Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 93 (20.11.1936)
- Date
- 1936-11-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 93 20. XI. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 Zur Selbstkritik ״Chance der Ernüchterung*‘ Von Hans Lamm, München Jüdische Musiker in London Von unserem Musikberichterstatter Die Tatsachen, denen man klar ins Auge blicken sollte, daß das Interesse der jüdischen Oeffentlichkeit an jüdischen Dingen gesunken ist, daß die Yortragssäle und Veranstaltungen nicht mehr so überfüllt sind wie in den letzten 2—3 Jahren, daß die oft übersteigerte Anteilnahme an jüdischem Oeschellen in bedenklichem Maß einer Resignation und Erschlaffung weicht, beschäftigt Hirne und Gemüter all jener, denen aus inneren oder;inneren Gründen jüdisches; Leben am Herzen liegt. All diese Erscheinungen —- daß etwa z. B. auch der Buclnnarkt kaum mehr erwähnenswerte Neuerscheiiiungen jüdischer Art bringt — haben eine Wurzel. Sie atifzuweisen und damit vielleicht einen Weg zur Abhilfe anzuzeigen, ist Absicht der folgenden Zeilen. Der Umschwung nach 1933 hat die Chance und die Gefahr gebracht, daß viele zu uns stießen, die zwar früher nicht formell aus den Gemeinden ausgeschieden waren, innerlich alier kaum mehr Bindungen zu jüdischen Dingen besaßen. Diese Leute begannen nun und für diese Leute begann man das Judentum zu ״entdecken“. Das Interesse, das sich noch wenige Zeit, vorher auf Graphologie, Psychoanalyse, Spiritismus oder ähnliches konzentriert hatte, wandte sich, oft nur oberflachlieh, jüdischen Dingen 7.11. Nun, man fand 1933 an dieser Entwicklung noch nichts Gefährliches und nahm auch ihre Auswüchse nur anekdotisch. In der Tat, es hatte auch etwas Rührendes an sich, wenn Leute, die Monate zuvor noch nicht das Alcph-Bet gekonnt hatten, nicht nur mit ״Schalom", sondern noch gewichtigeren Ausdrücken der hebräischen Sprache um sich warfen, oder andere, die kurz vorher noch kaum geahnt hatten, daß die Juden aus Spanien einmal vertrieben worden waren, nun tiefgriindig sich über Gabirol oder Chasdai ibn-Scliaprut äußerten. Trotz allem: viele Ansätze neuen verheißungsvollen Strebens waren zu registrieren und selbst Menschen, die nur aus innerer Anteilnahme an Jüdischem daran Interesse hatten, waren freudig überrascht. Seit jenen Tagen sind fast drei Jahre ins Land gegangen: eine Zeit, die ausreichend war, um Spreu von weizen zu sondern und 150 <״־,׳ige Neujuden von denen, die wirklich ernst und schlicht mit den Dingen ׳äugen. Der jüdische ״Betrieb״ ist wieder auf ein innerlich-legitimes Maß zusammengeschrumpft. Wäre dies nichts als die Sonderung des Echten von der Fassade, dann könnte sich niemand über diese Ent- Wicklung so freuen wie der, dem die Dinge ernstlich am Herzen liegen und der deshalb diese überlaute Schein- Renaissance von Anfang an mit Unbehagen wahrgenommen hatte. Es gellt aber um Wesentlicheres: um unsere jüdischen Menschen und ums Judentum, zwei Dinge, die vollen Emst von uns fordern. Um die jüdischen Menschen: all die, welche 1933 und später sich auf jüdische Dinge geworfen haben, batten dies zumeist als ehrlich Suchende getan; sie waren mit unerwarteter Heftigkeit aus ihrem bisherigen Kultur- und Lebensbezirk ausgegiiedert worden und suchten nun neue Fundamente von Festigkeit und Tragkraft. Haben die Krornvächter jüdischen Guts und die — berufen oder nicht — sich dazu aufschwangeil, ihnen das Gesuchte gewährt? ich glaube, daß wir bei ehrlicher Selbstprüfling, mit schlechtem Gewissen, liier ״nein“ sagen müssen. Wenn heute Zclmtausendc rcsigniert wieder von jüdischen Dingen lassen, dann haben nicht die jüdischen Dinge versagt und nicht diejenigen, die sie ehrlich finden wollten, sondern ihre ״Führer“: Man gab Laroien und nicht Gehalte, Mittelchen und nicht Wissen, ^(ütlzQ ALLIGATOR1^ UNSER E Berlin, Tauentzienstraße 16 Hamburg־, Jun8׳f<״rnstiey 43 Kola a. Rh., Hobe Straße 115 Essen, Limbeekerstraße 10 VERKAUFSGESC HAFTE: Essen, Am Hauptbahnhof 10 Bochum, Kortumstraße 67 Fr a nk f urt-M, Roßmarkt 15 Zentrale: Offenbach a, M. W up per ta I - El ber f eld, Herzoystraße 36 man machte die Materien ״leicht“ und ״interessant“, die gerade diesen Ehrgeiz gar nicht hatten, sondern die wesensmäßig schwer und spröd sind und erarbeitet sein wollen. Unsere Menschen sind — seien wir dessen froh! — herkuufts- und bildungsmäfiiß zu gescheit und 711 geschult, als daß sie davon auf die Dauer könnten befriedigt werden. Sprechen wir es — so hart es klingt und ist — doch einmal offen aus: in dieser Stunde laufen wir Gefahr, Tausende, die 1933 zu uns kamen (teils freiwillig, teils durch den Druck des gemeinsamen Schicksals), zu verlieren: Tausende und nicht die schlechtesten: Menschen, die den ״Betrieb“ als hohl durchschaut haben, die enttäuscht, sich auf sich selbst zurückziehen. Es ist sehr fraglich, ob aus dieser Resignation für den Einzelnen wird Fruchtbares erwachsen können. Jedenfalls: und diese Gefahr ist groß genug — droht die schwer errungene Gemeinschaft wieder abzubröckeln und in großen Teilen wieder in haltlose Individuen zu zerfaßen. Nicht nur die jüdischen Menschen sind also einer Gefahr ausgesetzt, sondern auch die jüdischen Werte selbst. Die Tiefenwirkung der ״jüdischen Erneuerungsbewegting“ hat man oft überschätzt: wer sich mal die Mühe machte, regelmäßig den Hörerkreis der Vorträge, der Kulturbünde, der Lchrhäuscr zu mustern, wird erstaunt bemerkt haben, daß immer wieder die gleiche dünne Schicht sich einfand, daß einige Hunderte (in Berlin vielleicht: Tausende) von Getreuen kamen, daß aber die große Masse ausbiieh. Hier setzt mm die Chance von 1936 ein, die ich die ״Chance der jüdischen Ernüchterung“ nennen will. Die Ernüchterung schließt in sich die Gefahr der resignierten Vcrzweiflung und des Rückzugs. Wer aber diese Chance zu nützen weiß, wird die Besten und diejenigen, die sich am ehrlichsten mühen, auf einen echten Weg zum Jüdischen führen können. Es wird unseren Menschen nahezubringen sein, daß es darum Relit, einfach zu arbeiten, zu forschen und zu lernen, daß vor das Problematisieren und Mitreden im Jüdischen mehr aJs sonst überall das Hören und Schweigen gesetzt ist. Die Chance der Erneuerung wird eine der Lehrhäuser und des Lernens sein. Wenn sie von den berufenen Lehrern (sie müssen gar nicht unbedingt mit Titeln und Würden approbiert sein!) nicht erkannt, von den Schülern nicht mit Treue, Hingabe, Unverzagtheit und demütiger Geduld genutzt wird, dann war alles Gerede um ״Erneuerung“ im Endeffekt ergebnislos. Wenn ״Erneuerung'‘ seinen Sinn darin haben soll, Altes nicht nur zu übernehmen oder zu verwerfen, sondern es fruchtbar, organisch und sinnvoll zu verändern, dann erkenne man, daß im Judentum vor allem vor das Verändern das wissen um das Zuverändernde zu setzen ist, daß also die Forderung hier allein ״Wissen und Verändern“ heißt. London, im November Seit ungefähr sechs Wochen herrscht im Londoner Musikleben ״Hochbetrieb“. Auch in diesem Konzertwinter ist der prozentuale Anteil jüdischer Künstler groß. Wie stets sind auch diesmal die Pianisten in der Ueber/ahl. Den Auftakt gab der junge Ungar Louis Kcntner mit einem Liszt-Abend. Kentner, eines der mcistversprechendcn Talente der jüngeren Pianistengeneration, liat den Abend sehr intercssant und fesselnd gestaltet. Eine von Liszt in seinen letzten Jahren geschriebene und erst jetzt veröffentlichte Komposition ״Nuages gris“, die in verblüffender Weise den Impressionismus eines Dcbussy vorwegnimmt, erlebte bei diesem Konzert ihre Erstaufführung. — Mit einem sehr sorgfältig gewählten Programm, das ti. a. die selten zu hörende D-Dur Toccata von Bach enthielt, erspielte sich die bekannte Londoner Pianistin Myra Heß einen wohlverdienten Erfolg. — Nadia Eitington, eine Palästinenserin, ist trotz ihrer offensiehtliehen pianistischen Begabung für das öffentliche Podium noch nicht reif. Das auch zu ambitiös gewählte Programm enthielt zwei kurze Stücke von Sternberg und Rosowsky. — — In die Sphäre der leichteren Muse führten uns die beiden wunderbar aufeinander eingespielten Klavierducftisten Rawicz und Landauer, ״the King’s imisidans“, wie man sie nach ihrem erfolgreichen Privatkonzert in An- Wesenheit des englischen Königs liier jetzt nennt. Seit dem Auftreten der beiden Franzosen Wiener-Doueet dürften diese beiden Wiener die beste Kombination iii diesem Genre vorstellen. Unter den Geigern lenkt ein neuer Name die Aufmerksamkeit auf sich: Grisha Goluboff, ein Schüler Hubermans. Der kaum Vierzehnjährige spielte mit den Londoner Philharmonikern unter ß e c c h a m das G-Dur-Konzcrt von Mozart mit einer ganz verblüffenden technischen Uebei legenheit und einer in diesem Alter auffallenden stilistischen Sicherheit. Man wird sich diesen Namen merken müssen. — Nach langer Abwesenheit erschien wieder Nathan Milstein auf dem Londoner Konzertpodiuni. Die große Kunst dieses jungen Russen ist bereits international bekannt. Am schönsten gelang ihm Brahms’ D-Moll-Sonafe, mit echt romantischem Schwung, aber gleichzeitig vorbildlicher Klarheit im Aufbau vorgetragen. Unter den Gesangsabenden ist der der bekannten Lieder- und Oratoricns.üugerin Lotte Leonard besonders erwähnenswert. Das Programm umfaßte neben einer Gruppe Schumann und Schuber1 eine Anzahl der erst ganz kürzlich veröffentlichten neuen Hugo Wolf-Lieder, in denen der noch im Jünglingsalter stehende Meister seine starke stilistische Abhängigkeit in erster Linie von Schumann zeigt, obwohl sich hier und da bereits Anklänge an seinen späteren reifen und persönlichen Stil finden. Frau Leonard erwies sich in diesen nicht nur historisch, sondern auch rein künstlerisch wertvollen Liedern als eine sehr einfühlsame und intelligente Interpretin. Ein besonderes Lob gebührt ihr für Schumanns ,,Der arme Peter*'‘, den sie zu einer kleinen »nusikalisclien Szene auszugestaltcn verstand. Von Werken jüdischer Komponisten hörte man im zweiten Pliilliarmoiibclien Konzert die 1930 entstandene Ouvcrtiire ״La Bisbetica Domala“ (Der Widerspenstigen Zähmung) von Castelnuovii- I u desc o, einem der führenden Kornponisten der italienischen Moderne. Diese kurze Ouvertüre, vom Komponisten seihst dirigiert, ist eine anspruchslose, aber im echten Buffogeist gehaltene Musik. — Ein ״Intermezzo“ aus der Oper ״Don Juan de Manara“ des in Amerika lebenden iüdisch-en<dUdn־n Dirigenten und Komponisten Eugene Goossens fe-selie durch seine eruptiv-dramatische Sprache. Die ganze < )per soll im nächsten Frühjahr liier zur Uraufführung gelangen. — Gustav Mahlers ״Lied von der Erde", das liier .1!liierst selten zu hören ist, erlebte im zweiten PiiilharnnmiVehen Kon/crt leider eine ziemlich vorunglückte Aufführung. Weder der Dirigent (Julius llarrison) noch der Tenor (Hermann Simherg) schienen in den Geist dieses für eine ganze Komnoni-teiigeucration richtunggebenden Werkes eingedningen zu sein. Dies war um so bedauer- Hoher, als Mahlers Musik bisher ohnehin auf wenig Verstandnis beim Londoner Publikum 1״ dollen ist. — Fine äff enthebe Wiederholung von Sch ö ״ bergs jüngstem Werk, einer Suite für Streichorchester, bi-tätigte die liier seinerzeit bei seiner englischen Erstaufführung (April 1939) geäußerte Ansicht, daß Schönberg in diesem ()pus eine deutliche stilistische Wendung in der Richtung tonaler Gebundenheit macht. Dr. Masco Carnet* Dr. Kanowitz in Stockholm Von unserem Berichterstatter H. R., Stockholm, Mitte November Ein wichtiges Ereignis im zionistischen Leben der schwedisehen Hauptstadt war der Aufenthalt des Delegierten der Jewish Agency, Dr. S. Kanowitz. Wir lernten in ihm einen Redner von faszinierender Art kennen, der die Hörer zu packen und mitzureißen versteht. Daß ihm dies auch bei der Stockholmer Judenheit vollauf gelang, bewiesen die verschiedenen Zusammenkünfte, die er in überfüllten Sälen abhielt. Die schwedische Tagespresse brachte Interviews von ihm über die Lage in Palästina. Sechs Stockholmer jüdisch-kulturelle Vereine veranstalteten einen Vortragsabend, an dem Prof. M. Ehrenpreis einleitende Worte über Palästina sprach. Kanowitz sprach über ״Die Lage in Palästina nach den Unruhen“. Die Mifal-Bizzaron-Aktion für Schweden wurde damit ins Leben gerufen und hatte sofort ein glänzendes finanzieilcs Resultat zu verzeichnen. Nach demselben Muster wie in Polen soll sich auch die schwedische Jugend mit all ihrer Kraft für die Wiederaufbauarbeit durch Sammlungen einsetzen. Die Verbindung von Dr. Kanowitz mit der Jugend zeigte der Abend, an dem sich (zum ersten Male) die vier jüdischen Stockholmer Jugendvereine (Jüdischer Klub, Misrachi, Jüdischer Studentenvercin und Makkabi) zusaminengetan hatten. Dr. Kanowitz hielt einen Vortrag über ״Die jüdische Jugend in Lrez Israel und der Gallith“. Im Fratien-Verein sprach er am nächsten Abend über ״Sozialarbeit in Palästina“. Im Hause von Prof. J und eil fand eine Zusammenkunft sämtlicher Stockholmer jüdischer Acrztc statt, wo Kanowitz seinen schwedisehen Kollegen über ״Medizinische Arbeit in Palästina“ erzählte. Die Stock fi olmer Zionistische Vereinigung hat zu ihrem ersten Vortrag Dr. W. Kaplun-Kogan (Kopenhagen) eingcladen, der über das Thema ״Der jüdische Mensch“ sprach. Als Impuls für ein stärkeres zionistisches Lehen in der schwedischen Hauptstadt wurde die Errichtung eines zionistischen Büros unter Leitung von Herrn Simon B r i c k beschlossen. Persönliches. In diesen Tagen verläßt Amtsgerichtsrat i. R. Gurt Tu eh 1 ei Berlin, um nach Erez Israel übcrzusicdcln. Die zionistische Bewegung in Deutschland sieht in ihm wiederum einen aus der inzwischen sehr verringerten Zahl ihrer Mitarbeiter scheiden, die seit Jahrzehnten immer wieder an den verschiedensten Arbeitspunkten sich bewährten und ein reiches Maß von Erfahrung sammeln konnten. Seit seiner Studentenzeit, die ihn in das junge ״Kartell zionistischer Verbindungen“ führte, ist Tuchler Zion ist. 1928 bis 1930 war er Vizepräside, 1935 bis 1936 Präside des ״Kartells Jüdischer Verbindungen"; seit mehreren Jahren gehörte er der Repräsentanten-Versammiuiig der Berlincr Gemc'nde an, seit 1931 dem Vorstande, in dem er das Dezernat für Berufsumschichtung führte. Der Geschäftsführende Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Deutschiand zählte ihn zu seinen Mitgliedern. Die ZVfD. wünscht ihrem scheidenden Freunde, daß seine Alijah ihm auch in Erez Israel ein neues Feld fruchtbarer Tätigkeit im Dienste des zionistischer» Aufbauwerkes eröffnen möge. JudiichcKSnstltr in Holland. Unser Haager RL-Berichterstatter schreibt uns; Der Regisseur Dr. Ludwig Berger, der früher an den Reinhardtbühnen, an der Staatsoper und bei der Ufa, später in Hollywood tätig war, ist in Holland eingetroffen, um die Vorbereitungen für die Verfilmung von Shaws ״Pygmalion“ zu treffen. — Bruno Walter hat mit dem Amsterdamer Concertgebomv-Orchester in Brüssel zwei Konzerte mit großem Erfolg gegeben. — Nathan Milstein spielte unter begeistertem Beifall der Zuhörer im Haag unter Issay Dobrowen das Violinkonzert von Brahms und in Amstcrdam unter Bruno Walter das Violinkonzert von Glasunoff. — Für das Palästina-Orchester wurde von Hubernian der Holländer J. S. de Groen als Solo-Fagottist verpflichtet. — Jiddische, hebräische und spaniolische Volkslieder sang Sarah Goldstein neben Volksliedern anderer Länder und Völker an einem Abend im Haag. •— Die durch das Lied von der jiddischen Mamme bekannte Chansonette Sophie T ucker trat in Holland verschiedentlich mit großem Erfolg auf. — Die aus Deutschland kommende jüdische Vortragskünstlerin Alice Dorell, die hier schon vielfach aufgetreten ist, fand jetzt im Rahmen des von ihr geleiteten Kabaretts ״De Lantaam“ viel Beifall nicht nur für ihre persönliche Vortragslcistung, sondern auch als talentvolle Verfasserin der Texte. Zwei Welten §§g. ׳®*fe Bei der Beerdigungsfeier für Dr. 0 s i a s Thon in Krakau nahm die ganze Bevölkerung (eil, alte orthodoxe Juden in den traditionellen Gewändern und die moderne junge Genera-> tion. Unser Bild zeigt eine Gruppe orthodoxer Rabbiner vor•, dem Trauerhause; links eine Ehrenwache jüdischer sludentischer Vereinigungen. ,,.»«awSfe. Mf .1" 90' hetzte öjjentiiehe Rede Dr. Thons, und zwar am Chag Hab« bikurim, in Krakau auf dem Sportplatz des Makkabi im Juni 1936. Fotoi: l, H. Film-Foto, Kraka« 11111n1111n!111n1111111111111111!11n1m11m111111!11111111111111m!M111m11M1H111!11n1H11[1n1111111m11111m1n11m!111n111M1111111m!!w Ein jüdischer Sportplatz in Paris. Den Bemühungen der ״Oeuvres Israeiite pour l’Education Physique“ und der Sportkonmiission der Sephardisehcn Juden in Paris ist es gelungen, die Herrichtung eines Terrains für einen Sportplatz der jüdischen Jugend in Paris zu ermöglichen. De׳ neue Sportplatz befindet sich in Blanc-Mesnit, eine Viertelstunde von Paris entfernt. Die jüdischen Sportvereine und Jugendgruppen sind übercingekommcn, die sportliche Ertüchtigung der jüdisehe!» Jugend frei von jeder parteipolitischen Einstellung durchzuführen und sich bei der Ausnützung des neuen Sportplatzes ausschließlich von dem Ziel der körperlichen Ertüchtigung leiten zu lassen.