Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 74-75 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 74/75 16. IX. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 19 Die erste Orangensendung Jerusalem, 10. September. (JTA.) Am 2. Oktober geht der erste größere Orangentransport von rund 70 00Ü Kisten nach England ab. Die (..)rangensaison beginnt diesmal 14 Tage früher als sonst. Vorläufig; werden schon kleinere Menge!: Zitronen ausgeführt. Vor kurzem wurden in Haifa 900 Kis. : Zitronen und Grapefruits verladen. Die arabischen Orangenexporteure haben mit Rücksicht darauf, daß die Wiederaufnahme der Arbeit im Hafen von Jaffa nicht sicher ist, beschlossen, ihre Transporte über Port Said gehen zu lassen. Um Sabotageakten der Streikenden vorztibeugen, haben sic sieb bereiterklärt, für jede Kiste Orangen dem Obersten arabischen Komitee eine Abgabe zu zahlen. Motorisierung in Palästina In den Jahren seit BLEI hat der Kraftwagcnverkehr in Palästina erheblich an Bedeutung zugenommen. Die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge ist seit 1933 um fast das Zweieinhaibfache gestiegen. Im Jahre 1933 wurden 4887 Kraftwagen »!gelassen, 1934 bereits 8020 und im Jahre 1935 10 001. Die Zahl der zugelassenen Motorräder betrug 1120 bzw. 2163 bzw. 1873, hat sicli also gegenüber 1933 11m etwa die Hälfte erhöht. In den ersten vier Monaten des Jahres 1936 ist ein erheblicher Rückgang der Einfuhr von Kraftfahrzeugen zu bemerken. Wurden in den Monaten Januar bis April 1935 752 Kraftwagen im Werte von 107795 Pfund eingeführt, so betrug in dem gleichen Zeitraum 19 3(» die Einfuhr nur 2S8 Kraftwagen im Werte von 48S32 Pfund. Auch die Einfuhr von Lastwagen und Chassis ging von 456 Stück auf 120 zurück, die Einfuhr von Motorrädern von 192 auf 49, Musikschüler nach Jerusalem. In Zusammenarbeit mit dem Direktor ses Konservatoriums in Jerusalem, Emil Hauser, und dem Palästina-Amt, ist es der Künstlerhilfe der lüdischen Gemeinde Berlin gelungen, einer Anzahl Musikschüler in Palästina Studienmöglichkeiten zu eröffnen. Die Schüler sind inzwischen abgereist. Das unter dem Protektorat des Oberkommissars stehende Palestine Conservatoirc of Music and Dramatic Art verfügt über 31 hochqualifizierte Lehrkräfte und hat Unterrichtsklassen für alle musikalischen Fächer eingerichtet. Es ist nocli möglich, daß eine kleine Zahl von Musikschillern unter vorteilhaften Bedingungen Aufnahme findet. Interessenten wollen siel! nur schriftlich unter Beifügung eines Lebenslaufes, einer ausführlichen Darstellung des bisherigen Studienganges und fachmännischen Referenzen bei der Kirnstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde, Berlin•Charlottenburg 2, Kant- Straße 158, durch Eilbrief umgehend meiden, die dann über Ort und Zeit des Vorspielens und über die sonstigen Aufnahmebedingungen Mitteilungen ergehen lassen wird. Irgun Dati in Petach Tikwah. Uns wird geschrieben: Einwanderer aus Deutschland, auch wenn sie mehr oder minder reichlich über die Mittel zu landwirtschaftlicher An- Siedlung verfügen und auch wenn sie eine gründliche Hachscharall hinter sich haben, stoßen in Palästina bei der Gründüng oder dem Erwerb eines eigenen Meschek auf besondere Schwierigkeiten, wenn sie ihre Unisehichturigsplane innerhalb eines religiösen Milieus verwirklichen wollen. Es gibt zur Zeit keine gesetzestreuen Mittelsta mjssiedlsnigeii in Erez. Israel. Nicht als ob man religiöse Olim in den bestehenden oder in der Entstehung begriffenen Siedlungen nicht aufnehmen würde; im Gegenteil, immer wieder hört man, daß man dort religiöse Siedler gern aufmimnt und ihre Wünsche weitgeliend respektieren will. Aber es liegt in der Natur der Sache, daß ein e i 11 z e I n e r traditionell eingestellter Jude in einem religiös neutralen Milieu eilen immer ein Einzelganzer ist, dessen Einfluß auf die Gestaltung des Gemeinschafts lebens unbedeutend sein muß. Die bisherigen Erfahrungen zeigen jedenfalls, daß auf den bisher bcschrittonen Wegen das religiöse Judentum sich atomisierte. Diesem bestehenden Mißstand sucht mm eine Gruppe von mittelständischen Olim aus Deutschland ab/uhelfen, die sich unter dem Namen ״Irgun dati“ in Petach Tikwah zusammengeschlossen hat und die einen Kreis gleichgesinnter Leute um sich sammeln will, um als geschlossene Gruppe zur Ansicdhing zu gehen. Die Gruppe ist politisch neutral; sie verlangt von ihren Mitgliedern, daß sie die Pflicht zu Binjan Haarez in Wort und Tat anerkennen und durch Charakter und Lebensführung Gewahr für die Verwirklichung der angestrebten Pläne bieten. Nähere Auskunft durch: Dr. Markus Freund, Petach Tikwah, Reh. Herzl, ggb. d. Achad Ha,1111־ Gvimi., Karl Altmann, Petach Tikwah, Reh. Pica, Bctli Gottlieb oder Dr. Weiclisclbaiim, Petach Tikwah, Reh. Rothschild, Bctli A. Wollt. Von der ״Hab.' rr.ll ‘. Au' i :׳•!icä •0 der Direktion der Habiinah in Tel-Awiw teilen wir mit, daß Frau Margot Klausner und Herr J. B r a 11 d s t!i 11 e r aus der Leitung der Habiinah a u s g c s c h i e 11 e n sind. SOLIDARITÄT MIT EREZ JISRAEL Spendet neuen Boden für die Erweiterung der jüdisdhen Siedlungen Erschließung neuer Siedlungsgebiete Seßhaftmachung jüdisdierLandarbeiter HALTET DIE TORE PALÄSTINAS OFFEN FÜR EINE NEUE GROSSE ALIJAH Keren Kajemeth Lejisraei /Jüdischer Nationalfonds E.V׳> Berlin W 15. Meinekrstir. 10 Tel. ) 1 Rlsmarck *3031 ׳ Postsdiedkkonto Berlin 28247 Jeßner über das Palästina -Theater Ein Interview Tel-Awiw, im September 1936 Wir hatten Gelegenheit, mit Leopold Jeßner über eine Reihe von Fragen zu sprechen, die das Theaterleben Palästinas betreffen, und geben nachstehend den Inhalt dieser Unterhaltung wieder; Der Berufung zu Gast-Inszenierungen bei der ״Habitna“, diesem — durch seine Leistungen, durch seine Werbung für die hebräische Sprache und durch sein hervorragendes Renomine im Auslände — repräsentativen na'ästincnsischen Theater, sei er — so führte Jeßner zunächst aus — mit großer Freude gefolgt, um so mehr, als er der Meinung sei, daß es seines Erachtens nicht Aufgabe des Künstlers wäre, sich durch Abfassen von Polemiken zu äußern, sondern als Ausdrucksmittel sich seiner Kunst — bekennend — zu bedienen. Seine Gesa 1111 e i n s t e 1111 n g zur ״H a bi m a“ sei eine überaus positive. Das Ensemble berge einige sehr beachtliehe Künstler, vor allem die Rowina, im voll-umfassenden Sinne eine National-Scliauspielerin, neben ihr Meskin, ein Oestaiter ersten Ranges, Einkcl, als hebräischer Schauspieler, der durch die deutsche Schule gegangen ist, eine der Hauptstützen des Ensembles, Avital, ein Werdender, Baraz, eine Kraft voll Humor. Klatzkin u. a. m. Fricdiand und Tschemerinskv verdienten als Regie-Begabungen viel Beachtung. Das Repertoire Trotzdem könne nicht übersehen werden, daß sieh in mancher Hinsicht starke Ueberalterungcn bemerkbar machten. Bezüglich des Repertoires sei cs selbstverständlich, daß die Weltliteratur von Rang Berücksichtigung finden müsse. Ais Ziel ^e doch m üssc es die palästinensische B ü 11 n e b e t r a c!11 c n, mit allen Mitteln eine p a ־ lästinensische Literatur zu fördern, auf deren Produktion anregend zu wirken. Soweit es Stücke jüdischen Inhalts betreffe, habe man es; stofflich heute nicht mit palästinensisclicm Theater, sondern größtenteils mit jüdischchassidischem Theater zu tun. Bei allem Respekt vor der Zartheit eines Schalom Alechern — und der verwandten Literatur — gegen deren Aufnahme nichts spräche, müsse erkannt werden, daß es sich hierbei um Werke handele, denen ein so überaus breiter Raum im Repertoire nicht gebühre. ״Habiina“ sei heute zwar immer noch am stärksten im ,,Dybilk“, ״Golem“ und ähnlichen Stücken, aber man habe es hierbei mit Reminiszenzen zu tun. Es gehe darum, lebendigstes Theater zu spielen, das sich mit den Problemen der Zeit und des Landes auseinandersetzt, und auch dort die Bezielumg zu diesen herstelle, wo es im historischen Stoff sich darbietet. Eklatante Beispiele, daß hier keine unerfüllbare Forderung aufgestcllt würde, seien die Aufführungen der beiden Dramen des palästinensischen hebräischen Dichters Nathan B i s t r i z k v, dem Jeßner internationales Format zuspricht. Wenn ״Schabbatai Zwi“, durch ״Ohei“ uraufgefiihrt, bereits zu größten tloffinnigen berechtigte, so sei das weit tiefere Werk Bistrizkvs — das sich mit der Tragödie der vorgeahnten Galutli auseinandersetzt — die Legende ״In dieser Nacht..das aber noch der schauspielerischen Gestaitung harre, da die Bearbeitung für die ״Habima“-Einstudierung (auf dem Messegeiände) nur Bruckstücke brachte. Gegen die oft aüfgestellte Tiicse, die hebräische Sprache sei zu sehr mit biblischer Wucht und Pathos erfüllt, als daß moderne Konversation von der Bühne her gelingen könnte —- wodurch im Wahriieitsfalle eine automatische Einengung des Repertoires erfolgen würde — sprächen die Darbietungen der satirischen Bühne ״Malate“. Hier stelle man fest, daß bei Wahrung einer absolut eigenen künstlerischen Note, das Hebräischc auf der Szene auch leicht gesprochen werden könne (hei dieser Gelegenheit erwähnt Jeßner den Matate-Schau- Spieler London als überaus starkes Talent). Gegen das Kollektiv-System Vom Kollektivsystem 11er drohe dem Theater größte Gefahr. Für Rollenverteilung, Repertoireauswahl und alle wichtigen Entschlüsse ist die Entscheidung des Kollektivs nach dem Meliriieitsprinzip ausschlaggebend. Die Darsteller müßten aber bar jedes schauspielerischen Empfindens sein, wenn sie nicht — in ihrer Eigenschaft als ״Direktoren“ —• zuerst an sich selbst dächten. Nicht immer konform geht mit der Schauspielerischen Begabung der schauspielerische Egoismus. Trotz vorhandener Spitzenkräfte und Regiebegabungen bleibt das Theater aufs stärkste gehemmt, solange das Repertoire nach dem Gesichtspunkt gestaltet wird, ob jedes Kollcktivmitglied zu seinen — vermeintlichen — schauspielerischen Rechten kommt. Eng im Zusammenhang damit steht der gänzliche Mangel an Zufuhr neuer junger Darstellerkräfte, hn übrigen sei es nicht angängig, daß auf die Dauer ein materielles Risiko einem Schauspieler-Ensemble aufgebürdet würde. Wenn auch die Uncigcnnützigkeit in bezug auf die Gageriverteilung, die nichts mit der Größe der Rolle zu tun hat, ein rührendschöner menschlicher Zug sei, so könne dies allein den auf- Tiehrig Wohlmeinenden nicht vom Kampf gegen das Kollektivsvstern abhalfen. Theater müsse seinem Inhalt und seiner Form nach gerade in schweren Zeiten allen Widerständen trotzen, wie ein Schiff im Sturm. Hier wie dort sei es eine Unmöglichkeit, daß zwanzig Kapitäne das Steuer leiten wollten. Das neue Habimah-Haus Der Bau des großzügig projektierten Habima-Theaters ist in Angriff genommen. Jeßner bezeichnet diesen Bau als absolute Notwendigkeit. Es sollte Sache des gesamten Judentums sei״, mit dafür Sorge zu tragen, daß die jetzt begonnene Konstruktion aucli tatsächlich vollendet werde. ״Habima“ jedoch habe sich für dieses neue Theater zu rüsten. Ein neues Haus wirke oft feindlich. Es bezwingt, wenn es nicht bezwungen wird. Wollte das Ensemble in seiner jetzigen Zusammensetzung, d. h. zwar mit guten Spitzen, aber sonst ergänzungsbedürftig, dort seinen Einzug halten, so Läge leicht der Vergleich nahe, mit einem Mann, der mit allzu bescheidenem Mobiliar in eine Prachtvilla zöge. So wie das Judentum der ganzen Welt der Habima gegenüber — als wichtigem Kulturclement — Verpflichtungen habe, so habe ״Habima“ dem Judentum gegenüber die Verpflichtung, permanente Leistungssteigerungen zu erstreben und mit der unbedingt notwendigen Regeneration zu beginnen. ״Ohel“ Das Ensemble der zweiten großen dramatischen Bühne ״Ohel“ erschiene ihm im ganzen schwächer, als das der ״Habima“ jedoch auch mit einzelnen beachtlichen Künstlern, wie beispielshalber Margalitli. Vor allem habe ״Obel“ in Moshe Halcvy einen feinsinnigen Leiter und Bühnenvogt, dem neben der Gestaltung jüdischer historischer Themen (״Rachel und jakov“ ״Jeremias“ u. a.) besonders die Einstudierung des ״Scliabbatai Zwi“ zu danken ist. Ihn ergänzend, bevorzugt Friedrich Lobe als Regisseur für seine Inszenierungen Stoffe der Weltliteratur (״Dantons Tod“, _״Schwt־jk“ u. a.) und habe für die Entwicklung des Schauspielers Außerordcntliebes geleistet. 1 ür Konzentration der Kräfte Wenn die Beseitigung des Kollektivsysteins so kategorisch gefordert werde, so müsse s tat Ul essen die Persönlichkeit gefunden werden, die Autorität und Fälligkeiten in ausreicliendem Maße besäße, um eine palästinensische Buhne zu leiten. Darüber hinaus jedoch werde der dag kommen, wo eine Konzentration der bei d e 11 d r a 111 a 1 i s c 11 c 11 B ü 11 n c 11 da sein wird, wo ein Verschmelzen der wertvollen Kräfte aus beiden Lagern erfolgt, zum Nutzen des palästinensischen Theaters. Es sei zu hoffen, daß alle diejenigen, die am Werden des hebräischen Theaters mit Rat und Liehe und auch materiellen Opfern mitgearheitet haben, sich bcf1.it fanden, diesem Werke der Konzentration den Boden zu ebnen. Nicht zuletzt aber ergehe dieser Ruf an alle I reumle des lu'bräisehen I heaters in! Lande selbst. Die Voraussetzung aller für diese Realisierung wäre gleichfalls, einen geeigneten Mann als Leiter zu berufen, der möglichst ein Schriftsteller sein solle. Diescr müsse mit den Geheimnissen der hebräischen Sprache aufs innigste vertraut, der Entwicklung einer palästinensischen Kultur leidenschaftlich ergeben sein, müsse vorhandene schauspielerische Kräfte liebevoll weiterentwickeln, dem Ensemble junges Blut Zufuhren, unter llm/ti/iehun!; aller ve! fugbaren Kräfte, soweit sie eine Eignung beweisen können, vor allem aber Schriftsteller herati/iehen. Jeßner ist nicht in Sorge, daß es etwa an Produktion und zwar an qualifizierter — mangeln könne. Entscheidend tur die Anregung zum dramatisehen Schaffen, sei das Vorhandensein einer Buhne, die mit ihren Schriftstellern rechne. ILas gelte fraglos für Dichter wie H a m c i r i, den sehr spracli-whüpierisehcü Schlouskt und viele andere mehr. Scheue man Experimente wegen ihrer Kostspieligkeit, so sei die E'orm der S 111 11 io - 1511 h 11 e empfehlcnswert, die mit verhältnismäßig geringen Mitteln Erfolge ausprobieren könne, so wie in Europa eine grolle Anzahl heute arrivierter Bühnendichter ihre erste Bestätigung auf den Studio-Bühnen empfangen haben. Als Regisseure solcher Aufführungen kämen u. a. Friediand und Tschenierinski in!־rage, die der Leitung auch sonst sicherlich zur Seite stehen könnten. Tschemerhiski habe seine Eignung bewiesen mit der Einstudierung der Schalom Alechcm-Litcratiir, die er mit feinem Geiuhl und der Seele eines Menschen, der aus dieser Zeit und diesem Lande stammt, weniger kritisch als photographisch in Szene gesetzt habe. Friedland hingegen wäre befähigt, der Regisseur für das heroische Drama zu werden, jedoch wäre es ratsam, ihm Gelegenheit zu gehen, einige Zeit im Auslande an den Theaterdarbietungen anderer Länder sieh zu schulen. Wissen und Erfahrung z» ergänzen. Eine solche Studienzeit würde sich fraglos späterhin auf dem Kreditkonto der hiesigen Bühne auswirken. Natürlich müsse man sich -־- bei Variationsmöglichkeilen i!n einzelnen — für eine Stil-Einheit in der Regie für die Zukunft entscheiden, um ä la longue einen Bruch in der Persönlichkeit des Schauspielers zu vermeiden. Der Kunst des Leiters wäre es anvertraut. diejenigen Kräfte, die bis heute nicht vom Amateur zum Professional hinübergewechseit haben, geschickt in die Verwaltung zu plaeieren, in Posten, die bei dem neuen, sich aulomatiwh stark vergrößernden Apparat zahlreich vakaiu s״in werden. Die Betreffenden werden so dem pabotmeiiM-■chm Iheaicr noch weit größere Dienste leisten können aK bisher, f's gehe bercits heute Sentiments zu überwinde״, ehe noch die Yci häHnisse dazu zwingen. Das mag in einzelnen r,allen anfangs ״climerzlieh empfunden werden, sei aber •— im Interesse!!1■ - Ganzen — das Gebot der Stunde! Natürlich bedeute danicht, daß man nun in den Fehler verfallen solle, den Verualtiine-.'ipnarat krampfhaft zu überlasten, vielmehr w.ii e es eine i lircnpt lieht der palästinensischen Bürger, die jahrelang 1 reiide an der ״Habima“ und dem Theater überhaupt 11:11;cn. solchen krag ten, die sich in keiner Weise eingliedn 11 ließen, zu neuen sicheren Existenzen zu verhelfen, die sie gut nustuilen konnten. Das durch Konzentration gebildete Theaicr wird den Beweis erbringen können, daß es sieh in Erez Erac! nicht mehr um jüdisches Theater, das ins I fehräisclie tran-poniert ist, handele, sondern um ureigenstes palas;111< n-mches Theater in hebräischer Sprache. Das Publikum Bezüglich der Publikums-Reaktion sei fcsfzuslcllen, daß das Interesse im allgemeinen ein erfreulich reges sei. Eine au Verglcichsmögüchkeiten geschulte Kritikfähigkeit der Zuschauer werde mit gesteigerten Leistungen der Buhne sich von selbst einstelleii und günstig riickwirken. Betrüblich jedoch sei feststellen zu müssen, daß die ans I kmischlaml kommenden Juden, die für das Theater stets als Resonanz 1111schätzbar gewesen seien, sich dem hebraGehcu Theater geenüber auch in solchen Fällen passiv verhielten, wo das epertoire ihnen wohlbekannte Weltliteratur aufweist, 111 Erez Israel sein, verpflichte jeden auf seine Art, an der pakistinensischen Kultiirentwicklmig helfend mit/u,11 beiten. Für die Bühne aber gibt es keinen besseren Helfer als ein interessiertes kritisch-forderndes Publikum. Würden die Juden aus Deutschland auch weiterhin abseits stehen, so könnte cs eines Tages dazu kommen, daß das fortschrittliche hebräische Theater eine Realität geworden ist, ohne daß viel davon auf ihrem Anteil 711 verbuchen wäre. M a 11 f r e tl G c i s (Schluß des Palästina-Teils) Für Ausgewanderte und im Auslande Wohnhafte Rechtsberatung: Verwaltung und Verwertung deutschen Vermögens : Deutsch•• DeVISenreCht Privatv.r1fll{ja zwisdten Personen verschiedener Staatsangehörigkeit oder verschieden•!! Staataaufanthaltes: International•• Privatrech« Ehe-, Scheidung*- und Erb-ngelegenheiten bei Ausländern und S 1 a a t e n I o s e n!Rechtslage oei Grenzlrauvngen) — Energische, Ingaln Interessenwahrnehmung Ich hebe Verbindungen zu deutschen Rückwanderern, die d6UtSch0 GrUlldstÜcIcQ mit freien Ausl an dsde Visen kaufen oder gegen Objekte Nord- und Südamerika ttuschsn! Für polnische Juden Auszahlung Zlotyn Polan oder Tausch gegen gute polnische Grundstücke (Großstädte). — Verträge mit Genehmigung der Devisenstelle. Erste Referenzen- Dr. iur. Ernst Emil Schweitzer« Danzig« Stadtgraben 13 Vom Freistaat Danzig kanzestioniert als Rechtsberater für Auslandspersonen und als Grundstücks für Auslandsgeschäfte, (1970—1933 Volljurisl in Berlin und damals Mitarbeiter führender juristischer Fab kler