Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 95 (27.11.1936)
- Date
- 1936-11-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. 95 27. XI. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Möglichkeiten in Brasilien Von Wilhelm Lowit (Sao Paolo) Ein seit vielen Jahren in Brasilien ansässiger jüdischer Landwirt sendet uns die nachfolgenden Ausführungen, die angesichts des großen Interesses, das in manchen Kreisen für eine Auswanderung nach Brasilien besteht, eine beson~ dere Beachtung verdienen. Leider ergibt sich aus dieser Schilderung, daß der Auswanderungsdrang der Juden wieder einmal von gewissenlosen Agenten aller Art mißbraucht worden ist, uni daß bei der Organisierung dieser Einwan• derung Mißstände entstanden sind, die in Brasilien Widerspruch bei den Behörden uni in der Presse hervorgurufen haben und so das G e s a m l intcrcssc der Einwanderer schwer schädigten. Wir hallen es für richtig, daß solche Mißstände auch von jüdischer Seile verurteilt werden, wie es in dem vorliegenden Artikel geschieht. Schon wird bcrichtet, daß Brasilien Erschwerungen der Einwanderung beabsichtigt und insbesondere bezüglich der ״Anwerbungen" und der Vouristcn-Einwanderung Sicherungen schaffen will. Durch das Vorgehen derjenigen Elemente, die bei der Einwanderung nicht korrekt verfahren, werden nunmehr auch die großen Massen der regulären Einwanderer, deren Angaben mit den Tatsachen völlig übcreinslimmen, schwer benachteiligt. Auch für die jüdischen Institutionen ist keine vollständige Kontrolle möglich, und es ist selbstverständlich, daß bei dem furchtbaren Elend der Juden jede Möglichkeit ergriffen wird, um eine Auswanderung durchzuführen, wenn von irgend einer Seite Hoffnungen erweckt werden; man muß auch berücksichtigen, daß die jüdischen Einwanderer unerfahren sind und Ratschlägen interessierter Steilen leicht Folge leisten. In der heutigen Veröffentlichung des Hilfsvereins werden diese unliebsamen Vorgänge offen bloßgestelU und damit auch die auf die Einwanderung bezüglichen Andeutungen des nachfolgenden Artikels besläligt. Wir hoffen, daß es gelingen wird, eine Kooperation mit den Behörden der betreffenden Staaten in der Weise durchzuführen, daß diejenigen Einwanderer, die sich im Einklang mit den Bestimmungen befinden, nach wie vor die Möglichkeit haben wer. den, ins Land zu kommen. Daß es in dem Lande sehr große Möglichkeiten für Menschen, die wirklich arbeiten wollen, gibt, beweisen die nachfolgenden Ausführungen, die an manchen früheren Projekten Kritik üben und für deren Einzelheiten wir im übrigen die Verantwortung dem Verfasser überlassen müssen. (Red.) I. Unter den Auswanderungszielen der Juden nimmt nicht mit Unrecht Brasilien eine hervorragende Stelle ein. Und unter den verschiedenen Staaten dieses Riesenreiches scheint gerade der zentralgelegene Staat Sao Paulo ein Brennpunkt des jüdischen Interesses geworden zu sein. Allen offiziellen Bemühungen um eine systematische Ein- Wanderung und wissenschaftlichen Expertenkommissionen vorauseilend, hat bereits seit einiger Zeit eine Einwanderung jüdischer Elemente nach den brasilianischen Zentralstaatcn eingesetzt, welche geeignet ist, jeder geplanten Immigration größeren Stiles schwere Schäden zuzufiigen. Es konnte festgestellt werden, daß von , seiten einiger ״Siedlungsgesellschaftcn“ der Staaten Parana und Sao Paulo eine Einwanderungspraxis geübt wird, die sich etwa folgender Wege bedient: Die Gesellschaften verkaufen, jedenfalls durch europäische Agenten, dem jüdischen Interessenten einige Hektare Urwaldland und besorgen entweder auf Grund einer sogenannten ״carta de cliamada“, oder aut Grund des Besitztitels die Einreise. Der so geschaffene ״Besitzer“, dem an dieser Erwerbung überhaupt nichts liegt, oder der seinem Besitz nach flüchtigem Augenschein schleunigst den Rücken kehrt, füllt die Straßen unserer Großstädte, Ferner wird in der brasilianischen Presse behauptet, daß manche Einwanderer als ״Tourist“ mit bezahlter Rückfahrt erster Klasse ins Land kommen und dann die ״Rückfahrt nach Europa zu billigem Preis“ ausbieten. Das sind Umstände, denen man von seiten der zuständigen jüdischen Institutionen nicht genügend Augenmerk zugewendet zu haben scheint, trotzdem es dringendes Gebot wäre, mit aller Energie gegen solche!Taktiken einzuschreiten. Häufen sich doch schon die Pressemeldungen, wonach seitens der Behörden die Ausschiffung ״illegaler Einwanderer“, «eist Träger jüdischer Namen, untersagt worden ist. Wie siebt es aber mit der legalen Einwanderung aus? Ein Kapitel, welches man am besten mit der ueberschritt ״Warten“ versieht. Die Hilfsorganisationen und Verwaltungen der Ansiedlungsfonds stellen meist einen schwerfälligen biirokratischen Apparat dar, die Last der Verantwortung vor und für die Allgemeinheit lastet begreiflicherweise so schwer auf den einzelnen Funktionären und Sachverständigen, daß sie zu Entschlüssen praktischer Natur nur sehr zögernd und verzögert kommen. Es muß denjenigen, der einerseits die drängende Not der Juden und den Wunsch nach Siedlungsland, andererseits die wirtschaftlichen Verhältnisse Brasiliens und die Voraussetzung für erfolgreiches Siedeln europäischer Einwanderer hierzulande nur zu genau kennt, mit Bitterkeit erfüllen, wenn er z, B. weiß, daß eine eben iin Lande befindliche Expertenkommission einer jüdischen Hilfsorganisation sich nicht recht entschließen kann, ein 400 000 ha großes Objekt einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, trotzdem es an verschiedenen Stellen großes Interesse erweckt hat. Es ist bedauerlich, daß die auf wenige Wochen ins Land kommenden Kommissionen die Vorteile gar nicht überprüfen können, auf welche landeskundige Männer aus ihrer Erfahrung hinweisen, nämlich die Gelegenheit zu sofortiger Existenz für Tausende. Von allen Kennern Brasiliens, die selbst sich als Pioniere in diesem Land versucht haben, wird — wenigstens für europöischc Einwanderer mit nicht ganz primitivem Lebcnsstandard — vor Urwaldsicdl ungen gewarnt und als einzige Siedlungsuiöglichkeit der Ankauf halb aufgebauter oder fertiger Farmen empfohlen. Wenn auch reine Urwaldböden,' z. B. die meisten des Staates Parana, fruchtbarer sind als die sogenannten offenen Ländereien, so stehen der Aufwand für die Urbarmachung, die Aufopferung von Menschenleben oder zumindest die Schäden an der Gesundheit — sogenannter ״Blutdimg“, ohne den man sich keine Urwald- Siedlung denken kann, -— die immer nett geforderten höchsten physischen Anstrengungen, die Straßenbaukosten und Trans- Portschwierigkeiten in keinem Verhältnis zum eventuellen Aufwand für einige Düngemittel. Urwaldböden können nur in primitivster Form, also ausschließlich nur mit Handwerkzeugen bearbeitet werden, und es dauert meist 15 bis 20־ Jahre, ehe man einen kleinen Esclpflug durch ein Stück Feld ziehen kann. Bis dahin, lieber Urwald- Siedler, harke, — harke mit Frau und Kind, sonst wächst der Waldnachwuchs und das Unkraut über deinem Kopf zusammen! Und etwa Arbeitskräfte für diese Arbeit aufzutreiben, das schlage dir aus dem Kopf, denn cs kommt doch hierzulande sehr häufig vor, daß aus Mangel an landwirtschaftliehen Arbeitern sogar riesige Kaffee- und Reisernten nicht eingebraclit werden können. Jeder Neuling aus Europa wird nickt nur von den Agenten der Bodcnverkaufsgcsellschaften, sondern auch vom großartigen Urwald selbst nur zu leicht cingefangen. 90 0/« aller Landwirtschaften Brasiliens werden nachweisbar nur ״mit der Hand“ betrieben. Die große Chance wird aber für diejenigen bestehen, die als erste das Verständnis für die Bedeutung eines industrialisierten, d. h. mehr mechanisierten Landwirtschaftsbetriebes erkennen. Was bedeuten allenfalls 50 oder sogar 100 «o höhere Ernte-Erträgnisse, die man von einem Grundstück erwartet, gegenüber der Gefahr, daß der darauf Anzusicdclnde — ein Umschiehtler und meist sogar Intellektueller — der ausschließlich manuell unter härtesten Entbehrungen zu verrichtenden Arbeit nicht gewachsen ist? Was bedeuten die an sieh in Geld ausgedrückten recht mageren Einkünfte aus zwei oder gar drei Meter dicken Urwakistämmen, wenn die Wurzelstöcke und Kronen dieser B.iuine zehn bis zwanzig Jahre lang Hindernisse für jede Pflugarbeit sein werden? Woz.u primitive Handarbeit in einem Lande, das auch sonst an dem Neuankömmling mancherlei Anforderungen stellt und wo genug Böden angeboten werden, die nach moderner maschineller Bearbeitung und Intensivwirtschaft rufen. Man kann nur staunend fragen, warum zu Begutachtung von Siedlungsfragen nicht auch jüdische Landwirte mit herangezogen werden, die hierzu bestens legitimiert erscheinen, weil sie schon vor einer Reihe von Jahren den Weg hierher gefunden, die Mühsale der Ansiedlung am eigenen Leib kennen gelernt und durch praktische Arbeit im Lande und in landwirtschaftlichen Betrieben verschiedener Art andere, nachfolgende Einwanderer vor Enttäuschungen bewahren könnten. II. Es gilt in Brasilien als; ein ungeschriebenes Gesetz, daß der mehr «der weniger bemittelte Europäer, der sich hier niederlassen will, erst sein Vermögen verliert, bevor er den Weg zu einem seinen Fähigkeiten entsprechendem Wohlstand findet. Leider bestätigt sich diese Regel fast immer ohne Ausnahme, und es wäre unverzeihlich, nicht die Aufmerksamkeit aller jener, die nach Brasilien auswandern wollen, darauf zu lenken und auf Mittel zu sinnen, die derartige Mißerfolge ausschließen könnten. Es gibt für letztere mehrfache Gründe: die mangelnden Sprachkenntnisse; die überaus reichen Verdienstinöglichkeiten, mm welche der» Neuling nur allzu leicht zu übereilten Schritten verlocken; gewissenlose Landsleute, welche die Leichtgläubigkeit des Immigranten ausbeuten, u. dgl. mehr führt sehr häufig zu schwerster Schädigung des werdenden Brasilianers. Der Hauptgrund für das Versagen des Anfängers ist aber mang e 111 a f t « Organisation! Was richtige Organisation zu leisten imstande ist, beweisen immer wieder die japanischen Inunigrationsgesellschäften und die ihnen aiivertrauten Menschen. Selbst wenn man in Abzug bringt, welch anspruchsloses und überaus geeignetes Menschenmaterial diesen Gesellschaften zur Verfügung steht, sind deren Leistungen im Interesse ihrer Landsleute trotzdem bewundernswert. Vom ersten Schritt auf ■brasilianischem Boden bis zur vollen Selbständigkeit des Immigranten, kann man die wohltuende Hand der Organisation beobachten. Kleine und kleinste japanische Bauern beweisen eine staunenswerte, gleichsam nachtwandlerische Sicherheit in der Marktbeo b a eh t ti n g, wie sie aus eigenem Wissen und Können nie geschöpft werden kann. Es ist die Hauptaufgabe der landsmäntiischcn Organisation, welche gerade auf diesem wichtigen Gebiet dem neueingewanderten Produzenten als treuer Mentor zur Seite steht. Denn gerade die Marktbeobachtung ist eines der wichtigsten Kapitel brasilianischer Landwirtschaft. Die Spekulation in Landesprodukten erfreut sich hierzulande noch einer in nichts beschnittenen Freiheit. Und sollen jüdische Siedlungen in Brasilien errichtet werden, ist es unerläßlich, daß außer den europäischen Sachverständigen und Fachleuten auch landesc r f a 11 re 11 c Kräfte zur Mitarbeit in hohem Maße herangezogen werden, die gerade auf diesem Gebiete Erfahrungen haben erwerben können. Brasilien ist für die Immigration von Juden in jeder Beziehung ein sehr geeignetes Siedlungsland, besonders für Einzeleinwandercr, die hier die Möglichkeit finden, sich in unmittelbarer Nähe schon erschlossener, florierender Landstriche niederzulassen. Organisationen und sogenannte Groß- Siedlungen haben in vielen Fällen zu Mißerfolgen geführt, weil sie dieses Bedürfnis nicht genügend in Rechnung stellen. Ausschließlich werden sogenannte Regierungsländereien und Kon- Zessionen ״billigst“ erworben, in eieren Urwäldern schon wegen der Malaria nicht einmal ein Trapperleben nach Kar! May geführt werden kann. Oder es werden Ländereien großer Der Kampf um den Segen In Jener Nacht machte er sich auf, ct nahm seine zwei Weiber, seine zwei MSgde und seine elf Kinder und iuhr Ober die Furt das Jabbok, er nahm sie, führte sie Ober den Flufi und fuhr über was sein war. Jaakob blieb allein zurück. Do rang ein Mann mit Ihm. bis das Morgengrauen aufzog. Und sah, daß er Ihn nicht übermochfe, so rührte er an seine Hüflplonne, und Jaakobs Httftpfanne verrenklc sich, als er mit ihm rang. Dann sprach er; Entlasse mich, denn das Morgengrauen ist aufgezogen. Er aber sprach: Ich entlasse dich nicht, du habest mich denn gesegnet. Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Und er sprach: Jaakob. Da sprach er: Nicht Jaakob werde fürder dein Name gesprochen, sondern Jissrael. Fechter Gottes, denn du fichtst mit Gottheit und mit Menschheit und Obermagst. Da fragte Jaakob, er sprach: Vermelde doch deinen NamenI Er aber sprach: Warum denn fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn dort. Jaakob rief den Hamen des Ortes: Prslel, Goliesanlliiz, denn : Ich habe Gottheit geschaut, Antlitz gegen Antlitz, und meine Seele ist errettet. 1. Buch Mose, Kap. 32, 23-31 Verdeutschi von Martin Bubet Terraingescllschaftcn befürwortet, die an sich ausgezeichnet sind, aber erst noch Generationen verschlingen müssen, ehe sic zum brasilianischen Kalifornien werden können. Immer wieder muß man darauf hinweisen, daß von allen Zweigen brasilian ischer Landwirtschaft die V i e h w i r t s c h a f t (fast ausschließlicher Weidebetrieb) derjenige Zweig ist, der die geringsten physischen Anforderungen an den Europäer stellt, wenn man sich zur Aula ge der Weiden nicht: ausgerechnet bestes Urwaldland aussuebt. Auch ist die Vichwirt- Schaft, eine genossenschaftliche Molkerei vorausgesetzt,welche die Garantien für den Milchabsatz schaffen kann, jener Zweig der Landwirtschalt, welcher bereits in einem Jahr zur Existenzbnsis ausgebaut werden kann. Hcs-ch;1 ftilgt sich der Siedler außerdem noch mit dem Anbau von Früchten, welche wie clie Ananas, Banane, Mamcm imv. schon im ersten Jahre, iin zweiten Jahre aber bereits sehr reichlich Früchte tragen — die Auswertung durch genossenschaftliche ()bstkonserven-Er- Zeugung kann die Gelderträge noch bedeutend liehen —, hält er sich außerdem noch einige Hühner und betreut einige Bienenstöcke, so ist er bereits über die nackte Existenz hinaus reichlich versorgt. Im Schutze dieser wolilfuiidierien lixistcnz kann er die Landessprache gründlich erlernen, wird mit Land lind Leuten vertraut, — um! dann mag er seinen Weg in den Urwald oder zu in Plantagenbetiieb (Kaffee, Baumwolle, Rizi- Jiusölstrauch usw.) suchen, sofern er dazu Lust hat. Auf diese Weise werden die von der Allgemeinheit aufgebrachten Mittel umi Fonds einer geringeren Belastung ausgesetzt sein und auch schöne Früchte tragen. Ein Vorschlag Lord Melchetts London, iin November. (JTA.) Lord Melchett veröffentlicht in der englischen Wochenschrift ״Spcctator“ einen Aufsatz, in dem er einen Auswanderungsplan zur Lösung der Judenfrage in Mittel- und Osteuropa entwickelt, Lord Melchett schlägt vor. daß jährlich 35 000 junge Juden im Alter von 13 oder 19 Jahren ans Polen a u s vv a n d e r 11 sollen. Dadurch würde im Laufe von zwanzig Jahren die Zahl der Juden in Polen um die Hälfte verringert (? — A. d. ״J. R.“) werden. Wenn in diesen Plan auch Deutschland, Oesterreich, die Tschechoslowakei und Rumänien einbezogen werden, so würrjen jährlich 60 000 bis 70 000 junge Juden nach Palästina kommen, wodurch die Lösung der Judenfrage in diesen Ländern nur noch ein einfaches mathematisches |> r o b I e m darstelleri würde. Eine solche zionistische Lösung sei das einzige Mittel, um z.u verhindern, daß die jüdische Jugend durch den Antisemi« tismus in radikal-politische Lager ahgedrüngt werde. Der Verfasscr fordert eine K o n v c n t i o 11 der e 11 r o p ä - jschen Mächte zur Lösung der Judeufrage, ■die sonst verhängnisvolle Formen annebmen mußte. Die Stellung des Beamten zum Judentum. Auf der dritten Reichstagung der Reichssteiierbcamten in Königswinter sprach laut ״Berliner Tageblatt“ der stellvertretende Stellenleiter Stubenrauch. Er machte Ausführungen über die Frage, nach w elchen Gesichtspunkten < int,achten über die politische Haltung eines Beamten erstattet werden mußten. Sehr wichtig für die politische Beurteilung eines Beamten sei dessen Stellung z 11111 Jude 11 tum. Dabei müsse selbstverständlich auch die Stellung der Familien nntgtieder zum Judentum genau geprüft werden, insbesondere auch, ob die Ehefrau des Beamten bei Juden kaute. Von Theater und Film in London. Lin Mitarbeiter, von einem Londoner Besuch /uniel,gekehrt, sehieibt uns u. a.: Die Premiere des Elisabeth fl e r g 11 e r - Stückes, ״Der Knabe David“, hat in Edinburgh sfattgefunden. Die An! fuhrung in London steht bevor. In dein stuck sind die biblischen David-Episoden — von Saul bis (ioliath -• psychologisch lind in moderner Diktion aufgerollt. Infolge der langen Krankheit der Bcrgner mußten die Droben immer wieder unterbrochen Und verschoben werden, bi.י dann itn Oktober die Arbeit ernsthaft anfgenommen werden konnte. -. Ernst Deutsch wird die Titelrolle eines I 11ms .,Heinrich Heine‘' spielen, in drei Versionen: Englisch, Deutsch, Französisch. — Grete Mosheim, nun Mrs. (iould, bleibt der Bülmc erhalten. Momentan schwankt sie noch zwischen der Hauptrolle in der neu dramatisierten ״Fliesla“ von Hemingway und — Wien! — Max Reinliardt wird im Theater in der Josefstadt im kommenden Frühjahr drei Stück« inszenieren: ״Egmont“, ״Wintermäreben“ und ״Lumpazivagabundus“. Für zwei dieser Aufftihrungen soll Grete Mosheim gewonnen werden. — Oscar Homolka, der rasch in die vorderste Reihe der Londoner Charakterdarsteller vorrückfc, studiert die englische Fassung des ״Marcel Fradclin“ von Biralieau und Duvernois, eine Rolle, die er auch in der Berliner ״Komödie“ mit großem Erfolg spielte. b. h h h b tt j! HANUKKAH-GESCHENKE fn allen Abteilungen des Hauses finden Sie viele preiswerte Angebote &££IIN£2-6£A*1DAMEE &I£Afi&£~liafcUSSXBAä£E - fi E fi E fl fe( D E I 18 15 j ז 1 1 < t 3 f 7 ו ׳ I I! 1 i \ i 1 h י t ) k f fl i'ö I r ׳ ■ I 1! 7 י I ׳1 | t i i | I '1 ן » ן ' 7 i