Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 83 (16.10.1936)
- Date
- 1936-10-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 83 16 X 1936 JODISCHP RUNDSCHAU Seife 3 Was wird werden? Artikel in ״Times“ und ״Temps“ Der Leitartikel der ״Times“ vom 13. Oktober befaßt sich unter der Uebcrschrift ״Waffenstillstand in Palästina“ mit der neuen Situation. Trotz aller Beschönigungen, die die Araber suchen werden, bleibe die Tatsache bestehen, daß der Streik b e d i n g u!1 g s 1 o s abgebrochen sei, und daß dies Resultat, wie General Dill in •einer Proklamation sagt, dem Zusammenwirken der Truppen zu verdanken sei. Der Abbruch des Streiks bedeute nicht notwendigerweise auch das Aufhören des Banden kriege s. Das Arabische Komitee habe niemals eine wirkliche Kontrolle über die bewaffneten Gruppen ausgeübt, die durch Anhänger in Serien und Transjordanien bewaffnet wurden. Diese Banden betrachten den Aufstand fast als einen ״heiligen Krieg“ und enthalten eine Anzahl von Abenteurern, die ihr Leben aufs Spiel setzen, vorausgesetzt, daß sie der Bevölkerung finanzielle Kontributionen auferlegen können. Der Aufsatz bezweifelt, daß der Aufruf des Wahabitenkönigs auf FaUzi Kaukji einen Eindruck gemacht habe. Dennoch sei die Tatsache, daß ein Waffenstillstand verkündet worden sei und die arabischen F.ührer sich für den Frieden in Palästina eingesetzt hätten, von Bedeutung. Die jüdische Meinung sei natürlich weniger optimistisch. f>ie Hoffnung auf die Beendigung der Ueherfällc, die mit stoischer Disziplin ertragen wurden, kreuze sich mit der Besorgnis über die möglichen Folgen der Intervention der arabischen Staaten. Es könne nicht geleugnet werden, daß diese Besorgnisse zu einem gewissen Teil von den Kennern der Probleme des Vorderen Orients geteilt werden, die die Entwicklung von England aus betrachteten. Die Aktion der arabischen Fürsten, so nützlich sie 1m Augenblick war, dürfe nicht als Präzedenzfall a n g c - sehen werden. Sonst könnte es beispielsweise auch zu einer Einmischung des Irak oder des Wahahitcnrcicltes in die britische Einflußsphäre am Persischen Golf kommen, oder seitens des Herrschers des Jemen in irgendeinem künftigen Streit zwischen der Verwaltung von Aden und den Stämmen des Hinterlandes. Es sei zu hoffen, daß die britische Regierung klarstellen wird, daß sie kein Recht einer formellen Intervention seitens der arabischen Königreiche in die Angelegenbeiten Palästinas zugestetien wird. Solch ein Zugeständnis wäre eine Verletzung der MaiuLifsbestiminiingen, unter denen das Land dem Völkerbund verantwortlich ist und keinem anderen Staat oder Staatenbund. Das nächste Stadium in Palästina werde von den Arabern selbst abhängcti. Wenn sie die Defensivhaltung Dills als Schwäche nehmen, wird sieh die Ankunft der Kommission verzögern, bis die Ruhe durch militärische Maßnahmen wiederhergestellt ist. Wenn sie aber von weiteren Provokationen absähen, k ö nntc d i e K o m tn i s s i o n schon En d e dieses Monats die Arb e i t b e g i n n c n. Die Arbeit, die vor ihr liegt, ist voller .Schwierigkeiten. Sie wird die Ursachen der Unruhen zu untersuchen haben und die Vorauf- Wörtlichkeit sowohl für den Beginn wie für die Ausdehnung über so viele Monate feststellcn müssen. Mau wird der Kommission vertrauensvoll das Urteil darüber überlassen können, ob ein schnelleres Eingreifen beim Ausbruch des Streiks Palästina von den Folgen des Aufstands bewahrt hätte: der Erweiterung der Kluft zwischen Juden und Arabern und all dem Elend, das durch Mord und Verwüstung liervorgerufen wurde. Die Haltung des Mufti von Jerusalem,’ den manche als den bösen Geist Palästinas betrachten, die Be- Ziehungen zwischen den Gerichtsbehörden und der Exekutive, das Versagen der Verwaltung in der Entwaffnung des Landes —- all diese Dinge werden geprüft werden müssen. Vor allem wird die Kommission das Funktionieren des Mandats in bezug auf die Verpflichtungen Englands gegenüber Juden und Arabern zu prüfen haben sowie ferner die Berechtigung der Beschwerden beider Gemeinschaften und wie sie abzustcllen sind. Die Aufgabe wird groß und schwierig sein; aber sie wird erleichtert werden durch die Unterstützung und das Vertrauen von Regierung und Oeffentlirhkeit und durch die Ueberzetigimg, daß sie dazu beitragen wird, Frieden, Verständigiingswillen und Zusammenarbeit in einem Lande herzustellen, das diese Segnungen dringend braucht. ״Daily Telegraph“ erklärt, die Zusicherung der arabischen Herrscher könne übertriebene Erwartungen für den Fall auslösen, daß die Empfehlungen der Kgl. Konimission den! Obersten Arabischen Komitee nicht annehmbar erscheinen sollten. Fs sei nicht unmöglich, einen .\VkIus. vivendi für Juden und Araber zu finden, falls diese die Tat- Sache anerkennen, daß Palästina weder ein rein arabisches, noch ein rein jüdisches Land sein könne, sondern daß beide Volksstämmc nebeneinander dort leben müssen. ״M an ehester G t! a r d i a 11" erklärt, es gebe verschiedene Wege zu einem Uebereiukonunen. Aber die Juden dauernd in Minderheit zu halten sei kein solcher Weg. Am aussichtsreichsten wäre Sicherung politischer Parität ohne Rücksicht auf die zahlenmäßige Stärke. * Der Abbruch des arabischen Streiks in Palästina ist von der gesamten französischen Presse begrüßt worden. Die Blätter betonen, daß -■ wie schon Staatssekretär V i e 11 o t vor der Mandatskommission des Völkerbundes erklärte — Frankreich das größte Interesse an einer schnellen Befriedung Palästinas hat. Wie fast alle französischen Blätter, sieht auch der ״T e m p s“ in einem ausführlichen Aufsatz über ״Palästiua und die arabische Politik Englands“ in dem Streikabbruch einen großen Erfolg der e 11 g I i s c h e 11 P o I i - t i k. ״England hat sein Spiel mit großer Geschicklichkeit geführt und hat es verstanden, die bestimmenden Faktoren der arabischen Welt in seine Interessen eiuzuordncii. Durch sein Machtaufgebot in Palästina hat England den Arabern jede Lust zu einem allgemeinen Aufstand genommen und es hat andererseits für seine Aktion den Augenblick der Ermattung des arabischen Widerstandes gewählt. Obwohl die Ruhe in Palästina im Augenblick wieder hergestellt ist, besteht aber das Grundproblem in aller Schwere fort. In seinem Brief an den Oberkommissar hat außerdem der Sekretär des Ar,■!bisehen Komitees erneut von der Unmöglichkeit einer Durchführung des Mandates gesprochen. Der Brief stellt England vor die Wahl, zwischen den beiden Bevölkeningselementen eine Entscheidung zu treffen. Die Ba I f our ■l)ck i :1 r ntion besteht aber in vollem Umfange zu rocht. Nach den Anstrengungen, die die Juden für den Aufbau Palästinas unternommen habep, ist es unmöglich, zurückzunehmen, was ihnen definitiv versprochen wurde. Englands Aufgabe ist es daher, die Widerstände gegen eine Zusammenarbeit beider Völker inatt/usctzen und eine geschickte Komprom i ß f o r in c I zu finden. Es besteht in London nicht die Absicht, das Versprechen an die Juden zurückzunehmen oder die Einwanderung in einem Maße zu begrenzen, der mit dem Begriff eines ״Jüdischen Nationalheims“ nicht mehr vereinbar wäre. Auf der anderen Seite wird England versuchen, alles zu vermeiden, was die Ar,־!Fier erbittern könnte und von ihnen als eine Vertreibung aus ihrer Heimat verstanden werden könnte. Die Mitarbeit der Araber ist für die Konsolidierung der englischen Interessen im Vorderen Orient unentbehrlich. Für viele Engländer ist außerdem die Erhaltung Palästinas als Basis der imperialen Politik Englands der wichtigste Gesichtspunkt. Der Streikabbruch in l’alästina beweist, daß England seinen Einfluß auf die arabischen Staaten keineswegs ein «gehüllt hat. Die Bedeutung Palästinas als imperiale Basis für Eng-!and wird auch von Maurice IN o e I im ״F i g;1 r o“ unterstrichen. Der Verfasser gibt den Brief eines Franzosen aus Haifa wieder, der die Frage aufwirft, ״ob England mit der Entsendung neuer Truppen nach Palästina seine militärische Position im Miitelmeer befestigen oder das jüdisch-arabische Problem lösen und Palästina befrieden will“. Noel ist der Ansicht, ״daß man von der Royal Commission, die jetzt ihre Arbeit beginnen wird, kein Wunder erwarten darf. Das Gleichgewicht in Palästina wird noch lange Zeit durch die englische Macht erhalten worden müssen. In Englands eigenem Interesse liegt es, das Mandat durclmifiihrcn, denn Palästina ist einer der wichtigsten Stützpunkte Englands im M i tt e I m e e r g cworil c n. “ Für den jüdischen Kulturbund Die zionistische Bewegung hat seit ihrem Entstehen mit besonderer Energie die Forderung der kulturellen Erneuerung des jüdischen Volkes verfochten. Außer der Orthodoxie war sie praktisch die einzige jüdische Organisation, die unter ihren Mitgliedern jüdische Kulturarbeit geleistet hat. Aus eigener Kraft und Initiative gründete sie jüdische Schulen, Kindergärten, kulturelle Vereine, Zeitschriften und Verlage, ln ihrer Mitte lebte das Streben zu einer neuen Bindung der jüdischen Gegenwart an die eigenen Kulturwerte der Judenlieit. Die zionistische Kulturarbeit, die Auseinandersetzung mit den Grundsätzen der Assimilation, die literarische Produktion der Bewegung, die beginnende kulturelle Erneuerung in Frez Israel — all das wirkte befruchtend auf die jüdische Oeftentlichkeit, soweit sie sich mit jüdischen Schicksalen überhaupt befassen wollte. Als die historische Entwicklung unseren äOjährgcn Kampf Um jüdische Erziehung und jüdische Kulturarbeit beendete, war es nicht ein kleinliches Parteiinteressc, welches uns die Führung jüdischer Kulturarbeit fordern ließ, sondern die durch jahrzehntelanges Ringen legitimierte Sorge um die innere Gcstaltung des jüdischen kulturellen Lebens in!Deutschland. Unter den sieh nun rasch entwickelnden kulturellen Institufipnen der luden in Deutschland ragte als die umfassendste der ״J ü di sehe K u 11 u r b 11 »1 d“ hervor. Wir begrüßten die Initiative der Männer, die sich anschickten, in großzügiger Weise eine in unserem jüdischen Lehen entstandene Lücke auszufüllen. Anfangs mußten wir, die wir bestimmte, jüdisch betonte Vorstellungen von jüdischer Kulturarbeit hatten, der Arbeit des Kulturbundes mit einer gewissen Skepsis gegenüherstchcn. Wir konnten uns mit der Form allein nicht begnügen, entscheidender denn je war für uns der Inhalt einer Institution, die jüdische Kulturarbeit leisten sollte. Die Programmgestaltung der ersten Monate schien tms aber zu zeigen, daß der Kulturbund von einen solchen jüdischen Kulturwillen noch nicht erfaßt war. So kam es, daß unsere Menschen nur in sehr geringem Umfange sich an der Arbeit des K11Iturbundes beteiligten. Drei Jahre inner jüdischer Entwicklung haben die Verhältriisse grundlegend geändert. Der Kulturbund ist sich seiner verantwortlichen jüdischen Aufgabe bewußt geworden. Seine künstlerische Leitung ist ernsthaft uin jüdische Gestaltung der Kulturbund-Arbeit bemüht, an der Verwaltung des Reichs- Verbandes Jüdischer Kulturbünde sind Zionisten maßgeblich beteiligt. Der jüdische Weg des Kulturbundes ist nicht leicht. Der Kulturbund bedarf nicht nur der konstruktiven Kritik, sondern auch der verständnisvollen Mitarbeit weitester Kreise. Für den Erfolg seiner Bemühungen um den jüdischen Inhalt im Theater, Vortrags- und Konzertwc-en wird nicht zuletzt die Einstellung seiner Mitgliedschaft entscheidend sein. Daher rufen wir heute die Zionisten auf, sich dem Kulturbünde anzuschließcn. Die künstlerische und weltanschauliche Leitung des Kulturbundes muff ftir ihre jüdischen Bestrebungen einen festen Rückhalt im Publikum finden. Der Kulturbund braucht jüdisch aufgeschlossene Menschen mit innerer Anteilnahme und mit Verständnis für die große Aufgabe, die er heute in unserem Lehen zu erfüllen hat. Kein Jude, ״ein es mit der Besinnung auf sein Judentum ernst ist, darf Iieute dem Kulturbund seine Gefolgschaft versagen. Zionistische Vereinigung in Deutschland[ Um die Einheit .. . Rowa sagte: Raw idi madite tnir es klar: Es helfet: ,Sprecht / vom Gerechten: daft er gut Ist, / denn die Frudit Ihres Wirkens werden sie essen' (Jes. 3, 10); gib! es denn einen Gerechten, der gut Ist, und einen Geredtlen, der nicht gul ist? Vielmehr: Ist einer gut gegen Gott und gegen die Geschöpfe, — so ist das ein Gerechter, der gut ist; Ist einer gut gegen Gott und schlecht gegen die Geschöpfe. - so ist das ein Gerechter, der nicht gut ist. Dem ähnlich ist gesagt: ״Wehe dem Frevler, der schiedst ist, / denn was durch seine Hände reiße, wird Ihm angetan" (Vers. 11); gibt es denn einen Frevler, der schlecht ist, und einen, der nidil schlecht isl? Vielmehr; Isl einer schlecht gegen Gott und schlecht gegen die Geschöpfe — so ist das ein Frevler, der schlecht ist; ist einer schlecht gegen Goß, doch nicht schlecht gegen die Geschöpfe - so ist das ein Frevler, der nicht schlecht ist. b. KldduaMn 40 <1 llebers. v. N. N. Glatze! MifalBizzaronKampagne inRumänien Bukarest, 12. Oktober. (Lahor.) Am Sonnlag fand in Bukare st emo Konferenz statt, durch die die Mifal Bizzaron-Kampagiic eröffnet wurde. Fs beteiligten sieh au ihr Vertreter aus ganz All-K’iim.iiiieii; die Exekutive der Jewish Agencv war durch die I lerrcii Josef S p 1 i 11 - zak lind Dr. Max S o I o u e!! •י e h 1 k, ehemalige Mitglieder der Exekutive, vertreten. Die h'oiiierciiz wurde durch Ansprachen von ()bcrrabbmt r Dr. Niemirower und Dr. F i I d e r in a 11 11, Präsident der l'11i1״! der rumänischen Juden und Mitglied der Jeu i-11 Agencx, e! öd Inet. Beide iinterstneheil aufs stärkste* die Bedeutn״;; der Aktion. I herauf sprach im Namen des (iemciiiclcverbamlox Senator B 1 r 111 a 11, der che vollste Iditei'stiitzuny; der ( nun■ nmlcn versprach. Nach den ausführlichen Referaten der I lerrcai Sprin/ak und Dr. S o I o w e i t s c 11 i k erklärten du Vertreter aller jüdischen Parleien, daß dieselben die Kampagne aufs kräftigste fördern werden. Die Konferenz hindilnll eine Resolution, durch die die Haltung des Jiselmw mol der I vckutive der Jewish Agencv vollauf y;ebiIii;4׳t wird. I in Aufnif an alle niinauisehen Juden zur Untcrshit/iiiig des Mifal Biz/aron wurde feierlich proklamiert. Es w urde eine Zentral- I: x e k u - tive für die Kampagne gewählt, di«* aus den Herren Lazar M a r g u I i e s, ()berrabbincr I ha \ i e m i r o \v e r, Dr. Eild c r in a 11 n und Adolf Bernhardt bestellt. ״General Monash-Abteilung“ der British Legion London, im Oktober. (J FA.) Innerhalb der Fi r i t i s h Legion, des Gesanitverbandcs der englischen Kriegsteiliiehmcr, ist zum Andenken an den jüdischen General Sir John Mo 11 a s 11, den ()herkoinmandieiemleii der australisollen Truppen im Weltkrieg;, eine ״( j e 11 e r a I M 0 11 a s 11־ Abteilung“ gegründet woiden. Zu Ehren ihres Vizepräsideuten, des früheren (ieueralgotiveiiieurs von Australien, Sir Isaac Isancs, veranstaltete die Abteilung unmittelbar vor dessen Rückkehr nach Australien einen Fcslempfong. In einem Trinkspruch auf den Ehrengast erklärte der frühere Ahgeordnete. Baruett Jauner, Sir Isaac sei nicht nur ein großer Name bei seinem australischen Volk, sondern auch ein Name, auf eien das Britische Reich wahrhaft stolz sein könne, und den nicht nur mit Stolz, sondern auch mit Dankbarkeit zu nennen insbesondere di«• jüdische Be völkerung allen Grund habe. An Sir Isaac sich wendend, sagte Baruett Jauner: Die Bevölkerung dieses Reiches und nicht zuletzt die jüdische Bevölkerung sollen in dein, was Sie zum Aufbau und zur Datier des Reiches beige!ragen haben, ein Werk im Dienste der Allgemeinheit und der Kultur. Ihre Ideale waren Liebe für den .Mitmenschen, Beseitigung von Haß und Wegrümiiung all dessen, was dem Fort-cbritI im Wege steht. Der Redner wies sodann auf die Leistungen und Erfolge von Sir isaac hin und bet ״nie, daß dieser dank seiner hohen E'ähi!׳Leiten und seiner Arbeit eine der hervorragendsteil Gestalten der britischen kt n hsgcsehk hte geworden sei. Oberstleutnant E. II. Smart, der Verbindungsoffizier des Austialieiihauses, feieite Sir l.-anc als großen Australier und einen der Männer, die an! .Aufbau des Reiches von seinen Fundamenten an iiiiigc wirkt haben. Der Redner begrüßte sodann die Gründung der (uneial Mona-h-Abteilimg um! stellte fest, daß die Angehörigen der uustralischcn Mehrmacht es als eine tiefe I luldigiiiig für Sir John Monash und die australischen Streiikialte empfinden, daß das Andenken an den General durch diese <11 uucliing in so schöner Weise liochgelialtcn werde. Sir Isaac Isaacs antwortete auf die Ansprachen mit Worten des Dankes für seine W ahl /um Vizepräsidenten und mit dem Hinweis darauf, daß durch diese nein־ Abteilung zum Amlenk 1*11 an Sir John Monash ein neues Band zwischen den Kriegsteilnehmern Englands und denjenigen Australiens geknüpft worden sei. Darüber hinaus - fuhr Sir Isaac fort — haben Sie durch diese Gründung beredte, dauernde und lebend!ge Zeugensehaft abgelegt für die Vaterlandsliebe und das militärische Genie eines Mannes, dessen Dienste für sein!and und dessen treue Hingabe für König mul Reich. Gefühle, die unser aller Erbe sind, lange in Erinnerung bleiben wird. Der Allgemeine Deutsche Kantorenverband (Vereinigung jüdischer Kantoren) gibt uns Kenntnis von einem Offenen Brief, den sein Vorsitzender Leon Kornit/er im Namen des Verbandes an die Leitung des Reichsverbandcs der Jiklisehen Kulturbünde gerichtet bat. In diesem Briet wird beanstandet, daß auf der Kiilturtaguiig und als Mitglieder der Jury, die für (las Musikpreisaussclireibcn des Reichsverbandes eingesetzt worden ist, Kantoren nicht vertreten sind. Wo über jüdisch-liturgische Musik Entscheidendes gesagt werden soll, könne man nicht die jüdischen Kantoren aussehalten. Die Kantoren seien zu der Kulturtagung niehi Ungeladen worden. DAS SPEZIA LH AUS für Stoffe Wäsche Kleidung Teppiche Gardinen Möbel Ausrüstung für Palästina and Übersee Schriftliche Anträgen an die Übersee-Abteilung / Telefonische Verabredungen unter E 2 0011 i BERLIN C 2 SPANDAUER KÖNIG STR. ביי«•?