Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 80-81 (7.10.1936)
- Date
- 1936-10-07
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2653997--29621-2691157- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 80/81. 7. X. 1936 Ein Bibelwerk entsteht Der Münchener jüdische Maler und Graphiker Rudolf Ernst — kein Unbekannter mehr, aber seiner überragenden Leistung genial! noch nicht genügend gewürdigt — arbeitet Adam und Eva Kain / :j V. seit geraumer Zeit an einer großen Hnlzschnittfolgc, die sich den Tenacli, die Bibel, /um Vorwurf nahm. In unseren tage 11, da das ewige Huch für das Judentum Deutschlands wieder neue l.cbensmaclitigkeit gewann, da eine junge Judengeneration auf dem Weg ins Bibel-Land sich redlich bemüht um Begegnung im ״Dornbusch des Worts“ — darf das Wort Rudoi! Trusts, die Krone seiner bisherigen Bemühungen, ernste Anteilnahme erwaitcn. Kunst - ihrem Wesen nach dialogisch von Anbeginn — wurzelt (unbewtilit) in der (iemeinschaft von Blut und Geist, und redet (bewußt) /u empfangender Gemeinschaft. Die Kunst, losgelöst von dieser edlen Bewegung des Gebens und des Winnens, ist der Gefahr aus gesetzt, zu erstarren in unwirklichen, kim-tlichen Bezirken die das Gegenteil von Kunstbe/irken sind zu selbstgeiiügsamcr Artistik. Rudolf Ernst hat mit der Gestaltung des großen UrcrlebnissGs seines Volkes das uns alien als Segen und Fluch zugleich, als Gnade und Prüfung im Blute rauscht -- den Schritt in die (iemeinschaft vollzogen. An uns ist es nun, dem Künstler entgegenzugehen, seinem Werk, da es aus der schöpferischen Einsamkeit entlassen ist, Echo und Antwort zu geben. Rudolf Ernsfs R1he!-lIlustrationen sind keine ,.Bilder zur Bibel“ im üblichen Sinne, sondern der Versuch einer sublimierten Bilderschrift, eines Epischwerdens der Form. Vcrglcichbar Frans Masereels erzählenden Bildfolgen, er zählen die Bibdhol/schnitte Frusts in einfach-strenger Bildspräche die Geschehnisse der Urgeschichte Israels. Man fühlt sich versucht angesichts dieser erzählenden Schnitte den ersten Psalm zu zitieren: ״Heil dem Manne, der ... SEINER Weisung anhangt, der redet von SEINER Weisung Tag und Nacht.“ Was sind diese Holzschnitte anderes, als ein ״Reden von der Weisung“? Ein Mensch, ein Jude erzählt von seinem Erlebnis der Bibel, und da dieser Mensch ein Künstler ist, verstellen alle seine Sprache: die Einfältigen und die Weisen, die Kinder und die Alten. Gleichwcit entfernt von der verspielten ״Meisterschaft“ der Holzschnitte des vorigen Jahrhunderts wie von der chaotisch-zerrissenen Zuchtlosigkeit der ״entfesselten“ Holzschnitte, die uns die ersten Nachkriegsjahre krachten, steht die stille, handwerklich-schöne Formenklarlieit der Ernstsehen Blätter. Oer völlige Verzicht auf jede Schraffierung gibt diesen Illustrationen eine reine Eindeutigkeit, die zu Herzen geht und mir besonders dem erhabenen Vorwurf angemessen scheint. Auf innerlichste Art erfüllt der Künstler hier den Befehl der Lehre: ״Du sollst nichts hinzufügen und nichts weglassen,“ In einer Schlichtheit, welche höchste Souveränität des Schaffenden beweist, stehen Menschen und Vorgänge vor uns und reden uns an. Nichts ist ״hinzugefügt“ — nichts ist ״wcggelassen". Nicht mehr Thema, das es atiszuschmiicken gilt, ist hier die Bibel; — cs geschieht vielmehr Dienst an ihr. Auf kleinstem Raum beschränkt sich Ernst, ohne je ins Putzige, Niedliche, in Miniaturmanler zu verfallen. Diese Anspruehlosigkeit der Formate — welche Meisterschaft setzt sie voraus! — lassen es besonders geraten erscheinen, die Schnitte Rudolf Ernsts in den Bibeltext einziigliedcm. So in Verbindung gebracht mit dem "Worte, das sie begleiten, vermöchten sie erst ihre ganze Wirksamkeit, ihren gebändigten Reichtum zu entfalten. Wenn dies aber — aus welchen Gründen immer — nicht möglich ist: — eine Herausgabe der Holzschnitte selbst : 1 ■ I . xVöt. N ■: / d n ./ .■ •««»•־־ Jakob sieht Rakel Rahab und die Kundschafter mit kurzer Angabe der betreffenden Schriftstelle im Urtext und verdeutscht müßte sich ermöglichen lassen. Schalom Ben-Chor! n, Jerusalem Ein sozialpädagogisches Seminar. Die Zentralwohlfahrtsstelle hat in Verbindung mit dem Provin/.ialverband für indische Wohlfahrtspflege in 11 essen-Nassau und dem Jüclischcn Leb!haus in I rankfurt a. M. ein Sozialpädagogisches Seminar ins L.eben gerufen, das der weiteren Berufsausbildung jüdischer Jugmdbi'dner und ho/ialbe.unter dienen soll. Im 11erbstlehrgau״ werdm veranstaltet: (iastvortrag Prof. l)r, Gurt Bondv über I ragen der Auswamierungsvorbercitung Jugendlicher .1 ווו!and der Erfahrungen des Lehrguts (iroB- Breesen. 22. Oktober, 2(1.10 Uhr, Westendsynagoge; Fragen der jüdischen Sozialarbeit: Ernst Kantorowicz und Hilde Meyerowitz. Fortbilduugs!ehrgang für Helfer ■der jüdischen Wohlfahrtspflege. Jugendheim, Beginn: 14. Oktober; Jugendsychologie auf typologischer Grundlage mit experimentellen tntersuchungcn: Hermann Weil. 14., 21. und 28. Oktober, 20 Uhr, Jugendheim; Heilpädagogische Vorlesungen und Ucbungcn. Auswärtige Teilnehmer könnet! u. U. Reise- Zuschüsse und Freiquartier erhalten; Anträge an Fräulein M. Levi, Frankfurt a. AE, Eraucnsteinstr. 18. —MAGISTER Der gute Magister-Likörfabrik, München VII KIRSCH—1 Likör I IHI ן Brief aus Jugoslawien Von unserem Berichterstatter J.If. Beograd, 1. Oktober Die Aktion Miphal bizzur vitaehon hat mit großem Schwünge auch in Jugoslawien begonnen. Die ersten jüdisclten und zionistischen Persönlichkeiten im Lande haben, sich für diese Aktion zur Verfügung gestellt. Uebcrall werden große Versammlungen vorbereitet und es ist sicher, daß das jugoslawische Judentum auch dieses Mal seine Pflicht gegenüber Erez Israel erfüllen wird. * Dieser Tage wurde in Beograd ein Kinderschachturnier abgehalten. Unter zahlreichen Teilnehmern siegte Jcschua Box bäum, der alle Partien zu seinen Gunsten abschließen konnte. Erst in weitem Abstande voa ihm wurde der zweite und dritte Preis verteilt Jüdische Lehranstalt für gewerbliche Ausbildung des ״ORT.“ Der seit langem von der Gesellschaft ״ORT.11, Abt, Deutschland, bearbeitete Plan, eine jüdische Lehranstalt für gewerbliche Ausbildung in Berlin zu errichten, nähert sich seiner Verwirklichung. Die britische Landesorganisation des ״ORT.“ hat sich bereit erklärt, das Patronat über diese Lehranstalt zu übernehmen und gemeinsam mit der ״ORT.“- Union, Paris, die Mittel zur Einrichtung und Ausrüstung dieser Handwerkerschule zur Verfügung zu stellen. In einer drei- bzw. zweijährigen Lehrdauer sollen vollqualifizierte Han-dwerker zum Zwecke der Vorbereitung zur Auswanderung ausgcbildct werden, und zwar zunächst in folgenden Abtei- Jungen: für männliche Jugendliche: Elektrotechnik, Gas-, Wasser- und sanitäre Anlagen, Spe/ialmcchaiiiker (Fahrräder, Näh- und Büromaschinen); für w e i b 1 i c h e J u g c n <1liehe: Korsettmachcrei, Putzmacherei. (Parallelkurse fiir Erwachsene in den gleichen Fächern.) Näheres über die Aufnahme wird noch bekanntgegeben werden. Sachspenden sind zu richten an die Gesellschaft ״ORT.“, Abt. Deutschland e. V., Berlin W 15, Pariser Str. 11. Jüdischer Photowettbewerb. Uns wird geschrieben: Es ist seit langem als eine empfindliche Lücke empfunden worden, daß die Photographie, die im Kulturleben der Gegenwart eine so hervorragende Rolle spielt, in jüdischen Kreisen noch nicht die gebührende Achtung und Förderung fand. Wir haben in Deutschland wohl eine Anzahl tüchtiger Amateurphotographen, es fehlt aber der für die Weitererit- Wicklung unbedingt nötige Zusammenschluß. Nur in Frankfurt a. M., Berlin und in Mannheim befinden sieh Arbeitsgemeinschaften jüdischer Amateurphotographen, in denen fleißig gearbeitet wird und die sich in erfreulicher Entwicklung befinden. Mit Genehmigung und Unterstützung des Rcichsverbandes Jüdischer Kulturbünde in Deutschland vcransfaltet die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Amateurphotographen, Frankfurt a. M., einen Wettbewerb für die jüdischen Photo-Amateure in Deutschland. Bedingungen: Teilnahmeberechtigt ist jeder jüdische Amateur mit bis nt sechs Arbeiten. Die Wahl der Motive ist völlig freigestefit, doch wird es begrüßt, wenn besonders jüdische Motive intensiv bearbeitet werden. Die besten Arbeiten werden durch Preise und Diplome ausgezeichnet; auch ist in Aussicht genommen, die prämiierten und sonstigen guten Arbeiten in einer Ausstellung der jüdischen Oeffentiichkeit zugiinglieh zu machen. Acußerster Einsendungstermin ist der 15. Januar 1937. Die näheren Bedingungen sind erhältlich bei der Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Amatcurphotographen, Frankfurt a. M., Savignystr. 6 p. Wochen jüdischer Kunst. Aus Zagreb wird uns gesellrieben: Es sollen jährlich zwei ״Wochen jüdischer Kunst“ in Jugoslawien veranstaltet werden, die eine im Herbst und die andere im Frühling. Die erste Woche dauert vom 9. bis 15. November 1936, An 1937 (5693) wird die erste ״Woche“ mit Simchat Thora beginnen. Oinamit, Verein zur Förderung jüdischer Kunst, Zagreb (Jugoslawien), ivkanceva 31, welcher die ״Wochen jüdischer Kunst“ ins Lehen gerufen hat, gibt gerne alle nötigen Auskünfte. JMipAN SCHNEUR Autorisierte L’cbcrsctzung von Grete Fischer 12. Fortnetiunz Nachdruck verholen Aber der .Agent kam nie wieder nach Sehklow׳. Und die Leute stöhnten und ächzten und zahlten ihre Prämien, und zitterten und zagten vor dem Stadtbuupt.mann. Nie im Leben waren sie so ängstlich mit Kohlen und Streichhölzern umgegangen. Alle Kamine wurden rein gehalten. Denn wenn auch nur «las geringste vorkam, ein Funken mit dem Ruß flog, ein lleusiock zu schwelen anfing, oder auch nur der Schornstein stärker als gewöhnlich rauchte — schon kam der neue Stadthauptmann, mit flammenden Augen und gesträubtem Schnurrbart, und schimpfte und wetterte. War das Haus nicht versichert, so war es nicht schlimm. Aber wenn es eines der versicherten Häuser war, so schossen sein« Augen Blitze, und er rasselte mit dem Schwert und schrie: ״Na, Ihr! Isaak, Berl. was ist das? Ihr mochtet wohl Versichern! ngsgclder einstecken? Bei mir giht’s das nicht!“ Die Armen wußten nicht, was ärger war, das Feuer auf ihrem Dach, oder das Feuer, das aus seinen Augen spritzte. DREIZEHNTES KAPITEL / VERHAFTET IHN! In jener Winternacht, in der der Stall des neuen Millionärs brannte, wurde gerade irgendein Feiertag irr, Hause des Postmeisters i>cgungon. In dem großen niedrigen Salon im ersten Stock des Postamts waren die Spitzen der nichtjüdischem Gesellschaft von Sehklow versammelt. Da waren der Oberlehrer und der Popo und der Duma-Vertreter und der neue Polizeichef mit seiner Frau. Sie tranken auf die Gesundheit des Zaren, der lebt«, und auf das Andenken seines Vorgängers, der gestorben war, und deren Bilder in allen Zimmern des Posthauses hingen. In seinen Kreisen hatte auch der neue Polizeichef nichts gegen einen Trunk. Zuerst trank er eins mit dem Popen, und dann mit dem Postme 1 ster, und dann mit allen übrigen Männern und Frauen, die da waren, und wühlend er trank, blickte er aut zum Bildnis des Zaren Nikolaus 1., von dem die Leute sagten, daß er ihm ähnlich wiire. Aus diesem Grunde hatte er sich auf den Platz, gegenüber dem Zarenlnlde gesetzt, so daß er sieh an sich .selber freuen und di« kaiserlichen Augen und dert kaiserliehen Schnurrbart anscltauen konnte v.ie in einem Spiegel. Merkwürdig — mit jedem Glase, das er trank, wurde die Aehntichkeif deutlicher. Donnerwetter! Der gleiche Backenhart, die gleiche Stirn, der gleiche gebietende, strenge Blick! Es war wie ein Zauber! Mußte etwas zu bedeuten haben — so etwas geschieht nicht mir nichts dir nichts! Und er fühlte wunderbare Herrscherkrüfte in sich. Die Behörden in Mohilcw konnten das nicht würdigen, verschickten ihn an so einen elenden kleinen Ort wie Sehklow! Macht nichts — er würde schon beweisen, was er wert war. Die sollten sehen, was irr ihm steckte. Ersttnal wollte er die Juden Mores lehren — Ordnung machen — und was für Ordnung! lleringsfässer voll Wasser standen hinter jedem Haus! Er würde nicht dulden, daß die Juden ihre Häuser brennen ließen und Geld von der Versicherung bekamen. Alle Kamine waren schon gekehrt worden. Die Stege über die Gossen waren alle repariert worden — kostete die Stadtküsse nicht einen Dreier! Alle Metzgerhunde hatte man umgebracht, und ihre Kadaver lagen in einer Reihe am Ufer des Sees Im Sommer wollte er eine neue Verordnung erlassen, daß jeder jüdische Hausbesitzer Bäume vor sein Haus 7.11 pflanzen hätte. Linden, Birken und Flieder. Er hatte dus schon mit dem Bürgermeister besprochen. Er wollte aus dem Morast von Sehklow׳ einen Garten machen. Die Juden verdienten das natürlich nicht — aber Ordnung ist Ordnung, Dienst ist Dienst. So, Väterchen Nikolaus — so, bis die Vorgesetzten das anerkennen — he? Plötzlich unterbrach der Polizei diel »eine Herrsehergedanken. Was war das? Warum läutet cn die Glocken? Was war los? Wenn die Kirchenglocke bei Tage läutete, so wußte man, es war Feiertag — wenn sie nacht» klang, mußte es Feuer sein. Die Gäste drängten sich an die Fenster, man öffnete die Tür. Man hörte draußen ״Feuer“ schreien. Na natürlich! Diese Juden hatten ihre Häuser nicht umsonst versichern lassen. Ai* ob die einem armen Kerl seinen Schnaps gönnten. Er erhob sich schwankend von der Tafel und kommandierte mit starren Augen und heiserer Stimme: ״Alexei! Grischa!“ Seine beiden Polizisten, in den neuen Uniformen, die er aus Mohilew für sie hatte kommen lassen, sprangen eilig aus der Küche herzu, wo sie mit den Dienern des Fast• meisters die Ueberreste der Festtafel genossen hatten. Der Chef lief voran und sie, mit vollen Wänsten, hinterher. Er hielt seinen langen Degen mit der Hand fest, damit er ihm nicht zwischen die Beine kam — wie ein Held, wie «in Oflizier Nikolaus I., der erfüllt von hoher Begeisterung sein Bataillon vor Sobastopol?,um Sturm gegen den Feind führte! Und seine Poliz.isten folgten ihm wie arme Sünder, dio man wegschleppt, mit sauren Gesicht-ern, weil man sie in die Nacht hinausjagte, weiß Gott wozu — um die Helden zu spielen, durch den Schnee zu rennen wie sibirische Hunde — um sich mit Feuersbrünsten abzugeben! * Pandre hatte gerade die Tiroler Kuh des ״neuen MillionBrs“ gerettet, und sie stand nun inmitten des Trubels und untersuchte sich, ob sie noch in Ordnung wäre. First drehte sie den Kopf rundherum und schaute nach ihrem Schwanz. Ja, der Schwanz war da und in Ordnung! Sie versuchte einen Schmitz und schlug gegen ihre Flanken. Jawohl, es ging! Dann leckte sie die versengten Nilstern mit der langen Zunge. Das gefiel ihr nicht ganz — es schmeckte nach verbranntem Fell. Aber es würde bald heilen. Muh-uh! Die Feuerwehrleute standen tun den hallzeingestürzten Stall herum, einer hielt einen Wasserkrug, einer einen Eimer, der dritte eine Axt, der vierte einen Wassersehlauch. Huld war von dem Stall nur noch eia Haufen verkohlter Balken übrig. Wären nicht ein paar Strohbaul'en in der Mitte des verbrannten Stalles gewesen, das Feuer wäre schon nieder״ gebrannt. Aber das Stroh qualmte noch und ein Feuer- Strudel zischte davon auf, als Wasserstrahlen aus dem Feuerwehrschlauch es trafen, und verspottete die Feuerwehr. Pandre stand da, noch etwa» schwankend. Er hatte sich noch nicht ganz von der Arbeit erholt-, die lebendige widerstrebende Kuh an den Hinterbeinen aus dem Stall zu schleppen. Er rieb sich die eine Wange, an die ihn das erschreckte Tier gestoßen halt«. Die neue Millionärin ־watschelte auf ihn zu und dankte ihm. Ihr für gewöhnlich saures Gesicht sah im Feuerschein aus wie mit Hoaig geschmiert. ״Siehst du“, sagte sie herablassend, ״wie lange ist es her, daß du meinen Mann mit deinem Wagen aus Orscha ebracht hast? Er war noch kaum im Bett, da hörten ־wir: euer! Feuer! Was sagst du dazu? VA7ns wollen die Leute von uns? Die haben es immer noch auf die Kuh abgesehen!“ Pandre fühlte sich geschmeichelt durch die familiäre Art, wie die reiche Frau ihn mit ihrem Mann und ihrer Kuh zusammen nannte, und daß sie so viel Vertrauen zu ihm