Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 74-75 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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f sm♦«* הו jüdische Rundschau Nr. 74/75, 16. IX. 1936 Presseschau Auswanderung dar Araber? In der Londoner ״Times“ vom II. September macht Sir Edwin Hf van in einer Zuschrift folgenden Vorschlag zur Losung der Araberfrage. Er weist darauf hin, daß es einerseits völlig zwecklos sei, auf die Vorteile hinzuweisen, die die Araber durch die jüdische Einwanderung gehabt haben, ebenso wie es müßig ist für die Verteidiger der Araber, an die Engländer die Forderung zu richten, Palästina als ein Land zu betrachten, das den Arabern in derselben Weise gehört wie England den Engländern oder Frankreich den Franzosen. Christen, Juden und Araber haben vielmehr in vielfacher Weise gefühlsmäßige und historische Bindungen an dieses Land, und die palästinensischen Araber sind nur ein Teil des großen arabischen Volkes, das außerhalb Palästinas weite Ländereien als Besitz hat. Andererseits haben viele Juden in Europa keine Lebensinöglichkvit mehr, und es scheint fast unmöglich, einen Ausweg aus den gegenwärtigen Konflikt zu finden, der nicht entweder den Arabern oder den Juden ein Unrecht zufügt. Dennoch glaubt der Schreiber eine Lösung angeben zu können. Er sagt, daß der heutige Irak, also das frühere Babylonien, das im Altertum ein Ungeheuer fruchtbares Land war und im Laufe der Geschichte völlig verödet ist, nur darauf warte, wieder fruchtbar gemacht zu werden. 111! Altertum habe Babylonien eine Bevölkerung von 7 bis 8 M i 11 i o n e n "M c n s c 11 e 11 gehabt. Heute sind es nur ungefähr 2'2 Millionen, einige davon sind sogar HalbiKunaden. Hie heutige Bevölkerung ist arabisch und jeder weitere Zuwachs von auswärts müßte ebenfalls a ra* b 1 s c!1 sein. Es sei eine Anomalie, daß wir in Palästina eine arabische Bevölkerung von 82!) 000 Menschen haben, die den Juden bei der WiederaiifrielHung ihres Nalionalheims im Wege .steilen, und amierer.'vits >(K) Meilen östlich ein Land von ungeheu;vn Möglichkeiten, das nach einer arabischen /mvamlertmg von 4 oder ו Millionen geiade/u schreit. Sellistviist.mdlich könne keinerlei Druck auf die .pa!:1.s1i1u-11-׳-cln■» Ai aller;uisgeulvt werden, auszuwandern. Dies muhte f r e 1 w i! 1 1 g geschehen. Aber es müßte für die Regieriing des Irak moe'oh sein, den n111:w!:ne11sisclH־n Arabern günstig,־ M ö g 1 i c!1 k c i t e n zu bieten und ihnen so einen Anreiz zu geben. Auf diese Wcim: wurde allen Teilet) geholten suri. I (er König von Irak wurde einen Bevölkeruugszu wachs ei halten, der notwendig ist für die Entwicklung des I amles, I )1e arabisch״ Welt winde stolz sein können, wenn sie sähe, wie die verwii teten Orte alter Kultur wieder aufgebaut werden; die ein/1 inert arabischen Einwanderer wurden ihren alten Besitz gegen besseren unter arabischen Landslenten veitansclit haben; und die• Juden wurden in ihrem verheiltem n i and l’latz finden. Zweifellos mu'ite zur Durchfiihrung dieses Projekts die irakische Regierung betrachtliehe Summen auswerfen, was schwierig sein mag, seihst wenn eine volle kuck/nhlung spater erwartet werden konnte, wenn die Entwicklung de.« Landes vorgeschritten ist. In dieser Beziehung wäre es vcriiunitigcrweise zu erwarten, daß die j ud 1 s c 11 e (i e m e in.se 1! a I t ei n tu Teil des K a - p i t a 1 s dem Irak zur V e r f ii g u n g steile n würde. Jeder Teil wurde bei dieser Regelung etwas gewinnen. Aller, so fragt der Verfasser, heißt es nicht die menschliche Vernunft zu hoch etnschätzen, wenn man diesen Vorschlag macht und glaubt, daß er in die Tat übcrgefülirt wird? Natürlich könnte die Königliche Kommission diesen Weg nicht heschreiten; sie konnte den palästinensischen Arabern nicht das Gebiet eines unabhängigen Staates außerhalb des Britischen Empire zuweisen. Die Initiative müßte von der Regierung des Irak ausgehen. Die nächste Schedule Die ״Times“ vom 10, September veröffentlicht eine Zuschrift von W. H. Stoker, der vor der Unfersuchungskammission des Jahres 1929 Hauptanwalt der Araber war. In der Zuschrift wird der Bericht der Shaw-Kommission ausführlich zitiert und an die Jcwish Agencv die Aufforderiittg gerichtet, ..ohne Präjudiz“ auf die nächste Schedule zu verzichten. Durch eine solche Cfeste würde die jcwish Agencv einen wertvollen Beitrag /n einer Ei'wung, ohne daß du: Regierung der liewait weichen muß, und einen ernsten Beweis jüdischer iinisicht und de« Wunsches, mit den Ara- Fern in einer Beratung zus,rm!m׳n/uk״mmc11. liefern. i ord l.ainington schließt sieh in tier ״Times“ dein Aufruf an die Araber, mit den Zionisten zu gemeinsamer lieratung zusammcii/ukonimen, an. Jüdisch-arabischer Bundesstaat ״M .1 n c 11 e ster ( i 1! .1 r!1 i a :1“ veröffentlicht eine Zu- Schrift des 1'iilerliausmilglied« Sir Sfaftord C r i p p s, in der die Errichtung eines autonomen Juden- und eines A r a b 1■ r -1 a a t e s in Palästina unter einer gemein- Samen Bumie-regierung sowie folgendes ״Komnromiß“ als I )0|;11«'1י!<1׳.(!י־ח1ו fur die jüdischen und arabischen Fültier vorgesehlagen ׳wird: 1. Zeitweilige funsehraiikimg der Ein Wanderung von Juden und Arabern nach P.d otina auf das Jahresmittel der Jahre 1923 ins eiii-eliiieiilieh!*l'iö. 2. Vorübergehendes Auihoren des BoJenkaufs durch Juden, l'flver diese beiden Pinkte soll i.invenielunen erzielt werden, bevor Be-precI11111e!..־n ilher die endgültige Lösung beginnen. Beide Ve-1 einbaruirwn sollen außer Kraft treten, wenn die folgenden Verhandlungen sein!lern. 3. Palästina soll in zwei unabhängige autonome Staaten, einen arabischen und einen jüdischen, geteilt werden, die unter einer palästinensischen Bundesregierung zusammengeschlossen werden sollen. 4. Bodenkauf und Einwanderung in beiden Staaten soll von dem betreffenden Staat selbst und nicht von der Bundesregicruiip kontrolliert werden. 5. Handels- und Verkehrsfreiheit zwischen der! beiden Staaten ist zu gewährleisten. ft. Der arabische Staat soll von der englischen Regierung eine Anleihe erhalten, um das Niveau seiner Erziehung und seiner Landwirtschaft zu derselben Höhe zu bringen, die das von privater Seite für den Judenstaat zur Verfügung gestellte Kapital ermöglicht hat. 7. Die Bundesregierung soll sich hauptsächlich mit den Beziehungen nach außen, mit Post-, Telegraph- und Verkehrswesen und ähnlichen öffentlichen Diensten befassen, vorausgesetzt, daß andere Gegenstände ihr durch Vereinbarung der beiden Staaten übertragen werden. Die syrische Regierung hat außerordentliche Maßnahmen zur Bewachung des durch syrisches (iebiet führenden Abschnittes der Hedsdias-Bahn und der Brücken getroffen. Sie tat dies auf Verlangen der Palästina-Regierung, die auf die wiederholten Anschläge auf Bahnlinien und Brücken hingevviesen hatte. Um Englands Mandatspolitik Aussprache in der Völkerbundsversammlung? Genf, 10. September. (JTA.) Die politische Erkiärung der englischen Regierung anläßlich der Entsendung von Verstärkungen nach Palästina hat in den Genfer Vb!kerb undskr eisen einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. Man hatte hier, wo man über den Ernst der Lage in Palästina sehr gut informiert war. die bisherige Politik Englands mit großem Unbehagen verfolgt. Es wird daher allgemein begrüßt, dal? die englische Regierung jetzt offenbar entschlossen ist, ihre Haltung 7.u ändern, und man erwartet, daß bei der bevorstehenden Tagung des Völkerbundsrats eine für die englische Mandafarmacht freundlichere Atmosphäre als bei der letzten Tagung der Mandatskommission herrschen wird. Die Unzufriedenheit der Kommission über die ausweichende Erklärung des akkreditierteil Vertreters Englands hatte bekanntlich dazu geführt, daß die Kommission die Forderung nach Vorlage eines ergänzenden Berichtes über die Stellungnahme der englischen Mandatarmaeht zu den Ereignissen in Palästina erhob. Es wurde verlangt, daß dieser Ergänzungsbericht der Mandatskommission anläßlich ihrer Oktobertagung vorgelegt werde. Man ist jetzt der Ansicht, daß schon die Ratstagung Gelegenheit zur Abgabe einer solchen Erklärung bieten wird. Man zweifelt nicht daran, daß der Vertreter Englands im Rat von dieser Gelegenheit Gebrauch machen wird, um dem Völkerhundsrat offiziell das soeben von der englischen Regierung erlassene Statement of policy bekanntzugeben. Man erwartet weiter, daß in der Völkerbundsv e r s a m m 1 u n g, die wenige Tage nach der Eröffnung der Ratstagung Zusammentritt, das Palästinaproblem zur Sprache kommen wird, und man hofft zuversichtlich, daß die Mehrheit der Mitgliedsstaaten die Notwendigkeit strenger Einhaltung der Mandatsverpflichtungen betonen wird. Ebenso wird erwartet, daß die jüngsten Entwicklungen in S y r i e n zu einer Diskussion führen werden, die auch für das jüdische Volk von Bedeutung sein könnten. Die französisclie Regierung beabsichtigt eine Erklärung über ihre neue Politik in Syrien, also über die Abschaffung des Mandats und den Abschluß eines Freundschaftsvertrages, zwischen Frankreich und Syrien, dem Rat und vermutlich auch der Völkerhundsversanimlung vorzulegen. Man erwartet, daß die Völkerbundsmitglieder bei dieser Gelegenheit auf einen ausreichenden Schutz der Minderheiten in Syrien dringen werden. Die Mandatskommission hat bereits zu verstehen gegeben, daß sie für die Abschaffung des Mandats nur unter der Voraussetzung eintreten wird, daß den Minderheiten ausreichender Schutz gewährleistet wird. Wie <jie ]TA. erfährt, wird von jüdischer Seite eine Aktion zur Sicherheit der Stellung der jüdischen. Min• derheiten in Syrien in Aussicht genommen. Die Exekutive des Jüdischen Weltkongresses beabsichtigt, die erforderlichen diplomatischen Schritte herbeizuführen, von denen erwartet werden kann, daß sie den syrischen Juden restlose Gleichstellung mit allen übrigen Minderheiten des Landes bringen werden. Britische Gewerkschaften und Palästina London, 11. September. (Palcor.) Auf dem Kongreß der britischen Gewerkschaften, der gestern in Plymouth abgehalten wurde, wurde folgende Dringlieh keitsre solution betreffend die Situation in Palästina namens des Vorstandes von George Isaacs beantragt: ״Eingedenk der ständigen Unterstützung, die seitens der britischen Arbeiterbewegung der Errichtung eines nationalen Heims für das jüdische Volk in Palästina stets gewährt wurde, und in der Erkenntnis, daß den Interessen der jüdischen und arabischen Arbeiter in gleicher Weise nur durch ihre i n n i g c Zusammenarbeit gedient ist, bedauert der Kongrell tief den Ausbruch eines nationalen und religiösen Kampf**s, der dieses große humanitäre Werk zu zerstören und das jüdische Volk der Möglichkeit, seine eigenen politischen, sozialen und kulturellen Institutionen zu entwickeln, zu berauben droht. In der Erkenntnis, daß unter dem Einfluß einer starken sozialistischen und Gewerkschaftsorganisation in Palästina, die innerhalb der jüdischen Arbeiterschaft errichtet wurde, in der Förderung• der Wohlfahrt des jüdischen Volkes in Palästina bereits ein ungeheurer Fortschritt zu verzeichnen ist, hofft der Kongreß ernstlich, daß die britische Regierung in Uebereinstimmung mit den Bestimmungen ihres Mandates in Paiästina und mit den auf dir ruhenden Verpflichtungen, das Land sowohl im Interesse der Juden wie der Araber zu entwickeln, alle nötigen Schritte tun wird, um den gegenw ä r t i g e n Unruhen ein Ende zu machen. Der Kongreß erwartet, daß bald die Ordnung wiederhergestelit ist, mit Mitteln der Versöhnung alle nur möglichen Schritte getan werden, um eine ordnungsmäßige und friedliche Entwicklung Palästinas sicherzustellen.'‘ Mr. Isaacs, der darauf hinwies, daß er trotz seines Namens ein Engländer aus Cornwall sei, sagte, er sei gebeten worden, die Resolution zu beantragen, da er kürzlich Palästina besucht und dort gesehen habe, wie sielt in moderner Zeit ein Wunder vollzieht. Es bestehe durchaus die Möglichkeit zu einer friedlichen Vereinbarung und Verständigung zwisehen den arbeitenden Arabern und den arbeitenden Juden, wenn man ihnen nur die Freiheit geben würde, zu eigenen Vereinbarungen zu kommen. Mr. Isaacs skizzierte die gewaltige Wirtschaft• liehe Entwicklung, die während der letzten Jahre in Paiästina stattgefunden hat. Palästina könnte noch viele Tausende aüfnehtnen, und es sei eine Aufgabe des Kongresses, darüber zu wachen, daß einer solcher! Entwicklung seitens der britischen Regierung keine Hindernisse in den Weg gelegt werden. Die Entschließung wurde ohne weitere Debatte ange• nominen. Die Agudah - Delegation bei Wauchope Jerusalem, 11. September. (JTA.) High Commissioner Sir Arthur Wauchope hat vor kurzem, wie bereits berichtet, eine Delegation der palästinensischen Agudat jisrael empfangen, die ihm die Besorgnisse und Wünsche der von ihr vertretenen religiös-jüdischen Kreise im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Unruhen vortrug. Ueber den Verlauf der Unterredung mit dem High Cotnmissioner ist das folgende amtliche Communiquc ausgegeben worden: Seine Exzellenz erklärte, er freue sich, mit den Vertretern der Agudat Jisrael zusammenzukommen, um zu hören, was sie ihm zu sagen hätten. Er wisse, wie tief die Liehe der religiösen Juden für Palästina sei, daß dieses Ci e f ii!11 ein seelisches und n i c h t de m W u n s c 11, die Araber zu beherrsche ri, entsprungen sei. Er teils mit Rabbi D u s c h i n s k y den Schmerz darüber, daß die gute Ordnung, die in Palästina herrschte, als der Rabbi vor etwa zweieinhalb Jahren nach Palästina kam, jetzt gestört worden sei. Was die von Rabbi Blau vorgebrachten Bemerkungen über die zur Beendigung der Unruhen bestimmten Ver- Handlungen und die Befürchtungen betreffe, daß diese in einer den jüdischen Interessen schädlichen Weise abgeschlossen werden könnten, betonte Seine Exzellenz, daß der Minister und er in voller Übereinstimmung wiederholt öffentlich erklärt hatten, daß die Regierung Sr. Ataj e s t ä t sic 11 d ti r c 11 G e vv a 111 ä t i g k eit nicht vo n der Erfüllung i 11 r e r Mandats! e r p fl i c h t u 11 g c n ab bringe!! lassen werde; die Abordnung möge vollkommen sicher sein, daß die Regierung Sr. Majestät in diesem Sinne entschlossen sei. Bei zwei verschiedenen Gelegenheiten habe der Minister öffentliche Erklärungen über die jüdische Einwanderung nach Palästina abgegeben; es würde für Seine Exzellenz nicht angemessen sein, in diesem Augenblick zu versuchen, diesen Erklärungen etwas hinzuzufügen oder ein Jota von ihnen fortzunehmen. Die Abordnung möge sicher sein, daß Seine Exzellenz weder ihr, noch anderen gegenüber eine Erklärung abgegeben habe, die über das, was der Minister öffentlich gesagt hat, liiiiaiisginge. Zu der Frage der Entschädigung für Verluste an Menschenleben und während der Unruhen erlittener Schäden übergehend, brachte Seine Exzellenz sein Bedauern zum Ausdruck, daß er zur Zeit keinerlei Entscheidungen treffen könne, da durch den Minister festgelegt worden sei, daß die Trage der Entschädigung nicht vor Wiederherstellung der Ordnung geregelt werden könne. Seine Ex-zcllcnz sei tief bewegt über gewisse Ereignisse der letzten Zeit in Safcd; er wisse, daß in der Stadt Ertegung herrsche. Er vertraue aber darauf, daß sowohl der Generalinspekteur der Polizei als auch das beteiligte Militär sich der Lage vollkommen bewußt seien und alle Maßnahmen treffen würden, um ihrer Herr zu werden. Es gebe niemanden in Palästina, sagte Seine Exzellenz, der die Fortdatier der Gewalttätigkeiten tiefer bedauere als er; die Abordnung könne aber versichert sein, daß trotz der St!!wierigkeifen bei der Bekämpfung eines Guerillakrieges und des Aufruhrs der schließliche Erfolg der Regiemngskräfte keinen Augenblick lang zweifelhaft sei oder sein könne. Die Mitgiieder der Abordnung wüßten wohl, daß Seine Exzellenz, die gesamte Verwaltung sowie die Militär- und Polizeikräfte alles tun, was sie können, um Schutz zu gewähren und die Unruhen niederzuschlagen. Seine Exzellenz bedauere sehr, daß diese beiden Ziele der Regierung, vollständiger Schutz und vollständige Beendigung der Gewalttätigkeit, noch nicht in vollem Ausmaß erreicht worden sind; cs könne aber nicht der geringste Zweifel bestehen, daß beide Ziele erreicht werden würden. Ausgeglichene Positionen der Banken Tel-Awiw, 10. September. (JTA.) Die An gl ס• Pa» lestine Bank, die grollte jüdische Bank in Palästina, weist für die ersten fünf Monate einen Einlagezuwachs von1 einer Million Pfund auf rund sieben Millionen Pfund j aus. Die Gelder stammen fast ausschließlich aus dem Inland, 1 da infolge der Unruhen und der Transferschwierigkeiten, der Zufluß ausländischen Geldes nur gering war. Die kleineren | Banken, hei welchen im Herbst 1935"zu Beginn des abessini-1 selten Konfliktes starke Abzüge stattfanden, konnten ihre׳ damaligen Stiitziingskreditc bei' den Großbanken bereits zu-■ rück/ahien, Das Steigen der Spareinlagen wird als ein Zeieben dafür angesehen, daß trotz den politischen Unruhen keine Kapitalflucht stattgefunden hat, zeigt aber doch auch; einen gewissen Rückzug des Kapitals von der aktiven Wirt-j Schaftsbetätigung an. __ I Lebenshaltungskosten gestiegen Jerusalem, September. (JTA.) Die Unruhen in Paiä-! stina, und insbesondere der arabische Generalstreik, haben die Lebenshaltungskosten merklich erhöht. Nach einem Bericht der Statistischen Abteilung der Palästinaregierung haben die Kleinhandelspreise besonders im August so weit angezogen, daß sich der durchschnittliche Verbrauch einer ländlichen Familie für Lebensmittel, Tabak und Brenn- Stoffe um 11.9 , gegenüber dein August 1935 und um 13,9״/« gegenüber August 1933 erhöht hat. Der Index der Lebens- Halhmgskosten war im August höher als je in den letzten sechs Jahren. In dieser Zeit wies nur der Index vom August 1930 einen Stand von 57,9 auf, während im August diese* Jahres der Index 59,2 betrug. Die Großhandelspreise stiegen im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,5 °/0. Am stärksten war die Preis* Steigerung für Lebensmittel und Früchte mit 2 ״/o. Getreide, Mehl, Fleisch und Eier zogen nur um 0,7 tyo an. Kurse palästinensischer Papiere. Am 27. August hatten die wichtigsten palästinensischen Wertpapiere in Tel-Awiw folgende Kurse: Allgemeine Hypothekenbank 5 0/oige Pfandbriete 380 6 ,97 55׳/oige Pfandbriefe 34/54 102V,, 6 o/oige kum. Vorzugsaktien 104, gewöhnliche Inhaberaktien 1Ü5;/M P. L. D. C., gewöhnliche Inhaberaktien, 99 ״ oige kum. Vorzugsaktien 941/2 ׳״n, Keren Kajemcth Lejisrael 21/2 %igc Pfandbriete 65, Bizur Ltd. 6 ״/oige Pfandbriefe 99, Palestine Potash Company 5\'t ״/oige Vorzugsaktien sh. 16/6. R AD IO S C HALLP LATTE N ü£&hlmkcK(UekUe(arUi»y.) ■ HARMONIKAS •SPRECHMASCHINE* JOPUCHiAKPWSTitiH [m Platte Nr. 1154 Kol Ni drei I0ö׳c^f^pObarkantor Schwarzmar, New York NSkK O& mitDto&em Streicharchaattr. Mcm Platte HM 3,SO '׳KfJAPKO״ PA L A* S TI NA* KU ND E N Dl E N ST I II IAH A iWztSW6s3HeMUUsi1.20s r