Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 89 (6.11.1936)
- Date
- 1936-11-06
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 89, <5. NOVEMBER 1936 Makkabi Tel-Awiw begeistert Amerika Eindrucksvolle Siege in New York und Philadelphia Maccabi contra FTC. Budapest ״FerenczvarosI Torna Club Budapest“ — der Name dieses in der Weit bekannten Klubs bürgt für die üüte des vom Box-Club Maccabi am 12. November in den Musikersälen, Kaiser-Vviliielm-Str. :iI, angeset/ten Boxabends, Ferenczvarosi stellt die stärkste Mannschaft Ungarns und ist datier bcsonders viel beschäftigt. Fs spricht für den Box-Club Maccabi, daß er sein Können an so guten Gegnern mißt. Von den Gegnern seien nur Szanlo und N e 111 c t h hervorgehobm. Imrc S/anto ist mehr als 20111a! international gegen beste F.cute erprobt worden. U. a. besiegte er auch den Lettländer Dolgicer, der s. Zt. hier beim Maccabi boxte. Szanto ist Meister von Ungarn, Lettland und Hallensportfest in Frankfurt a. M. Der Bar Kochba Frankfurt a. M. führt seiner Tradition gemäß am 29. November ein Hallensportfest in Frankfurt a. M. durch. Dieses sportliche Ereignis wird von allen jüdischen Sportlern mit Spannung erwartet. Budapest, was bei der schweren Konkurrenz schon etwas heißen will, t 1ig\es Neincth stellt seinem Kltibkameradeti nicht viel nach. Auch Nemctl! ist in mehr als '20 Kiimpfen international hervorgetreten und tragt den M e i st e r t i t e 1 von Lettland und B 11 d a p e s t und war Zweiter in der ungarischen Meisterschaft, Der bei den Maccahi-Anhängern bekannte Matison (Lettland) wurde von Nemeth geschlagen, Gegen Rosenblum (Wm-ehau) endete sein Kampf .,unentschieden“. N’ o s e 11 k e s, B r a 11 11 t w e i!1, N e u ni a 11 11, Joel lind K r o n f e 111 werden ihr Bc-tes hergeben müssen, um gegen Gegner, wie sie am 12. November int Maccabi- Ring stehen werden, zu bestellen. Hockey in Erez Israel Tel-Awiw, 27. Oktober Nach Beendigung der Unruhen und des Streiks wird auch der Hockeysport in Erez Israel wieder aufgenommen. Wie alljährlich bei־innen wir mit einem Hockeyfurnier, das — bereits zur drnditiorl geworden - das dritte seiner Art sein wird. Fs findet diesmal am (>. und 7. No- VCinber iin Stadion in Tel-Awiw statt und wird eine Reihe spielstarker Mannschaften vereinigen. Makkabi Tel-Awiw, Makkabi Athid Tel-Awiw, Makkabi Haifa werden je zwei Mannschriften, Bar Kochba Jerusalem und Makkabi Jehuda Rechowolh je eine Mannschaft stellen. Vielleicht wird sich auch schon die neue Mannschaft des Makkabi Natliania am Turnier beteiligen. Gespielt wird in diesem Jahre erstmalig um einen von Rotter (Makkabi Tel-Awiw) gestifteten Wanderpreis. Lrstmalig werden auch Damen- und Jugend* niannschaften im Rahmen des Turniers Spiele austragen. Während im vorjährigen Turnier Makkabi Tel-Awiw B Sieger blieb, durfte diesmal das 1 lauptgewicht im Kampfe Makkabi Tel-Awiw A gegen Makkabi I laifa A liegen. Haifa hat in dieser Saison bereits einige Spiele gegen englische Mannschäften ausgetragen, Tel-Awiw hatte weniger .Spielgelegenheit, hat dafür aber ein intensives .Sommerkonditionstraining unter Leitung von Kurt Marx hinter sich. Auch die junge Mannschaft des Makkabi Athid Tel-Awiw, von der man Uebcrraschungcn gewohnt ist, dürfte ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben, so daß der Ausgang des Turniers völlig offen erscheint. fm vergangenen Jahre waren bereits rund 100 Aktive am Turnier beteiligt, diesmal wird eine noch gröbere Betciligung erwartet. Das Turnier gewinnt über die sportliche Bedcutung hinaus Wert als ein Fest, bei dem viele alte Sportsleutc (meist aus Deutschland und Oesterreich) ein Wieder* sehen feiern. Was bringt der Sonntag? Berlin Sportplatz G r u n e w 3! d; 14.30 Uhr: JSU, 11 gegen JS<.1. Sportplatz am S c 11 ä f t r s e e: Platz 1: 9! 1.1: 1U...A V H IV; 10.40 Ehr: Hak1,״h A, II. gl V< 11!-o. 1H; 12.2-1 1!■:: li.do.ih IV gegen l-K. IV; 14 Uhr; IU״.aö UI ״,gen DK.!1; 15.30 Uhr: li.Mol,' 1. sg.jkr gegen JsK. 1. cU.Vet, Platz 2; 0 Ute: DK, Tigoid gegen 1 Uihoah Hi. 1.1•.;, >!; 10.3׳) Uhr; IDge״,r i!. 11g1 .־.. I g, g, n il.1k.1aii 11. Ugg.ni; 12 t U: 11 .׳tgü>or I. Jugend 1|, j..g״,d: 11.301 nt: IUg3״,r 111, Schiller gegen II 131, ׳ i 1 i i 1.;־ I ■der; 14 35 1 lir: II 4:1>ur II. ts, lmlcr gegen H. ikiDi 11. Dl,der; 15.15 Uhr; Ii,1g;i!1״r 1. Schüler gegen JSU. I. Schüler. BK-B. Berlin In Danzig Die rußballmaiinsehafteu der Bezirke Berlin-Brandenburg und Ostpreußen stehen sielt am kommenden Sonntag im Pokalkampf gegenüber. Das Spiel kommt in Danzig zur Austragung. Die Berliner Mannschaft wird in folgender Aufstellung antreten: Korn; Sperber, Simon; Scharf,_ Wind, Bogcner; Fleck* mann, Deutsch, Bach, Schwang, Ringel. Kassel Vorrunde, Pokalspiele des Deutschen Makkabikreises. Fußball- und 1 landbail-Auswalilmannschafteti des Norddeutsehen Kreises gegen gleiche Auswahlmannschaften des Südwestdeutschen Makkabikrcises auf dem Sportplatz des Bar Kochba Kassel, Frl. Gottlieb springt Makkabl-Weltrekord. Im Rahmen der österreichischen Fünfkampf-Meisterschaften gelang ('s der Hakoalm crin Gerda Gottlieb einen neuen Makkabi *Weltrekord im Wcitsprung aufzustellen. Sic erreichte dabei die Marke von 5,45 m und verbesserte damit erheblich den bisher auf 5,25 m stellenden Rekord. Daneben gewann Frl. Göttlich noch den österreichischen Meistertitel im Fünfkampf und verbesserte dabei auch noch den österreichischen Rekord. Hecht schlägt Caska.!in Tennisturnier um den Robctin- Pokal gelang es Hecht, seinen alten Rivalen Caska in der Endrunde des Herreneinzel mit 7;5, 4:6, 1:5, 6;2 za schlagen. New York, Ende Oktober Eine derartig feierliche Aufnahme, wie sie der Makkabi Tel-Awiw erlebt hat, haben wir in New York schon lange nicht mehr gesellen. Die jüdische Fußballmannschaft hat in USA., und besonders unter den Juden von New York, einen wahren Freudentaumel hervorgerufen. Besonders trat dies hervor, als die jüdische Mannschaft in New York eintraf. Es war wie ein richtiger Feiertag. Unmittelbar nach Eintreffen des Schiffes war eine Abordnung der New-Yorker Behörden an Bord gcgangen, um die Mannschaft m begrüßen. Am Kai hatte eine starke Musikkapelle Aufstellung genommen, die zu Ehren der jüdischen Mannschaft spielte und •־ sich an die Spit/.e des Zuges setzte, als die Mannschaft das Schiff verließ. Die Makkabi in wurden dann in Autobussen vier Stunden lang durch New York gefahren. Es war ein Triumplizug, wie ihn eine jüdische Mannschaft vvolil seiten erlebt hat. Die Straßen waren mit blauweißen Fähnchen geschmückt. Aus den Fenstern und auf den Baikonen der Häuser stauten sich dicht nebeneinander Tausende von Menschen, die den jüdischen Sportlern zuwjnkten. Der Oberbürgermeister von New York hatte es sich nicht nehmen lassen, sich an die Spitze eines Begrüßungskomitees zu stellen. Zu Ehren der Gäste aus Erez. Israel wurde ein Bankett veranstaltet. Dabei wurde besonders die Tatsadie betont, daß es als ein besonders günstiges Zeichen anzusdieii sei, wenn das jüdische Palästina trotz der Unruhen eine Fußballmannschaft in die Welt hinausschicke. Damit hätte der Jischuw gezeigt, daß er sich stark und sicher fühle, ein Moment, das besonders ermutigend auf die Juden Amerikas gewirkt hat. Wer die amerikanische Einstellung zutn Sport kennt, kann ermessen, wie ein Auftreten einer jüdischen Mannschaft gerade unter diesen Beglcitumslnnden wirkt. Darüber waren sieh auch alle Kreise klar, da(! der Start des jüdischen Teams ein viel besseres Propagandamittel für Erez. Israel ist als Banketts mit den üblichen Reden und Toasten. Als erster Gegner des Makkabi war eine kombinierte Auswahlmannschaft der Halbprofessional-Liga anfgcstellt worden, der ein glänzender Ruf vorausging. Das Spiel fand im Yankee-Stadion vor 45 000 Zuschauern statt. Wieder wurde die jüdische Mannschaft von dem Oberbürgermeister Von den Sportplätzen Der jüngste IMakkabl-Ktub In Berlin Die Fußballmannschaft des neu gegründeten Makkabi Rostock weilte zu einem Freundschaftsspiel gegen die Hakoah in Berlin zu Gast. Die Mannschaft, die das erstemal zusammenspielte, lieferte der Hakoah Berlin ein durchaus gleichwertiges Spiel. Besonders der linke Verteidiger, Dr. Kaiser, war seiner Mannschaft durch sein genaues Ahspiel eine besondere Stütze. In der Läuferreihe taten sich besonders die Makkahiin Baier, Gimpel I und Waldmann (nach Auswechslung 2. Halbzeit Fischei) hervor, während der gesamte Sturm durch die Makkabim Hamlet, Greifenherg, Gramm, Fischei, Gimpel II sehr flüssig geführt wurde. Durch intensives Training dürfte sich die Mannschaft weiter verbessern tina in den kommenden Verbandsspielcn eine nicht uninteressante Rolle spielen. B. Fußball in Berlin JSK. I. — Hakoah I a 2:2 (Q: 2) Das erste Spiel der . neuen Saison brachte eine Ueber* raschung. Der eifrigen JSK.-Mannschaft gelang es, in den letzten 20 Minuten den Rückstand von 2 Toren aufzuholen und ein Unentschieden zu erzielen. Die Hakoah-Mannschaft vermochte nicht ihre Ueberlegenheit in Tore umzusetzen. Eine Umstellung in der JSK.-Mannschaft, durch die die Hakoaii-Mannschaft vollkommen auseinander geriet, brachte dann den Umschwung. Weitere Resultate: JSC. A3 II. gegen IfayiUor IV 2:2; JSG. IV gegen flagibor III 8:1; JSU, 111 ״egen Ifaglhor 11 0:4; fSH. 11, Schüler gegen lliikojh 1, Sehiih-r 0:13; JSU. III. Jugend gegen Hakoah IV. jugend ü;fi; JSU. II. Jugend gegen liakoah I. Jugend 2:4; JSG. I. Jugend gegen Hak,:ah TI. lugend 1:3; JSK. 11, Schüler gegen II agil »זי III. Schüler 4:1; JSU. T11. Schüler gegen Hakoah IV, Schüler 2:7; JSU. I. Schüler gegen Hakoah III. Schüler 1:1. Berlin » Mitteldeutsche Makkabi - Bezirksliga Die I-B-Mannschaff des Bar Kodiha-Hakoah weilte beim Bar Kochba Leipzig und konnte mit 0 : 1 ein ehrenvolles Resultat erzielen. Bei etwas mehr Durchschlagkraft im Sturm hätte es sogar zu einem Sieg der Berliner reichen müssen. Handball In Magdeburg Der Jüdische Kanu-Klub Berlin siegte In Magdeburg gegen den dortigen Makkabi ft;0 im Handball. Trotz des eindeutigen Ergebnisses kein einseitiges Spiel. Teilweise war sogar Magdeburgs Handballelf überlegen, scheiterte jedoch regelmäßig an der Abwehr des Kanu-Klubs, in der der Torwächter Hol dst ein, der ehemalige Torwart der I.JSG.- Mannschaft, wahre Glanztaten vollbrachte. Der Sturm des Kanu-Klubs hatte nie das gute Zusammenspiel aufzuweisen wie der Magdeburger Sturm und war nur auf Durchbrüche seines hoehtalcnticrten Mittelstürmers Nathan angewiesen, der allein 5 Tore erzielen konnte. Die südwestdeutsche Makkabirunde Im Rahmen der Bczirksrundenspiele des Süd westdeutschen Makkabikreiscs halte der Bar Kochba Frankfurt am letzten Sonntag zwei Mannschaften der Hakoah Karls* ruhe zu Gast. Im Fußballspiel der ersten Mannschaften gab es einen überzeugenden ft : 2 (1: OJ-Sieg des Platz.- Vereins. Man wurde durch hervorragende technische Leistun* gen überrascht. Die Frankfurter waren zwar stark überlegen, die badischen Gäste legten aber einen imponierenden Spieleifer an den Tag. Die meisten Chancen, die sieh ihnen wiederholt nach stürmischen Durchbrüchen boten, wurden nicht richtig aufgenut/t. Ein Fckhal! wurde von ihnen direkt verwandelt, ein weiterer Gegentreffer entstand durch Elfmeter. Die Fußball- Jugend des Bar Kochba Frankfurt gewann gegen Karlsruhe mit 2:1 (1:1) Toren; in diesem Ergebnis kommt allerdings ihre große Ucberlegenhcit nicht ganz zum Ausdruck. Die Frankfurter Damen fertigten im Handball die Datntn. des Hakoah Karlsruhe mit 6 :1 Toten ab. von New York begrüßt. Dann intonierte das Orchester die amerikanische Nationalhymne und die ״Hatikwah“. Das Spiel ergab schon nach kurzer Zeit eine haushohe Ucberlegenhcit des Makkabi. Eine Trauerminute für den veTstoibeiKn Bürgermeister Di zeug off wurde eingelegt, eine Geste, die auch auf die nichtjüdisehcn Zuschauer Eindruck machte. Das Spie! wurde vom Makkabi mit 6:0 (2:0) ge* Wonnen. Die New-Yorker Sportpresse war sich darüber einig, daß ein derartiges Niveau bisher nur von schottischen Mannschaften und von der Hakoah Wien gezeigt worden sei. Der Jubel der Zuschauer war unbeschreiblich. Sie sprengten den Poli/eikordon, stürmten in den hinciiraum und trugen die siegreichen Makkahiin;ms dem Stadion heraus. Die Tor* schützen des Makkabi waren Panz (2), Westermann (2), Hermann (1), Mansner (1). Das zweite Spiel wurde in Philadelphia ausgetragen. Der Gegner war der amerikanische Fußballmeister. Auch hier gelang es dem Makkabi, mit 1:0 einen eindeutigen Sieg zu erzielen. Die Reise der Makknbimannsdiaft durch die Staaten glich einem Triumph/uge. lieberall Empfänge und Bcgrüßungsaktionen. Eins der wichtigsten Spiele, das die ausgezeichnete Form des Makkabi besonders unterstrich, war sein zweiter Start in New York. IJicsmal hatte man die denkbar stärkste Kombination auf die Beine gebracht, eine Mannschaft, die der Professional-Liga entnommen, und die in dieser Be- Setzung Meister von Nordamerika geworden war. Es war wohl das schönste Spiel, das seit Jahrzehnten in New York gezeigt wurde. Beide Mannschaften gaben ihr Bestes, uiut doch sollte dem Makkabi der Sieg Vorbehalten sein, der allerdings erst 3 Minuten vor Schluß nach torlosem Ver* lauf des Spiels durch eine' viel bewunderte Kombination von Machlis mit 1:0 sichergestellt wurde. Auch diesem Spiele wohnten 40 000 Zuschauer bei. Immer noch stellt die Makkabi-Mannscliaft im Mittelpunkt des jüdischen New Yorks. Die großen Organisationen wie die ״Young Menüs Hebrew Association“ veranstalteten einen Festakt zugunsten der jüdischen Mannschaft. Auch Ex- Weltmeister Dempsey ließ sich die einzelnen Spider des Makkabi vorstellen und äußerte sich in begeisterten Worten über ihr Können. Besonderes Interesse brachte er auch dem Boxsport von Erez Israel entgegen, über den er sich eingehend berichten ließ. B. L Blau-Weiß Hamburg weiht seinen Sportplatz Die zahlreichen Zuschauer, die sich am Sonntag auf dem neuen Sportplatz des Blau-Weiß in Hamburg cingefunden hatten, konnten feststcllen, daß die Sportler dieses Vereins eine vorbildliche Arbeit geleistet hatten. Die vielversprechenden Anfänge des Sportplatz-Ncubaus haben nicht enttäuscht. Der Platz ist zu einer schönen Trainings- und Kampfstätte gewor* den. Die Arbeit der Mitglieder des Blau-Weiß fand tincingeschränkte Anerkennung; in der Ansprache von Oberrabbiner Dr. Carl eh ach, die er vor den aufmarschierten Aktiven der Hamburger Vereine sowie des Bar Kochba Hakoah Berlin und Bar Kochba Hannover hielt, wie auch in den beglückwünschenden Worten des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Hambürg, I>r. David, und der Redner der anderen jüdischen Institutionen, die zu Wort kamen. Für das Präsidium des Makkabi sprach Siddv (ioldsch in i d t, Berlin. Mit besonde rem Beifall wurde ein Glückwunsch des Brudervereins des Blau-Weiß, des Bar Kochba Hamburg, auf genommen, dessen Vorsitzender dem Blau-Weiß eine Fahne überreichte, die wällrend der letzten Makkabinh dem Bar Kochba Hamburg vom Makkabi Haifa geschenkt wurde. Die Feierlichkeiten wurden umrahmt durch einige besonder* bemerkenswerte Spiele, in denen u. a. der Bar Kochba Hannover auf Blau-Wein Hamburg, Makkabi Altona auf Blau- Weiß Hamburg und Bar Kochba Hamburg auf Bar Kochba Hakoah Berlin trafen. Bei den 11 a n d b a 11 er 11, die bei dem stürmischen Wetter besonders zu leiden batten, zeigten die Hamburger, speziell in der ersten Halbzeit, sehr gutes Können. Es gelang ihnen auch, kurz, nach Beginn des Spieles ein Tor zu erzielen. Es sah aus, als wenn die Berliner unterliegen würden, aber im Laufe des Spieles setzte sich die Berliner Mannschaft immer mehr und mehr durch und konnte zum Schluß einen sicheren 9:4-Sieg erringen. Die Tore der Berliner wurden von Schicsinger (2), Salinger (2), Rosenberg (2), Smedresmanu (2) und Sonnenfeld (1) erzielt. Das Fußballspiel stand zum größten Teil im Zeichen der Berliner Uebcrlegenheit. Diese Uebcrlegenheit kam auch dadurch zum Ausdruck, daß bereits in der ersten Halbzeit, allerdings mit Windunterstiitziing, das erste Tor erzielt wurde. Die Hamburger Mannschaft, der man ansah, daß sie wenig Snlelmöglichkeitcn hat, versuchte immer wieder, die gegnerische Verteidigung zu durchbrechen, was ihr allerdings' bis Halbzeit nicht gelang. Trotzdem waren es die Hamburger, die dauernd gefährliche Situationen vor dem Berliner Tor schufen. Nach Haib/.cit war die Berliner Mannschaft weiterhin im Vorteil, konnte auch bald ein zweites Tor erzielen. Blau-Weiß Hamburg, nunmehr von ihren! Publikum angefeuert und mit Windunterstützung spielend, wollte durchaus das Resultat verbessern, ln der Tat gelang es Blau •Weiß auch, durch einen Nachschuß des halbreehlen Stürmers das Resultat auf 2:1 zu stellen und kurz vor Schluß durch ein Mißverständnis der Berliner Verteidigung das 2:2 zu erzielen. Schwlmmeeting in Prag und Prcßburg. Ein internes ScJiwinmieeting des Prager Hagibor brachte eine Reihe recht guter Leistungen. Der talentierte Nriclnvuchsscliwimmer Weiß erzielte über 200m Brust die gute Zeit von 3:01,1 Min., und blieb auf der 400-m-StTecke mit 6; 25 Min. nur eine Sekunde hinter dem Rekord von Ahclcs zurück. Den zweiten Platz belegte liier Graumanti in ft :41 Min. l>ic 400 m Freistil holte sich der aus der Wiener Hakoah stammende Beck in 5:18,8 Min. Die nächsten Plätze belegten Hajck (5:39,2 Min.), Heran (5:45 Min.). —■ ln PrelHnsrg hatte der Bar Kochba eine interne Veranstaltung aufgezogen, die außergewöhnliche Form Verbesserungen zeitigte. So gelang es Baderle und der 4 X 50-m-StaffeI des Bar Kochba, die bestehenden Landesrekorde wesentlich zu unterbieten, doch dürfte diesen Rekordleistungen infolge der Disqualifikation des Bar Kochba die Anerkennung versagt bleiben. Im 100-nt-Rückenschwimmen schlug Baderle als erster in 1:13 Min. an. (Jeher 200 m siegte Frucht in 2:23 Min. Abeies gewann das 100-m-ßrustschwimmen in 1:16,2 Min. Die Rekordzeit der 4 X 50-m-StafW des Bar Kochba betrug 1;53 Min. 1