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Jüdische Rundschau · 1936-09-08 · Heft 72 (8.9.1936) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 72 (8.9.1936)
Date
1936-09-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
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w■ Seite 10 JÖDISCHE RUNDSCHAU Nr. 72, 8. IX. 1936 Presseschau Keine Kompromisse ln einem Bericht über die Kabinettssifzung, in deren Verlaut auch das Palästina-Problem zur Sprache kam, schreibt der politische Korrespondent der ״M o r n i n g Post“: ״Die jüdische Einwanderung nach Palästina wird nicht suspendiert werden, trotz dem Wunsch der dortigen Regierung, mit den Arabern Kompromisse zu schließen, tun ein linde des Streiks und des Terrors herbei/uftihren. Die englische Regierung ist vielmehr weiterhin fest entschlossen, dem arabischen Terror nicht zu weichen; es ist eher wahrscheinlich, daß bei Anhalten des Terrors die Verhängung des Kriegs- Zustandes in Betracht gezogen wird. Der gestrigen Kabinettssitzung lag ein Bericht Sir Arthur Vkauchopes vor, der auch die Vorschläge N'uri Paschas, versehen mit den Bemerkungen der palästinensischen Regierutig, enthielt. Das Kabinett vertritt den Standpunkt, daß kein Grund vorliege, von der schon oft zum Ausdruck gebrachten Politik, dal! dem Terror keine Konzessionen gemacht werden können, abzuweichen und daß daher eine Tinwandernngssperre nicht in Frage■ käme. Alan war allgemein der Ansicht, daß man, ohne irgendwelche Konzessionen zu machen, den Araberführern in der Wiederherstellung der Ordnung behilflich sein solle; falls dies jedoch nicht gelingt, soll der Terror in Zukunft mit schärferen Mitteln bekämpft werden. Die Einführung des Kriegsrechts soll eine der ernstlich in Betracht gezogenen Maßnahmen sein. Für Begrenzung der Einwanderung Im ״Observer״ vom 0. Scptbr. heißt es im Leitartikel über die palästinensische Trage, daß die britische Aktion nicht durch das Mandat aufge/wungen worden sei. Das Mandat verpflichte Fngland, für die Juden eine Heimstätte in Pal.החסין zu schaffen, aber nicht, ihnen eine V o r 11 e r r ■ Schaft zu geben. Andererseits habe es die Verantwortung für die bürgcrhelu'n und religiösen Rechte der Araber. Die Mamintsbesfiimmnipen definieren leider nicht genau, wie diese Sicherung gesehelien soll. Die Regierung habe ohne Erfolg ihr Bestes getan. Andererseits dürfe sie es nicht zu U n ־ ruhen kommen lassen. Wenn es gerechtfertigte Klagen der Araber gehe, dann mußten 11 eil mittel Hand in Hand mit der Disziplin gefunden werden. Das Kriegsrecht, dessen Verhängung eirohe, schaffe die Gefahr, daß nach seiner Wiederaitthehung die Position noch schwächer ist. Um diese Gefahr ab/uwendcn, müsse die Kgl. Kommission sofort entsandt vt erden. Vor allem sollte das unzureichende Mandat schleunigst vtr b e s s e r t werden durch eine verständige I estleguug der Rechte und Bedeutung von Juden und Arabern. Die I iiiwandcmng ist dabei das Entscheidende. Sie zu suspendieren, wäre zwecklos. Ls kann keinen f rieden in Palästina geben, bis das Prinzip verwirklicht ist, daß die \» d i s c i! e B e v ö! k e r 11 n g nicht mehr als ei n Dritte! der O e s a tn t b e v ö 1 k e r u n g atismachen soll. Die jährliche Einwanderung mußte entsprechend festgelegt werden, Wenn das Mandat die Juden in eien Stand setze, die Araber aus Palästina zu vertreiben, so werde Unruhe in der gesamten islamischen Weit entstellen. Die britische Machtdemonstratio!! in Palästina werde nur diese Gefühle in der arabischen Welt vertiefen; dieses Schauspiel widerspreche jeder Empire-Tradition. Der Zionismus habe viel in Palästina geleistet. Aber die Zukunft des britischen 1 tn - per i ums im Osten muß mit berücksichtigt werden. Der Weg zur Befriedung fuhrt nur über die strikte numerische una geographische Begrenzung des jüdischen Elements in Palästina. Kriegszustand oder Nachgeben? ״ü r c a t B r i 1 a i n a n d t h e L a s t“ stellt in der Nummer vom 3. Septbr. fest, daß die Intervention Nuri Paschas keine Resultate gezeitigt habe und daß in England die Stirn m ti n g f 1i r die Verb ä n g u n g des Kriegsrechts in Palästina zu wachsen scheine. Bisher habe sicli die palästinensische Verwaltung zui iiekgchnltcn, und wahrscheinlich mit gutem Grund: denn das Kriegsrecht schaffe ebenso viele neue Schwierigkeiten, wie cs alte löst. Vor sechs Jahren, als die Streikbewegung in Indien ihren Höhepunkt erreicht hatte, forderte die öffentliche Meinung Englattds ebenfalls heftig die Verhängung des Kriegsreclits über so unruhige Städte wie Bombay, wobei man die Schwierigkeifen, ja sogar die Unmöglichkeit übersah, eine Stadt von einer Milium Tin wohnen! i!1 Kriegszustand zu versetzen. Aber der Mord an I Jr. Billig habe natürlich die Ungeduld und die Erbitterung verstärkt. Gegenüber dieser Ansicht gehe es jedoch eine andere, die fordert, daß die Kgl. Kommission sofort zu arbeiten beginnen solle. Denn die Beschwerden der Araber seien sehr ernst, und bis die Mandatarmacht einen endgültigen Versuch mache - durch Annahme der Empfehlungen der Kommission —- die arabischen Beschwerden abzustellen, bestehe keine Hoffnung aut frieden im Land. Ein Appell der Arbeiterschaft Palästinas London. '!. September. (JTA.) ״Daily Herald“ teilt mit, daß die British l.abnur Party von der Jüdi״ sehen Arbeiterpartei Palästinas und dem Allgemeinen Jüdischen Arbeiter verband ein T eiegram in erhalten habe, in dem die englische Arbeiterschaft aufgefordert wird, mit/uheifen, daß die Gefahr, von der die Judenheit Palästinas bedroht ist, abgewendet werde. Seit über vier Monaten ist Palästina einer Terrorherr- Schaft der arabischen Führer, mit dem Mufti von Jerusalem an der Spitze, unterworfen, heißt es in dem Appell. 76 Juden wurden ermordet, Trauen, sogar Krankenschwestern, kaltblutig erschossen, Hunderte Juden verwundet und etwa 20 englische Soldaten getötet. Zehntausendc jüdischer Bäume wurden vernichtet, Felder und Häuser verbrannt, Verkehrsmitte! des Eisenbahn- und Autoverkehrs zerstört. Die Not- Verordnungen der Regierung, in denen strenge Strafmaßnahmen vorgesehen sind, bleiben zum größten Teil toter Buchstabe. Wie wir erfahren, so wird in dem Appell weiter ausgeführt, ist cs nun dadurch zu einer Krise gekommen, daß die Regierung trotz wiederholter gegenteiliger Erklärungen im Pailamcnt bereit ist, durch, Einstellung der jüdischen Einwanderung der Gewalt zu weichen. Die Einstellung der Einwanderung würde von den Juden als Beweis dafür augescheu werden, daß die Regierung sie für Fremde hält, deren Einwanderung von dem guten Willen der Araber abhängig ist; die Juden der ganzen Weit würden darin einen Vcrtrauenshrucli sehen, der ihre Sympathien England entfremden würde. Der Führer der Arbeiterpartei, Major Attlee, hat am Mittwoch eine Besprechung mit dem Kolonienminister O r m * - by-Oorc abgehalten und ihm den Appell der palättinensisehen Arbeiterschaft zur Kenntnis gebracht. Terror und Verhandlungen Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. T e I - A w i w, 30. August 1936 Terror In der abgelaufenen Woche, die mit Verhandlungen über einen Abbruch des Streiks ausgefüllt war, schien eine Schwächung des Terrors sich bemerkbar zu machen. Palästina hatte ein paar relativ ruhige Tage, die nach den schweren Erlebnissen, die vorangegangen waren, bereits als eine Atempause erschienen. Als darin am Freitag der versprochene Abbruch des Streiks nicht eintrat, setzte der Terror überall im Lande in v e r s t ä r k t e m M a ß e wieder ein. Das Gefühl der Unsicherheit hat sich in diesen Tagen noch verstärkt, die ohnedies schon schwere Nervosität ist noch gewachsen. Was die Lage besonders bedrohlich macht, ist das mit rapider Schnelligkeit abnehmende Vertrauen der Juden für die Regierung. Nach mehr als vier Monaten des diszipünierten und ruhigen Widerstandes, der sich auch durch noch so wilde Provokationen nicht zu unbedachten Taten hinreißen iieß, beginnt jetzt die Geduld zu schwinden. Die leitenden Institutionen halten nach wie vor an ihrem Prinzip der Ruhe und Disziplin fest. Sie lehnen es ab, auf Terror mit Terror zu antworten, sie glauben, daß es für die Juden keine andere Politik gibt als die der 1'cinen Verteidigung und des Aufbaus. Es kann auch kein Zweifel bestehen, daß diese Haltung von den weitesten Kreisen der jüdischen Bevölkerung gutgeheißen und unterstützt wird. Aber cs wird zugleich immer deutlicher, daß nicht alle unter den Juden die fast übermenschliche Selbstbeherrschung und Disziplin aufbringen, die für die Durchführung einer solchen Haltung notwendig ist, und es ist kaum abzusehen, wie sich die Dinge entwickeln können, wenn die bisherige bewundernswerte Disziplin wirklich in größerem Umfange durchbrochen wird. Es droht dann aus dem Terror das Chaos zu werden. ... Die Regierung sollte sich über diesen Zustand der Dinge und über die Gefahren, die er birgt, keiner Täuschung hingeben. Sie sollte auch verstehen, daß man auch den Geduldigstcn nur bis zu einem bestimmten Grade auf die Folter spannen kann. London-Jerusalem-Bagdad ln jüdischen Kreisen hat inan sich vielfach schwer darüber beklagt, daß die Regierung mit den Arabern Verhandlungen führe, und zwar Verhandlungen, die die Lebensinteressen der Juden betreffen, ohne daß die Juden auf irgendeine Weise darin eingeschaltet würden. Diese Beschwerden entstammen der Nervosität, die daraus entsteht, daß man darauf angewiesen ist, zu erraten, was vorgeht und damit ein bedrückendes Gefühl einer Abhängigkeit von unkontrollierbarcn Faktoren entsteht. Man berichtet über dringende Gespräche des Oberkommissariats mit London, des irakischen Außenministers mit Bagdad, Telegraph, Telephon, Radio spielen zwischen den drei Hauptstädten — kurz, wir sind mitten in Konferenzen, die, wenn sie überhaupt zu Resultaten führen, sehr ernste Konsequenzen haben können. Neben den Sitzungen des arabischen Rates in Jerusalem taucht eine Kabinetts- Sitzung in London auf. Es ist kein Wunder, wenn unter diesen Umständen die palästinensische hidenheit die Empfindüng hat, ein wichtiger Teil ihres Schicksals werde schon jetzt, in diesen Tagen, entschieden, wanrend noch die Kugeln pfeifen und die Bomben bersten und bevor noch die Königliehe Kommission ihren Fuß auf palästinensischen Boden gesetzt hat.... Alle diese Geschehnisse vertragen sich verzweifelt schlecht mit den immerwährenden Beteuerungen der Engländer, daß sie der rohen Gewalt keine Konzessionen machen werden. Und!rot* allem Kriegszustand? Das gebrannte Kind scheut das Feuer. Da Palästina in deh letzten Zeiten sich an Vermittlungsversuche gewöhnt hat, die nachher zu nichts geführt haben, fragt man sich, wie nun die Dinge weiter gehen sollen, wenn auch die Intervention von Nuri Pascha sich als eine Niete erweist. Diese Möglichkeit läßt sich schon deshalb nicht von der Hand weisen, weil in den letzten Tagen der doppelte Charr.kter der arabischen Führung immer klarer zutage tritt. Die politische Führung, die im Obersten arabischen Rat vereinigt ist (trotz aller Spaltung in Parteien) steht auf der einen Seite, aut der anderen aber stehen die Terroristenbanden, die in den langen Monaten des Guerillakrieges zu einer nicht zu verachtenden Macht geworden sind und sich keineswegs scheuen, ihrer speziellen Politik klaren Ausdruck und den nötigen Nachdruck zu geben, ein Nachdruck, der eventuell auch der arabischen Führung sehr peinlich werden kann. Die arabische Presse berichtet sogar in den letzten Tagen über die Vorbereitung einer besonderen Terroristenkonferenz in den Bergen oder in der Wüste. Was bleibt also übrig, wenn die gegenwärtigen Verhandlungeil ebenso scheitern wie die vorigen? Es kann nitr eine Antwort auf diese Frage geben: die Verhängung des Kriegszustandes. Das würde das Land vermutlich für eine bestimmte Zeit schwer mituehmen, die Härten, die damit verbunden sind, würden Blut, vielleicht viel Blut kosten. Sollte sich jedoch das Problem in den nächsten Tagen nicht friedlich lösen, so wird kein anderer Weg übrig bleiben. Das Geschwür, dem man in Palästina Monate hindurch zu wachsen erlaubt hat, muß endlich aufgestochen werden. Hilfsfonds für Palästina Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Im ״Dawar“ begründet H a r z f e I d die Notwendigkeit einer großen S o n - deraktion anläßlich der politischen Ereignisse in Palästina, die für die wirtschaftliche Entwicklung schwere Folgen haben: ״Am Anfang der Ereignisse gab es mir eine Stimme: wir brauchen keinen Hilfsfonds. Freilich, wenn man den Hilfsfonds meinte, den wir nach den Ereignissen von 1929 kennengelernt hatten, war die Ablehnung verständlich. Aber was war das Resultat? Wir haben das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Wir haben weder Fonds noch Hilfe. Die Juden aller Länder staunen sicher: Hat Palästina wirklich in der Zeit der Prosperity so viel erspart, daß es jetzt ganz ohne Hilfe von außen auskornmen kann? — Die Sache ist aber nicht so. Der wirtschaftliche Zustand im. Lande ist stark be» einflußt durch die Monate von Bränden, Ausroden der Pflanzungett, Wachtdienst und Arbeit, die keine wirkliche Arbeit ist. Wer kann die bittere Rechnung aller mittelbaren und unmittelbaren Schäden machen? Und eine große Aktion, die auch die Diaspora erfaßt, ist noch nicht einmal eingeleitet! Man spricht davon, daß ein ״allgemeiner Ausschuß“ sieh unserer Angelegenheit annehmen soll. Aber so eine Institution mag gut sein für normale Zeiten. Heute wäre ein ״Komitee für die Stunde der Not“ zu ernennen, ein Komitee mit Exekutivgewalt, das eine Notstandsaktion einleiten müßte. Das zweite Erfordernis wäre, Propagandisten aus Palästina entsenden. Protest der jüdischen Industriellen Jerusalem, 2. September. (JTA.) Der Verband der jüdischen Industriellen in Palästina hat an den englischen Ministerpräsidenten Stanley Bald w in und an den Kolouieiimiiiister Ormsliy-Oorc scharfe Prot c s 11 e 1 e g r a m m e gerichtet, in denen sie vor der Verhängung einer Einwandcrungssperre warnen. Durch eine solche Maßnahme, erklärt der Industriellenverhand, würde die Palästinawirtschaft zum Zusammenbruch geführt und das in ihr investierte englische Kapital gefährdet werden. Außerdem würde ein Unterbrechung der jüdischen Einwanderung auch eine finanzielle Belastung für die englische Regierung und den englischen Steuerzahler bedeuten, da dann die Kosten der Erhaltung der palästinensischen Garnison auf ihn abgewälzt werden würden. Kreispolizeiamt für den nördlichen Scharon Jerusalem, 2. September. (JTA.) Die seit längerer Zeit von den Kolonieräten der jüdischen Siedlungen im nördlichen Scharon mit der Regierung geführten Verhandhingen über die Zusammenfassung des Polizeidienstes in diesem Gebiet zu einer besonderen Einheit haben den angestrebten Erfolg gebracht. Die Palästina-Regierung richtet ein Kreispolizeiamt für den nördlichen Scharon ein, so daß die bisherige Abhängigkeit von dem Polizeiamt in Tulkerem fortfällt. Ein englischer Polizei-Inspektor wird an der Spitze des neuen Amtes stehen, das seinen Sitz in Natania haben wird. Berichtigung. Die in Nr. 62 der ״J. R.“ veröffentlichten Entwürfe der Bauten für die Ludwig-Tietz-Schule in Jagur werden von Erich Mcndclsohn gemeinsam mit Dr.-lng. Erich Kentpinski (Jerusalem) ausgeführt. SOLIDARITÄT MIT EREZ JISRAEL Spendet neuen Boden Für Erweiterung der jüdischen Siedlung FürSeßhaftmathungder jüdischen Landarbeiter Für Erschließung neuer Siedlungsgebiete HALTET DIE TORE PALÄSTINAS OFFEN FÜR EINE NEUE GROSSE ALIJAH Keren Kajemeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds E.V,> Berlin W 15, Meinefcistf. 10 / Tel• J1 Bismarck 9031 / BostsAedtkonio Berlin 282 4? Palästinensische Bevölkerungsstatistik Jerusalem, 2. September. (JTA.) Nach einer Schätzung des Statistischen Büros der Palästina-Regierung ist die Bevölkerung Palästinas in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 81695 auf 1 263 136 Seelen angewachsen. Die Zahl der Juden betrug am 1. April 366 136, die der Mohammedaner 778 615 (66 553 Beduinen nicht eingerechnet) und die der Christen und Angehörigen sonstiger Bekenntnisse 118 365. Die jüdische Bevölkerung des Landes hat sich In dem ersten Vierteljahr um 10 984, die mohammedanische um 8480 und die christliche und sonstige um 2111 Seelen vermehrt. Dieser Statistik zufolge machte die jüdische Bevölkerung Palästinas bei Nichteinrecbnung der Beduinen 29 0/0 der Ge- Samtbevölkerung des Landes aus. Persönliches. Der in Palästina als Opfer der Unruhen ums Leben gekommene Hans Grünewald, der aus Hambürg stammt, war der Gründer der Auto-Gesellschaft ״Awiw“. Bei seiner Beerdigung waren alle Chauffeure der Autobus- Kooperativen von Tel-Awiw anwesend. Die Taxi-Kooperativen hielten ihm zum Gedächtnis eine 2!ständige Arbeiteruhe ein. An der Beerdigung nahmen Mitglieder der jüdischen Sportvereine — Hans Griinewakl war Mitglied des Sport- Vereins ״Atid“ — sowie zahlreiche Vertreter der öffentlichen Körperschaften teil, u. a. war für die Hitachduth Olej Germania Dr. Felix Ros enblüth erschienen und für die Stadtverwaltung Herr Nedivi. Vertreter der Kraftfahrer, der Sportvereine und des Magistrats hielten Traueransprachen. A. Z. Rabinowitz sprach das EI mofe rachamlm.

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