Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 85 (23.10.1936)
- Date
- 1936-10-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr, 85, 23. X. 1936 Tatsache distanzieren, daß in der gegenwärtigen Weltläge und bei der Situation Palästinas erhebliche Massen Jüdischer Auswanderer in andere Teile der Welt gehen müssen. Im Gegenteil, er hält eine sulche Ausweitung der Golah für notwendig, weil sie zur Sanierung der jüdischen Massenzentren beiträgt und dadurch die jüdische ()in sporn besser befähigt, den Aufbau Palästinas materiell dureh/uführen. Es gibt keinen Wettstreit ztvisehen dem Interesse Palästinas und anderen Einwanderungsländern, solange der Drang׳ zur Auswanderung im jüdischen Volke so stark ist wie heute, und solange die Tore der meisten Länder der Welt und auch Palästinas nur unzureichend für jüdische Einwanderer geöffnet sind. Nationale Planung — Gegen Illusionen! Nur zweierlei haben wir dabei zu fordern: Die Emigrntion muß wirklich national ׳!״plant werden, d. h. wir müssen möglichst starke Sicwecungen ״ :egen an/.ub:ingen suchen, daß mit ihr ein allzu großer uatio״ naler Substanzverlust verknüpft ist. Ohne Zweifel liegt es in der Natur der Sache, daß durch die Emigration die jüdische Zerstreuung noch mehr verstärkt wird, und daß durch sie ein Abbau des nationalen Lebens in den Herkunftsländern eintritt. Aber wir glauben, daß es Wege gibt, um fliesen Verlust einigermaßen (inzudämmen, indem man sich bemüht, in Uebersee neue Zentren jüdischer! Lehens zu schaffen b/w. die N’cueinwanderer bestehenden Zentren anzugliedern und ihnen eine solche Erziehung schon im Herkunftslande zu geben, daß sie sich auch in ihrer neuen Heimat als Träger nation :1 len j u 11 i s c 11 e n Ie b e n s empfinden. Damit — sö scheint uns — ist mich den Aufnaliniclandern am ehesten gedient, die kein Interesse daran haben, haltlose Emigrauten in ihren (iren/eti nuf/unehmcti, sondern die darauf bedacht sein müssen, Burger zu bekommen, die sich in das staathehe und wirtschaftliche Leben ihres Landes cingiiedern, ׳die aber zugleich auf ihre Herkunft stolz sind und ihre Eigenart zu pflegen wissen. Zugleich sind wir entschiedene Gegner aller jener Illusionen, dir von gewissen Gruppen im jüdischen Volk und neuerdings auch von außen in dieser Frage vertreten werden. Der Gedanke des ״Judenstaates o 11 n e J u d c n 1;1 n d“', der vom Teiritorialisnius propngiert wird, erscheint uns lebensfern. Einmal deshalb, weil es keine Länder gibt, die für eine derartige jüdische Masseneinwanderung und Kolonisation geöffnet werden könnten, und ferner weil das jüdische Volk die Sache einfach nicht will! Die Kräfte idealistischer Natur, auf denen eine ,,Staatsgründung“ — wie immer man ein solches Projekt bezeichnen will — beruht, die Fähigkeiten, die erforderlich sind, um ein Land urbar zu machen, entstammen nicht allein nüchternen Erwä- (jungen der Zweckmäßigkeit, sondern den Quellen des Herzens und der Ucberliefennig. Darum Ist Palästina ein einzigartiges Unternehmen in der jüdischen Welt, und darum vermochte es allein jene großen Energien zu erwecken, den Opfermut und die Fähigkeit des Selbsteinsatzes von Ze 11 «tausenden, die zu seiner Entwicklung nötig waren und sein werden. Aus diesem Grunde müssen wir uns auch dagegen wenden, wenn von nichtjüdischer Seite, wie es jetzt in Polen geschehen ist, illusionäre Hoffnungen genährt werden. Entwicklungen im polnischen Judentum Es Dt gewiß» ver-tandlich, daß Illusionen der Art, wie wir sic geschildert haben, in einer Zeit der schweren Sorgen, der fast unerträglichen Not voll hunderttausenden Juden immer wieder auftauchen. Das Volk hungert, cs ist gequält von peinigenden Sorgen und vom Zweifel über seine eigene Zukunft. Und jeder fragt: Was soll ge.'cheheny Wo nbt es einen Ausweg für mich seihet? Enr jene l äigc/ahlten, die mit der Not des Tages vergehlich ringen? ״— Was Wunder, daß phantastische Projekte entstehen, utopische Hoffnungen auf eine Erlösung durch irgendwelche Aktionen. So auch ist es zu erklären, daß im polnischem Judentum gewisse Schieltten r a d 1 k a I e n 1* * a r o 1 e n gef o 1 sgt sind, die ihren Ausdruck 7. B. bei den letzten Gern ei n d e w a h 1 e n fanden. Sie sind der Ausdruck der Verzweiflung und einer schwachen I loftnuug, die sich an jene Parolen knüpft. Sie sind aber nicht etwa — und das gilt es besonders bei uns zu verstehen — ein Ausdruck eines tiefgehenden Wandels der (iesinntmg. Auch jene Juden, die radikale Gruppen gewählt haben, sind Juden aus S c I h s t v e r s t ä n d 1 i c h k e i t, deren nationale Zuge 11 örigkeit zum jüdischen Volk für sie seihst über jeden Zweifel erhaben ist. Das Resultat der Gemeindewahlen, bei dem die Zionisten schlechter absdmitten als früher, kam dadurch zustande, daß Gruppen, die sich früher niemals an der Gemeindearbeit beteiligt hatten, zum erstenmal an solchen Wahlen teilnahmcn. Die Not des jüdischen Volkes trieb sie zurück, und ein anderes als ein volksgebundenes Judentum kann es in Polen nicht geben. So sehr wir betont haben, daß der Emigrafionspreucß eine der für das jüdisch-nationale Dasein in dieser Zeit typischen Erscheinungen ist, so klar muß doch seine Begrenzung aufgezeigt werden. Es ist eine gcfiihrliehe Verwirrung der Geister, wenn gesagt wird, daß die Judenfrage in einem großen Lande, wie es Polen ist, durch Verstärkung der Emigration völlig gelöst werden kann. Alle Faktoren sind sieh darin einig, daß man alles tun muß, um neue Auswanderungswege zu erschließen, und das polnische Judentum begrüßt es am meiden, wenn die Regierung Polens ihm dabei helfen will; aber es ist klar, daß die Chancen beschränkt sind, solange die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Welt keine grundlegenden Veränderungen \ Juden und polnische Verfassung1 Warschau, 21. Oktober. (JTA.) Gegenüber den Iw Auslande verbreiteten Nachrichten, wonach für den 11. November die Ankündigung einer Verfassungsreforw durch die Gruppe des Obersten Koc geplant sei, die darauf abzielen soll, politische Rechte in Polen künftighin nur den Polen und den slawischen Minderheiten vorzubehalten, erklärt die dem Verband der Legionäre und ihrem Führer Oberst Koc nahestehende Agentur ״Iskra“, daß eine derartige Absicht nicht bestehe. Trotz diesem Dementi sind Anzeichen dafür vorhanden, daß zwar nicht eine derartige Verfassungsreform unmittelbar bevorsteht, wohl aber in das Programm der neuen Regierungsgruppe Bestimmungen aufgenommen werden könnten, die auf eine ungleich« Bewertung der verschiedenen ethnischen Gruppen in Polen hinauslaufen würden. Nach der bisherigen Propaganda zu urteilen, will die neue Formation versuchen, Teile der bisherigen Opposition ins Regierungslager herüberzuziehen und insbesondere durch schart antisemitische Forderungen den Nationaldemokraten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Eire wirkliche Annäherung außerhalb des Regicrungsiagers stehender Gruppen an die umorganisierte Staatspartei ist allerdings bisher nicht erfolgt. Die polnische Bauernpartei und die Sozialdemokratie haben der neuen politischen Zusammenfassung schärfsten Kampf angesagt. Uebcr die von Oberst Koc angeblich beabsichtigten programmatischen Forderungen sind verschiedene Versionen in Umlauf. Eine davon lautet dahin, daß der neuen Organisation nur Polen und slawische Minderheiten, aus ״eugenischen Gründen“ jedoch nicht Ju- 0 e n werden angehören können. Von anderer Seite wieder wird behauptet, daß gewisse Kategorien von Juden, die sich um den Staat verdient gemacht haben, z. B. Frontkämplcr, in die neue politische Organisation einbezogen werden sollen, während die übrige jüdische Bevölkerung politisch rechtlos bleiben wird. Zu den Grüchten hat der mit der politischen Reorganisation des Regierungslagers beauftragte Führer des Legionärenverbandes und Vertrauensmann des Generalissimus Rydz-Smigly, Oberst Adam Kok, eine Erklärung veröffentlicht, in der die mitgeteilten Pläne durchweg als private Anregungen ohne verbindliche Kraft bezeichnet werden. Die in der Gesellschaft vorhandene und tief verwurzelte 1j?he״!״u*\unff von d«r Notwendigkeit einer Zusammenfassung aller Kräfte des Volkes zur Sicherung des Aufstiegs Polens — so heißt es in der Erklärung — erweckt ein begreifliches Interesse der Allgemeinheit an den Arbeiten zur verwirklichung dieses Gedankens. Personen und Institutionen, die guten Willens sind, senden daher viele Projekte für die künftige Organisierung der Gesellschaft zu. Durch ihre Vermittlung oder aut irgendwelchen anderen Wegen gelangen diese_ Projekte auch in die Presse. Es ist selbstverständlich, dab ich für den Inhalt dieser Veröffentlichungen keine Verantwortung übernehme und die Verbreitung verschiedener einander widersprechender Projekte für eine schädliche desorientierende und irreführende Sache halte. Ausschreitungen an Warschauer Hochschulen Warschau, 21. Oktober. (JTA.) An der Handels* h o c h s c h u lein Warschau ist es zu schweren j u d e n * feindlichen Ausschreitungen gekommen. Die nationaiistischen Hochschüler forderten, daß die jüdischen Studeuten entweder die sogenannten ״ühettobänkc“ in der linken Hälfte des Hörsaales einnehmen oder diesen verlassen sollten. Als die jüdischen Studenten sieh weigerten, dieser Aufforderung Folge zu leisten, wurden sie schwer mißhandelt und gewaltsam aus den Sälen entfeint. Achtzehn jüdische Studenten wurden zum Teil erheblich verletzt. Als der Rektor Prot. Mikfaszawski die Demonstranten zur Ruhe und Besonnenheit ermahnen wollte, wurde ihm der Weg zu den Ilörsälen versperrt. Der Rektor wurde auch tätlich bedroht. Ein Pedell, der ihm zur Hilfe eilen wollte, wurde niedergeschlagen. Es wurden auch Rauchbomben entzündet, so daß die Hochschulräutne nach kurzer Zeit in dichte Rauchwolken verhüllt waren. Zur Verhinderung weiterer Unruhen ordnete der Rektor die Schließung der Hochschule auf unbestimmte Zeit an. Achnliche Vorfälle, wenn auch weniger schweren Charakters, ereigneten sich in der Warschauer Polytechnik. Auch dort wurden die Juden aufgefordert, ,,Ghettobänke“ emzmu'hmen. Ein Teil der jüdischen Hochschüler entfernte sich zum Protest aus dem Gebäude. Die zurückgebliebenen Juden wurden schwer mißhandelt und וווit Gewalt aus den Sälen gedrängt. Acht jüdischen Studenten mußte durch die Rettungsgescllschalt erste Hilfe geleistet werden. erfahren haben. Die jüdische Masse wird zumindest in dieser Generation — die Lösung ihrer Nöte in PoFeri finden müssen, aus eigener Kraft und unter Mithilfe von Regierung und Gesellschaft. Es wäre außerordentlich gefährlich, ja verhängnisvoll, wenn diese Erkenntnis durch die von der polnischen Regierung eingeleitete Aktion zur Beförderung jüdischer Auswanderung verdunkelt würde — nicht aus geistigen ׳ Gründen, sondern weil daran das Schicksal, das Leben vieler Hunderttausende hängt! Neue jüdisch« Zentren Die jüdische Geschichte kann als Geschichte eines Wandervolkes aufgefaßt werden. Die Zentren jüdisehen Daseins haben sich im Laufe der Jahrhutiderte und Jahrtausende mehrfach verschoben, und wir selbst haben es miterlebt, wie ein neues Zentrum jüdisehen Lebens entstanden ist, in Amerika, wenn auch zunächst mehr quantitativer Art, da das Wort jüdischen Geistes von dort noch nicht zu uns herübertönt. Wir glauben, daß wir gegenwärtig in einem solchen Prozeß der territorialen Umlagerung des Volkes stehen. Der Zionismus ist entschlossen, alles zu tun, um Palästina zu dem wirklichen Zentrum des Volkes zu machen, und er glaubt, daß in der Vermählung mit dem Boden der alten Heimat eine neue, ungeahnte und undurchschaubare Chance für die Entwicklung des jüdischen Genius liegt. Vielleicht werden daneben auch andere Zentren jüdisehen Lebens in Ländern entstehen, die wir heute noch nicht sehen. Dies aber ist nicht eine Sache der Tagespolitik von heute und morgen, sondern ein Vorgang von Generationen, und es gilt, ihn so schmerzlos wie möglich zu gestalten. Die Welt muß dabei mitwirken, nicht als Feind eines Volkes, das an der Schalfung der europäischen Gesittung so entscheidenden Anteil hat, sondern als ein verständnisvoller Helf e r, der die Not dieses Volkes erkennt und mitempfimlet. Wir Juden aber sind damit vor eine gewaltige Aufgabe gestellt; denn noch niemals in unserer Geschichte baudielte es sich lim Massen dieses Ausmaßes, die eine neue Heimat, neue Lebensmöglichkeiten, neue Ideale empfangen sollten. Um diesem Werk gewachsen zu sein, bedürfen wir der materiellen Kräfte, geistiger Werte und sittlicher Stärke. Wir bedürfen einer nationalen Erziehung im umfassendsten und tiefsten Sinne des Wortes für das ganze jüdische Volk, wo immer es lebt und wohin sich seine Schritte richten mögen. Diese zu geben ist eine Aufgabe des Zionismus, der die Erkenntnis der Judenfrage am klarsten formuliert hat, und der über die Perspektiven des jüdischen Lebens in der Zukunft die prägnantesten Vorstellungen besitzt. Er tut es nicht als eine ״Partei“ im jüdischen Volke (obwohl er durch die Mechanik der Vorgänge sehr oft als solche auftreten muß), sondern als Sachwalter der Nation als solcher, getrieben vom Angesicht der Not, der «r täglich “ns Auge schaut, vorn Anblick des Zerfalles, den er empfindet, und zugleich beflügelt von dem neuen Bilde jüdischen Lebens, das er in die Herzen der Mensehen versenken will, um es durch sie, durch die komtuenden Generationen zu verwirklichen. K. I. Die Aktion für den Mifal Hahizzaron ist in Eng- 1 a n d in vollem Gange. Eine der ersten Spenden im Betrage von 10 000 Pfund stammt von einer Persönlichkeit, die nicht genannt sein will, IN ALLER KURZE An dem Gcbiiudc der Jcwisli Lads Brigade in London wurde eine bronzene Gedenktafel f ii r LordReading, der für die Erziehungsarbeit dieses jüdischen Pfadfinderbundes stets besonderes Interesse bekundet hatte, durch die Witwe des englisch-jüdischen Staatsmanns feierlich enthüllt. Führende jüdische und nichtjüdische Gelehrte in England haben einen Aufruf zur Schaffung einer psychologischen Bibliothek an der Universität Jerusalem mm Andenken an den verstorbenen englischen Psychoanalytiker, Sozialwissen״ schaftler und Zionisten Dr. M. D. Eder erlassen. Die!unterlassene Privnthibliofliek Dr. Eders wird den Grund-־ stock der neuen Büehersaminlung bilden. Die englische Bewegung ״Nie wieder Krieg“ faßte auf ihrer im Bristol a!)gehaltenen Jahreskonferenz eine Resolution, in der die Zurückziehung der Truppen aus Pa- 1 ä s t i n a und die ״Anerkennung des arabischen Anspruchs auf unbestreitbare Selbstverwaltung durch eine demokratisch gewählte Körperschaft“ gefordert wird. Am 28. Oktober wird der Amsterdamer S y!1 * agogenrat die Wahl eines neuen Oberrabbiners vornehinen. Als einziger Kandidat ist Rabbi 1.. H. S a r 1 o u i s! der Vorsitzende des Amsterdamer Rabhinais, aufgestellt. Vom 15. Januar 1937 an wird der jetzige erste Offizier des Dampfers ״T e 1 - A w i vv“, A. Rosenthal, die i tilirung des Schiffes übernehmen, das bisher unter dem Kommando eines nicht jüdischen Kapitäns stand. In dem Preisausschreiben, das der Verlag James R. Pinkor ft San in London gemeinsam mit dem Verlag F.ric Pinker ft Morrison in New York für den besten Roman der Welt veranstaltet hat, ist die ungarische Jüdin Jolanda Feldes mit ihrem Roman ״Die Gasse der fischenden Katze“ siegreich geblieben. Die Londoner llauptjury unter dem Vorsitz von Hugh Walpole hat das Werk der ungarischen Preisträgerin als das beste unter den ansgewählten Büchern aller am Wettbewerb teilnehmenden Nationen erklärt und der Verfasserin den ausgesetzten Preis von •KKJö Pfund zuerkannt. Die Wiener Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst hat den Kreisler-Treis für dieses Jahr dem 13jährigen Schüler des Wiener Jüdischen Chajes-Gvnmasiums Oskar Weitz- 11er verliehen. Wcitzncr war unter den Prcisbewerbern der jüngste. Im 66. Lebensjahre ist am 20. Oktober der jüdische Bild* hauer Jacob Pleßner in Berlin gestorben. Das Modegeschäft Emma Kaufmann in Nürnberg ging in arischen Besitz über. Von Dr. Israel Zinbergs ״Geschichte der jüdischen Literatur“, die auf zehn Bände berechnet ist und an welcher der Verfasser seit vierzig Jahren arbeitet, ist jetzt im Wilnacr Verlag Tumor der siebente Band erschienen, in dem die ״Berliner Haskala“ dargestellt wird. T ourSslen visen nur in dringenden Fällen Das Palästina-Amt Berlin teilt mit, daß bis auf weiteres Visen für Touristen nicht ausgegeben werden, es sei denn, daß dringende Gründe vorliegen. Es macht jedoch darauf aufmerksam, daß diese Regelung mit der durch den Streikabbruch geschaffenen Lage nichts zu tun habe• Die Verordnung sei bereits einige Tage vor Abbruch des Streiks erlassen worden. Es sind selbstverständlich die energischsten Bemühungen der verantwortlichen Stellen im Zuge, um diese Maßnahme, von der nicht ersichtlich ist, ob sie politische oder administrative Motive hat, aufzuklären und möglichst schnell wieder zum Normalzustand zurückzukommen. ITauptsrhriftHeiter; l>r Ro!*rt VV c 11 s c h, Britin Charlottenburg 8 (auch veiantwot'lirh für ׳he Aufnahme von Bildern), Stellvertreter! Kurt Lctwjailon, Berlin VV 15. Anzeigenleiter und verantwort• lieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Fi nn, Berlin W IS■ Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1938. Verlag und An- *ergenverwaltung: |»ir)i*che Rundschau, Berlin W15, Meinekestr. 14 P.-A. September @5112. —• Druck: S. Scholcm, Berlin - Schöneberg,