuiturbundorchesters Das Konzert des Kultur h u n d - O r c 11 e s t e r s am 28. November erfüllte die Erfordernisse eines Festabends: Reichhaltigkeit au Darbietungen, Abwechslung, (!ergäbe des Besten im Rahmen des Möglichen. Aus der Ansprache von Dr. Werner Levie erfuhr mau den Anlaß des Ereignisses: das dreijährige Bestellen des Orchesters, dein auch der materielle Ertrag des Abends zugule kan!. Den Wünschen des Redners für «eitere gedeihliche Entwicklung könnte man iioelt liinziiftigcii, daß auch die Blä-er, insbesondere das Blech, zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit gelangen mögen, die größeren Aufgaben, an denen es nicht mangelt, zu dienen vermag. Im musikalischen Teil des Programms lud das Orchester zu einem Spaziergang durch die Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts ein. Ein Kleinod wie die Symphonie Anton Dvor d k s ״Aus der Neuen Welt“, hat mit den Jahren nicht an Glanz verloren. Lustig und lebhaft ging es in dem zuvor gespielten ״Italienischer! Capriccio“ zu: Tschaikowskl reiht hier neapolitanische Volksweisen effektvoll aneinander, was vor und nach ihm andere■ unternommen haben. Den Mittelpunkt des Programms bildete das Es-Dur-Klavierkonzert von Liszt. Auf dem Festabend des Kulturbund- Orchesters wurde der Klavierpart von Frau Rita Storch, ,,Inhaberin der goldenen Plakette im internationalen Konkurrenzspiel Wien 1936“, mit allein erforderlichen technischen Aufwand ausgefülirt. Daß die Numniernfolge eines bunten Programms auch Werke jüdischer Komponisten aufweist, ist selbstverständlich; erfreulich, wenig Bekanntem zu begegnen. Mendelssohns formschöne Trompeten-Ouvertürc op. 101 durfte man beinahe als Novität betrachten; selbst der eifrigste Konzertganger wird sie kaum je angetroffen haben. Es ist dem Dirigcnteri, Dr. Kurt Singer, zu danken, sie der Verschollen* heit entrissen zu haben. Uebcr die Notwendigkeit, die Musik des verstorbenen palästinensischen Komponisten Joel Engel zum ״Dybuk“ in Gestalt einer Suite auferstchen zu lassen, waren unter den Konzertbesuchern die Ansichten recht geteilt. Die symmetrisch gebaute Suite besteht aus zwei übereinslimmcnden. romantisierenden, in Tristan-Töne getauchten Ecksätzen, die zwei siiininudgshaft und koloristisch einander verwandte, zur exotischen Musik zählende Mittelsutze umschließen. Kein Meilenstein auf dem Weg zu einer ״jüdischen Musik“. Nationale Kunstmusik geht aus nationaler Volksmusik hervor. Diese schaffen zu wollen innerhalb der Oaluth, wo unausgesetzte äußere Einwirkungen alles Werden beeinflusseri, wird vergebliches Mühen sein. In die musikalische Leitung des Programms teilten sich Dr. Singer und die Herren Bcrthold Sander und Rudolf Schwarz. Das Publikum zeigte sich sehr beifallsfreudig. Herbert Graf Ein Kulturabend der BZV Beteiligung am Kulturleben Eine Veranstaltung der Berliner Zionistischen Vereinigung, die am 30. November im Logcnhaus Kleiststralic stattfand, unterschied sich wesentlich von Veranstaltungen, wie wir sie durchschnittlich zu erleben pflegen. In eindringlicher Form — vielleicht zürn ersten Male seit Bestehen des Kulturbundes — wurde an diesem Abend einem großen Hörerkreis auseinandergesetzt, welche Verpflichtungen der Einzelne gegenüber dem werdenden jüdischen Kulturleben hat, das darunter leidet, daß nur ein Bruchteil unserer Menschen an Ihm überhaupt teilnimmt. Ausführlich beleuchtete Dr. Joachim Prinz die Kultur- Situation der Juden in Deutschland und erklärte die Haltung des Zionismus zum Kulturbund. In den ersten Jahren mußte eine gewisse Zurückhaltung bewahrt werden, weil der Kulturbund noch nicht seift Ziel und seinen Weg erkannt hatte. ״Nathan der Weise“ war nicht der kulturelle Weg, den unsere Gemeinschaft gelten kann; und in der Tat hat der Kulturbund von dort aus über ״Jeremias“, ״Die Goldene Kette“ bis zu ״Scliabbatai Zwi“ eine entscheidende Entwicklung durchgemacht, von der sich fcrnzuhaltcn dem Zionismus nicht mehr möglich war. In unserem engen Dasein ist unsere Sehnsucht nach dem Schönen besonders groß. Je stärker in dem Juden das Gefühl wurde, daß wir uns einzurichten haben, desto stärker empfand er die Notwendigkeit der Schaffung einer jüdischen Kultur. Aber wir leben in einer großen Kulturwelt, von der wir uns nicht abschlicßen können, und unser jüdisches Leben ist mit dem jüdischen Stoff nicht erschöpft. Jede Kultur muß w e 11 0 f f e n sein, Ausdrücklich wies Prinz manche Mißdeutungen seiner Rede auf der Kulturtagung zurück, die behaupteten, daß der Zionismus eine ghettohafte Kultur erstrebe. Anderseits ist aber der Aufbau des Kulturlebens abhängig von der lebendigen Anteilnahme der Menschen, Prinz richtete darum an die Zuhörer den Appell, sich einzureihen und die Arbeit des Kulturbundes materiell zu stützen und durch ihre Mitarbeit ideell fortführeu zu helfen. Dr. Werner Levie erläuterte kurz die praktische Arbeit des Kulturbundes und zeigte, wie die Entwicklung der letzten Jahre sich aus der Arbeit selbst ergeben hat. Er umriß das Ziel dieser Arbeit dahin, nicht eine jüdische - Kultur in Deutschland zu schaffen (was gar nicht möglich ist), sondern sie solle vielmehr eine erzieherische Aufgabe erfüllen und die Menschen mit Judentum anreicliern. Sowohl die Künstler als auch das Publikum seien noch keineswegs reif für den jüdischen Stoff oder gar für eine totale jüdische Programmgestaltung. Die kulturellen Bemühungen des Kulturbundes können aber nur Erfolg haben, wenn das Publikum ihm dabei hilft. Darum sei es vor allem eine Verpflichtung der zionistisehen Juden, dieser Aufgabe sich nicht zu entziehen. Der Abend war von einigen eindrucksvollen künstlerischen Vorträgen umrahmt. Nachhaltige Wirkung hatte Fritz Wistens Vortrag von Bialiks Gedicht ״Segen des Volkes“; besonderen Beifall aber fand der treffliche Kulturbund- Chor unter Leitung Bcrthold Sanders, der eingangs den ״Chor der Hebräer“ aus ״Nabucco“ und zum Schluß den Psalm 91 von Mendelssohn sang, vor allem aber mit einer palästinensischen Horra Stürme des Beifalls entfesselte, die ihn 2ur Wiederholung zwangen. N. Kleinkunst Im Kulturbund Die Kleinkunstveranstaltung des Kulturbundes, ln der Hauptsache bestritten von zwei Tänzerinnen und einer Discusc, mit einer begabten Pianistin als erfolgreicher Debutantin, war ein großer u!1d verdienter Erfolg. Ruth Cond e 11 s warmherzige drollige Grotesktänze sind zwar schon bekannt, aber man freut sich stets von neuem an ihrer liebenswerten und drollig anmutigen Gestaltung. Auch Nelly Hirsch in ihrer kühleren, aber präzis-schönen Art und den feinen durchgebiklcten Formen und Linien ihrer Tanze holte sich viel Beifall. Besonders schön aber waren wieder die gemeinsam ausgefiihrten Tänze. Bei den südlichen Tänzen, der eine im venezianischen Kostüm, ein anmutiger Spitzentanz, wie bei dem ״Wiener Walzer“ oder beiin ״Tango“ oder zuletzt im Tanz-Sketch ״Tanzstunde“ konnte man die glückliche Ergänzung dieser zwei so verschiedenen Persönlichkeiten und Temperamente bewundern. Besonders ergötzlich die ParotMe ״Tanzstunde“. Nelly Hirsch als stocksteife Lehrerin alten Stils, als Engländerin karikiert, und Strumpfhau« Metzger Friedrichstr, 91/92 Wilmersdorfer Str. 60 Spezialisten für Strümpfe, Trikotagen, Herrenwische, Damenwäsche, Strickwaren, Handschuhs Nur Qualitätswaren Ruth Condcll als kleiner Tölpel, der Anstand und Tanzen lernt und resigniert mit den Kastagnetten klappert, die allerlei lebhafte und temperamentvolle Ausdrucksleistunger! vollfüllren. Dora Oersoit ist eine begabte Diseuse. Alle ihre Chansons, Songs und Lieder haben einen Zug zum Dramatischen. Sie beginnen sachlich, aber bald kommt der dramatische Ton hinein und fast alle enden tragisch. Dabei ist es bemerkenswert, wie sie das Dramatische ernst und leise und dabei höchst ausdrucksstark zu bringen weiß. Ob sie das verlassene Mädchen klagen läßt oder ini Bänkellied zarte Lyrik siegen läßt über das Geld oder ob die!!arte Zeit selber Gestalt gewinnt wie im Liede der Schokoladen-Verkäuferin — immer ist sie im sprachlichen Ausdruck oder im Sprechgcsang stark bis zur Härte. Bei den nicht genannten Auforennamen war ein« Ausnahme. Eljaschof als Textdichter tind Hermann Ludwig Schlesinger als Komponist versuchten sich mit dem Chanson ״Chanteuse 193(!“. Dora Oerson zeigte in einer Zugabe, wie gut ihr jiddische Lieder ״liegen“. Das chassidische Lied brachte sie mit solcher Einfühlung, wie man es von ostjüdischen Künstlern nicht besser hören kann. Hans Margolinski am Flügel war ein guter Begleiter der Tänze und Lieder. Uly Dvniont war am ausdrucksstarksten in den beiden modernen Stücken von Alheniz. Die stilgerechten lind farbig schönen Kostüme von Heinz Condeil verdienen ebenfalls genannt zu werden, Hanna Schlesinger (Ruth Morold) Bekanntmachung Folgende Mitgliedskarten werden hiermit für ungültig erklärt, da die Betreffenden nicht mehr Mitglieder der BZV. sind: Nr. 8 836 9 807 10 549 11 969 10 772 9972 11 767 11 587 9 838 7 579 7 748 10 867 8 795 7914 8 248 11 219 11 628 9872 Max Alfschul, 0112, Frankfurter Allee 79; Erich Apelbaum, NO 43, Linicnstr. 241 a; Ruth Aron, NO 55, VZinsstr. 6; Minna Balhiercr, N 54, Angermünder Str. 11; Jonas Salka Brenner, NO43, Neue Königstr. 59; Josef Ebstein, NO 43, Georgenkirchstr. 38; Abraham Edelstein, SO 36, Mariannens!!-. 41; Erika Friedlaendcr, NW 87, Aitonaer Str. 5; Selig Gronner, NO 55, Winsstr. 18; Ruth Haasz, N 54, Alte Schönhauser Str. 4; Max Klausner, Halensee, Joachim-Friedrich-Str.29; Gerda Littmann, N24, Oranienburger Str. 65; Hillel Moszkowitsch, NO 18, Waßmannstr. 27; Eva Pergament, NO 55, Saarbrücker Str. 33; Berisch Rosenblüth, NO 55, Immanuelkirchstr. 3-4; Eugen Rosenfeld, Halcnsce, Hektorstr. 13; Oskar Simenatier, W 15, Uhlandstr. 158; Jacob Weingold, N 54, Grenadierstr. 45, Berliner Zionistische Vereinigung. Der Hauptvorstand. Die Chanukkaft-Sammlung (Eir.tr,p!-Spende) der Jüdischen Winterhilfe findet am Sonntag, dem 13. Dezember 1936, statt Veranstaltungen Ehrung für James Rothstein. Die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Ilerlin veranstaltete einen Abend ״Aus Werken jüdischer Operettenkomponisicii“, in dessen Rahmen der vor kurzem 65 Jahre alt gewordene Komponist James Rothstein g ceiirt wurde. Dr. Hermann Schildper ge r, der Leiter «1er Künsilcrhilfe, sprach dem Jubilar im Namen des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde und der Berliner Jüdischen Gemeinde herzliche Glückwünsche aus und überreichte ihm einen Geldbetrag als Ehrengabe des Rcichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde, der Künstler- Hilfe und der Jüdischen Winterhilfe. Er feierte den Komponisten als einen vielseitigen Musikscltöpfcr, als einen, der sich als einer der ersten bemüht hat, in sein Schaffen eine iüdische Note liiueinzulegen. Im Verlaufe des Abends wurden drei Kompositionen von Rothstein für Violine und Klavier von Hans Jürgen Ronis, einem jungen Geiger, unter der Begleitung des Komponisten vorgetragen. Ein zahlreiches Publikum feierte den Komponisten und seinen jungen Interpreten und sparte auch nicht mit Beifall bei den Übrigen musikalischen Darbietungen, bei denen besonders Lili Heinemann, Erna Jacoby und Elsa Koeh-Stabinski mit ihrer Kunst heri'ortraten. Weiter wirkten mit Hcnny Löwensteirt und Wilhelm Meyersohn. James Rothstein begleitete alle Gesangsvoriräge am Flügel. Die Gesellschaft für jüdische Famllfenforschung hatte Ihre Mitglieder und Freunde zu einem ״Genealogischen Tee“ in das Jüdische Museum geladen. Der Vorsitzende der Gesellschalt, Dr. Arthur Czellitzer, begrüßte die Gäste und wies auf die in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Museum von der _ Gesellschaft veranstaltete Ausstellung ״Unsere Almen“ hin. Frau Dr. Ledermami führte die Gäste durch die Ausstellung und erläuterte die einzelnen Bilder, die in einem von Albert I. Phiebig zusammengcstcllten Katalog mit den entsprechenden Lebensdaten der Dargcstcllten aufgezeichnet worden sind. Gegen Ende der Veranstaltung ergriff Prof. Dr. Landsberger für das Jüdische Museum zu kurzen Ausführungen über die Zusammenarbeit zwischen Museum und Gesellschaft für jüdische Familienforschung das Wort. Wie Dr. Czellitzer mitteilte, wird von der Ortsgruppe Breslau der Gesellschaft für jüdische Farnilienforsch'ung «ine entsprechende Ausstellung in Breslau veranstaltet werden. Die Berliner Ausstellung hat bisher fast 2000 Besucher gehabt Diese Zahl stellt einen Rekord aller bisherigen Ausstellungen im Jüdischen Museum dar. Arabische Kurse. Die Schulverwaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin hat beschlossen, demnächst Kurse in der arabischen Sprache einzuführen. Es ist in Aussicht genommen, diese Kurse der Hebräischen Lehranstalt der Berliner jüdischen Gemeinde anzuschließen. Durch sie sollen die nach Palästina gehenden Jugendliehen besser ausgcbildet und ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich leichter in Palästina einzuordnen. Diese Einrichtung ist sicherlich auf das lebhafteste zu begrüßen. Die ״Blaue Beitragskarte“. Die Jüdische Gemeinde teilt mit, daß die ״Blaue Beitragskarte“ eine ständige Einrichtung ist und neben der Winterhilfe bestehen bleibt. Ankündigungen Franen-Arbeitsgemcinschaft für Palästina. Zentrale Chanukkah-Voranctaltung filr alle Gruppen am 14. Dezember, 20.30 Uhr, KleiitslraUei Frau Jettka Levy-Stcin aprlcht Uber: ״Jüdische Frauen fn aller Welt. — Abcndgnuppc: Erste Zusammenkunft am 7. Dezember, 20.30 Uhr, Heim, Witt enbergplatx 3 a: Vortrag Lin ie Zobel: ״Notwendigkeit der sozialen Mitarbeit der jüdischen Frau“. Gruppe Nord und U»t: Am 12. Dezember, 20.30 Uhr, Heim, Koscnthalcr Str. 44, Chanukkah J'eia־. Aiopuchu: Fd. Jones. (Unkmäenbeitiag inkl.Teegedeek KM. 0,60.) Zu allen Veranstaltungen Gäste willkommen. In der Clianukkah-Woehe fällt der Wizu-Naelnnittag aus. Hebräiiche Seminare der BZV. Jeden Sonnabend, 17.30 Uhr, Kam- Straße 54. Profile der modernen hebräischen Literatur (Mcndcle, Bialik, Friichmann, Tseberjiirhowski, Sdincur, Schkmsky, Kachel u. a.). Dr. S. Kaliko. — Um einem größeren Kreis das Verständnis der Bibel zu erleichtern, wird im Bibclsemitmr von Dr. Burodianski (jeden Sonnabend, 19 Flu) ein historischer Abschnitt gelesen, und zwar Samuel II. — Jeden Sonnabend, 10.30 Uhr, Kantstr. 54, Etymologie der hebniisehen Sprache, Dr. M. Broser. Neuer hebräischer AnlSngtrkura der BZV. Am 9. Dezember beginnt utu 20.30 Uhr im Heim, Ksrmstr. 54, ein hebräischer Kursus Wr Anfänger ohne Vorkc11ntni.,5e, der zweimal wöchentlich stattfindet. Lehrer: Dr. Kelliuann. Anmeldung: K-ullurabteilung der BZV., Meinclestraße 10 (J 1 0031). Lehntlttc Ch. N. Blallk. Terminverlegung: Der 3. Abend des Kursea ״Der Chualdismutt' (Dr. Max Naßbaum) findet nicht am 8״