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Jüdische Rundschau · 1936-09-30 · Heft 78-79 (30.9.1936) · page 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 78-79 (30.9.1936)
Date
1936-09-30
Page
– (sequence 49)
Language
German
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Nr. 18 *INDER-RUNDSCHAU Seite 3 sind Dein Volk) und die andere antwortet: ״Weato eloketiu!״ (und Du bist unser Gott) usw. Dann fassen sich die Kinder an den Händen und bilden um den Schäfer ein großes Rad, das sich abwechselnd nach links und rechts dreht; dabei ruft der Schäfer immer wieder: ״Zoin kedoschim!“ und die Jungen:: ״Meeeeeeee!“ Dann fassen sich die Kinder an den Händen, und bilden um den Schäfer ein großes Rad Kurz vor dem Abendgebet löst der gute Schäfer seine Herde auf. Reb Hilul verwandelt sich aut einmal in einen gewöhnlichen Synagogendiener und die Jungen zu Schülern. Zwischen Abend־ und Nachtgebet vollzieht sich der Uebergang in eine alltägliche Welt. Das ״Hamawdil“, das Lied des Scheidens, klingt durch alle Gäßchen. M. Ratz — Zeichnungen von Toni Hebräisches Quadrat-Rätsel 1. Palästinensische Siedlung 2. Mehrzahl für Mann 3. Mehrzahl für Lamm (vveibl.) 4. Was führten die Juden gegen die Philister? 5. Bruder Mosches Die waagerechten Felder werden mit Worten obenslehender Bedeutung hebräisch ausgefülit. Die punktierten Felder ergeben dann von rechts oben nach links unten gelesen den Namen einer Kinderkolonie in Palästina. Bronia Tuch (10 Jahre), Leipzig 2 9 4 7 5 3 6 1 00 X Auflösung des Zahlenrätsels aus der Kinder-Rundschau Nr. 17 Llegtdle m 9», Am Fuße des Gilboa liegt eine kleine Kwuzah. Von ihrem Hof aus hat man einen weiten, wundervollen Ausblick in das Emek. Ejn-Charod, Schatta, Beth-Alpha, Tel-Jossef —, da liegt eine Kwuzah neben der anderen im Halbkreis. Das Auge kann sich nicht satt sehen an der Fülle grüner Felder und Aecker. Pardessim breiten sich aus und Baumschulen, in der Nähe der Kwuzah fließt ein kleiner Bach durch ein junges, dichte^, Wäldchen — ein herrliches Panorama! Wir sind gewohnt, die Lage von Siedlungen nur nach der S c h ö nheit ihrer Umgebung zu beurteilen. Und wir vergessen einen wichtigen Gesichtspunkt. Man spricht auch davon (und heute mehr denn je), daß eine Siedlung ״strategisch günstig“ oder ungünstig liegt. Strategisch günstig liegt die Siedlung, die nicht leicht anzugreifen ist. Entweder ist die Umgebung ganz eben und läßt sich vom Dach eines Hauses genau übersehen, oder die Kwuzah thront auf einem Hügel, der von Angreifern erst erklommen sein will. Ungünstig liegt eine Kwuzah, die am Abhang eines Berges liegt oder in der Nähe eines dichten Waldes. Vom Berg liL..:;1ter kann g schossen werden. Ein Wald dient dem Angreifer als Unterschlupf. Ihr versteht also, daß die Chaluzim nicht nur aut die Schönheit des Landschaftsbildes achten dürfen, wenn sie ihre Kwuzah aufbauen. Sie müssen die junge Siedlung so gut sichern, wie es geht. Eine Kwuzah muß nach einem festen, vorher bis ins kleinste ausgearbeiteten Plan gebaut weiden. Bei diesem Plan werden die Chawerim darauf achten, daß die festesten Steinhäuser eine Art Ring um die Kwuzah bilden. Das Kinderhaus bekommt meistens seinen Platz in der Mitte der Kwuzah. Oft aber müssen sich die Chaluzim mit ihrem Plan nach der Decke strecken, sie müssen strategisch ungünstig bauen. - t>,* Stfly,kHustc bilätn *iht* Hin j ־־ So konnten die Menschen von Jagur, der größten Kwuzah im Lande, bei ihrem planvollen Aufbau nicht schalten und walten, wie sie wollten. Ihr Stück Boden war auf der einen Seite vom Berge Karmel, auf der anderen von der Landstraße begrenzt. So mußte sich die Kwuzah auf einem schmalen, langen Streifen zwischen Straße und Berg erstrecken. Wenn ihr bedenkt, daß der Karmel an dieser Stelle von dichtem Gestrüpp bedeckt ist, das jeden Menschen vor Auge und Fernrohr verbi g , und daß die offene, breite Landstraße einige hundert Meter lang dicht an den Gebäuden der Kwuzah vorbeif ü lirt, so versteht ihr, daß Jagur strategisch ungünstig liegt. Wie wichtig ist es nun, -daß in Jagur 700 Menschen leben! 7,0 Menschen bilden eine Kraft der Verteidigung, schrecken läßt. die manchen Angreifer zurück- Auf einem Hügel liegt Giwath- Brenn er. Auch hier leben fast 700 Menschen. Die stattliche Anzahl stolzer, weißer Steinhäuser sieht man schon von weitem. Wie eine Burg liegt die Kwuzah. Die Araber vom benachbarten Saranuca blicken respektvoll zu dem Hügel auf. Und auf dem höchsten Haus der Kwuzah sitzen Chawerim an einem Fernrohr, mit dem sie bis in die Straßen des Dörfchens Saranuca hineinblicken können. Auch was immer im benachbarten Rechowoth (6 km) vorgeht, können die Chawerim am Fernrohr sehen. Stellt euch vor, welchen Respekt der Araber Ali Muhammed vor der Kwuzah bekommen muß, wenn Jossef aus Giwath- Brenner zu ihm sagt: ״Höre, Ali, wann willst du endlich das Loch im Dache deines Hauses ausbessern?“ oder ״Gestern, lieber Ali, habe ich dich im Halbschlaf vor deiner Haustür sitzen sehen ״ . Und der gute Ali weiß genau, daß Jossef noch nie in Saranuca war . . . י Eine Siedlung ist h sonders auffallend Q ,V* ath S re * h 6 r — angelegt. Es ist die Moschawa N e s s Z i o n a. Ness Ziona bietet einen seitsamen Anblick. Es zerfällt in zwei Teile. Rechts der Straße ist der jüdische.

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