Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 83 (16.10.1936)
- Date
- 1936-10-16
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 83. 16 X. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 13 ״In diesen Tagen" Eine Geschichte der Unruhen In Bildern Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. T e 1 - A w i w, den 30. September 1936 In dem Kunstladen ״M a s s k i t“ in Tel-Awiw, in dem häufig Bilderausstcllungcn stattfindcn, läuft zur Zeit eine Aus- Stellung eigener Art. die mehr als rein künstlerisches lnteresse besitzt. Der Photograph und Bildreporter W. Z a d c k hat hier eine unnassende Sammlung von Photograp h i c n zusammenstellt,die, wenn man sie nebeneinander und 1m Zusammenhang betrachtet, so etwas wie eine (ieschichtc der Unruhen in Bildern ergehen. Es soll hier über die pliotographische Kunst dieser Bildersammlung nicht gesprochen werden, auch wenn die Bilder von diesem Standpunkt aus sehr anziehend und erfreulich sind. Was dem Beschauer dieser Zeitläufte besonders auf fallt und der Bildersammlung ihren besonderen Wert verleiht, ist ihre Aktualität. Auf engem Raume sind hier all die ungewöhnlichen Bilder der letzten fünf Monate zusa 111 men ged r;i ngt. Wer sie als Palästinenser betrachtet, der diese Zeit, die so voll von erregenden Ereignissen war, hcrzklopfcnd rnitgemacht hat, dem weitet sie das Gesichtsfeld und gibt ihm von dem .so ruhigen Ausstellungsraum in einer der friedlichen Td-Awiwcr Straffen aus nochmals einen Rundblick über das veränderte Paliistina. Für den neuen Beobachter mag sie einen sonderbaren Einblick geben in ein Land, von dem man nicht recht weiß, ob es im Frieden oder im Kriege liegt. Getreu der Entwicklung der Ereignisse beginnen die Bilder mit den ersten Aufrufen der Stadt Tel- Awivv an ihre Burger, die Ruhe zu bewahren. Es folgen die Szenen, wo man die Flüchtlinge aus Jaffa und den Jaffa benachbarten Tcl-Awiwer Vierteln an die Taren der Aemter von Tel-Awiw klopfen sieht. Brand- und Schuttbifde'r halten die schweren Tage der jaffaer Unruhen fest. Bis dahin sieht man nur die ungeregelte Zerstörung. Noch sind weder die organisierten Tenonstenbandcn da, noch die später so genau organisierte Verteidigung der Siedler und die militärische Durchsetzung der Städtebildcr, der Landschaff und der Straßen. Dann gewinnen jedoch diese Vert e idi g u n g s m a ß n a h m e n Die Oberhand: 'I ruppen- Inspektion der neu eingetroffenen Formationen auf dem Skopus; das Erscheinen der Panzerautos; die Schotten in ihren charakteristischen Uniformen hei ihren Uebungcn; die kleinen schwer bewaffneten Wägelchen, die die Eisenbahnstrecke kontrollieren, um Sabotage auszukuncischaften; Tanks aut den Straßen; englische Wachen in den arabischen Städten, die sich vor den geschlossenen streikenden Läden niit ihren runden Armschilden genau so ausnehmen, wie die römisehen Legionäre an denselben Stellen vor zweitausend Jahren. Und auch das zweite große Kapitel dieser Geschichte rollt sich vor uns ab, jene Kette der _ Verteidigungsmaßnahmen innerhalb der jüdischen Siedlungen: der jüdische Hilfspolizist reitet als Wächter durch die Wälder des Emck; man sicht die Scheinwerfer auf den Dächern spielen, die Drahtverhaue, die die Siedlungen Umgeben, die Telephonzentralcn, die Nacht für Nacht die einzelnen Außenbezirke der großen Wirtschaften mit der Zentrale verbinden. Ein paar gut erfaßte ״Momentaufnahmen zeigen, wie sich der Verkehr auf den Chausseen in diesen tünf Monaten grundlegend geändert hat. Man sieht die lange Kette der Panzerautos und der Maschinengewehre, die die Auto Icon voys begleiten, durch die so charakteristische patästinhisische Landschaft ziehen, die Trümmer eines rauchenden Eisenbahnwaggons. Und schließlich führt uns der Reporter in das Werk, auf das die Juden heute besonders stolz sind, den im Bau begriffenen Hafen von Tel- Awiw mit seinen jüdischen Arbeitern. Wenn man an dieser Bildersammlung Kritik üben sott, so liegt sie in der einen Richtung, daß sie große Gebiete des veränderten Lebens nicht miteinbezieht. Dahin gehört vor allem das Streik bi Id der arabischen Städte un« Stadtviertel. Aber es ist nicht zu verwundern, daß dieser Teil einer ״Geschichte der Unruhen“ durch die Reportage schwer zu erfassen war. Im Gegenteil, man muß in dieser Zusammenstellung von Photographien es hesonders begrüßen, daß das Lehen im jüdischen Sektor und beim englischen Militär trotz aller Schwierigkeiten in seinen charakteristischen Merkmalen erfaßt worden ist. Besonders lehrreich ist ein Besuch der Zadckschcn Bilder für den Tel- Aw'iwer, der heute noch auf einer Art riesigen F riedensinsei lebt, an die die Welle der Unruhen nur an die äußeren Grenzen reicht. Er sieht zum erstenmal das plastisch zusammengestellt vor sich, was der Bewohner Jerusalems und •der Siedlungen täglich und stündlich vor den Augen hat. In der Tat wirken •die sonnigen, absolut friedlichen, nur durch' ein paar Uniformen mehr aus dem Normalen herausgehobenen Straßen der jüdischen Stadt wie die notwendige Ergänzung der kriegerischen Ausstellungsbilder, | Rabbiner Efr. Carlebach Am Ausgang des Schabbat Chol-hamocd Sukkoth verstarb in Ramaf-Gan Rabbiner Dr. Efraim Carlebach. זצ״ל Der Verstorbene kam vor ungefähr einem halben Jahr von Leipzig nach Ramat-Oan. Erst seit dieser Zeit kannte ich ihn ,und nur von dieser Zeitspanne sei hier die Rede. Ohne irgendein Amt zu besitzen, hat er rasch einen Freundes- und Bekanntenkreis um sich gesammelt und sich ein Betätigungsfeld ׳geschaffen. Selten wohl ist es einer Persönlichkeit gelungen, in so kurzer Zeit im Lande mit allen Kreisen des Jischuws in Fühlung zu kommen. Alte Palästinenser, Jemeniten, Juden aus Ost- und Westeuropa, aus Afrika und Amerika, stehen in gleicher Weise erschüttert an der Bahre dieses seltenen Mannes. Sie alle waren von seiner aufrichtigen Menschlichkeit erfaßt. Mit besonderer Liebe widmete er sich der Arbeit für das neu« schöne Bcth Hakncssei in Ramat-Gan, und große Freude bereitete es ihm, daß zu Rösch Haschaua erstmals in dieser Synagoge gebetet werden konnte. Eine Weihestunde war es für die Kehiila, daß Raw Carlebach am Rösch Haschana und otn-Kippur zu ihr sprach, wobei sein gewandtes und flüssiges debräisch besonders hervorgehoben sei. Seine Worte werden wohl allen Beteiligten unvergeßlich bleihcn. Die letzten Gespräche, die ich mit dem Verstorbenen hatte, betrafen dieses Gotteshaus und das Programm einer offiziellen Einweihungsfeier. Nun wird statt dessen der Hesped um den Verstorbenen in der Synagoge stattfinden. sein letzter Gang war auch zum Beth Haknesset. E)ort befiel ihn während des Morgengebetes das Unwohlsein, und um Mitternacht verließ er uns für immer. Die Lücke wird, hei tiefem Mitgefühl für die schwergeprüfte Familie, in Ramat-üan und im ganzen Jischuw stark empfunden werden. Sein Andenken aber wird vcitcrlcbcn. Hermann Ellern Der Aufbau Palästinas, der in wenigen Jahren neue Sied- Jungen, Industrien und Städte geschaffen hat, findet überall bewundernde Anerkennung. Was aber noch nicht zum vollen Bewußtsein der Welt gekommen ist -׳- seihst derer nicht, die das Land aus eigener Anschauung kennengelcrnt haben — is> <lie geistige Not, unter der wir hier leben. Es wird liier unter Bedingungen gearbeitet, die dem AuReiistclicnden unvorstellbar sind. Die Kräfte eines jeden werden bis zum äußersten beansprucht. Diese Anspannung ist aber nur durch die seelische Einstellung für den Palästinagedanken möglich. Sie ist mir durchführbar, wenn neben dem •Materiellen auch das Geistige entwickelt wird, d. h. daß diese Arbeit nicht i!1 Geistlosigkeit und Routine untergeht. Es ist z. B. für den Cliaiuz auf dem Lande, der in einem primitiven Zrif haust, oder für den Arbeiter auf dem Bau weniger schwer, in der glühenden Sonne durchzuhalten, wenn er sich nach der Arbeit auch geistig erfrischen kann. Aber יי?' ־ -->*T Jk•*' ■ Bcth llaagitilah lehischtahnnd bemadah. Diese Institution erhielt von der Berliner B~1 eher ■Sammelst eile der Jerusalemer l'nivrrsität und Sationalbibliolhek im Jahre 10,10 2000 Bücher übersandt׳!,olo; AguUaS Uhi-cIUaUnud auch die städtische Bevölkerung braucht Anregung, die sich nicht nur auf den Besuch von Kinos beschränken darf. Nichts tötet den Menschen so sehr ah als Gleichförmigkeit und Oedc.!daß uns zur Schaffung der geeigneten kulturellen Institutionen noch vielfach Möglichkeiten und .Mittel fehlen, ist der eine Teil diese,■ geistigen Not. Auf der anderen Seite entbehren wir noch zu sehr der Bi1d u n g s - u nd B eIc h r u n g s s t ä 11cn für unsere J ti g c n d, die doch neben den jüdischen auch die allgemeinen Kulturgüter in sich aufnehmen soll. Es ist unsere Pflicht, die kommende Generation so auszustatten, daß sie nicht ärmer hcranwächst als die Jugend anderer Länder. Kunst und Geistcswissenscliaftcn, das Schöne und Erlichende, die aligemeine Bildung gehört ebenso zum Leben eines Volkes wie Nahrung zur Erhaltung des Körpers. [Ter Jischuw macht von sich aus die größten Anstrengütigen, um diese Werte zu schaffen und der geistigen Not aut dem Lande und in der Stadt, bei der Heranwachsenden Jugend wie bei der tätigen Bevölkerung abzuhclfen. Man baut Schufen, gründet Abendkurse, Stadt- und Volkshibliothekcn, veranstaltet Konzerte und Vortrage (die wohl kaum in einem anderen Lande so stark besucht werden wie hier), errichtet Theater- und Museums bauten und wissenschaftliche Vereine der verschiedensten Art. Kinderfürsorge in Haifa Arbeit an der Jugend ist Arbeit am Volk. Auch sie durfte während dieser bitteren Zeit nicht ruhen.!111 Gegenteil: Das Leid war größer geworden. Besondere Verdienste im Ringen um eine frohe, gesunde Jugend erwarb sieh die Haifaer Hi-dadrutli Nasliim Zionioth (Wizo), deren Dienst am Kinde niemals unterb oclien wurde und immer bedeutendere Ausmaße annünmt. Wie schwer war es jetzt, für die allerärmsten Kinder zu sorgen. Ein Woldtäter spendete der Wizo zum Andenken an seine Mutter Sarah Wilbuscliewitz in der Achusa in großzügigster Weise ein Haus, das sich mit seinen vielen Dun am Boden, der von dem Waad der Achusa zur Verfügung gestellt wurde, besonders gut als Ferienheim eignete. Man hegann sofort mit den notigen Renovienmgsarbeiten und richtete es neu ein. Siebzig Jungen und Mädchen erlebten in einem reizenden Sommerhäuschen ihr Kinderparadies. Bei luftigem Wohnen und reichlicher, kralliger Nahrung bekamen sie wieder leuchtende Augen und rote Wangen. Zwanzig Kinder aus der Kolonie Jessod-I Inmalali im Galil wurden kurz nach einer glücklich überstandeneii Malaria hierliergebracht. Tag und Nacht wurden die Kleinen von zwei Sdiomrim bewacht. Mit Schrecken sahen Haifas Eltern in diesen unsicheren Tagen den großen Schulferien entgegen. Was sollten sie mit ihren Kindern anfangen? Es sali ganz so aus, als oh das Wunderwort Ferien diesmal seine Schönheit uni! seinen Glanz verlieren würde. Stubenhocker sind freudlose Kinder. Freudloser noch, wenn hei drückender Hitze der Raum eng ist, die überlastete Mutter sich mit ihnen nicht beschäftigen kann. Schenkt unseren Kindern auch diesmal glückliche Ferien! Entlastet die Eltern, die im härtesten, oft ungewohnten Daseinskamjif ihren Mann stellen müssen. Schafft einen Kinderspielplatz! Die Karmclgruppe der Wizo griff diesen Ruf auf. In unermüdlichem Schaffen wurde an seiner Verwirklichung gearbeitet, die nicht nur den Kindern des Karmels, sondern auch den besonders Erholungsbedürftigen vom Haelar Hakarmc! und der Ortsgruppe Achusa zugute kam. Geldmittel mußten aufgcbracht werden, um auch den Aermsten eine Beteiligung zu 1 urticn auf dem *Karmel F.w; vv. Hui• M das 1 <>!0 aus insgesamt nur 69 Häusern bestand, hat heute allein $6 Schulen, eine städtische Bibliothek und außerdem die Acliad Haam- und die (demnächst zu eröffnende) Rialik-Bibliotiiek, eine Bibliothek des Architekten• verbandes und die Anfänge einer Kunstbibliothek, ein eigenes Museum, die Hahiuiah (die jetzt einen großen Monumentalbau errichtet), die Ohe!-Bühne und drei Kon/erfsäle. Aber alle diese Institutionen, die fast ganz aus privaten Mitteln erhalten werden, reichen bei weitem nicht hin, tun den geistigen Hunger zu stillen. Ihr Aktionsradius ist zumeist infolge des Mangels an Material noch recht beschränkt. Während die literarischen und musikalischen Institutionen leichtere Existenz- und Expansioiismögliclikeiteii haben, ist es für die künstlerischen desto schwieriger. Und gerade sie sind für die Bildung des Geschmacks und der Aesthetik, ohne die dem Volke ein Lebensnerv fehlt, von eminenter Bedeutung. Die J ii d i s c 11 e N a t i o n a I - und U 11 i v e r s i t ä t s - hihliothck, die mit ihren zirka 360(KM) Banden eine Musteranstait lind der Stolz des gesamten Judentums ist, ist in vielen Abteilungen bereits gut ausgebaut. Die archäologische und ktitisthistorisclie Abteilung genügt aber in keiner Weise den einfachsten Ansprüchen. I )as schon vor 311 Jahren von Boris S c 11 a t z begründete B e z a I e! - M 11 s e 11 111, das viele wichtige Scliäi/e angesanimelt hat, arbeitet mit den primitivsten Mitteln und fristet eine dürftige Lxistenz. In Haifa ist vor kur/em die kleine Kunstsammlung der A g 11 d a b L ’ 11 i s e 11 t a I m 11 d b 1• m a 11 a begründet warden, die allerdings noch in den Anfängen steckt, aber den Wunsch hat, diesem sieh immer mein umwickelnden Handelsunu Industrieplatz auch eine Kulturst.iUc zu schaffen. I )as Museum Tel-Awiw konnte in diesem Jahr einen stattlichen Neubau he/iehen, in dem seine (iemäldc-, Plastik- und (ii aphiksaiiimlung imtiugrbraelit wurde. Das Museum ist heute eine Sehenswürdigkeit und das kirnstlerische Zentrum nicht nur für Tel-Awiw, sondern für das gim/e Land. Es veranstaltet wechselnde lind Waiulcraus- Stellungen, Kmislvortr.ige und I uhnuigiii und besitzt, als einzige Steile in Tel-Aw iw, eine kleine Kunstbibliothek. Alle diese Institutionen können noch nicht den an sie gestellten Antordeniiigeii genügen und von sich aus oder mir durch den Jiseimw existiere״. Die I f i I f e und w icht i g s t e U n t e r s t 11 t z 11 n g m u ß v ״ n d r a 11 ß e n k o 111 - in e 11. U 11 u sie k a 11 11 an sich I e i.c h t g e w a h r t werden, wenn sieh nur jeder Jude seiner Pflicht Palästina gegenüber bewußt wird. Laßt uns an dein tcilnchnicii, was ihr an Kunst- und Kulturgütern besitzt. Was es hei euch in Hülle und Fülle gibt hier fehlt es noch' Seht eure Bibliotheken und Kunsimappen durch, gellt von eurem Kmisibesitz an Geinälden, Plastiken uml Graphiken, aller gebt nicht engher/ig und wählt das Gute! Denn 11111־ das kann uns hier nutzen und dem wahren Zwecke der Belehrung, Erziehung und geistigen Erhebung dienen. Da der Behänd an Kimstliteratur noch besonders sein! .ich ist, sind alle Erscheinungen auf diesem Gebiet, auch alteren I >atums, Kunst- und Museumskalalogc, sowie Kunstzeitsehräften, Mnppcnwcrke und gute R ep rod nktion en wichtig. Jeder k a 11!1 a 1 s o!1;1 c 11 seinen Kräften d a 7!1 beitrag e 11, d i e g e i s t i g e N o t des J i s c h 11 w zu beheben. Die Zeiitralsaiiiiuelstelle der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Berlin W 15, Meinekcstr. 10 (und deren Sammclstellen in anderen Städten), nimmt die für die palästiiicnsischeri Institutionen bestimmten (iahen gern entgegen und übernimmt den Transport und die Verteilung. Dr. Karl Sc 11 w a r 7, Direktor des Museums Tel-Awiw ermöglichen. Zum erstenmal in der (Jesehichtc des Karmels wurde ein Kinderspielplatz geschaffen, der in Gemeinschaft mit einem Kinderheim, das an den herrlichen Waldspielplatz an,grenzte, eröffnet wurde. Tüchtige Kräfte wurden zur Aufsicht verpflichtet. Ei ne Woche vor dein A b-.i'ii!11 (i fand das große Kinderfest auf dem Karmel statt. (jroßmutter, Eltern und Tanten waren vollzählig erschienen. Anallen sprach die I );inkharkcit dafür, daß ihre Kinder durch das Wirken der Wi/o sechs Wochen lang in Iacht, 1.11 ft, Sonne spielen durften. Vielfach wird der Wunsch laut, dieses Werk fortzusetzen. Fäite kleine Ausstellung beweist, wie fein die 1 landfertigkeit unserer Kinder fortgeschritten ist. Entzückende, bunt hemalte Holztahletls, verschiedene Tischler- und Flechtarbeiten sind nette Rcwei-e hi!nihehen Fleißes. Sicherlich wird mancher dieser kleinen Künstler mal ein tüchtiger Handwerker. Alfred Joachim E i s c 11 e r, Haifa Von der Woche Das Kreisge rieht in Tnlkereni hat eine Araberin, die in einem Gefecht gegen Terrorbanden mit der Waffe in der Hand gefatigetigcniumnen worden war, zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die jüdische Zeitung ״C 11 a d a s c h o t A r 11 r o n o t'“ ist wegen eines im Zusammenhang mit dem Streikabbruch veröf feilt lichten politischen Artikels für drei Tage verboten worden. Der hebräische P e 11 - K I n b in Jerusalem sandte eine Glückwunsch-Depesche an den Pen-Klub in London anläßlich der Feier des 70. Geburtstages von H. G. Wells. Aus der ägyptischen Presse Die ägyptische Presse ist enttäuscht und ziemlich besorgt wegen der Intervention der arabischen Herrscher in den Augclegenheiten Palästinas. ״Al (ine 11 ad", das führende Wafd- Organ, betont, daß diese Intervention das Werk Englands war, das sich bemüht hat, das schwindende Prestige der Palästina-Verwaltung zu retten. Die wahren arabischen Patrioten aber lehnen den Aufruf der arabischen Könige ab, weil sie ihn als eine Intrige von außen betrachten. ״Siassa", das führende konstitutionelle liberale Organ, greift die arabischen Führer Palästinas heftig an und beschuldi fit sie der Feigheit. Die Zeitung erklärt, daß die arabischen Führer den Streik abgebrochen Italien, um m der Lage zu sein, ihre Orangen zu verkaufen. Fs Bezeichnet den Aufruf zur Beendigung des Streiks als Kapitulation seitens des Obersten Arabischen Komitees. Bar Mizwah - Termine Am 31. OUU'Ih/i (15. .M u 1!סו-■! hu ,u:}: Max N e 11 s 1 a!1 I, Sohn von Kail Nuimau!, 11.־!• Am!\*. I>.*\ 1(1-1׳ u-׳ hinan!! St!. 11 (truher Brer-lau). (Schluß des Palästina-Teils) Steuert geistiger Not! T c I - A w i w.