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Jüdische Rundschau · 1936-11-24 · Heft 94 (24.11.1936) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 94 (24.11.1936)
Date
1936-11-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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^ו.'<״@«ייזן%^4וי#, 3»Hrt‘*4ilrtf:»* t Seife 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 94 24. XI. 1936 der Hand zu weisen, daß die Ereignisse dieses Jahres für viele dm Ztis.imnienbni.h ihrer I lofmuugen bringet! Würden. Im ganzen gc-ebcti kann man sagen, daß die Olim aus Dct!ücl!l.־t!1tf die Probe bestanden haben. Sie ilnd tu einem nicht mehr fort/udenkeridcn Teil des Jischuw ge- Horden und hubui ׳־ in allen Positionen, auf den 1 Lande timi m 111-1 Suilt - ihren Mmw gestunden. Die Zahl derer, die in tlitM.n Monaten das Land v e r I;1 * » e!1 haben, ist ganz gering. Dabei dar( man nicht Verkennen, daß gerade die w iio! liaftliehe Lage weiter Kreise des M i t t e 1 s t a n * des, die in den letzten Jahren unbewandert sind, sich erheb- Inh vusilileehtert hat. (1,111/ besonders gilt dies von vielen Zweigen des L i 11 / c 1 11 a n d e 19, bei dun man schon am äußeren Stadtbild eine starke Ueberset/ung fest stellen kann. Mail hat in Tcl-Awiw den Lintliuck, daß *ich die Anhäufung von (beschälten bestimmter Branchen in den Hauptstraßen gegen fr 1111er noch erheblich verstärkt hat, Die Anteilnahme der ()lim um Deutschland am öf feilt* liehen Leben de* Landes ist ohne Zweifel gewachsen. Von verschiedenen Seiten her 11t in übt man sieh, dies zu für* dem und besonders seitens der ״Histadrutli Hnowdim“ und der ״I lil.nelidtttl! ( >10i (n:1 m.'inlfl“ litt auf diesem Gebiete viel getan worden. Allerdings in 1111 man fc»tstcllc!1, daß die sprachliche Erfassung der Einwanderer aus Deutschiund noch sehr un/urcichend ist, woran der jischliw selbst ein gewisses!Midi an Selluki trugt. Das Deutsche ist an manchen Orten, besonders in Tcl-Awiw und Haifa, beinahe zur zweiten L a 11 tl e s * p r ,1 c h e geworden uml drangt sich im idiriitliehen Leben in einer Weise vor, die niemand erwartet hotte. Ls!-4 genuil int Interesse der Neueinwandenulcn /u begrüßen, daß man ihnen da* Eitliebcn nicht allzu sehr erschwert; dennoch inuli :1* für die Toleranz eine Greii/i: :־eben, ri lioii um der lausende willen, die mit grober I nugie in das I1ebr.d-.rl1c Kulturleben llincinstrchen und in 1111!1 auch ihren Platz finden! Wirtschaftliche Aussichten i n vv i r t 8 c 11 a f t 1 i c h er B e 7. i e 11 u 11 g ist die herr- «Chemie Stimmung vielleicht auf den (ieneraliieitiicr zu bringeil, (!all man fitr die /ukunfti:;c Entwicklung wieder hoff* n 11 n 1׳ » v111 ס e r ist. Das bedeutet natürlich nicht, daß in der letzt eit Zeit wirklich etwas Reale* geschehen ist, was ritte l'jiOnwimm:׳ vier ,׳konmuKTieii Situation bedeutet. Die I im:• 1!ר• ■n di t l. '!11 u'ieti sicht jedoch einen ק s v 1:11 o 1 o g i - II cli eu f a k t < 1 r dar, der die ( >pfimf*(cn stärkt, und es ist ja Ink,•!יו nt, daß derartige sei lische Motive für den Abi,auf des \\'i::*ch.1־t1«proze—■cs und besonder• die Unternehnlungstätig keil von Bedeutung sein k >11t1el1. I׳׳i'finoWi rriiid mit aller Klarheit gerngf seht, daß übertriebene Erwartungen im Moment nicht 1111 Piaue sind. 1!1e K o 1!.11 י nt k r a f t d e r B (•Völkern n g ist beschrankt. Ein neues Anstel,.wn der Lohne auf das elieimdigc Prosperitätsnivertu ist vorerst nicht /ti erwarten. Die Lage wichtiger Gruppen der ai beitenden Bevölkerung, zurr» Beispiel der Arbeiter in den Kolonien, ist schwierig, zumal die Konklirren/ der arabischen Arbeit sich wieder mehr oder weniger fühlbar machen wird. All diese Faktoren zusamniciKjenommcri wirken hemmend auf die Entwicklung ein, uml (־?. kommt darauf an, durch planmäßige Aktionen seitens der emVntlieheu und privaten Institutionen die Initiative an- ZUrcgcn. I in Beispiel dafür, In welchem Umfange dies möglich ist, bietet das gewaltige Unternehmen einer neuen Stadt* grün vl 11 n g im Süden von Jaffa. Wo noch vor wenigen Monaten mir eine׳ vv ustenarliyc DünenlaniDcltaft war, durchzivilen jetzt «ohlaiisgebaute Straßen tlie Gegend. Schmuckplat/.c sind vorgesehen, und bis zu den Verkcfirüzeiclicn ist alles vorhanden, was eint: große Stadt nötig hat. Es gibt auch!!«.:reit* eine Anzahl industrieller Unternehmungen in dieser jieixit Sicdhuig und da liebem Wohn hä 11* er, sowohl für Iniigeihdte K1 eise wie :111411 für Arbeiter. Ein Teil des (11:,!׳״dt׳s wiid von vier! lisiadnitU bebaut, während ein anderer 'Ir!l auf |1! iv :lU.apit.'ili'ti-eher Hnsl* seitens der Agrobank — tun 1a t 'ntci itvimieii mit Marler Aktivität — aufgeschlossen wiuk i/ic 1.1:t”. n klung dieser?ivdlnng ist in wahrhaft amerikauisMi, n! Te:::|i״ vor soll gegangen, tmd sie •teilt eines i'vr »u :,1k.1M.tu1 7, i, 1:1:11 der 11 ngehroeliencn iudLchen initiative and! i'i ui־ r muw.wwui Zeit dar, das sich in seiner Art au >7;׳ B. Siedlung der 1 Lnia-Iia)־ windig ,1:11-1lilielit. Bes u: k: - vv uh'ig winde dieses Unternehmen dadurch, daß cs du! A'D.u-'u.ukt im Baugewerbe, der ,׳eitvvci־e sehr a!1gv.sj•11 v. ,11, unriddih emhutete. Und die Politik? AM!ו i-t gern igt, von n ulivii her nit/uiuliiiicit, daß die (in 1 נ t 1 s v!1 e r: 1 r,1;,e:־ das Leben im Emule in allen seinen Zwo,11 .־ tibei'. i, tuen. Diese Annahme i-t irrige. Die breite .11:10׳,׳ ist uuii'i iH'u'if, bi'sliinniteii poiicmhen Parolen zu folge 11, aber -,1: i-t dodi viel stärker an der Gestaltung der vv irt-i I1af11:,:bvn und sozialen Lebensbedingun gen interessiert als :111 ikui t ragen der grofk'ti Politik, I s macht sich eben!חוו!(, r 1.,’ 1: mm g! u!---׳: X ס r m a I t s i e r ti 1t g des Volks-!cluns b,:m Br. mit .dd den \'or- und Naditeilen, die das Vorhuidummu cm: vv irk, bei teil Volksmassc tuit sich bringt, fiewn'i ln, -t׳d!t d.iln i die GeT:dir, daß die Menschen gelegentlieh auch 1u1!,l,1׳t 11 i.idikaiui Parolen nachlaufen, und e* bc* darf 1 fafi er mehr denn je einer festen, zielklaren Puh rtiiig, die wahrend der kritischen Monate vorhanden war und dem Jischuw den richtigen Weg des Auiharrens in der Arbeit wies. Es ist zu hoffen, daß in der jetzt beginnenden nicht weniger schwierigen Periode der poii* tische n V e r h a!1 d i u!1 gc n die gleiche, In den Grundfragen feste und dabei doch vorsichtige Lenkung de» JUchuw beibelialten werden wird. Die Konzert-Saison beginn(. Sie wurde durch ein Kon* zeit des Hauserquartetts eröffnet. Auf dem Programm standen je ein (Juartctt von Beethoven und Brahmt sowie cm Trio von Schubert. Die einheitlichste Darstellung gelang bc! Dralons, auch die letzten Sätze de* ״Quartett Scrioao“ von Beethoven (op. 05) lieflen den exklusiven asketischen Stil der Spider in Erscheinung treten, während die ersten Sätze des fk-cthoven-Ouarfcrfs allzusehr zerflatterten. Sicher liegt das teilweise i!1 der Natur diese* Werke» gelbst, in ’>vim־r dusteren Schicksalshafügkclt, die •chließlich doch zu einem gnadcnvollcn I'mfe geführt wird, D«1 Schubert* Ifitcnnt/zo hätte mit seinem bezaubernden Schlußrondo eine Erlösung sein können, wenn cs nicht eins der schwächsten Werke des Meisters war«. Die musikhuflgrige Menge füllte die Evelina da Rothschild Hall. Der High Cntnrnfssloner war zugegen, sowie Mitglieder der Royä! Contmlssfon. A. j.-L, Das Neueste in Kürze Dr. Chain! W e i z in a 11 n ist vergangenen Donnerstag in Begleitung seiner Gattin und der Exekutivmitglieder Ben Gurioii und Schertok, die ihm nach Alexaudria entgegengefahren waren, In Haifa c I n g e t r o f f en. 20 00״ Menschen haben am 20. November der Beisetzung des verstorbenen Redakteurs der Tageszeitung ״Davvar“, Mosche B e i I i!11> o n, beigew olint. Sämtliche Mitglieder vier Stadtverwaltung von Tel-Avvivv mit Bürgermeister Rokach an der Spitze und Vertreter aller öffentlichen Institutionen der Stadt nahmen an dem Leiehenbegünpiis teil. Während der Bciüt't/ung herrschte in Tel-Awiw Arbeitsruhe. Das Grab Beilinsoris befindet sich liehen dem von Dr. Arlosoroff. Am Grabe wurden mehrere Reden gehalten. Scheich El Kassa I!, der Vertreter von König Ihn Saud, traf gestern in Jerusalem ein, ivo er mit Araberfuhtern zusanimeutraf. Ab 23. November amtiert der bisherige Erste Po 11־ zeirichter von _ Jaffa und Tcl-Awiw, Commander K. B. 1)011111}־, ausschließlich in T e 1 ־ A w i vv. Zum Ersten Polizeiriditcr von Jaffa wurde P. J. ßourke ernannt. Bisher gab cs keinen eigenen Polizeirichtcr für Tel-Awiw. Das A n p e 11 a t i 0 ri 6 g c r i c 111 verwarf die Berufung Von drei Arabern, die am 2. November z tun Tode verurteil t wurden, und lehnte es ab, deren Begnadigung m empfehlen. Der unter dem Namen Shlomo Ha-Alktishi bekannte Schriftsteller Z a 1 in a n Epstein gturb heute in Ramat Qan. Eine acht Mann starke Bande bewaffneter Araher versuchte in Beit I )egan in eine Plantage ein/udriiigen, die rund um ein arabisches f laus heriitii gelegen ist, Ein achtjähriger arabischer Knabe schlug Alarm und versuchte dann zu fliehen, wurde jedoch von den Banditen ers e 11 ossc!1. Die arabische Amvnltskammer hat 111 einem Schreiben an Sir Michael McDonnel, den in den Ruhestand tretenden Oberrichtcr von Palästina, den Dank der arabischen Anwälte für seine Arbeit im Dienste der Gerechtigkeit übermittelt. In Tel lltvinsky ttberUclert drei bewaffnete Araber den arabischen Wächter einer Plantage, der seines Geldes beraubt wurde. Angrenzend an das Gebiet von Kirjat Chajitn Soll an der Küste im E in c k S e b u 1 o 11 eine neue vorst iidtisc he Siedlung durch die Bayslde Land Corporation Ltd. errichtet werden. Die Corporation beabsichtigt, alle erforderlichem Bauten, Wohnhäuser, Straßen usw. sowie die notwendigen Installierungen seihst durchzufl'ilircn. Die Palästina-Regierung kündigt an, daß in Anbetracht der Mißernte in einer Reihe von Bezirken der Betrag von ü 34 OOO für Darlehen an notleidend« Bauern ausgesetzt worden ist. Auf Grund von Zertifikaten trafen in dieser Woche in Palästina 30t) Flüchtlinge aus R u ff 1 a 11 d und Buchür* ein, die sich bisher in Afghanistan aufgehalten haben. Einer Meldung der arabischen Tageszeitung ״EI Liwaa“ zufolge wurden von der libanesischen Polizei zwölf Juden verhaftet, die versucht hatten, die palästinensische Grenze ohne Visa zu überschreiten. Für Inhaber palästinensischer, irakischer oder ägyptischer Pässe wurde der Visums/vvang für die Einreise nach Gypcrn aufgehoben. Ein aus Persien stammender Jude ist mit einer Herde von 31 Schafen in Palästina e i!1 g e t r <> f f e!1. Er beabsichtigf, in der Nähe von Afuleli eine Karakulschaf-Zucht anzulegeii. Eine Meldung im ״Fdestin“ besagt, daß eine Reihe arabischer Kaufleute sich nach Aegypten begeben hat, um dort Beschäftigung bei Gesellschaften oder Fabriken als ara* bische Agenten oder Vertreter zu finden. Tel-Awiws ״Börse“ Nach Beendigung des Streiks Kann der Börsen e r s a t z, den sich die jüdische Wirtschaff Palästinas in dein Tcl-Awiwer ״Effekten-Clcaring* Iftnisc" geschaffen hat, den Anspruch erheben, ein zuverlässiges und selbständiges Konjunkfurbaromeier zu sein? Zinn mindesten ist er es auf einem sehr wiehlijaen Gebiete. Gerade der M i 11 c I s t a n d s - F i n w a 11 d e r e r bat in besonderem Ausmaß das Effektengeschäft als Finanzierungs-Instrument für die schaffende Wirtschaft sowie als Anlageinstrument für die eigenen Reserven In Palästina gewissermaßen heimisch gemacht. Zumindest für diesen Kreis, aber natürlich auch für die Gesamtheit, sind (1,111er die kleinen Bewegungen an diesem kleinen Wertpapiermarkt nicht ohne Interesse. Allerdings hätten die Erschütterungen, die Palästinas Wirtschaft in der letzten Zeit durchgcmaeht hat, in allen anderen Ländern stärk«re Ausschläge der Börsenkurse zur Folg« gehabt. Der kleine, kaum z.wanzigzeiligc Kuts/ettel von Tel־Awiw zeigte dagegen auch in den letzten Wochen des arabische» Streiks ein s t e t iges, beinahe starres Bild. Mau tvürdc jedoch dieser kleinen Börse unrecht tun, wollte mau annchmen, daß sie von den Stürmen der großen Welt gänzlich unberührt geblichen wäre. 111 den Tagen, als die grundsätzlichen Abwer- 11t n g * b e s c!11 ü s s e einiger Goldblockiänder sdion bekannt geworden waren, die Auswirkungen aber noch nicht flheisehbar erschienen, kam cs zu gewissen Angstverkäufen, die aber schon nach kurzer Zeit aufhörten und leine nennenswerten Spuren ]unterließen. Die Widerstandsfähigkeit des Kursniveaus darf keineswegs nur auf die Kurs pflege zurückgeführt werden, auf die natürlich ein so junger und empfindlicher Markt wie der palästinensische, namentlich in den für Kleinkapitalisten so de* IhSxjjß* des jJldlsckj&n, Qufoq üh>e*(cs in TqlclsflHM wichtigen festverzinslichen Standardpapieren noch weniger verzichten kann als irgendein andere.« Lind. Auch das Vertrauen des Publikums in die gesunden Grundlagen des Wertpapiermarktes und der großen Unternehmungen, die aut ihm vertreten sind, hat sich gerade durch die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit befestigt. Hinzu kommt, daß denjcnigen Kreisen, die ihre palästinensischen Investitionen in t-orm von Wertpapieren vornehmen wollen, mit eine begrenzte Auswähl von ״börsenfähigen“ Werten zur Verfügung stellt. Man trennt sich also nicht 'ohne besonderen Anlaß von seinem Besitz. Daher sind die U m s ii t z e, die sich aus Tauschirans־ aktionen des Publikums ergeben, recht ן e r i n g, und andere Umsätze kommen praktisch kaum vor. Es gibt bei dem Tcl-Awiwer Börsejersatz kefne Spekulationsgcfahr. Eher könnte man im Gegenteil von der Gefahr einer Verwöhnung des Publikums sprechen. Will inan nicht auf jede Kurs wahrheit verachten, so muß man auch die Möglichkeit von Kursschwankungen in Kauf nehmen. Auch bei strengster Auswahl der zum Börsenverkehr zugdasseacn Unternehmungen, bei sorgfältigster Placierung der Aktien und Obligationen sowie bei weitgehender Kurspflege kann_ es einmal Veränderungen l!1 der markttechnischcn Situation geben, kann das Aul und Ab der Konjunktur sich auswirken, können die Erträge einer Gesellschaft einmal steigen oder lallen. Das gilt besonders für ein so junges Wlrtschaftsgebilde, bei dem ein großer Teil der Investitionen in Landwirtschaft und Industrie dem Aulbau und der Erprobung dient. Neben solchen allgemeinen Faktoren, die den ganzen Effektenmarkt eines Landes beeinflussen, können auch in ein-?.einen Papieren Sonderbewegungen stattfinden, die auf bestimmten, nur für die beteiligte Gesellschaft gültigen Umständen Dcruhen. Eine solche Sonderbewegung war in letzter Zelt in den Vorzugsaktien der Palestlnc Land Development Company, der zentralen jüdischen Bodenerwcrbsgesellschaft, tu beobachten; es sei schon vorweg bemerkt, daß sowohl der Effektenmarkt alt Ganzes wie die beteiligte Gesellschaft im besonderen auch in diesem Falle die Probe aufs Excmpel bisher bestanden haben. Die Vorzugsaktien der PLDC. standen in den letzten Wochen unter einem gewissen Druck, der allerdings in keiner Weise in den inneren Verhältnissen der Gesellschaft, sondern lediglich in der äußeren Marktlage der Aktien begründet war. Einen Tag lang gingen die Vorzugsaktien sogar auf 89 zurück, aber auf dieser Basis meldete sich schon wieder Nachfrage, so daß sich der Kurs allmählich auf 93 für die Vorzugiaktlen und 96 für die Stammaktien erholt und auf diesem Niveau schon seit einiger Zeit behauptet hat. Die Ursache für den zeitweiligen Kursrückgang war die Tatsache, daß die im Mai d, J. emittierten XP 75 000 nuien Vorzugsaktien zwar von einem Bankcnkonsortium fest übernommen wurden und der Gegenwert der Gesellschaft /»geflossen ist, daß sielt aber der Weiterverkauf an das Publikum nicht so glatt vollzog wie bei der vorigen Emission, die durchweg in festen Händen imtcrgebracht worden war. Aber ein eindrucksvolles Gegengewicht gegen dieses latente Angebot bildete die starke innere Position der Gesellschaft, die während der Prosperity große Reserven nnsammeln und im laufenden Jahr ihre Schulden nochmals halbieren konnte. Eben jetzt hat die PLDC.j durch Verteilung einer Z w i » c 11 e 11 d i v i d e n d e von 3 °;01 auf die Stammaktien dargetan, daß man auch für dieses Jahr einen angemessenen Gewinn aus dein laufenden Geschäft erwarten darf, wenn auch die Höhe der endgültigen Ausschüttung beute noch nicht fcststehen kann. Allerdings ist diese Ankündigung nur für die Stammaktien interessant, denn für die Vorzugsaktien ist, wie erinnerlich, schon früher durch Abzweigung eines Betrages von XP 16 000 aus dem ailgemef• neu Reservefonds von XP tOUOOO Vorsorge getroffen worden, daß für etwa zwei Jahre die 6׳'.>igc Vorzugsdividende auci; unabhängig von dem jeweiligen Reingewinn gezahlt werden kann; aber diese Rücklage braucht nicht in Anspruch genommen zu werden. Die Standardpapicre des palästinensischen Werfpapfermarktes, die Pfandbriefe und Aktien der Allgemeinen Hypo* thekenbank haben ihren Kurs behauptet. Noch bis Mitte Juni ist der Pfaiidbrlefumlmif des Institutes langsam aber stetig weiter gestiegen. Seitdem aber haben au? der einen Seite die banken aus Abgaben des Publikums gewisse Beträge übernehmen müssen, während auf der anderen Seite der Absatz nacliließ. Auch hier aber verlieh die Oeringfügigkeit der Umsätze sowie die innere Bonität des Hypotliekenntand* Briefes dem Markt eine Stütz«. Die Verlangsamung des Pfatdbriefabsatzes ist nicht nur aus psychologischen Gründen tu erklären. Auch die Einfuhr frei verfügbaren Kapitals ist kleiner geworden, denn ein großer Teil der Auslandsgelctr, die heute nach Palästina gelangen, kommt von vornherein in gebundener Form (durch Effekten — oder Warcntrunster), kam sich also eine Anlage nicht mehr frei wählen. Gerade ccr Besitz, von Pfandbriefen verteilt sich auf viele kleinere Kapialisten, die erst liier, oft nach einer gewissen Wartezeit, 11»e Reserven I« dieser Form angelegt haben. Möglicherweise st auch das heutige Angebot teilweise damit zu erklären, d!ii manche dieser kleinen Pfandbriefbesitzer Rücklagen tnobiisieren muflten. Die Emissionen der Arbciiersiedlungsbatik NIR habt« durch ihre Einbeziehung In den Tel-Awiwer Brtrsenvcrkötr f" größer ist als das Angebot. ׳Der Kurs ist End« Oktober!fit 73*4 gegenüber dem Stand der Jalircsmittc unverändert $- blieben. Wie bekannt, ist ein wesentlicher Teil dieser Papfoe auf dem Vege des Transfers abgesetzt worden und komrtt, soweit überhaupt, nur sehr allmählich an den Markt. In den Seluildversrhreibiingen des Keren Kajemeth fanden einige Umsätze statt. In den übrigen Werten des pal• stinensischen Kurszettels gab es keine nennenswerte Bewp gttng, teils, weil das Schwergewicht des Marktes an dir Londoner Börse liegt — wie bei der i> a I c s t i tt c F. 1 e c t r Ic und der Palestine Poiasli •- teils, weil »ich die Aktien odjr Obligationen völlig in festen Händen befinden, wie dies bti der jungen ״Bi zur“ (Finanzierungsgesellschaft für öffetiliehe Arbeiten) der Fall ist. ' 1 Für die Zukunft ist cs natürlich wichtig, daß mit da Rückkehr normaler Verhältnisse auch der Absatz neuer Wer) papiere wieder zunimmt und auf diese Weise das mobil Kapital in größerem Umfang zur langfristigen Finanzierun der Wirtschaft nutzbar gemacht wird. W. Düsterwald, Tel-Awh Keine «luden im Hebron Jerusalem, 20 .November. (JTA.) Von den Juden att Hebron, die zu Beginn der Unruhen nach Jerusalct geflüchtet sind, haben einige Hebron jetzt besucht und sic! Bei bekannten Arabern erkundigt, ob die Rückkehr de Juden nach Hebron möglich sei. Es wurde ihnen der ״freund schaftliche Rat“ erteilt, sich mit dem Gedanken einer Rück kehr nach Hebron überhaupt nicht mehr zu befassen. Dü Juden würden dort nicht nur keine E x i s t e!1 z ni ö g 1 i c 11• k e i t finden, sondern auch ihres Lebens nicht sicher sein, Bar WNzwah -Termine 1 Am 12. Dezember (28. Kidew): Kuben ■Schramm. Sohn vonj Dr. M. Schramm (früher- Gotha), Haifa, Jerusalems!,!-. 26. j

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