Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 72 (8.9.1936)
- Date
- 1936-09-08
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2653991--29452-2690982- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 72, 8. SEPTEMBER 1936 Nach der Kabinettsentscheidung Truppenverstärkungen — Vor Verkündung des Kriegsrechtes? Terror geht weiter Schwere Gefechte Zu einem schweren Gefecht kam cs aut der Chaussee *wischen Nablus und Ttilkcrcm in der Nähe des arabischen Dorfes B a 1 a, wo Truppen des Lincolnshire Regiments und der Royal Scots Füsiliers, unterstützt von Flugzeugen, gegen eine ungefähr 5(1 Mann starke Bande in Aktion traten. Bei Beginn des Gefechtes mußte ein Flugzeug eine Notlandung machen, wobei der Fliegeroffizier Hunter und der Flieger Lincoln ums Leben kamen; ferner wurden Korporal Wilkes vom Lincolnshire Regiment und zwei weitere Offiziere verwundet, davon einer schwer, und zwei Soldaten verletzt. Zehn Araber war• den getötet und ungefähr sechs verwundet. Das Gefecht begann, als aus dem Hinterhalt auf eine Militärwache gcschossen wurde. Schließlich flüchteten die Araber, worauf die Truppen sechs Häuser in Bala, aus denen geschossen worden war, demolierten. An last derselben Stelle fand am nächsten Tage ein schweres Gefecht zwischen Truppen und Araberbanden statt, nachdem auf eine Truppenabteilung des Lincolnshire-Regiments aus dem Hinterhalt geschossen worden war. Truppen- Verstärkungen und Flugzeuge wurden hcrbeigeholt. 20 Araber wurden getötet, die meisten stammen aus angrenzenden Ländern, insbesondere dem Irak, was die Annahme bestätigt, daß Araber der benachbarten Länder an dem Aufstand in Palästina beteiligt sind. Führer der Bande war der syrische Banditenhäuptling Fawzi Kauji. Weiter w׳ird gemeldet, daß 20 Karabiner und Munition erbeutet wurden. Weitere Tote Im Hadassakrankenhaus in Td-Awiw ist am Sonntag der am 1. September bei Natania von Arabern schwerverwundete Jehuda Spiewak seinen Verletzungen erlegen. Spiewak ist das 82. j ü d i s c h e T o d e s o p f er des arabischen Terrors. Ne ss Ziona war drei Stunden lang einem schweren Angriff ausgesetzt. Die Wächter, unterstützt von Truppet! mit Maschinengewehren, schlugen die Angreifer zurück, von denen ■einer tödlich verwundet wurde. In der Nähe von Djcnin kam es zu einem Zusammenstoß, als eine bewaffnete Araherhande auf eine Truppenabteilung feuerte. Wie verlautet, sollen die Araber neun Verluste erlitten haben. Ein Araber, der wegen unbefugten Waffenbesitzes verhaftet worden war, ist auf einem Fluchtversuch erschossen worden. Infolge eines Sabotageaktes entgleiste ein aus Flaila kommender Zug in der Nähe von Kalkilieh. Fin englisch er Soldat und ein arabischer Lokomotivführer wurden getötet, während ein arabischer Lokomotivführcr, ein englischer Soldat, zwei englische Seekadetten und ein arabischer Heizer verletzt wurden. Der Zugverkehr war für den Nachmittag unterbrochen. Ueberfäfle und Sabotage Bei Ramallah kam es zu einem Gefecht, in dessen Verlaut ein Araber verwundet und einer gefangen genommen wurde. Ein arabischer Angriff auf Sedjera in Niedergaliläa wurde zurückgeschlagen. In der Altstadt von T i b e r i a s explodierte eine Bombe, jedoch ohne Schaden zu verursachen. Gegen das King David-Hotel in Jerusalem und andere Gebäude sind Bomben geschleudert worden. Aut eine jüdische Irrenanstalt in Jerusalem wurden Schüsse abgegeben, die jedoch niemanden verletzten. In einer jüdischen Plantage in Rantiyc bei Pctach Tikwah wurden ungefähr 100 Duiiam vernichtet, während in einer von der 1 ianotea für bulgarische Juden gepflanzten Plantage bei N a a n e eine Fläche von 60 Dunarn zerstört wurde. 1000 junge Orangenbäume in einer jüdischen Plantage in Beert u via wurden niedergehauen. Attentat auf den stellvertretenden Chef- Sekretär Nurok Jerusalem, 7. September. (JTA.) Auf den stellvertretenden Cliefsekretär der Palästina-Regierung Max Nurok, der Jude Ist, wurde am Montag vormittag ein Attentat verübt. In der Nähe des Neuen Tors in der Altstadt von Jerusalem gab ein Araber fünf Revolverschüsse auf Nurok ab, die ihr Ziel verfehlten. Der Attentäter ist entkommen. Von den Gerichten Ein Araber, der in der Nähe eines Kinos in Haifa mit einer Bombe angetroffen und zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, stand vor dem Appellationsgcricht, das ein Verschulden der Staatsanwaltschaft feststdlte und das Urteil kassierte. Fünf Araber, darunter ein Schulleiter, wurden von der Anklage, den Tod I)r. Feld ber gs am I. Mai verursacht zu haben, freigesprochen, jedoch wegen Teilnahme an einer illegalen Demonstration zu verschiedenen Gefängnisstrafen (Höchststrafe 1S Monate) verurteilt. Auf Grund fehlerhaften Vorgehens der unteren Instanzen kassierte das Appellationsgcricht ein Urteil auf acht Jahre Zuchthaus gegen einen Araber wegen unerlaubten Waffenbesitzes. Nach einer Waffensuche in dem Dorfe Lifta wurden 14 Einwohner nach Sarafend interniert. Im Verlauf von Haussuchungen in Kalkilieh wurde eine große arabische Bombcnfabrik entdeckt, in der sich 22 gebrauchsfertige und 40 halbfertige Bomben befanden. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. High Commissioner Sir Arthur Wauchope hat sich im Flugzeug nach Amman begeben, um verschiedene Maßnahmen im Zusammenhang mit den militärischen Operationen zu treffen und Besprechungen mit Emir Abdullah von Transjordanien abzuhalten. Moshe Schertok, der Leiter des Politischen Departements der Jcwish Agency in Palästina, hatte eine Unterredung mit dem High Commissioner. Die hebräische Tageszeitung ״Haboker“ ist auf zwei Tage verboten worden. Ende der Mission Nuri Paschas London, 3. September. (JTA.) Die Jüd. Tel.-Agentur erfährt von zuverlässiger Seite, daß die Palästina-Regierung ihre Verhandlungen mit dem irakischen Außenminister Nuri Pascha abbrechen werde. Jedenfalls soll die Regierung nicht geneigt sein, seine Vor- Schläge irgendwie anzunehmen. Der ״Ormsby-Gore-Brief“ London, 3. September. (JTA.) Der bereits inhaltlich mitgeteilte Brief, den Kolonicnminister Ormsby-Oore an den Präsidenten der Jewish Agency und Zionistischen Organisation, Dr. Chaim Wcizmann, über die Stellung der englischen Regierung zur Vcrrnittiungsaktion des Außenministers des Irak, Nuri Pascha, schrieb, hat folgenden Wortlaut: ״Ich bestätige den Empfang Ihres Briefes vom 1. September nebst anliegendem Bericht aus der ״Paiestine Post“, wonach das palästinensische Oberste arabische Komitee gewisse Vorschläge angenommen haben soll, die als Grundlage für eine Beendigung des Streiks und der Terroraktionen dienen sollen. Solchen Vorschlägen ist weder vom High Commissioner noch von Seiner Majestät Regierung zugestimmt worden. Ferner besteht kein Grund für die Annahme, wie sie in dem von der Jewish Agency an den High Commissioner unter dem 31. August gerichteten Brief zum Ausdruck kommt, wonach der High Commissioner Nuri Pascha ermächtigt haben soll, Versicherungen über Maßnahmen, darunter auch die Suspendierung der Einwanderung, die nach Beendigung der Unruhen ergriffen werden sollen, abzugeben. Nuri Pascha ist nicht nur nicht autorisiert worden, irgendeine solcher Zusicherungen z.u gelten, sondern Sir Arthur Wauchope stellt fest, er (Nuri Pascha) habe um eine solche Ermächtigung nicht gebeten und Nuri Pascha habe nach bestem Dafürhalten des High Commissioner den arabisehen Führern klargernacht, daß er nicht in der Lage sei, irgendeine derartige Versicherung zu geben. Der High Commissioner oder S. M. Regierung haben Nuri Pascha keine Zusicherungen weder bez,üg!ich der Sperre der Einwanderung, noch über seine Stellung als Vermittler in den palästinensisehen Angelegenheiten gemacht. Der Kolonienminister hat nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie, falls Sie es wünschen, diesen Brief veröffentliehen.“ Besprechung zwischen Sir John Simon und Ormsby-Gore London 3. September. (JTA.) In der Downing Street fand am Donnerstag eine Besprechung zwischen dem Vertretcr des Ministerpräsidenten, Innenminister Sir John Simon, lind Koionienminister Ormsby-Oore statt, die der Erörterurig der Lage in Palästina gewidmet war. Uebcr die Besprechung wird in der ״Times“ mitgeteilt, daß die vom Mufti erlassene Proklamation, in der er seine Anhänger auftordert, den Streik fortzuführen, den Hauntgcgcnstand der Beratung gebildet habe. Weitere Truppen nach Palästina London, 4. September. (JTA.) Das Kriegsministerium gibt bekannt, daß die Regierung die Frage einer Ver- Stärkung der Garnison Palästinas erwägt. In diesem Zusammenhang sei das Manöver der ersten Division abgebrochen worden und die Division sei aus dem Uebungsgebiet nach Aldershot zurückgekehrt. Ausschließlieh zu den! Zweck, die Aufstellung gewisser Einheiten zu ermöglichen, die für solche Verstärkungen erforderlich sein könnten, wird eine Anzahl von Reservisten der Heeresreserve ״A“ aufgerufen. Die Heeresreserve ״A“ besteht aus einer begrenzten Zahl von Mannschaften, die sich verpflichten, auf Aufforderung zum Dienst einzurücken, ohne daß eine Proklamation erlassen wird. Auch die gewöhnlichen Wochenurlaube wurden eingestellt und die Rekruten rücken zu ihren Regimentern ein. Garnisonsadjutant Cantain G. H. Morel erklärte: Fs stehen uns nur wenige tage zur Verfügung, um den Abtransport der Mannschaften nach Palästina vorzubereiten, aber unsere Schlagfertigkeit ist auf der Höhe und wir braueben diesbezüglich keine Sorgen zu haben. In der Presse wird die Meinung geäußert, daß diese Ent- Scheidung eine direkte Folge der Beratungen des Kabinetts über die Lage in Palästina ist. Auf Grund zuverlässiger 111torniationen wird erklärt, daß die Regierung ents c 11 i o s s e n ist, die Unruhen n i e d c r z u s c 11 i a - gen, da dies eine notwendige Vorbedingung für die Ent- Sendung ■der IJntersuchungskomini.ssion, die im kommenden Monat die Beschwerden von Juden und Arabern entgegennehmen soll, sei. Um dieses Ziel zu erreichen, sei die Regierung bereit, erforderlichenfalls auch das Kriegsrecht zu verkünden. Die Entsendung weiterer Tnippen sei ein vorbereitender Schritt für eine solche Maßnahme. ״Ein Gebot christlicher Ehre“ Telegramm kirchlicher Verbände aus USA. an Baldwln London, 3. September. (JTA.) In einem Telegramm, das die Amerikanisch-Christliche Konferenz für Palästina an den englischen Ministerpräsidenten Batdwin gerichtet hat, heißt es: ״Wir Unterzeichneten amerikanischen Bürger christlichen Glaubens fordern von der Regierung Großbritanniens, fest zuhalten an den Bestimmungen des Palästinamandats, das von den Völkern der Welt durch den Völkerbund ihrer Obhut anvertraut wurde. Die Balfour-Deklaration, auf der das Mandat beruht, hat die Bekräftigung durch das Volk der Vereinigten Staaten erhalten, wie dies von jedem Präsidenten seit dem Weltkrieg und in Resolutionen, die von beiden Hausern des Kongresses einstimmig angenommen wurden, offen(־ lieh zum Ausdruck gebracht wurde. Die dem jüdischen Volk gebotene Möglichkeit, sein Nationalheim in Palästina zu errichten, ist von der aufgeklärten öffentlichen Meinung Amerikas nicht nur als gerecht und sittlich, sondern auch als durch das Völkerrecht unwiderruflich garantiert anerkannt worden.“ Wir weisen darauf hin, daß die angelsächsische religiöse Tradition hier und im Auslände in der Rückkehr der Juden nach Palästina die Erfüllung biblischer Prophe- ״Daily Telegraph“ meldet, daß am kommenden Freitag 10 000 Mann nach Palästina als Verstärkung abgehen werden. Die Truppen sollen aus I2 Bataillonen Infanterie, 4 Kompagnien Panzerantos, 3 Kompagnien Sigrialisicrtrngsdicnst und 3 Kompagnien Verbimlungsdienst bestehen. Auf eine Anfrage beim Kriegsministerium w'urde eine Bestätigung dieser Meldüng abgelehnt. Neuer Truppenkommandant London, 7. Septbr,, 19 Uhr (telephonisch). (JTA.) Die Regierung hat soeben bekanntgegeben, daß eine volle Division nach Palästina airgeht und daß das militärische Oberkommando über sämtliche palästinensischen Streitkräfte dem Generalleutnant J. G. Dili übergeben wird. Bisher lag das Oberkommando bekanntlich in den Händen des High Commissioner. ״England wird seine Pflicht erfüllen‘* Erklärung des Verteidigungsministers London, 6. September, (j l'A.) Der englische Verteidigungsmmister Sir Thomas I n s k i p hat sich dahin geäußert, daß die Entsendung von Verstärkungen nach Palästina im Interesse des britischen Ansehens notwendig sei. England werde die mit der Verwaltung des Mandats verbundenen Pflichten erfüll e n. 1 ):1/11 sei es notwendig, die Ruhe und Ordnung wicderhcr/ustcllcn. Jüdische Verhandlungsbereitschaft Eine Erklärung Wcizmanns In einer ZusehrilT an die ״Times“ erklärt Dr. Chaim W ei/, m a n n, er habe am I. September dem Kolonienminister Ormsby-Gore mi(geteilt, die jüdischen Führer seien jederzeit bereit, sieh in einer unter der Leitung der englischcn Regierung stellenden Konferenz mit den arabisehen Führern über die bestehenden Differenzen auszusprechen. Fortsetzung des Streiks Ein arabischer Aufruf Jerusalem. 5. September. (I’aleor.) Auf der heutigen Sitzung des Obersten arabischen Komitees wurde beschlossen, in der arabischen Presse einen Aufruf an das arabische Volk zu veröffentlichen, den Streik und den Kampf um die nationalen Beeilte fortzuführen; ferner soll in dem Aufruf Vertrauen auf Nuri Paschas Verhandlungen und Befriedigung über die Vermittlung der arabischen Länder zum Ausdruck gebracht werden. Die Be- Strebungen der jüdischen Presse, die Vermittlung der arabischen Lander zunichte zu machen, wurden vom Obersten arabischen Komitee scharf verurteilt. Ls wurde ferner bcschlossen, ein dringliches T c I e g r a m m an Nuri l'ascha zu senden und ihn um Aufklärung zu bitten über Ormsby- Gores Brief an Dr. Weizmann und die Nachrichten aus London bezüglich der letzten Kabinetts-Sitzung. Arabische Stimmen Die letzten Nachrichten ans London, insbesondere die Kabinetts-Sitzung und ()nnsbv-Uores Brief an Dr. Weizmann haben in arabischen Kreisen große Bestürzung hervorgerufen. Das Blatt des Mufti, ״A I - I. i \v a a“, bringt einen Artikel unter der Ucber-sehrift ״I lat England wirklich die Araber an die Juden verkauft?“ Die Zeitung weist darauf hin, daß ein A u f s t a n d d e r a r a I) i s c h!׳ n L ä n d e r drohe, die den palästinensischen Arabern Beistand leisten würden. Die im Nonien betriebene eifrige Propaganda zur Beendigung von Streik und Terror verurteilt die Zeitung als verriite risch. Die radikale Zeitung ״! s I a m i a“ ist enttäuscht, betont jedoch, daß die Araber n!e!1t auf die Hilfe anderer hoffen, sondern sich auf sieh srlb-t verlassen. ״Fe lest in“ schreibt: ״Ormsby-Gores Briet ist ein schwererer Schlag für die Araber als MacDonalds Brief an Dr. Wei/niamr im Jahre 193')". Die Zeitung meldet außerdem, daß in einer Anzahl arabischer I)Örter lbiterschriften gesammelt werden für ein .Memorandum an die Regierung gegen eine Sperre der jüdischen Linwandenmg, Konferenz der Bandenführer Jerusalem, ■1. September. (JTA.) Soeben wird bekannt, daß im Gebirge bei Nablus eine vorbereitende K o 11 f c - r e n z der a r a b i s c h e 11 B a n 11 c n f u 11 r e r statt,״efrindcn hat. Es wurde beschlossen, eine größere Konferenz für die nächsten Tage ciii/11 berufen, um eine Zusammenarbeit mit den Banden in den übrigen 1 aiidesteilen, insbesondere denjenigen, die im Gebiet von Hebron tätig sind, her hei zu f 11 h re־ n. Außerdem wurde beschlossen, auf die Fricdensvorsehläge der offiziehen arabischen Führer nicht einzugeheii. zeitriig sieht. Das jüdische Volk hat die Grundlagen des Nationalheims auf friedlichen Wegen und mit außerordentlichem Eifer und Energie gelegt. Fs hat Möglichkeiten für die Ein- Wanderung neuer Menschen in großer Zahl geschaffen, lind was sic errungen haben, ist von unschätzbarem Nutzen für die gesamte Bevö'kerung Palästinas. Für die heimatlosen Juden in der ganzen Weit ist Palästina zur einzigen Zufluchtsstätte geworden. Es ist unsere Ucbtr/eugung, daß Einsteilung der Ein- Wanderung oder irgendeine Ähsehwäelmng der Bestimmungen des Mandats zu einer Ver m i 11 d 0 r 11 n g d e s e!1 g I i s c 11 e 11 Prestiges in Anirri k a führen mußte und in bedaucrlieber Weise andere Eiern eilte in diesem Lande ermutigen würde, die England bereits unfreundlich gesinnt sind. Als aufrichtige Freunde des englischen Volkes fordern wir strengstes Festhalten an Wortlaut und Geist des Mandats. Wir vertrauen darauf, daß das Gewissen Großbritanniens es voranlassen wird, einem ihm anvertrauten heiligen Auftrag treu zu bleiben. D i e christliche E 11 r e erfordertes, daß das von England-den Juden und den Völkern gegebene Versprechen gehalten werde.“ Das Telegramm wurde u. a. von dem Vorsitzenden des amerikanischen Gewerkschaftsverbandes Wil’nm Green, dem früheren amerikanischen Botschafter James W. Oerard und dem früheren Kommissar der Vereinigten Staaten in England, Charles Edward Russell unterzeichnet.