Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 80-81 (7.10.1936)
- Date
- 1936-10-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 80/81, 7. X. 193A JDÖISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Palästinakonferenz in Paris Von unserem Berichterstatter K. Paris, Anfang Oktober Appell für ״Bizzaron“ Am 4. Oktober fand in Paris eine große Palästinata gütig statt, an der 155 Delegierte als Vertreter von über 40 zionistischen und propatiistinensisclicn Gruppen aus allen Teilen Frankreichs teilnahnien. Die Tagung war von der Jewish Agency und dem ״Coinite des Organisation* * $10nistes de France“ gemeinsam einherufen worden, um als Auftakt zu der Bizzaron Uwitachon-Ksmpagne in Frankreich zu dienen. Die Tagung war eine der größten zionistischen Manifestationen, di« seit Jahren in Frankreich stattgefunden haben. Außer den Delegierten nahmen zahlreiche l’ariser Zionisten als Gäste an der Tagung teil. Die Tagung wurde durch eine Begriißungsa«spräche von Lconce Bernheim eingeleitet. Im Mittelpunkl der Konferenz stand ein Referat über die politische Lage des Zionismus, das |)r. Goldmann hielt. Dr. Alexander Goldstein richtete einen leiderisehaftliehen Appell an die französischen Juden, endlich ihre irioralischen und finanziellen Verpflichtungen gegenüber der jiidisehen Gesamtheit zu erfüllen. Dr. Goldstein betont׳• die unerschütterte Haltung des Jischuw, der die Alijah des ״Hinterlandes“ entsprechen ' müsse. Leider stand die Diskussion nicht auf der Höhe der beiden Referate, sondern ließ deutlich die Schwächen der zionistischen Bewegung in Frankreich hervortreten. Die zahlreichen aufeinanderfolgenden Redner beschränkten sich nieist darauf, ihre Ansichten zur politischen Lage des Zionismus darzulegen, ohne positive Beiträge zur Durchführung der großen Keren Hajessod-Aktion zu liefern. Wenn der gute zionistische Wille der Leiter der Organisationen sicherlich vorhanden ist, so fehlt es in den meisten Gruppen, mit Ausnahme von Ostfrankreich, an einer systematischen Organisationsarheit. Die Tagung präzisierte den Eindruck, daß der Zionismus in Frankreich trotz der tiefen Erschütterungen des jüdischen Lebens sich quantitativ und qualitativ kaum weiterentwickelt hat. Das eingesessene französische Judentum stellt der zionistischen Bewegung nach wie vor fern und war auch auf der Palästina- Tagung kaum vertreten. Dem Zionismus in Frankreich Fehlt heute eine aktive, systematisch arbeitende Führung, die die sich zersplitternden Kräfte zu einer einheitlichen Aktion zusammenfaßt. Der Mangel einer systematischen, auf lange Sicht geführter! zionistischen und propalästinensischen Arbeit macht es begreiflich, daß selbst Juden, die nach Frankreich eingewandert sind und über eine zionistische Tradition verlogen, der Bewegung im Laufe der Zeit entfremdet werden. Nur wenn der Zionismus in Frankreich eine feste organisatorische und moralische Basis findet, und wenn es ihm gelingt, die Mauer, die ihn heute noch von den französischen Juden trennt, zu durchbrechen, werden auch die finanziellen Aktionen mit einem zufriedenstellenden Ergebnis rechnen können, das der zahlenmäßigen und wirtschaftlichen Bedeutung der in Frankreich lebenden Judenheit entspricht. In der Richtung auf dieses Ziel ist das erste öffentliche Auftreten einer kleinen Gruppe von französischen Juden, die in dem ,.Groupment sionide et propalestinien“ zusammengefaßt sind und die aut der Tagung durch Lconce Bern heim und Sasia Ehrlich vertreten waren, als wichtiger Faktor zu bewerten. Um die Jüdisch« Haltung Di« Gründung des ״Centre de Documentation et de Vigilance“ durch das französische ״Consistoire“, von der wir kürzlich berichteten, hat in Frankreich zu einer lebhaften Diskussion in jüdischen Kreisen Anlaß gegeben. Man betont die grundsätzliche Bedeutung dieses ״Consistoire“- Beschlusses, durch den die französisch-jüdischen Notablen zum erstenmal von ihrem bisher bekundeten Standpunkt, die Gemeinde nur als Vertretung der religiösen Interessen der französischen Judenheit aufzufassen, abgehen. Die wachsende antisemitische Bewegung hat auch das ״Consistoire“ zu einer V e r t c i d i g u n gs a k t i o n auf politischem Gebiet veranlaßt. In einer kürzlich abgegebenen Erklärung betonte ein Vertreter des ״Centre de Dociimentation et de Vigilance“, daß die Aktion dem ״Consistoirc“ keine irgendwie gearteten allgemein-politischen Bindungen auferlegt. ״Außer einer kleinen Fraktion auf der äußersten Rechten gibt es auch heute noch in Frankreich keine organisierte antisemitische Bewegung. Der Antisemitismus muß durch die Einheit aller Franzosen bekämpft werden.“ In der zionistischen Zeitschrift ״La Terre Retrotivee“ wirft Joseph F j s c 11 e r die Frage auf, ob das ״Centre de Dociimentation et de Vigi'ance“ zu einem Zentrum einer allgemein-jüdischen Aktion in Frankreich werde!! kann. Der Verfasser kritisiert den Parfikularismus des französischen Judentums, der auch in dem Gründungsaufruf des ״Centre“ zum Ausdruck kommt. Der Aufruf spricht von der franzosischeu Judenheit, nicht aber von den Juden in Frankreich. Sind in diesem Ausdruck die anderen in Frankreich lebenden Juden ausgeschlossen? Es wäre unlogisch, wenn die Aktion des ,Consistoire‘ sich nur auf die französischen Juden besdiriinkeil und nicht auch die ausländischen Juden, die in Frankreich leben, verteidigen wurde. Aus diesem Grunde muß das ,Centre' mit den bestehenden jüdisch׳*!! Organisationen i!1 Frankreich Zusammenarbeiten und von ihren Erfahrungen profitieren.“ In diesem Sinne äußern sich auch andere jüdische Zeitschriften in Frankreich. Unabhängigkeiisbestrebungen In Tonis!111 Zusammenhang mit der Unruhe unter den Eingeborenen in Nordafrika treten jetzt in dem französischen Protektorat Tunis Unabhängigkeitsbestrcbuiigeii hervor, die von einer ״Parti Liberal Oonstitutionaliste Tunesien (Neo-Destour)“ vertreten werden. Die Forderungen dieser Partei, die der französischen Regierung zugegangen sind, verlangen die Um- Wandlung des Tunesischen Protektorates in einen unabhängigen Sta at nach dem Vorbild von Serien und Aegypteil. Diese liberale Partei entfaltet im Protektorat eine aktive Propaganda für ihre Ideen. Es ist eine Jugendorganisation der Unabhängigkeitspartei gebildet worden. Es ist aber vorläufig nicht .inziinelimen, daß Frankreich Tunis gegenüber das gleiche Entgegenkommen zeigen wird wie gegenüber Syrien. Das syrische Mandat war Frankreich erst 1*510 übertragen worden, Mährend Tunis bereits seit Jahrzehnten in das französische Kolonialreich cingegliedert ist. Während in Syrien zwar einige französische Unternehmungen arbeiten, französische Staatsbürger aber nur in geringer Zahl leben, sind in Tunis über 100 000 französische Kolonisten installiert. Außerdem hat Tunis für Frankreich eine ganz andere politische und strategische Redeutting als Syrien, das mehr an der Peripherie des französischen Kolonialreiches liegt. Schließlieh würde eine Aenderung des tunesischen Statutes angesichts des Interesses, das Italien seit langem für diese französischc Kolonie gezeigt hat, und angesichts der großen Zahl von nichtfranzösisclien Ausl,ändern, vor allem Italienern, die in Tunis leben, internationale Probleme kompliziertester Art aufwerfen. Die französische Presse forciert daher energische Unterdrückung der tunesischen Unabhäugigkeitspropaganda. In einem Artikel des ״Journal“ wird aut die Gefährdung der jüdischen Bevölkerung in Französisch -Marokko hingewiesen. Seit Jahrzehnten sind die marokkanischen Juden von den Berbern und Arabern terrorisiert wtxicn. Die französischc Okkupation hat diesen Mißhandlungen der jüdischen Bevölkerung ein Ende gemacht, aber cs genügt der geringste Windstoß, um die Pogromstimniung wieder aufflammen zu lassen. Das Blatt fordert von dem neuen Generatregenten energische Unterdrückung der Pogromhetze. Die Natur und das göttliche Wort Rabbi Abbahu sagte Im Namen des Rabbi Jochanan: Als der Heilige, gesegnet sei er, die Thora gab, da rief kein Vogel, da regte sich kein FlugHer, nicht brüllte ein Ochs, die Otannim-Engel flogen nldit, die Seraflm sprachen nicht Ihr ,Heilig!', das Meer bewegte sich nicht, die Geschöpfe redeten nicht miteinander, die Welt verstummte und schwieg und die Stimme fuhr aus: ״ICH / bin dein Gott..(2. B. M. 20,2). Exodus rabba XXIX. 9 Ucbersetzl von N. N. Glatze! In dem Dekret heißt es u. a., da(? ״angesichts der Tatsache, daß in Addis Abeba ein jüdischer Bevölkerungsteil existiert, der zweckmäißigerweise zu organisieren ist, ein Regierimgskommissar ernannt wird, dem die Aufgabe zufällt, eine jüdische Bevölkerungszählung in Addis Abeba voratnehrnen, ein Inventar von dem derzeitigen Besitzstand der jüdischen Gemeinde aiifzunehmen und ein geeignetes Organisation»- Schema auszuarbeiten und der Regierung vorzulegen“. Jesse Straus gestorben Ein Jüdischer Botschafter Amerikas Wie aus New York gedrahtet wird, ist Mr. Jesse Isidor Straus im Alter von (»4 Jahren in New York gestorben. Er war bis zum vorigen Jahr Botschafter der Vereinigten Staaten in I über drei Jahre hindurch sein Vater und sein () i bekleidete diesen Posten ans um Straus ist ui New York geboren; kel waren Teilhaber der bekannten I irma R. St, Macy ft (Jo., die sich bald 711 einem der größten V'arenhauskon/crne entwickeltc. Seine Eltern (Isidor Straus und dessen Gattin) kamen 1*512 mit der ״Titanic“ um, als sie sieh auf einer Weltreise befanden, jesse Straus gehört zu vier bekannten amerikanischen Familie, die den Vereinigten Staaten noch einen bekannten Diplomaten, den ehemaligen Botschafter in Konstantinopel, Oskar Straus, gegeben hat. In Palästina ist am bekanntesten der gleichfalls bereits verstorbene Nathan Straus, der viele Stiftungen, insbesondere für das Gesundheitswesen des I;indes, gemacht hat. Der Außenminister der Vereinigten Staaten, Cordei! Hüll, erklärt in einem Nachruf für den ehemaligen Botscliaffer Straus, ״die Nation habe keinen hervorragenderen und geschickteren Vertreter im Auslände“ gehabt. Die gesamte amerikanische Presse würdigt eingehend die Verdienste des Verstorbenen. ״N e w York T i m e s“ erklärt, Straus habe sein Leben dem Vaterlnnclc geweiht. Der ״New York American“ bezeichnet den Verstorbenen als einen ״großen Marin aus großer Familie״ und die ״H e r a 1 d Trib u n e" stellt fest, daß durch den Tod von Jesse Isidor Straus das Land einen außerordentlich wertvollen Bürger, das jüdische Volk einen geachteten Führer und die Geschäftswelt einen genialen Leiter verloren 11.11- Die Beisetzung von Jesse Isidor Straus fand am 6. Oktober vom Tempel Emanu El aus statt. Römischer Brief Von unserem Berichterstatter Kr. Rom, 3. Oktober . Di« von der Zeitung ״R e g i m e F a s c נ s t a“ begonnene antisemitische Kampagne, der sich auch einige andere Provinzblätter angeschlossen hatten und die hier gerade während der Feiertage in jüdischen Kreisen Befremden hervorgerufen hatte, ist inzwischen ah geblasen worden, ln einem Schlußwort versuchte ״Regime Fascista“ sogar etwas versöhnlichere Töne anzuschlagen und die ganze ’ Debatte, in die auch führende jüdische Persönlichkeiten sich ciiuugrcifen gezwungen sahen, als eine harmlose Diskussion hinzustellen, zu der die genannte Zeitung liebenswürdigerweise ihre Spalten zur Verlügung* gestellt hatte. Dieser Auslegung wird man vom jiidisehen Standpunkt keineswegs beitreten können, um so weniger als ״Regime Fascista“ and! nach Abschluß der sog, ״Diskussion“ fortfährt, das ״Weitjudentum“ und die ״Internationale des jüdischen Finanzkapitals“ für die chaotische Lage in Europa und die englischen Militfinnaßnahnien in1 östlichen Mittelmeer verantwortlich zu machen. — Dieser Tage konnte inan in der ״Garzetta d e I Mezzogiorn o“, die in dem wichtigen süditalienisclicn Hafen platz Bari erscheint, einen Leitartikel über ״Europa und die jüdische Rasse“ lesen. In diesem antisemitisch orientierten Artikel bemerkte der Verfasser August» Traxler u. a.: ״Die Lage in Frankreich erscheint absurd und nicht nur aller Logik des Augenblicks zuwider, sondern auch aller Tradition und Zivilisation des franzosisehen Volkes. Um eine Erklärung dafür zu finden, braucht man nur daran zu denken, daß Frankreich eben heute von einem Juden regiert wird.“ Diese und ähnliche Bemerkungen tauchen heute in der italienischen Presse häufiger auf. lind wenn es auch, wie wir bei dieser Gelegenheit nochmals betonen möchten, keinen organisierten oder behördlichen Antisemitisnius in Italien gibt, können derartige Presseäußeningen, zumal wenn sie häufiger dein Publikum vorgesetzt werden, allmählich einen Einfluß auf die Bildung der öffentlichen Meinung in Italien ausüben. * Der Kardinalstaatssekretär Pacelli hat sieh dieser Tage tn Neapel nach New York eingeschifft. Während er gewöhnlich seinen Urlaub in der Schweiz zu verbringen pflegte, hat er diesmal eine auch sonst gut unterrichteten Kreisen über- Taschctid kommende Reise nach Amerika angetreten. Es neißt, daß der Vatikan eine groß angelegte Aktion und die Einrichtung einer Nuntiatur in den Vereinigten Staaten plant und daß der Kardinalstaatssekretär hei dieser Gelegenheit auch den uni den bekannten .,Radiopriester“ Pater Coughlin entstandenen Konflikt beizulegen versuchen wird. Pater Coughlin macht der Regierung Roosevelts sehr zu schaffen. Der Bischof von Detroit hat sich aut seine Seite gestellt, während andere katholische Kirchenfürsten in den USA ihn heftig bekämpfen. Präsident Roosevcit soll nun in dieser Angelegenheit um eine persönliche Intervention des Vatikans gebeten haben. Wir meldeten unlängst an dieser Steile, daß der Vatikan in einer amtlichen im ״Osservatorc Romano“ erschienenen Note von dem Propagandafeklzug des Paters Coughlin ausdrücklich abgerückt ist. Und man darf deshalb mit um so größerem Interesse dem Resultat der Mission des Kardinalstaatssekretärs Pacelli in dieser Angelegenheit entgegensehen. i!1 Rom starb irn Alter von 74 Jahren der langjährige Präsident der Jüdischen Gemeinde und Präsident des ita-!ionischen Rabhinatskollegiums Adv. Großoffizier und Commendatore Angeln S e r e ח i. Er entstammte einer altangescheuen römisch-jüdischen Familie und war eine der verdientesten und populärsten Figuren des italienischen Judentums, Angelo Sereni stand von!$07 bis 1032 an der Spitze der Jüdischen Gemeinde Roms. Die Mehrzahl der jüdischen Wohltätigkeitsinstitute und Sehulen Roms haben ihre Entstellung seinem Werk und seiner Initiative zu verdanken. Auch der Bau der neuen Synagoge in Rom, der König Viktor Emanuel III. am 2. Juli 1904 einen Besuch abstattete und die am 28. Juli des gleichen Jahres mit einer vielbeachteten Ansprache Serenis cingeweiht wurde, war im wesentlichen das Werk seiner Aktivität und klugen Verwaltung. Auch die Neuorganisation der Jüdischen Gemeinden in Italien ist das Ergebnis seiner hohen Intelligenz und seines unermüdlichen Schaffens. Angelo Sereni hat auch den! zionistischen Aufbauwerk in Palästina tätige Aufmerksamkeit geschenkt; er war Mitglied des Ehrenkomitees des Keren Kajemeth in Italien. Adv. Sereni erfreute sich über jüdische Kreise hinaus hohen Ansehens. Anläßlich seines Ablebens sandten u. a. der König von Italien und der Gouverneur von Rom herzlich gehaltene Beileidstelegramme. (Der Verstorbene war auch ein Verwandter des i!1 zionistisehen Kreisen Deutschlands bekannten Mitglieds der palästincnsischcn Siedlung Ghvath Brenner, Enzo Sereni. — A.d. R.) Aus Addis Abeba wird gemeldet: Durch Dekret des italienischen Vizekönigs von Abessinien wurde der Advokat Carlo Alberto Viterbo zum Regierungskonmiissar der neuerrichteten Jüdischen Gemeinde in Addis Abeba ernannt, IN ALLER KÜRZE Wahrend der hohen Ft iertntrc erschien der Jllgo• slawische Ges a n d t e in Wien, (ieorg N a s t a s i e - v i c. im Türkischen T e 111 p e 1 in der Zirkusgasse und überbrachte, wie in den Vorjahren, der s e p 11 a r d i s c 11 e n J u d c n g c!11 e i 11 d e i n W 1e n seine G 1 ii c k w ü nsc!1 e zum neuen Jahr e. Wahrem! dieses 1 )iplomatcnhesiiclies im sephartlischen Tempel wurde von der jugoslawischen jüdischen Kolonie in Wien eine * i e d .i c h t n i s - A!1 tl a c 111 für König Alex;1 n 111 r K :1 r a g e o r g e vice abgehalten. Auf dein internationalen Krebsforscher-Kongreß in Brüssel war die Wiener Mcdi/mi-clu׳ schule 11, a. durch zwei bedeutende jüdische Acr/u-, I >r, Freund und Dr. Peiler, repräsentiert. Pr. Peiler, der auch eine Zcitlang in Jerusalem gearbeitet hat, hielt auf dem Kongreß einen Vortrag, in welchem er mit st.iti-ti-1 ln*in Material den Nachweis zu erbringen suchte, <1,1 ß, entgeuui der bisherigen Theorie, die Krebskrankheil vom!!;U.iU 11 KT!/ fast unabhängig sei. Das Mitglied der I wkntive der Jewish Agency, Dr. Werner Senator, hat 111 den Id den Tagen Saloniki und Athen besucht, wo er Be-pn-t hungeii mit einer Reihe politisclier Persönlichkeiten mul Vertretern des Wirtschaftslebens abhiclt. In Warschau ist der Direktor des Keren Hajcssod, Leib J a f f e, aus Jerusalem emgetroffen, um die Leitung der Aktion für den ״Miphal I labiz/aroii“ zu übernehmen. In dem Seebad Hove hei Brighton ist im Alter von 60 Jahren der letzte männliche Angehörige der Familie D i s r a e 1 i, Major C o n i n g sliv Ralph 1) '1 s r a c 1 i, ein Neffe des großen englischen Staatsmannes, gestorben. Das jüdische Wirtschaft>k01!1itee hat beschlossen, demnächst einen Kongreß aller jüdischen Wirtschaftsorganisationen Polens nach Warschau ein/ubertifen. Auf dem Kongreß soll die schwierige Lage der jüdischen Wirtsehaftsverbando erörtert werden. in das Lodzer Krankenhaus ist der Sohn des Kantors van Brzeniit, Jechiel Steren s, erblindet eingeliefert worden. Steren hat in dem Feldzug gegen die Bolschewik! im Jahre 1920, den er in den Reihen der polnischen Armee mitmachte, ein Auge verloren. Das zweite Auge verlor der Kriegsinvalide iet/it, nachdem er in der Wahlwoche von einer Bande antisemitischer Ex/cdentcn überiallen und schwer mißhandelt worden war. In Hannover ist das Bankgeschäft Albert Sc hei« berg auf den Prokuristen Walter Niehus iibcrgcgangen. JASTIK w MOSSUL .152. HERIS 9679 lÖÖTfci SCHIRAS 171 SCHIRWAN 90 flQ סדו yjr HAHEDAN Mi mmL-J au Sv• wi■» iou a n■• it-z w t rv ww• י oo w w» VÜUsCHIRASw» SUHAK 375- *»»Mt Verkauf nur Berlin C? Spandauer Straße32